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So, 07 Feb 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Eye 1

Wie frei ist unser freier Wille? Unbewusste Hirnprozesse steuern uns weniger als gedacht

Unser freier Wille reicht weiter als bisher angenommen: Selbst wenn unser Unbewusstes schon eine Entscheidung gefällt hat, können wir sie noch umstoßen, wie ein Experiment nun belegt. Unser Bewusstsein hat demnach doch noch ein Vetorecht und wird nicht einfach von unbewussten Prozessen ferngesteuert, wie es einige Studien andeuteten. Allerdings: Es gibt trotzdem einen Punkt, ab dem es kein Zurück mehr gibt, wie die Forscher herausfanden.

© satellitesixty/ thinkstock
Wer steuert unserer Entscheidungen? Unser bewusstes Ich oder unbewusste Prozesse in unserem Gehirn?
Wie frei sind wir in unseren Entscheidungen? Werden wir von unserm Gehirn bloß ferngesteuert? Diese Frage beschäftigt Hirnforscher, Psychologen und Philosophen schon seit den 1980er Jahren. Denn damals zeigte ein Experiment, dass unser Gehirn Entscheidungen vorwegnimmt: Noch bevor wir uns bewusst sind, wie unsere Wahl ausfallen wird, aktiviert das Gehirn Schaltkreise für eine der beiden Möglichkeiten - dies ist an Messungen der Hinströme ablesbar.

Wie aber kann es sein, dass unser Gehirn schon vorab weiß, wie wir uns entscheiden werden - bevor es bewusst passiert? Der Nachweis dieser Hirnreaktion gilt seither als Argument dafür, dass der freie Wille eine Illusion ist. Denn offenbar werden unsere Entscheidungen durch unbewusste Hirnmechanismen erzeugt und nicht durch unser bewusstes Ich gesteuert - oder doch nicht?

Wer ist am Steuer: das Ich oder das Unbewusste?

John-Dylan Haynes vom Bernstein Center for Computational Neuroscience der Charité in Berlin und seine Kollegen haben diese Frage nun neu aufgerollt. "Unser Ziel war herauszufinden, ob mit dem Auftreten der frühen Hirnwellen eine Entscheidung automatisch und unkontrollierbar erfolgt, oder ob sich der Proband noch umentscheiden kann, also ein Veto ausüben ", erklärt Haynes.

Info

Große Ängste erhöhen Demenz-Risiko: Stresshormon Cortisol beschädigt das Gehirn

Große Angst kann unser Gehirn schädigen
© Alexander Raths – fotolia
Ängste können das Demenz-Risiko erhöhen.
Besteht ein Zusammenhang zwischen Ängsten und Demenz? Entwickeln wir schneller eine Demenzerkrankung, wenn wir in unserem Alltag öfter Ängsten ausgesetzt sind? Eine aktuelle Studie von amerikanischen Forschern behauptet, dass durch hohe Angst ein Stresshormon freigesetzt wird. Dieses Hormon ist in der Lage, Teile des menschlichen Gehirns zu schädigen. Die Ergebnisse der Untersuchung veröffentlichten die Wissenschaftler jetzt in dem Fachjournal Alzheimer’s & Dementia: The Journal of the Alzheimer’s Association.

Die aktuelle Studie der „University Southern Californian“ (USC) stellt fest, dass Menschen die häufig große Ängste durchleben, eine eineinhalbmal größere Wahrscheinlichkeit aufweisen, in ihrem Leben eine Demenzerkrankung zu entwickeln. Es gab schon frühere Untersuchungen, die eine Verbindung zwischen Demenzerkrankungen und psychischen Probleme festgestellt hatten. Jetzt wurde allerdings erstmals eine direkte Verbindung zwischen Ängsten und Demenz untersucht.

Kommentar:


Hearts

Überwinden der selektiven Empathie: Studie zeigt, dass Mitgefühl für Fremde erlernbar ist

Mitgefühl für fremde Menschen kann man lernen. Überraschend positive Erfahrungen mit Fremden lösen im Gehirn einen Lerneffekt aus und steigern das Mitgefühl. Wie Forscher der Universität Zürich zeigen, reichen schon wenig positive Lernerfahrungen aus, um empathischer zu werden.
© Bundesarchiv, Bild 183-1990-0927-501 / Krämer / CC-BY-SA 3.0
Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten werden im Februar 1945 in einer vorläufigen Sammelstelle im dänischen Appenrode versorgt. Einige Stunden später wurden diese Frauen und Kinder in vorbereitete Privatquartiere in Nordschleswig gebracht.
Zürich (Schweiz) - „Konflikte zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen gehen häufig auf einen Mangel an Mitgefühl oder Empathie für die jeweils Fremden zurück“, beobachten die Forscher. „Mehr Mitgefühl für Mitglieder anderer Gruppen könnte somit ein friedliches Miteinander fördern.“

In ihrer Studie haben Forscher der Universität Zürich untersucht, ob Mitgefühl für Fremde erlernt werden kann und wie positive Erfahrungen mit Anderen empathische Hirnreaktionen beeinflussen.

