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Verborgene Geschichte


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Verwendeten Neandertaler Heilpflanzen? Pflanzliche Arzneistoffreste in 50.000 Jahre altem Zahnstein entdeckt

Die Neandertaler kannten und nutzten bereits die Heilkraft der Natur: Sie verzehrten bittere Heilpflanzen, um Krankheiten zu kurieren oder ihnen vorzubeugen. Das hat ein internationales Forscherteam herausgefunden, als es 50.000 Jahre alte Nahrungsreste an den Zähnen von fünf Neandertalern untersuchte. Eingelagert Zahnstein fanden sich Bestandteile von Stärkekörnern und anderen Pflanzenmaterialien, aber auch Arzneistoffe aus Heilpflanzen wie Schafgarbe und Kamille. Das sei überraschend, denn diese Pflanzen seien nicht sonderlich nahrhaft und schmeckten zudem noch bitter. Die Neandertaler hätten sie daher vermutlich deshalb gegessen, weil sie die heilende Wirkung solcher Medizinpflanzen bereits kannten, berichten die Forscher im Fachmagazin "Naturwissenschaften".

© CSIC Comunicación
47.000 bis 50.000 Jahre alte Zähne und Kiefer von Neandertalern, die in der El Sidrón-Höhle im Norden Spaniens gefunden wurden; von einigen dieser Zähne haben Forscher jetzt den Zahnstein analysiert.
"Die Neandertaler ernährten sich offensichtlich weitaus vielseitiger und komplexer als bisher angenommen", sagt Erstautorin Karen Hardy von der Autonomen Universität Barcelona in Spanien. Fleisch sei für diese Frühmenschen zwar eindeutig wichtig gewesen, aber die Funde aus El Sidrón deuteten darauf hin, dass die Neandertaler auch die Eigenschaften der in ihrer Umgebung wachsenden Pflanzen bereits gut kannten. Nach Ansicht der Forscher wählten sie Pflanzen bereits gezielt nach ihrem Nährwert oder aber zu medizinischen Zwecken aus.
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Riesiges Maya-Bauwerk entdeckt: Gewaltige hydraulische Dammanlage, mit Schleusen und Filtern, sammelte Wasser der Stadt Tikal

Die Maya schufen mit einfachsten Methoden bereits ein erstaunlich effektives Wassersystem. Das zeigen neue Ausgrabungen in der Mayastadt Tikal in Guatemala. Schon vor 1.700 Jahren filterten sie dort ihr Trinkwasser und reinigten es in einer Art Kläranlage. Zahlreiche Reservoire, Kanäle und eine neu entdeckte Schaltstation sorgten dafür, dass das kostbare Nass nach Regenfällen optimal auf die Speicher verteilt und später wieder abgezapft werden konnte. Die Archäologen entdeckten zudem einen gewaltigen, mehrschichtigen Damm mit Schleusen. Er repräsentiere das größte bekannte hydraulische Bauwerk des gesamten Mayagebiets, berichten die Forscher im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences".

© chensiyuan / CC BY-SA 3.0

Tempel 1 in der Mayastadt Tikal in Guatemala, in seiner Nähe liegen zwei große Wasserspeicher, die die Archäologen jetzt näher untersucht haben.
"Das hydraulische System der Maya war so clever konstruiert, dass es mehr als tausend Jahre lang die Bedürfnisse der wachsenden Bevölkerung dieser Region deckte", schreiben Vernon Scarborough von der University of Cincinnati und seine Kollegen. In diesem Teil Mittelamerikas regnete es nur zu bestimmten Zeiten im Jahr, Wasser versickerte zudem schnell im porösen Gestein des Kalkuntergrunds. Erst das ausgeklügelte System von Speichern, Leitungen und Dämmen ermöglichte es den Maya, das gesamte Jahr über mit dem Regenwasser auszukommen.
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Genetische Daten und Fossilienbeweise erzählen andere Geschichte der menschlichen Ursprünge

Schädel
© commons.wikimedia.org/wiki/User:Anagoria, cc-by-sa 3.0
Archiv: Schädelfragment eines Neandertalers.
Seattle (USA) - US-Wissenschaftler sind bei Analysen der DNA heutiger Afrikaner auf genetisches Material gestoßen, dass so nur durch geschlechtlichen Verkehr mit einer bislang noch unbekannten Spezies in die DNA des modernen Menschen gelang sein konnte. Bislang fehlen jedoch jegliche fossilen Hinweise auf jene Art, hinter der die Forscher eine afrikanische Variante des Neandertalers vermuten.

Wie das Team um Joshua Akey von der University of Washington aktuell im Fachmagazin Cell berichtet, gleichen diese "genetischen Rückstände" weder Teilen der DNA moderner Afrikaner noch des Neandertalers oder moderner Europäer. "Dies bedeutet, dass die jetzt identifizierte DNA von einer bislang noch unbekannten Art stammt", so Akey.

