Dieser Artikel wurde erstmals in der 13. Ausgabe (Volumen 1/ 2011) des The Dot Connector Magazine, dem offiziellen Publikationsorgan von Sott.net, veröffentlicht.
„Kometen sind gemeine Sterne. Jedesmal wenn sie im Süden erscheinen, rotten sie das Alte aus und etablieren das Neue. Fische werden krank, Ernten fallen aus, Kaiser und das gemeine Volk sterben, und die Männer ziehen in den Krieg. Die Menschen hassen das Leben und möchten nicht einmal darüber sprechen.“

Li Ch’un Feng, Direktor des Chinesischen Kaiserlichen Astronomischen Büros, 648 n. Chr.
Im Jahre 2007 fiel ein Meteorit in Puno, im südwestlichen Peru, vom Himmel. José Macharé - Wissenschaftler des Institutes für Geologie, Bergbau und Metallurgie in Peru - sagte, dass der himmlische Felsbrocken in der Nähe einer morastigen Region am Rande des Titicaca See fiel. Er brachte das Wasser dort für rund zehn Minuten zum Kochen und vermischte sich mit dem Boden, was eine graue Wolke ausstieß, dessen Zusammensetzung unbekannt bleibt. Nachdem diese toxische Wolke radioaktive Gifte enthielt, verursachte sie angeblich Kopfschmerzen und Atembeschwerden bei mindestens 200 der 1500 Bewohner. Abgesehen von diesem Bericht, wie oft hören wir von Menschen, die wegen eines Felsbrocken aus dem Weltraum krank werden? Und wie steht es mit Vögeln, Fischen oder anderen Tieren? Antike Astrologen bezeichnen Kometen als böse Omen für Tod und Hungersnöte, doch gibt es auch andere Ursachen neben denjenigen, die durch physikalische oder mechanische Auswirkungen des Kometeneinschlages auf unsere fragile Umwelt entstehen, deren wir gewahr sein sollten?

Als Ärztin beschäftige ich mich üblicherweise mit medizinischen und gesundheitlichen Themen, nicht mit Geschichte oder Katastrophismus. Wie jedoch viele andere Menschen sehe ich Anzeichen von atmosphärischen Veränderungen auf unserem Planeten, welche - nach Meinung von vielen Experten - sehr wohl aufgrund vermehrter Mengen von Kometenstaub in der Atmosphäre herstammen könnten. Wenn ich über die Zunahme der Berichte über Feuerbälle auf der Welt lese, und ich weiß, dass diese Faktoren einen Effekt auf die Gesundheit von Individuen und die Gesellschaft haben müssen, motiviert mich dies, die Zusammenhänge herauszufinden, damit ich mich besser auf das vorbereiten kann, was in unserer Zukunft liegen könnte. Sollte unser Planet in eine neue Phase von Kometenbeschuss eintreten, und sollten diese Kometen neue Spezies von Mikroorganismen enthalten, die dem menschlichen kollektiven Immunsystem unbekannt sind (was sehr wohl der Fall sein könnte), so ist gewappnet, wer vorgewarnt ist.

Laut dem verstorbenen Sir Fred Hoyle und Chandra Wickramasinghe von der Universität von Wales in Cardiff, können Viren im Staub von Trümmerströmen von Kometen im All verteilt sein. Wenn die Erde nun so einen Strom durchläuft, wird unsere Atmosphäre mit diesem Staub und Viren belastet. Diese Viren können für Jahre in Schwebe bleiben, bis die Schwerkraft sie nach unten zieht. Hoyle und Wickramasinghe haben zahlreiche Seuchen in unserer Geschichte untersucht, die mit Kometen an unserem Himmel einhergehen. Sie sind sich sicher, dass Mikroben, die Seuchen und Epidemien auslösen, aus dem All kommen.

In einem Brief an die Zeitschrift Lancet [1], erklärt Wickramasinghe, dass eine geringe Menge Viren, die in unsere Stratosphäre eindringt, zuerst im Osten der großen Bergkette des Himalaya niedergehen könnte, weil dort die Atmosphäre am dünnsten ist, gefolgt von sporadischen Ablagerungen in den umliegenden Gegenden. Könnte dies erklären, warum neue Grippeviren-Stämme, die in der Lage sind, Epidemien auszulösen und die durch radikale genetische Mutationen bedingt sind, in der Regel aus Asien kommen? Wickramasinghe diskutiert, dass im Falle eines nur wenig infektiösen Virus der Fortschritt seiner globalen Ausbreitung vom stratosphärischen Transport und Vermischung abhängen wird, was zu einem saisonalen Niederschlag über mehrere Jahre führen würde; sogar wenn alle vernünftigen Maßnahmen ergriffen werden, die Infektionsausbreitung einzudämmen, ist das Auftreten von neuen Herden fast überall eine Möglichkeit.

Die orthodoxe Wissenschaft spottet über die Idee, dass, falls es Leben wie Bakterien und Viren im All gibt, ein Teil davon natürlicherweise auf die Erde fallen würde. Während gewisse Wissenschaftler damit einig gehen, dass Kometenstaub organisches Material beinhalten könnte, sind sie der Auffassung, dass sogar dann, wenn dieser Staub die Erdatmosphäre erreichen sollte, der feurige Eintritt in die Atmosphäre das Überleben von allem organischem Material fragwürdig machen würde. Doch in einer Studie, die in der Zeitschrift Meteoritics and Planetary Science [2] publiziert worden ist, wird dargestellt, dass Aminosäuren - die Bausteine des Lebens - in einem Meteoriten gefunden worden sind, wo keine erwartet wurden. Warum? Weil dieser bestimmte Meteorit gebildet wurde, als zwei Asteroide miteinander kollidierten, deren Kollisionsschock ihn auf über 1000 Grad Celsius erhitzte - heiß genug, um alle komplexen organischen Moleküle zu zerstören. Sie fanden sie trotzdem, und ihre Studie zitiert die Möglichkeit einer Kontamination der Probe als sehr unwahrscheinlich. Zusätzlich dazu fanden sie Mineralien, die nur unter hohen Temperaturen entstehen, was darauf hinweist, dass diese tatsächlich in einer heftigen Kollision zusammengeschweißt wurden. Jennifer Blank von SETI hat Experimente mit Aminosäuren in Eis und Wasser durchgeführt, die zeigten, dass sie Drücke und Temperaturen überleben können, die mit einem flachwinkligen Kometeneinschlag in die Erde oder einer Asteroid-Asteroid-Kollision vereinbar sind.

Rhawn Joseph, PhD, Mitautor von Wickramasinghe’s Buch Biology, Cosmology, Astrobiology, and the Origins and Evolution of Life [3] sagt uns:
Antike chinesische Astronomen überlieferten zahlreiche Ereignisse, wo Kometen Seuchen und Katastrophen vorausgingen. Genaue Beobachtungen wurden 300 v.Chr. in einer Chronik gesammelt, die unter dem Namen „Mawangdui Silk“ bekannt ist. Sie beschreibt 29 verschiedene Kometenformen und die verschiedenen Katastrophen, die damit einhergehen, bis zu einer Zeit um etwa 1500 v.Chr.
Joseph weist darauf hin, dass das mittelalterliche Europa und das koloniale Amerika Regionen sind, wo Kometen beobachtet wurden, die mit Plagen und Krankheiten gleichzeitig auftraten. Er fügte hinzu, dass der Komet Enke, der wahrscheinliche Ursprung des Tunguska-Einschlags, und die Grippe-Epidemie von 1918 ebenfalls gleichzeitig autraten. Er schreibt:
... im Jahre 2005 wiederbelebten Wissenschaftler des Armed Forces Institute of Pathology in Washington, D.C., das Virus von 1918 aus Körpern, die im Permafrost von Alaska konserviert worden waren. Sie entdeckten bald, dass ein komplett neuartiges Virus sich mit einem alten Virus verknüpft hatte, die Gene austauschten und neu vermischten, was zu einem Hybrid führte, das milde Stämme des Grippevirus in sehr viel tödlichere und pathogenere Formen verwandelte. Sie bestätigten auch, dass das Virus von 1918 vom Himmel herkam, zuerst Vögel infizierte und sich dann in Menschen ausbreitete und ausdehnte.
Mawangdui Silk
© unbekannt
Die Chronik der „Mawangdui Silk“ (Seide von Mawangdui), welche 29 verschiedene Kometenformen beschreibt und die verschiedenen Krankheiten und Katastrophen, die mit ihnen einhergehen. Beginn der Chronik um das Jahr 1500 v.Chr.
Joseph argumentiert, dass Kometentrümmer -- und kleinere Partikel, und allfällige Mikroben und Virenpartikel, die an diesen Kometentrümmern haften -- in die obere Atmosphäre fallen und dann langsam mit den Luftströmen umherdriften. Sie können jahrelang in der Luft bleiben, überkreuzen den Planeten und sinken langsam tiefer, bis sie schlussendlich eine weiche Landung auf das machen, was auch immer gerade unter ihnen liegt - sei es Ozean, Fluss, Tier, Pflanze, oder Frau und Mann. Tatsächlich ist es bekannt, dass Mikroorganismen in der Erdatmosphäre in signifikanten Konzentrationen existieren, und sie sind in Proben gefunden worden, die in einer Höhe von 41 bis 77 km gesammelt wurden. Die natürlichen Mechanismen, welche Mikroorganismen in die Atmosphäre transportieren sind Stürme, Vulkane, Monsune und Kometeneinschläge.

Wir wissen, dass das Tunguska-Objekt im Juni 1908 in der Atmosphäre explodierte. Doch es gelang den Wissenschaftlern erst 1927 an die Einschlagstelle in Sibirien durchzudringen. Es konnten keinerlei sichtbaren Fragmente des explodierten Objektes gefunden werden. Doch entdeckten spätere Feldstudien seltsame schwarze, glänzende, metallische Sphären im Boden von zahlreichen kleinen flachen Kratern - 50 bis 200 Meter im Durchmesser - ähnlich den Kratern der Carolina Bays. Diese Sphären waren typische extraterrestrische Körper, die eine Zusammensetzung aufweisen, die sehr hoch an Iridium, Nickel, Kobalt und anderen Metallen ist. Dieselben Metalle wurden später in Eiskernen aus der Antarktis gefunden, jedoch in Schichten, die dem Jahre 1912 zugeordnet werden konnten. [4] Das heißt, dass es vier Jahre dauerte, bis diese Metalle, die in der Atmosphäre deponiert worden waren, auf die Erde niederfielen. War das Tunguska-Objekt die Quelle neuer Virusstämme, die niemals zuvor auf der Erde gesehen worden waren?

Eine Studie, die in der Nähe des Tunguska-Phänomens durchgeführt worden war, fand signifikante Konzentrationen von kultivierbaren Mikroorganismen am Himmel über dem Südwesten von Sibirien, in einer Höhe von 0.5 bis 7 km, was etwa der Höhe entspricht, in der das Weltraumobjekt von Tunguska mit der Erdatmosphäre interagierte. [5]

Joseph erinnert uns daran, dass Mikroben, die in der Kältewachsen können, die erfolgreichsten Besiedler unseres Planten sind. Sie sind tatsächlich perfekt an ein Leben auf einem gefrorenen Himmelsobjekt adaptiert, das durch das All reist.
„Der Langzeiteinfluss von Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes sollte nicht etwa als extrem oder limitierend verstanden werden, sondern als ein stabilisierender Faktor für das Überleben von Mikroorganismen.“

[D.A. Gilichinsky, "Permafrost Modell of Extraterrestrial Habitat“ in G. Horneck & C. Baumstark-Khan, Astrobiology, Springer, 2002]
Dies unterstützend ist bekannt, dass Richard Hoover von der NASA Mikroorganismen in tiefen, mehr als 4000 Jahre alten Eiskernen gefunden hat, die von Lake Vostok in der Nähe des Südpols herausgebohrt wurden. Diese Kreaturen wurden in Verbindung mit uralten kosmischen Staubpartikel gefunden, die aus dem All kamen. Überdies nimmt die Anzahl der Mikroben, die von Lake Vostok entdeckt worden sind, mit der Zahl der Staubpartikel zu. (S. Abyzov et al., Microbiologiya, 1988, 67:547). [3]

Joseph und Wickramasinghe haben auch Hinweise untersucht und gefunden, dass Mikroben eingehüllt in Asteroiden, Kometen und anderen Trümmern aus dem All von Planet zu Planet und von Sonnensystem zu Sonnensystem reisen können, und dass sie den Einschlag und die Hitze überleben können, die beim Eintritt und Auswurf in die Atmosphäre entsteht. Das ist die sogenannte Panspermie-Theorie. [6]

Sie argumentieren, dass Mikroben und Viren DNA austauschen und akquirieren können, und dieses Argument wird durch eine kürzlich publizierte Studie in Nature Communications [7] unterstützt, die Aufschluss darauf ergibt, wie Bakterien fremde DNA von eindringenden Viren in ihre eigenen Regulationsprozesse inkorporieren. Thomas Wood, Professor am Artie McFerrin Department of Chemical Engineering der Texas A&M University erklärt, wie Viren sich selber reproduzieren, indem sie sich in bakterielle Organismen einschleusen und sich selber in die Chromosomen der Bakterien integrieren. Wenn dies geschieht, produziert das Bakterium eine Kopie seines Chromosoms, welches das Viruspartikel beinhaltet. Das Virus hat dann die Möglichkeit, sich selber später zu replizieren, was das Bakterium umbringt. Wenn es sich bereits in das Chromosom der Bakterie einverleibt hat, unterliegt das Virus ebenfalls Mutationen.

