Das Kind der Gesellschaft
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Airplane

Flugzeug vor Gran Canaria notgewassert

Vor der spanischen Ferieninsel Gran Canaria ist ein Passagierflugzeug offenbar notgewassert. Noch ist unklar, ob es Opfer gab und woher die Maschine stammt.
© Twitter / PzFeed
Ein auf Twitter veröffentlichtes Foto zeigt das flach im Wasser liegende Flugzeug.
Ein Passagierflugzeug ist rund zwei Meilen vor der Ostküste der spanischen Ferieninsel Gran Canaria im Meer gelandet. Dies meldet die staatliche spanische Nachrichtenagentur Efe unter Berufung auf die Rettungsdienste. Nähere Einzelheiten wie die betroffene Fluglinie, die Anzahl oder die Herkunft der Passagiere waren zunächst nicht bekannt.

cwe/AFP

Kommentar: Es stellte sich als eine Falschmeldung heraus:

Newspaper

Robo-Reporter im Propaganda-Zeitalter: Immer mehr Computer-Programme, die Nachrichten-Artikel verfassen und Journalisten überflüssig machen

Tastatur, Keyboard

Die Tastatur: Bald neben Steinaxt
und Spinnrad im Museum zu bewundern?
Die westliche Presse erlebt die größte Entlassungswelle seit den 1950er Jahren. Einer der Gründe: Inhalte werden von großen Agenturen vorgegeben und immer aufs neue wiedergekäut, und zwar in so großem Stil, dass Journalisten nun gegen automatische Text-Roboter ersetzt werden können.


Informatik-Professor Dr. Kristian Hammond entwickelte gemeinsam mit Reporter und Programmierer Ken Schwencke ein Programm, das auf Statistiken zurückgreift und daraus nach journalistischen Standards einfache Nachrichten verfassen kann.

Die Tageszeitung LA Times testete diesen Computer-Algorithmus und war somit etwa vergangene Woche in der Lage, einen Artikel über ein Erdbeben zu veröffentlichen, nur drei Minuten nachdem es stattfand. Auch viele andere Nachrichtenseiten benutzen angeblich bereits sogenannte Robo-Reporter. Mehr und mehr Journalisten werden schon heute gegen automatische Computer-Programme ausgetauscht, wie das Technik-Magazin Singularity HUB schreibt.
Light Sabers

Kampf zum Schutz der Bienen an mehreren Fronten: Imker gegen Gentechnik und Pestizide

Imker-Proteste

Imker sorgen sich um ihre Bienen und ihr Naturprodukt, den Honig.
Imker aus Deutschland kämpfen zurzeit an verschiedenen Fronten: vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg versuchen sie den Ausstieg aus dem Ausstieg bei bienengefährlichen Pestiziden zu verhindern. Ihre Gegner: die Chemie-Schwergewichte Bayer, BASF und Syngenta, die ein Verbot einiger ihrer Produkte kippen wollen. Gleichzeitig klagen die Imker in Karlsruhe für besseren Schutz ihrer Bienen vor Gentechnik-Pflanzen.

Seit Dezember dürfen drei Neonikotinoide in der EU nur noch eingeschränkt verwendet werden - vor allem nicht mehr bei Pflanzen, die als attraktiv für Bienen gelten. Das Teilverbot gilt für zwei Jahre. Ob es verlängert wird, hängt auch von Studien zur Gefährlichkeit der Pestizide ab. Eine erschien vor einigen Tagen: Forscher der Freien Universität Berlin hatte in Experimenten herausgefunden, dass das Orientierungssystem der Bienen durch die Chemikalien beeinträchtigt wird - die nützlichen Insekten finden ihren Stock nicht mehr.
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Umfrage: Mehrheit der Deutschen befürwortet Putins Vorgehen

Wladimir Putin trifft Vorbereitungen für den Anschluss der Krim an Russland - laut einer Umfrage für den "Spiegel" finden das die meisten Deutschen ok.
© dpa
Putin vereinigt die Krim mit Russland - und stößt in Deutschland auf Verständnis.
Moskau -Kaum haben Russlands Staatsorgane den Anschluss der Krim an Russland ratifiziert, macht Wladimir Putin schon Nägel mit Köpfen. An diesem Montag soll auf der Krim offiziell der Rubel als Zahlungsmittel eingeführt werden - neben der ukrainischen Währung Griwna.

