Das Kind der Gesellschaft
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Windows XP am Ende - die Vergiftung der Erde geht weiter

Müllhalde
© Marlenenapoli
Leben und Arbeiten auf der Müllhalde in Accra, umgeben von Quecksilber, Blei und Dioxinen
Zum 8. April 2014 stellt Microsoft den Support (Beratung, Unterstützung) des Betriebssystems Windows XP ein. XP lief stabiler als viele seiner Nachfolger und war bewährt. Mit 12 Jahren Laufzeit war es schon ein Oldie und es gibt ja auch schon längst neue und andere Systeme. Das ist aber nicht nur eine Frage von vielen Einsen und Nullen. Das Auslaufen von XP hat vielmehr massive Folgen für die Umwelt.

Geschätzt 30 Prozent der weltweit 1,5 Milliarden Computer laufen noch mit XP. Ohne Support gibt es keine Sicherheits-Updates, keinen Virenschutz mehr. Nun werden viele dieser Rechner ausgemustert werden. Dabei kann ein alter Computer mit XP durchaus noch gut als Schreibmaschine funktionieren. Die Computerbranche drängt aber auf immer schnelleren Austausch von Hard- und Software. Neue Programme brauchen leistungsfähigere Computer, neue Computer laufen oft nicht mit alten Programmen.
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Fiktion als Abbild der Wirklichkeit: Die Menschheit erwartet ein globales Desaster

Eva Horn
© heribert corn
Literaturwissenschafterin Eva Horn sieht einen Zusammenhang zwischen dem steigenden Interesse an Zukunftsszenarien und der aktuellen Bedrohung durch vielfältige Krisen.
Literaturwissenschafterin Eva Horn analysierte Katastrophenszenarien in Filmen und Büchern und die Gründe, warum sie so beliebt sind

Eva Horn untersuchte schon in ihrem ersten Buch Der geheime Krieg (2006) Fiktionen und deren Verbindungen zur Wirklichkeit. Darin näherte sie sich etwa durch Spionageliteratur den Strukturen geheimen Staatswissens in der realen Welt. In ihrer eben abgeschlossenen Studie, die am 26. Juni unter dem Titel "Zukunft als Katastrophe" als Buch erscheint, beschäftigte sich Horn mit literarischen und filmischen Katastrophenszenarien in der Moderne: von millionenschweren US-amerikanischen Blockbuster-Produktionen wie "World War Z" bis hin zu Cormac McCarthys preisgekröntem Bestseller "The Road".

STANDARD: Wie schon in Ihrem ersten Buch ist auch in Ihrer neuesten Studie die Fiktion Ihr Untersuchungsmaterial. Was interessiert Sie an Fiktionen?

Eva Horn:Fiktionen sind für mich besonders prägnante Momentaufnahmen der Zeit, in der sie entstehen. Durch die Analyse von Fiktionen möchte ich etwas über die Gegenwart oder historische Epochen lernen. Die Welt der Imaginationen und die gesellschaftliche Wirklichkeit können nicht voneinander getrennt werden.
Eye 1

Ermittlung gegen mögliche Auschwitz-Wachleute aus Frankfurt

© Lutz Kleinhans
Auschwitzprozess 1963: Die Verfolgung von SS-Wachleuten war schon damals schwierig. Heute ist es ein Mühsal.
Zwei Frankfurter sollen Wachleute in Auschwitz gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie sich auch fast 70 Jahre nach Kriegsende noch vor Gericht verantworten müssen.

Wenn Herr X und Herr Y irgendwann vor einer Frankfurter Jugendstrafkammer sitzen, weil sie während des Zweiten Weltkrieges, 17 und 20 Jahre alt, im Konzentrationslager Auschwitz Wache hielten, dann sollen keine Überlebenden des Lagers aussagen müssen. Keiner soll sich den Tort antun müssen, wie es ehemaligen Häftlingen in den Auschwitzprozessen Anfang der sechziger Jahre abverlangt worden war: ihre Peiniger nach all der Zeit genau zu identifizieren, sich zu erinnern, wer wann Menschen totgeschlagen oder ins Gas getrieben hat. Dieses Mal, so hofft es die Staatsanwaltschaft, wird es auch so gehen.
Heart - Black

Wieder Berlin: Eine Gruppe von 10 Teenagern stürzt sich auf 20-Jährigen und verprügelt ihn

Weil er sie "falsch" angeguckt haben soll, schlugen in der Nacht zu Samstag etwa zehn Kinder und Jugendliche auf einen 20-Jährigen ein. Der junge Mann erlitt Prellungen am ganzen Körper; die Täter flüchteten.
berlin Wittenau
© schroeder
Eingang zum Berliner U-Bahnhof Wittenau. Dieses Foto ist vom Dezember 2010, als ein 17-Jähriger bei einer Messerstecherei starb.
Es war gegen 1 Uhr morgens, als der 20-Jährige auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofes Wittenau auf die laut Polizei etwa zehnköpfige Gruppe 12- bis 16-Jähriger Jungen traf. Als der 20-Jährige die Gruppe passierte, wurde ihm aus der Gruppe heraus vorgeworfen, angeblich "falsch" geguckt zu haben. Danach wurde der 20-Jährige laut Polizei sofort angegriffen. Die Teenager schlugen mit Fäusten auf den 20-Jährigen ein, der unter den Schlägen zu Boden ging. Als der junge Mann auf dem Boden lag, traten die Teenager weiter auf ihr Opfer ein. Schließlich ließ die Gruppe von dem 20-Jährigen ab und flüchtete unerkannt. Der Geschlagene erlitt Prellungen am ganzen Körper, insbesondere im Gesicht.
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Berlin: Zwölfjähriges Mädchen prügelt Polizisten ins Krankenhaus

Eine Zwölfjährige hat auf dem S-Bahnhof Schöneberg eine 42-Jährige zusammengeschlagen. Bei der Festnahme trat das Mädchen einen Polizisten so fest in den Unterleib, dass auch der Beamte ins Krankenhaus musste.
Berlin Schöneberg
© Pharus-Plan
Einer der Eingänge zum Berliner S-Bahnhof Schöneberg
Anlass des Gewaltexzesses war eine qualmende Zigarette. Die 12-Jährige stand laut Bundespolizei gegen 16.20 Uhr mit mehreren Begleiterinnen in einer S-Bahn der Ringbahnlinie und rauchte. Eine 42-Jährige wies die Mädchen auf das Rauchverbot hin. Daraufhin kam es zum Streit, der auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Schöneberg eskalierte. Eine 15-Jährige packte die 42-Jährige von hinten und hielt sie fest, während ihr die Zwölfjährige mindestens zwei Mal fest ins Gesicht schlug. Die 42-Jährige erlitt laut Bundespolizei eine stark blutende Platzwunde im Gesicht. Die Verletzung musste im Krankenhaus versorgt werden.

Die beiden Mädchen flohen aus dem Bahnhof. Ein zufällig anwesender 18-Jähriger nahm die Verfolgung auf und führte die Polizei zu den Schlägerinnen. Als die Beamten die Mädchen festnehmen wollten, wurden sie laut Bundespolizei übel beleidigt; die Zwölfjährige soll eine Morddrohung gegen einen Beamten ausgesprochen haben. Bei der Festnahme schlug und trat das Mädchen um sich; ein Tritt traf einen Polizisten so schwer in den Unterleib, dass der Beamte ebenfalls ins Krankenhaus musste.
Chess

Hollande zittert: Arbeitslosenzahlen auf Höchststand und Bürger in Frankreich möchten zu Kommunalwahlen nicht wählen

hollande

Kann Wahlversprechen nicht halten.
Die Arbeitslosigkeit steigt, an der Basis herrscht Panik. Für Frankreichs Sozialisten wird es in der zweiten Runde der Kommunalwahlen wohl noch schlimmer als in der ersten. Präsident Hollandes Strategie: das drohende Debakel einfach ignorieren.

Die Woche war nicht gut für François Hollande: Gewiss, der Auftritt beim Sicherheitsgipfel in Den Haag und der Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping gaben Gelegenheit für staatsmännischen Habitus. Und mit Genugtuung konnte Hollande den Abschluss von fast 50 Milliarden Euro schweren Verträgen bestätigen, außerdem erhielt Airbus-EADS einen satten Auftrag aus Japan.

Der kurzfristig beschworene Optimismus wurde jedoch durch eine Hiobsbotschaft aus der heimischen Wirtschaft gestört: Die Arbeitslosenzahl vom März erreichte zur Wochenmitte hat einen historischen Höchststand - 3,2 Millionen Menschen und damit höher als der bisherigen Negativrekord im Januar 1997. Eine peinliche Schlappe für Hollande, der seit Monaten bei der Arbeitslosenkurve eine Umkehr der Tendenz verspricht.
Gold Coins

Studie stellt Bitcoin-Verlust bei Mt. Gox in Zweifel

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© dpa, Jens Kalaene
Die auf der Handelsplattform Mt. Gox fehlenden Bitcoins sind nach Ansicht der Zürcher Informatiker nicht über die bekannte Lücke abgegriffen worden.
850.000 Bitcoins will die insolvente Bitcoin-Börse Mt. Gox wegen einer Lücke im Bitcoinsystem verloren haben. Zwei Forscher aus der Schweiz stellen das in Zweifel: Mit dem genannten Problem dürften es nur 386 Bitcoins sein.

Experten bezweifeln, dass die insolvente Bitcoin-Börse Mt. Gox tatsächlich durch Ausnutzung einer Lücke in Bitcoinsystem um 850.000 Bitcoins erleichtert wurde. Sollten Angreifer tatsächlich die sogenannte Transaction Malleability ausgenutzt haben, könne sich der Verlust gerade einmal auf 386 Bitcoins belaufen, lautet das Ergebnis einer Analyse von zwei Informatikern der Distributed Computing Group (DCG) der ETH Zürich.
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Energieersparnis durch die Zeitumstellung fraglich

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© apa
Ob die Sommerzeit tatsächlich eine Energieersparnis bringt, ist fraglich.
Seit 1980 wechselt Österreich zwischen Sommer- und Winterzeit. Bereits in den Weltkriegen wollte man durch die Zeitumstellung Energie sparen. Doch an der Sinnhaftigkeit einer Sommerzeit gibt es Zweifel.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag stellt Vorarlberg und die gesamte EU die Uhr um eine Stunde vor. Die aktuelle Sommerzeit entstand aus dem Schock nach der Ölkrise von 1973, doch dauerte es bis 1980, bis Österreich das erste Mal die Uhr umstellte. Mit der Umstellung sollte Energie gespart werden, so heißt die Sommerzeit im angelsächsischen Raum auch offiziell Daylight Saving Time.
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Ken FM im Gespräch mit Ewald Stadler: EU-Abgeordneter und Wahlbeobachter beim Krim-Referendum in Jalta

Ewald Stadler ist ein österreichischer Spitzenpolitiker und Gründungsmitglied der REKOS. (Reformkonservative)

Während der Abstimmung auf der Krim war Ewald Stadler als Wahlbeobachter vor Ort. Ein Augenzeuge also.

Der Westen, allen voran die USA aber auch Deutschland, werfen der neuen Krim-Regierung vor, das Wahlergebnis manipuliert zu haben. Hohe Präsenz von Militär und Polizei, in und um die Wahllokale, hätten die Bürger eingeschüchtert. Zudem hätte der Stimmzettel keine echte Alternativen zum späteren Ergebnis zugelassen. Moskau, konkret Putin hätte in Wahrheit diese Abstimmung durchgeführt. Eine Schein-Abstimmung, so der Vorwurf. Zudem verstosse die Abspaltung von A-Z gegen das Völkerrecht.



Kommentar: EU-Abgeordneter und Wahlbeobachter beim Krim-Referendum in Jalta spricht Klartext: Lügen und noch mehr Lügen! Hier sind klipp und klar Kriegstreiber am Werk!

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Offener Brief an Putin, im Namen des deutschen Volkes

Präsident Putin hat sich in seiner Rede zur Wieder-Eingliederung der Krim vom 18. März 2014 einmal direkt an das deutsche Volk gewandt. Dieser Appell verdient positive Resonanz, die den wirklichen Empfindungen der Deutschen entspricht, so wie sie in diesen Tagen in Ad-hoc-Umfragen zum Ausdruck gekommen sind. Die einseitig russlandfeindlichen Äußerungen vieler unserer Massenmedien und Politiker sowie die eskalierenden Demarchen Berlins repräsentieren nicht die deutsche Bevölkerung und ihre zunehmende Distanz zu der bellizistischen Politik von EU und NATO. Deshalb hier nun ein Offener Brief an Präsident Putin, der am Donnerstag der russischen Botschaft in Berlin übergeben wird:
Sehr geehrter Herr Präsident!

In Ihrer Rede vor der Staatsduma baten Sie um Verständnis bei den Deutschen.
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