Das Kabinett hat den Haushaltsentwurf für 2027 beschlossen. Dies teilte die Bundesregierung am Montag in Berlin mit. Das Budget sieht im kommenden Jahr Ausgaben von 555,4 Milliarden Euro und eine Neuverschuldung von 118,7 Milliarden Euro vor ‒ beides mehr als zunächst geplant, wie das ZDF berichtet. Vor allem die höhere Neuverschuldung sorgte für Kritik.
Kommentar: Die Bundesregierung war schon mehrfach in der Kritik, das erste durchgeboxte Sondervermögen von 500 Mrd. nicht für notwendige Projekte innerhalb von Deutschland einzusetzen, und jetzt nimmt die BRD noch mehr Schulden auf. Bei aktuell minimalem Wirtschaftswachstum (Tendenz steigend), steigt das Risiko, dass einmal die Schulden nicht mehr gezahlt werden können. D. h., Deutschland lebt auf Pump und die Bevölkerung wird einmal dafür zahlen müssen.
Von einem Experten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung:
Diese dürfte in den kommenden Jahren durch das Sondervermögen und die schuldenfinanzierten Verteidigungsausgaben in Richtung vier Billionen klettern. Länder und Gemeinden müssten noch höhere Zinsen als der Bund zahlen. "Deutschland steuert daher bei den Zinskosten aller Ebenen auf Beträge von 120 bis 150 Milliarden Euro pro Jahr zu", sagte Heinemann. "Früher konnte Deutschland aus seinen Schulden herauswachsen, so ein Szenario wird immer unrealistischer."Wirtschaftsforscher: Sondervermögen wird zu 95 Prozent zweckentfremdet
~ Reuters
Vor allem die Verteidigungsausgaben sollen massiv steigen. Im Kernhaushalt sind 2027 Ausgaben im Verteidigungsetat von rund 109,7 Milliarden Euro geplant ‒ ein Drittel mehr als im ohnehin aufgeblasenen Budget 2026. Ausgaben für Verteidigung und Sicherheit fallen nur bis zu einer Grenze von einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts unter die Schuldenbremse. Zur offensiven Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland sind rund 11,6 Milliarden Euro weitere Steuergelder eingeplant.













Kommentar: Diese Forderungen sollten auch nicht klinisch diagnostiziert werden.