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Die frisch erschienenen UDSA-Zahlen sorgen für Überraschungen. An den US-Terminmärkten stiegen die Weizenpreise nach der Veröffentlichung um 2,5 Prozent.

Der allgemein mit großer Spannung erwartet USDA-Report von Januar hat einige Veränderungen gebracht. Diese müssen die Märkte wohl erst noch verdauen. In den letzten Monaten hatte es bereits mehrfach nach den ersten heftigen Kursauschlägen nach Veröffentlichung der neuen USDA-Daten eine ganze andere Richtung an den Märkten gegeben. Am Freitag Abend legten die Preise für Weizen und Mais zu und die Sojapreise gaben nach.

US-Maisernte etwas größer anstatt kleiner

Beim Mais habend die USDA-Experten die letzten US-Ernte ganz leicht nach oben gesetzt. Die meisten Analysten hatten einen Rückgang von gut eim Prozent erwartet. Nun liegt die US-Ernte etwas höher als im Dezember geschätzt. Zwar hat das USDA die Erntefläche in den USA wie erwartet reduziert, die Erträge fielen nach dieser Einschätzung jedoch knapp ein Prozent höher aus als im Dezember geschätzt, so dass sie die Produktion am Ende insgesamt 0,5 % größer ist. Weizen: Flächenausweitung kleiner als erwartet

Die Anbaufläche von Winterweizen in den USA wurde wie erwartet ausgedehnt. Allerdings bei weitem nicht so deutlich wie von den Analysten erwartet. Im Vorfeld hatte man mit einer Zunahme des Winterweizenanbaus um gut frei Prozent gerechnet. Das USDA hatte die Anbaufläche der Sorten Hard Red Winter und White Winter zusammen um etwa ein Prozent nach oben gesetzt und damit erheblich weniger als man erwarte hatte.
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Die Weizenpreise an de US-Terminmärkten bewegten sich nach Veröffentlichung der Daten mit 2,5 % deutlich im Plus. Grund war neben der kleineren Flächenausweitung auch der schlechte Zustand der US-Wintersaaten (Trockenheit) und die erwartete guten Exportaussichten für den derzeit im internationalen Vergleich sehr günstigen US-Weizen.

Soja: Produktionsanstieg trifft Erwartungen

Die US-Sojaproduktion wurde wie erwarte nach oben gesetzt. Der Anstieg traf mit knapp 1,5 % ebenfalls die Erwartungen. Grund für den Anstieg die etwas über der letzten Schätzung von Dezember liegenden Erträge. Die aktuellen Sojabestände von Dezember waren allerdings deutlich niedriger als im letzten Jahr und sollte die Preise stützten. Angesichts der erwarteten riesigen südamerikanischen Sojaernte gaben die Preise am US-Terminmarkt nach Veröffentlichung der neuen Zahlen allerdings deutlich um über ein Prozent nach. Ein ausführliche Auswertung und Kommentierung der USDA-Daten für Getreide und Ölsaaten und der konkreten Auswirkungen auf die internationalen Märkte. Erfolgt am kommenden Montag.