Wissenschaft und Technologie
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Raben verstehen die Beziehungen ihrer Artgenossen zueinander

Kognitionsbiologe Thomas Bugnyar und sein Team von der Universität Wien konnten zeigen, dass Kolkraben fähig sind, die Beziehungen anderer Raben zueinander einzuschätzen. Eine Fähigkeit, die bis dato nur von Primaten bekannt war.

© Thomas Bugnyar
Raben können die Beziehungen anderer Raben zueinander allein durch akustische Signale richtig einschätzen.
Wie viele sozial lebende Tiere zeigen Raben unterschiedliche soziale Beziehungen - sie können Freunde, Verwandte oder Paarpartner haben und sie bilden strikte Dominanzhierarchien. Kognitiv gesehen ist das Verständnis von eigenen Beziehungen eine wichtige Voraussetzung im Umgang mit Artgenossen im Alltag. Ein Verständnis für die Beziehungen, die andere Gruppenmitglieder untereinander haben, ermöglicht hingegen eine noch wesentlich flexiblere Vorgehensweise, da nun strategische Einsichten möglich sind. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Nature Communications publiziert.
Better Earth

Mysteriöses Meeresquaken: Biologen lösen das Rätsel

Seit den 1960er Jahren sorgte ein mysteriöses Geräusch, das U-Boot-Besatzungen und Biologen im Südpolarmeer immer wieder aufzeichnen konnten für Rätselraten unter Wissenschaftlern und so manche Spekulation über seine Herkunft. Jetzt sind sich US-Forscher sicher, in Südlichen Zwergwalen die Quelle des entenähnlich klingenden Meeresquakens gefunden zu haben.

© Ari S. Friedlaender, Oregon State University
Eine Gruppe Südlicher Zwergwale.
Washington (USA) - Wie die Forscher um Denise Risch vom Northeast Fisheries Science Center (NEFSC) der Nationale Ozean- und Atmosphärenverwaltung der USA (NOAA) aktuell im Fachjournal Biology Letters berichten, konnten Sie im Februar 2013 in der Wilhelmina Bay der westlichen Antarktischen Halbinsel erstmals den Gesang der Südlichen Zwergwale (Balaenoptera bonaerensis) aufzeichnen. Ein Vergleich dieser Aufzeichnungen mit dem als "Bio-Duck" bezeichneten Meeresquaken zeigt, dass beide Geräusche offenbar identisch sind.
Nuke

Vögel rund um Tschernobyl haben sich der Strahlenbelastung angepasst

Obwohl dauerhafte radioaktive Strahlung eigentlich Zellstress und Erbgutschäden verursachen, haben sich Vögel innerhalb der Sperrzone rund um die strahlende Ruine des einstigen Kernkraftwerks Tschernobyl an die Strahlenbelastung angepasst. Einige Arten scheinen sogar davon zu profitieren.

London (England) - Wie die Forscher um Dr. Ismael Galván vom Spanischen Nationalen Forschungsrat (CSIC) aktuell im Fachjournal Functional Exology (DOI: 10.1111/1365-2435.12283) der British Ecological Society berichten, handele es sich um den erstmaligen Beweis dafür, dass sich Wildtiere an ionisierende Strahlung anpassen können.

"Frühere Studie des Tierbestandes in Tschernobyl hatten gezeigt, dass das chronische Ausgesetztsein gegenüber der Strahlung mit der Verminderung von Antioxidantien und einer erhöhten oxidativen Schädigung der Zellen einhergeht", erläutert Galván. "Was wir nun jedoch bei unseren Untersuchungen der Vögel gefunden haben, ist das genaue Gegenteil: Je höher die Hintergrundstrahlung ist, desto höher ist der Gehalt von Antioxidantien und umso niedriger der zelluläre Stress."
Fireball 2

Tscheljabinsk-Meteorit verursachte weltweite Druckwelle

Im September 1996 verabschiedete die UN-Vollversammlung den Kernwaffenteststopp-Vertrag, der jede Art von Atombombenversuchen verbietet. Obwohl er noch nicht in Kraft getreten ist, wurde ein entsprechendes Messnetz aufgebaut, um seine Einhaltung zu überwachen. Im vergangenen Jahr wurde dieses Messnetz durch den Meteoritenabsturz von Tscheljabinsk auf die Probe gestellt.

Die Stadt Tscheljabinsk im russischen Ural, es ist der 15. Februar 2013, 9:20 Uhr Ortszeit. Unvermittelt werden die Einwohner Zeuge eines beängstigenden Spektakels: Eine Leuchtspur zeichnet sich in den Himmel, scheint plötzlich grell auf, dann erschüttert eine Reihe von heftigen Explosionen die Region. Der Erdboden erzittert, Alarmanlagen gehen los, Fensterscheiben bersten. Mehr als 1000 Menschen werden verletzt, die meisten nur leicht. Ein Meteorit ist niedergegangen, ein nahezu 20 Meter großer Brocken. Mit vierzigfacher Schallgeschwindigkeit war er auf die Erde zugerast, war beim Abbremsen in der Atmosphäre in zahllose Bruchstücke zerborsten. Es ist der größte bekannte Meteorit, der in den letzten 100 Jahren die Erde getroffen hat. Ein bemerkenswertes Ereignis - auch für Wissenschaftler.

