Die Welle 3
Verborgene Geschichte
"Die Neandertaler ernährten sich offensichtlich weitaus vielseitiger und komplexer als bisher angenommen", sagt Erstautorin Karen Hardy von der Autonomen Universität Barcelona in Spanien. Fleisch sei für diese Frühmenschen zwar eindeutig wichtig gewesen, aber die Funde aus El Sidrón deuteten darauf hin, dass die Neandertaler auch die Eigenschaften der in ihrer Umgebung wachsenden Pflanzen bereits gut kannten. Nach Ansicht der Forscher wählten sie Pflanzen bereits gezielt nach ihrem Nährwert oder aber zu medizinischen Zwecken aus.
"Das hydraulische System der Maya war so clever konstruiert, dass es mehr als tausend Jahre lang die Bedürfnisse der wachsenden Bevölkerung dieser Region deckte", schreiben Vernon Scarborough von der University of Cincinnati und seine Kollegen. In diesem Teil Mittelamerikas regnete es nur zu bestimmten Zeiten im Jahr, Wasser versickerte zudem schnell im porösen Gestein des Kalkuntergrunds. Erst das ausgeklügelte System von Speichern, Leitungen und Dämmen ermöglichte es den Maya, das gesamte Jahr über mit dem Regenwasser auszukommen.

Archiv: Schädelfragment eines Neandertalers.
Wie das Team um Joshua Akey von der University of Washington aktuell im Fachmagazin Cell berichtet, gleichen diese "genetischen Rückstände" weder Teilen der DNA moderner Afrikaner noch des Neandertalers oder moderner Europäer. "Dies bedeutet, dass die jetzt identifizierte DNA von einer bislang noch unbekannten Art stammt", so Akey.
Diese "afrikanischen Geschwister des Neandertalers" haben sich wahrscheinlich von 20.000 bis 50.000 Jahren mit den frühen modernen Menschen in Afrika gepaart - lange also, nachdem diese bereits Afrika verlassen und Asien und Europa besiedelt hatten. Zur gleichen Zeit teilten sich die frühen Menschen in Europa den Lebensraum mit mindestens einer weiteren Menschenart - dem Neandertaler. Wie der Neandertaler, so starb auch dessen vermeintlich afrikanische Variante später aus.
Es ist ein Kampf gegen die Zeit und die Kräfte der Natur: Im Süden Perus versuchen Wissenschaftler, Millionen Jahre alte Wal-Skelette zu konservieren. Die versteinerten Überreste von etwa 15 Meeressäugern, die vor drei bis 20 Millionen Jahren lebten, wurden in der Ocucaje-Wüste etwa 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Lima entdeckt.
Wie die Wale in die Wüste kamen, kann das Geologische Institut Ingemmet, dessen Forscher den Fundort seit vier Jahren untersuchen, ganz leicht erklären: Vulkanausbrüche hätten in dem einst unter Wasser stehenden Gebiet alles Leben zerstört und es in Ödland verwandelt.

Eine von zahlreichen Maskendarstellungen des Maya-Sonnengottes auf der Außenseite der "Teufelspyramide" nahe El Zotz.
Aufgrund früherer Funde an selbigem Ort im Jahre 2010, als das Team um Stephen Houston von der Brown University in Providence (USA) ein mit Artefakten und menschlichen Überresten angefülltes Grab fand, vermuten die Wissenschaftler nun, dass die Pyramide als Verbindung zwischen dem hier verstorbenen und beigesetzten Herrscher und der Sonne errichtet wurde.

Der vermutlich älteste BH der Geschichte: Forscher haben das antike Kleidungsstück in Tirol gefunden. Bisher sind die Experten davon ausgegangen, dass Büstenhalter vor rund hundert Jahren zum ersten Mal verwendet wurden.
Innsbruck - Die Universität Innsbruck präsentiert die Funde stolz auf ihrer Internetseite: Archäologen sind in Schloss Lengberg in Osttirol auf Textilien aus dem 15. Jahrhundert gestoßen. Darunter sind auch Kleidungsstücke, die modernen BHs ähneln.
Die insgesamt vier Büstenhalter stammen aus der Zeit des Spätmittelalters und wurden im Jahr 2008 bei Renovierungsarbeiten in dem Schloss gefunden. Zwei der Büstenhalter seien nicht mehr komplett erhalten, glichen aber frappierend den heute verwendeten Kleidungsstücken. Die beiden anderen Funde würden wie "ärmellose Hemden mit eingebauten Körbchen" aussehen.

Dieses verzierte Gefäßfragment aus der Xianrendong-Höhle stammt aus einer späteren Zeit als die ältesten dort gefundene Scherben, es ist etwa 13.000 Jahre alt.
"Noch bis vor kurzem dachte man, dass die ersten Töpferwaren erst während der sogenannten neolithischen Revolution hergestellt wurden", schreiben Xiaohong Wu von der Peking Universität und seine Kollegen. Mit diesem Begriff wird der Übergang zu sesshaften Bauernkulturen bezeichnet, der vor gut 10.000 Jahren begann. Die Funde von Xianrendong zeigten nun, dass die Jäger und Sammler in Ostasien schon rund 10.000 Jahre lang Töpferwaren produzierten bevor sie sesshaft wurden und Pflanzen anbauten, sagen die Forscher.
Die Mayas feierten das Ende eines jeden Zyklus. Dahinter stünde aber keine apokalyptische Vorhersage, so Canuto. Der 13. Baktun ist der letzte aufgezeichnete Maja-Kalenderzyklus und er endet am 21. Dezember dieses Jahres. Bisher gab es nur ein archäologisches Fundstück, dass das Ende des Kalenders beschrieb. In La Corona fanden Forscher nun in Form eines Treppenblocks mit eingeritzten Hieroglyphen eine zweite Quelle.
(dts Nachrichtenagentur)
Der Speiseplan der frühen menschlichen Vorfahren war reichhaltiger als bisher gedacht - und enthielt sogar Baumrinde. Das fand ein internationales Wissenschaftlerteam um Amanda Henry vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig heraus. Demnach hatte die erst vor wenigen Jahren neu entdeckte Homininen-Art Australopithecus sediba aus Malapa in Südafrika unter anderem Baumrinde, Blätter, Früchte und Seggen, ein Sauergrasgewächs, im Nahrungsprogramm, berichten die Forscher im Fachjournal Nature.
Baumrinde konnte bisher bei anderen frühen Homininen nicht als Nahrungsmittel nachgewiesen werden. Zur Überraschung der Wissenschaftler unterschieden sich die Essgewohnheiten von Australopithecus sediba von anderen ähnlich alten afrikanischen Homininen. Ihr Speiseplan gleicht eher dem von Schimpansen.

Am Lagerfeuer erzählt der Clanchef die Legende über die himmlische Herkunft der Batammariba.
Einfühlsam und ebenso respektvoll wie die Batammariba selbst mit ihrer Natur und ihren Kräften umgehen, gelingt es auch den Dokumentarfilmern und Autoren Rüdiger Lorenz und Faranak Djalali vom lebendigen Kulturerbe der Batammariba in der togolesischen Region Koutammako zu berichten. Neben dem Porträt der Batammariba, ihrer Lebensweise und einmaligen Architektur findet die Dokumentation ihren Abschluss in der anschaulichen Erzählung einer Geschichte, die der Clanchef davon zu berichten weiß, wie die Batammariba einst auf die Erde kamen.
"Bei einer Kalebasse Hirsebier", so der Film-Kommentar, "erzählt er die Geschichte, die ihm schon seine Eltern erzählt haben:












