
Nun hat ein internationales Forscherteam um Yoshihiro Kawaoka von der Universität Wisconsin verschiedene Vogelgrippe-Viren analysiert. Dabei identifizierte es acht Gene, die denen der Spanische Grippe sehr ähnlich sind. Die Wissenschaftler kombinierten diese im Hochsicherheitslabor und erschufen so ein Virus, das nur 3 Prozent von dem abweicht, das 1918 für die Spanische Grippe verantwortlich war.
Tödlich in sieben Schritten
Der neue Erreger war für Mäuse und Frettchen gefährlicher als die klassischen Vogelgrippe-Viren, jedoch nicht so schädlich wie das aus dem Jahr 1918. So verbreitete es sich nicht unter den Tieren und tötete keines, wie die Forscher im Fachjournal Cell Host and Microbe berichten.
Um herauszufinden, welche genetischen Veränderungen eine Ausbreitung ermöglichen, liessen Kawaoka und seine Kollegen das Virus mutieren. Schon nach sieben Mutationen war der Erreger deutlich gefährlicher geworden und verbreitete sich per Tröpfcheninfektion von Tier zu Tier - ganz so wie die Grippeviren beim Menschen.
Unterschiedliche Meinungen
«Die Arbeit hilft uns zu verstehen, wie für den Menschen harmlose Viren zu tödlichen werden und zu einer Pandemie führen können», erklären die Verantwortlichen die Bedeutung der Studie. Nur so liessen sich wirksamere Strategien zu ihrer Bekämpfung entwickeln. Zudem hätten weitere Experimente gezeigt, dass bereits existierende Medikamente wie der Schweinegrippe-Impfstoff anschlagen würden.
Andere Forscher hingegen halten das Treiben von Kawaoka für verrückt und gefährlich, wie The Guardian berichtet. Ihrer Meinung nach tragen solche Arbeiten nicht dazu bei, die Menschen zu schützen. Vielmehr brächten sie die Weltbevölkerung in Gefahr.
(fee)



Kommentar: Offenbar ist dieses Forschungsexperiment mit gefährlichen Pathogenen kein Einzelfall. Mehr zum Thema auf de.sott:
Es stellt sich die Frage, ob hinter solchen Experimenten grenzenlose Dummheit oder sogar bösartige Absicht steckt. Eine mögliche Erklärung bietet die Wissenschaft der Ponerologie. Eine weitere Möglichkeit ist die der Ablenkung von der Gefahr durch die Pathogene, die von Kometen und Meteoriten auf die Erde gebracht werden:
Sott.net vermutet seit vielen Jahren und auf der Forschung von Mike Baillie basierend, dass es eine kosmische Verbindung gibt:
- Himmelskörper löschten zur Zeit der Pest den Großteil der Bevölkerung aus und
- Himmelskörper haben generell Krankheiten auf die Erde gebracht, gegen die die Menschen keine Immunität besitzen
Dies ist besonders interessant in Bezug auf den momentanen Ebola-Ausbruch in Guinea. Lesen Sie dazu besonders die folgenden Artikel: