Verborgene Geschichte
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Sherlock

Riesige Stadt in Kambodscha, in der Gegend des Tempelkomplexes "Angkor Wat", entdeckt

Lidar-Vermessung enthüllt bisher verborgene Megacity der Khmer

Der Tempelkomplex Angkor Wat in Kambodscha war einst Teil einer gewaltigen Megacity - einer Stadt, die sich vor knapp tausend Jahren über mindestens 370 Quadratkilometer erstreckte. Das hat ein internationales Forscherteam jetzt bei Vermessungen des von Regenwald überwucherten Gebiets mittels Laser entdeckt. Sie fanden Spuren einer gezielt geplanten städtischen Anlage, in der Straßen oder Kanäle ein regelmäßiges Gitternetz bildeten, die das Gebiet in einzelne Stadtviertel aufteilte. Dieses Ausmaß der urbanen Landschaftsgestaltung sei einzigartig für die präindustrielle Welt, konstatieren die Forscher im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences".
© Evans et al. /PNAS
Fotoansicht von Angkor Wat und, darunter, ein Teil der mittels Lidar entdeckten Stadtstrukturen
Dass es rund um die Tempelanlagen von Angkor Wat ursprünglich noch andere Bauwerke und Siedlungen gegeben haben muss, vermuten Archäologen bereits seit langem - nicht zuletzt, weil Inschriften und Bilder in vielen Tempeln darauf hindeuten. Doch die dichte Bewaldung des Gebiets verhinderte eine umfassende Erkundung. Zudem wurden die meisten normalen Gebäude der Khmer aus Holz, Lehm und Stroh errichtet - Materialien, die nicht lange erhalten bleiben. Deswegen blieb bisher auch ungeklärt, ob die Tempelanlagen isoliert standen, oder ob sie Teil eines großen städtischen Siedlungsgebiets waren.
Sherlock

Vergessene Maya-Stadt entdeckt

Im nur schwer zugänglichen Regenwald nördlich des Biosphärenreservats Calakmul haben Archäologen auf der Halbinsel Yucatan die Ruinen einer vergessenen Stadt der Maya entdeckt. Chactún (Roter bzw. Großer Stein), so der Name der Siedlung, sei eine der größten derartigen Anlagen im Mittelland und in Umfang und Größe vergleichbar mit den Maya-Städten Becán, Nadzcaan und El Palmar.
© inah.gob.mx
Blick auf die neuentdeckten Ruinen von Chactún.
Campeche (Mexiko) - Wie das Team aus internationalen Archäologen um Ivan Sprajc von der Slowenischen Akademie der Wissenschaften auf der Seite des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte (INAH) berichtet, offenbaren Bauwerke und gefundene Inschriften, dass Chactún seinen Höhepunkt wohl zwischen 600 und 900 n. Chr. erlebte und sich über mehr als 22 Hektar erstreckte.
Bacon

Auch Jäger und Sammler aus der Steinzeit mochten Hausschwein-Steaks

Archäologen finden älteste Hauschwein-Knochen nicht bei Bauern, sondern bei Jägern und Sammlern

Bentheimer Landschwein, Hausschwein
© gemeinfrei
So gescheckt wie dieses Bentheimer Landschwein waren auch einige steinzeitliche Hausschweine
Das älteste Hausschwein unserer Region lebte nicht bei steinzeitlichen Bauern, sondern bei deren Nachbarn: Jägern und Sammlern, die nach gängiger Theorie eigentlich noch keine Nutztiere besaßen. Das zeigen die Analysen von rund 6.900 Jahre alten Schweineknochen aus Norddeutschland. Ob die Jäger und Sammler diese Schweine bei den benachbarten Bauern eintauschten oder sie einfach stahlen, ist allerdings unbekannt, wie die Forscher im Fachmagazin Nature Communications berichten.

