Erdveränderungen
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Sun

Kalifornien vertrocknet und hebt dadurch den Kontinent an

Leere Stauseen, trockene Felder: Im Westen der USA herrscht akuter Wassermangel. Dadurch hebt sich der Kontinent, zeigen präzise GPS-Messungen.
© AFP/Getty Images
Der Verlust ist offensichtlich. Das Luftbild des Lake Oroville vom 19. August zeigt, wie viel Wasser dem kalifornischen Stausee fehlt.
Seit Jahren leidet der Westen der USA unter großem Wassermangel. Strenge Rationierungen und Probleme für die Landwirtschaft Kaliforniens sind die Folge. Das ganze Ausmaß der Dürre in diesem Jahr konnten nun amerikanische Wissenschaftler erstmals mit GPS-Sensoren genauer beziffern. Wie sie in der Fachzeitschrift Science berichten, hob sich der Boden 2014 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich: in der ganzen Region um vier, in den Bergregionen Kaliforniens sogar um 15 Millimeter.

Es fehlen 240 Milliarden Tonnen Wasser

„Unsere Messungen zeigen den Wasserverlust im Verlauf der vergangenen Jahre“, sagt Dan Cayan von der Universität von Kalifornien in San Diego. So summierte sich der Wassermangel in der Region im März diese Jahres auf insgesamt 240 Milliarden Tonnen. Diese gigantische Menge würde ausreichen, um das untersuchte Gebiet mit einer zehn Zentimeter mächtigen Wasserschicht zu bedecken, und ist vergleichbar mit den jedes Jahr abfließenden Schmelzwassermengen auf Grönland.

Eine so genaue Abschätzung des Wasserverlusts vor allem in den Grundwasserschichten war bislang weder mit lokalen, geophysikalischen Analysen noch mit Messungen der masseabhängigen und lokal wirkenden Schwerkraft von Satelliten aus nicht möglich.
Gift 2

Erdrutsch bei Friedrichroda

Der Hang unterhalb der Kreisstraße zwischen Ernstroda und Friedrichroda ist erneut in Bewegung geraten.
© Birgit Schellbach
Jenseits der Leitplanke hat es Erdreich ausgespült, so dass dieser Teil der Straße abzubrechen droht. Die Sperrung bewirkt, dass der Unterbau keinen weiteren Belastungen durch Fahrzeuge ausgesetzt ist.
Friedrichroda (Landkreis Gotha).Dieter Martin ist extra zur Abbruchstelle gelaufen, um zu fotografieren. Als Ortschronist hält er besondere Ereignisse fest. Tausende Fotos füllen das Archiv des 78-Jährigen. Er erinnert sich noch gut an das Jahr 2010, als es schon einmal einen Erdfall an der Kreisstraße K 14 zwischen Ernstroda und Friedrichroda gegeben hat.

Der neuerliche ist in unmittelbarem Anschluss in Richtung Friedrichroda entstanden. Auf der einen Seite der Straße erhebt sich der Dachsberg, auf der anderen geht es mehrere Meter tief hinab bis zum Schmalwasser. In Richtung des Baches ist am Dienstag Erdreich eingebrochen (unsere Zeitung berichtete). Mehrere Sträucher hat es entwurzelt, ein größerer Baum ist vorsorglich abgesägt worden.

Das Landratsamt veranlasste eine halbseitige Sperrung, damit kein weiterer Druck auf der Abbruchkante lastet. Rohre sind provisorisch verlegt, um das Oberflächenwasser von der Straße direkt in den Bach Schmalwasser zu leiten. Geologen sollen jetzt ein Gutachten zum Untergrund erstellen. Erst danach kann entschieden werden, welcher Aufwand für die Sicherung der Straße nötig ist.

Kommentar:



Bizarro Earth

Erdbeben-Welle: Chile, USA und Peru - Schwerstes Erdbeben seit 25 Jahren in Kalifornien

Dutzende Verletzte, erhebliche Schäden: Das Erdbeben in Nordkalifornien hat seine Spuren hinterlassen. Aber am Ende verlief es doch noch relativ glimpflich. Noch stärker war das Beben, das in der Nacht den Süden Perus getroffen hat.
Erdbeben Kalifornien San Francisco
© SRF
Das Epizentrum des Erdbebens in Kalifornien lag 75 km nördlich von San Francisco.
Erdstösse mit der Stärke 6,9 haben den Süden des südamerikanischen Landes erschüttert, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Zuvor hatte die Behörde die Stärke mit 7,0 angegeben.

Auch in Lima zu spüren

Das Beben habe sich gut 40 Kilometer nordöstlich der Stadt Tambo und in einer Tiefe von knapp 59 Kilometern ereignet. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes zunächst nicht vor. Das Beben in der Region Ayacucho war an der Küste und in der rund 480 Kilometer entfernten Hauptstadt Lima zu spüren. Die Behörden schlossen einen Tsnumai aus, da das Epizentrum weit im Landesinneren lag.

Zuvor hatte am Wochenende im US-Bundesstaat Kalifornien und in Chile die Erde gebebt. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.
Better Earth

30 Meter breit und so tief, dass man den Boden nicht sehen kann: "Erschreckender" Erdfall öffnet sich über Nacht in Großbritannien

Die Daily Mail berichtet, dass am Donnerstag Morgen ein Erdfall in "County Durham", Großbritannien, entdeckt wurde. Der Erdfall entstand über Nacht. Anwohner berichten über erschreckende Explosiongeräusche in der Nacht. Mitarbeiter der Gemeinde wissen nicht, was sie machen sollen, um das sich stetig vergrößernde Loch zu stoppen.
Die Anzahl und Größe von Erdfällen hat in den letzten Jahren geradezu explosionsartig auf der ganzen Welt zugenommen.

Klicken Sie "Play" um die Entstehung von Erdfällen auf der Landkarte zu beobachten:

Bizarro Earth

Bardarbunga: Vulkanausbruch hat begonnen - Alarmstatus ist jetzt rot

Laut dem IMO hat gegen 14 Uhr (Ortszeit) eine kleine subglaziale Eruption am Bardarbunga begonnen. Die Vulkanologen gehen von einer effusiven Eruption unter der Gletscherzunge Dyngjujökull aus. Der Alarmstatus wurde auf “rot” erhöht. Es besteht nun die reale Gefahr von Gletscherläufen im Norden des Vatnajökull. Weitere Infos folgen.
Volcanic Eruption
© Icelandic Met Office
Update 19.30 Uhr: Das IMO hat seismische Daten interpretiert, nach denen nun Lava in Kontakt mit Eis gekommen ist. Ein Observierungsflug hat noch keine sichtbaren Spuren einer Eruption enthüllt. Die Wissenschaftler schätzen, dass die Eisdecke über dem Eruptionszentrum 150 - 400 m mächtig ist. Es könnte bis zu 20 Stunden dauern, bis sich die Lava ihren Weg durch das Eis geschmolzen hat, vorausgesetzt die Lava bricht überhaupt durch. Der Dyke (langgestreckter Lavakörper) ist 5 km weiter in nördliche Richtung gewandert.
Attention

SOTT Video-Zusammenfassung der Erdveränderungen im Juli 2014

Zeichen der Zeit im Juli 2014

© SOTT.net
Dies ist der siebte Teil unserer monatlichen Serie. Das folgende Filmmaterial umfasst die "Zeichen der Zeit" aus der ganzen Welt im Juli 2014 - "Erdveränderungen", extremes Wetter und planetarische Umwälzungen.

Während die geopolitischen Ereignisse im Juli eine verrückte Wendung nahmen - indem Israel den zerstörerischsten "Krieg" gegen die Palästinenser seit der Nakba losgetreten hat, indem Agenten des westlichen Imperiums das malaysische Flugzeug MH17 vom Himmel geholt haben um Putin zu dämonisieren, und indem Kiew das Massaker an den Ost-Ukrainern noch vergrößert hat - hat der Planet dieses Chaos mit sogar noch extremerem Wetter widergespiegelt.

Zahlreiche Feuerbälle wurden über ganze Landstriche der USA und Russland gesichtet. Intensive elektrische Stürme entluden sich in der USA und in Europa. Riesige Mengen an Hagel fielen an Orten, die zu dieser Zeit im Jahr sengende Hitze gewöhnt sind. Die "Tornado-Saison" setzte sich in ihrem ganzjährigen Zyklus auf der ganzen Welt fort. Zerstörerische Erdrutsche führten zu Hunderten von Toten in Indien und China. Überall wurden Menschen und Vieh durch Blitzeinschläge getötet. Winde mit der Stärke von Hurrikans hinterließen eine Schneise der Zerstörung im Süden Russlands und Australiens, und fast überall kam es zu Regenfluten, die zu Überschwemmungen führten.
Phoenix

Vulkan Bardarbunga in Island erwacht

Vulkan Bardarbunga Asche
© AFP
2010 brach der Eyjafjallajökull aus und legte den Flugverkehr lahm. Nun regt sich der Bardarbunga.
Der zweithöchste Berg Islands füllt sich mit Magma. Noch gibt es keinen Hinweis auf eine Eruption, doch die Behörden haben bereits die zweithöchste Warnstufe ausgerufen.

Die Meldungen der isländischen Wetterbehörde IMO wecken Erinnerungen an das Frühjahr 2010. Damals brach der Vulkan Eyjafjallajökull aus und schleuderte große Mengen Asche in die Luft. Was wiederum dazu führte, dass der Flugverkehr in weiten Teilen Europas eingestellt wurde. Nun regt sich wieder ein Vulkan. Der Bardarbunga liegt ebenfalls unter dem Eis. Das erhöht die Gefahr, dass bei einer Eruption massenhaft Asche fliegt.

Seit dem Wochenende registrierten Seismometer hunderte kleinerer Erdbeben bis zu einer Stärke von 4,5 am Bardarbunga.
Colosseum

Schwerste Regenfälle in Japan führen zu Schlammlawine in Hiroshima

Der Westen Japans leidet unter heftigen Regenfällen. In Hiroshima hat eine Schlammlawine zahlreiche Häuser zerstört. Mindestens 30 Menschen sind durch das Unwetter ums Leben gekommen. Einige Personen werden noch vermisst.
© AFP
Eine riesige Schlammlawine hat in Hiroshima zahlreiche Häuser zerstört.
Heftige Regenfälle sorgten im Westen Japans für Erdrutsche und Überschwemmungen. Mindestens 36 Menschen sind bislang bei den schweren Unwettern ums Leben gekommen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo werden außerdem sieben Menschen vermisst.

Unter den Toten sei auch ein zweijähriges Kind, das verschüttet worden war. Fast 500 Menschen mussten in Notunterkünften Zuflucht suchen, berichtet der Fernsehsender NHK. Eine riesige Schlammlawine habe Dutzende Häuser in der Stadt Hiroshima zerstört. Auf Fernsehbildern waren verschüttete und überschwemmte Häuser zu sehen. Rettungskräfte kletterten auf Dächer und in die oberen Stockwerke, um Überlebende zu bergen.

Kommentar:



Bizarro Earth

Erdbebenschwarm in Island erhöht Warnstufe für Vulkan Bárðarbunga

Iceland Volcano 08-17-2014
© en.vedur.is
Update 20.00 Uhr: Das Schwarmbeben geht weiter. Bis jetzt waren es 1060 Erdbeben. Die Meisten konzentrieren sich nun im Bereich des Kistufell. Ein wahrlich beeindruckendes Schwarmbeben.

Originalmeldung:
Unter Islands größtem Gletscher Vatnajökull rappelt es seit 2 Tagen gewaltig. In den letzten 48 Stunden haben sich insgesammt 821 Erdbeben manifestiert. 7 davon hatten eine Magnitude größer als 3. Die Erdbeben kamen in 4 Schwärmen. Sie bedecken ein recht großes Gebiet zwischen den Vulkanen Bárðarbunga und Kistufell, wobei sich die meisten Beben zu Anfangs unter den Vulkanen ereigneten. Die Tiefe der Bebenherde liegt zwischen 1,1 und 12,9 km. Der Tremor ist mit Einsetzten der Schwarmbeben sprunghaft gestiegen. Sehr wahrscheinlich werden die Erdbeben durch aufsteigendes Magma hervorgerufen, dass sich seinen Weg durch das Gestein bahnt. Ferner besteht die Möglichkeit, dass sie eine Spaltenöffnung zwischen den Vulkanen anzeigen. Es gab gestern bereits ein seismisches Signal, dass auf einen subglazialen Vulkanausbruch hindeutete, allerdings wurde ein Vulkanausbruch noch nicht offiziell bestätigt. Es kann mehrere Tage dauern, bis eine Eruption unter dem mächtigen Eispanzer an der Oberfläche Spuren hinterlässt.

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Cloud Lightning

Wetterextreme in Europa werden heftiger

sturm dach schaden
© Fredrik von Erichsen
Sturm und Regen haben im Südwesten Deutschlands die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr auf Trab gehalten.
Auf das Wetter ist kein Verlass mehr. Peter Höppe meint nicht den verregneten Sommer. Der Leiter der Georisikoforschung beim weltgrößten Rückversicherer Munich Re hat andere Dimensionen im Sinn. Etwas den aktuellen Doppelhurrikan vor Hawaii, der erste Wirbelsturm dort seit 22 Jahren oder die Februar-Schneestürme in einer Gegend Japans, wo es sonst nicht schneit. Mit versicherten Schäden von 2,5 Milliarden Dollar und dem Doppelten an insgesamt vernichteten Werten schlug das in puncto Naturkatastrophen glimpflich verlaufende 2014 bislang am heftigsten zu Buche.

Wohin die klimatische Reise in unseren Breitengraden geht, haben Kollegen von Höppe skizziert. Europas Bewohner müssen sich auf mehr und heftigere Wetterextreme im Sommer einstellen, sagen Experten des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). „Da ist was dran“, sagt Höppe und verweist auf die zu Grunde liegende Studie. Seit dem Jahr 2000 seien „Resonanzereignisse“ fast doppelt so oft aufgetreten wie in den Dekaden zuvor, haben die PIK-Forscher ermittelt.
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