Solar Flares

Die Sonne bringt es an den Tag: Was die Erdtemperaturen wirklich bestimmt - Teil 1

erde sonne planet
© unbekannt
Verzweifelt versuchen die Aktivisten der globalen Erwärmung, allen voran das IPCC und deren angeschlossenen Institute/Wissenschaftler eine Theorie zu retten, die von Beginn an nicht den Anspruch erfüllen konnte, für den sie benutzt wurde, weil ihr weitgehend die physikalischen Grundlagen fehlen und, ihr die Realität hartnäckig die Gefolgschaft verweigert. Die realen Temperaturen wollen einfach nicht den Vorgaben der Treibhauspostulate folgen. So wird es weltweit seit 15 Jahren kälter. Die Wintertemperaturen in Deutschland bereits seit fast 30 Jahren (EIKE berichtete hier und hier). An dieser Tatsache können auch manipulatorische Tricks, wie die Änderung der Messwertzeiten, sowie die Verlagerung der Messstationen, Zusehens in Wärmeinseln, wie Flughäfen und/oder städtische Gebiete, nichts ändern. Sie verschleiern lediglich die längst begonnene Abkühlung, die anhand der solaren Parameter (Kowatsch, Kämpfe, Leistenschneider berichteten auf EIKE) für die nächsten 60 - 70 Jahre anhalten wird. Nur Personenkreise, die blind sind für Realitäten und/oder an der Hype bestens verdienen, halten eine Fahne hoch, die längst ausgedient hat. So wundert es nicht, dass deutsche Journalisten, einmal mehr, auf die Kassandrarufe der Klimaaktivisten hereingefallen sind und schreiben "Ende des Temperatur-Stillstands? Fataler Wärmeschub: El Niño könnte das Weltklima auf den Kopf stellen. Deutsche Forscher prognostizieren, dass noch in diesem Jahr ein El Niño einsetzen könnte. Damit hätte die Stagnation der Klima-Erwärmung wahrscheinlich ein Ende. Die Folgen für die Erde wären katastrophal." Dieser Bericht wird wissenschaftliche Klarheit bringen und zeigen, was es damit auf sich hat.
People 2

Die Geschichte des Werwolf-Syndroms

Neben dem physiologischen Syndrom der extrem starken Körperbehaarung, der sogenannten Hypertrichose, gilt auch die psychologische Ausprägung der Vorstellung, dass der eigene Körper mit Fell und klauenartigen Finge- und Fußnägeln bedeckt sei und man sich selbst in einen Wolf verwandele - oder sich in einen solchen verwandele, als reales Vorbild für viele Legenden rund um den Mythos vom Werwolf. Ein niederländischer Psychiater hat sich nun auf die historische Spurensuche der seltenen Wahnvorstellung begeben.
© Public Domain
Werwolf-Darstellung aus "The Werewolf Howls" (Weird Tales, 1946).
Groningen (Niederlande) - Wie der Psychologie-Assistenzprofessor Dr. Jan Dirk Blom von der Rijksuniversiteit Groningen in der Märzausgabe der Fachzeitschrift History of Social Sciences berichtet, wurde er selbst erst durch einen aktuellen Fall auf das psychologische Werwolf-Syndrom, das als klinische Lykanthropie (altgr. Lykos = Wolf, anthropos = Mensch) bezeichnet wird, aufmerksam.
Newspaper

Computerprogramme ersetzen bereits Journalisten

erdbebenkarte
© dpa
Diese Erdbebenkarte vom US Geological Survey (USGS) zeigt Ort und Intensität des Bebebs am 29.03.2014 bei Brea in Orange County, Kalifornien, USA. Zu einigen Themen wie Erdbeben produzieren Computer heute bereits eigenständig Nachrichtentexte.
Börse, Wetter oder Erdbeben - zu einigen Themen produzieren Computer heute bereits eigenständig Nachrichtentexte. Für Leser ist der Unterschied manchmal kaum erkennbar.

Wenn in seiner kalifornischen Heimat nachts die Erde bebt, kann sich Los Angeles Times-Reporter Ken Schwencke noch einmal umdrehen. Denn die erste Nachricht verfasst für ihn eine Maschine. Der «Quakebot» schreibt auf, wie schwer der Erdstoß war.

Vor kurzem wurde die erste von dieser Software automatisch erstellte Meldung online veröffentlicht. Der Computer arbeitet mit den Daten, die die Erdbebenwacht USGS über das Internet herausgibt. Die Software fügt die Informationen in Sekunden in ein Meldungsformular ein. Fertig ist die Nachricht.

Ähnlich wie ein Beben könnte dieser Roboter-Journalismus an Teilen der Medienwelt rütteln. «Überall, wo die gleichen Textbausteine benutzt werden und sich nur die Datenlage ändert, bietet sich das an», sagt der Berliner Social-Media-Experte Frederik Fischer. Schreibende Software werde sich langfristig in der Medienlandschaft etablieren. Die Branche arbeitet in Nischen schon mit automatischen Nachrichten - etwa bei den Themen Börse, Wetter oder Sport.
Hardhat

Treibendes Vulkangestein gefährdet Schiffe

Meer
© unbekannt
Immer wieder treiben meterdicke und Tausende Quadratkilometer große Teppiche porösen Vulkangesteins auf dem Meer. Entdeckt und gemeldet werden die bei Eruptionen am Meeresboden entstehenden Ansammlungen bisher meist zufällig. Ein Computermodell soll dies ändern.

Für einen 400 Quadratkilometer großen Bimssteinteppich habe das neue Modell die Route gut vorhergesagt, berichten Forscher. Auf Basis solcher Daten könne es frühe Warnungen für Schiffe und Häfen vor den scharfkantigen Brocken geben.

Die Wissenschaftler um Martin Jutzeler vom National Oceanography Centre in Southhampton (Großbritannien) hatten ihr Computermodell nach einem besonders eindrucksvollen unterseeischen Vulkanausbruch erprobt: der Eruption des Havre im Südwestpazifik im Juli 2012. Innerhalb eines Tages entstand die Hunderte Quadratkilometer umfassende, bis zu 60 Zentimeter hohe Ansammlung schwimmender Bimssteine.
Blackbox

Mysteriöse Energiewellen geben Astronomen Rätsel auf

Arecibo-Observatorium
© afp
Signale aus fernen Welten: In Puerto Rico steht das Arecibo-Observatorium, was nun auch ungewöhnliche Radiowellen dokumentiert hat.
Was außerhalb unserer Galaxie passiert, lässt sich nur mit hochempfindlichen Radioteleskopen erforschen. Ein südamerikanisches Observatorium bestätigt nun die Signalmessung australischer Kollegen.

In den Jahren 2011 und 2012 empfingen Astronomen an einem australischen Observatorium eine Reihe von kurzen aber kräftigen Funksignalen. Die Signale wurden nirgendwo anders registriert, sodass schnell Zweifel an ihrer Herkunft aufkamen. Jetzt aber hat auch das Aricebo-Observatorium auf Puerto Rico Daten aufgezeichnet, die eine reale Existenz der Signale nahelegen.

Bislang hatte nur das Parkes-Radio-Teleskop in New South Wales (Australien) die energiereiche Strahlung gemessen. Die Salven von etwa zwölf Signalen kamen vermutlich aus einer Region außerhalb unserer Galaxie. Innerhalb von nur wenigen Millisekunden entlud jede Funksalve so viel Energie wie die Sonne in 300.000 Jahren abgibt.
Meteor

Schweigen wird endlich gebrochen: Kosmische Bomben krachen ständig auf die Erde

meteorit komet planet weltall
© colourbox
Geschwindigkeiten von Meteoriten sind enorm. Treffen sie auf die Erde können sie eine enorme Zerstörungskraft haben.
Die Gallier hatten, zumindest den Asterix-Comics zufolge, nur vor einem Angst: Dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte. So unrealistisch ist die Gefahr von oben nicht: In den vergangenen 14 Jahren ist die Erde von mindestens 26 großen Asteroiden getroffen worden.

Die Erde ist seit der Jahrtausendwende von mindestens 26 großen Asteroiden getroffen worden. Die kosmischen Bomben hätten eine Sprengkraft zwischen einer und 600 Kilotonnen TNT gehabt (eine Kilotonne entspricht 1000 Tonnen), berichtete die Stiftung B612 am Dienstag in Seattle. Die vom amerikanischen Astronauten Ed Lu mitgegründete Stiftung will Geld für ein Frühwarnsystem sammeln.


Kommentar: Sott.net sammelt Medien-Berichte über Kometen und Feuerbälle seit seiner Gründung. Bis jetzt ist dieses Thema in den Massenmedien totgeschwiegen worden, daher ist es erfrischend zu hören, dass jetzt langsam zugegeben wird (wohlgemerkt von privaten Initiativen, und nicht von offiziellen), dass es möglicherweise ernsthafte Zwischenfälle nicht nur ein Mal in einer Million Jahre gab, sondern sogar 26 Mal in nur 13 Jahren. Sott.net's Motivation, so viel wie möglich Daten darüber zu sammeln, basiert auf Laura Knight Jadczyk's Nachforschungen in dieses Thema, die hier nachzulesen sind: "Kometen und Katastrophen" Artikel-Serie von Sott.net

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