Kommentar: Die Studie bestätigt also, was bereits klar war: der durch die Eliten geschürte Fremdenhass kann umgekehrt werden. Hoffen wir, dass genug Menschen ausreichend positiven, direkten Erfahrungen ausgesetzt sind, um aus ihrer selektiven Empathie auszubrechen und diese auch ihnen fremden Menschen entgegen bringen.


Family

"Empathie blendet uns" - seichte Psychologie für die Massen

Sich in andere hineinversetzen - eine wunderbare Fähigkeit, gerade in Zeiten von Terror und Flucht? Nein. Ein Gespräch mit dem Psychologen Paul Bloom, der eine Alternative vorschlägt.

© Antoine Antoniol/Getty Images
Wenn wir Menschen leiden sehen, empfinden wir Mitleid.
DIE ZEIT: Professor Bloom, Sie erforschen den Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl. Was war Ihre erste Reaktion, als Sie von den Anschlägen in Paris hörten - Empathie oder Mitgefühl?

Paul Bloom: Ich glaube, mir ging es ähnlich wie vielen Menschen: Man wird automatisch von allen möglichen Gefühlen überschwemmt, Schrecken, Angst, Wut, Besorgnis und Mitgefühl mit den Opfern. Wir Amerikaner wissen ja, wie man sich in einer solchen Situation fühlt. Aber weil ich mich als Psychologe auch berufsmäßig mit diesen Gefühlen befasse, bin ich zugleich innerlich einen Schritt zurückgetreten und habe mir überlegt, welche Gefühle wirklich hilfreich sind in dieser Situation.

ZEIT: Viele würden sagen: Wir brauchen jetzt vor allem Empathie! Vordenker wie Jeremy Rifkin fordern gar ganz allgemein eine "empathische Zivilisation". Sie halten das für falsch. Warum?

Kommentar: Eine sehr seichte Betrachtung einer fundamentalen Eigenschaft der gesunden Menschheit; Empathie und Mitgefühl. Der angesprochene Ansatz kann helfen, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen, taugt jedoch nur sehr unzureichend, um ein tieferes Verständnis der Umstände zu entwickeln, in denen wir uns wirklich befinden. Wie sehr wir durch unser Mitgefühl und unsere Empathie manipuliert werden, geht weit über das hinaus, was dieser Artikel auch im Ansatz erahnen lässt. Auch betrachtet er nur eine Seite der Münze und verkennt völlig den Kampf, der gerade um die Seelen der Menschen auf diesem Planeten tobt:


Bulb

Überbehütung: Kinder brauchen auch Luft zum Atmen

Eltern sollten ihre Kinder nicht überbehüten
Viele Eltern würden ihr Kind am liebsten den ganzen Tag behüten, um sicher zu gehen, dass nichts passiert. Doch für die Entwicklung des Kindes ist das nicht immer gut - stattdessen ist es wichtig, dass es auch Zeit ohne Erwachsene verbringt. Darauf verweist der Experte Ulric Ritzer-Sachs im Gespräch mit der Nachrichtenagentur „dpa“. Demnach seien Kinder am besten geschützt, wenn ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird.

Kinder brauchen auch Freiräume

„Sei vorsichtig“, „Halt Dich gut fest“, „Bleib bitte in der Nähe, sodass ich dich sehen kann“: Sätze wie diese kommen vielen Eltern bekannt vor, wenn es um das Beschützen ihrer Kinder geht. Manche Mütter und Väter hätten ihren Nachwuchs dabei am liebsten den ganzen Tag im Blick, um alle möglichen Gefahren rechtzeitig abwenden zu können. Dass Kinder viel Schutz und Sicherheit brauchen, ist unbestritten. Doch Eltern müssen darauf achten, dass sie diese nicht überbehüten - denn es muss auch Freiräume geben, in denen Kinder ihre eigenen Erfahrungen sammeln können.