Der schwarze Tod neu aufgegriffen

Der Schwarze Tod zog wie eine gigantische Welle unaufhaltsam nordwärts durch Europa. Sein Fortschritt war in seinen frühen Stadien sehr rasch, von Dezember 1347 bis Juni 1348, als er durch Italien und Frankreich, Spanien und den Balkan zog. Nach der Durchquerung der Alpen und der Pyrenäen gelangte er im Dezember 1350 schlussendlich nach Schweden, Norwegen und ins Baltikum. Viele Dörfer wurden vollständig entvölkert und verschwanden, doch die Ausbreitung der Krankheit beinhaltete auch Zonen, die vollständig verschont wurden. Der Schwarze Tod hielt sich die nächsten drei Jahrhunderte in Europa auf und verschwand schlussendlich im siebzehnten Jahrhundert in 1670, als er scheinbar am Zenith seiner Macht stand.


Durch den Schwarzen Tod inspiriert ist der Totentanz eine Allegorie auf die damalige Allgegenwärtigkeit des Todes und ein gängiges Motiv in Malereien des Spätmittelalters.
Warum erschien, verbreitete sich und verschwand er auf diese Weise? Ein neues und einzigartiges Virus, das unter Bedingungen entsteht, die durch kosmische Einschläge begünstigt werden, könnte für die Bevölkerung tödlich sein, die vorher dagegen noch nicht immunisiert worden ist (hier ist natürliche Immunität beabsichtigt). Doch wenn Immunität in der Bevölkerung erworben wird, kann die Krankheit oder dessen Verlauf sich verändern.

Es gibt schlüssige Hinweise darauf, dass der Schwarze Tod kein Ausbruch der Beulenpest war, sondern tatsächlich durch ein hämorrhagisches Virus hervorgerufen wurde. Diese Theorie ist im Buch Return of the Black Death [8] zusammengefasst, in dem Susan Scott und Christopher Duncan von der Liverpool University sorgfältig alle vorhandenen Hinweise zusammengetragen haben. Sie verfolgen die Pest von ihrem ersten Auftreten aus dem Nichts und berichten über die noch nie dagewesenen katastrophalen Auswirkungen auf die europäische Zivilisation - Tod in einem undenkbaren Ausmaß, welcher jedoch sehr wohl jederzeit wieder geschehen könnte.

Durch das Studium von Aufzeichnungen von Kirchgemeinden und der historischen Daten, die in den englischen Provinzen festgehalten wurden, unter Verwendung von kritischen Ereignissen im Leben von reellen Personen und Computermodellen, waren Duncan and Scott in der Lage, nicht nur den Zeitrahmen vom Auftreten der Symptome bis zum Tode abzuschätzen, sondern auch die folgenden Fakten über die Pandemie zusammenzutragen:
  • Ein Ausbruch wurde oftmals durch Reisende oder Fremde ausgelöst, oder durch Bewohner, die von einem Ort zurückkehrten, von dem bekannt war, dass die Pest dort am wüten war.
  • Die Pest verhielt sich bei jedem Ausbruch auf genau dieselbe Weise.
  • Es gab jedoch in England zwei verschiedene Typen von Epidemien, abhängig von der Anzahl und der Dichte der Bevölkerung.
  • Die vollständige typische Epidemie dauerte acht oder neun Monate - vom Frühling bis in den Dezember.
  • Die Sterberate in der Bevölkerung betrug oftmals etwa 40%. Sie hatten jedoch keinerlei Maßstab für die Zahl der Menschen, die beim ersten Anzeichen von Gefahr flohen.
Doch nicht nur das, sie waren ebenfalls in der Lage, diese vitalen Statistiken der Pest zu etablieren:
  • Latenzperiode: 10 bis 12 Tage.
  • Infektionsperiode vor Auftritt von Symptomen: 20 bis 22 Tage.
  • Inkubationsperiode: 32 Tage.
  • Durchschnittliche Periode der Symptome bis zum Tode: 5 Tage.
  • Totale infektiöse Periode: etwa 27 Tage, unter der Annahme, dass die Opfer bis zu ihrem
  • Tode infektiös blieben, obwohl möglich ist, dass die Ansteckbarkeit nach Auftreten der Symptome abnahm.
  • Durchschnittliche Dauer vom Zeitpunkt der Infektion bis zum Tode: 37 Tage.
Die Autoren waren erstaunt, als es ihnen gelang, die Dauer dieser Statistiken in mehr als 50 verschiedenen Pestausbrüchen in England herauszuarbeiten und die Länge der Latenz- und der infektiösen Periode in vielen Fällen zu verifizieren. Die Übereinstimmung mit der universellen 40-tägigen „Quarantäne-Periode“, die während der Zeit der Pest als erfolgreiche Prophylaxe etabliert worden war, unterstützte ihre Schlussfolgerungen. Von den Daten, die aus anderen Ländern erhältlich sind, argumentieren sie auf überzeugende Weise, dass diese Statistiken für den Schwarzen Tod im gesamten Europa zutreffen. Es war offensichtlich, dass der Schlüssel zum Erfolg der Pest im Mittelalter in ihrer außerordentlich langen Inkubationsperiode lag.

