Verborgene Geschichte
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Sherlock

Oreichalkos: Mystisches Metall aus Platons Atlantis in antikem Schiffswrack entdeckt

Gela (Italien) - Vor der Küste Südsiziliens haben Taucher in einem 2.600 Jahre alten Schiffswrack 39 Barren eines Metalls entdeckt, das antiken Beschreibungen eines Metalls entspricht, das angeblich von dem legendären versunkenen Kontinent Atlantis stammen soll. Das sogenannte Oreichalkos kam mit einem Schiff entweder aus Griechenland oder Kleinasien, dass vermutlich bei einem Sturm sank, noch bevor es im antiken Hafen von Glea anlegen konnte.
© Superintendent of the Sea Office, Sicily
Das mit den Oreichalkos-Barren beladene Schiffswrack.
"Das Wrack selbst stammt aus der ersten Hälfte des sechsten Jahrhunderts v.Chr. und wurde rund 300 Meter vor der Küste Gelas in drei Metern Tiefe entdeckt", zitiert "Discovery News" den Leiter der sizilianischen Meeresbehörde, Sebastiano Tusa.

Insgesamt fanden die Taucher bislang 39 Barren des einzigartigen Metalls: "Bislang wurde noch nie etwas Vergleichbares gefunden und Oreichalkos war nur von einigen wenigen verzierten Objekten und eben aus den altgriechischen Texten bekannt." Tatsächlich galt Oreichalkos bislang als eher geheimnisvolles Metall, dessen Zusammensetzung und Herkunft immer wieder kontrovers diskutiert wurde.
Pyramid

Cheopspyramide: Legendärer Aufgangsweg entdeckt

© ahram.org.eg
Blick in den nun nahe den Pyramiden entdeckten Tunnel, als Teil des Aufwegs zwischen einstigem Taltempel und der Großen Pyramide von Gizeh.
Bei einer ungenehmigten Grabung in seinem Hinterhof hat ein Anwohner des Dorfes El Haraneya in der Nähe des Pyramidenplateaus von Gizeh einen bislang unbekannten unterirdischen Tunnel als Teil des einstigen Aufwegs zur sogenannten Großen Pyramide entdeckt. Da die meisten anderen Pyramiden Aufgangswege aufweisen, die sie mit den sogenannten Taltempeln verbanden, hatten Archäologen vergeblich schon seit Jahrzehnten diesen kaiartigen Weg- und Tunnelanlage gesucht. Mittlerweile hat auch die ägyptische Altertumsverwaltung die Entdeckung bestätigt.
© Saint Anselm College
Künstlerische Rekonstruktion der Pyramidenanlage von Gizeh mitsamt den Aufwegen, die die Pyramiden mit den sogenannten Taltempeln verbanden.
Kairo (Ägypten) - Wie die arabische Nachrichtenseite "Ahram.org" berichtet, stieß der namentlich nur als "Nagy" ausgewiesene Mann in 33 Fuß (rund 10 Metern) Tiefe auf den mit Steinblöcken eingefassten Gang. Demnach sollen mittlerweile auch Archäologen der ägyptische Altertumsverwaltung den Tunnel begutachtet und bestätigt haben, dass es sich dabei um den lange gesuchten legendären Aufgangsweg zur auch als Große Pyramide bezeichneten Cheopspyramide handelt.
© Berthold Werner (GDFL/CC by 3.0)
Blick entlang des heute noch gut erhaltenen Aufwegs zur Unas-Pyramide in Sakkara.
Sherlock

Pseudowissenschaftler sind empört: Wissenschafts-Konferenz über Flugzeuge und Raumschiffe im alten Indien

