Die lange angekündigte und von Skeptikern immer wieder als überhaupt nicht existent bezeichnete DNA-Studie von vermeintlichen Gewebeproben der legendären nordamerikanischen Waldmenschen, die als Sasquatch und Bigfoot bekannt sind, ist im neuen, von Experten begutachteten (peer review) wissenschaftlichen Fachjournal "DeNovo" publiziert worden. Als Ergebnis ihrer Analyse kommen die Forscher um Melba Ketchum zu dem Schluss, dass in Nordamerika tatsächlich eine bislang unbekannte Art von Hominini (eine Tribus der Familie der Menschenaffen - Hominidae - der die Arten der Gattung Homo einschließlich des heute lebenden Menschen - Homo sapiens - sowie dessen ausgestorbenen Vorfahren beschreibt) existiert. Ist damit die Existenz von Bigfoot und Sasquatch wissenschaftlich bewiesen?
DeNovo-Journal
© denovojournal.com
Deckblatt des "DeNovo"-Journals, Vol.1, Issue 1
Nacogdoches (USA) - Im Folgenden veröffentlichen wir die offizielle Pressemitteilung von DeNovo im übersetzten, unkommentierten Original(s. Anhang unten), wie sie im Namen des Journals auf PRWeb (prweb.com) verbreitet wird:

Forscher sequenzieren Sasquatch-Genom, Neue Hominini existieren in Nordamerika

Nächste Generation der vollständigen Genom-Sequenzierung belegt existierenden Verwandten des Menschen

Ergebnisse veröffentlicht im Denovo Journal of Science

Ein Team aus 11 Wissenschaftlern mit Fachwissen in Genetik, Forensik, Pathologie, Biochemie und Biophysik haben drei vollständige Kern-Genome einer neuen heutigen Art von Hominini in Nordamerika sequenziert. Die Studie mit dem Titel "Neue nordamerikanische Hominini, Sequenzierung der nächsten Generation von drei vollständigen Genomen und damit verbundene Studien"(“Novel North American Hominins, Next Generation Sequencing of Three Whole Genomes and Associated Studies) analysierte DNA von insgesamt 111 hochwertigen Proben, die von unterschiedlichsten Orten quer über den Kontinent verteilt eingesandt wurden und wird in der Erstausgabe des 'DeNovo: Journal of Science' (http://www.denovojournal.com) am 13. Februar veröffentlicht.

Das Team unter Leitung von Dr. Melba S. Ketchum, DVM (Doctor of Veterinary Medicine) von "DNA Diagnostics" in Nacogdoches, Texas, hat mit Hilfe der Sequenzierung der nächsten Generation der "next-generation Illumina HiSeq 2000" Plattform (Anm. d. GreWi-Red.: zur Erstellung von Genexpressionsprofilen) an der University of Texas aus einer Gewebeprobe, einer Speichelprobe und einer Blutprobe drei vollständige Kern-Genome sequenziert. Die drei (sequenzierten) Genome erzielten alle eine Q30-Qualität von über 88 auf der Illumina-Skala und liegen damit über dem Durchschnitt dieser Plattform, der bei 85 liegt. Dies belegt, dass es sich (jeweils) um stark bereinigte, aus einer einzigen Quelle stammende DNA mit keinen Verunreinigungen handelt. Die drei Sasquatch-Genome stimmen weitgehend miteinander überein und sind mit Primaten-Sequenzen homolog (Anm.d.GreWi-Red.: d.h., dass sie von einem gemeinsamen Vorläufer abstammen).

Zusätzlich zu den drei Kern-Genomen konnte Ketchums Team auch 20 vollständige und 10 teilweise Mitochondrial-Genome von Sasquatch-Proben sequenzieren. Im Gegensatz zu den Ergebnissen der Kern-DNA (nuDNA), stimmt die mitochondriale DNA (mtDNA) der Sasquatch vollständig mit der moderner Homo sapiens überein. Dies deutet daraufhin, dass es sich bei dieser Art um eine Hybridmischung aus modernen Homo sapiens mütterlicherseits und einem unbekannten homininen männlichen Vorfahren handelt.

“Novel North American Hominins, Next Generation Sequencing of Three Whole Genomes and Associated Studies.”

Authors: Ketchum MS, Wojtkiewicz PW, Watts AB, Spence DW, Holzenburg AK, Toler DG, Prychitko TM, Zhang F, Bollinger S, Shoulders R, Smith R.

DeNovo. 13 February 2013.
Damit bestätigt die Publikation grundsätzlich das, was bereits vor einigen Wochen durch den russischen Kryptozoologen Igor Burtsev mißverständlicherweise schon vor der Veröffentlichung der Studie bekanntgegeben wurde (...wir berichteten).

Anm. d. GreWi-Red.: Bis zum Redaktionsschluss dieser Meldung, lagen uns noch keine unabhängigen Informationen über das genannte neue Journal (DeNovo) vor, dessen bisheriger Internetauftritt uns zugegebenermaßen etwas suspekt erscheint (?). Sobald weitere Informationen sowie erste Einschätzungen der Studie von kompetenter unabhängiger Seite vorliegen, werden wir natürlich erneut berichten...


Quelle: prweb.com, denovojournal.com