Die Welle 3
Die Wissenschaft des Geistes
Anfangs sollte durch diese Forschung eine Studie der New Yorker Cornell University widerlegt werden, bei der es galt die Sprache von Straftätern zu untersuchen. Insgesamt wurden mehr als drei Millionen Tweets von rund 3.000 Twitter-Usern aus 80 Ländern analysiert. Davon hatten 41 Nutzer eine nachweisliche Persönlichkeitsstörung.
Bei der Untersuchung zeigte sich, dass Menschen mit einer antisozialen, dissozialen oder narzistischen Persönlichkeitsstörung sowie dem Machiavellismus (= politisch-ideologische Auffassungen ohne moralische Bedenken, Rechtfertigung einer von sittlichen Normen losgelösten Machtpolitik), eine emotionalere Sprache in ihren Tweets verwenden, als andere Twitter-Nutzer.

Grafische Darstellung jener Hirnregionen, die während eines luziden Traumes stärker als in einem normalen Traum aktiviert sind.
"Welche Gehirnareale dazu beitragen, unsere Welt in einer selbstreflektorischen Art und Weise wahrzunehmen, lässt sich schwer messen", erläutern Wissenschaftler um Dr. Michael Czisch und Dr. Barbara Meyer vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie (MPIPSYKL). "Im Wachen ist unser Ich-Bewusstsein immer vorhanden, und im Schlaf erleben wir diesen Zustand nicht bewusst mit. Es gibt allerdings Personen, sogenannte luzide Träumer, die sich im Schlaf bewusst werden können, dass sie träumen.
Untersuchungen im Magnet-Resonanz-Tomografen (MRT) konnten nun zeigen, dass beim Erlangen dieses luziden Bewusstseins die Aktivierung eines spezifischen kortikalen Netzwerkes nachweisbar wird, bestehend aus dem rechten dorsolateralen präfrontalen Kortex, den frontopolaren Regionen und dem Precuneus. Alle diese Regionen werden mit selbstreflektorischen Funktionen in Zusammenhang gebracht.
Das Gehirn, das tagsüber permanent damit beschäftigt ist, Dinge aufzunehmen, hat nachts die Aufgabe, die Informationen zu verarbeiten und abzuspeichern. Dabei erfolgt eine Selektion, die das Gehirn vornimmt, bevor es Informationen in den Langzeitspeicher des Gedächtnisses schiebt. Emotionsgeladene Erlebnisse haben eine größere Wahrscheinlichkeit in die Erinnerung einzugehen als nüchterne Fakten. Auch wenn die neue Information an ein bereits gespeichertes Vorwissen andocken kann, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie in unsere Erinnerung Einzug hält.

Das Lernen neuer Regeln verschiebt Denk-Kapazitäten im Gehirn, wie nun US-Forscher herausgefunden haben.
Damit wir uns neuen Bedingungen anpassen können, müssen wir in der Lage sein, unser Verhalten erfolgreich zu ändern. Um mit den Regeln zu brechen, an die wir uns täglich halten, ist ein beträchtliches Maß an Aufmerksamkeit und Anstrengung erforderlich und trotzdem unterlaufen uns beim ersten Mal manchmal noch Fehler. Wenn wir zwischen zwei oder mehr Aufgaben wechseln, sind wir langsamer und Fehler werden wahrscheinlicher. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Wechsel zwischen Aufgaben anstrengend ist und könnte eine Erklärung dafür sein, warum es für uns so schwer ist, aus unseren Fehlern zu lernen, wenn es neue Regeln gibt.
Der Verdächtige schwitzt. Er rutscht auf seinem Stuhl hin und her, verhaspelt sich, stockt und strengt sich in seinen Ausführungen offensichtlich an. Sind das zuverlässige Zeichen, dass der Mann lügt? Oder versetzt die Verhörsituation nur einen Unschuldigen in Angst?
Trotz unzähliger Versuche bleibt es schwer bis unmöglich, an der Körpersprache abzulesen, ob ein Mensch lügt. In starkem Kontrast dazu steht die Gewissheit, mit der manche Menschen behaupten und einige Methoden versprechen, sie könnten mit großer Zuverlässigkeit Lügen entlarven.