Diese "afrikanischen Geschwister des Neandertalers" haben sich wahrscheinlich von 20.000 bis 50.000 Jahren mit den frühen modernen Menschen in Afrika gepaart - lange also, nachdem diese bereits Afrika verlassen und Asien und Europa besiedelt hatten. Zur gleichen Zeit teilten sich die frühen Menschen in Europa den Lebensraum mit mindestens einer weiteren Menschenart - dem Neandertaler. Wie der Neandertaler, so starb auch dessen vermeintlich afrikanische Variante später aus.
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Wal-Skelette in Perus Wüste gefunden

Wo heute Wüstensand weht, floss früher Meerwasser: In der peruanischen Ocucaje-Wüste bergen Forscher Millionen Jahre alte Wal-Skelette. Warum die Konservierung eine Herausforderung ist.
walskelett
© afp
Eines der bisher gefundenen Wal-Skelette in der Wüste Perus.
Es ist ein Kampf gegen die Zeit und die Kräfte der Natur: Im Süden Perus versuchen Wissenschaftler, Millionen Jahre alte Wal-Skelette zu konservieren. Die versteinerten Überreste von etwa 15 Meeressäugern, die vor drei bis 20 Millionen Jahren lebten, wurden in der Ocucaje-Wüste etwa 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Lima entdeckt.

Wie die Wale in die Wüste kamen, kann das Geologische Institut Ingemmet, dessen Forscher den Fundort seit vier Jahren untersuchen, ganz leicht erklären: Vulkanausbrüche hätten in dem einst unter Wasser stehenden Gebiet alles Leben zerstört und es in Ödland verwandelt.
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Sonnenmasken-Pyramide der Maya gefunden

Maya-Sonnenmaske
© Stephen Houston, brown.edu
Eine von zahlreichen Maskendarstellungen des Maya-Sonnengottes auf der Außenseite der "Teufelspyramide" nahe El Zotz.
El Zotz (Guatemala) - Oberhalb der Maya-Stadt El Zotz in Guatemala haben Archäologen eine Pyramide entdeckt, deren Außenwände mit gewaltigen bemalten Stuck-Masken verziert sind und von der die Forscher vermuten, dass sie als Verbindung zwischen unter der Pyramide beigesetzten Herrscher und dem Sonnengott der Maya errichtet wurde.

Aufgrund früherer Funde an selbigem Ort im Jahre 2010, als das Team um Stephen Houston von der Brown University in Providence (USA) ein mit Artefakten und menschlichen Überresten angefülltes Grab fand, vermuten die Wissenschaftler nun, dass die Pyramide als Verbindung zwischen dem hier verstorbenen und beigesetzten Herrscher und der Sonne errichtet wurde.
Pharoah

Büstenhalter aus dem Spätmittelalter entdeckt

büstenhalter
© AP/ Universität Innsbruck
Der vermutlich älteste BH der Geschichte: Forscher haben das antike Kleidungsstück in Tirol gefunden. Bisher sind die Experten davon ausgegangen, dass Büstenhalter vor rund hundert Jahren zum ersten Mal verwendet wurden.
Vor 100 Jahren wurde der erste Büstenhalter in Serie gefertigt, aber schon weit früher wurden offenbar vergleichbare Kleidungsstücke getragen. Forscher haben in Österreich mehrere BHs aus dem Mittelalter entdeckt.

Innsbruck - Die Universität Innsbruck präsentiert die Funde stolz auf ihrer Internetseite: Archäologen sind in Schloss Lengberg in Osttirol auf Textilien aus dem 15. Jahrhundert gestoßen. Darunter sind auch Kleidungsstücke, die modernen BHs ähneln.

Die insgesamt vier Büstenhalter stammen aus der Zeit des Spätmittelalters und wurden im Jahr 2008 bei Renovierungsarbeiten in dem Schloss gefunden. Zwei der Büstenhalter seien nicht mehr komplett erhalten, glichen aber frappierend den heute verwendeten Kleidungsstücken. Die beiden anderen Funde würden wie "ärmellose Hemden mit eingebauten Körbchen" aussehen.
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Ältester Töpferwarenfund in China: Jäger und Sammler nutzen Tongefäße schon auf dem Höhepunkt der Eiszeit

Gefäßfragment
© Science/AAAS
Dieses verzierte Gefäßfragment aus der Xianrendong-Höhle stammt aus einer späteren Zeit als die ältesten dort gefundene Scherben, es ist etwa 13.000 Jahre alt.
Schon vor 20.000 Jahren stellten unsere nomadischen Vorfahren Tongefäße her, mit denen sie kochten und Nahrungsmittel transportierten. Das zeigt der Fund der bisher ältesten Relikte von Töpferwaren in der Xianrendong-Höhle im Südosten Chinas. Die Scherben stammen von einfachen, unverzierten Gefäßen, die wahrscheinlich über dem offenen Feuer gebrannt worden sind. An den Bruchstücken lasse sich noch ablesen, wie die Urzeit-Töpfer einst ihre Gefäße formten. Sie gehörten zu den Jägern und Sammlern, die auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit in Ostasien lebten, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachmagazin "Science". Die Scherben seien 2.000 bis 3.000 Jahre älter als andere, zuvor in China und Japan gefundene Gefäßrelikte.

