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Sa, 13 Feb 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Bullseye

Neuer Intelligenztest testet Wahrnehmung - Intelligente Gehirne unterscheiden zwischen Wesentlichem und Unwichtigem

Ein simpler Wahrnehmungstest erweist sich als zuverlässiger Anzeiger für die Intelligenz
© grewi.de

Langwierige IQ-Tests sind passé: Ein kurzer, einfacher Wahrnehmungstest könnte künftig ausreichen, um festzustellen, wie intelligent jemand ist. Denn US-amerikanische Forscher haben einen verblüffenden Zusammenhang entdeckt: Menschen mit einem höheren IQ erkennen und erfassen zwar vieles besser. In einem Punkt aber hinken sie ihren weniger intelligenten Artgenossen hinterher: Großräumige Bewegungen im Hintergrund nehmen sie schlechter wahr. Denn ihr Gehirn filtert diese als potenziell unwichtig heraus - intelligente Gehirne unterscheiden demnach konsequenter zwischen Wesentlichem und Unwichtigem, berichten die Forscher im Fachmagazin Current Biology.

Info

Wie der Einsatz des Körpers beim Lernen hilft: Faustballen hilft beim Merken und Abrufen von Information

Einseitige Anspannung regt gezielt die für das Merken und Abrufen wichtigen Hirnhälften an
© SXC
Die rechte Faust beim Memorieren zu ballen hilft.
Klingt kurios, funktioniert aber offensichtlich: Wenn wir beim Pauken von Vokabeln oder anderen Fakten die rechte Faust ballen, prägen sie sich besser ein. Ballen wir dann beim Abrufen des Gelernten die linke Faust, hilft dies ebenfalls. Das zeigt ein Experiment US-amerikanischer Forscher. Sie haben auch eine Idee, warum das funktioniert: Die einseitige Anspannung aktiviert jeweils die entgegengesetzte Seite unseres Gehirns. Und weil die Zentren fürs Merken und Abrufen in jeweils anderen Hirnhälften liegen, lässt sich ihre Tätigkeit gezielt anregen, wie die Forscher im Fachmagazin PloS ONE berichten.

People 2

Moralischer Kompass instabil? Schwedische Studie wirft Fragen auf

Wer gerade noch A gesagt hat, lässt sich leicht dazu bringen, nun vehement B zu vertreten - selbst in moralischen Fragen. Dazu reicht schon ein simpler Bühnentrick, wie schwedische Forscher berichten.

Sich die Welt hinzubiegen, wie sie einem gefällt - das ist die Paradedisziplin der Menschen. Sie rechtfertigen noch die seltsamsten Dinge, die sie selbst verbockt haben. Sie fordern das eine und tun das Gegenteil. Und was man gestern geäußert hat, ist heute nichts mehr wert. Psychologen um Lars Hall von der schwedischen Universität Lund demonstrieren diese geschmeidige Flexibilität des Menschen und seiner Meinungen im Fachmagazin Plos One (Bd. 7, S. e45457, 2012) mit fast erschreckender Deutlichkeit.


Magnet

Wie das Verstärken der Schwingungsamplitude von Hirnwellen Schlaf und Gedächtnisfunktion verbessern

Werden Hirnwellen im Tiefschlaf durch Geräusche stimuliert, verbessert dies Schlaf und Gedächtnisfunktionen, wie Wissenschaftler der Universität Tübingen herausfanden.
© Mark Sebastian, markjsebastian.com
Symbolbild: Schlaf.
Tübingen (Deutschland) - Die langsamen Hirnwellen, die beim Menschen im Tiefschlaf auftreten, sind wesentlich, um Gelerntes besser im Gedächtnis zu behalten. Werden diese Wellen durch Geräusche im gleichen Rhythmus in der Schlafphase stimuliert, führt dies sowohl zu besserem Schlaf als auch zu besseren Gedächtnisleistungen. Dies haben Professor Jan Born vom Institut für Medizinische Psychologie der Universität Tübingen und Kollegen von der Universität Lübeck in einer Studie festgestellt: Testpersonen wurden dabei im Schlaf Geräusche vorgespielt, die mit dem Rhythmus dieser langsamen Hirnwellen synchronisiert waren. Die Wissenschaftler haben damit eine einfache, nicht-invasive Methode gefunden, mit der sich die menschliche Hirnaktivität beeinflussen lässt, um sowohl Schlaf als auch Gedächtnis zu verbessern. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Neuron veröffentlicht (doi: 10.1016/j.neuron.2013.03.006).

Info

Tummo-Meditation: Wissenschaftler bestätigen Möglichkeit der willentlichen Beeinflussung der Körperkerntemperatur

Einem internationalen Forscherteam ist erstmals der wissenschaftliche Nachweis dafür gelungen, dass es möglich ist, die Körperkerntemperatur, also der Temperatur der lebenswichtigen inneren Organe, willentlich durch Meditation zu beeinflussen.
© Kozhevnikov et al. / plosone.org (Komp. Grewi.de)
Ansteigende Temperaturkurven während des Tummo vor dem Hintergrund der Detailansicht der Handposition während der Tummo-Meditation.
Singapur - Wie das Team um Professor Maria Kozhevnikov vom Department of Psychology an der National University of Singapore (NUS), zu dem auch der Psychologe Klaus Gramann von der TU Berlin gehört, aktuell im Fachjournal PLoS One berichtet, gelang der Nachweis dieser Fähigkeit in Zusammenarbeit mit tibetischen Nonnen, die die sogenannte Tummo-Meditation, eine tantrische Meditationstechnik des Vajrayana-Buddhismus, praktizieren.

Frühere Studien anhand dieser Meditationstechnik konnten Anstiege der Körpertemperatur in Fingern und Zehen nachweisen (s. Video). Laut den Angaben des Tummo kontrolliere diese Praktik die "innere Energie" und wird von ihren Anhängern in Tibet als eine der heiligsten spirituellen Praktiken verstanden und praktiziert. Klöster, in denen das Tummo praktiziert wird, sind selten und liegen meist in abgeschiedenen Gegenden Tibets, berichten die Forscher.

Hearts

Die Herzen von Verliebten schlagen buchstäblich im gleichen Takt

In einer Liebesbeziehung teilen die Partner mehr als nur Interessen, Gewohnheiten und Geheimnisse. Das ergaben zwei Studien, die in den Fachzeitschriften Emotion und International Journal of Psychophysiology veröffentlicht wurden.
Bild
© Yuri Arcurs / Shutterstock
Wie Wissenschaftler der "University of California", "Davis" und der "University of Arizona" feststellten, synchronisieren Paare Herzschlag und Atmung, und zwar auch dann, wenn sie mehrere Meter voneinander entfernt sitzen. »Es ist schon oft untersucht worden, dass in einer Beziehung der eine Partner empfinden kann, was der andere im selben Moment gefühlsmäßig durchmacht. Unsere Studie zeigt, dass sie auch auf der physiologischen Ebene dasselbe erfahren«, betonte der Forscher Emilio Ferrer.

Galaxy

Nahtoderfahrungen: Laut Studie werden NDE-Erinnerungen realer erlebt als die Realität selbst

In einer neuen Studie haben belgische Wissenschaftler belegt, dass die physiologischen Mechanismen, die während sogenannten Nahtoderfahrungen (Near Death Experience, NDE) ausgelöst werden, zu Erinnerungen an das Nahtoderlebnis führen, die nicht nur sehr viel lebendiger sind als Erinnerungen an fiktive biografische Erlebnisse sondern sogar die Lebendigkeit von Erinnerungen an reale Erlebnisse übertreffen.
© gemeinfrei
Symbolbild Nahtoderfahrung: Bildausschnitt aus Hieronymus Boschs "Fug zum Himmel".
Liege (Belgien) - Zu den klassischen Eindrücken von Nahtoderfahrungen gehört das Zugleiten auf ein "Licht am Ende eines dunklen Tunnels", in dem der vermeintlich Sterbende bereits verstorbene Freunde und Verwandte trifft, nachdem er seinen Körper verlassen hat.
Entsprechende Schilderungen reichen weit in der Vergangenheit zurück und werden von Forschern und Wissenschaftlern schon lange Kontrovers diskutiert.