Kann eine schwarze Katze das Leben eines Menschen beeinträchtigen? Die Vorstellungen und Erwartungen von Menschen, die von der Macht solcher Unglücksbringer überzeugt sind, entfalten in deren Kopf tatsächlich Wirkung.
Die Psychologen Robert Michael und Maryanne Garry von der Universität Wellington in Neuseeland sowie Irving Kirsch von der Harvard Medical School haben für einen Überblicksartikel Studien über ähnliche Formen der Suggestion und Autosuggestion zusammengetragen (Current Directions in Psychological Science, Bd. 21, S. 151, 2012).
Nicht alle Beispiele sind derart offensichtlich wie die von den Glücksbringern im Spitzensport. Oft handelt es sich um subtile Signale, die suggestive Kraft entfalten - und zwar ohne dass der Mehrzahl der Menschen bewusst wird, was da mit ihnen geschieht.
Mit einem Blick ins Gehirn können Forscher vorhersagen, ob ein Pokerspieler seinen menschlichen Gegner bluffen wird. Das berichtet ein Team um Scott Huettel von der amerikanischen Duke-University in Durham (US-Staat North Carolina). Wenn die Probanden gegen einen Computer antraten, gelang die Prognose allerdings nicht, schreibt die Gruppe im Fachjournal Science. Nur bei einem menschlichen Gegner zeigten sich verräterische Aktivitäten in einem bestimmten Gehirnareal, die die Vorhersage ermöglichten.
Wie die Forscher um Professor Michael J. Kahana und Jeremy R. Manning von der University of Pennsylvania gemeinsam mit Kollegen der Thomas Jefferson University aktuell im Fachmagazin "Journal of Neuroscience." berichten, gelang ihnen die genaue Messung der Hirnaktivität durch die Mithilfe von Epilepsiepatienten, denen kurz vor einer bevorstehenden Operation winzige Überwachungselektroden ins Gehirn implantiert worden waren. Mit diesen sind Messungen elektrischer Hirnsignale mit einer Präzision möglich, wie sie durch Elektroden außerhalb des Schädels nicht erreicht werden kann.
Während diese Signale aufgezeichnet wurden, sollten die Testpersonen eine Liste mit 15 zufällig ausgewählten Wörtern erlernen und diese dann eine Minute später in beliebiger Reihenfolge - gerade so, wie sie ihnen in den Sinn kamen - wieder aufsagen.
Eine simple Maßnahme erleichtert Kindern mit Legasthenie das Lesen: wenn die Buchstaben eines Textes weiter auseinander stehen als normal. Diese einfache Anpassung in der Textformatierung genügt bereits, damit Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche schneller und fehlerfreier lesen als zuvor. Das hat ein internationales Forscherteam in Tests mit italienischen und französischen Kindern festgestellt. Offenbar verhindere der besonders große Buchstabenabstand, dass die Legastheniker durch die benachbarten Lettern abgelenkt und in ihrer Worterkennung gestört werden. Diese einfache Anpassung könne daher entscheidend dazu beitragen, den Kindern beim Lesen zu helfen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences".
"Unsere Ergebnisse eröffnen einen praktischen Weg, um die Lesefähigkeit von Legasthenikern zu verbessern", schreiben Marco Zorzi von der Universität von Padua und seine Kollegen. Das sei wichtig, denn der Schlüssel um diesen Kindern langfristig zu helfen, liege auch darin, sie so viel wie möglich zum Lesenüben zu animieren.
Soziopathen sind wahre Meister der Beeinflussung und Irreführung. Nur wenig von dem, was sie von sich geben, entspricht der Wahrheit oder der Wirklichkeit, aber sie sind extrem geschickt darin, alles, was sie sagen, glaubwürdig klingen zu lassen, auch wenn sie es einfach erfinden. Ich möchte Ihnen Zitate und Videos von einigen legendären Soziopathen präsentieren, die ganz normale Menschen zum Massenselbstmord überredet haben. Und dann werde ich Ihnen zeigen, wie und warum ähnliche Soziopathen auch heute aktiv sind.
Warum ich mich mit dem Thema beschäftige? Weil ich erlebt habe, wie Menschen von Soziopathen getäuscht, betrogen und sogar zu Schaden gebracht worden sind, und weil es mich aufregt, dass Menschen so leicht unter ihren zerstörerischen Einfluss geraten können. Ich möchte meinen Lesern die Warnzeichen präsentieren, durch die man Soziopathen erkennen kann, und ihnen zeigen, wie man ihnen aus dem Weg geht - und sich dadurch den Ärger erspart, von ihnen vereinnahmt zu werden.
Viele dieser Informationen habe ich dem faszinierenden Buch Der Soziopath von nebenan entnommen. Laut der Autorin sind vier Prozent der Bevölkerung Soziopathen. Eine hochinteressante Lektüre!
Kommentar: Während Mike Adams den Begriff 'Soziopath' verwendet, ist 'Psychopath' eine genauere Bezeichnung. Obwohl es Gemeinsamkeiten zwischen beiden gibt, ist Psychopathie den im Artikel beschriebenen Charakteristiken gegenüber relevanter. Für mehr Informationen verweisen wir auf Robert Hares Buch Gewissenlos. Die Psychopathen unter uns oder Menschenschinder oder Manager: Psychopathen bei der Arbeit, sowie auch Der Soziopath von nebenan. Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks von Martha Stout.















Kommentar: Lesen Sie auch die folgenden Artikel:
Der Psychopath - Teil 1: Die Maske der Vernunft
Der Psychopath - Teil 2: Psychopathen in der New Age Bewegung
Der Psychopath - Teil 3: Was ist ein Psychopath?
Der Psychopath - Teil 4: Wie Psychopathen die Welt sehen
Der Psychopath - Teil 5: Psychopathen und Beziehungen
Der Psychopath - Teil 6: Wie man mit Psychopathen umgeht
Der Psychopath - Teil 7: Symptome/Checklisten für Psychopathie