Erdveränderungen
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Bizarro Earth

Kommentar von "Mutter Erde": Nach Merkel-Besuch trifft Erdbeben Neuseeland

Da hat Angela Merkel ja nochmal Glück gehabt. Nur wenige Tage nach ihrem Besuch in Neuseeland wird das Inselreich von einem heftigen Erdbeben heimgesucht. Fast auf der gesamten Nordinsel waren die Erdstöße zu spüren.
Erdbeben Neuseeland nach Merkel-Besuch
© Geonet.org.nz
Das Epizentrum befand sich an der Ostküste Neuseelands.
Ein Erdbeben der Stärke 6,7 hat am Montagvormittag (Ortszeit) die Ostküste Neuseelands erschüttert. Der US-Erdbebenwarte USGS zufolge lag das Zentrum des Bebens rund 200 Kilometer von der Stadt Gisborne auf der Nordinsel entfernt in 35 Kilometern Tiefe.

Eine mögliche Bedrohung durch einen Tsunami schlossen die neuseeländischen Behörden aus, dafür liege das Beben zu weit von der Küste entfernt. Die Erschütterungen waren demnach aber trotzdem in weiten Teilen der Nordinsel zu spüren.
Windsock

Dieses Jahr bis jetzt mindestens 49 Tornados in Deutschland

Am vergangenen Wochenende fand ein Treffen der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland statt, in der auch der Tornadoexperte Thomas Sävert von der MeteoGroup-Unwetterzentrale Mitglied ist. 2014 wurde in Deutschland die höchste Zahl an bestätigten Tornados seit mehreren Jahren registriert. Nach der vorläufigen Bilanz gab es in diesem Jahr mindestens 49 Tornados und mehr als 220 Verdachtsfälle.

Tornado Juli 2014
© Screenshot / Unbekannt
Mittlerweile bestätigter Tornado am 06.07.2014 über Schönenberg-Kübelberg in Rheinland-Pfalz
So viele Tornados wie seit fünf Jahren nicht mehr

Die Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland setzt sich aus 12 Fachleuten und Interessierten aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen. Mitglieder sind u.a. Meteorologen, ein Vertreter des European Severe Storm Laboratory (ESSL) mit der europäischen Unwetterdatenbank ESWD, ein Forstexperte, ein Experte für Gebäudeschäden sowie der Vorstand von Skywarn. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die Tornadoforschung in Deutschland voranzutreiben, da hierzulande keine institutionelle Tornadoforschung durchgeführt wird.

Mehr Tornados als in 2014 wurden zuletzt vor fünf Jahren (2009) mit 50 bestätigten Fällen und davor im Jahr 2007 mit 72 bestätigten Fällen in Deutschland registriert. Im Rekordjahr 2006 wurden sogar 121 Tornados gemeldet. Bei dem Meeting der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland wurden unter anderem zahlreiche Verdachtsfälle der zurückliegenden Saison besprochen. „Wir konnten einige dieser Verdachtsfälle bestätigen. Sehr markant sind die drei Tornados vom 6. Juli im Bereich Rheinland-Pfalz und Saarland, die auf engstem Raum auftraten und nur schwer auseinandergehalten werden konnten“, erläutert Thomas Sävert, Meteorologe bei MeteoGroup und Tornado-Experte.

Kommentar: Frühere Generationen hierzulande kannten Tornados meist nur vom Hörensagen; jetzt lernen viele Menschen sie aus eigener Anschauung kennen...



Pumpkin 2

Ausbrechender Vulkan "Mount Pavlof" in Alaska spuckte Aschewolke 9000 Meter hoch

Bis zu 9000 Meter hoch ist die Aschewolke, die aus dem Vulkan "Mount Pavlof" in Alaska emporsteigt. Fluglinien müssen den Bereich nun meiden. Experten sagen, der Ausbruch könnte Monate dauern.

Mount Pavlof
© RTR
Der Mount Pavlof ist der aktivste Vulkan Alaskas.
Wegen eines Asche speienden Vulkans in Alaska sollen Airlines einige ihrer internationalen Flugrouten ändern. Die US-Wetterbehörde teilte am Samstag (Ortszeit) mit, der Mount Pavlof habe die Asche bereits in bis zu 9000 Meter Höhe über Meeresspiegel gespuckt - am Freitag hatte die Wolke lediglich auf einer Höhe von 4800 Metern gelegen. Deshalb warnten die Meteorologen, dass Fluglinien den Luftraum über dem Vulkan meiden sollten.

Der Ausbruch des Pavlof begann vor drei Tagen, als Lava aus einer Öffnung nahe dem Gipfel ausgeströmt war. Laut dem Geophysiker Dave Schneider vom Vulkanbeobachtungszentrum Alaskas hatte sich die Eruption am Samstagmorgen stark intensiviert, wodurch die Aschewolke nun deutlich höher hängt. Wie lange der Ausbruch noch dauern wird, ist Schneider zufolge nicht klar. Er könne Wochen oder gar Monate andauern.

Kommentar: Der Mount Pavlof ist einer von vielen momentan aktiven Vulkanen:



Cloud Precipitation

Wieder extreme Regenfälle gefolgt von meterhohen Überschwemmungen bei Genua - Heftige Regenfälle in Norditalien und Südfrankreich mit mehreren Todesopfern

Nach den extremen Unwettern in Spanien, Südfrankreich, Italien speziell in der Toskana und bei Genua der letzten Wochen bleibt alles beim Alten. Das Wetter südlich der Alpen ist weiterhin katastrophal:
Starten wir zuerst mit einem Rückblick auf den gestrigen Samstag, er brachte den in letzter Zeit bereits arg gebeutelten Regionen in Oberitalien erneut unwetterartige Regenmengen. Am schlimmsten traf es gestern die Region Genua. Am Passo dei Giovi wurden gestern unglaubliche 360mm Regen innerhalb von 12 Stunden gemessen. Die Folgen waren zum Teil katastrophal, der Fluss Polcevera überschwemmte Teile der Stadt meterhoch. In den letzten Tagen waren auch Teile Südfrankreichs und wiederholt auch andere Regionen Norditaliens immer wieder von heftigen Regenfällen getroffen worden. Mehrere Todesopfer waren zu beklagen. Zudem kommt es zu enormen Sachschäden, der Po und seine Zuflüsse in Norditalien führen Hochwasser und überfluten einige Landstriche. Für die Menschen in der Region stellt sich die bange Frage, ob weitere, so heftige Regenfälle zu erwarten sind. Leider kommen mit dem Tiefdruckkomplex über Westeuropa am Montag nochmals kräftigere Regenfälle in einigen Teilen Italiens auf, zum Dienstag und Mittwoch hin ist verstärkt die Adriaküste von Slowenien über Kroatien bis Griechenland betroffen. Doch danach wird sich das Wetter im zentralen Mittelmeerraum und Südfrankreich für eine ganze Weile beruhigen.
Schwere Unwetter in Norditalien
© dpa
Eine Frau watet in Genua durch den Schlamm, der sich in den Straßen angesammelt hat.
Snowflake Cold

Viel Kälte und Schnee - Rekordverdächtiger Winteranfang in Sibirien und Nordamerika

Für richtig winterliche Kälte muss man in Europa momentan entweder in den Norden Skandinaviens oder nach Russland reisen. Dennoch sind die Temperaturen westlich des Urals relativ normal für die Jahreszeit. Anders sieht dies weiter östlich im mittleren Sibirien aus. So liegen die Höchstwerte am Ob am Sonntag zwischen -20 und -10°C, was rund 6 bis 10°C unter den langjährigen Mittelwerten liegt. Auch die Schneehöhen sind mit rund 30 bis 60 cm in der Region schon recht beachtlich. Im Laufe der kommenden Woche ändern sich diese Verhältnisse kaum, im Gegenteil, zum Wochenende deuten die Wettermodelle einen neuerlichen polaren Kaltluftvorstoß bis weit nach Süden in Richtung Kasachstan an.

Winter November 2014
© Unbekannt
Temperaturverteilung auf der Nordhalbkugel am Montag, 17.11.2014, zwei mächtige Kaltluftkörper liegen momentan sehr beständig über Nordamerika und Sibirien
Frost bis an den Golf von Mexiko

Ungewöhnlich kalt ist es derzeit und auch in nächster Zeit vor allem aber in Nordamerika. In der vergangenen Nacht trat im Norden, mittleren Westen und Osten der USA verbreitet Frost auf, selbst im Raum New Orleans am Golf von Mexiko sank die Temperatur leicht unter 0°C, im Raum Chicago um -10°C, in Minnesota und Wisconsin wurden auch öfter unter -20°C gemessen. Und auch hier hält sich die Kälte in den nächsten Tagen hartnäckig und wird durch einen neuerlichen Trogvorstoß, der sich ab Sonntag von Kanada her in Richtung Südwesten seinen Weg bahnt nochmals verstärkt. In der Nacht zum Dienstag kühlt sich die Luft verbreitet auf Werte ab, die 10 bis 15°C unter dem klimatischen Mittelwerten liegen. Auch Schneefälle sind gebietsweise möglich, mit größeren Mengen (teils um 15 cm) im den Regionen nördlich der Appalachen.

Kommentar: Eigentlich haben noch Herbst, aber in Nordamerika und Sibirien hat der Winter schon angefangen. Wenn die Temperaturen nur etwas niedriger wären, dann hätten wir in Europa ein Schneechaos anstatt Überschwemmungen. Da fragt man sich was uns diesen Winter erwartet...

Bizarro Earth

Schweres Erdbeben in Indonesiens Norden löst kleinen Tsunami aus - Schäden an Gebäuden in Sulawesi - Zerstörungen durch Nachbeben

Infolge eines schweren Erdbebens um 2.31 Uhr MEZ wurde Tsunamialarm für Teile Indonesiens ausgerufen. Das Erdbeben hatte nach Angaben der Indonesischen Behörden Magnitude 7.3. Sein Epizentrum lag zwischen den Inseln Sulawesi und Halmahera. Für 15 Regionen entlang der Küsten wurden zwischenzeitlich Warnungen vor bis zu einem Meter hohe Wellen ausgegeben.

Indonesien Erdbeben November 2014
© Google Earth
Die Erschütterungen selbst waren auf beiden Inseln, sowie im Süden der Philippinen spürbar. Aus der Region Ternate kamen erste unbestätigte Meldungen über einen kleinen Tsunami. Angaben zur Höhe wurden nicht gemacht. Schäden gab es nicht.

Größere Auswirkungen hatte das Erdbeben im Norden von Sulawesi. Speziell die Region Manado war betroffen. In weiten Teilen der Region fiel der Strom aus. Ersten Schätzungen zufolge wurden mehrere hundert Gebäude beschädigt. Teilweise seien Mauern eingestürzt. Auch Schulen und Krankenhäuser waren betroffen. Meldungen über Verletzte gibt es nicht. Größere Schäden blieben offenbar aufgrund der Distanz zwischen Epizentrum und Küstenlinie aus.

Knapp 30 Minuten nach dem Hauptbeben (3.08 Uhr MEZ) traf ein weiteres starkes Erdbeben Teile von Sulawesi. Es wird mit Magnitude 6.3 angegeben, sein Epizentrum lag südlich der Halbinsel Minahasa.
Dieses dauerte bis zu einer Minute und habe auf Sulawesi weitere Schäden verursacht. In vielen Gebäuden an der Südküste der Halbinsel bildeten sich Risse. Einzelne Meldungen geben an, dass ein paar Häuser eingestürzt sind. Weitere Informationen dazu gibt es noch nicht, ebenso Meldungen über Verletzte.
Ob dieses Erdbeben mit dem stärkeren Minuten zuvor zusammenhängt, ist nicht klar.

Kommentar: Schauen Sie nach an welchen Orten in der letzten Woche Erdbeben stattfanden:



Boat

Erneut heftige Unwetter in Norditalien um Genua (Video)

Regenmassen in Ligurien - Erneut haben heftige Unwetter die Region um Genua getroffen. Regenfluten setzten in zahlreichen Orten entlang der ligurischen Küste Straßen unter Wasser. Teilweise wurden auch ganze Stadtteile überflutet, wie hier in der Küstenstadt Chiavari.


Kommentar: Es regnet und regnet südlich der Alpen und will anscheinend einfach nicht aufhören. Dieses Video zeigt die neuen Überschwemmungen dieser Woche und nicht die von letzter Woche.

Cloud Precipitation

Heftiger Regen verursachte schwere Überschwemmungen und Verwüstungen im Süden Thailands

Heftiger Regen und starke Böen sorgten im Süden des Landes an vielen Stellen für starke Verwüstungen und Überschwemmungen. Besonders hart traf es die südliche Provinz Nakhon Si Thammarat.

Überschwemmung Thailand November 2014
© Unbekannt
Extreme Wetterlage im Süden Thailands
Nakhon Si Thammarat - Das angekündigte Unwetter hat im Süden des Landes für schwere Sturmböen und stundenlangem starken Regen gesorgt. Viele Anwohner wurden von den Wassermassen gezwungen, ihre Habseligkeiten in die oberen Etagen oder in höher gelegene Gebiete zu schaffen.

Vor allem in Nakhon Si Thammarat wurden große Teile der Innenstadt überflutet. Einige Anwohner mussten evakuiert werden während andere alle Hände voll zu tun hatten, um ihre Habseligkeiten in Sicherheit zu bringen. In mehreren Bereichen der Innenstadt sollen laut den lokalen Medien mehrere Leistungstransformatoren durch eindringendes Wasser explodiert sein.

Kommentar: Nicht nur in Thailand, sondern auch in Europa und anderen Teilen der Welt gab es in den letzten Tagen Stürme und Starkregen mit extremen Überflutungen:



Umbrella

„2014 ist in Südtirol jetzt schon das nasseste Jahr seit 1960“

Noch fehlen sieben Wochen bis Jahresende. Trotzdem hat es 2014 schon unter die ersten fünf regenreichsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen geschafft. Und am Montag kommen die nächsten Niederschläge dazu.

Depression, Regentag
© Unbekannt
In der Landeshauptstadt gibt es seit dem fernen Jahr 1854 Niederschlagsmessungen. Und in all diesen Jahren verzeichnen die Meteorologen nur vier Jahre mit mehr Niederschlag als im aktuellen.

In den vier bislang regenreichsten Jahren hat es jeweils über 1000 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gegeben, heuer liegen wir derzeit für Bozen bei 952 Litern (normal bekommt Bozen in einem ganzen Jahr 705 Liter).

Um so viel Niederschlag in einem Jahr zu finden, muss man in den Wetterannalen weit zurück gehen, erklärt Meteorologe Dieter Peterlin dem Tagblatt "Dolomiten" (Montag-Ausgabe): „Das Jahr 2014 ist jetzt schon das nasseste Jahr seit dem Jahre 1960.“

Wieder Regen

Und: Mit dieser Woche kommen die nächsten Niederschläge dazu, weiß Peterlin.
Dieter Peterlin
@DieterPeterlin

Nächste Woche wahrscheinlich vier
Regentage, beginnend ab morgen. Wieder
von Süden her, betroffen einmal mehr die
klassischen Südstaulagen.
08:20 - 9 Nov 2014 

Kommentar: Wir haben 2014 schon jetzt mehr Starkregenereignisse und extreme Überschwemmungen erlebt als in früheren Jahren und Jahrzehnten. Das Jahr ist jedoch noch nicht zu Ende und weiterer Regen ist vorhergesagt...

Cloud Precipitation

Schwere Überschwemmungen durch tagelange Regenfälle in Haiti - Mindestens 9 Tote

Tagelange Regenfälle haben in Haiti zu schweren Überschwemmungen geführt. Tausende Häuser sind unbewohnbar, mehrere Kinder kamen ums Leben.

Schwere Unwetter Haiti November 2014
© AP
Überschwemmung in Cap Haïtien: Schwere Unwetter in Haiti
Port-au-Prince - Bei heftigen Unwettern in Haiti sind in den vergangenen Tagen mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Schwere Regenfälle hatten zu Überschwemmungen geführt. Das jüngste Opfer sei ein kleiner Junge in der Stadt Cap Haïtien, teilte der Zivilschutz am Donnerstag mit. Tausende Häuser seien zerstört worden. Drei Kinder starben beim Einsturz eines Familienhauses in Fontamara südlich der Hauptstadt Port-au-Prince.

Kommentar: Nicht nur in Haiti, sondern auch in Europa gab es letzte Woche Starkregen mit teils extremen Überflutungen.

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