Die Welle 3
Gesundheit & Wohlbefinden
Nachtschatten gehören zur Familie der Solanaceae (Nachtschattengewächse), die rund 2.000 Arten umfasst. Dazu gehören einige der heutzutage sehr beliebten Gemüsepflanzen, beispielsweise Tomaten, Kartoffeln, alle Arten von Paprika und Auberginen. Blaubeeren, Heidelbeeren, Goji-Beeren und Ashwagandha sind zwar keine echten Nachtschatten, enthalten aber dieselben entzündungsauslösenden Alkaloide.
Ein großes Problem, das auf Nachtschatten zurückgeführt wird, ist die Arthritis. Statistische Erhebungen aus einer 2007 bis 2009 durchgeführten Studie zeigen, dass allein in den Vereinigten Staaten 49,9 Millionen Menschen an Arthritis leiden. Einige Forscher nehmen an, dass oft irrtümlich die Diagnose Arthritis gestellt wird, wenn es sich in Wirklichkeit um Nebenwirkungen des Verzehrs von Nachtschatten handelt. Oft bemerken Patienten, die an Arthritis oder einer verwandten Krankheit wie Lupus, Rheumatismus und anderen schmerzhaften Muskel-Skelett-Erkrankungen leiden, dass es ihnen schlechter geht, wenn sie Gemüse aus der Familie der Nachtschattengewächse essen.
Im Staub der meisten Büroräume finden sich Reste eines gesundheitsschädlichen Flammschutzmittels. Das sogenannte TDCPP gilt als wahrscheinlich krebserregend und neurotoxisch. In einer Stichprobe haben nun US-amerikanische Forscher in 99 Prozent aller untersuchten Bürostaub-Proben TDCPP gefunden. Sie wiesen zudem in allen Urinproben der dort Arbeitenden ein Abbauprodukt dieses Flammschutzmittels nach. Das sei ein Indiz dafür, dass die Arbeitsumgebung zur individuellen Belastung mit TDCPP beitrage, konstatieren sie im Fachmagazin "Environment International".
Ob Dämmschichten, Polstermöbel oder die Büroausstattung: Viele Objekte aus Polyurethan-Schaum sind mit Flammschutzmitteln imprägniert, um die Ausbreitung von Feuern in Wohn- und Arbeitsräumen zu hemmen. Ein weit verbreitetes Flammschutzmittel, Tris (dichlorpropyl)-phosphat (TDCPP), hat sich allerdings in den letzten Jahren immer mehr als gesundheitlich bedenklich erwiesen. "Das Flammschutzmittel Tris (dichlorpropyl)-phosphat (TDCPP) wirkt krebserregend, stört das Hormonsystem und ist potenziell neurotoxisch", so fassen Courtney Carignan von der Boston School of Public Health und ihre Kollegen sehr prägnant das Gesundheitsrisiko des Stoffes zusammen, um den es ihnen geht.
Viele Krankheiten und auch Therapien sind nicht geschlechtsneutral: Sowohl Herzinfarkt als auch Darmkrebs äußern sich bei Männern und Frauen ganz verschieden. Und auch Arzneimittel wie Aspirin wirken offenbar geschlechtsspezifisch, indem sie beispielsweise unterschiedliche Nebenwirkungen zeigen. Italienische Forscher von der Universität Padua fordern daher sowohl bei Studien als auch in der Behandlung von Patienten diese Unterschiede künftig stärker zu berücksichtigen. Ihre Untersuchung ist jetzt im Fachmagazin " Clinical Chemistry and Laboratory Medicine" erschienen.
Bis heute weiß die medizinische Forschung kaum etwas über die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Erkrankungen und deren Symptomen. Auch über die sozialen und psychologischen Einflüsse und welche Folgen sich dadurch für die Therapie und Prävention bei Männern und Frauen ergeben müssten, ist wenig bekannt. Denn: Die medizinische Forschung der letzten 40 Jahre richtete sich fast ausschließlich auf Männer. Die meisten klinischen Studien werden mit männlichen Probanden durchgeführt, unter anderem, weil bei ihnen weniger hormonelle Schwankungen auftreten, die die Ergebnisse beeinflussen und verfälschen können.
Die fünfte Auflage des psychiatrischen Handbuchs Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-V) wird demnächst (Mai 2013) veröffentlicht werden. Neu darin ist, dass verstärkt ganz normale menschliche Gemütszustände und Gefühle als mentale Störungen bezeichnet werden, die dann auch dringend behandelt werden müssen. Es wird also bald ein Leichtes sein, jede beliebige Person als psychisch krank zu bezeichnen und ihr die entsprechenden Psychopharmaka zu verordnen.
Ist fast jeder psychisch krank?
Sie machen sich Sorgen wegen möglicher finanzieller Probleme? Sie fürchten Ihre nahende Scheidung? Sie leiden unter einer Überlastung am Arbeitsplatz oder in der Schule? Sie sind niedergeschlagen, weil Sie an chronischen Schmerzen leiden? Sie trauern um den Verlust eines geliebten Menschen? Sie ereilt etwa einmal wöchentlich eine Heisshungerattacke? Tja, dann sind Sie ein Fall für den Psychiater und sollten sich dringend Psychopharmaka verschreiben lassen.
Sie sind da anderer Meinung und finden nicht, dass alltägliche Ängste aufgrund finanzieller Notlagen, familiärer Stresssituationen oder infolge von Problemen am Arbeitsplatz psychiatrisch behandelt werden müssten? Sie denken ausserdem, dass weder Niedergeschlagenheit aufgrund von Trauer oder chronischer Schmerzen noch seltene Heisshungerattacken ein psychisches Problem darstellen dürften?
Das zeigt leider, dass Sie nicht auf dem aktuellen Stand der Dinge sind. Während bislang nämlich nur Angststörungen ohne spezifischen Grund zur Diagnose "Generalisierte Angststörung" führten, gehören Sie neuerdings auch mit den oben genannten Alltagsängsten zu den generalisierten Angstgestörten - zumindest dann, wenn Sie einem Psychiater in die Hände fallen sollten, der die neue Auflage des psychiatrischen Handbuchs DSM-V gelesen hat.
Ruaccotan® ist eines der am weitesten verbreiteten und wirksamsten Akne-Medikamente. Dessen Wirkstoff Isotretinoin kann jedoch zu massiven Nebenwirkungen beitragen. Neben Entzündungen der Augen und Bindehaut, starker Sonnenlichtempfindlichkeit, Haarausfall, Allergien, Fettstoffwechselstörungen, Leberproblemen und weiteren Symptomen, wird dieses Medikament auch mit Depressionen, suizidalen Tendenzen, und Selbstmord in Verbindung gebracht. Schwangere dürfen Isotretinoin unter keinen Umständen einnehmen, da die Einnahme dieses Medikamentes zu schweren Missbildungen des Embryos führen kann.
Aus der Krankheit Aids hat sich mittlerweile ein unglaublich profitables Geschäft entwickelt. Äusserst kostenintensive Medikamente, die eine Vielzahl gravierender Nebenwirkungen aufweisen, müssen nach der Diagnose HIV-Positiv dauerhaft eingenommen werden. Dies lässt die Betroffenen in eine lebenslange Abhängigkeit gleiten, von der nur die Hersteller dieser Medikamente profitieren - dafür allerdings richtig. Diese Medikamente stellen für die Hersteller ein an finanziellem Gewinn kaum zu übertreffendes Geschäft dar. Daher versteht sich von selbst, dass für deutlich günstigere, naturheilkundliche Medikamente kein Platz auf diesem stark umworbenen Terrain sein kann.
Mannheim - Wer in der Pubertät das erste Mal Alkohol trinkt, erhöht sein Risiko, auch später im Leben mehr und öfter Alkohol zu konsumieren. Zu diesem Ergebnis kommen Studien von Wissenschaftlern des Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit.
"Das Belohnungssystem des Gehirns verändert sich während der Pubertät stark", erläuterte der Pharmakologe Rainer Spanagel. Damit sei das Gehirn in dieser Phase auch anfälliger für Belohnungen, die von Suchtstoffen geliefert werden. Das wiederum könne Auswirkungen auf den Alkoholkonsum im weiteren Leben haben. Die Ergebnisse werden in der Oktober-Ausgabe des Fachblatts Alcoholism: Clinical & Experimental Research veröffentlicht.
Schon wieder ein Fall von Lebensmittel-Panscherei: Nach dem Skandal um Pferdefleisch in Fertiggerichten haben die französischen Kontrollbehörden nun auch verbotenes Schafsfleisch bei der Firma Spanghero in Südfrankreich entdeckt.

Das US-Außenministerium greift Gentechnik-Konzernen unter die Arme
Dass die US-Regierungen ihre heimischen Konzerne großzügig fördern, ist nichts Neues. Vereinzelt war auch schon über die Einflussnahme zugunsten der Gentech-Industrie berichtet worden, nachdem die Enthüllungsplattform Wikileaks im Jahr 2010 über 250.000 Diplomaten-Mitteilungen veröffentlicht hatte. Wie weit die Hilfen für die Branche aber gehen, zeigt jetzt erstmals ein gestern vorgestellter Bericht von Food and Water Watch. Die Organisation hat über 900 Depeschen von US-Diplomaten in 113 Ländern unter die Lupe genommen. Sie stammen aus den Jahren 2005 bis 2009. Damals war Condoleezza Rice die zuständige Ministerin der Bush-Administration. Auch unter Präsident Obama hat sich die Praxis nach Einschätzung von Food and Water Watch allerdings kaum geändert.
Berlin - Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Bergner (CDU), fordert eine vollständige Aufklärung gefährlicher Medikamententests westlicher Firmen in der DDR. "Die vorliegenden Fakten müssen rückhaltlos untersucht und die Hintergründe aufgeklärt werden", sagte Bergner der Mitteldeutschen Zeitung. "Es wäre ein schwerer Skandal, wenn Tausende DDR-Bürger - vermutlich sogar unter Verletzung von Rechtsvorschriften der DDR - zu billigen und wohlfeilen Versuchskaninchen gemacht worden wären."
Nach Informationen des SPIEGEL wurden bis zum Mauerfall in mehr als 50 DDR-Kliniken unter anderem Herzmedikamente und Antidepressiva getestet - oft ohne Wissen der Betroffenen. Das geht aus bislang unbekannten Akten des DDR-Gesundheitsministeriums, der Stasi und des Instituts für Arzneimittelwesen der DDR hervor. West-Pharmahersteller gaben demnach bei DDR-Kliniken mehr als 600 Arzneimittelversuche in Auftrag. Dabei kam es zu zahlreichen Todesfällen, auch wurden Tests wegen Nebenwirkungen abgebrochen.

















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