Verborgene Geschichte
Karte


Fireball 4

Hinter dem "Schwarzen Tod" könnte Ebola stecken - Oder eine kosmische Verbindung

Der "Schwarze Tod", der im Mittelalter die europäische Bevölkerung stark dezimierte, ist womöglich gar nicht auf die Pest zurückzuführen. Britische Forscher haben ein Ebola-ähnliches Fieber im Visier.

pest, schwarzer tod
"Die Geschichtsbücher liegen falsch", behauptet Christopher Duncan in der britischen Zeitung The Independent. Duncan und seine Kollegin Susan Scott von der University of Liverpool haben die Verbreitung der Epidemie im 14. Jahrhundert untersucht. Basierend auf diesen Daten kommen die beiden Spezialisten für Infektionskrankheiten zu dem Schluss, dass es sich nicht um eine bakterielle, sondern um eine Virus-Infektion handelte.

Die Beulenpest wird von Bakterien ausgelöst, die durch Bisse von Rattenflöhen übertragen werden können. Unter dem Begriff "Schwarzer Tod" beschrieben Forscher bislang eine Pest-Epidemie, die zwischen 1347 und 1352 in Europa wütete.

Kommentar: Sott.net vermutet seit vielen Jahren und auf der Forschung von Mike Baillie basierend, dass es eine kosmische Verbindung gibt:
  1. Himmelskörper löschten zur Zeit der Pest den Großteil der Bevölkerung aus und
  2. Himmelskörper haben generell Krankheiten auf die Erde gebracht, gegen die die Menschen keine Immunität besitzen
Dies ist besonders interessant in Bezug auf den momentanen Ebola-Ausbruch in Guinea. Lesen Sie dazu besonders die folgenden Artikel:

Black Magic

Inquisition - ein Wort, das bis heute nachhallt

witch19

Die Inquisition folterte erbarmungslos tausende unschuldige Menschen.
Die Inquisition sollte Glaubensabtrünnige verfolgen und der reinen Wahrheit der römischen Kirche dienen. Doch dieses Wort hat einen faden Beigeschmack.

Die Inquisition ist eines der dunkelsten Kapitel der römischen Kirche - bis heute. Das frühe Christentum vertrat als Offenbarungsreligion einen universellen Wahrheits- und Exklusivitätsanspruch und war als Staatsreligion des Römischen Reiches in staatliche Gefüge gebettet. Mit der Entstehung der päpstlichen Inquisition Anfang des 13. Jahrhunderts ging sie zunächst nur gegen Häretiker = Glaubensabtrünnige, Irrlehre, Ketzer vor.

Im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit weitete die Inquisition ihren Machtbereich aus und ging auch gegen andere Verbrechen vor, sofern diese den Glauben berührten. Dazu zählten Hexerei, Magie, Gotteslästerung, Sittlichkeitsverbrechen. Mit der päpstlichen Inquisition wurde die Folter eingeführt. Vor allem in der Frühen Neuzeit, ab dem 16. Jahrhundert, kam sie verstärkt zum Einsatz. Die Folter sollte dem verstockten Missetäter ein Geständnis abringen.
Footprints

Beulenpest-Opfer aus dem 14. Jahrhundert "zufällig" in London ausgegraben

Gräber der Opfer des „Schwarzen Todes“, die Mitte des 14. Jahrhunderts gestorben waren, sind in London beim Bau der Schnelleisbahn Crossrail entdeckt worden.
Black Death

Mittelalterliche Malerei, datiert 1456 n. Chr., die die Passage des Kometen Halley aufzeichnet, zusammen mit dem Auftreten des Schwarzen Todes.
Die Arbeiter fanden mindestens vier erhalten gebliebene Skelette im Zentrum der britischen Hauptstadt.

Kommentar: Das ist ein interessantes Timing: Opfer der Beulenpest aus dem 14. Jahrhundert werden entdeckt, während es derzeit zu mehreren Ebola-Fällen gekommen ist, während wahrscheinlich Ebola-artige Viren die Verursacher des Schwarzen Todes gewesen sein könnten.

