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Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sich auch die EU beim wirtschaftlichen Wiederaufbau Landes engagiert: "Ich habe in der Ukraine 1990, zwei Jahre vor der Unabhängigkeit, eine Stiftung gegründet", sagte Soros in einem Interview mit dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). "Und ich werde der Erste sein, der dort investiert. Mein Team prüft die Möglichkeiten. Aber ich werde nicht investieren, ohne dass die Verbündeten der Ukraine eine politische Entscheidung treffen, alles zu tun, um dem Land zu helfen ähnlich so wie es Mario Draghi für den Euro getan hat", betonte Soros. "Ich würde einen entsprechenden Fonds mit einer Milliarde Dollar ausstatten dafür gibt es eine Reihe guter Investitionsmöglichkeiten, zum Beispiel in Infrastruktur und Landwirtschaft", führte der ehemalige Hedgefondsmanager aus.

Soros würde in der Ukraine mit der Absicht investieren, Gewinne zu erzielen, aber diese Profite "würden wieder der Stiftung zugutekommen, um das Geld zu reinvestieren." Soros fürchtet, dass die EU so sehr mit der Griechenlandkrise beschäftigt ist, dass sie die Gefahr, die von dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ausgeht, unterschätzt. Die EU "versucht sich auch in der Ukraine irgendwie durchzuwursteln. Die Ukraine muss im Zuge ihrer Selbstverteidigung auch die Werte und Prinzipien der EU verteidigen", sagte Soros. Deshalb fordert er die Europäer auf, "Geld zu mobilisieren, um den Haushalt der Ukraine im größeren Stil zu unterstützen und politische Risiken abzusichern, um so Kapital privater Investoren anzuziehen". Insgesamt hält Soros eine Summe von 50 Milliarden Euro für notwendig.