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SOTT Fokus: Zwei Klassen bei Krankenkassen: Deutsche Familien sollen zahlen, türkische Angehörige sollen beitragsfrei bleiben

Die Bundesregierung plant, die beitragsfreie Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung deutlich einzuschränken.

deutsche krankenversicherungen
© GKV-Spitzenverband/dpa
Künftig sollen Ehepartner ohne Kinder unter sechs Jahren einen eigenen Mindestbeitrag von rund 230 bis 240 € monatlich zahlen. Ausgenommen bleiben nur Eltern mit kleinen Kindern sowie bestimmte Rentnergruppen.
Unberührt bleibt hingegen das deutsch-türkische Sozialversicherungsabkommen von 1964. Dadurch können in der Türkei lebende Angehörige von in Deutschland gesetzlich Versicherten weiterhin kostenfrei mitversichert werden, während die Leistungen aus deutschen Beitragsmitteln finanziert werden. Unter bestimmten Voraussetzungen gilt dies sogar für Eltern, wenn sie nicht eigenständig versichert sind und nur geringe eigene Mittel haben.

Ob die Mehrbelastung überhaupt etwas bringt, ist zusätzlich eine andere Frage.

Attention

Das Beste aus dem Web: Bundeskanzler Merz erreicht Allzeittief: 78 % der Bevölkerung sind unzufrieden

Die Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz erreicht neue Höhen im RTL/ntv Trendbarometer. CDU/CSU sind wegen des Zuspruchs zur AfD nicht mehr allein stärkste Kraft. Schlechte Nachrichten ereilen auch SPD und BSW.

forsa umfrage friedrich merz, bundesregierung
© Forsa
Die wachsende Unsicherheit angesichts von Energiepreissprüngen und einer weiter kriselnden deutschen Wirtschaft zahlen offenbar auf das Konto der AfD ein: Die Partei kann nach ihren Stimmverlusten Anfang März erneut einen Prozentpunkt zulegen und rangiert nunmehr gleichauf mit CDU und CSU. Die Beliebtheit von Bundeskanzler Friedrich Merz erreicht derweil ein Allzeittief. Die SPD verharrt die vierte Woche in Folge auf ihrem Allzeittief von nur 12 Prozent, während die FDP die fünfte Woche in Folge bei weniger als 3 Prozent rangiert und damit vom Umfrageinstitut Forsa nicht gesondert ausgewiesen wird.

Dasselbe Schicksal wie die FDP ereilt in dieser Woche auch das BSW: Die von und um Sahra Wagenknecht gegründete Partei liegt nun ebenfalls unter 3 Prozent Zustimmung. Die Werte des BSW fallen deshalb wie bei der FDP nun in die Gruppe der sonstigen Parteien, die damit bei zusammen 11 Prozent liegen - 2 Punkte mehr als noch vor Ostern. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 26 Prozent weiter deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).

Kommentar: In einer anderen Umfrage sind es sogar 84 %, die mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden sind. Bei solchen Zahlen sollte man in sich gehen und seine Arbeit ernsthaft hinterfragen, ob es der richtige "Arbeitsplatz" ist.

Merz-Regierung im Stimmungstief: 84 % der Bevölkerung sind unzufrieden


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Pistorius zu Wehrpflichtgesetz: Genehmigung für lange Reisen nicht nötig

Verteidigungsminister Boris Pistorius schaltet sich in die kontroverse Diskussion um Details aus dem Wehrpflichtgesetz ein. Nach Bekanntwerden einer demnach verpflichtenden "Abmeldegenehmigung" für alle Männer unter 45 erklärt der Minister, dass dies aktuell kein Thema sei, "solange der Wehrdienst freiwillig" bleibt.
German Defense Minister Boris Pistorius
Boris Pistorius
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitgeteilt, dass Männer ungeachtet des neuen Wehrpflichtgesetzes selbstverständlich ohne bestätigende Genehmigung das Land verlassen dürfen. Zuvor war Anfang April durch einen Medienbericht bekannt geworden, dass alle Männer zwischen 17 und 45 Jahren einen Aufenthalt im Ausland von der Bundeswehr genehmigen lassen müssen, sollte dieser länger als drei Monate andauern. Der Minister erklärte nun, dass es "in der aktuellen Friedenszeit keine Genehmigungsverfahren geben wird".

Die Frankfurter Rundschau berichtete über bis dato medial unbeachtete Details im Wehrpflichtgesetz, die jedoch für Männer von weitreichender Bedeutung sind. So lautet der kontrovers diskutierte Absatz in dem Gesetz:
"Männliche Personen haben nach Vollendung des 17. Lebensjahres eine Genehmigung des zuständigen Karrierecenters der Bundeswehr einzuholen, wenn sie die Bundesrepublik Deutschland länger als drei Monate verlassen wollen."

Kommentar: Neues Wehrpflichtgesetz: Alle Männer unter 45 benötigen Genehmigung für längeren Auslandsaufenthalt


Bell

Staatsdefizit steigt auf gut 127 Milliarden Euro

Deutschlands Staatsfinanzen bleiben weiter unter Druck: Das Haushaltsdefizit ist 2025 nicht gesunken. Besonders die Ausgaben des Bundes treiben es auf den höchsten Stand seit Beginn des Ukraine-Kriegs.
Germany
© Sputnik / Alexéi Vitvítskii
Der öffentliche Gesamthaushalt in Deutschland hat im vergangenen Jahr mit dem höchsten Finanzierungsdefizit seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs im Energiekrisen-Jahr 2022 abgeschlossen. Der Fehlbetrag lag bei 127,3 Milliarden Euro und damit um 22,9 Milliarden Euro höher als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Gegensatz zu damals wiesen 2025 jedoch alle staatlichen Ebenen - Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen - ein Defizit auf. Insgesamt standen den Einnahmen von rund 2,081 Billionen Euro Ausgaben von etwa 2,208 Billionen Euro gegenüber.

Hauptverantwortlich für den Anstieg war der Bund, dessen Defizit sich um 34,5 Milliarden auf 85,4 Milliarden Euro vergrößerte. Dahinter steht auch die politische Entscheidung, zur Finanzierung stärker auf Schulden zurückzugreifen. Dies schlug sich in den komplett kreditfinanzierten Sondervermögen für die Bundeswehr sowie für Infrastruktur und Klimaschutz nieder.


Kommentar: Nur dass diese Gelder dort nicht ankamen. Im Anbetracht der aktuellen Krise im Nahen Osten, wird sich Deutschland noch mehr verschulden.

Wirtschaftsforscher: Sondervermögen wird zu 95 Prozent zweckentfremdet


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IEA zur Ölkrise: Schwerwiegender als die Krisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen

Die Benzinpreise verzeichnen einen Höchststand nach dem anderen. Die Folgen des Krieges in Nahost treffen Verbraucher und Unternehmen spürbar. Die IEA sieht inzwischen eine historische Krise. Doch in der böten sich auch gute Chancen für die Versorgung der Zukunft.

Fatih Birol
© Anadolu Agency/GettyFatih Birol
Die aktuelle Energiekrise infolge des Iran-Kriegs wird nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) die geopolitische Lage im Energiebereich "grundlegend verändern". IEA-Direktor Fatih Birol sagte der französischen Zeitung "Figaro", die aktuelle Krise sei "schwerwiegender als die Krisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen". Die Welt habe noch nie eine Unterbrechung der Energieversorgung dieses Ausmaßes erlebt.

Es gebe aber auch "Gründe für Optimismus": So werde die Energiekrise etwa den Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigen. Die Veränderungen im Energiebereich würden "Jahre dauern", sagte Birol der Zeitung. Bestimmte Technologien würden sich aber schneller weiterentwickeln als andere - etwa Solar- und Windenergie, wo Anlagen "sehr schnell" installiert werden könnten. "Es wird sehr schnell, innerhalb weniger Monate, auf erneuerbare Energien zurückgegriffen werden."


Kommentar: Solange diese produziert werden können. Zudem die Energiewende die deutsche Industrie bereits massiv schädigt.


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TASS: Putin führt mehr als zehn Telefongespräche zu Nahost-Krise

Russlands Präsident Wladimir Putin hat im Zusammenhang mit der Gewalteskalation im Nahen Osten mit einer Reihe von ausländischen Spitzenpolitikern telefoniert. Die meisten der Gespräche fanden einem Medienbericht zufolge mit unmittelbar involvierten Akteuren statt.
Putin Telefon phone
© Sputnik MICHAIL KLIMENTJEWRusslands Präsident Wladimir Putin, 3. Januar 2023
Der Konflikt im Nahen Osten, der mit US-amerikanischen und israelischen Luftangriffen auf Ziele in Iran begann, dauert seit Ende Februar an. Während dieser Zeit führte Russlands Staatspräsident Wladimir Putin mehr als zehn Telefongespräche mit ausländischen Spitzenpolitikern. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf eine eigene Analyse.

Die meisten der Telefonate fanden dem Bericht zufolge mit Vertretern der Länder statt, die direkt am Konflikt beteiligt sind. So sprach Putin mehrmals mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian. Am 9. März telefonierte der russische Staatschef mit US-Präsident Donald Trump.

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Neuer Angriff auf AKW Bushehr - Sorge vor nuklearem Zwischenfall wächst

Die iranische Atomenergieorganisation hat einen neuen Angriff auf das AKW Bushehr gemeldet. Dabei sei ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ums Leben gekommen.
AKW Busher Iran
© RT
Nach iranischen Angaben handelt es sich bereits um den vierten Angriff auf die Anlage seit Beginn des Krieges. Die wichtigsten Bereiche des Kraftwerks und der Betrieb seien vorläufigen Einschätzungen zufolge nicht beeinträchtigt worden.


Dollar

Corona 2.0: Gedanken für Tempolimit werden lauter

Hohe Ölpreise, Sorge um die Versorgung, wachsender politischer Druck: In Brüssel wird selbst Sprit-Rationierung geprüft. In Deutschland geht es jetzt um die nächsten Schritte.

leere autobahn
© Felix HörhagerSo weit ist es aktuell noch nicht, aber leere Autobahnen waren in der Vergangenheit schon einmal eine Maßnahme im Kampf gegen hohe Spritpreise.
Die Spritpreiskrise erreicht eine neue Stufe: Während die EU wegen der Folgen des Iran-Kriegs inzwischen selbst eine Rationierung von Kraftstoff als Notfalloption prüft, wächst in Deutschland der Druck auf die Bundesregierung, mit neuen Entlastungen und Eingriffen schnell nachzulegen.


Kommentar: Die Krise wird vor allem durch die mehrfachen Steuern verursacht.


EU denkt über Rationierung nach, Deutschland über Hilfen über die KfZ-Steuer

Wie mehrere Medien, darunter die Bild, berichten, bereitet sich Brüssel auf einen länger anhaltenden Energieschock vor. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen sagte, dass "alle Möglichkeiten" geprüft werden - darunter auch eine Rationierung von Sprit sowie weitere Freigaben aus strategischen Reserven. Zudem ziehe die EU in Betracht, Maßnahmen wie zu Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 einzuführen. Dazu gehörten etwa die Begrenzung von Netzentgelten und der Stromsteuer.

Auch in Deutschland werden weitere Maßnahmen im Kampf gegen weiterhin hohe Spritpreise gefordert. Armand Zorn (SPD) und CDU-Fraktionsvize Sepp Müller fordern gegenüber der DPA schnelle zusätzliche Entlastungen. Im Gespräch sind Hilfen über die Kfz-Steuer, Änderungen bei der Pendlerpauschale, eine befristete Senkung von Energie- und Stromsteuer sowie ein Spritpreisdeckel. Auch eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne bleibt Thema. Zorn und Müller leiten die entsprechende Taskforce der schwarz-roten Koalition.

Kommentar: Es wird sehr wahrscheinlich ein Tempolimit und andere Einschränkungen kommen, weil einige Personen - siehe oben - davon träumen.

