Wissenschaft und Technologie
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HAL9000

Google möchte zukünftig Modetrends vorhersagen

  • Google hat in den USA angefangen, aus Anfragen an seine Suchmaschine kommende Modetrends zu bestimmen - auch als Handreichung an Modemarken.
  • In der EU steht der US-Konzern wegen seines Produktpreisvergleichs-Portal in der Kritik
© Reuters/Dado Ruvic

Suchmaschine als Trendscout


Tüllröcke, Jogging- und Schlaghosen - das wird in dieser Saison angesagt sein. Zumindest, wenn es nach Google geht: Der US-Konzern hat über mehrere Jahre sechs Milliarden Begriffe ausgewertet, die US-Amerikaner gegoogelt haben. Und verstärkt wurde 2014 nach diesen drei Kleidungsstücken gesucht, so Google in einem Trendbericht.

Auch Shirts mit Emoji-Aufdrucken waren eine häufige Anfrage, ihnen prophezeit das Unternehmen allerdings nur einen kurzzeitigen Hype. Denn nicht alle Suchanfragen seien ein Hinweis darauf, dass das Stück auch gekauft wird - bei dem "weiß-goldenen" beziehungsweise "blau-schwarzen Kleid" zum Beispiel handelte es sich um ein virales Phänomen: Die Menschen waren uneind, welche Farben auf dem Foto eines Kleides zu sehen waren.

Kommentar: Google könnte theoretisch damit auch bewusste Trends zum eigenen Vorteil setzen.


Better Earth

Yellowstone: Supervulkan viel größer als gedacht - Viermal größeres Reservoir entdeckt

Unteres Magma-Reservoir ist viermal größer als das obere

Verborgene Glut: Tief unter der Magmakammer des Yellowstone-Vulkans liegt noch eine zweite, viel größere. In diesem schlummern 45.000 Kubikkilometer teilweise geschmolzenes Magma - viermal so viel wie in der besser bekannten oberen Kammer, wie Forscher im Fachmagazin "Science" berichten. Ihre erste komplette Kartierung des Vulkan-Innenlebens klärt auch, auf welchem Weg der Supervulkan seinen Magma-Nachschub vom Hotspot bekommt.
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© Robert B. Smith and Lee J. Siegel
Dass der Yellowstone-Supervulkan noch aktiv ist, zeigen die vielen Geysire und heißen Quellen im Park, hier der Grand Prismatic Spring
Der Supervulkan unter dem Yellowstone Park ist noch heute aktiv, davon zeugen Hebungen des Untergrunds, kleinere Beben und austretende Gase. Würde er heute ausbrechen, wären weite Teile Nordamerikas mit Asche bedeckt, zehntausende Menschen würden durch Lava, Gesteinsbrocken und Asche umkommen. Unter anderem deshalb steht der Supervulkan unter ständiger Beobachtung.

Kommentar: Kommentar:




Stop

Tabubruch in der Gentechnik: Forscher experimentierten mit Erbgut von Embryos mit fatalen Folgen

Tabubruch in der Gentechnik: Chinesische Forscher experimentieren mit Erbgut von Embryos
© VICE
Die Erschaffung eines „Designerbabys“ mit der Wunschhaar- und Augenfarbe, einem hohen Intelligenzquotienten - und selbstverständlich ohne Erbkrankheiten - ist nach wie vor das höchste Ziel einiger Genforscher. Für andere ist es geradezu eine Horrorvorstellung, ein vermeintlich perfektes Kind erschaffen zu wollen. Vor allem der Weg dorthin - zahlreiche Experimente an menschlichen Embryos - wird aus ethischen und moralischen Gründen von den meisten Experten abgelehnt. Hierzulande sind Genexperimente an befruchteten menschlichen Embryos deshalb verboten. In China dürfen solche Manipulationen dagegen durchgeführt werden. Wissenschaftler der Sun-Yat-sen-Universität in Guangdong griffen nun erstmals in die DNA von Embryos ein und begingen damit einen Tabubruch in der Gentechnik - mit fatalen Folgen. Die Studienergebnisse wurden im Fachmagazin Protein & Cell veröffentlicht.

Question

Warum werden manche Menschen öfter von Mücken gestochen?

Manche Menschen werden öfter von Mücken gestochen

Warum werden manchen Menschen bevorzugt von Mücken gestochen? Jeder kennt den Spruch: „Mücken stechen vor allem die, die süßes Blut haben“. Stimmt das wirklich? Dieser Frage ist ein Forscherteam um James Logan von der London School of Hygiene and Tropical Medicine im Rahmen einer Studie nachgegangen. Das überraschende Ergebnis: „Nicht das Blut ist verantwortlich, sondern die Gene“.

Nicht durch das „süße Blut“ sondern durch den Körperduft der Menschen werden Mücken regelrecht angezogen, berichten die Wissenschaftler. Diese Erkenntnis ist allerdings nicht neu. Unbekannt war aber bislang die Tatsache, dass manche Menschen mehr von Mücken gestochen werden, als andere. Mit Hilfe eines Versuchsaufbaus mit Zwillingspaaren untersuchte die Forscher das Verhalten der Mücken. An der Studie nahmen 18 eineiige männliche und 19 zweieiige zumeist weibliche Zwillingspaare teil. Zwillinge besitzen weitestgehend genetisch identische Strukturen. Die Probanden wiesen eine Altersspanne zwischen 50 und 90 Jahren auf.

Better Earth

Studie beweist: "Stark schädliche Auswirkung auf Wildbienen"

Zum ersten Mal ist es Wissenschaftlern in einer Studie gelungen nachzuweisen, wie das hochwirksame Pestizid Clothianidin aus der Gruppe der Neonicotinoide auf Honig- aber auch auf Wildbienen in landwirtschaftlich geprägten Landschaften wirkt: Während die Honigbienen mit dem Pestizid zurechtkommen, hat es eine stark schädliche Auswirkung auf die Wildbienen.

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Lund (Schweden) - Neonicotinoide werden besonders zur Schädlingsabwehr beim Anbau von Raps auf die jungen Pflanzen zum Schutz gegen sogenannte Rapsflöhe eingesetzt. Seit 2013 wurde der Einsatz innerhalb der EU stark eingeschränkt, da Rapsblüten besonders viele Bienen anziehen.

Die jetzt im Fachjournal Nature veröffentlichten Ergebnisse der Studie von Wissenschaftler um Maj Rundlöf von der Lunds Universitet stellen - so die Forscher - eine ernstzunehmende Erkenntnis dar, da Wildbienen, zu denen auch die Hummeln zählen, eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Nahrungsmittelpflanzen darstellen.

Kommentar:


Butterfly

Lächeln steckt an - "Glücks-Schweiß" aber auch!

Positive Stimmung überträgt sich auch über den Duft unseres Schweißes
© thinkstock
Wenn wir glücklch sind, dann verrät das sogar unser Schweiß
Ansteckende Botschaft: Unser Schweiß verrät nicht nur, ob wir Angst haben, er überträgt auch positive Gefühle, wie ein Experiment nun zeigt. Riechen wir demnach Schweiß, den jemand bei guter Laune produziert hat, dann reagieren wir unbewusst auf diese subtile Duftbotschaft. Bewusst wird uns dies zwar nicht, aber dieser "Glücks-Schweiß" ist offenbar fast so ansteckend wie ein Lächeln, wie die Forscher im Fachmagazin Psychological Science erklären.

Unser Schweiß verrät einiges über uns: Sein charakteristischer Duftcocktail vermittelt anderen Informationen über unseren Immunzustand, zeigt, ob wir unter Angst oder Stress leiden und verrät sogar unser Alter. Besonders bei der Partnerwahl spielen zudem Pheromone im Schweiß eine wichtige Rolle - Duftkomponenten, die wir unbewusst durch unser Lieblingsparfum verstärken.