Starkes Selbstbewusstsein ist der beste Schutz

Ständiges Aufpassen sei laut Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung im Grunde ohnehin unmöglich und für das Kind auch gar nicht gut. Vielmehr sollten Eltern dem Sohn oder der Tochter aufzeigen, wie und wo man in heiklen Situationen Hilfe bekommen kann. Zudem sollten Väter und Mütter darauf achten, das Selbstbewusstsein ihres Kindes zu stärken - denn dadurch seien es am besten geschützt. Gefahren wären natürlich vorhanden, aber statt dem Kind Angst zu machen, sollte ihm stattdessen das „Rüstzeug“ vermittelt werden, mit diesen entsprechend umzugehen. „Eltern können schon sagen, dass es natürlich blöde Erwachsene gibt und dass das Kind nicht mit Fremden mitgehen soll“, erklärt Ritzer-Sachs.

Snakes in Suits

Auffälliges Phänomen: Warum altern Regierungschefs sichtbar schneller?

Regierungschefs altern schneller und sterben meist früher als ihre unterlegenen Rivalen
© Peshkova/ thinkstock
Wahlsieger leben stressiger und damit meist kürzer
Erfolgreiche Politiker leben kürzer: Im Durchschnitt sterben Regierungschefs knapp drei Jahre früher als Politiker, die nicht an der Macht waren, wie eine Studie nun belegt. Zudem ist die Mortalität ehemaliger Premierminister, Präsidenten oder Kanzler im Durchschnitt um 23 Prozent höher als bei ihren unterlegenen Rivalen. Der Wahlsieg wird demnach mit einem schnelleren Altern und einer höheren Mortalität erkauft.

Bei vielen Regierungschefs kann man dies gut beobachten, unter anderem bei US-Präsident Barack Obama: Im Verlauf ihrer Amtszeit scheinen sie wie im Zeitraffer zu altern, sie bekommen graue Haare, mehr Falten und wirken erschöpfter als "Normalsterbliche" gleichen Alters. Verwunderlich ist dies nicht unbedingt, denn schon länger ist bekannt, dass anhaltender Stress auch die Zellen unseres Körpers schneller altern lässt.

Kommentar: Grundlegend verschiedene Moralstrukturen: Moralische Endo-Skelette und Exo-Skelette


Moon

Volltreffer - Remote Viewer erklärte die Entstehung der weißen Flecken auf Ceres bereits im Mai

Heute erschien auf Grenzwissenschaft aktuell ein Artikel, in der die Missionswissenschaftler aus Göttingen berichten, dass sie das Rätsel um die mysteriösen weißen Flecken auf dem Zwergplaneten Ceres gelöst haben wollen:
Wie das die Kamera an Bord der Sonde betreuende Team um Andreas Nathues vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung aktuell im Fachjournal „Nature“ (DOI: 10.1038/nature15754) berichtet, deute die Zusammensetzung des schon zuvor über dem Occator-Krater entdeckte Dunsts (...GreWi berichtete) darauf hin, dass dort nahe der Oberfläche gefrorenes Wasser existiert, das durch Öffnungen emporsteigt. „Ein weiterer Bestandteil der hellen Flecken im Occator-Krater sind hydrierte Magnesiumsulfate, eine Klasse von Mineralsalzen“, so die Forscher und erläutern weiter: „Viele der anderen hellen Bereiche auf der Ceres-Oberfläche bestehen wahrscheinlich inzwischen ausschließlich aus ausgetrockneten Mineralsalzen.“
Ein Remote Viewer untersuchte die weißen Flecken auf dem Zwergplanten Ceres bereits im Mai diesen Jahres, und kam zu folgendem Schluss:
Fazit: Was kann man nun also aus dieser Session heraus über die rätselhaften, weißen Flecken des Ceres sagen? Offenbar handelt es sich vor allem um eine Art schlackigen Ausfluss aus dem Inneren, welcher seinen Ursprung in einer Magma-Kammer (oder etwas Vergleichbarem) hat. Dieser verfestigt sich mit der Zeit in der Oberflächenkälte. Zusätzlich scheint es drumherum noch kleine Geysire auf der Oberfläche zu geben, die schneeflocken-artiges Material ausstoßen, welches schließlich die schlackigen Ausflüsse auf der Oberfläche weiß bedeckt. Diese Kombination könnte zu vielleicht zu einem starken Reflektionsvermögen führen, wodurch sich die Flecken auf den Fotos im Sonnenlicht so spektakulär von der Umgebung abheben. Wir dürfen in dem Zusammenhang auf weitere Fotos und Daten der Dawn-Sonde bezüglich dieser Flecken gespannt sein...

Kommentar: Um was handelt es sich bei Remote-Viewing und was kann man damit machen?


