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Das Totschlagargument der "Verschwörungstheorie": Bewusst erschaffene Methodik der CIA

Der Begriff der »Verschwörungstheorie« löst bei den meisten in der Öffentlichkeit stehenden Menschen und insbesondere bei Journalisten und Akademikern Angstgefühle und Beunruhigung aus. Seit den 1960er Jahren wurde diese Etikettierung zu einem Disziplinierungsmittel, das sich als überwältigend effektiv erwies, wenn es darum ging, zu verhindern, dass bestimmte Ereignisse untersucht oder kritisch hinterfragt wurden. Vor allem in den USA gilt es als schweres Gedankenverbrechen Orwellscher Prägung, die offizielle Darstellung zu bestimmten Ereignissen oder Einstellungen, die darauf abzielt, die öffentliche Meinung (und damit die öffentliche Ordnung) zu beeinflussen, berechtigterweise infrage zu stellen. Und von einem solchen Verbrechen muss das öffentliche Bewusstsein mit allen Mitteln abgehalten werden.
Kennedy
© justasc/Shutterstock
Das negativ besetzte Verständnis des Begriffs der »Verschwörungstheorie« lässt sich auf den ersten Blick vielleicht auf die bekannten Angriffe des liberalen Historikers Richard Hofstadter auf die »Neue Rechte« zurückführen. Es war allerdings möglicherweise der amerikanische Geheimdienst Central Intelligence Agency (CIA), der den wirksamsten Beitrag dazu leistete, diesen Begriff zu einer »mächtigen Waffe« zu machen. Als die öffentlich zum Ausdruck gebrachte Skepsis gegenüber dem Abschlussbericht der Untersuchungskommission, die sich mit der Ermordung Präsident John F. Kennedys befasste - die nach ihrem Vorsitzenden benannte Warren-Kommission - immer mehr zunahm, verschickte die CIA eine ausführliche Anweisung an alle ihre Büros.

Unter der Überschrift »Gegenmaßnahmen gegen Kritik am Bericht der Warren-Kommission« trug diese Direktive entscheidend dazu bei, den Begriff der »Verschwörungstheorie« zu einem Totschlagargument zu machen, das gegen jede einzelne Person oder Gruppe eingesetzt werden sollte, die die immer stärker ausufernden verdeckten Programme und Aktivitäten der Regierung kritisierte.
Wall Street

Wasserrichtlinie der EU: Der Druck zur Privatisierung steigt

Die EU will bei den geplanten Konzessionsregeln den Bereich Wasser nicht ausnehmen. Als Konsequenz müssen Gemeinden europaweit ausschreiben. Es gebe keinen Grund zur Sorge, sagt der ehemalige EU-Kommissar Fischler.

Die umstrittene EU-Konzessionsrichtlinie hat im EU-Parlament eine wichtige Hürde genommen. Im Binnenmarktausschuss stimmte am Donnerstag eine große Mehrheit von 28 Abgeordneten für die Richtlinie, nur zehn Parlamentarier votierten dagegen, zwei enthielten sich. Kritiker sehen in der Richtlinie einen Versuch zur Privatisierung der Wasserversorgung durch die Hintertüre. Wasserversorger sind von den geplanten Konzessionsregeln nicht ausgenommen.

Im März soll das gesamte EU-Parlament über die Richtlinie abstimmen. Der SPÖ-Europaabgeordnete Josef Weidenholzer wies Aussagen des EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier zurück, wonach die Richtlinie bewusst fehlinterpretiert werde.
Stock Down

Realitätsverweigerung und Lügen der Machthaber und Presse auf dem Weg in Richtung große Depression

Mitten in der Narrensaison wurde auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos in heiterer Realitätsverweigerung das angebliche Ende der Euro-Krise gefeiert. Und die Mainstreammedien feierten mit. Anlass dazu gibt es freilich nicht. Die Notenbanken drucken ungehemmt Geld, die Arbeitslosigkeit in den Südstaaten erreicht Rekordstände, und obendrein droht ein globaler Währungskrieg. Derweil steigt die Nachfrage nach Edelmetallen. In den USA sind begehrte Silbermünzen nur noch schwer zu bekommen.
Merkel
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Vielleicht wollte Cristóbal Montoro den Bürgern seines krisengeschüttelten Landes an der Schwelle zu einem neuen Jahr nur etwas Zuversicht mit auf den Weg geben. Jedenfalls erklärte der spanische Finanzminister seinen ungläubigen Landsleuten, in der Wirtschaft des Landes »tut sich Positives«. Doch dann dauerte es gerade einmal drei Wochen, bis die Schönredner und Gesundbeter von der bitteren Realität eingeholt wurden. Das Jahr 2013 begann für Spanien nicht mit neuer Zuversicht, sondern mit einer Rekordzahl an Arbeitslosen. Rund 26 Prozent aller erwerbsfähigen Bürger des iberischen Landes suchen einen Job. Die Jugendarbeitslosigkeit stieg auf atemberaubende 55 Prozent.
Windsock

