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Mi, 10 Feb 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
Karte

Easter Egg

Mammutzahn bei Kaliningrad entdeckt

Ein zwei Kilogramm schwerer Mammutzahn ist in einer Sandgrube in der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad entdeckt worden. Das teilte das örtliche Weltmeer-Museum, dem der Fund übergeben wurde, am Freitag mit.
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© RIA Novosti. Bolot Bochkarev
„Andere Skelettteile wurden bisher nicht gefunden. Aber auch ein Mammutzahn ist für unsere Region ein großes Glück. Denn wir haben keinen Permafrostboden, in dem Überreste ausgestorbener Tiere gut erhalten bleiben“, sagte ein Museumsmitarbeiter.

Der Zahl ist 17 Zentimeter lang und 14 Zentimeter breit. Er lag in einer Tiefe von rund 60 Metern. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der „Besitzer“ des Zahns etwa 25 Jahre alt war.

Pumpkin

Hintergründe von Halloween sind tief im europäische Brauchtum verwurzelt

Zuerst hauptsächlich in den USA und Kanada gefeiert, hat sich vor allem die kommerzialisierte Form des Halloween-Festes in der Nacht des 31. Oktober in den vergangenen Jahren auch in Europa und Deutschland etabliert - sehr zur Freude des Handels und der Medien. Während besonders die Kirchen das angeblich „neue Fest“ als importierten Tribut an Kommerz und Aberglaube verteufeln und gar Konkurrenz für Allerheiligen und den Reformationstag befürchten, sind die wahren Hintergründe von Halloween - wie bei vielen Jahresfesten - nur wenigen bekannt und tief im europäischen Brauchtum verwurzelt.
© grewi.de
Saarbrücken (Deutschland) - Schon seinen Namen hat „Hallow’een“ aus dem anglo-irischen Sprachraum, wo der Vorabend von Allerheiligen am 1. November als „All Hallows Eve“, also „Allerheiligenabend“ begangen wurde und wird. Auswanderer brachten den Brauch dann nach Amerika, wo er sich schnell etablieren und verbreiten konnte.

Wahrscheinlich gehen die Wurzeln des Festes auch auf das keltische Jahresfest Samhain, dem keltischen „Ende des Sommers“ (Winteranfang), zurück. Zu dieser Zeit, so glaubten die Kelten, stünden die Grenzen zwischen den Welten offen, weswegen an Samhain auch die Seelen der Ahnen die Welt der Lebenden heimsuchen sollen und man mit ihnen Kontakt aufnehmen konnte.

Kommentar: Zu Halloween: Asteroid so groß wie ein Sportstadium passiert die Erde


Footprints

Thüringen: Mittelalterliches jüdisches Ritualbad entdeckt

Archäologen haben unter dem Fußboden eines Gewölbekellers in Schmalkaldens Innenstadt eine mittelalterliche Mikwe entdeckt.

© TLDA/M. Seifert
Das jüdische Tauchbad zur rituellen Reinigung stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert, frühestens dem späten 16. Jahrhundert, sagte der Gebietsreferent Südthüringen des Landesdenkmalamtes, Mathias Seidel. Zu dieser Zeit lebten die meisten Juden in der Stadt. Die Kellermikwe könne auch durchaus älter sein. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. Nahe der Mikwe stand in der Judengasse die zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaute und 1938 zerstörte Synagoge. Die Schmalkalder Mikwe besteht aus zwei unterschiedlich großen, sorgfältig hergestellten Wasserbecken, die durch ein Holzrohr miteinander verbunden sind. Die gut versteckte Mikwe ermöglichte den Juden, abgeschottet vor neugierigen oder feindseligen Blicken Ritualen nachzugehen, sagte Seidel. Die rituelle Reinigung war etwa nach der Berührung von Toten vorgeschrieben. Frauen mussten das Bad vor der Hochzeit und nach einer Entbindung nehmen, Männer etwa vor dem Sabbat.

Question

Bodensee: Künstliche Kultanlage unter Wasser?

