Wissenschaft und Technologie
Karte


Mars

Irdische Mikroben können auch auf dem Mars überleben

Methanogene Mikroorganismen, also Archaen, die sich Wasserstoff als Energiequelle und Kohlendioxid an Kohlenstoffquelle ernähren und dabei Methangas erzeugen, gehören zu den einfachsten und zugleich ältesten irdischen Organismen - und könnten auch auf dem Mars existieren. Zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle vom Exobiology Program der NASA geförderte Studie von US-Wissenschaftern.

© Journal of Bacteriology
Mikroskopaufnahme Methanobacterium formicicum.
Fayetteville (USA) - Die auch als Methanbildner bezeichneten Mikroorganismen leben in Sümpfen und Marschland, finden sich aber auch in Mägen von Weidevieh, Termiten und anderen Pflanzenfressern sowie in abgestorbener und verrottender Materialien. Da sie anaerobisch sind, benötigen sie keinen Sauerstoff und ebenso wenig organische Nährstoffe. Da sie auch nicht von Photosyntheseprozessen abhängig sind, könnten sie also auch im lichtdunklen Untergrund existieren und sind somit ideale Kandidaten für irdische Vorbilder von vielleicht heute noch existierendem mikrobischem Leben auf dem Mars.
Moon

Strukturen unterhalb der Mondoberfläche sichtbar, durch neue Radaraufnahmen

Neue Radaraufnahmen der Radioteleskope Green Bank in West Virginia und Arecibo auf Puerto Rico zeigen Strukturen unterhalb der Mondoberfläche, wie sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind.
© Bruce Campbell (Smithsonian Institution, National Air and Space Museum); Arecibo/NAIC; NRAO/AUI/NSF
Radaraufnahme des Mare Serenitatis.
Washington (USA) - Entstanden sind die neuen Aufnahmen mittels Radarsignalen die vom Radioteleskop Arecibo auf den Mond ausgerichtet wurden, hier 10 bis 15 Meter tief in den staubigen Mondboden eindrangen, von hier zurück Richtung Erde geschickt und hier vom Green Bank Telescope wieder aufgefangen wurden.
Chalkboard

Kernfusionsexperiment "Wendelstein 7-X" vor dem Start

Wendelstein 7-X fusion reaktor
© dpa
Greifswald - Forscher wollen nach dem Modell der Sonne Energie aus der Verschmelzung von Atomkernen gewinnen. In Greifswald wurde dafür seit 2005 das Fusionsexperiment «Wendelstein 7-X» aufgebaut. Für die Grünen behindert die teure Fusionsforschung die Energiewende.


Kommentar: Mittlerweilen gibt es dank der Bemühungen der Kosmologie-Bewegung Elektrisches Universum (leider noch von den deutschsprachigen Medien ignoriert) hinreichend viele Belege dafür, dass in der Sonne keine Kernfusion stattfindet, sondern die Sonne (genauer gesagt, die Aurora der Sonne) ein Plasma-Phänomen ist, das die Wärme erzeugt und durch galaktischen Stromfluss aufrecht erhalten wird.


Physikern wird ein eher rationales und nüchternes Verhältnis zu ihrem Forschungsgegenstand nachgesagt. Doch Thomas Klinger, Direktor am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald, hat zum Kernfusionsexperiment «Wendelstein 7-X» inzwischen eine väterlich-emotionale Beziehung - «wie bei einem kleinen Kind, das seine ersten Schritte macht».

Der 49-Jährige steht unter Spannung, wippt auf den Zehenspitzen. Nicht ohne Grund: Seit 1996 wurde in Greifswald am Fusionsexperiment geplant und gebaut. Mit sieben Jahren Verspätung geht der «Wendelstein» nun in die Vorbetriebsphase. Am 20. Mai werden Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU), EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) den offiziellen Startschuss geben.
Dollar

Google kauft Drohnenhersteller Titan Aerospace

Jetzt ist es offiziell: Google ist nicht mehr »nur ein Medienunternehmen«. Oder eine Suchmaschine natürlich. Nein, Google hat sich zu einem Technologieunternehmen gewandelt, und zwar einem, das mit Robotik und jetzt auch mit Drohnen aufwartet.

Der Technik-Gigant hat kürzlich einen Hersteller von solarbetriebenen Drohnen aufgekauft - interessanterweise ein Unternehmen, an dem auch ein anderer Technik-Gigant, nämlich Facebook, Inc., interessiert war. Offensichtlich kämpfen die beiden Konzerne darum, »ihrenEinfluss auszuweiten und weitere Nutzer in den entferntesten Winkeln der Welt zu finden«, schrieb das Wall Street Journal (WSJ) über den Kauf.

Den Kaufpreis für die in New Mexico ansässige Firma Titan Aerospace hat Google nicht bekannt gegeben. Titan Aerospace entwickelt große Drohnen, die mehrere Jahre lang nonstop fliegen sollen. Vertreter von Google seien überzeugt, dass sich die Technologie nutzen ließe, um Bilder zu sammeln und Onlinedienste auch in entlegenen Gebieten der Welt anzubieten, berichtet das WSJ.
Comet

Asteroid ließ die Erde abkühlen

© Virgil L. Sharpton, Lunar and Planetary Institute
Der untermeerische Chicxulub-Krater zeugt noch heute von einem gewaltigen Einschlag, der sich vor 65 Millionen Jahren vor der Küste der Halbinsel Yucatán ereignete. Vermutlich löschte dieses Ereignis die Dinosaurier aus.
Erstmals finden Forscher handfeste Belege für die Vermutung, dass der Asteroideneinschlag am Ende der Kreidezeit riesige Mengen Aerosole in die Stratosphäre schleuderte, die die Erde über Jahrzehnte in eine Art nuklearen Winter stürzten.

Ein gigantischer Feuerball, hunderte Meter hohe Tsunamis, Regen aus geschmolzenem Gestein und globale Waldbrände zerstörten vor etwa 65 Millionen Jahren die Welt der Dinosaurier. Den eigentlichen Todesstoß aber, so vermuten Forscher seit Langem, versetzte den Ökosystemen des Erdmittelalters eine andere Folge des Asteroideneinschlags von Chicxulub: ein jahrzehntelanger globaler Winter, ausgelöst durch Ruß und Aerosole, die bei dem Ereignis in die obere Atmosphäre geschleudert wurden und dort die Sonne abblockten. In der Forschung ist dieses Szenario weithin akzeptiert. Allerdings: Bisher gab es keinen greifbaren Beleg dafür, dass es den langen Einschlagwinter überhaupt gab.

Kommentar: Lesen Sie auch die Artikelserie von Laura Knight-Jadczyk, wo die Autorin besonders auf aktuellere Ereignisse in der Geschichte aufmerksam macht und das es keine "Killer-Asteroiden" benötigte, die Erde zu gefährden! Auch steht die momentane Erdabkühlung und Atmosphären-Veränderung mit Kometenstaub in Verbindung.

Seit 60 Jahren beobachten Forscher eine Zunahme an nachtleuchtenden Wolken: Ist Feuerball-Staub in der Erdatmosphäre dafür verantwortlich?
Vermehrter Meteoriten-Rauch: Nachtleuchtende Wolken werden heller und breiten sich nach Süden aus

Mars

Sind elektrische Kräfte verantwortlich für die Entstehung des Mars-Canyon?

Ein auffälliges Netzwerk tiefer Schluchten, das als Labyrinthus Noctis bekannt ist, mündet in einen weiteren gigantischen Mars-Canyon, dem Valles Marineris. Mit 4000 Kilometer Länge, 200 Kilometer Breite und sieben Kilometern Tiefe bildet diese Struktur den größten Canyon unseres Sonnensystems. Bislang gingen Wissenschaftler hauptsächlich davon aus, dass diese Schluchten einst von gewaltigen Wassermassen geschaffen wurden. Ein Schweizer Vulkanologe meldet nun Zweifel an dieser Vorstellung an: "Alleine die erodierende Kraft von einst immensen Lavaströmen, konnte die die gewaltigen Schluchten gegraben haben." Damit schwindet - zumindest nach der Theorie des Forschers - auch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass auf dem Roten Planeten Leben entstanden sein könnte.
© Screenshot "Celestia"
Blick auf den gewaltigen Mars-Canyon Valles Marineris mit dem Labyrinthus Noctis im Hintergrund.
Zürich (Schweiz) - Wie der italienische Geologe und Spezialist für Vulkanismus auf Planeten, Giovanni Leone, der in der Arbeitsgruppe von Professor Paul Tackley am Institut für Geophysik an der ETH Zürich forscht, aktuell in der Fachzeitschrift Journal of Volcanology and Geothermal Research berichtet, handelt es sich um das Ergebnis seiner mehrjährigen Studie von tausenden hochauflösender Oberflächenaufnahmen, die von mehreren Marssonden gemacht wurden.

Kommentar: Könnten elektrische Kräfte diesen Canyon auf dem Mars geschaffen haben?

Es ist mittlerweile unbestreitbar, dass das Standardmodell unseres Universums und damit auch unseres Sonnensystems so nicht stimmen kann. Das elektrische Modell erklärt deutlich besser eine ganze Reihe an Phänomenen, die wir beobachten können. Einige Artikel von elektrisches-universum.de und thunderbolts.info können Ihnen einen guten ersten Einblick in diese Materie geben.

Gear

Galaxie schleudert rasenden Kugelsternhaufen ins All

© David A. Aguilar (CfA), Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics
David A. Aguilar (CfA), Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics
Einzelne Sonnen, die als Ausreißer durchs Weltall trudeln, kennen Astronomen bereits. Nun haben Forscher jedoch einen ganzen Kugelsternhaufen entdeckt, der von seiner Galaxie quasi „ausgespuckt“ wurde. Möglicherweise kam er Schwarzen Löchern zu nahe.

Eine Riesengalaxie aus unserer kosmischen Nachbarschaft hat einen ganzen Kugelsternhaufen mit großer Wucht ins All geschleudert. Der Kugelhaufen rast mit mehr als drei Millionen Kilometern pro Stunde aus der Galaxie hinaus, wie Forscher vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA) im Fachblatt The Astrophysical Journal Letters berichten.

Der ausgestoßene Kugelsternhaufen werde für immer durch das leere Weltall zwischen den Galaxien driften, berichtet das Zentrum in einer Mitteilung. „Astronomen sind früher bereits auf ausgerissene Sterne gestoßen, aber dies ist das erste Mal, dass wir einen ausreißenden Sternhaufen entdeckt haben”, erläutert Hauptautor Nelson Caldwell.
Comet

Schadensbegrenzung? Der Meteorit, der jetzt nur noch ein Stein sein soll

Ein norwegischer Skydiver filmt mit seiner Helmkamera etwas, das an ihm vorbeifliegt. Das Video verbreitet sich viral, von einem Meteoriten ist die Rede. Nun zieht das norwegische Meteoritennetzwerk die Vermutung, es könnte ein Meteorit gewesen sein, zurück.

Knapp eine Woche lang rätselten Internetnutzer in aller Welt, was es wohl gewesen sein könnte, das ein norwegischer Skydiver bei seinem Sprung vor knapp zwei Jahren mit der Helmkamera gefilmt hatte. Ein Meteorit muss es gewesen sein, da waren sich einige ganz sicher. Der Skydiver Anders Helstrup habe großes Glück gehabt, dass er nicht von dem schnellen Steinbrocken getroffen wurde, hieß es, von einem Schutzengel war die Rede.

Doch die Zweifel waren von Anfang an da: Wenn es sich um einen Meteoriten handelte, warum wurden in der Region keine Sichtungen eines Feuerballs gemeldet? Warum war kein Überschallknall zu hören? Warum konnte der Stein - trotz hunderter Stunden, die am Boden nach ihm gesucht wurde - nicht gefunden werden? Die Theorie, der Meteorit sei in Wahrheit ein Stein gewesen, der sich aus dem Fallschirm des Skydivers gelöst hatte, stand im Raum. Doch der Stein bewegte sich im Video nicht so, wie man es erwarten würde, wenn er aus dem Fallschirm gefallen wäre. Was steckte dahinter?

Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, wurde das Video des Skydivers schließlich im norwegischen Fernsehen gezeigt. Das norwegische Meteoritennetzwerk, das an der Untersuchung des Videos und der Suche nach dem vermeintlichen Meteoriten beteiligt war, erhoffte sich neue Hinweise von der Veröffentlichung. "Vielleicht haben wir wichtige Hinweise übersehen", schreibt die Organisation am Tag der Veröffentlichung in ihrem Blog. "Wir hoffen sehr, dass die Geschichte viral verbreitet wird."


Kommentar: Das Thema Feuerbälle und Himmelskörper ist unerwünscht in den Medien, da es auf eigentlich Gefahren hinweist. Ob es in diesem Fall um bewusste Schadenskontrolle handelt oder ob es von Anfang an so geplant war, kann nur vermutet werden.

Fallschirmspringer fast von Meteoriten getroffen

Cell Phone

Schlafforschung: Träume können mit Strom beeinflusst werden

Dreams
© Dreamstime

Bleiben uns nächtliche Panikattacken oder Verwirrungen im
Schlaf künftig erspart? Bestimmte Träume lassen sich offenbar durch Strom-Stimulation beeinflussen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Frankfurter Schlafforscherin Ursula Voss, die in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature Neuroscience" vorgestellt wird.

Sie bezieht sich auf sogenannte luzide oder Klarträume, bei denen sich der Träumende darüber bewusst ist, gerade zu träumen. Bis zu einem gewissen Grad kann er aus Sicht der Forscher sogar bestimmen, wie der Traum weitergehen soll. Dieses offenbar nur beim Menschen vorkommende Phänomen könnte zur Methode werden.

Voss, die an der Uni Frankfurt lehrt, zeigte sich optimistisch, dass mit dem Verfahren der Strom-Stimulation eines Tages Opfern häufiger quälender Albträume oder auch Schizophrenie-Patienten geholfen werden kann. Sie könnten Auswege aus unangenehmen Traumsequenzen quasi eintrainieren.
Better Earth

Neue Ordnung von Meereslebewesen entdeckt: Vermeintliche Riesen-Seeanmone ist in Wirklichkeit etwas anderes

Sie galt bislang als eine der größten Vertreter von Seeanemonen in den Weltmeeren. Eine neue Studie zeigt nun jedoch, dass Relicanthus daphneae jedoch die erste Vertreterin einer bislang gänzlich unbekannten Ordnung von Nesseltieren ist.
© AMNH/ NERC CHESSO project
Neue Ordnung von Nesseltieren: die mehr als zwei Meter lange Relicanthus daphneae.
New York (USA) - Wie die Forscher um Estefanía Rodríguez vom American Museum of Natural History aktuell im Fachjournal PLoS One berichten, galt das erst 2006 in der Tiefsee des Ostpazifik entdeckte, auffallend gefärbte Nesseltier mit seinen bis zu zwei Meter langen Fangarmen bislang aufgrund seiner äußeren Erscheinung bislang als Anemone.
Top