Gesundheit & Wohlbefinden
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Bisphenol A: Hormonähnliche Chemikalien verändern das Fortpflanzungsverhalten von Fischen

Drastische Folgen hat der hormonähnliche Stoff Bisphenol A in Gewässern in den USA: Weit verbreitete Karpfenfische bandeln unter seinem Einfluss mit fremden Arten an. Und diese Seitensprünge sind nicht harmlos.

Hormonähnliche Chemikalien in Flüssen beeinflussen das Fortpflanzungsverhalten von Fischen. Mitunter erkennen die Tiere ihre eigenen Artgenossen nicht mehr und paaren sich mit fremden Arten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie amerikanischer Forscher um Jessica Ward von der University of Minnesota (Evolutionary Applications, online).

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Vergiftung der Bevölkerung: Massiver Pestizid-Einsatz auf Getreidefeldern kurz vor der Ernte

Van Gogh: Getreidefeld mit Mohnblumen und Lerche

Van Gogh: Getreidefeld mit Mohnblumen und Lerche
Nur wenige Tage vor der Getreideernte spritzen viele Landwirte das Totalherbizid Roundup oder andere glyphosathaltige Mittel auf Getreideflächen, um Unkräuter zu vernichten und das Getreide zum gewünschten Termin „reifen zu lassen“. Das frisch geerntete Getreide enthält noch große Mengen des hochgiftigen Herbizids, das sich nicht schnell genug abbauen kann. Weil so gut wie keine Kontrolle des Getreides auf Giftrückstände stattfindet, landen die gefährlichen Stoffe direkt auf unseren Tellern.

In der Beschreibung der Pestizid-Verpackungen steht sogar, dass das Stroh nach dem Ausbringen des Gifts nicht mehr verwendet werden darf. Beim Korn hingegen sei es egal, da dies ja „nur“ zu Viehfutter oder Brot verarbeitet werde.

Indessen überschlagen sich weltweit die bestätigten Gesundheitsprobleme. Vielen Landwirten sind die Gefahren ihres Handelns nicht bewusst, weil sie von niemandem darüber aufgeklärt werden. Chemie-Konzerne wollen schlicht den Absatz steigern. Es ist verantwortungslos, wenn Agrarhändler Landwirten derlei Pestizid-Spritzungen empfehlen. Und all dies geschieht mit Rückendeckung der Politik! Zwar ist Roundup zugelassen, doch das waren einst auch Tiermehl aus Kadavern, Atrazin, DDT, Contergan und Agent Orange. Heute würde niemand mehr ihre Gefährlichkeit anzweifeln.

Kommentar: Abgesehen von giftigen Pestiziden ist Getreide an sich als Nahrungsmittel nicht zu empfehlen, da der regelmäßige Verzehr - entgegen des weit verbreiteten Dogmas - folgende Krankheiten auslösen und/oder fördern kann:
  • Vitamin & Mineralstoffmängel
  • Störungen im Fettstoffwechsel
  • Autoimmunkrankheiten (z. B. Typ-1-Diabetes, Rheuma)
  • Allergien
  • Schizophrenie & neurologische Störungen (z. B. Epilepsie)
  • Koronare Herzerkrankung
  • Krebs (Krebszellen ernähren sich von Zucker - leider wird dies bei der Krankenhauskost von Krebspatienten selten berücksichtigt und wenige Ärzte sprechen dieses Thema bei ihren Krebspatienten an. Deshalb kommt weiterhin meist Brot auf den Tisch.)
  • Osteoporose
Lesen Sie in diesem Zusammenhang folgenden Artikel: Die dunkle Seite des Getreides - Teil 1

Bulb

Die wichtige Rolle des Schlafhormon Melatonin: Diabetes, Krebs, Depression...

melatonin chemische formel
© Sbrools/Wikipedia
Melatonin
Eine präventive Wirkung wird dem Schlafhormon auch bei Depressionen, Demenz und sogar Brustkrebs zugesprochen

Immer mehr Studien weisen darauf hin, dass das Hormon Melatonin nicht nur den Tag-Nacht-Rhythmus beim Menschen maßgeblich steuert. Wie neuere Untersuchungen zeigen, könnte das Schlafhormon auch eine Rolle bei Depressionen, Diabetes, Demenz und sogar Brustkrebsvorbeugung spielen. "Das Hormon Melatonin ist für Wissenschaftler bei weitem mehr als ein Jetlag- oder Lifestyle-Mittel", sagt Tony Gnann, Geschäftsführer der Milchkristalle GmbH. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Melatonin aus Nachtmilch spezialisiert. Nachfolgend sind ausgewählte Forschungsergebnisse zum Thema Melatonin zusammengefasst.

Kommentar:
Zuviel Licht tut nicht gut
Zu wenig Schlaf ist eine Ursache für Krankheit

Cheeseburger

Transfette aus Fast Food und Chips machen aggressiv

Der Effekt soll laut US-amerikanischer Studie sogar stärker sein, als nach Alkoholgenuss. Übeltäter seien Transfettsäuren in ungesundem Essen.
Fast Food
© picture-alliance/ dpa
Transfette in Fast Food wirken sich nicht nur negativ auf den Körper sondern bewirken ebenfalls Veränderungen im menschlichen Verhalten.
Für den schnellen Hunger zwischendurch greifen viele gerne zu Fast Food und Co. Aber das macht auf Dauer nicht nur dick, sondern kann auch aggressive Laune fördern. Das berichten US-amerikanische Forscher von der University California in San Diego.

Demnach mache ein erhöhter Konsum von Transfettsäuren reizbar, ungeduldig und aggressiv.

Kommentar: Transfette: Pommes, Chips und Co. - Gefahr fürs Gemüt?

Recycle

Dioxin-Belastung: Betrieb nimmt Eier aus Handel zurück

Lebensmittelwarnung veröffentlicht
dioxin, eier
© DAPD
Löhnberg. Das Unternehmen "Landwirtschaft Grebehof" aus Löhnberg im Landkreis Limburg-Weilburg hat Eier wegen zu hoher Dioxin-Belastung aus dem Verkauf nehmen lassen. Betroffen sind neun Rewe-Märkte in Weilburg, Frankfurt, Wehrheim, Friedrichsdorf, Bad Nauheim, Butzbach und Aßlar, wie aus einer am Montag veröffentlichten Lebensmittelwarnung hervorgeht. Eine Lieferung in andere Bundesländer erfolgte nicht.

Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr durch den Verzehr der belasteten Eier bestehe nicht, heiß es in der Mitteilung weiter. Verbraucher werden den Angaben zufolge dennoch gebeten, Eier aus 6er- und 10er-Packungen mit Mindesthaltbarkeitsdatum 25.07.2012 beziehungsweise 31.07.2012 nicht zu konsumieren.

dapd-hes
Beaker

Stadtgemüse häufig mit Schwermetallen belastet

Stadt-Gemüse ist häufig mit Schwermetallen belastet. Das hat eine Untersuchung ergeben.
Gemüseanbau
© dpa
Gemüse aus der Stadt ist teils schwer mit erheblichen Mengen an Schadstoffen belastet. (Symbolbild)
Gemüse aus der Stadt teils schwer belastet: Obst und Gemüse aus Innenstädten können erhebliche Mengen an Schadstoffen enthalten. Das ergab eine Untersuchung am Institut für Ökologie der TU Berlin, die im Wissenschaftsjournal Environmental Pollution veröffentlicht wurde. Im Vergleich zu Produkten aus dem Supermarkt sei in Stadtgemüse in der Nähe stark befahrener Straßen oft ein Vielfaches an Schwermetallen angereichert, teilte Studienleiterin Ina Säumel mit.

Gemüse untersucht: Schwermetalle gefunden

Die in Berlin gewonnenen Ergebnisse seien deutlich: An Orten mit viel Verkehr wurden teilweise sogar EU-Grenzwerte für Lebensmittel überschritten. Proben wurden im Sommer 2010 genommen - von Flächen rund um Bäume, von Hinterhöfen sowie aus Kleingärten, sagte Säumel. Wo genau die Areale lagen, verriet sie nicht. Mit den Gärtnern sei Anonymität vereinbart worden. «Kontamination wird gern als Argument genommen, um Gärten zu schließen und die Flächen lukrativen Nutzungen zuzuführen», begründete die Wissenschaftlerin.
Life Preserver

Duschverbot in einigen Wohnungen Münchens wegen Legionellen

legionellen, dusche
© creasource
Eine erfrischende Dusche tut gut, doch Legionellen im Wasser sind eine Gefahr für die Gesundheit
Trotz Tropentemperaturen darf in München in Hunderten Wohnungen nicht geduscht werden. Das Wasser aus den Leitungen ist mit Legionellen kontaminiert. Solche Verbote könnten es künftig öfter geben.

Dass die Bewohner von 320 Wohnungen im Münchner Olympiadorf bei Temperaturen knapp unter 30 Grad ihre Duschen nicht benutzen dürfen, mag wie eine Zumutung klingen. Doch es geht um den Schutz der Gesundheit, denn in den Wasserleitungen der betroffenen Häuser wurde ein extrem hoher Wert an Legionellen nachgewiesen.

Die stäbchenförmigen Bakterien können hohes Fieber und manchmal sogar eine Lüngenentzündung hervorrufen. Legionellen vermehren sich zum Beispiel dann, wenn Wasser für längere Zeit in den Leitungen stehen bleibt. Besonders wohl fühlen sie sich bei Temperaturen zwischen 30 und 50 Grad Celsius.
Attention

Nicht zugelassene Medikamente bei Geflügelmast

In der Geflügelmast in NRW kommen massiv Antibiotika zum Einsatz. Es wurden sogar nicht zugelassene Medikamente verabreicht. Wegen der Gefahren für den Menschen fordern Politiker jetzt einen konkreten Fahrplan.
huhn
© Andreas Gebert/DPA
In Nordrhein-Westfalen scheint der Einsatz von Antibiotika gängige Praxis zu sein
Eine neue Studie hat den massenhaften Einsatz von Antibiotika bei Geflügelmästern in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Die Tiere kommen offenbar auch außerhalb von Therapiezeiten in Kontakt mit Antibiotika, wie NRW-Verbraucherminister Johannes Remmel (Grüne) am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Das Bundesverbraucherministerium erklärte dazu, offenbar funktioniere in NRW die Überwachung der strengen Gesetze nicht.

Remmel zufolge kommt Gefügel in NRW teilweise sogar ohne tierärztliche Verordnung in Kontakt mit Antibiotika. Die antibiotikafreie Geflügelmast müsse nach der neuen Studie nur noch als Ausnahme gesehen werden, erklärte der Minister. "Der Einsatz von Antibiotika hat ein Ausmaß erreicht, das völlig indiskutabel ist."
Question

Unbekannte Krankheit tötet 60 Kinder in Kambodscha

Kambodscha - unbekannte Krankheit
© Unbekannt
Kambodscha. Eine unbekannte Krankheit hat inerhalb von drei Monaten 60 kleine Kinder in Kambodscha getötet, meldete die WHO am Dienstag als sie damit begann, die Ursache zu identifizieren.

"Die Anzahl der Todesfälle, die der WHO gemeldet wurden beläuft sich auf 60 Fälle und alle betrafen kleine Kinder", sagte Dr. Nima Asgari, eine Spezialistin für das Gesundheitswesen der UN in Kambodscha. Die ersten Toten wurden im April gemeldet.

Die WHO arbeitet zur Zeit gemeinsam mit dem Kambodscha Gesundheitsministerium "um die Ursachen Übertragungswege dieser Krankheit zu identifizieren", sagte er.
Cult

Genmanipulierte Tiere sollen zukünftig zu Organspendern für Menschen werden

München. In Deutschland sterben jährlich etwa tausend Menschen, weil sie kein passendes Spenderorgan erhalten. Tierische Organen und Zellen sollen nun Abhilfe schaffen. Ein neues Forschungsprojekt zur so genannten Xenotransplantation wird jedoch von Tierschützern stark kritisiert.
Organspende
© Unbekannt
Genmanipulierte Tiere sollen in Zukunft zu Organspendern für Menschen werden.
Bundesweit sterben rund tausend Menschen im Jahr, weil sie kein passendes Spenderorgan erhalten. Das sind drei Tote pro Tag. 12.000 Personen stehen in Deutschland nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf der Warteliste, doch passende Spender gibt es viel zu wenige.

Daher setzen Forscher ihre Hoffnung auf die Übertragung von Organen und Zellen von Tieren auf den Menschen, die Xenotransplantation. Unter der Federführung des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München wird ab dem 1. Juli erforscht, ob und wie dem Menschen Gewebe von Schweinen verpflanzt werden kann. Der Herzchirurg Bruno Reichart ist Sprecher des LMU-Forschungsprojekts "Biologie der xenogenen Zell- und Organtransplantation". Noch muss er übertriebene Erwartungen dämpfen. Der Mensch besitze Antikörper gegen die Tiere, er erkenne das fremde Gewebe nicht an und stoße es heftig ab, erläutert Reichart. Die Hürde sei extrem hoch, weil Schweine - anders als etwa Affen - entwicklungsgeschichtlich 90 Millionen Jahre vom Menschen entfernt seien.
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