Der derzeit noch bis zum 7. Januar stattfindende 102. Indian Science Congress (ISC 2015) gehört nicht nur landesweit sondern auch international zu den großen naturwissenschaftlichen Kongressen. In diesem Jahr sorgte jedoch ein Vortrag über die in den altindischen Veden zahlreich beschriebenen Vimanas schon vorab für hitzige Kontroversen. Glaubt man den vedischen Mythen, so dienten die Vimanas den altindischen Göttern und Helden nicht nur als Flugzeuge sondern auch als Raumschiffe. Teilnehmende Skeptiker versuchten vorab mittels einer Petition sogar die Veranstaltung aus dem Programm des Kongresses zu verbannen.
© gemeinfrei
Historisches Relief mit Vimana-Darstellung.
Mumbai (Indien) - Während Kritiker die die Vimana-Schilderungen als pure Fantasie abtun und auf Untersuchungen verweisen, wonach die beschriebenen Vehikel nach bekanntem Stand der Technik und Wissenschaft überhaupt nicht flug- geschweige denn raumfahrttauglich wären, halten andere die alten Beschreibungen für Fakten- und Tatsachenberichte über eine einst den indischen Göttern eigene Hochtechnologie. Letzterer Ansatz ist es denn auch, der im Vortrag mit dem Titel "Ancient Indian Aviation Technology" (Antike Indische Flugtechnologie) erläutert und diskutiert werden soll.

Wie der "Mumbai Mirror" berichtet, erklärte Vortragsredner, Captain Anand J Bodas, dass Vimanas nicht nur in der Lage waren innerhalb der (sic) auf unkonventionelle Erdatmosphäre zu fliegen, sondern auch das Sonnensystem zu durchqueren.

Der Vortrag selbst ist Teil des Symposiums mit dem Titel "Ancient Sciences Through Sanskrit" (Antike Wissenschaften im Sanskrit), in dem auch Themen wie "Die Neurowissenschaft des Yoga" und "Wissenschaftliche Prinzipien in der antiken Indischen Architektur und im Bauingenieurwesen" diskutiert wurden.

Ein Vortrag über die vermeintliche Realität von Flug- und Raumfahrttechnologie im alten Indien innerhalb eines des angesehensten naturwissenschaftlichen Kongresses des Subkontinents ruft jedoch erwartungsgemäß auch Kritiker, Skeptiker und Gegner auf den Plan.
Colosseum

Jesus ist ein Mythos: Interview mit Francesco Carotta

Bücher über Jesus füllen ganze Bibliotheken. Und in jeder gibt es eine kleine Ecke, in der die Außenseiter versammelt sind, die Werke jener Menschen, die zur Feder griffen, um „die Wahrheit“ über Jesus zu enthüllen. Dort findet sich immer verbunden mit dem Vorwurf, die Kirche unterdrücke seit 2000 Jahren diese Erkenntnisse Holger Kerstens Werk über „Jesus in Indien“ neben dem Buch der Theologin Barbara Thiering, die verkündet, dass Jesus Maria Magdalena heiratete und vier Kinder zeugte. Aus Freiburg tritt nun Francesco Carotta an, und seine These gab es noch nicht: Jesus, behauptet der in Italien geborene Autor, sei identisch mit Cäsar („War Jesus Cäsar? 2000 Jahre Anbetung einer Kopie. Goldmann, München). Pressespott („Wer war der Osterhase wirklich?“) ficht Carotta, 54, nicht an. Das Sonntagsblatt sprach mit ihm über seine Motive.

caesar, weihnachten, jesus christus
Die Tageszeitung (taz): Was haben Sie eigentlich gegen Jesus, Herr Carotta?

Francesco Carotta: Gar nichts. Ich habe nur etwas gegen die sogenannte wissenschaftliche Theologie, die Jesus komplett demontiert hat. Die Leben-Jesu-Forschung ist die Geschichte ihres Scheiterns.

taz: Das Scheitern des Versuchs, den historischen Jesus zu rekonstruieren?

Carotta: Genau. Die Forschung hat zwei unterschiedliche, gleichermaßen unbefriedigende Antworten hervorgebracht. Zum einen, dass Jesus ein Nobody gewesen sein könnte, einer von vielen anderen, der das Glück hatte, postum berühmt zu werden. Monty Pyton hat ja gezeigt, dass an Erleuchteten und Wunderheilern damals nun wirklich kein Mangel war. Die andere Antwort lautet: Jesus hat nie existiert. Er setzt sich zusammen aus Mythen und Legenden, denen man nachträglich eine historische Existenz angedichtet hat. Wir haben also die Wahl zwischen einem Nobody und einem Niemand. Dann ist allerdings nicht zu erklären, warum sich das Christentum so plötzlich mit einer solchen Wucht ausgebreitet hat.

Kommentar: Hier sind einige interessante Parallelen zwischen Jesus und Cäsar aus dem Buch von Francesco Carotta War Jesus Cäsar?:
Beide, Caesar wie Jesus, steigen im benachbarten Staat im Norden auf: in Gallia und in Galiläa.

Beide haben einen verhängnisvollen Fluß zu überqueren: den Rubicon und den Jordan. Beide treffen dort auf einen Gönner/Rivalen: Pompeius und Johannes. Und auf ihre ersten Anhänger: Antonius und Curio bzw. Petrus und Andreas.

Beide sind ständig unterwegs und kommen schließlich in die Hauptstadt, wo sie zuerst triumphieren, dann ihre Passion erleiden: Rom und Jerusalem.

Beide haben ein gutes Verhältnis zu Frauen, ein besonderes hat Caesar zu Kleopatra und Jesus zu Magdalena.

Beide haben nächtliche Begegnungen, Caesar mit Nikomedes, Jesus mit Nikodemus.

Beide sind große Redner, beide vom höchsten Adel, Nachkomme des Aeneas und Sohn Davids, und doch Selfmademen; beide haben hart zu kämpfen, und beide triumphieren: zu Pferd und auf einem Esel.

Beide ziehen das einfache Volk vor - und legen sich mit den Vornehmen an: Caesar mit dem Senat, Jesus mit dem Synedrium.

Beide sind streitbare Charaktere, aber von rühmlicher Milde: die clementia Caesaris und das Liebet-eure-Feinde.

Beide haben einen Verräter: Brutus und Judas. Und einen Mörder, der zuerst freikommt: den anderen Brutus und Barabbas. Und einen, der sich die Hände in Unschuld wäscht: Lepidus und Pilatus.

Beide werden beschuldigt, sich zu Königen gemacht zu haben: König der Römer und König der Juden.

Beide sind in roter Königstracht und tragen eine Krone auf dem Haupt: eine Lorbeer- und eine
Dornenkrone.

Beide werden umgebracht: Caesar erdolcht, Jesus zwar gekreuzigt, aber mit einer Stichwunde in der Seite. Beide am selben Jahrestag: Caesar an den Iden des März, Jesus am 15. Nisan.

Beide werden nach dem Tod zu Göttern erhoben: als Divus Iulius und als Jesus Christus.

Beide hinterlassen einen Priester ihrer selbst: Antonius und Petrus. Beide haben einen postumen Erben: den jungen Octavian, testamentarisch adoptiert, und Johannes den Jünger, am Kreuz adoptiert («Weib, das ist dein Sohn»).


Bell

Fröhliche Weihnachten - Und wer war überhaupt Jesus?

Glaube
© unbekannt
Glaube

Jesus trat als ein wahrer Sozialkritiker und Revolutionär in Erscheinung. Ein Mann, der die Korruption und die Krankheit der Welt aufdeckte, und die unrealisierten Potenziale einer neuen Lebensweise aufzeigte, wo soziale Bande auf Mitgefühl und Verständnis gründeten. Kurzum bot er jenen ein neues Leben, die danach suchten ...
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Jesus Christus war Julius Caesar - Dokumentation "Das Evangelium des Caesar"

"Eliminiere das Unmögliche. Was immer übrig bleibt, so unwahrscheinlich es auch wirkt, muß die Wahrheit sein. Aber was ist, wenn einmal NICHTS mehr übrig bleibt?"

"Immer war, was war, und es wird immer sein. Denn wenn es entstanden wäre, so mußte es vor seiner Entstehung nichts gewesen sein. Nun kann aus nichts unmöglich etwas werden."

~ Melissos von Samos 5. Jhdt v. Chr. (griechischer Philosoph)
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Seit 2000 Jahren beschäftigen sich Menschen auf der Erde mit der Frage: Wer war Jesus? Hat es ihn gegeben? Was war er für ein Mensch? Wo hat er gelebt? Was hat er gesagt? Warum gibt es so wenige historische Spuren über Jesus? Wie konnte aus einer kleinen unbedeutenden Bewegung des Urchristentums, die von Konstantin zur Staatsreligion erhobene katholische Kirche werden, so wie wir sie heute kennen? Über kaum einen anderen Menschen sind in dieser Hinsicht soviele Theorien und Bücher, Filme und Dokumentationen, Mythen und Dogmen entstanden, Kriege geführt worden. Die Fragen wurden immer wieder neu interpretiert. Neu gestellt.

Und das Verblüffende ist: je mehr man sich damit beschäftigt die Widersprüche und historischen Spuren eines Jesus auszumachen, desto weniger hat man in Händen, desto weniger kann man erklären. Es ist als ob Jesus weniger existiert hat, als vielmehr ein Mythos von ihm fabriziert wurde. Wie aus dem Nichts taucht er auf. Die Evangelisten berichten über ihn, aber alle unterschiedlich. Man sucht nach dem Urevangelium, und kann dieses doch nicht ausmachen.

Hier kommt nun eine neue Theorie von Francesco Carotta ins Spiel, (die sie bei www.carotta.de nachlesen können) die auf den 1. Blick extrem obskur anmutet und man ist versucht darüber mild zu lächeln. Wenn man sich aber auf Carottas Idee einmal einläßt, wird die Theorie klarer und sinnvoller. Carottas These: Jesus ist niemand anderes als Caesar. Die Evangelien sind die Lebensgeschichte Caesars. Die Suche nach "Q" kann eingestellt werden, denn Q ist nichts anderes als als die Vita des Julius Caesar.

Video: "Jesus Christus = Julius Caesar?" - Teil 1

Windsock

Gigantische Taifune zerstörten Flotten der Mongolen

Zweimal schlug Japan Ende des 13. Jahrhunderts übermächtige Flotten der Mongolen zurück. Die Götter seien zur Hilfe gekommen, besagt die Legende, und hätten Taifune geschickt. Jetzt zeigen Geologen: Da ist was dran.

Mongolenschlacht von 1281
© picture-alliance/ Mary Evans Picture Library
Legendäre Schlacht von 1281 (Zeichnung): Unter Kublai Khan versuchten die Mongolen, Japan zu erobern.
Hamburg - Die Mongolen hatten weite Teile Asiens erobert, ihr Reich dehnte sich Mitte des 13. Jahrhunderts von Europa bis nach China. Dann war Japan an der Reihe. Am 12. August 1281 segelte eine der größten Flotten der Weltgeschichte über die Koreastraße, 4400 Schiffe mit 140.000 Soldaten sollen in Japan gelandet sein.

40.000 Samurai und andere Kämpfer stellten sich den Invasoren entgegen. Drei Tage später waren die meisten mongolischen Krieger tot oder gefangen. Damit war nach 1274 der zweite Eroberungsversuch der Mongolen in Japan gescheitert. Wie konnte die Übermacht besiegt werden?

Der japanischen Legende zufolge hatten sich beide Male höhere Mächte auf die Seite Japans geschlagen. "Göttliche Winde", japanisch "Kamikaze", hätten die Schiffe der Angreifer versenkt. Jetzt haben Geologen Beweise für die Legende entdeckt.

Im Schlammboden des Daija-Sees nahe dem Schlachtfeld von 1281 haben Forscher Sandschichten gefunden, die während starker Stürme abgelagert wurden. Normalerweise sinken dort winzige Tonpartikel und Pflanzenreste auf den Boden; im Sommer mehr, im Winter weniger. Wie Jahresringe in einem Baumstamm bilden sie feine Schichten.