Doch trotz seines nicht gerade leckeren Geruchs kann Schweiß offenbar auch positive Stimmung übertragen - und in begrenztem Maße andere damit anstecken. Darauf deuten die Ergebnisse eines Schnüffel-Experiments von Jasper de Groot von der Universität Utrecht und seinen Kollegen hin.

Bell

Der Stillstand der Klimaerwärmung und seine möglichen Gründe - Es ist nicht der Mangel an CO2 oder fehlende Kohlenkraftwerke

Das Fehlen eines Trends bzgl. der globalen Erwärmung, oftmals bezeichnet als „Pause“ oder „Stillstand“, der um das Jahr 2000 begonnen hat, widerspricht den Ergebnissen jedes einzelnen IPCC-Klimamodells, die allesamt gleichlaufend eine Temperaturzunahme mit zunehmenden anthropogenen CO2-Emissionen simulieren.
© cjob.com
Bis der Grund für den Stillstand besser verstanden ist und in bestehende Modelle eingehen kann, sind alle politischen Maßnahmen mit dem Ziel der Stabilisierung des Klimas nutzlos und nichts weiter als extrem unsichere und extrem teure Unternehmungen.

Das Etikett „Stillstand“ suggeriert, dass das Fehlen einer Erwärmung nur vorübergehender Natur ist und dass die Erwärmung bald wieder einsetzen könnte. Dies ist der Standpunkt der Klimaalarmisten, die Ängste schüren, dass menschliche Aktivitäten eine potentiell katastrophale globale Erwärmung verursachen.

Kommentar:


Card - MC

Barrierefreiheit der digitalen Märkte - EU will Vereinheitlichungen und Erleichterungen im Online-Handel

Die Europäische Union wird einem Bericht des Wall Street Journal zufolge am 6. Mai ihre Pläne für einen einheitlichen Markt für digitale Waren, Inhalte und Dienste vorstellen. Ziel ist demnach, wie schon von EU-Kommissar Günther Oettinger auf der Hannover Messe formuliert, eine Stärkung europäischer Anbieter gegenüber den dominierenden US-Akteuren.

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Die neue Strategie, die von Andrus Ansip, Kommissar für den einheitlichen Digital-Markt, entwickelt wurde, soll dem Bericht zufolge in den kommenden zwei Jahren in mehreren Phasen implementiert werden. Er will demnach unter anderem den grenzüberschreitenden Online-Handel vereinfachen. Derzeit behinderten unterschiedliche Gesetze, Steuern, Regeln für den Verbraucherschutz und Urheberrechte den Online-Handel. Vor allem sollen die komplizierten Umsatzsteuerregeln vereinheitlicht werden, damit auch kleine und mittlere Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen einfacher europaweit anbieten können.

Auch die Beschränkung von Inhalten auf bestimmte Regionen sind der EU ein Dorn im Auge. Anbieter wie Netflix sollen angeblich künftig gezwungen werden, ihre Angebote in der gesamten EU verfügbar zu machen. Derzeit seien nur weniger als 4 Prozent der Video-on-Demand-Inhalte länderübergreifend erhältlich. Nutzer, die beispielsweise Inhalte in einem Land abonniert haben, sollen sie auch in einem anderen EU-Land abrufen können.

Im Rahmen eines einheitlichen Digital-Markts will die EU aber auch Steuerschlupflöcher schließen, die derzeit von Firmen wie Amazon, Apple undGoogle genutzt werden. Sie sollen ihre Gewinne künftig in dem Land versteuern, indem auch die Werte geschaffen werden. Eine Umleitung von Gewinnen in ein EU-Land mit niedrigeren Steuersätzen soll so verhindert werden.

Battery

Graphen steckt Batterien den Tieger in den Tank

Verwendet man dünne Graphitschichten als Elektrodenmaterial, erhält man deutlich leistungsfähigere Lithium-Ionen-Batterien.

