Das Kind der Gesellschaft
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Gold Coins

Studie stellt Bitcoin-Verlust bei Mt. Gox in Zweifel

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© dpa, Jens Kalaene
Die auf der Handelsplattform Mt. Gox fehlenden Bitcoins sind nach Ansicht der Zürcher Informatiker nicht über die bekannte Lücke abgegriffen worden.
850.000 Bitcoins will die insolvente Bitcoin-Börse Mt. Gox wegen einer Lücke im Bitcoinsystem verloren haben. Zwei Forscher aus der Schweiz stellen das in Zweifel: Mit dem genannten Problem dürften es nur 386 Bitcoins sein.

Experten bezweifeln, dass die insolvente Bitcoin-Börse Mt. Gox tatsächlich durch Ausnutzung einer Lücke in Bitcoinsystem um 850.000 Bitcoins erleichtert wurde. Sollten Angreifer tatsächlich die sogenannte Transaction Malleability ausgenutzt haben, könne sich der Verlust gerade einmal auf 386 Bitcoins belaufen, lautet das Ergebnis einer Analyse von zwei Informatikern der Distributed Computing Group (DCG) der ETH Zürich.
Clock

Energieersparnis durch die Zeitumstellung fraglich

wecker
© apa
Ob die Sommerzeit tatsächlich eine Energieersparnis bringt, ist fraglich.
Seit 1980 wechselt Österreich zwischen Sommer- und Winterzeit. Bereits in den Weltkriegen wollte man durch die Zeitumstellung Energie sparen. Doch an der Sinnhaftigkeit einer Sommerzeit gibt es Zweifel.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag stellt Vorarlberg und die gesamte EU die Uhr um eine Stunde vor. Die aktuelle Sommerzeit entstand aus dem Schock nach der Ölkrise von 1973, doch dauerte es bis 1980, bis Österreich das erste Mal die Uhr umstellte. Mit der Umstellung sollte Energie gespart werden, so heißt die Sommerzeit im angelsächsischen Raum auch offiziell Daylight Saving Time.
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Ken FM im Gespräch mit Ewald Stadler: EU-Abgeordneter und Wahlbeobachter beim Krim-Referendum in Jalta

Ewald Stadler ist ein österreichischer Spitzenpolitiker und Gründungsmitglied der REKOS. (Reformkonservative)

Während der Abstimmung auf der Krim war Ewald Stadler als Wahlbeobachter vor Ort. Ein Augenzeuge also.

Der Westen, allen voran die USA aber auch Deutschland, werfen der neuen Krim-Regierung vor, das Wahlergebnis manipuliert zu haben. Hohe Präsenz von Militär und Polizei, in und um die Wahllokale, hätten die Bürger eingeschüchtert. Zudem hätte der Stimmzettel keine echte Alternativen zum späteren Ergebnis zugelassen. Moskau, konkret Putin hätte in Wahrheit diese Abstimmung durchgeführt. Eine Schein-Abstimmung, so der Vorwurf. Zudem verstosse die Abspaltung von A-Z gegen das Völkerrecht.



Kommentar: EU-Abgeordneter und Wahlbeobachter beim Krim-Referendum in Jalta spricht Klartext: Lügen und noch mehr Lügen! Hier sind klipp und klar Kriegstreiber am Werk!

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Offener Brief an Putin, im Namen des deutschen Volkes

Präsident Putin hat sich in seiner Rede zur Wieder-Eingliederung der Krim vom 18. März 2014 einmal direkt an das deutsche Volk gewandt. Dieser Appell verdient positive Resonanz, die den wirklichen Empfindungen der Deutschen entspricht, so wie sie in diesen Tagen in Ad-hoc-Umfragen zum Ausdruck gekommen sind. Die einseitig russlandfeindlichen Äußerungen vieler unserer Massenmedien und Politiker sowie die eskalierenden Demarchen Berlins repräsentieren nicht die deutsche Bevölkerung und ihre zunehmende Distanz zu der bellizistischen Politik von EU und NATO. Deshalb hier nun ein Offener Brief an Präsident Putin, der am Donnerstag der russischen Botschaft in Berlin übergeben wird:
Sehr geehrter Herr Präsident!

In Ihrer Rede vor der Staatsduma baten Sie um Verständnis bei den Deutschen.
Hardhat

Mehrere Tote bei Protesten in Ägypten gegen Militärmachthaber Al-Sisi:

Kairo. Bei Protesten ägyptischer Islamisten gegen die Präsidentschaftskandidatur von Militärmachthabers Abdel Fattah al-Sisi sind in Kairo nach offiziellen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. Eine Journalistin der Zeitung Al-Dustur wurde durch einen Kopfschuss getötet.
© APAweb / AP, Lobna Tarek, El Shorouk
Die Zeitung Al-Dustur bestätigte den Tod ihrer Mitarbeiterin Majada Ashraf, die über Zusammenstöße zwischen Anhängern des gestürzten Staatschefs Mohammed Mursi und Polizisten im Norden der Hauptstadt berichtet hatte. Im Kairoer Arbeiterviertel Helwan und in Fajum südwestlich der Hauptstadt feuerten Demonstranten Schrotmunition ab, wie die staatliche Nachrichtenagentur Mena berichtete. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein.

Auch in Alexandria ging die Polizei mit Tränengas gegen Demonstranten vor. In der Hafenstadt Port Said zündete die aufgebrachte Menge ein Porträt Al-Sisis an. In der nördlichen Provinz Beheira bildeten Anhänger Mursis eine mehrere Kilometer lange Menschenkette.
Hiliter

Sprachnotstand an der Uni: Studenten können keine Rechtschreibung mehr

„Vorrausetzung“, „wiederrum“, „Kommulitionen“ - eine genervte Politik-Dozentin berichtet über den abenteuerlichen Umgang mit der deutschen Sprache in Seminararbeiten. Ein Gastbeitrag.
Diktate, Rechtschreibung, Schreiben, Grammatik, Schule, Hausaufgaben
© DPA
"Werden in deutschen Schulen keine Diktate mehr geschrieben?" - Die Erfahrungen unserer Autorin lassen dies jedenfalls vermuten.
In den Semesterferien gehört es an deutschen Hochschulen zu den Aufgaben der Dozenten, Hausarbeiten von Studenten zu korrigieren, die zu einem Thema des von ihnen besuchten Seminars angefertigt wurden. An einigen Instituten etwas aus der Mode gekommen, gehört das Schreiben einer Hausarbeit, die in einem Bachelor-Seminar in der Regel etwa 12 bis 15 Seiten umfasst, zum Kern wissenschaftlichen Arbeitens. Nur hier wird sichtbar, inwieweit der Inhalt der Literatur tatsächlich verstanden und analytisch durchdrungen wurde und ob die dort (hoffentlich!) gewonnenen Erkenntnisse in einen wissenschaftlichen Text transformiert werden konnten, der selbständig geschrieben worden ist.

Was sich dem Leser dieser Arbeiten mittlerweile zunehmend darbietet, ist nun allerdings eklatant. Man kann von Glück reden, wenn eine Hausarbeit vorliegt, die Mängel in der wissenschaftlichen Analyse aufweist - denn das setzt voraus, dass das Einstiegsniveau immerhin so hoch ist, dass man überhaupt von einer wissenschaftlichen Arbeit sprechen kann. In erschreckend vielen Fällen lässt sich dies nicht einmal ansatzweise behaupten. Dabei geht es nicht um wissenschaftstheoretische Feinheiten, nicht um „Expertenwissen“ und Scheingefechte im belächelten Elfenbeinturm der Wissenschaft, sondern um eine leider völlig abhanden gekommene Selbstverständlichkeit, die eigentlich bereits mit dem Erreichen der Mittelstufe gegeben sein sollte: die Beherrschung der deutschen Grammatik.
Book 2

Politik-Sager leider falsch: "Geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut"

Unterernährung Kind
© Keystone
Unterernährung trägt weltweit jedes Jahr zum Tod von 2,6 Millionen Kindern bei.
Wenn die Wirtschaft wächst, haben die Armen nichts davon. Das widerspricht einer Theorie, wonach mehr Wohlstand für Reiche auch unteren Gesellschaftsschichten zugute kommt.

Das ökonomische Wachstum einer Nation allein reduziert die Unterernährung von Kindern nicht. Dies ist das Fazit einer Studie von schweizerischen, deutschen, indischen und US-Forschern mit Daten aus 36 Entwicklungsländern. Sie appellieren an die Politik, das Problem anzugehen.

Die Wissenschaftler haben Daten mit Stichproben von Kindern im Alter bis zu drei Jahren ausgewertet, die für das jeweilige Land aussagekräftig sind. Die Daten stammten aus 121 Studien, die zwischen 1990 und 2011 in 36 Ländern mit tiefem bis mittlerem Einkommen durchgeführt worden waren.
Airplane Paper

Missverständnis? Kein Flugzeugabsturz vor den Kanaren, sondern ein Schiff in Seenot

Verwirrung um einen angeblichen Flugzeugabsturz vor den Kanaren. Am Nachmittag hieß es, ein Jet sei vor Gran Canaria ins Meer gestürzt. Dann stellte sich heraus: falscher Alarm.

Aufregung um einen angeblichen Flugzeugabsturz vor den Kanaren. Ein Passagierflugzeug sei bei der spanischen Ferieninsel Gran Canaria ins Meer gestürzt, meldeten übereinstimmend die staatliche Nachrichtenagentur Efe und der spanische Katastrophenschutz.

Dann stellte sich heraus: Es handelte sich um eine Falschmeldung, wie die spanische Flughafenbehörde Aena mitteilte. Mitarbeiter hätten ein Schiff auf dem Meer irrtümlich für eine abgestürzte Maschine gehalten, teilte der Katastrophenschutz mit.
Airplane

Flugzeug vor Gran Canaria notgewassert

Vor der spanischen Ferieninsel Gran Canaria ist ein Passagierflugzeug offenbar notgewassert. Noch ist unklar, ob es Opfer gab und woher die Maschine stammt.
© Twitter / PzFeed
Ein auf Twitter veröffentlichtes Foto zeigt das flach im Wasser liegende Flugzeug.
Ein Passagierflugzeug ist rund zwei Meilen vor der Ostküste der spanischen Ferieninsel Gran Canaria im Meer gelandet. Dies meldet die staatliche spanische Nachrichtenagentur Efe unter Berufung auf die Rettungsdienste. Nähere Einzelheiten wie die betroffene Fluglinie, die Anzahl oder die Herkunft der Passagiere waren zunächst nicht bekannt.

cwe/AFP

Kommentar: Es stellte sich als eine Falschmeldung heraus:

Newspaper

Robo-Reporter im Propaganda-Zeitalter: Immer mehr Computer-Programme, die Nachrichten-Artikel verfassen und Journalisten überflüssig machen

Tastatur, Keyboard

Die Tastatur: Bald neben Steinaxt
und Spinnrad im Museum zu bewundern?
Die westliche Presse erlebt die größte Entlassungswelle seit den 1950er Jahren. Einer der Gründe: Inhalte werden von großen Agenturen vorgegeben und immer aufs neue wiedergekäut, und zwar in so großem Stil, dass Journalisten nun gegen automatische Text-Roboter ersetzt werden können.


Informatik-Professor Dr. Kristian Hammond entwickelte gemeinsam mit Reporter und Programmierer Ken Schwencke ein Programm, das auf Statistiken zurückgreift und daraus nach journalistischen Standards einfache Nachrichten verfassen kann.

Die Tageszeitung LA Times testete diesen Computer-Algorithmus und war somit etwa vergangene Woche in der Lage, einen Artikel über ein Erdbeben zu veröffentlichen, nur drei Minuten nachdem es stattfand. Auch viele andere Nachrichtenseiten benutzen angeblich bereits sogenannte Robo-Reporter. Mehr und mehr Journalisten werden schon heute gegen automatische Computer-Programme ausgetauscht, wie das Technik-Magazin Singularity HUB schreibt.
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