Wissenschaft und Technologie
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Wissenschaftler Rätseln: Wackelstein auf Komet Churyumov-Gerasimenko entdeckt

Auf Aufnahmen der europäischen Sonde “Rosetta” des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko haben europäische Forscher einen außergewöhnlichen Felsen entdeckt, der auf dem Rand einer Vertiefung und auf einer nur sehr kleinen Auflagefläche gleichwie balanciert. Während derartige “Wackelsteine” auch auf der Erde vorkommen und ihre Entstehung bekannt ist, rätseln die Wissenschaftler der europäischen Raumfahrtagentur ESA derweil noch darüber, wie dies auf dem Kometen möglich ist.

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© ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/ID
Ausschnittsvergrößerung (s.Abb.o.) der Wackelstein-Formation.
Göttingen (Deutschland) - Wackelsteine berühren den Untergrund nur mit einem winzigen Teil ihrer Oberfläche und erwecken oft den Eindruck, als würden sie jeden Moment umkippen oder herunterfallen. “In Deutschland finden sich solche etwa im Bayrischen Wald oder im Fichtelgebirge”, erläutert die Pressemitteilung des Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) und führt weiter erläuternd aus: “Imposante nicht-wackelnde Beispiele sind unter anderem aus Australien oder dem Südwesten der USA bekannt. Oftmals sind diese Felsbrocken an Bord von Gletschern zu ihrem heutigen, kippeligen Standort gereist. In anderen Fällen haben Wind und Wasser weicheres Gestein in der Umgebung abgetragen und den Wackelstein freigelegt.”

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Überraschende Entdeckung: Mehrheit der europäischen Männer stammt von nur drei Vorfahren ab

Y-Chromosomen der Männer zeigen Populationsexplosion in der Bronzezeit

Nur eine Handvoll Urväter: Zwei Drittel aller europäischen Männer stammen von nur einer Handvoll männlicher Vorfahren aus der Bronzezeit ab. Das jedenfalls legen Vergleichsanalysen der Y-Chromosomen von Männern aus 17 Volksgruppen Europas nahe. Wer diese Urväter waren und warum in der Bronzezeit die Bevölkerung plötzlich stark anwuchs, ist bisher noch rätselhaft, wie die Forscher im Fachmagazin Nature Communications.
© Bundesarchiv Bild 101I-121-0005-05
Die Abstammungs-Geschichte der Europäer ist reichlich komplex. Denn unter unseren Vorfahren waren nicht nur urzeitliche Jäger und Sammler dieser Region, sondern auch verschiedenste Einwanderer. So brachten jungsteinzeitliche Bauern aus dem Nahen Osten die Landwirtschaft mit und mischten sich mit den Ureinwohnern. Aber auch Steppenbewohner Zentralasiens hinterließen ihre Spuren in unserem Erbgut - und könnten uns unsere Sprache gebracht haben.

Bulb

Oktopusse können mit der Haut "sehen" - Lichtempfindliche Zellen funktionieren wie im Auge

Lichtempfindliche Zellen der Haut funktionieren nach demselben Mechanismus wie im Auge

Sehen ohne Augen: Oktopusse nehmen auch mit der Haut Licht wahr und reagieren darauf. US-Biologen haben herausgefunden, dass die Tiere dazu dieselben Pigmente verwenden, die auch im Auge vorkommen. Wie die Tiere diesen Mechanismus in ihre beeindruckende Fähigkeit zur Tarnung integrieren, beschreiben die Forscher im Journal of Experimental Biology.
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© UCSB
An Tieren wie diesem frisch geschlüpften Kalifornischen Zweipunktkraken entdeckten Meeresbiologen die lichtempfindliche Haut.
Der Oktopus hat eine einzigartige Fähigkeit: Er kann nicht nur die Farbe und das Muster seiner Haut verändern, sondern auch deren Textur. Einerseits passen die Tiere sich so perfekt ihrer Umgebung an um sich zu tarnen. Die hochintelligenten Kopffüßer kommunizieren jedoch auch untereinander über diese Farbwechsel. Ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit erhalten die Oktopusse durch sogenannte Chromatophore. Diese pigmentierten Organe in der Haut reagieren auf Signale aus Augen und Gehirn des Tieres und dehnen sich aus oder ziehen sich zusammen, um das Erscheinungsbild der Haut zu verändern.

Cell Phone

Google und NSA sollen vor verschlossener Türe darben: Russland entwickelt eigenes Betriebssystem für Smartphones - mit Open-Source Software

Russland hat Pläne für die Entwicklung eines eigenen Betriebssystems für Smartphones vorgestellt. Das System soll auf Open-Source Software basieren und mit den US-Anbietern Android und iOS konkurrieren. Mit einem eigenen Programm wolle die Regierung zudem eine Überwachung durch die NSA verhindern.

Die russische Hardware kommt in Form des Yota-Phone derzeit auf den US-Markt, nun will Russland auch eigene Software dafür entwickeln.
Russlands Kommunikationsminister Nikolai Nikiforow hat Pläne vorgestellt, um ein eigenes russisches Betriebssystem zu entwickeln. Die Software basiert auf dem Open-Source-Programm Sailfish des finnischen Herstellers Jolla. Schon jetzt arbeitet Jolla mit dem russischen Internetkonzern Yandex zusammen, Sailfish hat allerdings bisher in Russland nur einen Marktanteil von 0,5 Prozent.

Um dennoch von Anfang an die Versorgung mit Apps für die neue Software zu gewährleisten bezahlt die russische Regierung TechCrunch zufolge lokale Entwickler dafür, dass sie ihre Anwendungen auch für das Sailfish-Betriebssystem anbieten.

Kommentar:


Cloud Lightning

Gefahr durch Blitze: Was tun bei Gewittern?

Neue Statistik zeigt Opferzahlen von Blitz-Unfällen und betont Gefahren bei Gewitter
© freeimages
Symbolfoto

Wie gefährlich sind Gewitter wirklich? Im Schnitt stirbt einer von vier vom Blitz getroffenen Menschen, geht aus einer neuen Statistik deutscher Wissenschaftler hervor. Auch für Überlebende besteht ein großes Risiko bleibender Schäden, von Verbrennungen und Lähmungen bis zu psychischen Störungen. Die Gefahr lasse sich deutlich vermindern, wenn man sich bei Gewitter an einige Sicherheitsratschläge hält, betonen die Forscher.


Blitze sind unberechenbarer Naturgewalten: Sie sind nahezu unmöglich exakt vorherzusagen und führen eine gewaltige Energiemenge mit sich. Die Gefahr für Menschen bei Gewitter wird oft unterschätzt - "so wahrscheinlich, wie vom Blitz getroffen zu werden" gilt als Vergleich für extrem unwahrscheinliche Unfälle. In Deutschland geschieht dies jedoch jedes Jahr schätzungsweise mehreren hundert Menschen. Allerdings ist unklar, für wie viele davon der Blitzschlag tödlich endet: "Für Überlebende gibt es aber in der Bundesrepublik keine statistische Erfassung", bedauert Rechtsmediziner und Gewitterforscher Fred Zack von der Universität Rostock.

Kommentar: Die Nachricht wirkt überdramatisiert, denn die Wahrscheinlichkeit von einem Blitz in Deutschland getroffen zu werden und dabei zu sterben liegt bei 1:18.000.000 und ist genauso wahrscheinlich, wie einmal im Lotto zu gewinnen. Dennoch sind die Gefahrenhinweise bei Gewittern wichtig und wie man sich am besten und sichersten verhält.


Windsock

Offshore Windparks - Leiden Seehunde unter dem Baulärm?

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© Rob Farrow / CC-by-sa 2.0
Offshore-Windpark vor der Küste Englands
Taub durch Baulärm: Unterwasser- Lärm bei der Konstruktion von Offshore-Windparks kann das sensible Gehör von Seehunden schädigen. Das zeigen Messungen vor der Küste Großbritanniens. Rund die Hälfte der beobachteten Seehunde war dort einem Lärmpegel über der schädlichen Hörschwelle ausgesetzt. Als Folge droht den Robben Schwerhörigkeit - für die auf ihr Gehör angewiesenen Tiere eine schwerwiegende Belastung.

Der Bau von Windparks auf offener See ist keine leise Angelegenheit. Vor allem beim Einrammen der Fundamente in den Meeresboden entstehen Lärmpulse hoher Intensität: "Die Pulse folgen alle ein bis zwei Sekunden und erreichen Unterwasser-Lärmpegel von bis zu 250 Dezibel", berichten Gordon Hastie vom Scottish Ocean Institute in Fife und seine Kollegen. "Sie gehören zu den stärksten menschengemachten Geräuschen unter Wasser."

Galaxy

Was wiegt unsere Milchstraße? Kugelhaufen verhelfen zu präzisen Messungen

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© ESO/NASA/JPL-CALTECH/M. KORNMESS
Computermodell unserer Milchstraße, betrachtet aus einer Entfernung von mehr als 10.000 Lichtjahren. Der helle Bereich ist das galaktische Zentrum, die Geburtsstätte neuer Sterne.
Owohl unser Sonnensystem ein Teil der Milchstraße ist, sind elementare Eigenschaften unserer Galaxis wie Größe und Masse nicht genau bekannt. Die Schätzungen der Astronomen differieren bisweilen um 100 Prozent. Der Grund ist die besondere Lage unserer Sonne - sie befindet sich wie die meisten der rund 100 Milliarden Sterne innerhalb der galaktischen Scheibe -, was die Vermessung der Milchstraße erheblich erschwert. Es fehlt gewissermaßen der Blick von außen. Eine internationale Astronomengruppe hat nun einen Weg gefunden, wie sich die Masse der Galaxis recht genau bestimmen lässt. Sie nutzen den Kugelsternhaufen Palomar 5 und die auf ihn wirkende Gezeitenkräfte.

Der kugelförmige Sternhaufen Palomar 5 wurde vor 65 Jahren von dem aus Ostwestfalen-Lippe stammenden Astronomen Walter Baade im Sternbild Schlange in einer Entfernung von 75.700 Lichtjahren entdeckt. Mit lediglich rund 5000 Sonnenmassen zählt er zu den masseärmsten Kugelsternhaufen der Milchstraße. Viele andere der rund 150 bekannten galaktischen Kugelsternhaufen, die unsere Milchstraße auf zum Teil extrem elliptischen Bahnen umrunden, enthalten dagegen mehrere hunderttausend Sterne.

Beaker

Gedrucktes Graphen kann teure Antennen ersetzen

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Seit Graphen 2004 erstmals hergestellt wurde, gibt es viele Ideen, wie man das Material am besten technisch einsetzen kann. Massentaugliche Anwendungen gibt es hingegen bisher kaum. Forscher von der University of Manchester haben jetzt mit einem neuen Verfahren funktionierende Funkantennen aus Graphentinte gedruckt.

Im Fachmagazin Applied Physics Letters argumentiert das Forscherteam, dass die gedruckten Antennen günstig, umweltfreundlich und flexibel seien und massenweise für die Radio-Frequenz-Identifikation (RFID) oder kabellose Sensoren produziert werden könnten. „Die Studie zeigt, dass gedrucktes Graphen jetzt marktreif für günstige Anwendungen im Funkbereich ist“, sagt Zhirun Hu aus dem Team.

Galaxy

Astronomen entdecken den "Jackpot Nebel" - Vier Quasare auf einen Streich

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Ein internationales Astronomenteam ist bei der Untersuchung von 29 Quasaren - leuchtkräftigen Galaxienkernen - unerwartet auf ein enges Quartett dieser seltenen Objekte gestoßen. Doppel- und Dreifachquasare kennen Himmelsforscher zwar bereits, aber SDSS J0841+3921 ist der erste vierfache Quasar. Die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Fund betrage lediglich eins zu zehn Millionen, so die Forscher im Fachblatt Science. Die Entdeckung sei also entweder ein unglaublicher Zufall, oder sie deute auf unbekannte Effekte in der Evolution von Galaxien und Galaxienhaufen.

„Extrem seltene Ereignisse haben die Macht, lang gediente Theorien auf den Kopf zu stellen“, sagt Joseph Hennawi vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Die erste Entdeckung eines Quasarquartetts könne die Kosmologen dazu zwingen, ihr heutiges Bild von der Entstehung von Quasaren und Supergalaxienhaufen zu überdenken. Quasare stellen nur eine kurze Phase in der Galaxienentwicklung dar, angetrieben durch den Einfall von Materie in das supermassereiche Schwarze Loch einer Galaxie. Deshalb sind diese leuchtkräftigen Objekte selten, die typischen Abstände zwischen ihnen betragen einige Hundert Millionen Lichtjahre.

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Wenn das Klima eine Religion ist: Die Erde erwärmt sich weiter - Auch wenn es faktisch nicht stimmt

“Keine Pause, nirgends!”, verkündet Stefan Rahmstorf in seinem neusten Artikel in der KlimaLounge. Und weiter: “Wie unsere Stammleser wissen, hat es seit den 1970er Jahren einen stetigen globalen Erwärmungstrend gegeben, der zwar durch die üblichen kurzfristigen Schwankungen überlagert wird, der sich aber seither nicht in irgendeiner signifikanten Weise beschleunigt oder verlangsamt hat. [...] Da es keine Verlangsamung gegeben hat, hat es schon gar nicht eine Pause oder eine Unterbrechung (engl. „hiatus“) der Erwärmung gegeben.”


Das lässt sich doch einfach überprüfen. Dazu habe ich mir die Daten der Globaltemperatur von der NOAA (Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten) besorgt diese aufgetragen und die linearen Trends 1970-2015, 1980-2015, 1990-2015, 2000-2015 und 2005-2015 eingefügt. (Die NOAA Daten verwendet übrigens auch die NASA in ihren GISS-Datensatz der Globaltemperatur).

Zu sehen ist, dass der Trend seit 1970 rückläufig ist. Der Anstieg der Trendlinien wird immer flacher. Und dabei erzählen uns die Klimaforscher doch seit Jahren/ Jahrzehnten, dass sich die globale Erderwärmung mit zunehmenden Ausstoß von Treibhausgasen immer mehr beschleunigen wird. Das Gegenteil ist der Fall.

Hier nochmal die NOAA-Daten im Original von der Seite der NOAA für den Zeitraum 1998-2015.

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Es gibt Leute, die darin wirklich eine fortschreitende, ungebremste Erderwärmung erkennen (im 1/100-Grad-Bereich). Kaum zu glauben. Man muss nur ganz fest daran glauben und schon sieht man es. Das ist wie mit den Klecks-Bildern beim Psychologen.

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