Verborgene Geschichte
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Comet 2

Komet löste vor rund 13.000 Jahren Klimawandel aus

© Hatje Cantz Verlag, Olaf Otto Becker
Eiszeit
Vor rund 13.000 Jahren erlebte die Erde einen dramatischen Klimawandel, der weitreichende Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt hatte. Wissenschaftler sind jetzt zu der Erkenntnis gelangt, dass der damalige plötzliche Übergang zu einem kühleren und trockeneren Klima mutmaßlich durch den Einschlag eines Asteroiden oder Kometen ausgelöst worden sei, wie das US-Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences in seiner neuen Ausgabe berichtet.

Der Himmelskörper soll demnach im Gebiet der heutigen kanadischen Provinz Quebec eingeschlagen sein. Der abrupte Wandel des Erdklimas vor rund 13.000 Jahren ist seit langem bekannt, über seine Ursachen wurde in der Forschung gestritten. Als Folge des plötzlichen Temperaturabfalls und der Trockenheit starben weltweit viele große Landtiere aus, in Nordamerika unter anderem das Riesenfaultier, das Mastodon, das Kamel und der Säbelzahntiger.

Kommentar: Dieser Artikel bestätigt Laura Knight-Jadczyk's Nachforschungen in der "Kometen und Katastrophen" Serie. Sie schreibt:
Eine der Haupttatsachen, der Paläontologen, Geologen und Archäologen ins Gesicht schauen mussten, ist die unglaubliche Zahl von gefrorenen Kadavern in Kanada und Alaska im Westen, und in Nordrussland und Sibirien im Osten, die alle auf etwa 12.000 Jahre geschätzt werden. Das legt natürlich nahe, dass sich etwas Schreckliches auf diesem Planeten ereignete, und dass die Auswirkungen auf der nördlichen Hemisphäre schlimmer waren als auf der südlichen Hemisphäre.


Bacon n Eggs

Frühmenschen: Fleischkonsum führte zu größerem Gehirn, kleineren Zähnen

Totenkopf Schädel
© AFP
Spanische Forscher sind auf ein Rätsel in der Entwicklung früher Menschen gestoßen: Je mehr das menschliche Gehirn an Größe gewann, desto kleiner wurden seine Zähne - eine "evolutionäre Paradoxie". Denn eigentlich müsste das Gebiss mitwachsen.

Haarlosigkeit, permanent aufrechter Gang, Sprachfähigkeit - der Liste der Dinge, die uns von anderen Primaten unterscheiden, können wir einen weiteren Eintrag hinzufügen: Der Mensch ist der einzige Primat, dessen Backenzähne immer kleiner wurden, während sein Gehirn an Größe zunahm.

Tatsächlich verschoben sich im Laufe der Entwicklung der Gattung Homo die Proportionen des menschlichen Schädels zwischen Hirnschädel und Gesichtsschädel sowie Kiefer. Während Ersterer immer weiter "anschwoll", um das wachsende Volumen des Gehirns zu beherbergen, geriet der Rest zunehmend "zierlicher".
Bell

Ratten und Flöhe sind nicht verantwortlich für Pest-Übertragung: Übertragung durch Luft

Engländer hatten es schwer im 14. Jahrhundert: Erst plagte sie eine große Hungersnot, dann fielen mehr als die Hälfte der Einwohner Londons der Pest zum Opfer. Skelette aus der Zeit des Schreckens zeigen, was geschah.
totenschädel
© Crossrail AG
Als die Pest London erreichte, wussten die Obersten der Stadt längst, dass der Schwarze Tod auf sie zukam. Er hatte sich zunächst auf dem Kontinent in den Hafenstädten Marseille und Venedig gezeigt. Dann fraß die Seuche sich langsam ins Landesinnere vor. Southampton meldete als erste Stadt Englands ebenfalls Pesttote. Als die Todesfälle immer näher rückten, kauften die Londoner Land vor den Toren der Stadt: Einen Gottesacker, der die Zehntausenden aufnehmen sollte, die in den kommenden Jahren sterben würden.

"Die historischen Berichte zeigen, dass der Ankunft der Pest in London ein erheblicher Planungsaufwand vorausging", erklärt Grabungsleiter Jay Carver. "Es gab zwei Notfriedhöfe, die für geplante und geordnete christliche Begräbnisse bereitgehalten wurden." Die Lage des ersten Friedhofs ist bereits seit den achtziger Jahren bekannt. Auf den zweiten dieser Friedhöfe stießen die Archäologen nun bei Bauarbeiten zu einem Bahntunnel unter dem Charterhouse Square im Londoner Stadtteil Farringdon.

Kommentar: Leider lässt der Artikel wichtige Details aus. Zum Beispiel erwähnte der Observer, dass die Pest nicht über Ratten und Flöhe übertragen wurde, wie bisher immer angenommen, sondern über die Luft. Ein anderes wichtiges ausgelassenes Detail ist, dass ein Großteil der gesamten Bevölkerung in Europa fast zeitgleich dezimiert wurde und die Pest auftrat, was auf Himmelskörper-Aktivitäten schließen lässt. Lesen Sie dazu die folgenden Artikel:

Bizarro Earth

Mikroben-Apokalypse: Der eigentliche Grund für das Perm-Massenaussterben vor 250 Millionen Jahren?

Vor 250 Millionen Jahren starben plötzlich 90 Prozent aller Arten aus. Bislang galten Vulkanausbrüche als Ursache des Massensterbens. Nun haben Forscher eine neue Vermutung.
Wenn mit einem Mal etwa 90 Prozent aller lebenden Arten von der Erde verschwinden, muss schon etwas Außergewöhnliches passiert sein. Nur was? Im Fall des Massenaussterbens am Ende des Perms vor 252 Millionen Jahren ist das noch immer unklar. Womöglich aber spielten Mikroorganismen die entscheidende Rolle, vermuten nun Forscher um den Geophysiker Daniel Rothmann vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (PNAS, online). Sie halten es für wahrscheinlich, dass sich Methan-produzierende, im Meer lebende Archaeen plötzlich stark vermehrt haben. Dadurch stieg die Methan-Konzentration erheblich an. Dies wiederum wirkte sich auf das Klima und die chemischen Abläufe in den Ozeanen aus: Für die meisten Arten wurde es zu warm und das Meerwasser zu sauer.

Fireball 4

Hinter dem "Schwarzen Tod" könnte Ebola stecken - Oder eine kosmische Verbindung

Der "Schwarze Tod", der im Mittelalter die europäische Bevölkerung stark dezimierte, ist womöglich gar nicht auf die Pest zurückzuführen. Britische Forscher haben ein Ebola-ähnliches Fieber im Visier.

pest, schwarzer tod
"Die Geschichtsbücher liegen falsch", behauptet Christopher Duncan in der britischen Zeitung The Independent. Duncan und seine Kollegin Susan Scott von der University of Liverpool haben die Verbreitung der Epidemie im 14. Jahrhundert untersucht. Basierend auf diesen Daten kommen die beiden Spezialisten für Infektionskrankheiten zu dem Schluss, dass es sich nicht um eine bakterielle, sondern um eine Virus-Infektion handelte.

Die Beulenpest wird von Bakterien ausgelöst, die durch Bisse von Rattenflöhen übertragen werden können. Unter dem Begriff "Schwarzer Tod" beschrieben Forscher bislang eine Pest-Epidemie, die zwischen 1347 und 1352 in Europa wütete.

Kommentar: Sott.net vermutet seit vielen Jahren und auf der Forschung von Mike Baillie basierend, dass es eine kosmische Verbindung gibt:
  1. Himmelskörper löschten zur Zeit der Pest den Großteil der Bevölkerung aus und
  2. Himmelskörper haben generell Krankheiten auf die Erde gebracht, gegen die die Menschen keine Immunität besitzen
Dies ist besonders interessant in Bezug auf den momentanen Ebola-Ausbruch in Guinea. Lesen Sie dazu besonders die folgenden Artikel:

Black Magic

Inquisition - ein Wort, das bis heute nachhallt

witch19

Die Inquisition folterte erbarmungslos tausende unschuldige Menschen.
Die Inquisition sollte Glaubensabtrünnige verfolgen und der reinen Wahrheit der römischen Kirche dienen. Doch dieses Wort hat einen faden Beigeschmack.

Die Inquisition ist eines der dunkelsten Kapitel der römischen Kirche - bis heute. Das frühe Christentum vertrat als Offenbarungsreligion einen universellen Wahrheits- und Exklusivitätsanspruch und war als Staatsreligion des Römischen Reiches in staatliche Gefüge gebettet. Mit der Entstehung der päpstlichen Inquisition Anfang des 13. Jahrhunderts ging sie zunächst nur gegen Häretiker = Glaubensabtrünnige, Irrlehre, Ketzer vor.