Unlautere Mittel scheinen Windkraftbetreibern nicht fremd zu sein

Windkraftbetreiber bekämpfen Widerstand der Bürger offenbar mit unlauteren Methoden. Ein Referent hat in einem Seminar des Bundesverbands Windenergie (BWE) „Dirty Tricks" empfohlen. Man solle ruhig auch mal mit „Kanonen auf Spatzen schießen“.
© Reimer Stecher
Windkraftbetreiber diskutieren offenbar, den Widerstand von Bürgerinitiativen gegen Windräder mit zweifelhaften Methoden zu überwinden. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins FOCUS soll ein Referent in einem Seminar des Bundesverbands Windenergie (BWE) „Dirty Tricks" empfohlen haben.

Die BWE-Veranstaltung mit dem Titel „Wen muss ich mir zum Freund machen?“ schulte Unternehmen im Umgang mit Gegnern. Im Krieg und in der Liebe sei „alles erlaubt“, so der PR-Mann aus der Branche. „Wenn Sie einen Wahlkampf führen, wenn Sie um Akzeptanz kämpfen gegen eine Bürgerinitiative, dann ist das ein Krieg, und da müssen Sie auch keine Scheu davor haben, dass Sie zu unlauteren Mitteln greifen“, sagte der Referent angeblich den 20 Zuhörern. Man solle ruhig auch mal mit „Kanonen auf Spatzen schießen“.
Stock Down

Euro Schlamassel: Wirtschaftsforscher sind der Meinung das Deutschland das Schlimmste noch bevorsteht

Wirtschaftsforscher: Das Schlimmste der Krise kommt noch. „Was die finanziellen Belastungen Deutschlands angeht, so steht das Schlimmste wohl noch bevor.“ - „Die Befürchtung, die es im Sommer gab, dass das Ganze auseinanderfliegt, hat sich gelegt.“
© Unbekannt
Deutsche Wirtschaftsforscher haben der Aussage von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier widersprochen, wonach der Höhepunkt der Krise in Europa überwunden sei. „Die Rezession setzt sich in den südeuropäischen Problemländern fort, die Schuldenstände steigen, insofern würde ich nicht sagen, dass das Schlimmste vorbei ist“, sagte der Wirtschaftsweise Peter Bofinger der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Samstagsausgabe). Auch Kai Carstensen, Konjunkturchef des Ifo-Instituts, verwies auf die hartnäckige Rezession und die Kosten der „Euro-Rettung“. „Was die finanziellen Belastungen Deutschlands angeht, so steht das Schlimmste wohl noch bevor.“ Nach einer Berechnung des Ifo-Instituts summieren sich die jüngst vereinbarten Erleichterungen für Griechenland auf einen impliziten Schuldenschnitt zulasten der öffentlichen Gläubiger von 47 Milliarden Euro. Daran sei Deutschland mit knapp 14 Milliarden Euro beteiligt.
Dollars

Manipulation in der Wissenschaft: Analyse bestätigt Hunderte gefälschte Studien zugunsten von Forschungsgeldern

Jährlich werden Hunderte von wissenschaftlichen Veröffentlichungen ohne Begründung zurückgezogen. Während es sich bei vielen Studien aus der Biomedizin um Flüchtigkeitsfehler handelt, weisen andere ein hochgradiges wissenschaftliches Fehlverhalten auf. Was verleitet Wissenschaftler zu solchen Datenfälschungen? Welchen Studien kann man vertrauen?
korruption, manipulation in wissenschaft

Gefälschte Studien: Manipulation in der Wissenschaft
Betrug in der Wissenschaft: Hunderte gefälschte Studien

Manchmal hören wir von Studienergebnissen, die uns an unserem gesunden Menschenverstand zweifeln lassen. Altbekanntes wird plötzlich umgekehrt oder erscheint schier unlogisch und nicht nachvollziehbar. Andere Studienergebnisse und Statistiken nehmen wir wiederum fraglos hin, schliesslich handelt es sich um Wissenschaft. Die Wissenschaft bemüht sich um Fakten und Beweise. Oder etwa nicht? Wie vertrauenswürdig sind wissenschaftliche Studien wirklich? Wie gross ist der Spielraum zwischen Wahrheit und Betrug, wenn wirtschaftliche Interessen, persönliche Vorteile und der damit verbundene Publikationszwang ins Spiel kommen?

Das Fachmagazin Nature machte bereits im Jahr 2011 darauf aufmerksam, dass jährlich etwa 300 wissenschaftliche Publikationen zurückgezogen werden. Als Begründung werden zumeist Flüchtigkeitsfehler angegeben. Tatsächlich soll es sich jedoch in vielen Fällen um bewusste Fälschungen von Daten aus wirtschaftlichen Motiven handeln. Hinter manipulierten Ergebnissen stecken häufig Forschungsförderungen in Millionenhöhe. Anstatt für solche Geldgeschäfte jedoch angemessene Strafen zu erhalten, müssen überführte Wissenschaftler mehrheitlich nicht einmal Stellung beziehen und dürfen sogar ihre Tätigkeit weiter ausüben. Wie kann das sein?