Jede Infektion hat eine Inkubationsperiode, welche von der Zeit, von der eine Person infiziert wird, bis zum Auftreten der ersten Symptome reicht, und eine infektiöse Periode, welche die Zeit ist, während derer die Person die Infektion auf andere Menschen übertragen kann. Die Infektion wird von einer latenten Periode gefolgt, während derer die Keime sich vermehren, bis das Opfer ansteckend wird. Wenn diese latente Periode kürzer als die Inkubationsperiode ist, wird eine infizierte Person ansteckend bevor die Symptome auftreten, und er oder sie kann die Krankheit unwissentlich auf andere übertragen. Am Ende nimmt die Krankheit im Körper ihren Verlauf, und damit die Infektion fortdauert, muss sie mindestens eine andere Person angesteckt haben.

Unter den Symptomen der Pest fanden sich Berichte über folgendes:
  • Ein Opfer litt unter den Symptomen während etwa fünf Tagen, bevor es starb. Doch nach zeitgenössischen Angaben könnte diese Periode zwischen zwei und zwölf Tagen gedauert haben.
  • Die hauptsächliche diagnostische Eigenschaft war das Auftreten von hämorrhagischen Flecken, oftmals rot, doch auch mit Farben, die von Blau bis Purpur, und von Orange bis Schwarz reichten. Sie traten oftmals auf der Brust auf, konnten aber auch am Hals, den Armen und Beinen gesehen werden, und wurden durch Blutungen unter der Haut von geschädigten Kapillaren hervorgerufen. Sie wurden als „Gottesmal“ bezeichnet.
  • Verschiedene Schwellungen waren ebenfalls charakteristisch für die Krankheit: Karbunkel, Pusteln (brennende Ulzera) und die Bubonen, welche geschwollene Lymphdrüsen im Nacken, den Achselhöhlen und den Leisten waren. Wenn die Bubonen nicht wuchsen und platzten, war wenig Hoffnung auf Überleben. Doch wenn sie platzten, sank das Fieber ab.
  • Fieber, unaufhörliches Erbrechen, Durchfall und anhaltendes Nasenbluten waren zusätzliche Zeichen. Ebenfalls blutiger Urin, brennender Durst, und bei einigen Irrsinn und Delirium.
  • Autopsien ergaben generalisierte Nekrosen der inneren Organe. Es war sicherlich eine grausame Art zu sterben. Das Opfer wurde sprichwörtlich vom Absterben und der Verflüssigung seiner Organe getötet.
Da niemand vorher der Krankheit ausgesetzt worden war, erkrankte fast jeder, der mit einer infizierten Person in Kontakt kam, und starb. Es gab jedoch Berichte über einige wenige Menschen, die offensichtlich einen natürlichen Schutz gegen diese neue Krankheit aufwiesen. Ist es denkbar, dass ihre Vorfahren in der Vergangenheit einer ähnlichen Plage ausgesetzt waren? Oder trugen sie spezielle Mutationen, die sie immun werden ließen, oder ihr Immunsystem stark genug machten, um solch eine Krankheit zu bekämpfen?

Und wie steht es mit der Beulenpest?

Trotzalledem wurde die Beulenpest allgemein und eindeutig als die Ursache für den Schwarzen Tod verantwortlich erklärt, obwohl es eindeutig nachgewiesen ist, dass dies biologisch unmöglich ist.

Darstellung des Schwarzen Todes in der Toggenburger Bibel (1411)
Die Beulenpest ist eine Krankheit, die durch Nagetiere übertragen wird, und zwar durch Flöhe von Ratten zum Menschen. Der Erreger ist Yersinia pestis. Manche Ratten sind hochanfällig und sterben, wohingegen andere resistent sind und eine Infektion überleben können. Dies ist ein Schlüsselkonzept, da die Krankheit aussterben würde, wenn alle Ratten hochanfällig sind, wohingegen sie in den Regionen fortbestehen wird, wo es eine Balance zwischen anfälligen und resistenten Ratten gibt.

Scott und Duncan erklären, wie Yersinia pestis niemals in europäischen Nagetieren fortbestanden hat, weil sie nicht resistent dagegen sind. Zusätzlich dazu kam die einzige Rattenspezies in Europa erst etwa 60 Jahre nach der letzten europäischen Pest an oder konnte ohne ein warmes Klima nicht überleben, was es unmöglich macht, eine Infektion rasch und ungehemmt im Winter auszubreiten. Sie erklären:
Es ist bekannt, dass der Schwarze Tod über das Meer nach Island getragen wurde, und dort im fünfzehnten Jahrhundert zwei schwere und gut dokumentierte Epidemien auslöste. [...] Doch ist auch bekannt, dass während den drei Jahrhunderten des Schwarzen Todes keinerlei Ratten auf der Insel lebten. Infektionen gingen während dem Winter weiter, bei durchschnittlichen Temperaturen unterhalb minus 3 Grad Celsius, wo eine Übertragung durch Flöhe unmöglich ist. Es ist gemeinhin auch akzeptiert, dass es keinerlei Erwähnung in irgendeinem Bericht über die Mortalität der Ratten während des Schwarzen Todes gibt. Eine Temperatur zwischen 18 und 27 Grad Celsius und eine relative Luftfeuchtigkeit von 70% sind ideal für die Ablage der Eier von Flöhen, wohingegen eine Temperatur von unterhalb 18 Grad sie unterbindet. Wissenschaftler haben alle vorhandenen klimatologischen Daten für Zentraleuropa während des Schwarzen Todes gesammelt, und zu keiner Zeit war die mittlere Temperatur im Juli-August oberhalb 18.5 Grad Celsius.
Großbritannien, und noch viel weniger Island und Schweden, hatten ein Klima, welches in der Lage war, regelmäßige saisonale Ausbrüche der von Flöhen übertragenen Beulenpest aufrechtzuerhalten. Ganz von Anfang an erkannten die Menschen des mittelalterlichen Europa, dass dies eine Krankheit war, die direkt von einer Person auf die andere übertragen wurde, und nicht eine Krankheit, welche mit Ratten in Verbindung stand, oder durch sie übertragen wurde.

Es gibt beim Menschen zwei Formen der Pest: die Beulenpest und die Lungenpest. Patienten mit Beulenpest sind für andere Menschen nicht ansteckend. Die Lungenpest ist ansteckend und tritt etwa in 5% der Fälle von Beulenpest auf. Das heißt, dass sie ohne Beulenpest nicht auftreten und nicht unabhängig von ihr existieren kann. Sie tritt auf, wenn das Bakterium die Lungen erreicht, und die Zeit von der Infektion bis zum Tod durch Beulen- oder Lungenpest ist 5 Tage, und nicht 37 Tage.

Scott und Duncan erwähnen gewisse Faktoren, die den Krankheitserreger des Schwarzen Todes auf ein Virus einschränken. Der Erreger scheint auch außerordentlich stabil gewesen zu sein; falls Mutationen auftraten, veränderten diese den Krankheitsverlauf nicht, jedenfalls nicht für 300 Jahre. Es wurde vermutet, dass die Pest als Tröpfcheninfektion übertragen wurde; es wurde angenommen, dass man sicher war, solange man draußen einen Abstand von mindestens 4 Meter (13 Fuß) von einer infizierten Person einhielt. Interessanterweise gibt es eine starke genetische Selektion in der europäischen Bevölkerung für die CCR-delta32-Mutation. Diese Mutation bewirkt eine genetische Löschung eines Teils des CCR5-Genes, welches für ein Protein kodiert, das von einigen Viren als Eintrittspforte verwendet wird. Diese Mutation macht einen homozygoten Träger resistent gegenüber HIV-1-Infektionen, und könnte sie gegen den Schwarzen Tod unempfindlich gemacht haben.

Es gibt heutzutage kein bekanntes Virus, welches für den Schwarzen Tod verantwortlich ist, obwohl einige der Symptome denen von Ebola, Marburg und dem viralen hämorrhagischen Fieber gleichen - Krankheiten, die durch Filoviren hervorgerufen werden. Sie haben eine hohe Mortalitätsrate und neigen dazu, in explosionsartigen Epidemien aufzutreten, die durch Übertragung von Person zu Person aufrecht erhalten werden. Ausbrüche treten unvorhersehbar auf, und bis heutzutage ist kein Tierreservoir bekannt.

Ähnliche Plagen sind in der Antike beschrieben worden, zum Beispiel die verheerende Epidemie, die Athen im Jahre 430 v.Chr. heimsuchte und dessen Erreger gemäß Joseph und Wickramasinghe seinen Ursprung ebenfalls in einem Kometen gehabt haben könnte. [9] Wie mit dem Schwarzen Tod war die Epidemie in Athen geographisch lokalisiert, sie nahm ab und verschwand ebenso abrupt, wie sie begann, und keine derzeit bekannte Krankheit passt zur Beschreibung durch den Historiker Thucydides.


Szene von Mönchen, die von der Pest verunstaltet sind und von einem Priester gesegnet werden. England 1360 - 1375.
Wohin verschwanden diese Krankheiten? Unterlag das Virus des Schwarzen Todes einer Mutation, die nun andere fürchterliche Krankheiten verursacht? Was wir wissen ist, dass eine virulentere Form der Pocken in den Jahren um 1630 zum Vorschein trat, gerade zu der Zeit, als der Schwarze Tod von der Bühne der Geschichte abtrat, und die Pocken danach die Rolle der am gefürchtetsten Krankheit annahm. Wir können nur spekulieren. Das Pockenvirus, im Gegensatz zum Erreger des Schwarzen Todes, ist sehr resistent gegenüber kalten Temperaturen, was es zu einem überlebensfähigeren Virus macht. Gemäß der Daten, die von Scott und Duncan gesammelt wurden, die den Krankheitsverlauf des Schwarzen Todes beschreiben, sind die hämorrhagischen Pocken praktisch identisch mit dem Schwarzen Tod.

Doch gab es Kometeneinschläge zur Zeit des Schwarzen Todes?

Wenn Sie den Hauptartikel der Zeitschrift The Dot Connector Magazine (Vol 11) lesen (siehe auch The Golden Age, Psychopathy and the Sixth Extinction sowie Deutschland im Mittelalter: Chronik der Naturereignisse und Seuchen, Teil 1, Teil 2 und Teil 3), werden Sie diese Frage positiv beantworten können. Ausbrüche von Plagen fallen zeitlich oftmals mit Nahrungsmittelknappheit, Hungersnöten, Überflutungen, Bauernaufständen und Religionskriegen zusammen. In gewissen Ländern gab es zahlreiche Kometen-Sichtungen, Vulkanausbrüchen, Erdbeben und Hungersnöten. Diese Ausbrüche stimmten nicht nur zeitlich mit Kometeneinschlägen und Kometen-Sichtungen überein, sondern Erdbeben für sich selber könnten sehr wohl Hinweise auf Kometeneinschläge sein. Der Dendrochronologe Mike Baillie von der Queen’s University in Belfast plädiert dafür in seinem Buch New Light on the Black Death: The Cosmic Connection. [10]

Baillie verglich Baumringe mit datierten Eiskern-Proben, die analysiert worden waren, und fand Ammonium. Nun gibt es eine Verbindung zwischen dem Ammonium in den Eiskernen und extraterrestrischer Bombardierung auf der Oberfläche der Erde in mindestens vier Fällen in den letzten 1500 Jahren: 539, 626, 1014, und 1908 - dem Tunguska-Vorfall. Baillie zeigt auf, dass die genau gleiche Signatur zur Zeit des Schwarzen Todes sowohl in den Baumringen, als auch in den Eiskernen vorhanden war, aber auch zu anderen Zeiten von sogenannten „Plagen und Pandemien“. Baillie weist darauf hin, dass Erdbeben durch Kometeneinschläge in die Atmosphäre, oder gar Einschläge in die Erdoberfläche, verursacht werden können. Tatsächlich steht das Ammoniumsignal in den Eiskernen in direktem Zusammenhang mit einem Erdbeben, welches am 25. Januar 1348 stattfand. Er korreliert dies mit Berichten des 14. Jahrhunderts, dass die Pest eine „Korruption der Atmosphäre“ war, die von diesem Erdbeben herstammte.


Der Komet von 1681
Das Konzept, dass Himmelskörper die Erdatmosphäre streifen, oder direkt in die Erde einschlagen, was zu einer Ablagerung von Mikroben und Viren führt, welche sich mit den Mikroben der Erde vereinigen und so neue Virusstämme produzieren können, die zu Evolution und Krankheiten beitragen, ist gelinde gesagt einschüchternd. Was können wir auch nur unternehmen, um solchen Infektionsgefahren entgegenzuwirken? Könnten Veränderungen der Ernährung das Erscheinen und Verschwinden von Krankheiten beeinflussen?

Wir wissen, dass es in der Periode zwischen 500 und 1300 eine grundlegende Veränderung in der Ernährungsweise gab, die den größten Teil von Europa betraf. Dies war eine Periode vor dem Auftreten des Schwarzen Todes. Zunehmend intensivere Landwirtschaft auf immer größer werdenden Feldern resultierte in einer Verlagerung von Fleisch zu verschiedenen Getreiden und Gemüsen als Hauptnahrungsquelle eines Großteils der Bevölkerung. Fleisch war teurer und deshalb angesehener und, meist in Form von Wild, nur auf den Tafeln des Adels regelmäßig vorzufinden, der gemäß einiger Berichte kaum vom Schwarzen Tod betroffen war. Es könnte somit durchaus sein, dass der Konsum von Fleisch ein alimentärer Schutz gegen Krankheiten verschiedener Art sein könnte, einschließlich gegen den Schwarzen Tod (die paleolithischen archäologischen Funde unterstützen diese Idee auf jeden Fall).

Wir wissen dass Getreide eine Quelle von Gluten ist, ein Protein, das nur schwer verdaulich ist und gegen das mehr und mehr Menschen wegen seiner modernen Hybridisierung aus industriellen Gründen intolerant sind. Anti-Nährstoffe wie Lektine in Getreiden sind nachgewiesenermaßen toxisch. Man weiß, dass das Weizenlektin proinflammatorisch, immunotoxisch, neurotoxisch, zytotoxisch und kardiotoxisch ist und in der Genexprimierung störend eingreifen, endokrine Funktionen unterbrechen, die gastrointestinale Funktion negativ beeinflussen kann. Und - welche Überraschung: Lektine teilen gewisse pathogenetische Ähnlichkeiten mit gewissen Viren. [11] Eine Bevölkerung, in der Brot das Hauptnahrungsmittel ist, ist ohne Zweifel anfälliger auf Krankheiten, und im Endeffekt, auf Pandemien.

Genauso wie damals sind wir heutzutage aufgrund der Industrialisierung unserer Lebensmittelversorgung ebenso anfällig. Minderwertige Lebensmittel und der weitverbreitete Konsum von Getreiden sind zur überwältigenden Vergiftung unserer Umwelt hinzugekommen (Schwermetalle, Fluorid, toxische Zusatzstoffe in der Nahrung, etc.) und haben uns als die perfekte Bevölkerung zur Zerstörung durch die Rückkehr des Schwarzen Todes vorbereitet.

Referenzen

1. Chandra Wickramasinghe, Milton Wainwright & Jayant Narlika. SARS - a clue to its origins? The Lancet, vol. 361, May 23, 2003, pp 1832.

2. Daniel P. Glavin, Andrew D. Aubrey, Michael P. Callahan, Jason P. Dworkin, Jamie E. Elsila, Eric T. Parker, Jeffrey L. Bada, Peter Jenniskens & Muawia H. Shaddad. Extraterrestrial amino acids in the Almahata Sitta meteorite. Meteoritics & Planetary Science, vol. 45 (10-11), October/November 2010, pp 1695-1709.

3. Rhawn Joseph Ph.D, Rudolf Schild Ph.D. & Chandra Wickramasinghe Ph.D. Biological Cosmology, Astrobiology, and the Origins and Evolution of Life. Cosmology Science Publishers, 2010.

4. Ganapathy, R. The Tunguska explosion of 1908 - Discovery of meteoritic debris near the explosion site and at the South Pole. Science, vol. 220, June 10, 1983, pp 1158-1161.

5. Rina S. Andreeva, Alexander I. Borodulin, et al. Biogenic Component of Atmospheric Aerosol in the South of West Siberia. Chemistry for Sustainable Development, 10, 2002, pp 532-537.

6. Chandra Wickramasinghe. Life from space: astrobiology and panspermia. February 2009. The Biochemical Society. http://www.panspermia.org/biochemistfeb09.pdf

7. Xiaoxue Wang, Younghoon Kim, Qun Ma, Seok Hoon Hong, Karina Pokusaeva, Joseph M. Sturino & Thomas K. Wood. Cryptic prophages help bacteria cope with adverse environments. Nature Communications, vol. 1 (9), 2010, pp 147.

8. Susan Scott & Christopher Duncan. Return of the Black Death: The World's Greatest Serial Killer. Wiley, 2004.

9. Rhawn Joseph, Ph.D. & Chandra Wickramasinghe, Ph.D. Comets and Contagion: Evolution and Diseases From Space. Journal of Cosmology, vol. 7, 2010, pp 1750-1770.

10. Mike Baillie. New Light on the Black Death: The Cosmic Connection. Tempus, 2006.

11. Sayer Ji. Die (Brot-)Büchse der Pandora: Die kritische Rolle von Weizenlektin bei menschlicher Krankheit. Journal of Gluten Sensitivity, Winter 2009.