"Noch bis vor kurzem dachte man, dass die ersten Töpferwaren erst während der sogenannten neolithischen Revolution hergestellt wurden", schreiben Xiaohong Wu von der Peking Universität und seine Kollegen. Mit diesem Begriff wird der Übergang zu sesshaften Bauernkulturen bezeichnet, der vor gut 10.000 Jahren begann. Die Funde von Xianrendong zeigten nun, dass die Jäger und Sammler in Ostasien schon rund 10.000 Jahre lang Töpferwaren produzierten bevor sie sesshaft wurden und Pflanzen anbauten, sagen die Forscher.
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Maya-Archäologen entdecken neues 2012 Monument, das keine apokalyptische Prophezeiung enthält

Forscher haben in der Maya-Ruinenstätte La Corona einen neuen Text entdeckt, der das Ende des Maya-Kalenders im Dezember 2012 bestätigen soll. “Der Text spricht eher von antiker Politik-Geschichte, als von einer Prophezeiung”, so Marcello Canuto, Direktor der Tulane University Middle America. “Dieser neue Beweis deutet auf den 13. Baktun hin und bestätigt ihn als wichtiges kalendarisches Ereignis.”

Die Mayas feierten das Ende eines jeden Zyklus. Dahinter stünde aber keine apokalyptische Vorhersage, so Canuto. Der 13. Baktun ist der letzte aufgezeichnete Maja-Kalenderzyklus und er endet am 21. Dezember dieses Jahres. Bisher gab es nur ein archäologisches Fundstück, dass das Ende des Kalenders beschrieb. In La Corona fanden Forscher nun in Form eines Treppenblocks mit eingeritzten Hieroglyphen eine zweite Quelle.

(dts Nachrichtenagentur)
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Urahnen des Menschen ernährten sich auch von Baumrinde

Vor zwei Millionen Jahren in Afrika: Zwei menschliche Vorfahren werden von Erdmassen verschüttet. Ein Glücksfall für die Forschung. Denn die gut erhaltenen Zähne verraten die damaligen Mahlzeiten.
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© dpa
Die Wissenschaftlerin Amanda Henry mit einem der untersuchten Schädel
Der Speiseplan der frühen menschlichen Vorfahren war reichhaltiger als bisher gedacht - und enthielt sogar Baumrinde. Das fand ein internationales Wissenschaftlerteam um Amanda Henry vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig heraus. Demnach hatte die erst vor wenigen Jahren neu entdeckte Homininen-Art Australopithecus sediba aus Malapa in Südafrika unter anderem Baumrinde, Blätter, Früchte und Seggen, ein Sauergrasgewächs, im Nahrungsprogramm, berichten die Forscher im Fachjournal Nature.

Baumrinde konnte bisher bei anderen frühen Homininen nicht als Nahrungsmittel nachgewiesen werden. Zur Überraschung der Wissenschaftler unterschieden sich die Essgewohnheiten von Australopithecus sediba von anderen ähnlich alten afrikanischen Homininen. Ihr Speiseplan gleicht eher dem von Schimpansen.
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Legende der Batammariba erzählt von menschlichen Ursprüngen aus dem All

Lagerfeuer des Clans Batammariba, Togo
© swr.de / R. Lorenz, ruediger-lorenz-filmproduktion.de
Am Lagerfeuer erzählt der Clanchef die Legende über die himmlische Herkunft der Batammariba.
Stuttgart (Deutschland) - In der Sendereihe "Schätze der Welt" wurde vor einem Jahr erstmals die Dokumentation "Koutammakou - Land der Batammariba" ausgestrahlt. Neben der eindrucksvollen Reportage über "eines der letzten Beispiele für eine afrikanische Gesellschaft, die noch im Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der Menschen und der Natur wirtschaftet", so der Einführungstext, dokumentiert der Beitrag auch eine ebenfalls aus grenzwissenschaftlicher Sicht interessante Legende der Batammariba, die von himmlischen Besuchern als Ahnen und Überbringern der Kultur berichtet. Die Dokumentation ist seit kurzem auch online verfügbar.

Einfühlsam und ebenso respektvoll wie die Batammariba selbst mit ihrer Natur und ihren Kräften umgehen, gelingt es auch den Dokumentarfilmern und Autoren Rüdiger Lorenz und Faranak Djalali vom lebendigen Kulturerbe der Batammariba in der togolesischen Region Koutammako zu berichten. Neben dem Porträt der Batammariba, ihrer Lebensweise und einmaligen Architektur findet die Dokumentation ihren Abschluss in der anschaulichen Erzählung einer Geschichte, die der Clanchef davon zu berichten weiß, wie die Batammariba einst auf die Erde kamen.

"Bei einer Kalebasse Hirsebier", so der Film-Kommentar, "erzählt er die Geschichte, die ihm schon seine Eltern erzählt haben: