Verborgene Geschichte
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Windsock

Der stärkste bekannte Tornado in Deutschland - Die "ausserordentliche Lufterscheinung" von 1764

Wildeste Gerüchte kommen dem Stargarder Propst Gottlob Burchard Genzmer über die "ausserordentliche Lufterscheinung" zu Ohren, die am 29. Juni 1764 einen Landstrich bei Woldegk im östlichen Mecklenburg in ungeheuerlicher Weise verwüstet haben soll. Gerüchte über bis auf die Grundmauern abgetragene Wohngebäude und in die Luft gehobene Scheunen, über Kinder, die von einem Wirbelwind fortgeweht und nicht wiedergefunden wurden, über Gänse, die von riesigen Hagelkörnern erschlagen wurden, über vereiste Äste, die kilometerweit durch die Luft flogen. Die Erzählungen von der "unerhörten Naturbegebenheit" dringen bis an den Hof des Herzogtums Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz. Ein Minister erteilt Genzmer den Auftrag, vor Ort zu prüfen, was an den Behauptungen dran ist.

Die "ausserordentliche Lufterscheinung" von 1764
© Unbekannt
Der Tornado, der am 29. Juni 1764 eine rund 900 Meter breite Schneise der Verwüstung durch die Region um Woldegk zieht, ist mit geschätzten Windgeschwindigkeiten von 450 km/h der stärkste Tornado, der jemals in Deutschland registriert worden ist.

Eye 2

Nach dem Ende von Nazideutschland: In Argentinien finden NS-Killer Zuflucht und können eine neue Existenz aufbauen

Nach dem Ende des "Dritten Reiches" fürchten die Massenmörder um ihr Leben. In Argentinien können sich NS-Schergen wie Eichmann oder Mengele eine neue Existenz aufbauen. "Mein Kampf" verkauft sich dort bis heute gut.

© Wikipedia Commons
Buenos Aires 1950
Zwischen Romanen von Gabriel García Marquez und Sidney Sheldon wird Adolf Hitlers "Mein Kampf" an einem Kiosk in Buenos Aires feilgeboten. "Ich war schon immer ein Fan von Deutschland", sagt Kioskbesitzer Ubaldo. Und wie ein Beispiel für eine bis heute in Argentinien häufig anzutreffende Faszination für Nazi-Deutschland fügt der 76-Jährige hinzu: "Vor der taktischen Leistung der "Graf Spee" in der Schlacht vom Rio de la Plata habe ich allen Respekt." Das nach einem Gefecht mit drei britischen Kreuzern manövrierunfähige Panzerschiff wurde von seiner Besatzung am 17. Dezember 1939 vor Montevideo versenkt. Kapitän Hans Langsdorff nahm sich das Leben und wurde auf dem Deutschen Friedhof in Buenos Aires beigesetzt.

Vage Vorstellung von Deutschland

© AKG/IMS
Flucht im Poncho: SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann, Organisator der Judentransporte in die Konzentrationslager, in Argentinien, wohin er 1950 fliehen konnte
"Mein Kampf verkauft sich gut", sagt Ubaldo. Der Raubdruck aus einem chilenischen Verlag werde von ganz unterschiedlichen Leuten verlangt, sogar ein Pfarrer habe es vor kurzem erworben. "Nazis sind das in der Regel keine", glaubt die Historikerin Alicia Benmergui, die Vorträge über den Nationalsozialismus in Erwachsenen- Bildungseinrichtungen hält: "Viele Argentinier sind einfach begeistert von der Disziplin und dem Patriotismus, die sie dem Deutschland des Dritten Reichs zuschreiben." Abgesehen davon hätten viele Argentinier aber nur eine vage Vorstellung meist aus Kinofilmen von den Zuständen in Deutschland zwischen 1933 und 1945. Die Schrecken des Holocausts würden von vielen verdrängt.

In den Schulen werde bisher kaum systematisch die Geschichte des Nationalsozialismus gelehrt, beklagt Marisa Braylan vom Zentrum für Sozialforschung (CES), einer Einrichtung der Jüdischen Gemeinde in Argentinien. Dabei sei das Interesse durchaus vorhanden. So hätten sich zu einem CES-Seminar zum Thema "Der Nationalsozialismus und sein Einfluss auf Argentinien" mehr als 200 Geschichts- und Politikstudenten eingeschrieben. In anderen Vorlesungen gehört für sie auch "Mein Kampf" zur Pflichtlektüre. "Um eine Idee von der Rassenideologie zu bekommen, die hinter der Judenverfolgung und dem Antisemitismus steht, sollte jeder Geschichtsstudent das Buch lesen", sagt Benmergui.

Patriotismus ist in dem Einwandererland Argentinien immer noch ein heikles Thema. In der Gesellschaft der "Entwurzelten" ist die Sehnsucht nach nationaler Identität groß. In einem Land, in dem knapp 85 Prozent der Bevölkerung in zweiter oder dritter Generation von Italienern oder Spaniern abstammen, fühlen sich viele Menschen noch nicht als "Südamerikaner", können sich aber auch nicht mehr mit Europa identifizieren.

Kommentar: Gewisse psychopatische Leute fallen immer wieder auf die Füße, weil sie weder ein Gewissen haben noch Mitgefühl kennen. Und von "pychopatischen Führern" geleitete Länder nehmen sie auf.

Um eine Vorstellung der Denkweise von solchen Leuten zu bekommen, empfehlen wir das Buch von Dr. Andrzej Łobaczewski. Verstärkt wird die schädliche Wirkung von jenen durch diejenigen, welche Ihnen folgen - die Mitläufer. Zu dieser Gruppe der autoritären Gefolgsleute gehören laut Forschungen von Bob Altemeyer mindestens 50% der Weltbevölkerung. Lesen Sie sein Buch The Authoritarians, um darüber mehr zu erfahren. Lesen Sie darüber, wie viele normale Menschen bei Milgrams Experiment reagierten - als gehorsame Mitläufer. Informieren Sie sich und lernen Sie nein sagen zu können - denn "wer aus der Vergangenheit nicht lernt ist dazu verdammt sie zu wiederholen."

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Snakes in Suits

Operation Paperclip - Die Jagd auf deutsches Know-How - Nazizugehörigkeit spielte bei einigen keine Rolle mehr

© NASA / public domain
Projekt Paperclip Team in Fort Bliss (1946)
Als 1957 der russische Sputnik als erster Satellit die Erde umkreiste, tröstete der amerikanische Komiker Bob Hope seine in ihrem Selbstbewußtsein tief erschütterten Landsleute in einer Fernsehsendung mit dem Witz: "Das ist ganz einfach, ihre Deutschen sind eben besser als unsere Deutschen." Wie in jeder guten Pointe, hatte Hope hier lediglich eine allgemein bekannte Tatsache überspitzt formuliert. Richtiger wäre allerdings gewesen, wenn er gesagt hätte: "Die Russen haben eben viel mehr Deutsche als wir."

© Wikimedia Commons
V2 Rakete
Begonnen hatte es mehr als zwölf Jahre zuvor. Bereits während der Entwicklung der amerikanischen Atombombe, war die deutsche Konkurrenz ins Visier des Geheimdienstes geraten. Das Auftauchen deutscher Düsenjäger und Raketen verstärkten dieses Interesse. Als die alliierten Armeen dann siegreich in Europa vorstießen, folgten ihnen Männer, die gezielt nach den Entwicklern der gefürchteten deutschen Geheimwaffen fahndeten. Von den Büroklammern, mit denen die Karteikarten der wichtigsten Ingenieure gekennzeichnet waren, erhielt das Unternehmen seinen Namen: "Operation Paperclip". Wirklich fündig wurden die Jäger allerdings erst, nach dem deutschen Zusammenbruch. Am 2. Mai, fünf Tage vor der Kapitulation, stellte sich Wernher von Braun mit den führenden Mitarbeitern des Raketenzentrums Peenemünde den Amerikanern. Eine Tat, für die nicht wenige einfache Soldaten noch zur selben Zeit gehängt wurden. Andere folgten, und die Amerikaner kamen bald kaum noch damit nach, ihre Beute zu sichten. Zu den Atomphysikern, Raketenbauern, Flugzeugingenieuren, Elektronik- und Fernlenkspezialisten, kamen Uranvorräte, Raketen, Düsenjäger und tonnenweise Akten und Konstruktionszeichnungen. Bei der Auswertung und Teilung der Beute arbeiteten Amerikaner und Engländer eng zusammen. Schlechter sah es für den dritten im Bunde aus: Die Franzosen fanden ihre Besatzungszone bereits regelrecht ausgeplündert vor, da die angelsächsischen Jagdkommandos bereits alles abgeräumt hatten. Am schlimmsten traf es aber die Russen. Vor ihnen hatten sich nicht nur die meisten Wissenschaftler in Sicherheit gebracht, sondern die Amerikaner hatten auch die unterirdischen Raketenwerke in Thüringen gründlich gesäubert, bevor sie diese an ihre Verbündeten übergeben hatten.

Bald nachdem die Gefangenen gründlich vernommen worden waren, wurde deutlich, daß man zumindest einige von ihnen für eine etwas dauerhaftere Zusammenarbeit benötigen würde. Die Amerikaner hatten die erste Wahl, wollten aber zunächst nur hundert Wissenschaftler zeitlich befristet in ihre Dienste nehmen. Kurz darauf wurde die Zahl jedoch auf 350 erweitert. Samt ihren Raketen landeten die führenden Köpfe aus Peenemünde nun in New-Mexiko, um dort unter strenger Überwachung ihre Arbeit fortzuführen. Wegen der V-Waffen-Angriffe auf London, war an eine Verwendung deutscher Raketenbauer in England nicht zu denken. Deshalb beschränkte man sich dort auf einige Spezialisten für U-Boote und Düsenjäger. Das waren relativ wenige. Vor allem wenn man bedenkt, daß allein in Peenemünde 5.000 Wissenschaftler und Techniker gearbeitet hatten; ganz zu schweigen von denen, die bei Focke-Wulf, Heinkel, Junkers oder Messerschmitt neue Triebwerke und Fernlenkraketen gebaut hatten. Zwar kamen nicht wenige bei der privaten amerikanischen Luftfahrtindustrie unter, dennoch blieben mehr als genug übrig, denen das zerstörte Deutschland nicht viel zu bieten hatte. Unter ihnen konnten nun auch die Zukurzgekommenen rekrutieren. Zuerst warben die Franzosen mit Forschungseinrichtungen im grenznahen Elsaß und guten Verträgen in Paris. Mit Eugen Sänger und Rolf Engel, zwei Pionieren im Bereich der Raketentriebwerke, Wolfgang Pilz aus Peenemünde und anderen konnten sie jetzt ebenfalls einige hochrangige Spezialisten verpflichten.

Kommentar: Gewisse Leute fallen immer wieder auf die Füße, weil sie weder Gewissensbisse haben noch Loyalitäten kennen. Und von "pychopatischen Führern" geleitete Länder nehmen sie auf.


Bad Guys

Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg - Hungerjahre verursacht durch den "Zusammenbruch" oder Absicht der alliierten "Eliten"?

© Röhnert
Krefeld, Hungerwinter, Demonstration
Die Ursachen der Versorgungskrise

Aus dem Bedingungsgeflecht sind vor allem drei Faktoren herauszuheben: die Welternährungskrise, der Rückgang der landwirtschaftlichen Produktivität und der Zusammenbruch der Infrastruktur.

Kinzhuber hat den Rückgang der Nahrungsmittelproduktion in Europa 1946 mit 37%, 1947 mit 25% gegenüber 1938/39 berechnet.[Anm. 11] Baade schätzte das Defizit allein in Osteuropa aufgrund von Vertreibung und Bodenreform auf 25 Millionen Tonnen Getreidewert.[Anm. 12] Das war das Doppelte des Welthandelsumsatzes an Weizen am Ende der dreißiger Jahre. Die USA und Kanada hatten zwar während des Krieges ihre Weizenproduktion kräftig ausgeweitet, dem stand aber ein starker Erzeugungsrückgang in Argentinien und Australien gegenüber. Zudem hat England einen Teil des australischen Weizens nach Indien geleitet, um die unruhigen Verhältnisse dort zu stabilisieren. Die Versorgungslast lag somit hauptsächlich auf den USA, doch hat erst die Rekordernte 1947 ihnen erlaubt, ihren Export stark zu erhöhen. In Anbetracht angespannter Ernährungsverhältnisse in den meisten europäischen Staaten, von denen nur die angelsächsischen Länder, Skandinavien und die Schweiz 1946/47 das Niveau der Vorkriegszeit erreichten, bestand für sie im Hinblick auf die Kriegsschuld bis 1947 keine Veranlassung, Deutschland vorrangig oder in gleichem Maße zu beliefern wie die übrigen Länder.

© Unbekannt
Berlin, Einwohner zerlegen ein Pferd
Die binnenwirtschaftlichen Ursachen der Ernährungskrise lagen vor allem in der unzureichenden Versorgung der Landwirtschaft mit Handelsdünger. Bedingt durch Rohstoffstreuung und Spezialisierung hatte sich die deutsche Industrie seit dem 19. Jahrhundert zu einem Konglomerat von Zuliefererindustrien entwickelt, deren Geschäftsverbindungen nun durch die Zonengrenzen unterbrochen waren. Wohl besaß die Französische Zone mit der BASF eine bedeutende Erzeugungsstätte für Stickstoffdünger, aber die Produktion war durch Zerstörungen noch stark eingeschränkt. Die großen Kaligruben lagen in der sowjetisch und in der britisch besetzten Zone, Phosphorsäure wurde an Ruhr und Saar gewonnen. Indem die Militärregierung sowohl Phosphorsäure von der Saar als auch Stickstoff von der BASF in Ludwigshafen für den Bedarf des Mutterlandes abzweigte, war der Bedarf der Französischen Zone an Handelsdünger, ohne den die Landwirtschaft in Deutschland schon längst nicht mehr lebensfähig war, nur zum geringen Teil gedeckt. Hinzu kamen der nicht zu unterschätzende Verlust der großen ostdeutschen Saatzuchtanstalten sowie der Rückgang des Viehbestandes. Das minderte die Ertragsleistung des Bodens (fehlender Stallmist). Man kann für Rheinland-Pfalz 1945 einen Ertragsrückgang bei den Feldfrüchten gegenüber den dreißiger Jahren um ein Drittel bis ein Viertel annehmen. Die Produktivität des Bodens nahm in den folgenden Jahren noch weiter ab.

Die Ernährungswirtschaft hatte nicht nur Erzeugungs-, sondern nicht geringere Erfassungs- und Verteilungsprobleme. Die Zerstörung der meisten Brücken und zahlreicher Bahnlinien, die schweren Schäden am Straßennetz und der Mangel an Kraftfahrzeugen und Treibstoff sowie die Behinderungen im Post- und Telefonverkehr haben bis 1947 eine einigermaßen gleichmäßige Verteilung der Lebensmittel auf die einzelnen Landesteile, Städte und Kreise nicht gelingen lassen. Hinzu kam der Ernährungsegoismus der Regionen. Mit der Auflösung des Reichsnährstandes ging zudem die ständische Organisation der Landwirtschaft verloren, die bis Kriegsende wirkungsvoll gearbeitet hatte. Die staatlichen Beamten als Kontrolleure bildeten dafür keinen vollwertigen Ersatz. Und die Strafandrohungen und -maßnahmen der Militärregierung verpufften z.T. an der kleinagrarischen Struktur der Landwirtschaft, die mit ihren vier Millionen Handtuchfeldern kaum wirkungsvoll zu kontrollieren war. Nichts macht dies deutlicher als der Umfang des Schwarzen Marktes. Die Freigabe des landwirtschaftlichen Marktes und insbesondere der Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse kam aus sozialen Gründen nicht infrage. Bei der Knappheit der Lebensmittel wären die Ärmsten verhungert.

Kommentar: Die damaligen Machthaber hatten wohl ihre Gründe, dass die damaligen Menschen mit einer eiweiß- und fettarmen Ernährung zurechtkommen mussten. Tatsache ist, dass eine gute Ernährung es Ihnen deutlich leichter macht, klar zu denken und die teilweise sehr raffinierten Manipulationen von Psychopathen leichter zu enttarnen. Um einen Einblick in das Geschehen der Politik auch in der Zeit nach dem Krieg zu bekommen, empfehlen wir das Buch von Dr. Andrzej Łobaczewski.

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Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke



Bomb

Einzigartiger Farbfilm: Apokalyptisches Berlin im Juli 1945

Filmaufnahmen mit zum Teil bisher unveröffentlichtem Material, gedreht rund zwei Monate nach dem Fall Berlins, zeigen das ungeheure Ausmaß der Zerstörung in der deutschen Hauptstadt und die Versuche der Zivilbevölkerung zu einer gewissen Normalität zurückzufinden.

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Video Konstantin von zur Mühlen
Berlin war im Juli 1945 bereits in vier Besatzungszonen aufgeteilt und man sieht auf den Aufnahmen bereits errichtete Schilder und Hinweise in russischer Sprache im sowjetischen Sektor. Besonders eindrücklich sind die Aufnahmen der zentralen Plätze Berlins wie Alexanderplatz, Reichstag, Berliner Dom, Führerbunker und Potsdamer Platz.


Palette

Faszinierende Kunstwerke aus der Eiszeit zeigen: Urmenschen waren keine "Barbaren", sie waren kultiviert

Spektakuläre Funde aus dem Hohlen Fels, einer Höhle bei Ulm, und anderen Höhlen der Schwäbischen Alb gelten als die ältesten Kunstwerke der Menschheit. Die zum Teil über 30.000 Jahre alten Schnitzereien aus Mammutelfenbein zeigen unter anderem einen Pferdekopf, einen Wasservogel und den berühmten Löwenmenschen. Wissenschaftler vermuten, dass es sich dabei um die Darstellung eines Schamanen handelt, möglicherweise ein Hinweis auf schamanistische Praktiken bei den Jägern der Eiszeit.
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Rekonstruktion des Löwenmenschen
Die Fundorte

Insgesamt kam es in vier Höhlen zu Funden der ältesten figürlichen Kunst der Menschheit. Einige davon sind zum Beispiel: die Venus im Hohle Fels im Achtal bei Schelklingen, der Löwenmensch im Hohlensteinstadel im Lonetal, das Mammut der Vogelherdhöhle im Lonetal sowie eine Flöte aus Schwanenknochen im Geißenklösterle im Achtal bei Blaubeuren.

Der Fundort des Löwenmenschen war möglicherweise ein Versteck oder ein Kultplatz, während der "Hohle Fels" hauptsächlich zu Wohnzwecken genutzt wurde. Die Interpretation der bisherigen Funde ergab, dass sie vor allem in den Wintermonaten und im Frühjahr von den Eiszeit-Jägern bewohnt worden war. Deren wichtigste Jagdbeute waren Pferde. Der Hohle Fels, zwischen Blaubeuren und Schelklingen gelegen, wird seit dem späten 19. Jahrhundert wissenschaftlich erforscht.

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Hohler Fels bei Schelklingen-Hütten
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Hohle Fels von Innen

Cheesecake

Waren Neandertaler Kannibalen? Menschenfresser in der Altsteinzeit

In einer Höhle im Norden Spaniens entdecken Forscher die Fossilien einer Neandertaler-Familie. Erste Untersuchungen zeigen, dass einige Knochen Kerben aufweisen. Dies ist ein Indiz dafür, dass der Neandertaler bei seinesgleichen auf dem Speiseplan stand.
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Im unterirdischen Flussbett überdauerten mehr als 2000 Fossilien von Neandertalern die Jahrhunderte.
Der Eingang zur Höhle El Sidrón ist ein Loch im Boden, auf das ein Gullideckel passen würde. „Zugang verboten“, informiert ein Schild. Marco de la Rasilla, Professor für Archäologie an der Universität von Oviedo, und sein Team aus Studenten und Doktoranden streifen Regenkleidung über, bevor sie in die Höhle hinabsteigen.

Über Steine und durch Matsch geht es einen Gang entlang, dessen Wände aus Erde und Felsen bestehen. An einer Stelle müssen die Studenten und der Professor auf Knien rutschen, so niedrig ist der Gang. Sie können die 500 Meter langgestreckte Höhle nur im Sommer gefahrlos betreten, denn von November bis Mai fließt hier Wasser: Die Höhle ist ein Flussbett.

Nach rund 250 Metern beschwerlichem Fußmarsch wird es plötzlich breiter: Waschbecken stehen hier, so groß wie Badewannen. Kleine Knochen und Steine trocknen auf Gittern, die mit Zeitungspapier ausgelegt sind.

Kommentar: Neandertaler "manipulierten" ihre Toten - Knochenbrüche und Schnittspuren gefunden


Pi

Der Diskos von Phaistos: Warum der erste uns bekannte Druck in der Menschheitsgeschichte immer noch rätselhaft bleibt

Der Diskos von Phaistos (oder auch »Diskus von Phaistos«) wurde im Jahr 1908 in der minoischen Palastanlage von Phaistos auf Kreta gefunden. Es ist eine runde Tonscheibe, die in einer Spiralform angebracht, verschiedene Menschen-, Tier- und Pflanzenmotive zeigt.

Der Diskus misst 16 Zentimeter im Durchmesser und ist zwei Zentimeter dick. Er ist auf der Vorderseite in 31 Felder und auf der Rückseite in 30 Felder unterteilt. In denen wurden vor dem Brennen des Tons mit Stempeln insgesamt 242 Zeichen aufgeprägt, die 45 verschiedene Motive beinhalten. Allerdings wurden Vorder- und Rückseite willkürlich zugeordnet und sind nicht wirklich als solches erkannt worden.
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© Unbekabbt
Der Diskos von Phaistos
Er ist aus verschiedenen Gründen einzigartig. Zum einen wurden die einzelnen Figuren mit verschiedenen Stempeln aufgedruckt. Er stellt somit den ersten uns bekannten Druck in der Menschheitsgeschichte dar, der mit wiederverwendbaren Schriftzeichen-Stempeln erstellt wurde und einen kompletten Text ergibt. Zum anderen ist er auch so außergewöhnlich, weil es keinen vergleichbaren Fund dieser Art gibt.

Eye 2

Unbekannte Dinosaurier-Art mit federloser Flughaut in China entdeckt

Knochen- und Knorpelstrukturen an den vorderen Gliedmaßen von Yi qi erinnern an die Flügel heutiger Fledertiere.
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© Zang Hailong, Dinostar Co. Ltd.
Künstlerische Darstellung von »Yi qi« 
Peking/Wien - Erst Mitte der 1990er-Jahre konnte durch Fossilienfunde in China nachgewiesen werden, was schon längst vermutet worden war: dass bereits Dinosaurier Federn trugen. Damit wurden die Lücken im Fossilbefund der Entwicklungslinie von flugunfähigen theropoden Dinosauriern hin zu den heutigen Vögeln erheblich kleiner.

Seither häuften sich die Funde gefiederter Theropoda und brachten nicht nur neue Einblicke in die komplexe Evolution des Fliegens, sondern veränderten auch die zeitgenössische Darstellung von Dinosauriern nachhaltig: Die einst glatthäutig bis schuppig abgebildeten Urzeitechsen werden zunehmend in bunten Federkleidern gezeigt. Freilich dürften die Federn lange Zeit nichts mit dem Fliegen zu tun gehabt haben, sondern vielmehr Wärmeregulatoren und Balzschmuck gewesen sein.

Ice Cube

Ausbruch des Toba - Horrorszenario Eruption eines Supervulkans

Drohen gigantische Vulkanausbrüche, die das Klima der Erde nachhaltig verändern?

Ein US-Geologe warnt die Welt vor gigantischen Vulkanausbrüchen, die das Klima der Erde nachhaltig verändern würden. Nach seinen Berechnungen ist eine globale Eruptions-Katastrophe sehr viel wahrscheinlicher als ein verheerender Asteroiden-Einschlag.

© Henrik Hansson / WikiCommons
Michael Rampino von der New York University hielt gerade auf der Astrobiologie-Konferenz ("Bioastronomy 2002 in Australien ein Referat über die Bedrohung von Zivilisationen auf erdähnlichen Planeten durch Supereruptionen (“Super eruptions as a threat to civilizations on earthlike planets", erscheint demnächst in Icarus, International Journal of Solar System Studies. Sieht nicht gut aus für die Außerirdischen, denn Exoplaneten (Vgl. 30 Milliarden Erden in unserer Milchstraße?), auf denen Leben existiert, sind sehr wahrscheinlich vulkanisch aktiv. Vulkane sind eine Quelle essenzieller Gase wie Kohlendioxyd und Wasserdampf. Wenn Rampino Recht hat, kommt es alle ungefähr 50'000 Jahre zu Super-Eruptionen, bei denen ein großer Teil der Bevölkerung stirbt und die zivilisatorische Entwicklung stark gebremst wird.

Kommentar: Als der Tambora Anfang des 19. Jahrhunderts ausbrach gab es im darauffolgenden Jahr keinen Sommer und kaum eine Ernte. Eine Hungersnot folgte auf dem Fusse. Ähnliches geschah nach dem Ausbruch des Laki wenige Jahrzehnte zuvor. Zusätzliche Probleme bereiteten den damaligen Menschen die außergewöhnlich langen, kalten, schneereichen Winter nach diesen Vulkanausbrüchen. Bei diesen Ereignissen handelt es sich um außergewöhnliche Beispiele von extremen Ausbrüchen "normaler Vulkane". Kein Supervulkan war beteiligt. Jedoch waren die Auswirkungen auf die Gesellschaft schon extrem genug. Der Ausbruch eines Supervulkan würde das Leben auf der Erde, so wie wir es kennen, für immer ändern. In den letzten Jahren nahmen nicht nur Vulkanausbrüche zu, auch die Erscheinungshäufigkeit von Meteoritensichtungen hat sich drastisch erhöht. Zusammen mit den Anderen Erdveränderungen und gesellschaftlichen Ereignissen ergibt dies eine Mischung, die wir nicht unterschätzen sollten.