Erdveränderungen
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Bizarro Earth

Starkes Erdbeben in der Ägäis bis nach Malta spürbar: Stärke 5,6

S greece quake
Ein starkes Erdbeben hat sich am 29.08.2014 um 03:45 UTC bei der griechischen Insel Milos in der südlichen Ägäis ereignet. Die Stadt Adamas liegt auf der Insel Milos.

Das Epizentrum lag ca. 60 km westlich von Adamas, Griechenland; ca. 121 km südlich von Vari, Griechenland; ca. 122 km südlich von Voula, Griechenland; und ca. 123 km südlich von Kalyvia Thorikou, Griechenland.

Bis zur griechischen Hauptstadt Athen waren es ca. 137 km.

Das Erdbeben hatte eine Stärke von 5,6 und die Bebentiefe lag bei 91,8 km.

Im Umkreis von 100 km zum Epizentrum leben ca. 94.477 Menschen.

Laut ersten Berichten von Anwohnern der Region wurde das Beben sehr deutlich und stark empfunden. Die Häuser in der Region gerieten ins schwanken. Das Beben hat viele Menschen stark verängstigt. Viele Urlauber in Hotels haben das Erdbeben miterlebt. Auch in Athen war das Beben deutlich zu spüren.

Selbst aus dem über 800 km entfernten Malta gibt es Meldungen, dass das Erdbeben von Anwohnern gespürt wurde.

Den Erdbeben folgte bereits einem Beben mit der Stärke 4,7 um 03:48 UTC.

Kommentar: In letzter Zeit scheinen Vulkanausbrüche und Erbeben stark zuzunehmen. Dieses Erdbeben war ziemlich nahe am Vulkan Thera (heute Santorin). Der Thera ist im 17. oder 16. Jahrhundert v. Chr. ausgebrochen und hat bei dieser Eruption Gestein und Fragmente im gesamten östlichen Mittelmeer verteilt. Dies führte zu extremen Wetterereignissen und Problemen in davon betroffenen Gebieten. Die altägyptische Unwetterstele beschreibt dieses Ereignis so: Der Himmel verfinsterte sich von Westen und es begann ein ununterbrochener Starkregen, der für mehrere Tage anhielt. Die hohen Niederschlagsmengen verursachten eine verheerende Nilflut, die Gebäude zerstörte und Menschen tötete. Es gab eine außergewöhnliche Dunkelheit, die auch tagsüber anhielt. Das Unwetter wurde zudem von einem unbeschreiblichen Lärm begleitet. Nach dem Ende der Naturkatastrophe wurden Gräber, Tempel und Pyramiden verwüstet aufgefunden.

Cloud Precipitation

Regenmassen setzten Schweden und Dänemark zu

In der Nacht setzt in Dänemark und Schweden heftiger Regen ein. Das Unwetter ist so heftig, dass Straßen unter Wasser stehen. Menschen können sich im letzten Augenblick aus Fahrzeugen retten.
© dpa
Stockholm - In der Nacht setzt in Dänemark und Schweden heftiger Regen ein. Das Unwetter ist so heftig, dass Straßen unter Wasser stehen. Menschen können sich im letzten Augenblick aus Fahrzeugen retten.

Heftige Regen-Unwetter haben in Dänemark und Schweden Straßen und Keller überflutet und den Bahnverkehr behindert. Menschen wurden von den Wassermassen eingeschlossen und gerieten in Lebensgefahr. Besonders stark trafen die Regenfälle die dänische Hauptstadt Kopenhagen sowie Schwedens drittgrößte Stadt Malmö. Das berichteten die Behörden. Ernsthaft verletzt wurde aber niemand.
HAL9000

Mehrere Zirkustiere von Blitz erschlagen

totes tier
© suma / frbe
Der Tod von 19 Zirkustieren in Wald-Michelbach bleibt mysteriös. Die geschockte Zirkusfamilie kann kaum glauben, dass Pferde und Hunde vom Blitz erschlagen wurden. Die Ergebnisse der Obduktion lassen auf sich warten.


Die zehn Hunde und neun Pferde seien ins Hessische Landeslabor nach Gießen gebracht worden, sagte eine Sprecherin der Polizei am Montag. "Jedes Tier muss einzeln untersucht werden. Bis wir ein Ergebnis haben, kann es Ende der Woche werden." Bis dahin bleibt völlig unklar, warum die Tiere des Wanderzirkusses "Fischer Starlight" in der Nacht zum Sonntag in einem Außengehege in Wald-Michelbach (Bergstraße) verendeten.

Leyla Fischer von "Fischer Starlight" kann sich kaum vorstellen, dass es wirklich ein Blitz war, der die Tiere tötete. "Die Hunde haben alle in einer Reihe gelegen", berichtete sie dem hr. Die Polizei vermutet dennoch, dass die Tiere Opfer eines Unwetters wurden. In der Nacht sei es über Wald-Michelbach gezogen. "Die Tiere befanden sich gegen 3 Uhr morgens noch lebend auf der Weide", sagte der Sprecher. Gegen 7.30 Uhr waren die toten Tiere dann von einem Zirkus-Mitarbeiter gefunden worden.

Kommentar: Es ist nicht das erste Mal in den letzten Monaten und Jahren, dass mehrere Tiere - und sogar Menschen - von einem Blitz erschlagen wurden (leider nur auf Englisch):

SOTT EXCLUSIVE: The Wrath of Gods - Lightning strikes are more intense and more deadly, and solar wind is to blame

Cloud Grey

Vulkan Tavurvur in Papua-Neuguinea bricht aus

Im Pazifikstaat Papua-Neuguinea ist der Vulkan Tavurvur ausgebrochen. Auf Twitter verbreitete sich sofort ein spektakuläres Foto vom aschespeienden Berg. Es sei niemand verletzt worden.
Vulkan Tavurur
© EPA (Bruce Alexander)
Vulkan "Tavurur" ist ausgebrochen.
Asche und Gestein wurden in den Himmel geschleudert, als Vulkan "Tavurur" im Pazifikstaat Papua-Neuguinea ausbrach. Einige Felder von Bauern in der Umgebung seien auf der Insel Neubritannien in Mitleidenschaft gezogen worden. Schulen und Geschäfte wurden demnach vorsorglich geschlossen. Evakuierungen seien zunächst nicht angeordnet worden - die Bewohner der Provinzhauptstadt Rabaul wurden allerdings dazu aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben.

Als eines der ersten Bilder, wurde bereits ein ganz besonderes auf Twitter herumgereicht - der Schnappschuss von einer Userin zeigt den Vulkan in den frühen Morgenstunden.

Kommentar: Kommentar:
Mt Tavurvur eruption 2
© Oliver Bluett
Der Ausbruch von Tavurvur, aus einem anderen Blickwinkel


Better Earth

Starkes Erdbeben in Japan, vor der Küste von Kyushu: Stärke 5.9

Kyushu Erdbeben
Nach vorläufigen Angaben des USGS traf um 21.14 Uhr MESZ ein starkes Erdbeben den Süden von Japan. Magnitude 5.9 wird angegeben. Das Epizentrum lag demnach knapp 60 Kilometer vor der Küste der südlichen Hauptinsel Kyushu (Präfektur Miyazaki). Die Japanische Meteorologiebehörde nennt Magnitude 6.1. Aut Kyushu wurde maximal JMA Intensität 4 registriert. Dies führt in der Regel nicht zu Sachschäden. Tsunamigefahr besteht nicht.

Das Erdbeben fand in sehr flacher Tiefe statt. Es gab ein Vorbeben der Stärke 4.1 um 18.30 Uhr.
Binoculars

Einzigartige Aufnahme: Blitz schlägt in Frachtmaschine ein - Entlang eines Regenbogens

Leipzig. Er wollte ein Flugzeug vor einem Regenbogen fotografieren, als es plötzlich hell am Himmel zuckte: Birk Möbius ist am Sonntagabend ein wohl einzigartiges Bild am Himmel über Leipzig gelungen. Der 44-jährige Sportflieger hielt den Moment fest, als ein Blitz in eine Boeing 777 einschlug. Die Maschine landete trotz des Zwischenfalls sicher am Flughafen Leipzig/Halle.
blitzeinschlag boeing
© Air Marini
Es war um 19.40 Uhr am Sonntag, als Möbius auf dem Flugplatz am schwarzen Berg bei Taucha seine Spiegelreflexkamera gen Horizont richtete. „Wir hatten tagsüber einige Rundflüge gemacht und gerade unsere Maschinen gereinigt, da fing es an zu regnen. Als ich den Regenbogen sah, habe ich zur Kamera gegriffen“, erzählte der Hobbyfotograf am Montag gegenüber LVZ-Online.

„Sofort Gänsehaut bekommen“

Während seine Kollegen die Sekunden herunter zählten, bis der Jumbo im Landeanflug den Regenbogen erreichte, hielt der 44-Jährige seinen Finger am Auslöser. „Ich habe dann vielleicht drei, vier Mal draufgedrückt. Manuell, keine Serienaufnahme.“ Obwohl es kurz donnerte, realisierte Möbius im ersten Moment gar nicht, was für einen Volltreffer er landete. „Ich habe auf das Display geschaut und sofort Gänsehaut bekommen.“
Pumpkin 2

Island: Spalteneruption im Holuhraunlavafeld

Die Eruption der letzten Nacht dauerte möglicherweise nur 3-4 Stunden und ist mittlerweile vorbei. Der Geologieprofessor Magnús Tumi Guðmundsson bezeichnete die Eruption in den Medien als “Unfall” und sagte des es zu weiteren Eruptionen kommen könne. Der Ausbruch hat sich im Holuhraunlavafeld ereignet das sich nördlich des Dyngujökull befindet.
Spalteneruption
Bilder die mit den Infrarotkameras des Überwachungsflugzeuges der Küstenwache aufgenommen wurden, zeigen relativ geringe Lavamengen. Die Länge der Spalte wurde mit etwa 900m gemessen. Auch die Flugsperrzone wurde in der Zwischenzeit auf 3 nautische Meilen reduziert, der Warnzustand des Bardabunga auf orange zurückgestuft.
Spalteneruption Dyngujökull
© Unbekannt
Nördlich des Dyngujökull hat letzte Nacht im Bereich der Magmaintrusion eine Spalteneruption begonnen. Dort hat sich nach Angaben des isländischen Wetterdienstes eine gut 1km lange Spalte geöffnet, aus der Lava austritt, die auch gut auf den Webcams von Míla zu sehen war.
Better Earth

Ein kurzer Ausbruch des Bardarbunga, schmelzendes Gletschereis und Magma bis zum Vulkan Askja

Heute haben sich über den Tag einige Informationen angesammelt, die ich jetzt jeweils kurz anreissen werde. Der Geologe Magnús Tumi Guðmundsson geht mittlerweile davon aus, das es einen kurzen Ausbruch des Bárðarbunga gab, der zum schmelzen von Gletschereis führte. Er sagte dem isländischen Fernsehsender RÚV gegenüber aber auch, das er davon ausgeht, das diese (sehr kleine) Eruption bereits wieder beendet sei. Dafür spricht auch, das der heutige Überwachungsflug der isländischen Küstenwache zusammen mit Geologen keine Veränderungen an den gestern entdeckten Eiskratern fand.

Der Rand des Dyngjujökull von Holuhraun aus
© Matthew J. Roberts.
Der Rand des Dyngjujökull von Holuhraun aus, Blick nach Norden.
Der Gletscher erscheint auf dem Foto dunkel. Risse sind sichtbar, z.B. in der Nähe des kleinen Sees in der Mitte des Fotos, und sie erstrecken sie sich vom See in Richtung Norden. Die weißen Streifen links unten sind vermutlich Risse im Gletschereis.
Beim Wasser gehen die Geologen davon aus, das es in Richtung des Grímsvötn (also des See unterhalb des Vatnajökulls, die Namensgebung ist hier leider nicht eindeutig) geflossen ist. Messungen des Wasserspiegels im See zeigten, das dieser in den letzten Tage um bis zu 15m gestiegen ist, was relativ genau mit den Volumina an abgetautem Eis übereinstimmt. Wie lange das Wasser im See bleibt, wird sich zeigen, ablaufen wird es aber nach Süden über die grossen Sander südlich des Vatnajökull. Dort sind die Flüsse, die aus dem Gletscher herausfliessen bisher aber nicht erhöht.

Die Magmaintrusion hat nach Angaben der Geologen mittlerweile den Vulkan Askja erreicht und hat eine Länge von über 40 km. Geschätzte 15-20 Mio Kubikmeter Magma sind in den letzten 24 h zum bereits vorhandenen Volumen hinzugekommen, die Ausbreitung hat sich etwas verlangsamt, die Erdbebenaktivität ist aber weiterhin sehr hoch mit gut 1300 Erdbeben am Tag. Was passiert, wenn die frische Magma aus Bárðarbunga auf die ältere in der Askja trifft, ist unbekannt. Die Warnstufe für die Askja wurde von grün auf die niedrigste Warnstufe gelb angehoben. Diese Informationen gibt es hier auf englisch. Ebenfalls auf Englisch gibt es einen interessanten Artikel zur Geschichte des Vulkans Bárðarbunga, er ist hier zu finden.

Kommentar: Wer meint, dass Vulkanausbrüche in Island uns nicht wirklich betreffen, sollte lesen was im 18. Jahrhundert nach einem Vulkanausbruch passiert ist:

Pyramid

Wochenlange Extrem-Dürre in Mittelamerika: Bis zu 90% Ernteausfall, Vieh verdurstet

dürre
© dpa
Die Dürre sorgt bis rauf in die USA für Trockenheit, wie hier am Lake Mead in Nevada.
In Teilen Mittelamerikas warten die Bauern seit Wochen auf Regen. Die Schäden der Dürre gehen bereits in die Millionen, in einigen Regionen werden sogar die Lebensmittel knapp.

Die Familie von Petrona López aus Nicaragua hat die gesamte Ernte verloren. Jetzt ernähren sie sich von Wildpflanzen und den letzten Vorräten. «Wir haben uns schon mit anderen zusammengeschlossen, aber es reicht einfach nicht, um die Hungersnot zu bekämpfen», sagt die Bäuerin.

Während die Menschen in von Trockenheit geplagten Regionen der USA wie etwa Kalifornien nicht in ihrer Existenz bedroht sind, leidet Mittelamerika zurzeit unter der schwersten Dürre seit Jahrzehnten. In weiten Teilen der Region hat es seit Wochen nicht geregnet. Die Schäden in der Landwirtschaft gehen in die Millionen, zahlreiche Bauern sind in ihrer Existenz bedroht.
Phoenix

"Eiskrater" im Gletschereis des Vatnajökull entdeckt

Bei einem Überwachungsflug gestern abend haben Geowissenschaftler auf dem nördlichenVatnajökull nahe Bárðarbunga eine Reihe neu formierter Depressionen (Krater oder Einsinkungen) entdeckt. Diese “Krater” sind insgesamt zwischen 4-6km lang, etwa 1km breit und haben eine Tiefe zwischen 10 und 15m. Aufgrund von relativ schlechten Sichtbedingungen wollten die Wissenschaftler die Existenz weiterer Krater nicht ausschließen. Auf einem Infrarotbild des Überwachungsfluges ist der Eiskrater gut zu sehen:
barbarbunga cauldrons
Nach Berechnungen sind für das Auftreten dieser Depressionen etwa 30 - 40 Mio Kubikmeter Eis geschmolzen. Nach den Aufregungen vom letzten Wochenende sind die Geowissenschaftler etwas vorsichtiger mit Vorhersagen, solche relativ massiven Gletscherschmelzen in kurzer Zeit sind normalerweise aber immer mit vulkanischer Aktivität (Ausbruch oder Geothermal) assoziiert, so das es hier zu einem subglazialen Ausbruch des Bárðarbunga gekommen sein kann.

Kommentar:

Erdbebenschwarm in Island erhöht Warnstufe für Vulkan Bárðarbunga
Vulkan Bardarbunga in Island erwacht
Bardarbunga: Vulkanausbruch hat begonnen - Alarmstatus ist jetzt rot

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