Bereits im September berichteten Forscher des „Projekts Tiefenschärfe“, dass bei der 2014 abgeschlossenen Neuvermessung des Bodensees mit modernster 3D-Technologie bislang unbekannte Hügelstrukturen auf dem Seegrund vor Thurgau entdeckt wurden, die auf eine frühgeschichtliche Kultstätte hindeuten könnten. Während in den Medien schon vom „Bodensee-Stonehenge“ die Rede ist, gibt es aber auch alternative Erklärungen.

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© Institut für Seenforschung
Rätselhafte Hügelkette am Grund des Bodensees zwischen Romanshorn und Güttingen. Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.
Langenargen (Deutschland) - Schon zuvor hatte das von der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) initiierte grenzüberschreitendem Projekt neue Erkenntnisse über den Bodensee zutage gefördert. So ist der Bodensee beispielsweise an seiner tiefsten Stelle mit 251,14 Metern um etwa zweieinhalb Meter flacher ist als bisher angenommen.

Das bislang größte Rätsel entdeckten die Projektwissenschaftler jedoch zwischen Romanshorn und Güttingen im Schweizer Teil des Bodensees: Hier zieren mehrere Dutzend kreisrunde Hügel den Seegrund, für die die Forscher um den Geologen Martin Wessels vom Institut für Seenforschung in Langenargen bislang noch nach einer Erklärung suchen.

Meteor

Die Pest: Immer wiederkehrende Seuche der Menschheit - Was steckt dahinter?

Es war eine Katastrophe. Die Menschen wussten nicht, was auf sie hereinbricht. Noch nie zuvor gab es ein solches Massensterben, notiere die Ärzte. Während die Verstorbenen in Gräbern hastig verscharrt werden, glauben viele Menschen, dass das Ende der Welt gekommen sei. Die einen üben sich in größtmöglichen Verzicht, um die Chancen auf einen Platz im Himmel zu erhöhen, die anderen leben, als gäbe es kein Morgen mehr. Alles was zu vor eine Ordnung hatte, bricht auseinander. Das Jahr 1347 steht fortan vor allem für eines: Die Pest. Die Seuche, damals noch als „Der schwarze Tod“ bezeichnet, kommt über die Mittelmeere und wütet derart stark, dass in vielen Gegenden nur noch jeder Zweite überlebt.
© Andrey Kiselev - fotolia
Schwarzer Tod: Die Seuche des Jahrtausends
Die gefährliche Infektionskrankheit Pest begleitet die Menschheit bereits seit Jahrtausenden und hat in der Vergangenheit immer wieder zu verheerenden Epidemien mit Millionen Todesopfern geführt. Nun haben Forscher entdeckt, dass der Pest-Erreger jedoch schon viel länger existiert, als bislang angenommen. Dieser war in einer harmloseren Form offenbar schon in der Bronzezeit unter den Menschen verbreitet.

Kommentar: Sind Krankheiten wie Ebola vielleicht ein Warnzeichen von Mutter Natur, die unsere Aufmerksamkeit erlangen sollen, dass es mit unserer Zivilisation nicht so weitergehen kann? Kriege, Gerüchte von Kriegen, etc.? Ebola als hämorrhagisches Fieber passt ziemlich genau zum "Schwarzen Tod" im Mittelalter und anderen Seuchen und Plagen in der Menschheitsgeschichte. Wie bereits im Artikel beschrieben, kam während dieser Perioden ein Großteil der Menschen wegen dieser Krankheiten um. "Wenn man aus der Geschichte nicht lernt, muss man sie wiederholen." Neugierig auf weitere Informationen?


Black Magic

Pesterreger infiziert Menschen seit der Bronzezeit - über 3.000 Jahre früher als angenommen

Alte Seuche: Der Erreger der Pest sprang schon vor rund 4.800 Jahren auf Menschen über - die ältesten bekannten Pestfälle sind damit 3.300 Jahre älter als bisher gedacht. Zahnproben aus der Bronzezeit brachten Forscher auf die Spur der Pestbakterien, die damals jedoch noch nicht den "Schwarzen Tod" brachten. Die Geschichte des berüchtigten Erregers zu kennen soll auch beim Verständnis anderer Krankheitsepidemien helfen, schreiben die Forscher im Magazin "Cell".

© Rasmussen et al./Cell 2015
Bronzezeitlicher Schädel aus Zentralasien, an dem die Forscher Spuren des Pesterregers Yersinia pestis fanden.
Im Mittelalter versetzte der "Schwarze Tod" Europa in Angst und Schrecken und entvölkerte ganze Landstriche: Die Pest tötete mindestens ein Drittel der Bevölkerung in Europa, möglicherweise sogar die Hälfte. Auch früher schon sorgte die Seuche für Angst und Schrecken: Im sechsten Jahrhundert wütete die sogenannte Justinianische Pest, und auch danach kam es immer wieder zu Ausbrüchen. Der Erreger, das Bakterium Yersinia pestis, verursachte auch in neuerer Zeit eine Pandemie, die in den 1850er Jahren ihren Ursprung in China hatte.

Schwierige Identifikation bei frühen Epidemien

Dieses Bakterium befiel ursprünglich nur Tiere, wie etwa den Rattenfloh, von dem es übertragen wird. Möglicherweise existiert Y. pestis schon seit über 20 Millionen Jahren. Doch wann der Erreger das erste Mal auf Menschen übersprang, ist unbekannt. Frühe Pestausbrüche lassen sich nur schwer eindeutig einem Erreger zuordnen. Mit molekulargenetischen Methoden lässt sich mittlerweile das Erbgut von Y. pestis in den Überresten von Pestopfern nachweisen. Doch kein menschliches Skelett, in denen das Pestbakterium bisher nachgewiesen wurde, ist älter als 1.500 Jahre.

Kommentar: Die Pest hat es so nicht gegeben, sondern es wird sich wahrscheinlich um Kometeneinschläge gehandelt haben, die einen Großteil von Europa und dessen Bevölkerung ausgelöscht haben und dadurch auch andere Krankheiten mitbrachten. Lesen Sie dazu die folgenden Artikel: Zumeist gab es zeitgleich zu den großen Pestwellen "schlechte Zeiten", welche die Leute noch zusätzlich belasteten. Weitere Artikel zur Pest in unserer Geschichte:


Map

China: 80.000 Jahre alte Zähne von ältesten Vertretern des modernen Menschen in Asien entdeckt

Sensationeller Fund: Der Homo sapiens erreichte China schon vor mehr als 80.000 Jahren - und damit zehntausende Jahre früher als gedacht. Davon zeugt der Fund von 47 fossilen Zähnen in einer südchinesischen Höhle. Die Zähne stammen trotz ihres hohen Alters eindeutig von anatomisch modernen Menschen, wie Forscher im Fachmagazin "Nature" berichten. Ihr Fund spricht dafür, dass es eine bisher unbekannte, frühere Auswanderungswelle des Homo sapiens von Afrika nach Asien gab.

© S. Xing and X-J. Wu
Diese 47 menschlichen Zähne entdeckten Forscher in der Fuyan Höhle. Sie sind 80.000 bis 120.000 Jahre alt.
Wann die ersten Vertreter des Homo sapiens Asien erreichten, ist bisher strittig. Einer der Gründe dafür: Ein Mangel an eindeutigen Fossilien. "Die ältesten eindeutigen Belege für die Anwesenheit des Homo sapiens östlich der Arabischen Halbinsel sind Funde in Nordchina, auf Borneo und in Australien", berichten Wu Liu von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking und seine Kollegen. "Diese sind jedoch erst 40.000 bis 50.000 Jahre alt."

Es gibt zwar auch ältere Menschenfossilien, diese zeigen aber ein Gemisch aus primitiven und fortgeschrittenen Merkmalen und können daher bisher nicht eindeutig dem anatomisch modernen Menschen zugeordnet werden. Umso eindeutiger scheinen nun die Funde, die Liu und seine Kollegen in der Fuyan Höhle in Südchina gemacht haben.