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© FAZ.NET
Fahrvergnügen ohne Mühen: der leistungsfähige Lithium-Ionen-Akku macht`s möglich.
Lithium-Ionen-Akkus gelten als Kraftpakete unter den wiederaufladbaren Batterien. Sie haben ein vergleichsweise geringes Gewicht und weisen eine hohe Energiedichte auf. Deshalb nutzt man Lithium-Ionen-Batterien vor allem als Stromquellen für tragbaren Geräte wie Notebooks, Tablets, Digitalkameras und Akkuschraubern. Ein großes Anwendungsgebiet ist auch die Elektromobilität. Elektrofahrräder zum Beispiel werden mit solchen Energiespeichern betrieben, und auch Elektroautos sollen mit Lithium-Ionen-Batterien den entscheidenden Schub erhalten. Dafür ist allerdings noch eine höhere Leistungsfähigkeit gefragt, denn die in den aktuell verfügbaren Batterien gespeicherte elektrische Energie reicht nicht für weite Strecken aus. Zudem dauert das Wiederaufladen von leeren Akkus noch immer zu lang.

Ein Schlüssel zu besseren Lithium-Ionen-Batterien könnte dünne Graphitschichten, sogenanntes Graphen, sein. Chemiker von der University of California in Los Angeles haben speziell präpariertes Graphen als Elektrodenmaterial verwendet und damit eine Batterie erhalten, die über eine hohe Kapazität verfügt und sich durch eine hohe Stabilität über viele Be- und Entladezyklen auszeichnet.

Alarm Clock

Eine Uhr die Einsteins Raumkrümmung messen könnte

Präzise genug für Einsteins Zeitverzerrung: US-Forscher haben eine Atomuhr konstruiert, die selbst in 15 Milliarden Jahren nicht eine Sekunde vor oder nach gehen würde. Die auf Strontium-Atomen beruhende Uhr ist so präzise und genau, dass man mit ihr sogar messen kann, ob die Zeit auf Bergen schneller vergeht als im Tal - ein Effekt, den schon Einstein vorhersagte. Damit eröffnet die Atomuhr ganz neue Möglichkeiten der physikalischen Messungen, so die Forscher im Fachmagazin Nature Communications.

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© Marti/ JILA
Um die Temperatur der Atomuhr zu überprüfen, werden zwei spezielle Thermometer, hier zu sehen, in die Vakuumkammer eingeführt.
Seit Einstein wissen wir, dass die Zeit keine absolute Größe ist: Bewegt sich ein Körper mit nahezu Lichtgeschwindigkeit, vergeht für ihn die Zeit langsamer. Und auch durch eine höhere Schwerkraft wird die Zeit gedehnt, beispielsweise in der Nähe eines Schwarzen Lochs. Sogar auf der Erde tritt diese Zeitverzerrung auf, weil auf Berggipfeln die Erdschwerkraft ein bisschen geringer ist als im Tal. Doch bisher war dieser winzige Effekt nicht messbar - die Uhren waren nicht präzise genug.

Strontium-Atome im Laserlicht

Genau das aber könnte sich nun ändern. Denn erstmals haben Forscher nun eine Atomuhr konstruiert, die diese winzigen Zeitverzerrungen messen kann. "Ihre Leistung ist genau genug, um noch die Verzerrung der Zeit durch die Gravitation zu messen, die auftritt, wenn man die Uhr nur zwei Zentimeter von der Erdoberfläche anheben würde", erklärt Jun Ye vom National Institute of Standards and Technology (NIST).

Er und seine Kollegen haben bereits im letzten Jahr eine neue Atomuhr vorgestellt, die auf Strontium-Atomen statt wie die meisten bisherigen auf Cäsium-Atomen beruht. In dieser Uhr werden einige tausend Strontiumatome extrem heruntergekühlt und in einem optischen Gitter aus Laserlicht gehalten. Dann werden sie mit einem weiteren Laser bestrahlt, der bei einer bestimmten Wellenlänge einen Wechsel des Energiezustands bei den Atomen auslöst. Bei Strontium erfolgt dieser bei einer Frequenz von 430 Billionen Schwingungen pro Sekunde - diese Schwingungszahl gilt damit als das Maß für eine Sekunde.