Die Wissenschaft des Geistes
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Overton-Fenster: Wie unsere Gesellschaft unannehmbare Ideen akzeptiert

Viele von uns wissen, mit welchen Methoden Politiker und Publizisten auf die öffentliche Meinung einwirken. In den sogenannten „westlichen Demokratien“ ist das längst zur Norm geworden, und so stehen wir politischen Ideen, die künstlich in Büros von Analyse- oder sonstigen „Brainstorming“-Zentren geschaffen werden, fast immer skeptisch gegenüber.

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Heute scheinen diese Technologien Kinderkram zu sein, vergleicht man sie mit einer in den 1990er Jahren erarbeiteten Methodik, die dazu da ist, in der Gesellschaft das annehmbar zu machen, was früher völlig unannehmbar und undenkbar war.

Es geht um ein Social-Engineering-Modell namens „Overton-Fenster“. Es wurde von Joseph P. Overton (1960-2003) entwickelt, dem ehemaligen Vizepräsidenten des amerikanischen Analyse-Zentrums Mackinac Center for Public Policy.

Overton schuf es, um zu zeigen, wie eine kleine Expertengruppe (think tank) in relativ kurzer Zeit die öffentliche Meinung qualitativ verändern kann. In der Theorie ist das „Overton-Fenster“ die Gesamtheit von „annehmbaren“ Ideen in einer bestimmten Gesellschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Die Abstufung oder die „Stufen“ der Ansichten einer Gesellschaft zu einem bestimmten Thema sehen nach Overton ungefähr so aus:

Kommentar:

Noam Chomsky - 10 Strategien der Medien-Manipulation im Klartext
Erforschung von Musik als bewusst eingesetztes Instrument zur Manipulation und Propaganda in der Geschichte
Manipulation durch subliminale Botschaften


Family

Wenn Traumata das Leben bestimmen

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© DPA
Eine schwierige Kindheit beeinflusst das ganze Leben.
Vernachlässigung, psychisch kranke oder alkoholsüchtige Eltern: Wer als Kind besonders belastende Situationen erlebt, spürt die gesundheitlichen Folgen oft noch im Erwachsenenalter.


Kommentar: Traumatische Erlebnisse haben tiefgreifende Wirkungen bis hinein in die Genetik:

Belastende Erlebnisse in der Kindheit haben erhebliche Folgen für die Gesundheit noch im Erwachsenenalter. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie des französischen Nationalen Instituts für Gesundheit „Inserm“, die in den „Proceedings“ der amerikanischen nationalen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht worden ist (doi:10.1073/pnas.1417325112).

Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen Kindheitserfahrungen und der sogenannten allostatischen Last, womit die Folgen aller Stressfaktoren gemeint sind, die ein Mensch im Leben erfährt. Die Wissenschaftler nutzten die Daten einer britischen Langzeitstudie mit 7500 Menschen. Sie konzentrierten sich auf Teilnehmer, die im Alter zwischen sieben und sechzehn Jahren mehr als zwei belastende Ereignisse erlebten, etwa Vernachlässigung, Alkoholismus oder psychische Krankheit der Eltern. Die allostatische Last war im Alter von 44 Jahren besonders hoch. Bei Männern hingen 59 Prozent der Last mit ungesundem Verhalten, geringer Bildung und Armut zusammen. Bei Frauen waren 76 Prozent mit Rauchen, Übergewicht, geringer Bildung und geringem Einkommen assoziiert.

Kommentar: Auch wenn die Meldung suggeriert, dies seien gänzlich neue Erkenntnisse, gibt es bereits einige, teils weit tiefere, Studien und Autoren, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben.


People

Studie stellt fest: Regelmäßige Meditation verlangsamt deutlich den altersbedingten Verlust grauer Hirnsubstanz

Obwohl sich die durchschnittliche menschliche Lebenserwartung seit den 1970er Jahren um fast 10 Jahre verlängert hat, geht diese deutlich erhöhte Lebensspanne aber auch mit einem biologischen Problem einher: Ab Mitte 20 beginnt unser Gehirn zusehends abzubauen und mit dem Rückgang von Volumen und Inhalt verliert es nach und nach funktionale Fähigkeiten. Das Risiko mentaler und neurodegenerativer Krankheiten steigt. In einer neuen Studie zeigen US-Forscher nun jedoch, dass Meditation dem Verlust der sogenannten grauen Hirnsubstanz entgegenwirken kann.
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© Dr. Eileen Luders
Meditierende (unten) weisen deutlich weniger von Alterungsprozessen beeinträchtige Hirnareale (rot) auf als Personen, die nicht meditieren (oben).
Los Angeles (USA) - Wie das Team um Dr. Florian Kurth vom Brain Mapping Center der University of California in Los Angeles (UCLA) aktuell im Fachjournal Frontiers in Psychology berichtet, gründet die aktuelle Studie auf früheren Untersuchungen, die nahelegen, dass Menschen, die regelmäßig meditieren, weniger altersbedingte Schwund der weißen Hirnsubstanz aufweisen.