47 Zähne des Homo sapiens

Bei Ausgrabungen in dem mehr als 3.000 Quadratmeter großen System aus Kavernen und Gängen stießen die Forscher neben zahlreichen Tierknochen auch auf 47 menschliche Zähne, die schon auf den ersten Blick verblüffend modern aussahen. So sind die Zähne insgesamt kleiner als die von anderen frühen Menschenformen bekannten, wie die Forscher berichten. Die Kronen der ersten Molaren unterscheiden sich nur um 0,6 bis 1,1 Prozent von denen moderner chinesischer Populationen und die Zahnwurzeln sind ähnlich kurz und schmal wie bei heutigen Menschen.

Kommentar:


Boat

Doggerland - Von einem Tag auf den anderen ging vor 8000 Jahren Land in der Nordsee für immer unter

Die ehemalige Nordsee-Insel Doggerland gilt als Garten Eden der Steinzeit. Warum verschwand sie? Eine Simulation dokumentiert eine Katastrophe: Tsunamis haben vor 8000 Jahren das Eiland überrollt.

© Corbus
Schottisches Hochland: 10 Meter hohe Wellen überraschten die Küstenbewohner vor 8000 Jahren
Unsere steinzeitlichen Vorfahren hatten es gut in Doggerland, jener grünen Landschaft, die einst blühte, wo jetzt die Nordsee schwappt. Hunderte Funde von Steinwerkzeugen, Harpunen und menschlichen Knochen am Nordseegrund zeugen von Siedlungen, die Archäologen als "Garten Eden" bezeichnen, als das "wahre Herz Europas". Man gelangte seinerzeit zu Fuß vom heutigen Norddeutschland nach Großbritannien.

Doch das Paradies war verletzlich. Die nacheiszeitliche Gletscherschmelze setzte sich fort, stetig hob ihr Schmelzwasser die Meere, die Nordsee drang vor. Erst schluckte sie Sümpfe und Täler auf Doggerland. Bald waren die Siedlungen auf einer Insel isoliert. Und jetzt meinen Forscher beweisen zu können, wie Doggerland ganz verschwand.

Computersimulationen einer Gruppe um Jon Hill vom Imperial College London zeigen Dramatisches: Tsunamis rasten über die Nordsee, sie schluckten die Insel. Es handelte sich um die ersten Simulationen, die den wahren damaligen Wasserstand berücksichtigen, berichtete Hill auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union (EGU) in Wien.

Kommentar: Menschliche Schicksale können sich von einem Tag zum anderen ganz plötzlich ändern, wie bei dem Tsunami 2004, oder dem Erdbeben in Nepal, oder bei den vielen Überschwemmungen momentan, oder einem Ausbruch eines Supervulkans, oder dem Einschlag eines Asteroiden, oder einer neuen (kleinen) Eiszeit, oder wie hier der Untergang Doggerlands durch die durch die Storegga-Rutschung ausgelösten Tsunamis! Sind wir darauf vorbereitet?


Water

Wie Max von Pettenkofer in München mit einer Kanalisation die Cholera besiegte

München im 19. Jahrhundert: Die bayerische Metropole gleicht einer Latrine. Überall wird öffentlich Gülle gelagert oder entsorgt, die Menschen leiden unter Typhus und Cholera. In dieser Stadt studiert ein junger Mann Medizin und Chemie. Berühmt wird er, weil ihm die Zustände so sehr stinken, dass er beschließt etwas zu ändern. Er macht aus Hygiene eine Wissenschaft - und organisiert die ganze Stadt neu.

Junge Stadt ohne Kanalisation

© George John Pinwell
Die Zeichnung von George John Pinwell mit dem Titel „Death`s Dispensary", die den Tod als Pumpenwärter zeigt, illustriert drastisch die Folgen verseuchten Trinkwassers.
Das Problem Münchens ist seine fehlende Historie. Während deutsche Städte mit starker römischer Prägung zumindest Ansätze von Latrinen und Wasserleitungskonzepten vorweisen können, ist die bayrische Königsresidenz schlicht zu jung. Die Stadt, in der der junge Max Pettenkofer zur Schule geht und ein Studium absolviert, ist im Mittelalter nahe eines Klosters entstanden. Im 19. Jahrhundert stehen die teuren Gebäude Münchens im Kontrast zum Gestank und Dreck in den Straßen.