Die Äußerungen einer weiteren Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer:
Und da muss es eine Reaktion geben: Die Menschen müssen sich überlegen, wo ist es wirklich wichtig zu fahren, wo kann ich darauf verzichten, wo kann ich eine Fahrgemeinschaft bilden, wo kann ich vielleicht mal mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren.



Attention

In Zeiten drohender Knappheit: Deutschland exportiert Diesel

Der Kraftstoffmarkt steht Kopf. Gewöhnlich muss Deutschland einen erheblichen Teil seines Dieselbedarfs durch Einfuhren decken. Ausgerechnet in der Iran-Krise im Angesicht einer zu erwartenden Knappheit wird der Treibstoff in ein Nachbarland verkauft.

öltanks
© picture alliance / Global Warming ImagesÖltanks in Amsterdam. Händler füllen in Erwartung einer kommenden Knappheit ihre Lager, auch mit Diesel aus Deutschland.
Obwohl das Angebot an Diesel auf dem Weltmarkt eingebrochen ist und eine Knappheit droht, exportiert Deutschland derzeit sogenannte Mitteldestillate wie Diesel und Heizöl in Dieselqualität. Das geht aus Daten von Argus Media hervor, einem Unternehmen, das weltweit den Handel mit Rohstoffen und deren Preis beobachtet. In den vergangenen Wochen warnte nicht nur die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vor einer möglichen Knappheit bei Kraftstoffen in Deutschland im Verlauf des April oder Mai. Auch der Wirtschaftsverband Fuels und Energie sprach trotz der aktuell noch gesicherten Versorgung von einem immer knapper werdenden Angebot auf dem internationalen Markt für Diesel.

Dass Diesel laut den Argus-Media-Daten seit etwa zwei Wochen Mitteldestillate in die niederländische Region Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen exportiert wird, ist nicht nur deswegen ungewöhnlich, weil Deutschland selbst auf eine Knappheit zusteuern könnte. Deutschland ist gewöhnlich Nettoimporteur von Diesel. Während deutsche und europäische Raffinerien zu normalen Zeiten Benzin im Überfluss herstellen und exportieren, reicht die heimische Produktion von Heizöl und Diesel nur für etwa zwei Drittel des hiesigen Bedarfs. Deshalb ist Deutschland bei diesen sogenannten Mitteldestillaten nicht nur auf den Import des Rohstoffs Öl, sondern auch auf Einfuhren des raffinierten Produkts vom Weltmarkt abhängig. Das Angebot auf diesem Weltmarkt ist jedoch eingebrochen.

Kommentar: Auf die USA kann man sich nicht verlassen. Und Russland, ein sicherer Hafen für Rohstoffe (Gas, Öl), wird gekonnt seit Jahren ignoriert. Die Konsequenzen dieser Ignoranz müssen alle europäischen Bürger tragen.


Cult

Nur für Palästinenser: Israel führt Todesstrafe per Strick ein

Das israelische Parlament hat einen umstrittenen Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für verurteilte "Terroristen" gebilligt.


Kommentar: Aus Israels Sicht, sind alle Palästinenser Terroristen.


ItmarBenGvir champagne
© FT-BLOG/Newsweek/KJNGvir lässt die Korken knallen.
Mit 62 zu 47 Stimmen beschloss die Knesset, dass Palästinenser, die von Militärgerichten wegen tödlicher Anschläge verurteilt wurden, künftig die Todesstrafe erhalten können. Die Vollstreckung des Urteils soll innerhalb von 90 Tagen erfolgen, wobei das Recht auf Berufung abgeschafft wird.


Kommentar: Wie die Vergangenheit bereits mehrfach zeigte, haben die Palästinenser keine Rechte und Israel setzt seinen Genozid ungeschoren fort.


Eine Besonderheit des Gesetzes ist, dass israelische Staatsbürger von dieser Strafe ausgenommen sind.

Der Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, feierte die Verabschiedung des Gesetzes mit Champagner und erklärte: "So Gott will, werden sie bald einer nach dem anderen hingerichtet."

Kommentar: Israel hat mit Gaza, das größte Freiluftgefängnis geschaffen, wohingegen das Warschauer Ghetto im Vergleich eher harmlos war.