Die Wirtschaftskrise in Griechenland zwingt immer mehr Menschen auf vorindustriellem Niveau zu leben. Jeden Monat kappen die Stromversorger 30.000 griechischen Haushalten den Strom - weil diese ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können.
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Ein Leben im Dunkeln: Kein Licht, kein warmes Wasser, keine Heizung im Winter und keine Möglichkeit elektrische Geräte zu betreiben. Es ist der Alptraum eines jeden Haushalts, der für immer mehr Griechen zur Realität wird. Die Stromarmut greift im Land um sich, weil viele Griechen ihre Rechnungen nicht mehr begleichen können. Sie leiden unter Schulden, Arbeitslosigkeit und sinkenden Einkommen, während auf der anderen Seite die Energiekosten explodieren.

Neben den eigentlichen Kosten für Elektrizität in Griechenland werden auf die Preise etliche Steuern und Abgaben geschlagen. Vor allem die lokalen Behörden kassieren dabei ordentlich ab. Diese außerordentlich hohen Steuern vervielfachen die Stromrechnungen griechischer Haushalte, so dass ärmere Bevölkerungsgruppen die Zahlungen nicht mehr vornehmen können. In der Folge wird jeden Monat tausenden Haushalten die Stromversorgung gekappt.

So teilte der Geschäftsführer des griechischen Stromversorgers Public Power Company, Arthouros Zervos, mit, dass die Firma jeden Monat 30.000 Griechen den Saft abdreht. Er betont zwar, dass die Mehrheit ihren Zahlungen nachkommt. Das hilft den Haushalten, die nun im Dunkeln sitzen, auch nicht weiter.