Rio de Janeiro. Ein in völliger Abgeschiedenheit lebender Indianerstamm ist nach Angaben der brasilianischen Indianerschutz-Stiftung Funai an der Grenze zu Peru entdeckt worden. Wie ein Funai-Sprecher am Mittwoch sagte, bestätigte ein im April unternommener Überflug von Funai-Mitarbeitern entsprechende vorher aufgenommene Satellitenbilder.

Den Angaben zufolge lebt die Indianer-Gemeinde, deren Mitgliederzahl auf etwa 200 geschätzt wird, im Javari-Tal im nordwestlichen Amazonas-Gebiet. Der Funai-Verantwortliche für das Tal, Fabricio Amorim, erklärte, die Gemeinde gehöre vermutlich zu der in diesem Gebiet weit verbreiteten Pano-Sprachgruppe.

Die Regierungsstiftung Funai hat als einzige das Recht, sich den isoliert lebenden Stämmen zu nähern. Außenstehenden ist der Zugang zu der abgelegenen Region des Amazonasbeckens verboten, da sie sonst tödliche Krankheiten übertragen könnten, gegen die die Indianer keine Abwehrkräfte besitzen. Die Indianer im Javari-Tal sind außerdem durch illegale Holzfäller, Goldwäscher und Fischer bedroht, sogar Drogenhändler an der Grenze setzen ihnen zu.

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