Neue Aspekte zum Schwarzen Tod: Die virale und kosmische Verbindung

Phoenix

Alte Gemälde erzählen von Vulkanausbrüchen

Gemälde «Dido erbaut Karthago»  William Turner
© PD
Das Gemälde « Dido erbaut Karthago » des britischen Malers William Turner soll durch den Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora im April 1815 beeinflusst worden sein.
Warum wechselten frühe Landschaftsmaler innerhalb weniger Jahre von blassen zu prallen Farben? Die Analyse zeigt: Die Künstler dokumentierten Luftverschmutzungen.

Griechische Forscher unterzogen hunderte Werke aus der Zeit zwischen 1500 und 2000 einer genauen Farbanalyse, wie sie am Dienstag in der Fachzeitschrift Atmospheric Chemistry and Physics schrieben.

«Wir haben herausgefunden, dass die Proportion von Rot- und von Grüntönen in dem von grossen Meistern gemalten Abendlicht in Zusammenhang steht mit der Menge von vulkanischen Aerosolen in der Atmosphäre», erklärte Studienleiter Christos Zerefos.
Bad Guys

Angeblich 3200 Jahre altes Skelett mit Krebs-Metastasen gefunden

London. Krebs ist heutzutage eine der häufigsten Todesursachen, doch in archäologischen Funden ist er bislang äußerst selten nachzuweisen. Ein mehr als 3000 Jahres altes Skelett, das mit Krebs-Metastasen übersät ist, könnte nun einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Krankheitsgeschichte leisten.
schädel, skelett
© Getty Images
Archäologen haben im Sudan ein mehr als 3200 Jahre altes, von Krebs-Metastasen befallenes männliches Skelett entdeckt. Es ist das älteste bislang gefundene Skelett, in dem sich Spuren der Krankheit fanden, wie eine am Montag in der US-Fachzeitschrift PLOS One veröffentlichten Studie angibt.

Die Überreste des mit 25 bis 35 Jahren verstorbenen Mannes waren vor einem Jahr in einem Grab am Nil von der österreichischen Forscherin Michaela Binder ausgegraben worden.
Map

Santorini: Baumringe stützen Zeitpunkt des Vulkanausbruchs

Seit den 1980er Jahren weisen einige Forschungsarbeiten darauf hin, dass der griechische Vulkan Santorini nicht wie bisher angenommen im 16., sondern möglicherweise bereits im 17. Jahrhundert vor Christus ausgebrochen sein könnte. Würde sich diese Datierung erhärten, müsste die kulturgeschichtliche Entwicklung für den östlichen Mittelmeerraum neu geschrieben werden. Den jüngsten Anlass, den Zeitpunkt des Vulkanausbruches vorzudatieren, gab eine Studie aus Dänemark, die mit der Radiokarbonmethode (14C-Datierung) Olivenholz aus der Epoche des Vulkanausbruchs untersuchte.

Diese Methode kann allerdings keine zuverlässigen Resultate liefern, wie ein internationales Forscherteam um Paolo Cherubini von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in der Fachzeitschrift Antiquity nachweist. Die Wissenschaftler zeigen, dass die 14C-Datierung einzelner, von Vulkanasche eingeschlossener Olivenholzstücke zu unsicher ist, um jahresgenau zu datieren.
Blue Planet

Warum die Natur Massensterben braucht

I
Dinosaurier Skelett
© AFP, AFP
In Argentinien wurden die Reste von kurzhalsigen Dinosauriern entdeckt.
Insgesamt fünfmal wurde das Leben auf der Erde beinahe komplett ausgerottet. Solche Massensterben sind von der Natur durchaus erwünscht: Sie machen den Weg für neue Arten frei. Ohne diese Katastrophen hätte sich wohl auch der Mensch nicht zu dem entwickeln können, was er ist.

Das Ende der Dinosaurier ruft heute noch bei vielen Menschen Mitleid hervor: Buchstäblich aus heiterem Himmel starben die "schrecklichen Echsen", die Jahrmillionen lang die Erde beherrscht hatten, aus.

Doch die Dinosaurier stehen mit diesem Schicksal bei weitem nicht allein da: Gleich fünfmal hat es in der Geschichte des Lebens auf der Erde solche Massensterben gegeben.

Kommentar: Sind dieses Mal die Menschen dran? Machen Sie sich in unserer Kategorie Erdveränderungen selbst ein Bild!

Black Cat

Kampf gegen den Hexenwahn: Friedrich Spee

Friedrich Spee
© CC BY-SA 3.0
Friedrich Spee
Was haben die Kirchenlieder "O Heiland, reiß die Himmel auf" und "Zu Betlehem geboren" mit Hexenverbrennung zu tun? Vor 400 Jahren lebte ein Jesuit namens Friedrich Spee, der einerseits ein bedeutender Dichter war, aber auch mit aller Kraft gegen den Wahn der Hexenverfolgung kämpfte. Am 25. Februar 1591 wurde Friedrich Spee geboren.

Es ist eine dunkle Zeit, in der ein geschriebenes Werk eines Dominikanermönchs für Angst und Schrecken sorgt. In der Karwoche des Jahres 1484 veröffentlichte Heinrich Kramer den so genannten "Hexenhammer", nachdem der Bischof von Brixen den fanatischen Ordensmann als "ganz kindisch", ja als "verrückt" bezeichnet und ihn der Diözese verwiesen hatte.

Kommentar: Dieser Artikel bestätigt Laura Knight-Jadczyks Arbeit über Hexen, Kometen und planetare Kataklysmen

Fish

20 Millionen Jahre alte Fische in Frankfurt entdeckt

fisch fossil
© dpa
Ein besonderer Fund, aber keine Sensation: 20 Millionen Jahre alte, gut erhaltene Wolfsbarsche wurden in einer Baugrube am Frankfurter Opernplatz gefunden.
Die Chefin des Frankfurter Denkmalamtes jubelt: Gut erhaltene Fossilien kamen in einer Baugrube am Opernplatz ans Tageslicht. Vor Millionen Jahren schwammen dort noch subtropische Fische.

Die Fische tummelten sich vor Millionen von Jahren im subtropischen Brackwasser nahe der Alten Oper in Frankfurt. In der Baugrube eines Luxushotels wurden dort vor kurzem etwa 20 von ihnen entdeckt. "Für uns ist das der Knaller", sagt die Leiterin des Frankfurter Denkmalamtes, Andrea Hampel. Die in grauen Tonschichten konservierten Fossilien haben ganz verschiedene Größen und sind bis zu 30, 40 Zentimeter lang. "Sie sind hervorragend erhalten. Das ist etwas ganz Besonderes."
Pyramid

Zur Eiszeit: Mammuts kauten massenhaft Kräuter

Während der Eiszeit wuchs in den Kältesteppen bei Weitem nicht nur Gras - wie bisherige Analysen nahe legen. Neue Untersuchungen zeigen, dass Kräuter weit verbreitet waren, möglicherweise sogar dominierten.
© dpa/Mauricio Anton
Da fehlt doch was. Diese Darstellung einer Eiszeitlandschaft trifft die Realität wohl nicht genau. Offenbar waren Kräuter wesentlich weiter verbreitet als bisher angenommen.
Zottelige Mammuts mit gewaltigen Stoßzähnen und massige Wollnashörner kauen büschelweise Gras, im Hintergrund sind vielleicht noch gewaltige Gletscher zu erkennen - so sieht das herkömmliche Bild von Mitteleuropa, Asien und Amerika vor 25 000 Jahren aus. Doch es ist nicht ganz richtig. Offensichtlich wuchsen auf den Grassteppen zwischen dem Harz, Sibirien und Alaska deutlich mehr Kräuter als bisher vermutet. Das schließen Forscher aus Analysen des Erbguts von Pflanzen, die seither im Dauerfrostboden konserviert waren.

Eske Willerslev von der Universität Kopenhagen und Kollegen liefern in ihrem Artikel, der im Fachblatt Nature erschienen ist, auch gleich eine Erklärung, warum die Kräuter „übersehen“ wurden.
Top