Die Wissenschaft des Geistes
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Forscher: Wer makellos ist, wird schnell vergessen

Miss Germany
© dpa
Die aktuellen "Miss Germany"-Kandidatinnen. Laut einer aktuellen Studie können sich die Frauen gar nicht so viel auf ihre Schönheit einbilden. Diese besagt, dass schöne, makellose Gesichter schnell vergessen werden.
"Unvergesslich schön" - dieses bekannte Begriffspaar sollte künftig hinterfragt werden. Denn Forscher haben herausgefunden: Schöne, makellose Gesichter werden schnell vergessen.

Ein schönes Gesicht allein reicht nicht, um dauerhaft in Erinnerung zu bleiben. Ohne zusätzliche auffällige Merkmale hinterlassen attraktive Gesichter im Gedächtnis weniger ausgeprägte Eindrücke als unattraktive, berichten Psychologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Fachmagazin Neuropsychologia.
People

Ist der Glaube an Unsterblichkeit angeboren?

US-Forscher haben die Vorstellungen von Kindern über die Zeit vor ihrer Geburt bzw. Empfängnis untersucht und dabei festgestellt, dass die weit verbreitete Vorstellung von der Unsterblichkeit in uns Menschen auch unabhängig von religiös-kultureller Prägung fest verankerter Teil der menschlichen Intuition ist, der schon im Kindesalter entsteht. Zudem zeigen die Forscher, dass die meisten Menschen nicht Fähigkeiten und das logische Denkvermögen als das wahrnehmen, was jenseits des Körpers existiert und diesen überdauert, sondern vielmehr unsere Hoffnungen, Wünsche und Emotionen. Der so geradezu angeborene Glaube an die Unsterblichkeit könnte damit auch die Wurzel religiöser Glaubensvorstellungen sein.

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Symbolbild.
Boston (USA) - Wie die Forscher um Natalie Emmons und Deborah Kelemen von der Boston University aktuell im Fachjournal Child Development berichten, teilen viele Menschen gänzlich unabhängig von Rasse, Religion und Kultur die Vorstellung, dass wir - bzw. unsere Seele - unsterblich seien. "Doch was ist das grundlegend Überdauernde? Warum glauben wir, dass dieses Etwas überlebt und warum ist der Glaube daran oft so unerschütterlich?", so die Fragestellung der Studie.

Kommentar: Die Wissenschaft der Reinkarnation: Psychiater Jim Tucker erforscht Kinderberichte über frühere Leben

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Die Wissenschaft der Reinkarnation: Psychiater Jim Tucker erforscht Kinderberichte über frühere Leben

Seit 15 Jahren erforscht Jim B. Tucker als einziger akademischer Wissenschaftler weltweit Berichte von Kindern über frühere Leben. Jetzt hat Tucker in einem neuen Buch ausgewählte Fälle aus den USA zusammengetragen und präsentiert darin seine eigene Hypothese zur den wissenschaftlichen Aspekten, die hinter dem Phänomen der Reinkarnation stecken könnten.

© uvamagazine.org
Jim B. Tucker.
Charlottesville (USA) - Beim folgenden Artikel handelt es sich um eine genehmigte Übersetzung des Artikels "The Sience of Reincarnation" von Sean Lyons, erstveröffentlicht in der Campuszeitschrift Virginia der University of Virginia
Compass

Die äußere "Verpackung": Was Attraktivität nicht verraten muss

München - Von der Schönheit mancher Menschen lässt man sich leicht blenden. Wer gut aussieht, dem traut man auch Gutes zu: Attraktive Menschen werden verschiedenen Studien zufolge als kompetenter, liebenswürdiger und ausgeglichener eingestuft als weniger gutaussehende. Doch gehen innere und äußere Schönheit tatsächlich Hand in Hand? Dieser Frage ist ein israelisches Forscherteam nun nachgegangen.
attraktive frau
Für die Untersuchung ließ das Team um Lihi Segal-Caspy von der University of Israel 118 Frauen antreten. Die im Schnitt 29 Jahre alten Damen füllten zunächst zwei Fragebögen aus, in denen Persönlichkeitsmerkmale und Werte ermittelt wurden. Anschließend fertigten die Forscher von jeder der Frauen ein kurzes Videotape an, auf dem sie einen Raum betraten, einen Tisch umrundeten und einen Wetterbericht vorlasen.
Attention

Weltweite Proteste werden zunehmen

kiev demonstrations
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Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung wird es in den nächsten Jahren öfter Unruhen geben. Gründe sind soziale und politische Missstände.


Berlin. Wegen großer Unterschiede zwischen Arm und Reich und politischer Missstände wird es nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung auch in den nächsten Jahren in vielen Teilen der Welt zu Protesten kommen. In einem großen internationalen Vergleich kommt die Stiftung zum Schluss, dass es in den vergangenen Jahren selbst in zahlreichen Demokratien Rückschritte gab. Als Negativ-Beispiele in Europa werden unter anderem die EU-Mitglieder Bulgarien und Ungarn sowie die Ukraine genannt.

Die Studie über die Entwicklung in insgesamt 129 Ländern wird an diesem Mittwoch vorgestellt. Sie liegt der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bereits vor. Grundlage für den sogenannten Transformations-Index der Bertelsmann-Stiftung (BTI) sind Daten von Januar 2011 bis Januar 2013. Untersucht wurden neben Entwicklungs- und Schwellenländern auch Staaten in Ost- und Mitteleuropa.

Kommentar: Die Studie scheint sehr pro-westlich gerichtet zu sein ohne diese weiter zu hinterfragen. Hauptursachen für Aufstände sind auch allgemeine Unzufriedenheit, weil Eliten dieser Welt andere ausbeuten. Auch gibt es Theorien, dass Nahrungsmittelpreise eine Rolle spielen, um Unruhen auszulösen, denn in den letzten Jahren kam es verstärkt zu Preiserhöhungen und Ernteausfällen.

Steigende Nahrungsmittelpreise, Klimawandel und globale "Unruhen"

People

Überprüfende Studien bestätigen Daryl Bems Studie zur Präkognition (Vorahnung)

Im Herbst 2010 schockierte der bis dahin selbst im wissenschaftlichen Mainstream angesehene Psychologe Prof. Daryl Bem mit einer der nicht weniger respektierten Fachzeitschrift "Journal of Personality and Social Psychology" veröffentlichten Studie die naturwissenschaftliche Gemeinde, in der er erklärte, den Beweis für die Fähigkeit des Menschen zur Vorherahnung zukünftiger Ereignisse gefunden zu haben (...wir berichteten 1,2). Obwohl seither der Expertenstreit um die Interpretation der Ergebnisse unvermindert andauert, konzentrier(t)en sich die meisten Medienberichte primär auf jene überprüfenden Experimente unabhängiger Forscher, die angesichts der von Bem ausführlich zur Replikation beschriebenen Experimente und Methoden zu negativen Ergebnissen gekommen sind. Nur selten ist von jenen dieser Studien die Rede, wie sie die Ergebnisse Bems bestätigen. Dies wollen wir im Folgenden ändern.

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Symbolbild: PSI.
Ithaca (USA) - Schon zuvor hatte u.a. eine Meta-Analyse US-amerikanischer und italienischer Wissenschaftler unabhängig von Bems Arbeit Hinweise darauf erbracht, dass Menschen die Fähigkeit besitzen, eigentlich unvorhersehbare zukünftige Ereignisse vorherzusehen und entsprechend physiologisch zu reagieren (...wir berichteten). Laut dem PSI-Forscher Dean Readin ist derzeit auch eine Meta-Analyse aller Replikationsversuche der Bem-Experimente in Arbeit.
Holly

"Kuschelhormon" Oxytocin: Teilen fördert Freundschaft

Chimpanzees
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Symbolbild.
Wenn Schimpansen ihre Nahrung miteinander teilen, schütten sie mehr Oxytocin aus. Das stärkt die soziale Bindung - auch unter erwachsenen Tieren.

Es ist das Hormon mit den meisten Beinamen: Oxytocin ist als Wehen- und Still-, aber auch als „Kuschel“- und Treue-Hormon bekannt geworden. Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie haben nun Anhaltspunkte dafür gefunden, dass Oxytocin auch „Gastmahl-Hormon“ genannt werden könnte. Ihre Studie erschien im Fachblatt Proceedings of the Royal Society B.

Der Biologe Roman Wittig und seine Kollegen haben bei 26 frei lebenden Schimpansen aus dem ugandischen Budongo Wald die Hormonwerte im Urin gemessen und festgestellt: Dessen Konzentration ist nach dem Teilen von Nahrung höher als nach dem Fressen in Gesellschaft, bei der das Essen nicht geteilt wurde.
Butterfly

Experimentelle Studie weist erstmals berührungsfreie Einwirkung eines Meditierenden auf biologische Systeme nach

Erstmals ist japanischen Wissenschaftlern der wissenschaftliche Nachweis für eine berührungsfreie Einwirkung eines Meditierenden auf biologische Proben gelungen. In Experimenten konnten die Wissenschaftler aufzeigen, dass sich die Anwesenheit einer meditierenden Person auf Biosensoren in Form von Gurkenscheiben bzw. der Gaskonzentration auswirkt, die diese Scheiben emittieren. Die gemessenen statistisch signifikanten Unterschiede zu den Kontrollproben erfüllen, so die Wissenschaftler, die Ansprüche eines wissenschaftlichen Beweises dafür, dass Menschen eine messbare Einwirkung auch auf Objekte haben können, zu denen kein direkter physikalischer Kontakt besteht.
meditation
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Chiba (Japan) - Wie die Doktoren Osamu Takagi, Hideo Yochi und Kimiko Kawano, sowie Prof. Hideyuki Kokubo und Prof. Mikio Yamamoto vom Information and Research Center des International Research Institute (IRI) im japanischen Chiba und Dr. Masamichi Sakamoto von der Aquavision Academy aktuell im International Journal of Physical Sciences (IJPS, DOI: 10.5897/IJPS2012.3800) und in einer deutschen Übersetzung in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Anomalistik (ZfA, Band 13, 2013, S. 341-350) berichten, wurde die Konzentration der Gasemissionen der Gurkenscheiben mit der Gasemissionsmethode anhand von Stichproben von insgesamt 672 Petri-Schalen mit je vier Scheiben gemessen, wodurch ein sinnvoller statistischer Vergleich möglich wurde.
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Eine Frage der Wahrnehmung: Angstpatienten sehen was sie fürchten

In einer aktuellen Studie belegen deutsche Psychologen, dass Menschen mit einer Spinnenphobie, sog. Arachnophobiker, Spinnen anders sehen als Menschen ohne diese Angst und präsentieren damit die erste Studie, die wissenschaftlich belegt: Wie die Welt für Angstpatienten aussieht, liegt im Auge des Betrachters. Phobiker nehmen demnach Spinnen früher und länger wahr.
Vogelspinne
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Vogelspinne
Mannheim (Deutschland) - Pro Sekunde Millionen von Sinnesreizen auf den Menschen ein. Nur einen Bruchteil davon nehmen wir bewusst wahr. Welche, entscheidet unser Gehirn. Evolutionsbedingt filtert es vor allem jene Reize heraus, die für unser Überleben wichtig sind - wichtig sind Reize, die Gefahr signalisieren. Nur so schaffen wir es, in Gefahrensituationen blitzschnell zu reagieren.

Wie die Forscher um Professor Dr. Georg W. Alpers vom Otto-Selz-Instituts für Angewandte Psychologie an der Universität Mannheim aktuell berichten, "gilt dieses System in besonderem Maße für Menschen mit Phobien, sei es mit einer Angst vor engen Räumen, vor dem Autofahren oder vor Tieren wie großen Hunden oder Spinnen. Sie reagieren heftiger auf phobierelevante Reize als Menschen ohne diese Ängste. Personen mit Spinnenphobie berichten zudem häufig, dass sie die Tiere größer, beeindruckender und bedrohlicher wahrnehmen."

Für Menschen ohne die Ängste erscheint diese Wahrnehmung oft nur in der Einbildung der Betroffenen zu liegen. Die Mannheimer Psychologen konnten nun jedoch aufzeigen, dass Menschen mit Spinnenangst ihre Umgebung tatsächlich anders sehen als gesunde Menschen.
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Virtuelle Rollenspiele beeinflussen Empathie und Verhalten im wirklichen Leben

Psychologen sehen die "Grenze zwischen menschlicher und maschinenhafter Realität verschwimmen"

Computerspiele, Rollenspiele, zocken
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Die Empfindlichkeit gegenüber Eindrücken in der realen Welt sinkt bei Spielern immersiver Computerspiele, sagen die Autoren der Studie.
Witten - Wer am PC viel Zeit in den virtuellen Welten von Rollenspielen verbringt und aus der Perspektiver von Avataren agiert, nimmt wichtige Körpersignale im echten Leben möglicherweise weniger intensiv wahr. Die Empfindlichkeit gegenüber Eindrücken in der realen Welt sinkt bei den Spielern, besagt das Ergebnis einer Studie von Forschern der deutschen Universität Witten/Herdecke der Melbourne University in Australien.

Die Wissenschafter untersuchten, was geschieht, wenn ein Spieler eines immersiven Computerspiels die Rolle eines nichtmenschlichen Charakters oder eines Avatars annimmt und sich mit ihr identifiziert. In bisherigen Studien zu diesem Thema ging es in der Regel um die Frage, inwiefern aggressives Verhalten im virtuellen Raum sich durch Einübung und Gewöhnung in die reale Welt überträgt. Die neue Studie untersuchte nun unabhängig davon, ob ein Spiel gewaltfrei oder gewalttätig ist, ob das reine Hineinversetzen in einen Avatar dazu führt, dass Spieler virtuelles Verhalten und Erleben einstudieren und in die wirkliche Welt übernehmen.
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