Kommentar:
Korruption der Wissenschaft: Gefälschte Studien sind weit verbreitet
Korruption der Wissenschaft: Wie (Junk) Science funktioniert
Untergang der Menschheit durch Korruption der Wissenschaft?

War Whore

Kampfdrohnen wird es bald für Deutschland geben

© dpa
Diese Drohne ist für die USA im Einsatz. Rund 3000 Menschen starben in US-Präsident Obamas erster Amtszeit durch den Einsatz von Drohnen im sogenannten Antiterrorkampf, oder der Kampf um Terror zu verbreiten und unschuldige zu töten
Bundesverteidigungsminister De Maizière hat in Medien die Pläne der Bundesregierung zu Kauf und Entwicklung von Kampfdrohnen verteidigt. Offenbar sind diese deutlich weiter fortgeschritten als bisher bekannt.

Berlin - Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat die geplante Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr verteidigt. „Unbemannte, bewaffnete Luftfahrzeuge unterscheiden sich in der Wirkung nicht von bemannten. Immer entscheidet ein Mensch, eine Rakete abzuschießen“, sagte er der Bild-Zeitung.

Der Grünen-Verteidigungsexperte und ehemalige UN-Sondergesandte für Afghanistan, Tom Koengis, nannte bewaffnete Drohnen dagegen völkerrechtlich bedenklich. Die rechtlichen Grauzonen für mögliche Waffeneinsätze würden damit vergrößert, sagte er der Chemnitzer Freien Presse.

Kommentar: Wahrscheinlich sucht De Maizière "Abenteuerspielzeuge":

Deutsche Soldaten sind Weicheier - Fast-Aussage de Maizières

Vader

Todesurteile in Ägypten lösten Krawalle aus - 30 Tote und Hunderte Verletzte

Mindestens 30 Tote und Hunderte Verletzte: Die Todesurteile gegen Fußballfans haben Krawalle in Port Said ausgelöst. Ägyptens Regierung erwägt, den Notstand auszurufen.
demonstranten, ägypten
© Ed Giles/Getty Images
Wegen tödlicher Krawalle nach einem Fußballspiel vor knapp einem Jahr sind in Ägypten 21 Menschen zum Tode verurteilt worden. Die Urteilsverkündung in Kairo wurde vom Staatsfernsehen direkt übertragen. Für 52 weitere Angeklagte fällt der Richterspruch am 9. März. Den Angeklagten wird vorsätzlicher Mord und illegales Tragen von Waffen vorgeworfen.

Nach der Urteilsverkündung brachen in der Stadt Port Said gewalttätige Proteste aus. Angehörige der Verurteilten stürmten das Gefängnis der Stadt und versuchten die Angeklagen zu befreien. Dabei wurden mindestens 30 Menschen getötet, etwa 300 Menschen wurden verletzt.
Dominoes

Präsident Mursi lässt Militär in Suez anrücken

In der ägyptischen Stadt Suez ist am frühen Samstagmorgen die Armee aufmarschiert. Vorangegangen waren Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten mit mehreren Toten.

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Einige Außenministerien Europas warnen vor Terrorgefahr in Bengasi - Konkrete Hinweise werden nicht genannt

Außenminister Westerwelle spricht von einer "delikaten Lage". Offenbar gibt es konkrete Terrordrohungen gegen Deutsche und Bürger anderer westlicher Staaten. Diese sollten Bengasi sofort verlassen.

Seit dem Geiseldrama in Algerien herrscht in Nordafrika erhöhte Alarmbereitschaft. Nun haben die Regierungen Deutschlands und anderer westlicher Staaten ihre Staatsbürger wegen einer konkreten Bedrohung dazu aufgerufen, die Region um die Hafenstadt Bengasi umgehend zu verlassen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sprach bei einem Besuch in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon von einer "ernsten und delikaten Lage". Die Warnung sei aufgrund von "verschiedenen Hinweisen" erfolgt. Konkreter wurde Westerwelle nicht. Das Auswärtige Amt geht von nur wenigen Deutschen in Bengasi aus, konnte aber keine genaue Zahl nennen.

Am Nachmittag hatte zuerst das britische Außenminister zum verlassen Bengasis und der umliegenden Küstenregion aufgerufen. "Wir sind über eine spezifische und unmittelbare Bedrohung für westliche Staatsbürger in Bengasi informiert", hieß es. Nur wenig später meldete das Auswärtige Amt im Internet eine "unmittelbare konkrete Bedrohung westlicher Staatsangehöriger in Bengasi".

Kommentar: Die Informationen sind wie immer unbestätigt und auf welche "Hinweise", wie im Text geschrieben wurde, reagiert wird, ist nicht ersichtlich.

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