„Zweitens ist Erdogan von der Reaktion seines nächsten Nato-Verbündeten Washington abhängig. Ich denke, die USA sind derzeit an keiner türkischen Syrien-Invasion interessiert. Eine Intervention durch die Türkei und durch Saudi-Arabien ist in nächster Zeit kaum zu erwarten. Eher wird es nicht sehr intensive Kampfhandlungen in Form von Artillerieschlägen geben. Die Türkei setzt praktisch keine Luftwaffe ein, sie fliegt keine Luftangriffe auf die von syrischen Kurden besiedelten Gebiete. Dies geht offenbar darauf zurück, dass in Syrien russische Waffensysteme stationiert sind. Nach jenem Abschuss einer russischen Su-24 durch die Türkei wird sich Erdogan sorgfältig nachdenken, bevor er etwas unternimmt“, so Sotnikow.
Kommentar: Erdogan ist offensichtlich größenwahnsinnig, deshalb sind noch mehr unberechenbare Untaten von ihm zu erwarten:
Der russische Auslandsexperte Stanislaw Iwanow sagte der Onlinezeitung gazeta.ru, es gebe kaum Chancen darauf, dass ein türkischer Einmarsch international legitimiert wird: „Die Türken werden dann nicht nur gegenüber Damaskus und Moskau in Erklärungsnot geraten, sondern auch gegenüber Washington und Brüssel. Ein solcher Heereseinsatz bedarf einer UN-Resolution. Diese ist jedoch ausgeschlossen - ebenso wie eine Nato-Zustimmung.“
Kommentar: Hoffen wir es...
Iwanow erläuterte: „Was die Nato und Washington betrifft, arbeiten sie gezielt mit den Kurden und mit der Freien Syrischen Armee, sie bewaffnen auch die Christen. Unter anderem schmieden sie eine Allianz für eine Offensive auf Rakka von den Kurden-Enklaven aus. Ein türkischer Heereseinsatz in diesen Gebieten würde aus meiner Sicht deshalb das Ende für Erdogans Regime bedeuten. Er wird darauf nicht eingehen.“
Der russische Politik-Experte Anton Chaschtschenko warnt in einem Kommentar für die Tageszeitung Iswestija, ein türkischer Einmarsch in Syrien werde dem „Islamischen Staat“ eine Atempause ermöglichen, eine weitere Flüchtlingswelle nach Europa verursachen sowie einen kräftigen Rückschlag gegen das ohnehin angeschlagene Völkerrecht bedeuten. Nicht auszuschließen seien sogar „irreversible katastrophale Reaktionen“ bis hin zu einem „Abrutschen in einen neuen Weltkrieg“.
Es stehe trotzdem nicht fest, ob Erdogan auf eine Syrien-Intervention verzichtet, und zwar angesichts seiner „imperialen Ambitionen“ und „Emotionalität“, so Chaschtschenko weiter: „Es ist äußerst wichtig, Erdogan in der aktuellen Phase zu stoppen. Dafür wären aber ernsthafte Bemühungen der gesamten internationalen Gemeinschaft nötig - bis hin zur Verhängung temporärer Sanktionen.“




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