Pettenkofer selbst ist kein gebürtiger Münchner. Sein Leben beginnt am 3. Dezember 1818 in Lichtenheim an der Donau. Durch einen einflussreichen Verwandten, den königlichen Hofapotheker Franz Pettenkofer, kann der ehemalige Bauernsohn Max in München eine umfassende Bildung genießen. Er studiert unter anderem Pharmazie, Chemie und Medizin und promoviert in Chirurgie, zusätzlich approbiert er als Apotheker. Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) beruft ihn im Jahr 1847 als Professor für medizinische Chemie.

Im Juli 1854 wird Pettenkofer um Hilfe gebeten. Die "Erste Allgemeine Deutsche Industrieausstellung" in München soll ein großes Event werden. Stattdessen gerät sie zum Desaster, als Aussteller und Besucher an der Cholera erkranken. Pettenkofer begibt sich auf die Spur der Krankheit und steht bald vor einem scheinbar unlösbaren Problem.

Kommentar: Vermutlich haben die bessere Hygiene, Körperpflege, Reinigung, Desinfektion, Sterilisation und das Verbreiten des Wissens darum dafür gesorgt, dass viele Leben in den letzen 100 bis 150 Jahren gerettet wurden. Diese Maßnahmen dienen Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten. Eine Kanalisation sorgt dafür, dass Abwässer und Keime nicht in der Nähe der Menschen bleiben. Manchmal können einfache Maßnahmen wie Hygiene, Hände waschen und abgekochtes Wasser Leben retten - wenn man Bescheid weiß.


Fireball 3

Gewaltiger Impakt - Bisher unbekannter Meteoritenkrater in Saudi-Arabien entdeckt

Sensationsfund in der saudischen Wüste: Zwei Geologen der Universität Freiburg haben einen 34 Kilometer großen Meteoritenkrater identifiziert. Der Trichter war bei Erdölbohrungen entdeckt worden.

© colourbox
Geschwindigkeiten von Meteoriten sind enorm. Treffen sie auf die Erde können sie eine enorme Zerstörungskraft haben.
Thomas Kenkmann, Leiter des Geologischen Instituts an der Universität Freiburg, war mehr oder weniger per Zufall auf den Fund gestoßen. In einem Forschungsbericht las er von einem rätselhaften Gebilde in der Nefud-Wüste. Mitarbeiter des Erdölriesen Saudi Aramco waren bei Bohrungen Unregelmäßigkeiten in der Gesteinsstruktur aufgefallen, auf die sie sich aber keinen Reim machen konnten. Kenkmann bat die Saudis um eine Gesteinsprobe, die er gemeinsam mit seinem Kollegen Michael Poelchau im Labor untersuchte. Dabei stellten sie sogenannte geschockte Minerale fest, der Fingerabdruck eines Meteoriteneinschlags. Kenkmanns Verdacht hatte sich bestätigt.

Einschlag mit Tempo 60 000

Der 34 Kilometer breite Einschlagtrichter ist für Laien unsichtbar und auch aus der Satellitenperspektive nicht zu erkennen. Er verbirgt sich unter einer bis zu vierhundert Meter dicken Schicht aus rotem Wüstensand und Sandstein. Aus dem Schockmuster des Gesteins und der Kratergröße lässt sich aber ein einigermaßen präziser Steckbrief des Himmelsgeschosses erstellen. Nach Kenkmanns Berechnungen hatte der Meteorit einen Durchmesser von 2,6 Kilometern und schlug mit 60 000 Stundenkilometern auf der Erde ein. Wann es zum Aufprall kam, ist noch relativ unklar. Kenkmanns Schätzungen schwanken zwischen 70 und 400 Millionen Jahren.

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