Während die einige Forscher entsprechende Erfahrungen als Beweise für ein Leben nach dem Tod werten, gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass es sich um psycho-physiologische Abwehrmechanismen oder gar um reine Halluzinationen handelt. Grundsätzlich gibt es allerdings den Konsens darüber, dass das Phänomen an sich noch nicht vollständig verstanden, es aber Wert ist, erforscht zu werden.

Bulb

"Der Wissenschaftswahn": Rupert Sheldrakes neues Buch über die Dogmen im engstirnigen Glaubenssystem des "wissenschaftlichen" Materialismus

Schon seit den 1970er Jahren zählt der Biologe und Rupert Sheldrake ebenso zu den wohl anerkanntesten und zugleich umstrittendsten Denkern im Spannungsfeld zwischen Spiritualität, Natur- und Grenzwissenschaft. In seinem neuen Buch "Der Wissenschaftswahn" (The Science Delusion) erläutert der für seine Theorie der Morphogenetischen Felder bekannte Forscher nun, warum das materialistische Welt- und Wissenschaftsbild alleine nicht mehr haltbar ist und plädiert für mehr Offenheit und Neugier in den Naturwissenschaften. "Die Wissenschaften werden durch ihre eigenen jahrhundertealten und inzwischen zu Dogmen verhärteten Annahmen ausgebremst."
© droemer-knaur.de
Umschlag des neuen Sheldrake-Buchs "Der Wissenschaftswahn".
München (Deutschland) - Seit rund 200 Jahren, so der Pressetext zum Buch, "wollen Forscher beweisen, dass Lebewesen komplexe Maschinen sind, dass es nur Materie und sonst nichts gibt, dass der Geist nichts als ein Nebenprodukt der physischen Hirnaktivität ist und die Natur keinen tieferen oder höheren Sinn hat. Diese Annahmen konnten so mächtig werden, da die meisten Forscher sie nicht kritisch hinterfragten - denn der größte Wahn der Wissenschaft besteht in der Annahme, sie wüsste alle Antworten."

Trotz aller wissenschaftlich-technischen Errungenschaften, die das Leben im 21. Jahrhundert dominieren, sieht Sheldrake die Wissenschaft zwar am Gipfel ihrer Macht angekommen, zugleich stehe der Materialismus heute aber vor einer Glaubenskrise. "Denn viele Phänomene lassen sich nicht mehr mit den bisher geltenden Maßgaben erklären."

Binoculars

Entdeckung: Angstreaktionen entstehen nicht nur im Mandelkern des Gehirns

Bislang schien alles klar: Für Angst und Panik ist im Gehirn ein Areal namens Mandelkern zuständig. Doch nun haben Forscher festgestellt, dass auch Menschen mit zerstörtem Mandelkern Angst empfinden können. Sie brachten drei vermeintlich Furchtlose in Panik - und brauchten dazu nur etwas CO2-Gas.
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© Corbis
Angst vor dem Ersticken: Panik setzt auch ein, wenn Amygdala im Hirn zerstört ist
Wenige Strukturen im Gehirn brachten Neurowissenschaftler bislang so eindeutig mit einer bestimmten Aufgabe in Verbindung wie die Amygdala. Wegen ihrer Größe und Form auch Mandelkern genannt, gilt die Amygdala als emotionales Zentrum, das vor allem Angstgefühle steuert. Nun hat die Amygdala wohl ihr Angstmonopol verloren. Eine Forschergruppe um Justin Feinstein von der University of Iowa konnte belegen, dass auch jene Menschen, deren Amygdala nicht funktionsfähig ist, in bestimmten Situationen eine Angstreaktion zeigen.

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Gedankenlesen: Hirnscans können zeigen, an wen wir gerade denken

Neurowissenschaftler in den USA haben herausgefunden, dass es möglich ist, anhand der Gehirnaktivitätsmuster einer Person zu erkennen, an wen diese gerade denkt. Verantwortlich hierfür sind laut den Forschern einzigartige mentale Modelle von Persönlichkeitseigenschaften, die in unserem Gehirn aktiviert werden, wenn wir an diese Personen denken.
© Public Domain
Archiv: fMRT-Aufnahme
Ithaca (USA) - Wie die Forscher um Professor Nathan Spreng von der Cornell University aktuell im Fachjournal Cerebral Cortex berichten, waren sie selbst über die Treffergenauigkeit der anhand dieser Entdeckung möglichen Aussagen überrascht.