In Ihrer neuen Studie zeigen die Forscher um Kurth nun, wie durch Meditation auch die graue Hirnsubstanz, also jenes Gewebe, in dem sich mit den sogenannten Neuronen die Hirn-Nervenzellen befinden, vor der Degeneration geschützt werden kann.

Question

Forensische Untersuchung der gestohlenen "lebenden Mumie" des Lama Dashi-Dorzho Itigilov

Sie gehört zu den berühmtesten Mumien der Welt - nicht zuletzt weil von dem Körper des 1852 geborenen Lama Dashi-Dorzho Itigilov von Gläubigen Buddhisten behauptet wird, dass er gar nicht tot, sondern sich lediglich in einem tiefen Zustand der Meditation, dem sogenannten Tukdam, befindet. Erst kürzlich wurde der Körper des Lama gestohlen - und Ende Januar von mongolischen Polizeibeamten sichergestellt, noch bevor er außer Landes geschmuggelt werden konnte. Der Vorgang ermöglicht nun möglicherweise erstmals eine forensische Untersuchung des tatsächlich kaum verwesten Körpers, anhand der auch festgestellt werden soll, was es mit dem Mythos um die angeblich "lebende Mumie" auf sich hat.
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© Mongolische Morgenzeitung / siberiantimes.com
Die "Mumie" des Dashi-Dorzho Itigilov bei der Sicherstellung durch mongolische Polizeibehörden am 27. Januar 2015.
Ulaanbaatar (Mongolei) - Am 27. Januar 2015 stellten lokale Polizisten das wohl ungewöhnlichste "Diebesgut" ihrer Karriere sicher: Den mumifizierten Körper eines buddhistischen Mönchs. Schnell wurde klar, dass es sich zum den Körper des Lama Dashi-Dorzho Itigilov handelt. Der schon seit Jahren als lebende Mumie von Gläubigen verehrt wird.

Unter Berufung auf lokale Polizeibehörden berichtet die Siberian Times, dass sich immer noch erstaunlich gut erhaltene Körper des Mönchs immer noch in der meditierenden Lotus-Haltung befindet und mit Tierfellen umwickelt war. Wie die Polizei weiterhin erklärte, sollte die in der Songinokhairkhan-Provinz entdeckte Mumie wahrscheinlich schon bald auf dem Schwarzmarkt verkauft und außer Landes geschafft werden.

Kommentar: Unglaublich: In Russland lebt ein 162jähriger Mönch! Lebendiger Leichnam gibt Wissenschaftlern Rätsel auf


Family

Widersprüchliche negative Reaktionen bei freudigen Anlässen: Freudentränen schaffen Gefühlsausgleich

Psychologen erklären widersprüchliche negative Reaktionen bei freudigen Anlässen

Heulen vor Freude oder zu Tränen gerührt? Freudentränen scheinen zwar widersprüchlich, haben aber offenbar eine wichtige Funktion: Die negative Reaktion auf ein erfreuliches Ereignis hilft dabei, wieder zu einer ausgeglichenen Gefühlslage zu gelangen, wie US-Psychologen herausgefunden haben. Untersucht haben sie diesen Effekt mit Hilfe von niedlichen Babygesichtern - zusätzlich zum Beschützerinstinkt reagieren darauf viele Menschen mit eigentlich aggressivem Verhalten.
© freeimages
Tränen bedeuten nicht immer Trauer - Freudentränen sind eine scheinbar widersprüchliche Reaktion.
Ein nach langer Zeit wiedervereintes Liebespaar, ein Sportler bei der Medaillenvergabe oder Eltern bei der Geburt eines Kindes - bei solchen Gelegenheiten fließen oft Tränen, die nichts mit Trauer oder Schmerz zu tun haben. Warum wir überhaupt weinen, ist nicht völlig geklärt. Als gesichert gilt aber, dass es vor allem eine Reaktion auf negative Emotionen ist. Warum also lassen auch intensive Glücksmomente Menschen in Tränen ausbrechen oder auf andere Art negativ reagieren?

People 2

Männer und Frauen verarbeiten ihre Emotionen auf unterschiedliche Weise

Geschlechtsspezifische Mechanismen zur Emotionsverarbeitung und Gedächtnisleistung

Freude hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge: Frauen bewerten emotionale Bilder gefühlsmäßig stärker und können sich an sie besser erinnern als Männer. Der Grund dafür ist eine unterschiedliche Verarbeitung solcher Eindrücke im Gehirn, wie eine Studie nun belegt. Dies könnte auch erklären, warum Frauen ihren Gefühlen in der Regel größeren Ausdruck verleihen als Männer, schreiben die Forscher im Journal of Neuroscience.
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Frauen geben ihren Gefühlen größeren Ausdruck - und können sich deshalb besser an emotionale Ereignisse erinnern.
Ob Geburten oder Hochzeiten - Frauen reagieren angeblich oft emotionaler auf bewegende Ereignisse als Männer. Möglicherweise erinnern sie sich deshalb auch besser an solche Momente: Aus früheren Untersuchungen ist bekannt, dass Emotionen unsere Erinnerungen stark beeinflussen. Je emotionaler eine Situation ist, desto eher werden wir uns später daran erinnern. Forscher um Annette Milnik von der Universität Basel wollten überprüfen, ob Frauen aus diesem Grund bei vielen Gedächtnistests besser abschneiden als Männer.

Better Earth

Kölner Zoo: Orang-Utan imitiert eigenständig menschliche Laute

Während des Studiums der Orang-Utan-Dame Tilda im Kölner Zoo, haben niederländische Verhaltensforscher erstaunt festgestellt, dass diese sich selbst Vokallaute, Zungenklicks und das Pfeifen - und damit die Grundlagen der menschlichen Sprache beigebracht hat. Tildas Fähigkeit zur Imitation menschlicher Laute durch eigene Vokalisation legt nahe, dass möglicherweise alle Menschenaffenarten dazu in der Lage sind.
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© Lameira et al. / PLoS One
Sprachbegabter Orang-Utan Tilda.
Köln (Deutschland) - Wie die Forscher um den Biologen Adriano Lameira von der Universiteit van Amsterdam aktuell im Fachjournal "PLoS One" berichten, nutzt Tilda ihre ungewöhnliche Fähigkeit zudem ganz gezielt, um ihre Pfleger immer dann auf sich aufmerksam zu machen, wenn sie Hunger hat.

Obwohl die Menschenaffen sowieso schon für ihr großes Spektrum an einzigartigen Vokalisierungen bekannt sind, unterscheiden sich Tildas Laute doch deutlich von allem, was Verhaltensforscher bislang beobachtet und dokumentiert haben.

Zu den der menschlichen Sprache verwandten Lauten gehören Klicklaute, die Tilda mit der Zunge erzeugt und wie sie mit menschlichen stimmlosen Konsonanten vergleichbar sind. Ganz ähnliche Klicklaute sind ein charakteristisches Merkmal der Sprache der sogenannten Buschmänner (San) in der afrikanischen Kalahariwüste.


Family

Sind Sie auch in einer narzisstischen Familie aufgewachsen?

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Wenn Sie verwirrt sind über Ihre eigenen Tendenzen, es allen recht zu machen, über Ihr Bedürfnis nach Anerkennung von außen, und sogar Ihre eigenen Gefühle, dann schlage ich vor, dass Sie The Narcissistic Family: Diagnosis and Treatment" ("Die narzisstische Familie: Diagnose und Behandlung") von Stephanie Donaldson-Pressman und Robert M. Pressman lesen.

In ihrer Arbeit als Therapeuten erkannten die Autoren einen ungewöhnlichen Trend - Patienten mit ähnlichen Merkmalen wie erwachsene Kinder von Alkoholikern, aber ohne Hinweise auf einen Alkoholmissbrauch der Eltern. Außerdem erinnerten sich viele der Patienten nicht an irgendeine offenkundige Misshandlung als Kinder. Aus welchen Gründen zeigen diese Patienten also die dysfunktionalen, psychologischen, zwischenmenschlichen und Arbeitsmerkmale von Überlebenden eines Missbrauchs?