Putin ordnete zudem die Einführung neuer Verwaltungsstrukturen an. Bis zum 29. März müssen die Polizei und der Zivilschutz, aber auch der Inlandsgeheimdienst FSB und andere Staatsorgane nach russischem Recht errichtet werden.

Eine Mehrheit der Deutschen hat laut einer TNS-Umfrage für den Spiegel Verständnis für das russische Vorgehen. 54 Prozent sind die Ansicht, der Westen solle den Anschluss der Krim an Russland akzeptieren.
Airplane

Flugzeug Mysterium "gelöst": Malaysia Airlines Flug MH 370 im Indischen Ozean "abgestürzt"

Die verschollene Passagiermaschine ist nach Angaben des malaysischen Premiers in den Indischen Ozean gestürzt. Das letzte Signal sei westlich von Perth abgegeben worden.


Mehr als zwei Wochen nach dem Verschwinden eines malaysischen Passagierflugzeugs geht die Regierung des Landes nun davon aus, dass die Maschine in den südlichen Indischen Ozean gestürzt ist.
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Rechtspopulisten verfünffachen ihren Stimmenanteil in Frankreichs Kommunalwahlen

Die rechtsextreme Partei Front National wurde bei der ersten Runde der Kommunalwahlen in Frankreich in mehreren Städten stärkste Kraft. Die Sozialisten von Präsident Hollande erleiden eine deutliche Niederlage.
Marine Le Pen
© DPA
Front-National-Parteichefin Marine Le Pen bei einer Rede nach der Veröffentlichung erster Wahlergebnisse
Bei den Kommunalwahlen in Frankreich hat die rechtspopulistische Partei Front National (FN) deutliche Stimmenzuwächse erzielt. Landesweit erhielt die Partei von Marine Le Pen laut den am frühen Monntagmorgen veröffentlichten vorläufigen amtlichen Zahlen im ersten Durchgang landesweit 4,7 Prozent. Im Vergleich zu den letzten Kommunalwahlen im Jahr 2008 konnten die Rechtsextremen damit ihren Stimmenanteil von damals 0,9 Prozent mehr als verfünffachen.
Snakes in Suits

Echter Psychopath? 15-Jährige 1.370 Mal vom eigenen Vater missbraucht

Ein vierzigjähriger Arbeiter hatte sich gestern vor dem Landesgericht Wien dem Vorwurf zu stellen, dass er seine eigene Tochter in vier Jahren 1370 Mal sexuell missbraucht habe.

DNA-Spuren von der Kleidung des Opfers weisen zweifelsfrei nach, dass das Sperma vom eigenen Vater stammt, der die Taten vor dem Gericht leugnete.

Da die Mutter des Mädchens die Aussage verweigert hat, wurde der Prozess vertagt.
Stormtrooper

"Marsch der Würde" in Spanien mit gewaltsamen Ausschreitungen beendet

In Madrid haben Tausende gegen die Sparpolitik der spanischen Regierung protestiert. Nach der Eskalation der Demonstration unter dem Motto „Marsch der Würde“ sollen mehr als 100 Menschen verletzt worden sein.
© AP/dpa
Madrid - Nach Protesten gegen die Sparpolitik der Regierung ist es in Madrid am Samstag zu schweren Ausschreitungen mit mehr als hundert Verletzten gekommen. Zehntausende Spanier waren zuvor friedlich durch die Stadt gezogen, bevor es am Abend zu den gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei kam. 24 Demonstranten wurden nach Behördenangaben festgenommen.

