Die Wissenschaft des Geistes
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Gehirn: Aufmerksamkeit und Bewusstsein getrennt

Primär-Sehrinde ist Eingang zur visuellen Verarbeitung in Großhirnrinde
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Tübingen - Aufmerksamkeit und Bewusstsein sind zwei grundlegend verschiedene Prozesse im Gehirn. Das haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik http://kyb.mpg.de zusammen mit japanischen Kollegen aus einer Reihe von Verhaltensbeobachtungen geschlossen. Sie liefern den ersten experimentellen Nachweis, dass die primäre Sehrinde nur durch Aufmerksamkeit, nicht aber durch das Bewusstsein aktiviert wird. Die primäre Sehrinde ist der Eingangsbereich zur visuellen Informationsverarbeitung in der Großhirnrinde.

Nervenzellen agieren nie gleich

Dieses Ergebnis bekräftigt die Hypothese, dass Nervenzellen unterschiedlich auf Aufmerksamkeit und Bewusstsein reagieren. "Es geht um die genaue Erforschung des Gehirns", erklärt Masataka Watanabe von der University of Tokyo http://www.u-tokyo.ac.jp gegenüber pressetext. Bei der funktionellen Magnetresonanztomografie wird die Aktivität verschiedener Hirnbereiche über den Sauerstoffgehalt des Blutes gemessen und bildlich dargestellt.

Evil Rays

Wie Ohrwürmer in unser Gehirn kriechen

© Unbekannt
Es hat vermutlich jeder und jede schon einmal erlebt: Man schnappt irgendwo ein Lied auf, oft reichen schon wenige Takte, und schon hat sich ein Ohrwurm festgesetzt, der den ganzen Tag nicht aus dem Kopf geht. Die genauen Bedingungen, unter denen unser Gehirn zur Jukebox wird, haben nun britische Forscher untersucht.

Neben dem aktuellen Hören eines Musikstücks spielen auch Erinnerungen sowie bestimmte Gemüts- und Aufmerksamkeitszustände eine wichtige Rolle, schreiben die Psychologin Victoria Williamson von der Goldsmiths University of London und Kollegen in einer Studie.

In Nervennetzwerken gefangen

"Involuntary Musical Imagery" - "Unfreiwillige Musikbilder": Mit diesem etwas spröden Begriff hat der US-Neuropsychologe Oliver Sacks 2006 etwas bezeichnet, das aus dem Alltag gut bekannt ist: die bewusste Erfahrung vertrauter oder neuer Musik, die sich permanent im Geiste wiederholt, obwohl wir sie von außen gar nicht hören und die wir bewusst kaum beeinflussen können.

People

Ohne Worte - Menschen verraten durch Gesten wie gut oder schlecht ihr soziales Verhalten ist

Psychologie.- Wer sein Gegenüber verständnisvoll annickt, gilt als aufgeschlossen, verschränkt jemand die Arme, hält man ihn meist für verschlossen. Kanadische Forscher haben untersucht, ob bestimmte genetische Abweichungen die Gesten des Menschen so sehr beeinflussen, dass unbeteiligte Beobachter den Unterschied erkennen.

Eine Frau sitzt ihrem Mann gegenüber. Dieser erzählt davon, wie vor ein paar Monaten seine Patentante starb. Die Trauer ist ihm anzumerken, er hing an der Tante. Ihr Sterben hat er hautnah miterlebt.

"Da sitzt man also, und hört seinem Partner zu, wie er von seinem Schmerz berichtet. Wir haben uns gedacht: das ist eine perfekte Situation, um zu testen, wie mitfühlend jemand reagiert. Wir haben uns also den Zuhörenden in dieser Situation ganz genau angeschaut."

Aleksandr Kogan ist Psychologe an der Universität Toronto. 23 Paare hat er gebeten, bei seinem Versuch mitzumachen. Ein Partner berichtete dabei von einer leidvollen Erfahrung, eine Videokamera zeichnete auf, wie sein Gegenüber reagiert.

"Wir schnitten aus den Aufnahmen 20 Sekunden heraus, löschten die Tonspur, und zeigten diese kurzen Stummfilmchen dann 1000 Probanden, die die Person im Film nicht kannten, völligen Fremden also."

Kommentar: Mit nur einer Ausnahme: der Psychopath ist keineswegs sozial, noch hat er jeglichen Sinn des Mitgefühls. Was er jedoch kann, ist Emotionen vorzutäuschen und auf diese Weise zu manipulieren.


Che Guevara

V steht für Vendetta - Geben Sie dem Kerl einen Groschen!

© unbekannt
Besetzt alles!
Vor einigen Jahren sahen wir den Film V wie Vendetta. Wie viele andere dachte ich, dass er eine wirklich gute Analogie unserer gegenwärtigen globalen Situation darstellt, obgleich sie als 'zukünftig' präsentiert wurde. Der Film vermittelt in einer Vielzahl guter Szenen nicht nur eine Ahnung davon, wie die Medien „gesponnen“ sind, sondern diskutiert tatsächlich den Sachverhalt, dass Wörter geändert wurden - dass unsere Sprache zum Nutzen der Psychopathen kooptiert worden war.

An diesem Guy Fawkes-Tag 2011 schlagen wir vor, dass jedermann sich uns zu einer weiteren Cyber-Party anschließt und sich niederlässt, um V wie Vendetta anzuschauen. Laden Sie auch Ihre Freunde und Ihre Familie zu sich ein! Und sollten Sie den Film bereits gesehen haben, tragen Sie keinen Schaden davon, wenn Sie ihn sich nochmals anschauen! Wie langjährige Leser wissen, lieben wir diesen Film, seitdem er 2006 herauskam, und haben uns seiner eindringlichen Themen bedient, um Menschen die Realität unserer Situation unter der globalen totalitären Kontrolle von Psychopathen nahezubringen.

Seitdem haben sich die Dinge so sehr verschlechtert, dass Menschen schließlich in solchen Zahlen auf die Straße gehen, die tatsächlich eine Massenrevolution entzünden könnten. Ob dies damit endet, einen besseren oder schlechteren Ausgang für die Menschheit zu nehmen, wird von unseren individuellen Bemühungen abhängen. Die physische Rückgewinnung der Kontrolle über 'die Regierung' allein wird es nicht bringen. Was wir brauchen, ist ein größeres Bewusstsein und Verständnis dessen, WESHALB Regierungen letzten Endes GEGEN die Menschen arbeiten anstatt FÜR sie.

V wie Vendetta hat seitdem hunderttausende von Menschen dazu inspiriert, damit zu beginnen, die Punkte zu verknüpfen und sich klarzumachen, dass da etwas entsetzlich schief läuft mit dieser Welt. Werfen wir mal einen Blick auf ein paar Filmausschnitte, die extra so bearbeitet worden sind, um die Sache auf den Punkt zu bringen und danach werde ich fortfahren:

Laptop

Charité-Studie: "Computer-Spieler haben mehr Gehirn"

Das Gamepad immer öfter in der Hand, aber zugleich spürbar weniger im Kopf? Von wegen! Das Vorurteil, wonach junge PC-Spieler grundsätzlich verdummen, ist nicht mehr länger haltbar. Eine Charité-Studie belegt es.
© Reto Klar
Überrascht: Auch Neurowissenschaftlerin Simone Kühn spricht von einer "Sensation"
Am Rande einer europaweiten Untersuchung zur Vorhersage des Suchtverhaltens von Jugendlichen machten Wissenschaftler der Berliner Charité zwei sensationelle Entdeckungen: Die Forscher der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus fanden in der ersten Hirnstrukturstudie zu Computerspielen heraus, dass moderate Vielspieler - wohlgemerkt keine Spielsüchtigen - nicht nur über mehr lokales Hirnvolumen, sondern außerdem auch über mehr Hirnrinde verfügen.

Messungen der Bilder von Untersuchungen in leistungsstarken Magnetresonanztomografen (MRT) ergaben, dass das sogenannte Belohnungszentrum (ventrales Striatum) der Jugendlichen, die öfter am Computer spielen, größer ist als das der Probanden der Vergleichsgruppe, die weniger Zeit mit PC- oder Videospielen verbringen. Das Belohnungszentrum ist der Bereich im Gehirn, der unter anderem aktiviert ist, wenn Hunger verspürt wird und das Essen auf dem Tisch steht. Auch bei Empfindungen wie Freude oder Begierde ist dieser Bereich des Gehirns mit im Spiel.

Bulb

Studie: Kommunikation mit Wachkoma-Patienten bald möglich?

Möglicherweise ist es bald möglich mit Wachkoma-Patienten zu kommunizieren. Wissenschaftler der kanadischen Universität in Western Ontario fanden in einer Studie heraus, dass die Gehirnströme von Wachkoma-Patienten und gesunden Menschen sich nicht unterscheiden, auch wenn sich der Körper bei den Patienten im Koma nicht bewegt.

Manche Wachkoma-Patienten nehmen ihre Umwelt wahr und reagieren direkt auf Einflüsse, auch wenn sich ihr Körper nicht bewegt. Das fanden Wissenschaftler in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie heraus, indem sie die Gehirnströme von Koma-Patienten untersuchten. Die Forscher plädieren nun für eine Weiterentwicklung des von ihnen genutzten EEG-Verfahrens, um eine Art Kommunikation mit den Patienten herzustellen.

Durch Untersuchungen mittels Elektroenzephalogramm (EEG), wodurch sich elektrische Hirnströme und damit die Aktivität des Gehirns überprüfen lassen, testeten Forscher vom Gehirnzentrum der kanadischen Universität in Western Ontario insgesamt 16 Wachkoma-Patienten und zwölf gesunde Menschen. Drei der 16 Patienten zeigten genaue und andauernde EEG-Anzeichen, als sie aufgefordert wurden, sich vorzustellen, zum Beispiel ihre rechte Hand oder ihre Zehen zu bewegen. Obwohl sich die Kranken nicht bewegten, stimmten ihre Gehirnströme mit denen der Kontrollpersonen überein. Bei einem EEG werden Sensoren auf der Kopfhaut angebracht, um elektrische Signale aus dem Gehirn aufzuzeichnen.

