
Die Forscherin Barbara Kahn vom Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts und ihr Kollege Alan Saghatelian vom Salk-Institut in Kalifornien gehen davon aus, dass ihre neuen Erkenntnisse bei der Behandlung von Diabetes-Patienten von Nutzen sein können.
Die Forscher nahmen an Mäusen genetische Veränderungen vor, so dass sie eine Erkrankung erlitten, die der menschlichen Diabetes vom Typ 2 - früher als "Altersdiabetes" geläufig - entspricht. Wenn sie diesen Mäusen dann FAHFA-Moleküle verabreichten, so sank der Blutzuckerwert. An Menschen wurde festgestellt, dass niedrige Konzentrationen an FAHFA-Molekülen mit einer höheren Diabetes-Wahrscheinlichkeit korrelieren.
Die untersuchten Fettsäuren könnten nunmehr der "kurzen Liste der guten Fette" hinzugefügt werden, sagte Saghatelian. Die FAHFA-Moleküle seien "erstaunlich", weil sie auch entzündungshemmend wirkten.
Kommentar: Eine ketogene Ernährung, die vorrangig aus gesättigten Fettsäuren besteht, lindert ebenso Entzündungen und die Forschungsergebnisse bestätigen, dass Fette sehr gesund sind.
Fette stehen generell im Verdacht, Herzkreislauf-Erkrankungen zu verursachen. Allerdings wurde bereits vor Jahren festgestellt, dass zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Fischen anzutreffen sind, gesundheitsfördernd wirken. Im Gegensatz zu Omega-3-Fettsäuren werden die FAHFA-Moleküle jedoch vom Menschen selbst produziert. Die Konzentrationen sind indes so gering, dass ihnen bislang wenig Aufmerksamkeit gewidmet wurde.
Die Erkenntnisse wurden in der Zeitschrift Cell veröffentlicht.
AFP/cl



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