Verborgene Geschichte
Karte


Blue Planet

Warum die Natur Massensterben braucht

I
Dinosaurier Skelett
© AFP, AFP
In Argentinien wurden die Reste von kurzhalsigen Dinosauriern entdeckt.
Insgesamt fünfmal wurde das Leben auf der Erde beinahe komplett ausgerottet. Solche Massensterben sind von der Natur durchaus erwünscht: Sie machen den Weg für neue Arten frei. Ohne diese Katastrophen hätte sich wohl auch der Mensch nicht zu dem entwickeln können, was er ist.

Das Ende der Dinosaurier ruft heute noch bei vielen Menschen Mitleid hervor: Buchstäblich aus heiterem Himmel starben die "schrecklichen Echsen", die Jahrmillionen lang die Erde beherrscht hatten, aus.

Doch die Dinosaurier stehen mit diesem Schicksal bei weitem nicht allein da: Gleich fünfmal hat es in der Geschichte des Lebens auf der Erde solche Massensterben gegeben.

Kommentar: Sind dieses Mal die Menschen dran? Machen Sie sich in unserer Kategorie Erdveränderungen selbst ein Bild!

Black Cat

Kampf gegen den Hexenwahn: Friedrich Spee

Friedrich Spee
© CC BY-SA 3.0
Friedrich Spee
Was haben die Kirchenlieder "O Heiland, reiß die Himmel auf" und "Zu Betlehem geboren" mit Hexenverbrennung zu tun? Vor 400 Jahren lebte ein Jesuit namens Friedrich Spee, der einerseits ein bedeutender Dichter war, aber auch mit aller Kraft gegen den Wahn der Hexenverfolgung kämpfte. Am 25. Februar 1591 wurde Friedrich Spee geboren.

Es ist eine dunkle Zeit, in der ein geschriebenes Werk eines Dominikanermönchs für Angst und Schrecken sorgt. In der Karwoche des Jahres 1484 veröffentlichte Heinrich Kramer den so genannten "Hexenhammer", nachdem der Bischof von Brixen den fanatischen Ordensmann als "ganz kindisch", ja als "verrückt" bezeichnet und ihn der Diözese verwiesen hatte.

Kommentar: Dieser Artikel bestätigt Laura Knight-Jadczyks Arbeit über Hexen, Kometen und planetare Kataklysmen

Fish

20 Millionen Jahre alte Fische in Frankfurt entdeckt

fisch fossil
© dpa
Ein besonderer Fund, aber keine Sensation: 20 Millionen Jahre alte, gut erhaltene Wolfsbarsche wurden in einer Baugrube am Frankfurter Opernplatz gefunden.
Die Chefin des Frankfurter Denkmalamtes jubelt: Gut erhaltene Fossilien kamen in einer Baugrube am Opernplatz ans Tageslicht. Vor Millionen Jahren schwammen dort noch subtropische Fische.

Die Fische tummelten sich vor Millionen von Jahren im subtropischen Brackwasser nahe der Alten Oper in Frankfurt. In der Baugrube eines Luxushotels wurden dort vor kurzem etwa 20 von ihnen entdeckt. "Für uns ist das der Knaller", sagt die Leiterin des Frankfurter Denkmalamtes, Andrea Hampel. Die in grauen Tonschichten konservierten Fossilien haben ganz verschiedene Größen und sind bis zu 30, 40 Zentimeter lang. "Sie sind hervorragend erhalten. Das ist etwas ganz Besonderes."
Pyramid

Zur Eiszeit: Mammuts kauten massenhaft Kräuter

Während der Eiszeit wuchs in den Kältesteppen bei Weitem nicht nur Gras - wie bisherige Analysen nahe legen. Neue Untersuchungen zeigen, dass Kräuter weit verbreitet waren, möglicherweise sogar dominierten.
© dpa/Mauricio Anton
Da fehlt doch was. Diese Darstellung einer Eiszeitlandschaft trifft die Realität wohl nicht genau. Offenbar waren Kräuter wesentlich weiter verbreitet als bisher angenommen.
Zottelige Mammuts mit gewaltigen Stoßzähnen und massige Wollnashörner kauen büschelweise Gras, im Hintergrund sind vielleicht noch gewaltige Gletscher zu erkennen - so sieht das herkömmliche Bild von Mitteleuropa, Asien und Amerika vor 25 000 Jahren aus. Doch es ist nicht ganz richtig. Offensichtlich wuchsen auf den Grassteppen zwischen dem Harz, Sibirien und Alaska deutlich mehr Kräuter als bisher vermutet. Das schließen Forscher aus Analysen des Erbguts von Pflanzen, die seither im Dauerfrostboden konserviert waren.