Kommentar:

Wreath

Der vergessene Weihnachtsfrieden von 1914 - Normale Leute vergaßen die Befehle ihrer psychopathischen Führung

Was kann Menschen verbinden, auch wenn sie aus ganz verschiedenen Ländern kommen? Weihnachten kann stärker sein als der Krieg. Renate Kirsch erzählt von einem kurzen Friedenswunder, an Weihnachten vor hundert Jahren.

Weihnachtsfrieden 1914
© Unbekannt
Keine vierzehn Tage mehr, dann ist das Jahr vergangen. Die vielen Erinnerungsreden, Feiern und Ausstellungen zu dem „makabren“ Jubiläum „Hundert Jahre Erster Weltkrieg“ werden verblassen und neuem Gedenken Platz machen. Im Mai 2015 werden wir an das Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert und möchten bitten und hoffen, dass aus den heutigen Konflikten weltweit keine noch größeren Kriege entstehen. Frieden ist nötig, Frieden ist möglich. Nur ein Traum? Nein. Und darum möchte ich doch noch einmal an 1914 erinnern. An das Weihnachtsfest vor hundert Jahren.

An der langen Westfront, die von der Nordsee in Belgien bis zur Schweiz reichte, hatten sich in einem grausamen Stellungskrieg deutsche Soldaten auf der einen Seite und Belgier, Franzosen und vor allem Engländer auf der anderen Seite eingegraben. Weihnachten würde der Krieg zu Ende sein, hatte man den zunächst begeisterten jungen Männern auf beiden Seiten versprochen. Das hatten wohl die meisten geglaubt, gehofft und erwartet. Kam aber anders. Krieg und das Töten gingen weiter, Tausende waren schon gefallen. Umso unglaublicher, was sich damals, am 24. Dezember 1914 zugetragen hat. Es ist bis heute aus englischen, französischen und deutschen Briefen und vielen Augenzeugenberichten zu erfahren und vielfach dokumentiert.

Stellungskrieg. Das bedeutet, in Schützengräben, im Stacheldrahtverhau, liegen sich bis zu neun Meter tief in Lehm und Schlamm eingegrabene feindliche Soldaten gegenüber. Manchmal belauern sie sich nur 200 Meter voneinander entfernt. In Flandern vorwiegend deutsche und englische Soldaten.

24. Dezember 1914. Seit gestern beginnt das Wasser in den Gräben zu gefrieren. Die erschossenen Engländer und Deutschen, seit Wochen unerreichbar zwischen den feindlichen Linien im Niemandsland, versinken nun nicht mehr im Schlamm. Raureif bedeckt sie auf eisigem Feld. Am Abend, als es dunkel wird, hat sich der Wind gelegt. Da tauchen erste brennende Kerzen in Ypern oben auf dem deutschen Schützengraben auf. Gewehr im Anschlag, vermuten englische Soldaten ein übles deutsches Täuschungsmanöver. Hatten schon böse Erfahrungen gemacht. Aber dann: Stille Nacht, heilige Nacht... singen die deutschen Männer. Silent night, das kennt man in England. Das geht so zu Herzen, da könnten sie mitsingen. Und das tun die britischen Soldaten dann auch. Die Angst schwindet und das Misstrauen. Immer mehr Kerzen werden nun entzündet. Und die ersten Mutigen steigen auf beiden Seiten heraus aus den Gräben, treffen sich zwischen den toten Kameraden und reichen sich die Hände.

Kommentar: Vor 100 Jahren haben Soldaten verschiedener Nationen an Weihnachten vergessen was sie trennt, sich ganz einfach daran erinnert was sie gemeinsam haben und dann für einige Zeit die Waffen ruhen lassen. Wie spannend die Geschichte des Weihnachtsfriedens auch ist, es ist auch eine Erinnerung was hätte passieren können, wenn es weniger Gehorsam Autoritäten gegenüber gegeben hätte und mehr organisierten Widerstand gegenüber sinnlosen Kriegen in den Familien, Schulen und Kirchen.

