Das Kind der Gesellschaft
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Fast die Hälfte aller Kinder in Fukushima verstrahlt

Etwa 45 Prozent von 1’080 untersuchten Kindern unter 15 Jahren aus der japanischen Präfektur Fukushima wurden positiv auf eine radioaktive Bestrahlung der Schilddrüse getestet, wie ein Bericht der japanischen Kernsicherheitskommission offenlegt. Die Untersuchungen wurden zwischen dem 26. und 30. März in Folge der Kernschmelze in Fukushima durchgeführt und laut dem Nachrichtensender RT am vergangenen Dienstag veröffentlicht. Diejenigen Kinder, die positiv getestet wurden, waren der Strahlung mehrheitlich etwa 0,04 Mikrosievert pro Stunde oder weniger ausgesetzt. Am schwersten verstrahlt war ein Einjähriger, bei dem 0,1 Mikrosievert pro Stunde gemessen wurden. Der von der Regierung festgelegte Grenzwert liegt bei 0,2 Mikrosievert, sodass bei keinem der Kinder weitere Notuntersuchungen durchgeführt werden.
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© unbekannt
Zuvor berichtete eine japanische Bürgerorganisation in Zusammenarbeit mit den französischen Nuklear-Experten von Acro, dass sie zehn Einwohner der Stadt Fukushima im Alter zwischen sechs und 16 Jahren überprüft hatten. Sie alle hatten Spuren von radioaktiven Substanzen in ihrem Urin. Viele Einwohner der Region um Fukushima befürchten nun, dass die Regierung die Strahlengefahr des zerstörten Kernkraftwerks unterschätzt und starteten eine Bürgerinitiative, um die Gegend zu dekontaminieren. Das Kernkraftwerk in Fukushima wurde durch das Erdbeben und Tsunami am 11. März 2011 schwer beschädigt. Die anschließende Kernschmelze und ausgetretenes radioaktives Material haben die Umwelt in hohem Maße zerstört. Ingenieure versuchen bis heute die Reaktorkerne abkühlen und bereiten die Aufstellung eines Sarkophags vor, dessen Bau sich in Planung befindet.
Nuke

"Tokio ist unbewohnbar" - Japanischer Arzt warnt vor den enormen Strahlungsmengen und zieht um

Ein japanischer Arzt hat seine Praxis in Tokio geschlossen und ist in den Westen Japans umgezogen. Grund: Die Strahlenbelastung steigt seit zwei Jahren an und hat bis heute bedenkliche Werte erreicht. Die Situation sei sogar so schlimm, dass Tokio heute nicht mehr bewohnt werden sollte.
Fukushima officials test soil for radioactivity
© Tsuyoshi Yoshioka/AP
Der japanische Arzt Shigeru Mita hat in einem Aufsatz erklärt, warum er selbst vor kurzem aus Japans Hauptstadt Tokio in den Westen Japans umgezogen ist. Als Grund dafür nannte er die mangelnde Sicherheit aufgrund radioaktiver Stahlung, verursacht durch die Kernschmelze im Atomkraftwerk in Fukushima im März 2011.

Der Aufsatz mit dem Titel “Warum habe ich Tokio verlassen?” wurde im Newsletter des Ärzte-Verbandes in Kodaira, Tokio veröffentlicht. ”Ich schloss die Klinik im März 2014, die der Gesellschaft Kodairas für über 50 Jahre gedient hatte seit der Generation meines Vaters und nun habe ich am 21. April eine neue Mita-Klinik in Okayama eröffnet”, schrieb er. Bereits Jahre vor der Kernschmelze in Fukushima hatte Mita seine Bedenken geäußert, dass ein Erdbeben eine Kernschmelze im Atomkraftwerk Hamaoka auslösen könne. Alle seine Anträge wurden unter dem Vorwand abgelehnt, dass es keinen Grund für derartige Befürchtungen gebe.