Magnify

Körperhaltung beeinflusst Denken

Menschen in körperlicher Schieflage sehen die Welt mit etwas anderen Augen. Entsprechende Resultate liefern Experimente niederländischer Psychologen. Wurden die Teilnehmer unbewusst nach links aus der aufrechten Stellung gekippt, schätzten sie den Eiffelturm kleiner ein als bei einer leichten Schieflage nach rechts.
© Hjalmar Gerbig via Wikimedia.org (Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen liefere der mentale Zahlenstrahl, schreiben Anita Eerland und ihre Kollegen von der Erasmus-Universität Rotterdam im Fachblatt Psychological Science. Laut diesem Konzept sortieren Menschen kleinere Zahlen vor ihrem geistigen Auge eher links ein und größere Zahlen eher rechts. „Steht eine Person leicht nach links gelehnt, könnten ihr kleinere Zahlen daher leichter in den Sinn kommen als größere“, vermuten die Forscher.

2 + 2 = 4

Bessere Lernergebnisse im Unterricht dank 3D-Projektion

München, November 2011 - Der Einsatz von 3D-Grafiken und -Videos als Lehrmaterialien im Unterricht hat einen überaus positiven Einfluss auf die Lernerfolge von Schülern. Das ist das Ergebnis einer europäischen Studie, die die International Research Agency im Auftrag des führenden Anbieters für Projektionstechnologie, Texas Instruments DLP, durchgeführt hat. In sieben europäischen Ländern untersuchte die Studie, wie sich der Einsatz von 3D-Projektionen von herkömmlichen 2D-Unterrichtsmethoden in Bezug auf Verständnis, gelerntes Wissen und Verhalten während des Unterrichts unterscheiden.

Als Technologiepartner für Aus- und Weiterbildung hat Texas Instruments DLP die Studie initiiert, um weitere Erkenntnisse über den Einsatz von 3D-Projektionen im Unterricht zu gewinnen. Das Forschungsteam unter Leitung von Professor Anne Bramford, Director der International Research Agency, führte Prä- und Posttests mit unterschiedlich zusammengesetzten Schüler- und Kontrollgruppen durch, um zu ermitteln, wie Schüler Informationen verstehen und behalten. Die Forscher beobachteten auch die Aufmerksamkeit und das Verhalten im Klassenzimmer während der Tests.

Cheeseburger

Studie: Liebe macht dick

Heidelberg - Liebe macht dick - das hat eine Studie ergeben. So setzen Männer und Frauen in einer glücklichen Beziehung eher Speck an als Singles, wie das Max-Weber-Institut für Soziologie der Universität Heidelberg ermittelt hat.
© Jürgen Effner/dpa
Hat man den Partner fürs Leben gefunden, machen es sich viele gemütlich. Der nachlassende Konkurrenzdruck schlägt sich oft aufs Gewicht nieder.

Paare werden eher dick als Singles. Ein Grund dafür sei der Konkurrenzdruck bei der Partnersuche. Verspüren Singles eine große Konkurrenz, achten sie eher auf ihr Gewicht, um attraktiv zu sein.

Ähnlichkeiten beim Gewicht entstehen in einer Partnerschaft nach Erkenntnis der Soziologen aber nicht dadurch, dass sich Partner einander anpassen. Vielmehr beruhe sie darauf, dass Menschen bei der Partnerwahl andere mit ähnlichem Gewicht bevorzugen. Die Forscher werteten eine repräsentative Befragung der Uni Heidelberg aus, bei der 2000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren befragt worden waren.

Book

Vorlesen fördert Entwicklung von Kindern

Berlin (RPO). Vorlesen trägt einer Studie zufolge zu einer positiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in vielfältigen Bereichen bei. Kinder, denen vorgelesen wird, profitieren davon nicht nur in ihrem Leseverhalten, sondern sind erfolgreicher in der Schule und gestalten ihre Freizeit aktiver als Kinder, denen nicht vorgelesen wird, wie aus einer am Dienstag in Berlin vorgestellten Studie der Stiftung Lesen hervorgeht.
© dapd
54 Prozent der "Vorlese-Kinder" hatten selbst Spaß am Lesen.

Für die Studie anlässlich des bundesweiten Vorlesetages am 18. November wurden 500 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren befragt. In Fächern wie Deutsch und Mathematik erzielen "Vorlese-Kinder" demnach um bis zu 0,4 Notenpunkte bessere Zensuren, sagte die Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen, Simone Ehmig. Besonders deutlich zeige sich das bei Kindern aus Elternhäusern mit geringer Bildung. Das zumeist höhere Bildungsniveau in Familien, in denen vorgelesen werde, habe darum auf diesen Effekt keinen Einfluss, schlussfolgerte Ehmig.