
Das sei der höchste Stand seit 18 Jahren, teilten die Vereinten Nationen am Dienstag in Genf mit. Allein 2012 flohen 7,6 Millionen Menschen aus ihren Heimatorten, erklärte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). Deutschland gehört nach Pakistan und Iran zu den zehn wichtigsten Aufnahmeländern. 2012 beherbergte die Bundesrepublik dem UNHCR-Jahresbericht zufolge fast 590 000 Flüchtlinge. Das sind 3 Prozent mehr als 2011 und weit mehr als in anderen westlichen Staaten: In Frankreich lebten 2012 knapp 218 000 Flüchtlinge, in Großbritannien 150 000, in den USA 262 000.
Die Hauptlast tragen jedoch arme Staaten: 81 Prozent aller Flüchtlinge leben in Entwicklungsländern. Kriege sind die größte Fluchtursache: 55 Prozent aller Flüchtlinge stammen aus den fünf Konfliktstaaten Afghanistan, Somalia, Irak, Syrien und Sudan. 46 Prozent sind Kinder oder Jugendliche unter 18 Jahren.
Der UNHCR-Jahresbericht wurde aus Anlass des Weltflüchtlingstages veröffentlicht, der heute begangen wird.
gm/gx/dpa



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