Verborgene Geschichte
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Pyramid

Israel: Altägyptische Sphinx entdeckt

4.000 Jahre alte Statue ist Pharao Menkaure gewidmet, "einem der Erbauer der Pyramiden von Gizeh"

Archäologen haben im Norden Israels einen überraschenden Fund gemacht: Sie stießen auf die steinernen Füße einer altägyptischen Sphinx, die "einem der Erbauer der Pyramiden von Gizeh" gewidmet war. Eine Inschrift nennt den Namen des vor mehr als 4.000 Jahren lebenden Pharaos Menkaure. Die Sphinx sei die bisher einzige, die diesem Pharao gewidmet sei - und die einzige je in der Levante gefundene Sphinx, berichten die Forscher.

© Amnon Ben-Tor / Sharon Zuckerman
Die Füße der in Tel Hazor entdeckten Sphinx, sie ist dem Pharao Menkaure gewidmet.
Entdeckt wurde das Fragment der Sphinx in Tel Hazor, einer als Weltkulturerbe anerkannten Ausgrabungsstätte nördlich des Sees Genezareth. Zur Bronzezeit, rund 1.800 Jahre vor Christus lag hier eine ausgedehnte Siedlung der Kanaaniter. Rund 20.000 Menschen lebten damals dort und machten Hazor zur größten Stadt der gesamten Region. Hazor wird sowohl im Alten Testament der Bibel als auch in ägyptischen Schriften aus jener Zeit mehrfach erwähnt und war demnach damals ein wichtiger Handelsknotenpunkt zwischen Ägypten, Babylon und Kanaan.
Sherlock

Legendärer Wikinger-Handelsplatz entdeckt

Tausend Jahre alte Funde verraten Archäologen die Lage eines sagenumwobenen Handelszentrums

Ein silberner Knopf und ein paar Waagschalen - das klingt zunächst nicht spektakulär. Doch diese rund 1.000 Jahre alten Funde haben Archäologen jetzt verraten, wo sich die Überreste eines sagenumwobenen Handelszentrums der Wikinger verbergen könnten: in Steinkjer, einer Kommune in der Nähe von Trondheim in Norwegen. Denn dort stießen sie in Wikingergräbern auf mehrere Objekte, die nicht aus der Heimat der Wikinger stammen, sondern aus England und noch ferneren Gegenden.


© Per Fredriksen
Diese Waagschalen fanden Archäologen in einem Grab nahe Steinkjer
Bisher galt Nidaros, der mittelalterliche Vorläufer der Stadt Trondheim, als das wichtigste Handels- und Machtzentrum der Wikinger. Dort residierte vor rund tausend Jahren der Wikingerkönig Olav Haraldsson und dort konzentrierte sich auch der Reichtum der Nordmänner. Doch in den nordischen Sagen wird ein anderer, noch größerer Handelsplatz erwähnt, der vor Nidaros existiert haben soll. Lange blieb aber unklar, ob es sich dabei um einen realen Ort handelte oder eine Fiktion. Einen tausend Jahre alten Wikinger-Handelsplatz zu finden, ist leider alles andere als einfach. Denn Steingebäude gab es damals kaum, und auch die Handelsware bestand meist aus tierischen und pflanzlichen Materialien, die den Lauf der Jahrhunderte nicht überdauern.
Question

Ursprung der Stonehenge-Steine enthüllt - Doch weiterhin Rätsel wie die Steine 360 Kilometer weit transportiert wurden