Eye 1

Studie beweist: Hunde haben ein Selbst-Bewusstsein

© Dean Beeler, CC by 2.0 (via WikimediaCommons)
Symbolbild: Urinierender Hund.
Tomsk (Russland) - Trotz zahlreicher bisheriger Versuche hatten Hunde bislang noch nie den sogenannten Spiegeltest bestanden und sich selbst in einem Spiegel erkannt. Russischen Verhaltensforschern ist es nun sozusagen mit einer Geruchs-Variante dieses Bewusstseins-Experiments gelungen nachzuweisen, dass auch Hunde und wie die Forscher selbst hinzufügen, „wahrscheinlich auch zahlreiche andere Tierarten“, ein Bewusstsein von sich selbst haben. Was wahrscheinlich die meisten Hundebesitzer und Tierfreunde schon lange ahnen, kann somit erstmals auch experimentell bestätigt werden.

In der klassischen Variante des Spiegel-Experiments wird den Tieren im schlafenden oder betäubten Zustand ein farbiger, geruchsloser Punkt auf eine für das Tier uneinsehbare Körperstelle (etwa die Stirn) gemalt. Wird beim Blick in einen Spiegel dieser Punkt als ungewohnter Teil des eigenen Körpers erkannt (indem das Tier etwa versucht, mit Hilfe seines Spiegelbildes den Punkt zu berühren, zu entfernen oder zu untersuchen) gilt dies als Beleg dafür, dass das Tier sich selbst im Spiegel erkennt und sich somit von anderen Tieren zu unterscheiden weiß. Bislang haben nur Menschen und wenige Tierarten wie Menschenaffen, Delfine, Elefanten und Elstern diesen klassischen Test bestanden. Versuche mit Hunden und Wölfen verliefen, trotz der sonstigen nachweislich komplexen kognitiven Fähigkeiten der Tiere, bislang stets ergebnislos.

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Warum Schlafmangel uns reizbar macht: Urteilsvermögen verschlechtert sich, Gehirn kann Reize nicht mehr unterscheiden

Gefühlszentrum kann nicht mehr zwischen neutralen und emotionalen Reizen unterscheiden
© Jaykayl/ thinkstock
Schlafmangel macht uns reizbar. Warum, haben Forscher nun herausgefunden.
Aus Schlafmangel schlecht gelaunt? Forscher haben herausgefunden, warum uns zu wenig Schlaf so reizbar macht: Unser Gefühlszentrum im Gehirn kann dann nicht mehr zwischen unwichtigen neutralen und emotionalen Informationen unterscheiden. Wir reagieren dadurch selbst auf völlig neutrale Reize emotional statt sie einfach zu ignorieren, berichten die Forscher im Journal of Neurology. Das macht uns dünnhäutig.

Bekommen wir nicht genügend Schlaf, spüren wir dies ziemlich schnell: Wir fühlen uns abgeschlagen und haben Probleme, uns tagsüber zu konzentrieren. Denn dem Gehirn fehlt eine wichtige "Aufräum-Pause", während der es das tagsüber Aufgenommene verarbeitet. Schlafmangel fördert daher nicht nur falsche Erinnerungen, er kann sogar Hirnzellen zerstören.

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Telephone

"Ich wusste, dass du mich anrufst!" - Rupert Sheldrakes neue Studie zur Telefon-Telepathie

© gemeinfrei
Symbolbild
Kennen Sie das? Das Telefon klingelt und sie haben das starke Gefühl, genau zu wissen, wer anruft - noch bevor Sie den Hörer abgehoben haben. Und sie da: Sie hatten recht. Einige Forscher sprechen vom Phänomen der sogenannten Telefon-Telepathie und vermuten darin eine alltägliche Erscheinungsform der Gedankenübertragung. Seit 2003 versucht der britische Biologe Rupert Sheldrake dieses Phänomen wissenschaftlich zu erforschen. In einer neuen Studie hat sich Sheldrake dem Phänomen mittels moderner digitaler Kommunikationstechnologien genähert und kam erneut zu Ergebnissen die den übersinnlichen Effekt zu bestätigen scheinen.

London (England) - Während Skeptiker dieses Phänomen gerne entweder als das Ergebnis selektiver Wahrnehmung abtun, bei der sich Menschen viel eher an jene Ereignisse erinnern, an denen man mit dieser „Vorahnung“ richtig lag - nicht aber an die anderen Male, an denen das „Gefühl“ falsch war, oder dahinter eine auf Gewohnheitsmustern basierte Intuition vermuten, wenn einige Menschen unbewusst vermehrt zu bestimmten Zeiten anrufen, hat Sheldrake die „Telefon-Telepathie“ seit 2003 schon in fünf ausführlichen Experimenten untersucht, die allesamt zu positiven Ergebnissen von über 40-50 Prozent richtiger Vorhersagen kamen (s. u.a. f. Video).

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