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Erdveränderungen


Dominoes

Frost und fehlende Sonne verhindert frühe Spargelernte und andere Bauern erwarten Ernteverluste

© Jürgen Peperhowe


Der Spargel wird in diesem Jahr deutlich später gestochen. Gitte Droste aus Füchtorf und ihr Sohn Bennet auf einem ihrer Felder.
Frühen Spargel? Wird’s dieses Jahr nicht geben. Stattdessen liegt noch später Schnee. Die anhaltende Kälte drückt auch beim Edelgemüse aufs Frühlingsgefühl und bringt den Kalender der Landwirte durchein­ander.


„Die Spargelbauern könnten schon Geld verdienen, stattdessen müssen sie jetzt noch Schnee schippen“, kommentierte Matthias Rüb von der Landwirtschaftskammer NRW. Das sei insofern ärgerlich, als dass die Saison nun einmal am 24. Juni ende und nicht verlängert werden könne. „Da zählt im Grunde genommen jeder Tag.“

Gitte Droste aus Füchtorf vertritt gemeinsam mit Nicole Pries die Interessengemeinschaft der Spargelhöfe in ihrem Ort. Frühen Spargel? „Schön wäre‘s“, sagt sie. Es fehlten einfach die höheren Temperaturen. „So wächst einfach nichts.“ Anders als in den Vorjahren sei „in dieser Saison vor Mitte April nicht mit der ersten Ernte zu rechnen“, ergänzt Anne Arenskötter von Bäcker’s Erdbeer- und Spargelhof in Münster. Ehrlichweise müsse man allerdings auch dazusagen, „dass wir in den vergangenen Jahren ziemlich verwöhnt waren“. Spargel im März habe es in früheren Jahren, als Gemüse folienfrei, dafür aber unter freiem Himmel aufwachsen durfte, nie gegeben.

Kommentar: In einem Artikel des Delmenhorster Tagesblatt wird berichtet, dass einige Bauern Ernteverluste einkalkulieren. Zum Beispiel 30% bei den Erdbeeren.

Bizarro Earth

Erdrutsch in Indonesien fordert sechs Tote

Mindestens sechs Menschen, darunter auch vier Kinder, sind bei einem Erdrutsch auf der Insel Java in Indonesien ums Leben gekommen. Weitere 18 Menschen bleiben weiterhin unter mehreren Tonnen Erde begraben. Hunderte Polizisten, Militärs und Zivilisten graben die Trümmer weg, um jemanden noch retten zu können.
Erdrutsch Indonesien
© EPA
Bizarro Earth

Verheerender Tornado in Bangladesch fordert 20 Opfer, Hunderte Verletzte und massive Verwüstungen

Bei einem Tornado in Bangladesch, der mehrere Dörfer verwüstete, sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Über 200 Menschen wurden verletzt, wie die Behörden am Samstag mitteilten.

Im Distrikt Brahmanbaria wurden Bäume entwurzelt, Strommasten stürzten um. Unter den Toten sei auch ein Gefängniswärter, der ums Leben kam, als die Wände der Haftanstalt einstürzten. Rettungskräfte und Dorfbewohner brachten die Verletzten in Krankenhäuser. Die Regierung versprach den betroffenen Familien die Bereitstellung finanzieller Hilfe.
Snowflake

Rekordhohe Schneeverwehungen in Moskau seit Beginn der Aufzeichnungen

Die Höhe der Schneedecke in Moskau am Morgen des 25. März hat 70 Zentimeter überschritten, was der höchste Kennwert für den Winter seit Beginn von Beobachtungen geworden ist. Bis Ende des Monats werden voraussichtlich weitere acht-zehn Zentimeter Schnee fallen. Dies berichtet der Moskauer Wetterdienst.
Schneefall Moskau
© RIA Novosti
Rekordhohe Schneeverwehungen in Moskau
Snowflake

Starker Schneefall in Moskau

Ein heftiger Schneefall, der am Sonntagmorgen in Moskau begonnen hatte, hat etwa ein Drittel der monatlichen durchschnittlichen Niederschlagsmenge in die russische Hauptstadt gebracht. Die Stadt wurde praktisch unter Schnee begraben. Der Schneefall behinderte erheblich den Verkehr und verursachte einen rasanten Anstieg der Zahl von Verkehrsunfällen.
Schneefall Moskau
© RIA Novosti
Ice Cube

Belgien erlebt kältestes Wetter seit 100 Jahren

Am Wochenende ist in Belgien das kälteste Wetter seit 100 Jahren angebrochen, das Königreich wird erneut mit Schnee verschüttet. Dem Fernsehsender RTBF zufolge bewegten sich die heutigen Temperaturen von drei Grad Kälte bis zwei Grad je nach dem Gebiet des Landes. Seit 1916 erreichten somit die Märztemperaturen ihren Tiefpunkt.
© EPA
Rekordkälte in Belgien
Snowflake

Rekord-Schneefälle in der Ukraine: Stromausfälle und Ausruf von Notzustand

Wegen heftigen Schneefalls sind knapp 615 Ortschaften in zehn Regionen der Ukraine ohne Stromversorgung geblieben. Während der 24 Stunden, seit 22. März, fiel Monatsnorm der Niederschläge - mehr als 50 mm Schnee. Heute werden weitere 15-20 mm Schnee angesagt. Vom Schneefall wurden zentrale, Nord- und Westukraine betroffen.
Schneefall, Ukraine
© AFP
Bizarro Earth

Zwei Tornados in Australien fordern Dutzende Verletzte und diverse Sachschäden

In Australien, wo gerade auf dem Kalender nicht der Frühling, sondern der Herbst steht, konnten die spektakulärsten Aufnahmen gemacht werden. Sie zeigen nämlich einen Tornado, der im südöstlichen Teil des grünen Kontinents heimsuchte. Der Tornado wurde von einem Einheimischen mit einem Handy vom Auto aus aufgenommen.
Tornado Australien
© EPA
Snowflake

Kältester Tag seit Wetteraufzeichnungen in Wien

Ab Ostersonntag wird es endlich sonnig. Auch Tausende Touristen leiden unter der Kälte.

20 sonnige Grad hatte es vor einem Jahr in Wien. Bei frostigen minus 2,3 Grad pendelten sich die Höchstwerte Montagmittag in der Wiener-City ein. Als Draufgabe sorgte auch noch Schneefall für ein Mega-Verkehrschaos in Ostösterreich. Klagenfurt teilte das Schicksal mit Wien. Bei minus 3,6 Grad war Zittern angesagt. Es war der kälteste 25. März seit den Wetteraufzeichnungen 1900 in der Kärntner Landeshauptstadt.

Heizstrahler statt T-Shirt

Auch die Wiener Ostermärkte in Schönbrunn und der Freyung versprühten den Charme einer Kühltruhe. „Vor einem Jahr bin ich hier im Trägerleiberl gesessen“, ärgert sich die 44-jährige Karin Knauer, die vor der Freyung Naturseifen verkauft.

„Heuer bin ich dick eingepackt, neben mir steht der Heizstrahler.“ So ein Wetter wäre beim Weihnachtsmarkt ideal gewesen, aber doch nicht jetzt, klagt Edith Schneider, Ausstellerin am Schönbrunner Ostermarkt. Ihre nassen Schuhe trocknen am Heizkörper. Sie verkauft Suppen und Salate, letztere momentan eher weniger. Dafür geht Punsch sehr gut.

Die Studenten Benjamin und Stefan wollten mir ihren amerikanischen Freundinnen eigentlich in den Prater. Weil es schneit und kalt ist, trinken sie lieber Glühwein. „Köstlich“, sagt die 21-jährige Caitlyn, die das Heißgetränk zum ersten Mal probiert: „Der wärmt von innen.“ Familie Weingärtler aus Forchheim (D) friert trotz dicker Jacken, Hauben und Handschuhe: „Wir hätten gerne mehr draußen gemacht. So gehen wir in Museen.“
Bad Guys

Schnee verursacht Stromausfälle in Großbritannien und Chaos in Ukraine - Eine Tote

Schnee und Eis haben in weiten Landesteilen Großbritanniens am Samstag für chaotische Verhältnisse auf den Straßen und bei der Stromversorgung geführt.

Kiew/London - In Cornwall im Südenwesten Englands wurde eine Frau durch einen Erdrutsch getötet, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Zahlreiche steckengebliebene Autofahrer verbrachten die Nacht in Notunterkünften wie Turnhallen oder in Hotels. Mehrere Regionalflughäfen mussten vorübergehend schließen. Der Zugverkehr im Nordwesten Englands kam zeitweise zum Erliegen.