Fast ein Jahrhundert lang hielten Archäologen den Auf- und Steinbruch Carn Menyn in den walisischen Preseli-Bergen im Hochland von Pembrokeshire für den Herkunftsort der etwa vier Tonnen schweren sogenannten Blausteine, die die beiden inneren Kreise des Steinkreismonuments von Stonehenge in der südenglischen Grafschaft Wiltshire bilden. Jetzt haben Archäologen mittels einer geochemischen Analyse herausgefunden, dass diese Vorstellung falsch ist und Forscher die ganze Zeit am falschen Ort die Herkunft der Blausteine zu ergründen suchten. Stattdessen kamen die Steine aus einem Steinbruch etwa 1,6 Kilometer von Carn Menyn entfernt. Die Frage, wie die mächtigen Steine jedoch aus Wales in die rund 380 Kilometer entfernte Salisbury-Ebene transportiert wurden, bleibt weiterhin rätselhaft.
Stonehenge
© A. Müller, grewi.de
Stonehenge aus ungewöhnlicher Perspektive.
London (England) - Seit etwa 1920 gingen Archäologen davon aus, dass die vor rund 4.500 Jahren in der Ebene von Salisbury in Wiltshire aufgestellten Steine von Carn Menyn stammten. Jetzt berichtet der Archäologe Richard Bevins vom National Museum of Wales in der Fachzeitschrift Journal of Archaeological Science, dass die Steine tatsächlich aus Carn Goedog stammen.

Gegenüber dem britischen The Guardian zeigen sich die Forscher um Bevins schon jetzt zuversichtlich, dass ihre Ergebnisse nicht gerade auf sehr viel Gegenliebe in der archäologischen Gemeinde stoßen wird: "Ich gehe nicht davon aus, dass ich von jenen Archäologen Weihnachtskarten bekommen werde, die die ganze Zeit an der falschen Stelle gegraben haben."
Blackbox

"Verlorene Stadt der Riesen"? Neu entdeckter Pyramidenkomplex im Dschungel von Ecuador

© Eart4All
Mysteriöser Fund im Amazonas-Regenwald

Sicherlich haben Sie bereits von den Legenden über Riesen gehört und von den diversen Funden von Riesenskeletten. Forscher im ecuadorischen Amazonas-Dschungel sind auf einen Pyramidenkomplex gestoßen, der selbst den Bewohnern der Gegend bisher unbekannt war und es wird vermutet, dass es sich hierbei um die "verlorene Stadt der Riesen" (Ciudad Perdida de los Gigantes) handeln könnte.
Hammer

Der "Hammer"

Es wurden Hunderte und mit verschiedenen gemeißelten Figuren versehene Steinblöcken gefunden, sowie ein "Hammer", der die Forscher besonders fasziniert, da er so groß ist, dass er für Menschen normaler Größe nicht als Werkzeug geeignet ist. Jeder der Steinblöcke, die den Gebäudekomplex bilden wiegt mehr als 2 Tonnen und die gefundenen Werkzeuge zur Bearbeitung der Steinquader weckten die alten Theorien und lokalen Legenden über Riesenmenschen.
Footprints

Vollständig erhaltener Langschädel im Elsaß gefunden

Bei Arbeiten an einem Gewerbepark der Gemeinden des Pays de Sainte Odile haben französische Archäologen eine außergewöhnlichen Grabungsstätte entdeckt, die Einblicke Entwicklung und kulturellen Bewegungen von der Jungsteinzeit (Neolithikum), über die Gallier, Römer bis hin zu den mittelalterlichen Merowingern erlaubt. Unter den zahlreichen Funden befindet sich auch ein ungewöhnlich gut erhaltener Langschädel.
Langschädel Elsaß
© INRAP.fr
Der Langschädel von Odilienberg
Obernai (Frankreich) - In einem fast 7.000 Jahre alten Gräberfeld fanden die Archäologen zahlreiche Skelette, die mit Halsketten und Armbändern aus kleinen Perlen oder Muschelkalk geschmückt wurden. Zudem fanden sich zuhauf Werkzeuge aus Feuerstein und teilweise dekorierte Keramik.
Cow Skull