Im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit weitete die Inquisition ihren Machtbereich aus und ging auch gegen andere Verbrechen vor, sofern diese den Glauben berührten. Dazu zählten Hexerei, Magie, Gotteslästerung, Sittlichkeitsverbrechen. Mit der päpstlichen Inquisition wurde die Folter eingeführt. Vor allem in der Frühen Neuzeit, ab dem 16. Jahrhundert, kam sie verstärkt zum Einsatz. Die Folter sollte dem verstockten Missetäter ein Geständnis abringen.
Footprints

Beulenpest-Opfer aus dem 14. Jahrhundert "zufällig" in London ausgegraben

Gräber der Opfer des „Schwarzen Todes“, die Mitte des 14. Jahrhunderts gestorben waren, sind in London beim Bau der Schnelleisbahn Crossrail entdeckt worden.
Black Death

Mittelalterliche Malerei, datiert 1456 n. Chr., die die Passage des Kometen Halley aufzeichnet, zusammen mit dem Auftreten des Schwarzen Todes.
Die Arbeiter fanden mindestens vier erhalten gebliebene Skelette im Zentrum der britischen Hauptstadt.

Kommentar: Das ist ein interessantes Timing: Opfer der Beulenpest aus dem 14. Jahrhundert werden entdeckt, während es derzeit zu mehreren Ebola-Fällen gekommen ist, während wahrscheinlich Ebola-artige Viren die Verursacher des Schwarzen Todes gewesen sein könnten.

Neue Aspekte zum Schwarzen Tod: Die virale und kosmische Verbindung

Phoenix

Alte Gemälde erzählen von Vulkanausbrüchen

Gemälde «Dido erbaut Karthago»  William Turner
© PD
Das Gemälde « Dido erbaut Karthago » des britischen Malers William Turner soll durch den Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora im April 1815 beeinflusst worden sein.
Warum wechselten frühe Landschaftsmaler innerhalb weniger Jahre von blassen zu prallen Farben? Die Analyse zeigt: Die Künstler dokumentierten Luftverschmutzungen.

Griechische Forscher unterzogen hunderte Werke aus der Zeit zwischen 1500 und 2000 einer genauen Farbanalyse, wie sie am Dienstag in der Fachzeitschrift Atmospheric Chemistry and Physics schrieben.

«Wir haben herausgefunden, dass die Proportion von Rot- und von Grüntönen in dem von grossen Meistern gemalten Abendlicht in Zusammenhang steht mit der Menge von vulkanischen Aerosolen in der Atmosphäre», erklärte Studienleiter Christos Zerefos.
Bad Guys

Angeblich 3200 Jahre altes Skelett mit Krebs-Metastasen gefunden

London. Krebs ist heutzutage eine der häufigsten Todesursachen, doch in archäologischen Funden ist er bislang äußerst selten nachzuweisen. Ein mehr als 3000 Jahres altes Skelett, das mit Krebs-Metastasen übersät ist, könnte nun einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Krankheitsgeschichte leisten.
schädel, skelett
© Getty Images
Archäologen haben im Sudan ein mehr als 3200 Jahre altes, von Krebs-Metastasen befallenes männliches Skelett entdeckt. Es ist das älteste bislang gefundene Skelett, in dem sich Spuren der Krankheit fanden, wie eine am Montag in der US-Fachzeitschrift PLOS One veröffentlichten Studie angibt.

Die Überreste des mit 25 bis 35 Jahren verstorbenen Mannes waren vor einem Jahr in einem Grab am Nil von der österreichischen Forscherin Michaela Binder ausgegraben worden.
Map

Santorini: Baumringe stützen Zeitpunkt des Vulkanausbruchs

Seit den 1980er Jahren weisen einige Forschungsarbeiten darauf hin, dass der griechische Vulkan Santorini nicht wie bisher angenommen im 16., sondern möglicherweise bereits im 17. Jahrhundert vor Christus ausgebrochen sein könnte. Würde sich diese Datierung erhärten, müsste die kulturgeschichtliche Entwicklung für den östlichen Mittelmeerraum neu geschrieben werden. Den jüngsten Anlass, den Zeitpunkt des Vulkanausbruches vorzudatieren, gab eine Studie aus Dänemark, die mit der Radiokarbonmethode (14C-Datierung) Olivenholz aus der Epoche des Vulkanausbruchs untersuchte.

Diese Methode kann allerdings keine zuverlässigen Resultate liefern, wie ein internationales Forscherteam um Paolo Cherubini von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in der Fachzeitschrift Antiquity nachweist. Die Wissenschaftler zeigen, dass die 14C-Datierung einzelner, von Vulkanasche eingeschlossener Olivenholzstücke zu unsicher ist, um jahresgenau zu datieren.
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