Greifswald-UFOs
© Bernhard Gröchel / degufo.de
Video-Standbilder der Greifswald-Lichter vom 24. August 1990.
Xanten (Deutschland) - Am 24. August 1990 kam es über dem Greifswalder Bodden, Rostock und Umgebung abends zwischen 20.28 Uhr und 20.57 Uhr zur Sichtung von zwei Gruppen aus weißen Leuchtobjekten, die für den genannten Zeitraum am Himmel standen. Es wurde auch beobachtet, wie Objekte in die Formation hinein flogen und auch wieder aus dieser heraus. UFO-Skeptiker erklären die Beobachtung, die damals auf gefilmt und fotografiert werden konnte, von jeher wohlfeil mit Leuchtmunition, die während eines Manövers der Nationalen Volksarmee und/oder Warschauer-Pakt-Staaten eingesetzt wurde. "Heute, 22 Jahre nach dem Vorfall, haben sich neue Erkenntnisse ergeben, die zu einer Überprüfung der damaligen Identifikation führen", erklären deutsche UFO-Forscher und suchen erneut weitere Zeugen der damaligen Ereignisse.

Mindestens sechs Videofilme und mehrere Fotos wurden von diesen Leuchtkörpern aufgenommen. Die einige Zeit nach der Sichtung kursierende Theorie, es habe sich um Leuchtmunition eines militärischen Manövers gehandelt, welches abwechselnd in den Zuständigkeitsbereich der NVA, Sowjetarmee oder diverser anderer Warschauer Pakt Armeen verortet wurde, könne nach eingehenden Untersuchungen durch die "Deutschsprachigen Gesellschaft für UFO-Forschung" (DEGUFO e.V., degufo.de) so indes nicht bestätigt werden:

"Weder die Charakteristiken der Objekte noch deren Brenndauer lassen sich einer solchen Munition zuordnen. Zudem konnten keinerlei militärischen Bewegungen beobachtet werden. Sowohl das Oberkommando der NVA-Luftstreitkräfte als auch die Akten des Bundesarchivs - Militärarchiv Freiburg bestätigen, dass zur angegebenen Zeit im gesamten Gebiet keinerlei Manöver stattfanden".

Zusammenschnitt unterschiedlicher Aufnahmen der Greifswald-Lichter



Die DEGUFO e.V., die seit 1993 UFO-Vorfälle im deutschsprachigen Raum untersucht, hat unter ihrem Schatzmeister Christian Czech und dem zweiten Vorstand Marius Kettmann inzwischen eine Arbeitsgruppe zum Greifswald Phänomen eingerichtet, deren Ziele die Erstellung einer Fallsammlung, die Befragung von Zeugen, die Auswertung des vorliegenden Materials und das finden einer wissenschaftlich fundierten Erklärung für die Lichtphänomene und deren Verhalten sind.

Hierzu suchen die Forsche noch immer Zeugen zu den damaligen Ereignissen und rufen diese dazu auf, sich telefonisch unter: 0162-1749301, per Email: [email protected] oder über das Kontaktformular auf www.degufo.de zu melden.

Quelle: degufo.de