Nachdem der russischer Wissenschaftler Valentin Sapunov erklärt hatte, eine DNA-Analyse von angeblichen Haaren der sibirischen Variante von Bigfoot und Yeti belege die Existenz eines dem Menschen sehr nahe verwandten unbekannten Säugetieres, bestätigen andere beteiligte Wissenschaftler nun zwar die Analysen, widersprechen jedoch den Behauptungen Sapunovs zu deren Ergebnissen deutlich.
Mecheny, Big Foot, Yeti
© Harry Trumbore drawing from Loren Coleman’s and Patrick Huyghe’s "The Field Guide to Bigfoot and Other Mystery Primates"
Illustration des laut Augenzeugen im westlichen Sibirien beheimateten sog. Mecheny.
St. Petersburg (Russland) - Schon zuvor hatte sich selbst einer der führenden russischen Kryptozoologen und Experten für die russischen Varianten der Wald- und Schneemenschen, Dr. Igor Burtsev, bezüglich der Behauptungen Sapunovs zurückhaltend gezeigt und erklärt, ihm sei keine derartige Analyse bzw. entsprechende Ergebnisse bekannt und er bezweifle die Aussagen Sapunovs (...wir berichteten).

Nun zitiert der australische Daily Telegraph (dailytelegraph.com.au) den Direktor des laut Sapunov an den Analysen beteiligten Zoologischen Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften, Professor Oleg Pugachev. Dieser bestätigt zwar die durchgeführten DNA-Analysen, erklärt aber, diese seien zu gänzlich anderen Ergebnissen gekommen, wie Sapunov dies behauptet.

"Lassen Sie mich ein klar stellen: Was Sapunov sagt, ist eine glatte Lüge. (...) Er kam mit einigen Haarproben zu mir ins Institut und beschwerte sich ausführlich darüber, dass die Wissenschaft nichts damit zu tun haben und die Proben noch nicht einmal untersuchen wolle. Er bat mich, ob ich ihm nicht behilflich sein könnte. Ich habe mich dann darauf eingelassen und unsere DNA-Spezialisten aufgefordert eine Analyse durchzuführen.

Allerdings gelang es ihnen nicht, genealogisches Material aus den Proben zu extrahieren, da die Proben keine Haarwurzeln beinhalteten. Die Struktur der Haare zeigte, dass sie auch von einer lokalen Tierart stammen könnten. Das ist das Ende der Geschichte. Von was für einem Schneemenschen spricht Sapunov nun also?"

Trotz dieser Aussage, hat Sapunov laut Medienberichten erneut erklärt, es gäbe Beweise dafür, dass eine Population von mindestens 200 Exemplaren in den Regionen Kemerowo, in Chakassien und im sibirischen Altaigebirge lebe.

Unabhängig von Sapunovs Aussagen stehen derweil die Ergebnisse zweier Studien angeblicher Gewebeproben von Bigfoot, Yeti und Co möglicherweise vor der baldigen Publikation in anerkannten Fachmagazinen. Zum einen soll sich das Ergebnis von DNA-Analysen durch die Genetikerin Dr. Melba Ketchum bereits im fortgeschrittenen Prozess der Peer-Review (also der gängigen unabhängigen Expertenbegutachtung) eines (noch nicht genannten) anerkannten wissenschaftlichen Fachjournals befinden (...wir berichteten). Zum anderen stehen die Ergebnisse einer umfangreichen DNA-Analyse unterschiedlicher Gewebeproben im Rahmen des "Oxford-Lausanne Collateral Hominid Projects" durch anerkannte Genetiker der Oxford University und des Zoologiemuseums in Lausanne (...wir berichteten) noch aus.

Quelle: dailytelegraph.com.au