Obwohl nun tatsächlich eine solche Katastrophe stattfand - wenn auch in einem anderen Werk als von Dr. Mita befürchtet - hat Tokio bis heute keine Maßnahmen ergriffen, um die Bevölkerung zu schützen. “Basierend auf Bodenuntersuchungen”, so Dr. Mita, “ist es offensichtlich, dass der Osten Japans einschließlich Tokio kontaminiert wurden.” Dr. Mita verglich die radioaktive Kontamination des Bodens (in Becquerel pro Kilogramm, Bq/kg) in verschiedenen Teilen Tokios mit verschiedenen Teilen Europas nach der Tschernobyl-Katastrophe.
Radar

Air Algérie Flug AH5017 vom Radar verschwunden und später abgestürzt

Das verschollene Flugzeug der Air Algérie ist laut UN im Norden Malis abgestürzt. Ein Kommandeur der dortigen UN-Mission, Brigadegeneral Koko Essien, sagte der Nachrichtenagentur dpa, die Maschine sei im Zentrum des Landes zwischen den Städten Gao und Tessalit verunglückt. Auch die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf algerische Luftfahrtkreise, die Maschine sei abgestürzt, ohne weitere Details zu nennen.
© dpa
Das Unglück ereignete sich zwischen den Städten Gao und Tessalit in Mali.
Algeriens Regierungschef Abdelmalik Sellal bestätigte lediglich, der Kontakt sei über Mali abgebrochen. Das Flugzeug sei rund 500 Kilometer vor der algerischen Grenze bei Gao "verschwunden".

Malis zivile Luftfahrtbehörde wollte zunächst nicht von einem Absturz sprechen, ist nach Angaben eines Vertreters aber in Alarmbereitschaft. Die Luftüberwachung habe die Maschine in der Gegend von Gao vom Radar verloren.
Che Guevara

Richtig so! Bauern aus ganz El Salvador wehren sich gegen Monsatos Imperialismus

Die USA versuchen, die Menschen in El Salvador nach dem Vorbild des Trojanischen Pferds mit einem neuen »Hilfspaket« reinzulegen. Danach soll das zentralamerikanische Land gentechnisch verändertes (GV) Saatgut von Monsanto kaufen und als Gegenleistung das hart verdiente Geld amerikanischer Steuerzahler erhalten.
Wie die gemeinnützige Organisation Truthout in einem neuen Bericht erklärt, puscht die US-Regierung ein 277 Millionen Dollar schweres Hilfspaket, das Bauern in El Salvador zwingen würde, GV-Saatgut zu kaufen, das jedes Jahr neu von transnationalen Konzernen erworben werden muss und nur bei regelmäßiger Anwendung teurer toxischer Unkrautvernichter gedeiht.

 »In den vergangenen zwei Monaten hat die US-Regierung versucht, die Regierung von El Salvador unter Druck zu setzen, mit der Millennium Challenge Corporation (MCC) die zweite Vereinbarung Millennium Challenge Compact zu unterzeichnen. Die MCC ist eine Entwicklungshilfe-Behörde, die während der Präsidentschaft George W. Bushs gegründet wurde«, schreibt Dahr Jamail für Truthout.
Eye 1

Vater wirft seine einjährige Tochter in Waschmaschine: Kind schwer verletzt

In die laufende Waschmaschine hat ein Vater seine einjährige Tochter gesteckt. Zuvor gab es einen Streit.
© IKW (dpa)
In Argentinien hat ein Vater seine Tochter in die Waschmaschine gesteckt. Symbolbild
Passiert ist diese unfassbare Tat mit der Waschmaschine in Argentinien. Der Vater hatte mit seiner Lebenspartnerin gestritten. Inmitten des Streits warf der 33-Jährige plötzlich seine ein Jahre alte Tochter in die laufende Waschmaschine. Das berichtete der Nachrichtensender TN am Freitag.

Kind in Waschmaschine geworfen: schwer verletzt

Das Kind wurde von der Mutter am Donnerstagabend schwer verletzt aber außer Lebensgefahr in ein Kinderhospital in Buenos Aires gebracht. Der Vater wurde am frühen Freitag festgenommen, erklärte die Polizei dem Sender.
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Lateinamerika: Der Mythos vom Aufstieg der Mittelklasse

Brasilien
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Schlechte Prognose: Brasiliens BIP soll Analysen zufolge um weniger als ein Prozent wachsen.
Die Behauptung, in Lateinamerika habe sich die soziale Mobilität enorm verbessert, ist übertrieben.

Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva erwähnt es fast bei jedem Auftritt: 30 Millionen Menschen seien während seiner Amtszeit der Armut entkommen und in die Mittelschicht aufgestiegen. Argentiniens Regierungschefin Cristina Fernández de Kirchner, die ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe (Kolumbien), Vicente Fox und Felipe Calderón (Mexiko), Sebastián Piñera (Chile), der amtierende ecuadorianische Präsident Rafael Correa rühmen sich ebenfalls, den Mittelstand gestärkt zu haben.
Snakes in Suits

Psychopathie in Aktion: Autofahrer überfährt Mann mit Absicht

Heart - Black

2.000 Schweine sterben wegen ausgefallener Belüftung, Verstoß gegen Tierschutzgesetz wird untersucht

schweinezucht gut thiemendorf
© Hans Radschiner
Seit den frühen Morgenstunden wird der Schweinemastbetrieb in Thiemendorf durchsucht.
In einer Schweinezuchtanlage in Mörsdorf im Saale-Holzland-Kreis sind rund 2.000 Tiere ums Leben gekommen. Der Fall ereignete sich bereits am Pfingstsonntag, wurde aber erst jetzt bekannt. Der Geschäftsführer der Mörsdorfer Agar GmbH, Hartmut Burgold, sagte MDR THÜRINGEN, die Lüftung der Anlage sei an dem Tag ausgefallen. Ursache sei ein Stromausfall gewesen. Die Alarmanlage habe aber nicht angeschlagen, deshalb sei der Lüftungsausfall erst zu spät bemerkt worden. Laut Burgold wurde Anzeige gegen die zuständige Technikfirma erstattet. Die 2.000 toten Schweine wurden in die Tierkörperbeseitigungsanlage gebracht.
Wolf

Hund aus überhitztem Auto gerettet - Strafanzeige gegen Halterin!

Bochum (ots) - Am gestrigen Nachmittag des 17. Juli, gegen 17:20 Uhr, wurde aus einem überhitztem Auto in Bochum ein Hund gerettet.

Das Fahrzeug parkte an der Uhlandstraße über eine Stunden in der prallen Sonne. Ein an der Windschutzscheibe befestigtes Innenthermometer zeigte eine Temperatur von knapp 50 Grad an. Die Fenster des Wagens waren etwa 2 cm heruntergelassen. Auf der Rückbank im Fahrzeuginneren lag ein hechelnder Hund.

Die eingesetzten Polizeibeamten retteten den kurz vor dem Kollaps stehenden Hund aus seiner misslichen Lage.

Der ebenfalls angeforderten Tierschutzverein versorgte den Vierbeiner und brachte ihn anschließend ins Tierheim.

Da in dieser Situation ein strafrechtlich relevantes Verhalten in Frage kommt, wurde gegen die Halterin eine Strafanzeige nach dem Tierschutzgesetz gefertigt.


Kommentar: Würden Sie einen Hund aus einem heißen Auto retten?




Heart

Österreich: Gericht verbietet Käfigbetten in Kinderheimen

Käfigbett
© SM Edelstahldesign
Allseits geschlossenes Käfigbett
Das Landesgericht Linz entschied, dass spezielle Betten für kranke Kinder illegal sind

Salzburg - Das Leben meint es nicht gut mit dem kleinen Philipp (Name von der Redaktion geändert). Der heute sechsjährige Bub leidet an einer schwer behandelbaren Form der Epilepsie und darüber hinaus an einer mit erhöhter Infektionsgefahr verbundenen Sichelzellenanämie. Seit einigen Jahren lebt Philipp im Caritas-Heim St. Isidor im oberösterreichischen Leonding.

Seit Anfang 2009 muss Philipp in der Nacht, aber auch in der Mittagszeit hinter Gitter. Er ist in einem allseits geschlossenen Pflegegitterbett untergebracht - Höhe zwei Meter, Sprossenabstand sechs Zentimeter. In der Nacht kann Philipp den Nachtbereitschaftsdienst nur durch Weinen oder Schreien auf sich aufmerksam machen. Auf Anfälle des Buben wird nur reagiert, wenn diese eine gewisse Lautstärke erreichen.
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