Bei einer Schießerei in einem Schweizer Dorf hat ein Mann drei Menschen getötet und zwei weitere verletzt. Erst hieß es, der Mann sei betrunken gewesen. Jetzt kam heraus: Er hatte Drogenprobleme.
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Ein möglicherweise psychisch kranker Mann hat am Mittwochabend in einem Schweizer Bergdorf drei Frauen erschossen. Zwei Männer wurden verletzt. Auch der etwa 30-jährige Schütze - ein Einwohner des Dorfes Daillon im Alpenkanton Wallis - erlitt Verletzungen, als er von Polizisten überwältigt wurde.

Die Frauen - alle drei starben noch am Tatort - waren laut Behördenangaben vom Donnerstag 32, 54 und 79 Jahre alt. Die Ermittler schlossen ein Beziehungsdrama nicht aus.

Psychiatrische Behandlung des Täters

Täter und Opfer hätten sich gekannt, hieß es. Unter den Betroffenen ist laut einem Bericht von Blick.ch ein Ehepaar. Während die Frau gestorben sei, habe ihr Mann den Anschlag mit Verletzungen überlebt. Das Ehepaar hat zwei Kinder.

Der laut Aussagen von Zeugen betrunkene Täter war 2005 in einer psychiatrischen Anstalt behandelt worden. Er soll immer wieder Drogenprobleme gehabt haben. Damals wurden ihm mehrere Waffen abgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft bei einer Pressekonferenz mit.

Für die Bluttat am Mittwochabend habe der Täter mindestens zwei Waffen benutzt worden, ein Jagdgewehr und ein historischer Karabiner aus Armeebeständen. Wie der Mann an die Gewehre gekommen ist, sei zunächst noch unklar.

dpa/AFP/dapd/fkami