Solidarität in Berlin

Am Brandenburger Tor demonstrierten am Sonnabend Angehörige der Gruppe M15 Berlin ebenfalls gegen die Sparpolitik der spanischen Regierung, um Solidarität mit den spanischen Protestlern zu üben. Sie beklagten die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien und hielten Spruchbänder mit der Aufschrift „Spanien sagt nein“ und „Gemeinsam im Kampf“ in die Höhe. Die Gruppe 15 M Berlin ist ein Ableger der spanischen Protestbewegung 15M. Die Bezeichnung M15 steht für den 15. Mai. An dem Tag im Jahr 2011 demonstrierten zum ersten Mal Menschen in Madrid gegen, nach eigenem Verständnis, korrupte Politiker, die das Land in die Krise geschickt hatten. Die Bewegung breitete sich in ganz Spanien aus. Sie versteht sich als politisch heterogen. Es gibt weder einen Wortführer noch ein einheitliches Manifest. In verschiedene Städten wurden unterschiedliche Manifeste beschlossen.
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Neuer Studiengang Homöopathie in Bayern: Diffamierer gehen zum Angriff über

homeopathy
Der Spiegel bringt es wieder einmal auf den Punkt: Homöopathie und der neu eingerichtete Studiengang sind nichts als eine „Globulisierungs-Falle“ (siehe: spiegel.de/unispiegel/wunderbar/privathochschule-streit-um-homoeopathie-studiengang-traunstein-a-953020.html).

Eine Falle? Ja, weil hier eine “Placebo-Therapie” zu unerwarteten und unverdienten Ehren kommt. Denn welcher gesunde Menschenverstand hält so etwas wie die Homöopathie für eine Wissenschaft? Der Spiegel jedenfalls nicht.

Worum geht es eigentlich? Im kommenden September soll es so weit sein: Im bayrischen Traunstein wird der erste Studiengang für Homöopathie an dem Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (Homöo-Akademie Traunstein) eröffnet. Und es soll gleich losgehen mit bis zu 25 Studenten. Gelehrt wird die „klassische Homöopathie auf Hochschulniveau“.

Angesichts der Tatsache, dass der Spiegel 2010 eine Ausgabe herausbrachte, deren Titelbild untertitelt war mit den Worten: „Homöopathie - die große Illusion“ und einem Beitrag, der „Der große Schüttelfrust“(spiegel.de/spiegel/print/d-71558786.html) lautete, muss eine Sache in Traunstein wie ein Schlag ins Gesicht sein. Und damit das Ganze nicht so weh tut, holt sich die Zeitschrift schnell Schützenhilfe von kompetentester Seite: Der GWUP. Denn die haben eine Meta-Analyse von einem Prof. Hahn aus Södertälje, Schweden, auseinandergenommen, der irgendwie auf den seltsamen Gedanken gekommen war, die Vorzüge und Wirksamkeit der Homöopathie zu untersuchen.

Kommentar:
Homöopathie - die Heilmethode der Wahl
Homöopathie bessert allergische Beschwerden signifikant
Banerji-Protokoll: Erstaunliche Ergebnisse in der Krebsbehandlung mit Homöopathie
Homöopathie ist günstiger als Schulmedizin
Studie: Homöopathie-Patienten leben länger

Pistol

Verbrecherjagd im Zug im Allgäu: Täter springen aus Zug - einer tot, einer schwer verletzt, Polizist angeschossen

© dpa/K. Hildenbrand
Bei einer Schießerei wurden zwei Polizisten verletzt.
SEK-Einsatz im Allgäu: Ein Bundespolizist ist auf einer Zugfahrt zwischen Kaufbeuren und Kempten angeschossen worden. Die beiden Täter sprangen aus dem fahrenden Zug. Einer ist tot, seine völlig zerfetze Leiche wurde entlang der Bahnstrecke gefunden. Sein Komplize ist schwer verletzt.

Bei einer blutigen Auseinandersetzung zwischen Polizisten und Fahrgästen in einem fahrenden Zug ist im Allgäu ein Mann ums Leben gekommen. Drei weitere Männer, darunter die beiden Bundespolizisten, wurden am Freitag schwer verletzt. Der eine Beamte erlitt einen Beindurchschuss, der andere bekam einen Schlag auf den Kopf. Einer der Täter wurde später tot neben der Bahnstrecke entdeckt. Die Hintergründe der Tat in der Regionalbahn waren auch Stunden nach dem Vorfall noch unklar.

Wie das Kemptener Polizeipräsidium mitteilte, wollten die beiden Polizisten die Fahrgäste des Zuges von Kaufbeuren nach Kempten kurz nach 14.30 Uhr kontrollieren. Dabei fiel ihnen auf, dass ein Passagier zur Fahndung ausgeschrieben war. Dies löste den gewalttätigen Streit zwischen den Beamten und den beiden Männern aus.
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