Die Antwort war eine andere Art von dysfunktionaler Familie, welche von den Autoren als die narzisstische Familie benannt wurde. Was alle diese Patienten gemeinsam hatten war, dass die Bedürfnisse ihrer Eltern während ihrer Kindheit den Vorrang vor den Bedürfnissen der Kinder hatten. Dies steht im Gegensatz zu gesunden Familien, in welchen die Bedürfnisse der Kinder zuerst kommen. Ohne weitere Erklärung könnte für diese Entdeckung die Bezeichnung "Dysfunktion" nicht ganz angemessen erscheinen.

Um dies also zu erklären: Ein wesentliches Ziel für die meisten Familien besteht darin gesunde Kinder aufzuziehen, die eines Tages unabhängige Erwachsene werden. In einer gesunden Familie gelingt es den Eltern diese Aufgabe zu erreichen, indem sie die Verantwortung für die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse ihrer Kinder übernehmen. In Laufe der Zeit lehren Eltern ihre Kinder unabhängig zu sein, indem sie ihnen erlauben, die Verantwortung für ihre eigenen Bedürfnisse in einer ihrer jeweiligen Entwicklung angemessenen Art und Weise zu übernehmen. Somit ist die Hauptaufgabe der Kinder unabhängige Erwachsene zu werden. In dieser Zeit lernen sie ihre Empfindungen, Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen und entsprechend zu handeln. Eltern kümmern sich um ihre eigenen Bedürfnisse oder suchen bei Erwachsenen um Hilfe. Obendrein haben die Kinder durch Nachahmungslernen ebenfalls gelernt gute Eltern zu sein.

In narzisstischen Familien wird dies wesentliche Ziel verdreht und die Erfüllung der elterlichen Bedürfnisse erlangt höchste Wichtigkeit für die Familie. Diese Wendung geschieht meist einige Zeit nach dem Kleinkindalter, da die Autoren betonen, dass die meisten Kinder narzisstischer Familien als Babys gut betreut werden. Tatsächlich geschieht es sehr wahrscheinlich einige Zeit nachdem das Kind beginnt sich von den Eltern abzugrenzen und anfängt die eigenen Bedürfnisse durchzusetzen. Dieser normale Entwicklungsverlauf ist schwierig für Eltern, für die es am wichtigsten ist, dass ihre eigenen Bedürfnisse befriedigt werden auf Grund ihrer Arbeitsbelastung, körperlicher oder geistiger Behinderung, oder einem Mangel an Geschick bei der Kindererziehung, um einige Gründe zu nennen. Um dies zu kompensieren kämpfen die Eltern dagegen an, ignorieren die Bedürfnisse des Kindes und zwingen es zur selben Zeit dazu, auf ihre eigenen Bedürfnisse zu reagieren, indem sie Aufmerksamkeit und Zuneigung zurückhalten bis das Kind auf ihre Bedürfnisse eingeht. Auf diese Weise werden die emotionalen Bedürfnisse der Kinder nicht beachtet und ihnen wird die Gelegenheit vorenthalten, allmähliche Unabhängigkeit zu erleben und etwas über sich selbst zu erfahren. Stattdessen lernen sie zu warten, um zu verstehen was ihre Eltern erwarten, um dann auf diese Erwartungen, negativ oder positiv, zu reagieren.

Kommentar: Wenn man es anderen ständig recht macht aus Angst zurückgewiesen zu werden, Angst zu versagen, Angst gedemütigt zu werden, Angst bestraft zu werden oder anderen negativen Empfindungen heraus, dann tritt das gewöhnlich bei Menschen auf, die überkritische Eltern haben/hatten. Normalerweise ist das Bedürfnis zu gefallen und für andere da zu sein eine gute Eigenschaft. In der narzisstischen Familiendynamik wird dies jedoch verdreht und verzerrt um den Bedürfnissen der Eltern zu dienen. In dieser Umgebung muss ein Kind sich den Wünschen und Bedürfnissen des Elternteils anpassen und entwickelt keine eigene Individualität oder lernt es nicht, die EIGENEN Gefühle oder Bedürfnisse auszudrücken.

Diese Dynamik wird von Leuten in der Gesellschaft perfekt gespiegelt, welche ihre Angst auf verkehrte Weise lindern möchten und dadurch motiviert sind ein Gefühl der Sicherheit anzustreben.
Menschliche Beziehungen werden durch Angst geplagt. Dieser Kreislauf beginnt allzu oft in unserer ersten Beziehung mit unseren Eltern. Zu sehr mit sich selbst beschäftigt um zu erkennen was ihr Kind wirklich von ihnen benötigt, missbrauchen viele Eltern die Schwäche ihres eigenen Kindes und die Abhängigkeit von ihnen - sein emotionales Bedürfnis nach Trost, Sicherheit, Vertrauen und die liebende Anerkennung derjenigen, die ihm am nächsten sind. Dieser Junge, jetzt selber Vater, der während dieser entscheidenden Wachstumsphasen selbst zu kurz gekommen ist, könnte sich nun von den emotionalen Bedürfnissen seines eigenen Kindes bedroht fühlen und abhängig werden davon, dass seine eigenen Kinder und Ehepartner ihm das liefern, was er niemals hatte. Der Teufelskreis dreht sich weiter und seine eigenen Kinder wiederum lernen ihre Bedürfnisse zu unterdrücken, ihre eigenen Gefühle zu leugnen und als hohle Spiegelbilder der Bedürfnisse ihres Vaters zu leben. Wenn ein Kind die emotionalen Bedürfnisse eines Elternteils erfüllen muss und nicht anders herum, ist die Eltern-Kind-Beziehung auf den Kopf gestellt. Stephanie Donaldson-Pressman und Robert Pressman bezeichnen dies als "narzisstische Familiendynamik", und die Probleme die dies hervorruft, sind von unmittelbarer Bedeutung für die gewaltigen geopolitischen Probleme, welche der Welt gegenwärtig begegnen.

Solche Kinder suchen - wie ihre Eltern - einen gewissen Trost, ein gewisses Sicherheitsgefühl, aber da sie nicht wissen wohin und wonach sie Ausschau halten sollen, finden sie es oft am falschen Ort: bei ihren eigenen Kindern, ihren Liebhabern, ihrer Arbeit, irgendeiner religiösen oder politischen Sache. So sehr sie es auch abstreiten mögen, sind sie motiviert durch die Ängste, welche sie als Kinder erfuhren - die Angst davor, allein da zu stehen, unsicher, ungeliebt, verwirrt zu sein, nicht dazuzugehören, verlassen zu werden. Zuflucht vor dem Schmerz finden sie in irgendeiner buchstäblichen oder symbolischen Umarmung, die dennoch irgendwie unvollständig ist, wie die "Sicherheit" eines sinkenden Schiffs oder wie ein Schloss, das auf Sand gebaut ist. Da sie nicht loslassen wollen und sich dem Schmerz noch einmal aussetzen, fahren sie ihre Verteidigung hoch - ein Sammeln der Truppen um "den Leuten", ihren eigenen fragmentierten Persönlichkeiten, ein Gefühl von Sicherheit zu geben. Aber solch eine Verschleierung ist aufgebaut auf und abhängig von Lügen, nur halb gesehenen Dingen durch Linsen von verleugneter und verzerrter Emotion. Wir können verleugnen, dass wir eine Beziehung mit einem Psychopathen haben, jemand der uns, trotz Misshandlung und der psychischen Qual, der er uns aussetzt, ein gewisses Gefühl von Trost und Stabilität in unserem Leben bietet. Oder wir können unseren eigenen Vertrauensbruch an den emotionalen Bedürfnissen der uns Nahestehenden leugnen: das Kind, welches wir tadeln und entsprechend unserer eigenen verdrehten Wertvorstellungen verbiegen, oder den Liebhaber, von dem wir verlangen jemand zu sein der er nicht ist.

Ich finde es faszinierend, wie diese Dynamik einer einzelnen menschlichen Seele so gut den Wahn der Vielen widerspiegelt. Genau so wie wir unsere psychischen Kräfte sammeln um an jenem Gleichgewicht festzuhalten das wir verzweifelt Angst haben zu verlieren, sammeln wir unsere militärischen Kräfte um uns vor Feinden zu schützen, die es nicht gibt, um Probleme zu Hause zu verschleiern, welche die nach "dort draußen" projizierten in den Schatten stellen. Wie kann es soweit kommen? Bisher habe ich in dieser Serie Psychopathen beschrieben - Personen ohne Gewissen, außerstande Reue zu empfinden und machthungrig - und ihre Unterwanderung von Unternehmen und Politik - zwei Sitze der Macht in der Neuzeit.