Leider hat sich in den letzten 100 Jahren nicht viel geändert. Im Gegenteil es ist schlimmer geworden. Die Kontrolle der Massenmedien hat stark zugenommen, unsere autoritäre Regierung reguliert unser Leben bis ins letzte Bisschen, unsere Überwachung nimmt immer mehr zu, und unsere Rechte wurden verwässert oder abgeschafft. Es ist spät etwas dagegen zu tun jedoch immer noch nicht zu spät.

Wäre heute solch ein spontaner Weihnachtsfriede noch möglich? Vielleicht - vielleicht aber auch nicht.

Family

Die genetische Herkunft der Europäer - Wir haben Ahnen aus drei Populationen

Forscher vergleichen Genome ursprünglicher Jäger und Sammler sowie früher Bauern mit denen heutiger Menschen: die Spuren der Europäer führen zu Ahnen aus drei Populationen

herkunft europäer 1
© Joanna Drath, Universität Tübingen
Schädel der ungefähr 7.000 Jahre alten Bäuerin aus Stuttgart, Deutschland. Es fehlt der untere rechte Backenzahn, aus dem die DNA gewonnen wurde.
Der Beginn der Landwirtschaft und die Domestizierung wilder Tiere, die vor rund 11.000 Jahren im Nahen Osten ihren Anfang nahmen, hatten einen enormen Einfluss auf das Leben der Menschen. Jäger und Sammler wurden vielerorts von sesshaften Bauern abgelöst. Die Populationen wuchsen und schufen so die Voraussetzungen für das Entstehen größerer Städte und komplexer Gesellschaften. Die archäologischen Nachweise legen nahe, dass sich der Übergang zur bäuerlichen Lebensweise in Mitteleuropa vor rund 7.500 Jahren vollzog, gleichzeitig mit dem Auftreten der Linienbandkeramik, der ersten jungsteinzeitlichen Kultur in Europa.

In der Forschung wird seit langem diskutiert, ob dieser Wechsel durch die Masseneinwanderung von Menschen aus dem Nahen Osten zustande kam, die innovative Technologien und domestiziertes Vieh mit nach Europa brachten, oder ob die neuen Kulturtechniken von benachbarten Populationen übernommen wurden. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Tübingen und der Harvard Medical School verfolgte nun anhand prähistorischer und moderner Genome, welchen genetischen Einflüssen die eingeborenen europäischen Jäger und Sammler ausgesetzt waren. Sie stießen auf drei Ahnengruppen, die bis heute am Genmix der Europäer beteiligt sind.

Kommentar:

Book

Zwischen den Zeilen gelesen: Verborgener mittelalterlicher Text beschreibt Babarenangriff im 3. Jahrhundert

Wissenschaftler aus Bern und Wien haben auf einem mittelalterlichen Pergament einen nahezu unsichtbaren Text entdeckt und entziffert. Die vor 1000 Jahren niedergeschriebenen Zeilen gehören vermutlich zum verschollen geglaubten Werk eines antiken Historikers und bringen Licht in eine wenig bekannte Epoche des römischen Reiches.

mittelalterliche Handschrift: Einfälle der Goten in römisches Reich / Balkan
© spectral imaging by EMEL, processed image by david kelbe. © project fwf p24523-g19
Auf dem mittelalterlichen Pergament kam wieder der Ursprungstext zum Vorschein.
Mitte des 3. Jahrhunderts geriet das mächtige Römische Reich ins Wanken: «Barbaren» gelangen erstmals Angriffe auf das Kernland; im Jahr 251 wurde gar der römische Kaiser Decius auf dem Schlachtfeld getötet. Dem klassischen Philologen Gunther Martin von der Universität Bern und seiner Wiener Kollegin Jana Grusková ist es nun gelungen, einen nahezu unsichtbaren Text aus jenen Tagen zu entziffern. Er verbarg sich auf einer mittelalterlichen Handschrift und schildert Einfälle der Goten in den einst zum römischen Reich gehörenden Balkan.
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