Eske Willerslev von der Universität Kopenhagen und Kollegen liefern in ihrem Artikel, der im Fachblatt Nature erschienen ist, auch gleich eine Erklärung, warum die Kräuter „übersehen“ wurden.
Smoking

Die Anti-Nikotin Hysterie startete in den 1950er Jahren

Vor 50 Jahren belegte die US-Gesundheitsbehörde, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht. Die Erkenntnis sorgte unter Zürcher Rauchern für einen Schock - der liess allerdings bald wieder nach.

Rauchen schadet der Gesundheit. Diese Erkenntnis war Mitte der 60er-Jahre erst ansatzweise bekannt. Es existierten zwar wissenschaftliche Studien, doch die breite Öffentlichkeit wusste nichts über die Gefährlichkeit des blauen Dunstes. Otto Brändli, ehemaliger Präsident der Lungenliga, war damals Medizinstudent: «Ich habe zu dieser Zeit geraucht wie viele andere auch. Über die Risiken war uns nichts bekannt.»

Anfang 1964 liess die US-Gesundheitsbehörde eine Bombe platzen. Der Bundesarzt Luther L. Terry wies in einem Bericht nach, dass Raucher zehnmal häufiger an Lungenkrebs sterben als Nichtraucher. Auf 387 Seiten legte der Wissenschafter dar, dass Raucher doppelt so häufig von tödlichen Herzkrankheiten betroffen sind als Nichtraucher.


Kommentar:

Studie: Nikotin alleine macht nicht süchtig, es sind andere Tabakstoffe
Nikotin stoppt Chemotherapie
Nikotin stärkt Nervenverbindungen bis zu 200 Prozent
Nikotin ist nützlich
Nikotin verlangsamt Demenz
Nikotin kurbelt Omas Gedächtnis an
Studie: Nikotin statt Gehirnjogging - Neues aus der Forschung zur Demenz-Vorsorge
Nikotin schützt das Gehirn vor Parkinson
Nikotin vergrößert “Arbeitsspeicher”
Gehirnzellen funktionieren anders als bisher vermutet: Nikotin hilft, Kreativität zu entfachen
Stadtvögel nutzen Zigarettenstummel um Parasiten abzuwehren
Nikotin - Das Zombie-Gegenmittel
Jenseits der Propaganda: Nikotin und Rauchen - Ein erster Blick hinter den Schleier
Nikotin positiv fürs Gehirn, steigert Aufmerksamkeit
Studie: Rauchen hat positive Auswirkung auf den Verlauf von Morbus Crohn
Verwirrung um E-Zigaretten
E-Zigaretten: EU-Kommission plant Verfassungsbruch
Raucherin wird 100 Jahre alt: eine halbe Million Zigaretten geraucht
Bei Rauchstopp verändert sich Darmflora
"Stasi-Methoden" gegen Raucher
Anti-Raucher Hysterie wird lächerlich: Sogar "Dritthandrauch" (wenn der Freund eines Freundes raucht) soll jetzt Krebs verursachen

Footprints

Älteste menschliche Fußabdrücke Europas gefunden: 800.000 Jahre alt

Die ältesten menschlichen Fußabdrücke außerhalb Afrikas haben britische Forscher an der englischen Ostküste vor Happisburgh in Norfolk gefunden. Es sind zugleich die ältesten archäologischen Beweise für Menschen überhaupt in Nordeuropa.

© Ashton N, Lewis SG, De Groote I, Duffy SM, Bates M, et al.
Nahaufnahme von einigen der Abdrücke nahe Happisburgh.
London (England) - Wie die Forscher um Dr. Simon Lewis von der Londoner Queen Mary's School of Geography und Kollegen des British Museum und des Natural History Museum aktuell im Fachjournal PLoS One berichten, haben wahrscheinlich fünf Menschen - Erwachsene und Kinder - vor rund 800.000 Jahren ihre Fußabdrücke im Schlamm einer urzeitlichen Flussmündung vor dem heutigen Happisburgh in Norfolk hinterlassen.

Kommentar: Klaus Dona: Prähistorische Artefakte die es nicht geben dürfte und die Neuschreibung der Menschheitsgeschichte

Map

4000 Jahre alte Siedlungen in Ecuador entdeckt

Artefakte
© Flickr/Miro Ramarun/CC2.0
Im Nordwesten der Hauptstadt Ecuadors wurden Hinterlassenschaften von uralten Siedlungen entdeckt
Unter Ecuadors Hauptstadt haben Archäologen die Spuren von Siedlungen entdeckt, die mehr als 4000 Jahre alt sind. Damals suchten sich die Bewohner eine andere Bleibe, weil ein Vulkan ihren Ort verdeckte.

In Quito sind Überreste von mehr als 4000 Jahre alten Siedlungen entdeckt worden. Die Objekte und architektonischen Strukturen seien im Park Rumipamba im Nordwesten der ecuadorianischen Hauptstadt ausgegraben worden, zitierte die Nachrichtenagentur Andes den Archäologen Ángelo Constantine. Eine Untersuchung habe ein Alter der Siedlungen von 4200 Jahren ergeben.
Magnify

DNA-Analyse der Langschädel deutet auf unbekannte Spezies

Langschädeln
© Brien Foerster
Einer von mehr als 300 auf Paracas gefundenen Langschädeln
Das weltweit verbreitete Phänomen der sogenannten Langschädel stellt Laien aber auch Experten schon seit langem und immer wieder vor neue Rätsel. Während bekannt ist, dass die große Mehrheit dieser ungewöhnlichen Schädelformen durch das Schienen und Abbinden schon im frühesten Kindesalter herbeigeführt wurden, sehen einige Forscher in einigen besonderen Exemplaren dieser Schädel Belege dafür, dass es sich hier um ein wie auch immer geartetes "natürliches" Merkmal handelt. Nicht zuletzt liegen auch heute noch Ursprung, Sinn und Zweck der ungewöhnlichen Tradition im Dunkeln. Der studierte Biologe und alternative Forscher Brien Foerster hat nun einige seiner Meinung nach besonders ungewöhnlichen Langschädel aus Peru einer DNA-Analyse unterziehen lassen. Nach ersten Kurzmeldungen hat Foerster gegenüber unserer Redaktion (grenzwissenschaft-aktuell.de) nun exklusiv erste Details ausführlicher erläutert.

Saarbrücken - GreWi-Hrsg. Andreas Müller: Herr Foerster, vorab vielen Dank, dass Sie uns mehr über die ersten Untersuchungsergebnisse an den Langschädeln aus Paracas berichten wollen. Würden Sie uns vorab jedoch einen kleinen Überblick über die Hintergründe und Besonderheiten dieser Schädel geben?
Info

Antike Hirnchirurgen: Wari-Kultur in Peru führte schon vor 1000 Jahren operative Schädelöffnungen durch

Vor mehr als 1.000 Jahren gab es im südamerikanischen Land Peru offensichtlich eine große Entwicklung bei der Schädel-Trepanation.

Antike Hirnoperationen
© ucsb
Gefundene Schädel weisen Anzeichen eines operativen Verfahrens auf.
Mehrere gefundene Schädel weisen Anzeichen eines operativen Verfahrens auf, mit denen Eingriffe im Schädelinnern vorgenommen wurden. Durch die Senkung des Schädelinnendrucks sollten wahrscheinlich Verletzungen und Krankheiten behandelt werden, die während bewaffneten Konflikten entstanden.
Sherlock

Neandertaler-Gen entschlüsselt: Hochwertiges Neandertaler-Genom gibt detaillierte Einblicke in die gemeinsame Geschichte unserer Vorfahren

Einem internationalen Forscherteam ist es erstmals gelungen, das Genom einer Neandertalerfrau in sehr hoher Qualität zu entziffern. Die Gensequenz gibt den Forschern damit erstmals detaillierte Einblicke in die Verwandtschaftsverhältnisse und Populationsgeschichte der Neandertaler und anderer bereits ausgestorbener Menschengruppen. "Die Ergebnisse zeigen, dass ein Genfluss zwischen diesen Gruppen durchaus üblich war, wenn auch in kleinem Umfang." Zusätzlich präsentieren die Forscher eine endgültige Liste von DNA-Sequenzänderungen, die alle heute lebenden Menschen von unseren nächsten ausgestorbenen Verwandten unterscheiden.

© Frank Vinken, mpg.de
Svante Pääbo mit Neandertalerschädel.
Leipzig (Deutschland) - Schon 2006 initiierte Svante Pääbo, Direktor des Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig ein Projekt, das die Sequenzierung des Neandertaler-Genoms zum Ziel hatte. Im Rahmen dieses Projekts veröffentlichte er im Jahre 2010 eine vorläufige Version des Neandertaler-Genoms, die zeigte, dass die Neandertaler Gene an alle heute außerhalb Afrikas lebenden Menschen weitergegeben hatten. Neandertaler und moderner Mensch - so zeigte schon das damalige Ergebnis - hatten sich also erfolgreich vermischt (...wir berichteten).
Top