Ihr Modus operandi ist das Manipulieren der Emotionen der Massen, vor allem Angst. Es wird häufig gesagt, dass Politiker Angst ausnutzen, aber was bei dieser Binsenwahrheit fehlt ist ein Verständnis dafür, was sie motiviert dies so zu tun, weshalb sie so gut darin sind, und wie weit sie wirklich gehen wenn sie das tun. Psychopathen verstehen menschliches Verhalten, oft besser als wir uns selbst verstehen. Im letzten Artikel zitierte ich einen diagnostizierten Psychopathen, Sam Vaknin, der beschrieb, wie er emotionale Beschimpfungen und Beleidigungen nutzte um seine Opfer kaputtzumachen. Es war nur ein Beispiel des psychologischen Wissens über das Psychopathen verfügen, und das durch lebenslanges Beobachten und Interagieren mit den "Anderen" [uns normalen Menschen] verfeinert wird; deren fremdartige emotionale Reaktionen ihnen so komisch und lächerlich vorkommen. Wenn diese besonderen Kenntnisse auf die globale Bühne übersetzt werden, bekommt man Geopolitik und all die Propaganda und Lügen, welche diese begleiten.

Warum ist die Welt so wie sie ist? Politische Ponerologie
Das 1x1 der Ponerologie: Lobaczewski und die Wurzeln der Politischen Ponerologie
Politische Ponerologie in Echtzeit: Ideelle Reinigung von Ukraine's Parlament
Ponerologie, Pathokratie und der große Fehler der einseitigen Berichterstattung durch die Medien
John F. Kennedy und die Verzerrung der Politischen Ponerologie
Der psychopathische Arzt: Dr. Heinrich Gross
Das 1x1 der Ponerologie: Die Wahrheit hinter dem Krieg gegen den Terror (Englisch)
Zusätzliche englischsprachige Quellen über Narzissmus

Das 1x1 der Ponerologie: Lobaczewski und die Wurzeln der Politischen Ponerologie

Wenn viele Menschen schon in ihrer Kindheit lernen, dass es für ihr Überleben wichtig ist, Autoritäten ohne Fragen einfach zu folgen, ist es kein Wunder, dass es so viele Mitläufer gibt. Mitläufer die unseren psychopathischen "Führern" fraglos und klaglos folgen und deren Sache zu ihrer eigenen machen. Wie weit so etwas gehen kann, kann in unseren Geschichtsbücher über das "Dritte Reich" und ähnlichen Epochen nachgelesen werden. Eine Geschichte, die heutzutage anscheinend eine Neuauflage erlebt. Lesen Sie hierzu Bob Altemeiers frei erhältliches Buch The Autoritarians (Englisch).


Key

Sind Sie zerstreut? Das liegt an einer Schwäche in den Genen

Schlüssel verlegt? Namen vergessen? Stoppschild überfahren? Wer häufig unter solchen Schusseligkeiten leidet, hat nun eine Erklärung dafür: Schuld sind die Gene.

Psychologen der Universität Bonn haben jetzt einen Zusammenhang zwischen dem Gen „DRD2“ und solchen alltäglichen Aussetzern nachgewiesen. Wer über eine bestimmte Variante dieses Gens verfügt, lässt sich leichter ablenken und erlebt signifikant häufiger Momente, die mangelnder Aufmerksamkeit geschuldet sind.

Jeder kennt diese Momente: Schon wieder ist der Hausschlüssel unauffindbar! Man geht ins Nachbarzimmer und hat plötzlich vergessen, was man dort eigentlich wollte. Beim Telefonieren fällt einem der Namen des Gesprächspartners nicht mehr ein.

Heart - Black

Eine strukturelle Theorie des Narzissmus und der Psychopathie


Das Kind glaubt, dass die Mutter / die Brust / die Nahrung -- Alles -- nurTeil von es selber ist; es erfährt sich lediglich durch neuronalen Input.
Das Problem mit Gruppengewalt ist eines der wichtigsten Themen, die die Gesellschaft konfrontieren. Nicht nur ist das eines der entscheidendsten Themen unserer amerikanischen Gesellschaft, sondern wir sind mit Ereignissen konfrontiert, die auf der ganzen Welt auftreten, auf allen Kontinenten und in allen Ländern ...

Dieses Zitat stammt von Dr. Ernest Wolf, aus einer Rede am International Self-Psychology Symposium in Dreieich, Deutschland, im Mai 2001, vier Monate vor dem 11. September 2001.

Wir wurden vor Kurzem auf sein Essay aufmerksam gemacht, als es im SOTT Forum mit der ausdrücklichen Absicht veröffentlicht wurde, um auf Wolfs Beschreibung von narzisstischer Wut hinzuweisen. Ehrlich gesagt war dieser Teil das Beste seines Essays, der Rest war hoffnungslos konfus und naiv.