Gesundheit & Wohlbefinden
Karte


Health

Das richtige Timing beim Essen wirkt Übergewicht und Diabetes vor

Labormaus
© NCI
Beim Essen entscheidet neben der Kalorienmenge auch das richtige Timing darüber, ob man zunimmt oder nicht. Das legt jetzt zumindest eine Studie mit Mäusen nahe. Darin konnten amerikanische Forscher zeigen: Beschränkt man die möglichen Essenszeiten auf acht Stunden täglich, nehmen die Tiere trotz reichlich genossenem fettreichem Futter weniger zu und bleiben auch sonst fit und gesund. Offenbar kann also eine längere Fastenzeit zwischen den Mahlzeiten einen Großteil der negativen Folgen von kalorienreichem Essen neutralisieren, schließt das Team. Ein Nachweis dieses Effektes beim Menschen stehe zwar noch aus. Sollte er jedoch gelingen, stünde neben Kalorienreduktion und sportlicher Betätigung eine dritte Möglichkeit zur Verfügung, allein mit einer Veränderung des Lebensstils Übergewicht und Diabetes zu bekämpfen, schreiben Megumi Hatori vom Salk-Institut in La Jolla und ihre Kollegen im Fachmagazin "Cell Metabolism".

Die Forscher hatten ihre Testmäuse in zwei Gruppen eingeteilt: eine, die sich Futter holen durfte, wann immer sie wollte, und eine, die lediglich acht Stunden täglich Zugang zu ihrem Futter bekam. Dieses Futter hatte es in sich: 60 Prozent der enthaltenen Kalorien stammten aus Fett - das sei, als würde man zu jedem Essen große Mengen Chips oder Eiscreme essen, illustrieren die Wissenschaftler. 100 Tage lang beobachteten die Forscher dann die Mäuse und stellten dabei fest, dass die unterschiedlichen Zeitpläne keinen Einfluss auf die Kalorienmenge hatten, die die Tiere zu sich nahmen.
Cow

Calcium als Nahrungsergänzungsmittel kann Risiko für Herzinfarkt erhöhen

Calcium, das als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen wird, kann das Risiko für Herzinfarkt erhöhen, schreiben Schweizer Forscher in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Heart. Deshalb sollten Calcium-Präparate mit Vorsicht verwendet werden. Bekommt der Körper eine moderate Menge Calcium, tut ihm das gut: Menschen, die im Durchschnitt etwa 820 Milligramm des Minerals pro Tag über die Nahrung oder Nahrungsergänzungen aufnahmen, hatten in der Studie ein um ein Drittel niedrigeres Herzinfarktrisiko als die Testpersonen, die schlecht mit Calcium versorgt waren. Eine gesteigerte Calciummenge von mehr als 1100 mg pro Tag erzielte jedoch keinen vorbeugenden Effekt mehr auf Herz-Krankheiten oder Schlaganfälle. Im Gegenteil: Testpersonen, die regelmäßig Calcium-Nahrungsergänzungen einnahmen, büßten die Schutzwirkung des Minerals ein. In dieser Gruppe traten fast doppelt so häufig Herzinfarkte auf wie bei den Menschen, die nie Nahrungsergänzungen nahmen.
Health

"Verärgerter" Nerv Schuld am zuckenden Augenlid?

München - Wenn das Augenlid zuckt, hat ein Blutgefäß am Gehirn einen Nerv «geärgert». So erklärt Prof. Wolfgang Jost von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) das gelegentliche Flackern des Lidmuskels.

Ärgern bedeute, dass ein Blutgefäß am Gehirn pulsiere, weil der Blutdruck zum Beispiel wegen Übermüdung, Stress oder Aufgeregtheit ansteige. Dabei berühre das Gefäß manchmal einen Nerv, der aus dem Gehirn komme. Da Nervenstränge direkt am Gehirn besonders empfindlich sind, genügt schon das kurze Anstupsen durch ein pulsierendes Blutgefäß, um sie zu reizen. In der Regel lasse der gereizte Nerv dann den Unterlidmuskel eines Auges zucken.

«Die gelegentliche Unruhe eines Lides ist nichts Besonderes», beruhigt der Neurologe. Unter Umständen könne sie sogar einen Tag lang anhalten. Unterdrücken lasse sich das Flackern allerdings nicht. Das Phänomen des zuckenden Auges sei vergleichbar mit der eingeschlafenen Hand oder dem Kribbeln bis in die Fingerspitzen, wenn der Ellenbogen irgendwo anstößt. «Da haben Sie den Nerv durch Druck einfach ordentlich geärgert.»

Kommentar: Kommentar: Eine erhöhte Magnesiumzufuhr ist sicherlich angebrachter als Botulinumtoxin.

Cell Phone

Mobiltelefone sollen Risiko für Krebs verdoppeln

cellphone
© Salon
Studie: Je jünger mit dem Mobiltelefonieren begonnen wird, desto gefährlicher kann es sein.

Eine neue Studie sorgt abermals für Zündstoff in der Diskussion um die Gesundheitsgefährdung durch Handystrahlen. Die "Interphone-Studie", die im Rahmen der Jahrestagung der österr. Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin in Salzburg vorgestellt wird, belegt ein erheblich erhöhtes Risiko für Gliome (seltene Form eines Gehirntumors) durch intensive und länger andauernde Nutzung von Mobiltelefonen.

Das Thema ist seit Jahren wissenschaftlich umstritten. Erst im vergangenen Jahr hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Handystrahlung der Gefahrenkategorie 2B zugeordnet - und mit Mitteln zur chemischen Reinigung, dem Pflanzenschutz DDT oder Kaffee als Risikofaktor für Blasenkrebs gleichgesetzt. Besonders Menschen, die Mobiltelefone intensiv nutzen, sollen ein 40 Prozent erhöhtes Risiko haben, ein Gliom zu entwickeln. Gleichzeitig betonte erst kürzlich die britische Health Protection Agency, dass es noch immer keinen Beweis für die Gesundheitsgefahr durch Handys gäbe.

Kommentar:

Korruption in der Wissenschaft: Studie verharmlost Handy-Risiken
Handys sind doch nicht gefährlich? Wissenschaftler geben dennoch keine Entwarnung
Handy-Strahlen haben Einfluss auf die Hirn-Aktivität

Sherlock

Oralsex und Krebs

Oralsex macht Krebs: Diese Schreckensmeldung über eine US-Studie macht derzeit global die Runde. Fellatio und Cunnilingus erhöhen das Risiko für Mund- und Rachenkrebs um ein Vielfaches, wird berichtet. Mit den Tatsachen hat das kaum etwas zu tun.

Leser ohne Basiswissen über Medizin-Statistiken könnten nach den Meldungen über die kleine US-Studie eine gewisse Unlust verspüren. "Oralsex erhöht Risiko für Krebs", titelte der ORF auf seiner Internetseite. "Studie bringt Oralsex mit Rachenkrebs in Verbindung", meldete USA Today. "Oralsex verbreitet Virus unter Männern und Frauen", warnte der Houston Chronicle. "Fox News", der Rechtsausleger unter den US-Massenmedien, spielte gewohntermaßen die Speerspitze der sexuell Rechtschaffenen: Der beim oralen Verkehr übertragene Humane Papillomavirus (HPV) sei nunmehr "bewiesenermaßen einer der führenden Gründe für Rachenkrebs".

Der Grund der aufgeregten Meldungen in aller Welt ist eine Studie des Johns Hopkins Kimmel Cancer Center in den USA. Speichelproben einer (sehr überschaubaren) Gruppe von 100 Mund- und Rachenkrebspatienten wurden mit denen von 200 gesunden Menschen verglichen. Dabei habe sich herausgestellt, dass Oralsex der Hauptauslöser dieser Krebsart sei, schreiben die Forscher um Maura Gillison im Fachblatt New England Journal of Medicine.

Kommentar: Alle Jahre wieder? Erst neulich erschien eine ähnliche Meldung:

Durch Oralsex können Mundtumore entstehen?

Question

Durch Oralsex können Mundtumore entstehen?

Die Zahl der Patienten mit Tumoren im Mundraum, die von sexuell übertragbaren Viren ausgelöst wurden, wächst nach Expertenmeinung stetig. Je mehr Sexualpartner, desto höher ist das Ansteckungsrisiko.
sex, partner, virus
© PA
Von Humanen Papillomaviren (HPV) ist bereits lange bekannt, dass sie Gebärmutterhalskrebs verursachen können: Aber auch im Mundraum beobachten Ärzte die Zunahme von Tumoren, die von sexuell übertragbaren Viren ausgelöst werden.

Eine Studie aus Norwegen beziffere die jährliche Zunahme auf vier bis fünf Prozent, sagte der Hals-Nasen-Ohren-Arzt Prof. Jens Klußmann in Mainz. Ob sich diese Größenordnung auf Deutschland übertragen lasse, sei allerdings noch offen.

Die Erreger, sogenannte Humane Papillomaviren (HPV), waren bislang vor allem als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs bekannt. Dieser Tage treffen sich rund 2000 Experten zur Jahreshauptversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie in Mainz.

Kommentar: Im Jahre 2007 gab es ähnliche Meldungen:

Oralsex und Krebs

Health

Schon mäßiger Dauerlärm kann die Hörzentren des Gehirns schädigen und das Gehör beeinträchtigen

Schon Lautstärken von weniger als 65 Dezibel hinterlassen langanhaltende Beeinträchtigungen

Menschliches Ohr
© gemeinfrei
Menschliches Ohr
Schon eine relativ leise Dauerbeschallung kann die Hörzentren des Gehirns schädigen und dadurch das Gehör beeinträchtigen. Dazu reichen bereits wechselnde Geräusche einer Lautstärke von 65 Dezibel aus, dies entspricht etwa der Lautstärke eines Fernsehers oder eines lauten Ventilators. Das zeigen Experimente eines internationalen Forscherteams an Ratten.


"Chronische Belastung durch gemäßigten Lärm beeinträchtigt die akustische Wahrnehmung und die Verarbeitung von Hörreizen signifikant und anhaltend", schreiben Xiaoming Zhou von der East China Normal University in Schanghai und Michael Merzenich von der University of California in San Francisco. Das gelte selbst dann, wenn die Geräusche in bisher als harmlos geltenden Lautstärkebereichen liegen.
Bad Guys

Abgase wie Feinstaub eventuell mitverantwortlich für Diabetes Typ 2

Gefährliche Abgase: Feinstaub fördert nicht nur Allergien und Herz-Kreislauf-Krankheiten, sondern erhöht offenbar auch das Diabetes-Risiko.

Stuttgart. Fördern Luftschadstoffe wie Feinstaub Typ-2-Diabetes? Über Hinweise darauf wurde bei der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft diskutiert.

Außer als Promotor für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Krankheiten mehren sich die Hinweise, dass Luftschadstoffe wie Feinstaub oder Stickoxide auch das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen.

Bei Mäusen führte zum Beispiel eine zehnwöchige Belastung mit Luftschadstoffen zu Insulinresistenz, verminderter Glukosetoleranz und erhöhtem Blutzucker, berichtet die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) in einer Mitteilung. Folge der Schadstoff-Belastung waren zudem Entzündungsreaktionen im Bauchfett.
Syringe

Warum Milch ungesund ist: Hormoncocktails und krebserregend

Milch zählt vermutlich zu den umstrittensten Lebensmitteln. Die einen schätzen sie vor allem als Calcium-Quelle und verzehren sie regelmässig auch in Form von Joghurt, Käse und Co. Andere lehnen sie aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen ab. Dass Milch jedoch nicht gleich Milch ist, macht eine Studie der Harvard University zum Hormongehalt in Kuhmilch deutlich. Entgegen der gängigen Meinung aus der Milchindustrie entpuppt sich das weisse Elixier tatsächlich weniger als "Muntermacher" denn als hormongeladener potentieller Krebserreger.
Milch und Milchprodukte
© Unbekannt
Milch und Milchprodukte enthalten krebserregende Hormone
Pasteurisierte Kuhmilch enthält krebserregende Hormone

Der mögliche Zusammenhang zwischen Krebs und Hormonen, die durch die Nahrung aufgenommen werden, ist Wissenschaftlern seit langem ein Dorn im Auge. Eine Studie der Harvard University setzte pasteurisierte Kuhmilch aus industriellen Milchbetrieben nun mit hormonbedingten Krebserkrankungen in Verbindung.
Hinsichtlich der Östrogenbelastung für den Menschen macht uns Kuhmilch am meisten Sorgen, da sie eine beträchtliche Menge an weiblichen Geschlechtshormonen enthält,
erklärte Dr. Ganmaa Davaasambuu, Ph.d., Leiterin der Studie. Das krebserregende Potential von natürlichen Östrogenen sei bis zu 100.000-mal höher als beispielsweise jenes von hormonähnlichen Substanzen in Pestiziden.

Kommentar: Lesen Sie auch die folgenden Artikel:

Health

Wenn der Candida-Pilz Ekzeme verursacht und wie man ganzheitlich behandelt

Ekzeme sehen hässlich aus. Sie jucken. Sie nerven. Sie können sogar hässliche Narben hinterlassen. Sie verschonen kaum eine Altersgruppe und belästigen Babys, Kleinkinder, Teenager und Erwachsene gleichermassen. Oft erscheinen Ekzeme infolge eines Pilzbefalles im Darm - ohne dass der Patient von diesem Pilz wüsste. Wird der Pilz jedoch bekämpft, verschwindet auch das Ekzem.
Jucken
© Unbekannt
Darmpilz verursacht juckende Ekzeme
Was sind Ekzeme?

Wenn Sie oder eines Ihrer Familienmitglieder schon einmal mit Ekzemen zu kämpfen hatten, wissen Sie, wie nervenaufreibend und störend die juckenden Hautirritationen sein können. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Arten und Klassen von Ekzemen, wobei die am häufigsten auftretenden Ekzeme in der Regel als "Atopisches Ekzem" (früher: Neurodermitis) klassifiziert werden. Im folgenden Artikel geht es jedoch nicht nur um Neurodermitis, sondern alle Arten von Ekzemen.

Einige Menschen leiden dabei nur für einige Stunden an einem leichten Jucken und Hautausschlag, der erst nach Monaten wieder auftaucht. Andere Patienten hingegen müssen sich mit langwierigem Juckreiz auseinandersetzen, was dazu führt, dass sie ihre Haut aufkratzen und auf diese Weise grössere Verletzungen entstehen, die zu hässlichen Narben werden können. In 85 Prozent der Fälle tritt die Krankheit erstmals im Kindesalter auf. Aber auch erst später im Erwachsenenalter auftretende Ekzeme sind möglich. Bei der Hälfte aller betroffenen Kinder verschwindet das Ekzem von alleine wieder, während bei den anderen Betroffenen das Problem ein Leben lang bestehen bleiben kann.
Top