Vor rund 7.500 Jahren bahnte sich im Norden Mitteleuropas eine Revolution an: Immer häufiger begegneten die dort lebenden Jäger und Sammler der sogenannten Ertebølle-Kultur Gruppen von Menschen, die ganz anders lebten wie sie: Sie siedelten an festen Plätzen, bauten Getreide an und züchteten Nutztiere wie Rinder, Schafe und Schweine. "Archäologische Funde aus Nordeuropa deuten auf eine lange Periode der Koexistenz von mesolithischen Jäger-und-Sammler-Gruppen und neolithischen Bauerngemeinschaften hin", erklären Ben Krause-Kyora von der Christans-Albrechts Universität Kiel und seine Kollegen.
Bomb

Historiker findet bei Recherchen Dokumente: Winston Churchill setzte C-Waffen gegen die Sowjetunion ein

Winston Churchill

Winston Churchill
London - Englands Ex-Premierminister Winston Churchill soll als Verteidigungsminister Chemiewaffen gegen die Sowjetunion eingesetzt haben. Diesen Vorwurf erhob der britische Historiker Giles Milton in einer Erklärung für die Zeitung Daily Telegraph.

Außerdem soll Churchill laut Milton auch in Indien C-Waffen einsetzen wollen. Während der Amtszeit von Churchill als Verteidigungsminister habe London heimlich chemische Waffen hergestellt, die auf seinen Befehl hin gegen Bolschewisten eingesetzt wurden.

Der Historiker sei bei seiner Recherche für sein neues Buch im Britischen Nationalarchiv auf entsprechende Dokumente gestoßen.
UFO

Letzter »Kronzeuge« von Roswell verstorben

Der amerikanische Arzt Dr. Jesse Marcel Jr. ist am vergangenen Samstag im Alter von 76 Jahren verstorben, vermutlich an Herzversagen. Er zählte zu den letzten direkten Zeugen des berühmten Roswell-Absturzes vom Sommer 1947, als in der Wüste von New Mexico ein mysteriöser Flugkörper niederging, über dessen Natur und Herkunft die US-Luftwaffe bis heute wiederholt die verschiedensten Erklärungsvarianten vorgelegt hat - allesamt ganz offenkundige Deckgeschichten.
© Screenshot Youtube
Die Nachricht hat sich mittlerweile als traurige Gewissheit bestätigt: Am Samstag, dem 24. August, verstarb Dr. Jesse Marcel Jr. in seinem Haus an den Folgen eines Herzinfarkts. Am 30. August hätte er seinen 77. Geburtstag gefeiert. Dr. Marcel galt als letzter bedeutsamer Zeuge des schon legendären Roswell-Absturzes von Anfang Juli 1947.

Kommentar: j

Blue Planet

Länderentwicklung Europas ab 1000 n. Chr.

Sherlock

Göbekli Tepe in der Türkei: Sirius-Verehrung im ältesten "Tempel" der Welt?

Aktuelle archäologische Untersuchungen im »türkischen Stonehenge« lassen darauf schließen, dass dieser uralte Tempel einst auf den hellen Stern Sirius ausgerichtet war. Die faszinierende Megalith-Anlage von Göbekli Tepe in Südostanatolien wurde bereits vor rund 11 000 Jahren errichtet.
© Teomancimit
Als »Bauchiger Hügel« ist jener geschichtsträchtige Höhenzug bekannt, der sich nahe der anatolischen Stadt Şanlıurfa erstreckt. Auf der mehrere Hundert Meter langen Erhebung befinden sich seltsame ringförmige Einfassungen aus Stein, in die T-förmige Pfeiler mit bis zu sechs Metern Höhe integriert sind. Das merkwürdige Arrangement besteht insgesamt mindestens aus 20 Ringen mit 200 mächtigen Pfeilern.
Roses

Neues Gemälde von Vincent van Gogh aufgetaucht: "Sonnenuntergang bei Montmajou"

Forscher des Van-Gogh-Museums in Amsterdam haben eigenen Angaben zufolge ein neues Gemälde von Vincent van Gogh (1853-1890) entdeckt.
© dpa
Museumsdirektor Axel Rüger präsentiert van Goghs „Sonnenuntergang bei Montmajour“.
Nach Angaben des Museums muss das Werk „Sonnenuntergang bei Montmajour“ aus dem Sommer 1888 dem niederländischen Meister zugeschrieben werden. Zwei Experten seien überzeugt, dass Stil, Technik, Farbe, Leinwand und Hinweise in einem Brief van Goghs keinen anderen Schluss zuließen.