Neue Knochenfunde: Urmenschen gehörten womöglich alle zur selben Art

Es wäre eine radikale Vereinfachung unserer Ahnenreihe: Möglicherweise bildeten die frühen Vorfahren des modernen Menschen nur eine Spezies. Das jedenfalls lassen aufregende Knochenfunde aus Georgien vermuten.
© M. Ponce de León and Ch. Zollikofer/ UC of Zurich
Schädelfunde von Dmanisi (Montage): Die Fundstücke liefern einen einzigartigen Blick in die vielleicht dunkelste und geheimnisvollste Phase der Menschwerdung - jene Zeit, da aus dem Vormenschen Australopithecus der Urmensch Homo hervorging; jene Zeit mithin, in der sich der folgenschwere Wandel vom Affen zum Menschen vollzog.
Fünf Paare von Augenhöhlen starren aus fünf steinernen Schädeln. Es sind fünf Paare, die für die ganze Menschheit stehen. Präsentiert wurden die fünf 1,77 Millionen Jahre alten Fossilien jetzt von einem internationalen Forscherteam aus Georgien, den USA, Israel und der Schweiz. "Es ist eine kleine Bombe für unser Fach", erklärt der Harvard-Paläoanthropologe Philip Rightmire mit kaum verhohlener Genugtuung. "Diese Befunde könnten uns zwingen, manch liebgewonnene Vorstellung zu überdenken."

Vor allem "Schädel 5", der schönste, vollständigste, besterhaltene und zugleich ungewöhnlichste der fünf gilt als Sensation. Er schmückt in dieser Woche das Titelbild der Wissenschaftszeitschrift Science. "Ein fantastisches, wundervolles Stück", schwärmt der Urmenschforscher Fred Spoor vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. "Eine Ikone", sekundiert der kalifornische Paläoanthropologe Tim White.
Roses

Unbekanntes Gemälde von da Vinci aufgetaucht

Es ist womöglich ein Sensationsfund: Im Tresor einer Schweizer Bank wurde ein Gemälde entdeckt, das von Leonardo da Vincis stammen könnte. Bislang war das Werk in der Kunstwelt bloß ein Mythos.

© Corriere della Sera
Bei der Frau auf dem unbekannten Gemälde von Leonardo da Vinci (l.) soll es sich um die berühmten Renaissance-Mäzenin Isabella d'Este handeln. Es gab bislang nur eine Skizze
Das Bildnis der Mona Lisa ist vielleicht das berühmteste Werk Leonardo da Vincis. Aber im Pariser Louvre gibt es noch ein zweites Frauenporträt, das die Neugier der Kunstwelt weckt. Es ist eine Profilzeichnung von Isabella d'Este, einer herausragenden Persönlichkeit der italienischen Renaissance und entstand etwa um 1500. Die Frau des Markgrafen von Mantua wünschte sich seinerzeit ein Gemälde in Farbe von Leonardo. Über Jahrhunderte rätselten Experten, ob neben der Skizze mit Kohlestift auch das "wirkliche Porträt" existiert.

Womöglich ist das Rätsel jetzt, nach einem halben Jahrtausend, gelüftet. Die italienische Tageszeitung Corriere della Sera verkündete den Sensationsfund: In einem Banktresor in der Stadt Turgi im Schweizer Kanton Aargau soll das Bildnis von Isabella d'Este aufgetaucht sein. Es befinde sich im Privatbesitz einer italienischen Familie, die in Mittelitalien und in der Deutschschweiz lebe und deren Sammlung rund 400 Kunstwerke umfasse.
Binoculars

Jahr ohne Sommer 1258: Vulkan Samalas wahrscheinlich verantwortlich

samalas vulkan
© Lavigne et al. /National Academy of Sciences
Caldera des Samalas-Vulkans heute und Rekonstruktion des Aussehens vor der Eruption.
Eruption des Samalas auf Lombok könnte die stärkste des gesamten Holozäns gewesen sein

Im Jahr 1257 hinterließ ein gewaltiger Vulkanausbruch weltweite Spuren. Welcher Vulkan aber dafür verantwortlich war, blieb ein Rätsel. Jetzt haben Forscher den Schuldigen gefunden: auf der indonesischen Insel Lombok. Ihre Untersuchung enthüllt nicht nur, dass der Vulkan Samalas damals tatsächlich ausbrach. Seine Eruption könnte sogar eine der heftigsten des gesamten Holozäns gewesen sein. Möglicherweise liegt noch heute unter seinen Aschenablagerungen eine ganze Stadt verborgen - ein Pompeji des Fernen Ostens.

Das Jahr 1258 war ein Jahr ohne Sommer: Es war ungewöhnlich nasskalt und in vielen Gegenden gab es Missernten, wie mittelalterliche Chronisten berichten. Geoforscher schließen daraus, dass es in diesem oder dem vorhergehenden Jahr einen Vulkanausbruch gegeben haben muss, dessen Asche und Aerosole sich wie ein Schleier in der Atmosphäre sammelten und so zur Klimaabkühlung führten. Tatsächlich entdeckte man in der entsprechenden Schicht von Eisbohrkernen Aschespuren, die auf eine gewaltige Eruption zu dieser Zeit hindeuten.
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Archäologischer Sensationsfund in Schweden: Handelt es sich um den "Heidentempel von Uppsala"?

Durch Bauarbeiten zu einer Bahntrasse sind schwedische Archäologen auf die Reste einer gewaltigen Säulenanlage in der Nähe von Alt-Uppsala (Gamla Uppsala) gestoßen. Welchen Zweck die geradlinig zueinander ausgerichteten Säulenreihen einst erfüllten, ist bislang jedoch noch unbekannt. Auch wenn die gewaltigen Ausmaße gegen die Vorstellung sprechen, dass es sich um ein einziges Gebäude gehandelt haben könnte, weckt der Fund auch neue Hoffnungen darüber, ob es sich um Teile des schon seit langem gesuchten, bislang lediglich anhand von Chroniken und Legenden überlieferten mächtigen "Heidentempels von Uppsala" handeln könnte.
© Riksantikvarieämbetets, raa.se
Eines der 144 gefundenen Pfahllöcher der rund 1000 Meter langen Hauptreihe.
Gamla Uppsala (Schweden) - Die erste Reihe der gefundenen Pfostenlöcher erstreckt sich vollkommen geradlinig einen Kilometer lang und besteht aus 144 Pfahllöchern. Eine zweite Reihe hat eine Länge von 500 Metern (s. Karte). Vermutlich reichten die Pfähle selbst bis auf 10 Meter Höhe. Eine Radiokarbonanalyse von in den Löchern gefundenen Resten einstiger Holzpfähle datiert deren Errichtung in Zeit zwischen 375 bis 550 n.Chr.
Footprints

Schamaninnen der Vorzeit? Handabdrücke bei steinzeitlichen Höhlenmalereien stammten von Frauen

Drei Viertel der steinzeitlichen Abdrücke wurden von Frauen hinterlassen

Steinzeitliche Höhenmalereien zeigen nicht nur Jagdszenen und Tierfiguren, in vielen Höhlen finden sich auch Handabdrücke. Bisher dachte man, dass vor allem Männer - Jäger oder Schamanen - diese Bilder schufen. Doch ein US-Forscher hat nun festgestellt: Drei Viertel der steinzeitlichen Handabdrücke in den Höhlen Südfrankreichs und Spaniens stammen von Frauen. Welche Rolle diese Frauen damals spielten, ob sie auch die Tierbilder malten oder vielleicht Schamaninnen waren, ist bisher rätselhaft.
Handabdruck Höhle Frankreich
© gemeinfrei
Handnegativ in der Höhle von Pech-Merle in Südrankreich
Die Chauvet-Höhle in Südfrankreich ist einer der bekanntesten und ältesten Orte mit steinzeitlicher Höhlenmalerei. Die erst 1994 entdeckte Höhle enthält mehr als 470 Tier- und Symboldarstellungen, die die Wände von vier großen Grotten bedecken. Die mit Holzkohle und Ocker gemalten Bilder stammen aus der Zeit vor 32.000 bis 35.000 Jahren. Neben Abbildungen von Mammuts, Wildpferden und anderen Wildtieren finden sich in dieser Höhle auch auffallend viele Handabdrücke und Handnegative.

Letztere entstehen, wenn die Hand an die Felswand gelegt wird und dann mit einem hohlen Halm oder einfach mit dem Mund Farbe darüber gepustet wird. Auch in andern Höhlen Südfrankreichs und Nordspaniens finden sich solche Handabdrücke. Einige von ihnen sind kleiner sind als andere. Da viele der restlichen Höhlenmalereien Jagdszenen darstellen, ging man bisher davon aus, dass die Steinzeitmenschen, die diese Bilder und auch die Handabdrücke hinterließen, vorwiegend Männer und männliche Jugendliche waren.
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