Das Gemälde befindet sich im Besitz eines Privatsammlers, dessen Identität geheimgehalten wird. Es soll ab 24. September für ein Jahr lang im Van-Gogh-Museum in Amsterdam ausgestellt werden.
Fireball

Komet löste Eiszeit vor 13.000 Jahren aus: Neue Erkenntnisse

eiszeit, grönland
© Hatje Cantz Verlag, Olaf Otto Becker
Vor rund 13.000 Jahren erlebte die Erde einen dramatischen Klimawandel, der weitreichende Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt hatte. Wissenschaftler sind jetzt zu der Erkenntnis gelangt, dass der damalige plötzliche Übergang zu einem kühleren und trockeneren Klima mutmaßlich durch den Einschlag eines Asteroiden oder Kometen ausgelöst worden sei, wie das US-Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" in seiner neuen Ausgabe berichtet.

Berlin - Der Himmelskörper soll demnach im Gebiet der heutigen kanadischen Provinz Quebec eingeschlagen sein. Der abrupte Wandel des Erdklimas vor rund 13.000 Jahren ist seit langem bekannt, über seine Ursachen wurde in der Forschung gestritten. Als Folge des plötzlichen Temperaturabfalls und der Trockenheit starben weltweit viele große Landtiere aus, in Nordamerika unter anderem das Riesenfaultier, das Mastodon, das Kamel und der Säbelzahntiger.

Dadurch wiederum wurden bis dahin von der Jagd lebende Völker in Nordamerika dazu gebracht, zum Sammeln und Anbau von Nahrung überzugehen. Die Großwildjäger der sogenannten Clovis-Kultur hätten ihre schweren Speere beiseite stellen und sich fortan von Wurzeln, Beeren und kleinerem Wild ernähren müssen, heißt es in dem Bericht.

Kommentar: Möglicherweise handelte es sich nicht nur um einen Kometen, sondern könnte sich auch um einen Schwarm von Kometen gehandelt haben. Der zusätzlich in der Luft explodiert sein könnte.

Eine Eiszeit kann blitzartig beginnen - vor 13.000 Jahren in Europa passiert

Eventuell Faktoren auf die wir uns erneut zubewegen? Höchst wahrscheinlich:



Question

Klimaveränderungen brachten Hochkulturen am Mittelmeer zu Fall: Doch ist das die ganze Geschichte?

Eine 300 Jahre dauernde Trockenperiode löste den Niedergang bronzezeitlicher Zivilisationen aus

Vor rund 3.200 Jahren verschwanden plötzlich viele bronzezeitliche Hochkulturen am Mittelmeer oder erlebten eine Phase der Unruhen und des Niedergangs. Warum, war bisher unklar. Jetzt hat ein belgisch-französisches Forscherteam "den Schuldigen ausgemacht": das Klima. Eine 300 Jahre andauernde Trockenperiode setzte Mykene, den Hethitern und den Ägyptern stark zu und machte sie dann zu einer leichten Beute für räuberische Nomadentrupps aus dem Osten, so die Forscher im Fachmagazin "PloS ONE".
© David Monniaux / CC-by-sa 3.0
Das Löwentor von Mykene, einer der Hochkulturen am Mittelmeer vor rund 3.200 Jahren
Bis etwa 1200 vor Christus bildete das östliche Mittelmeer eines der Zentren der menschlichen Zivilisation. An seinen Ufern lagen einige der damals fortgeschrittensten Kulturen: In der Ägäis herrschten die Mykener mit ihrem ausgedehnten Netz von Städten. Im Südosten hatten die Hethiter ein großes Reich geschaffen das den Großteil Anatoliens umfasste, dazu den Nordwesten Syriens und den Westen Mesopotamiens. In der Levante profitierten die Küstenstädte Kanaans vom reichen Seehandel und in Ägypten erreichte das Neue Reich seine Blütezeit unter Ramses dem II.

Kommentar: Belebter Himmel


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