Die Wissenschaft des Geistes
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Butterfly

Erstmalige wissenschaftliche Belege für Nahtoderfahrungen: Bewusstseinssignale nach klinischem Tod

Erstmals haben Forscher wissenschaftliche Belege für sogenannte Nahtoderfahrungen gefunden, in dem sie unmittelbar nach dem klinischen Tot, also nachdem das Herz aufgehört hat zu schlagen und somit dem Hirn kein frisches Blut mehr zugeführt wird, im Versuch mit Ratten bei den Tieren Gehirnaktivitätsmuster nachweisen konnten, die Merkmale von bewusster Wahrnehmung aufzeigen.
Nahtoderfahrungen
© gemeinfrei
Symbolbild Nahtoderfahrung: Bildausschnitt aus Hieronymus Boschs "Flug zum Himmel".
Ann Arbor (USA) - "Diese Studie an Tieren ist die erste, die sich den neurophysiologischen Zustand des sterbenden Gehirns widmet", erläutert die Hauptautorin der aktuell im Fachjournal PNAS Early Edition (DOI: 10.1073/pnas.1308285110) publizierten Studie, Dr. Jimo Borjigin von der University of Michigan Medical School. "Sie liefert die Grundlage für zukünftige Untersuchungen des menschlichen Gehirns und der mentalen Erfahrungen während des Sterbevorgangs, darunter wohlmöglich auch der Wahrnehmungen klassischer Nahtoderfahrungen."

Rund 20 Prozent der überlebenden Patienten mit Herzstillstand berichten über solche Wahrnehmungen während ihres klinischen Todes. Auch wenn erst kürzlich eine Studie festgestellt hat, dass diese Wahrnehmungen, etwa vom Flug durch einen dunklen Tunnel auf ein helles Licht zu, realer wahrgenommen werden als wirkliche Wahrnehmungen unserer Umwelt (...wir berichteten), ist unter Neurologen und Medizinern immer noch umstritten, ob und wie das Gehirn in der Lage ist, in dieser Situation solche Aktivität aufrechtzuerhalten.
Smoking

Neutrale Zigarettenschachteln beeinflussen Geschmack

Paris - Neutrale Zigarettenschachteln ohne Markenlogos verleiten einer Studie zufolge offenbar weniger zum Rauchen als herkömmliche Päckchen. Zu diesem Schluss kommen Forscher in Australien, wo neutrale Verpackungen für Zigaretten Ende 2012 eingeführt worden waren, in einer im Online-Fachmagazin BMJ Open veröffentlichten Studie. Demnach finden Raucher weniger Gefallen an Zigaretten aus den neuen Schachteln, die einheitlich olivgrün und mit großen Warnhinweisen versehen sind und auf denen der Markenname in einheitlicher Schrift steht.

Die Wissenschaftler des Zentrums für Krebs-Verhaltensforschung im Bundesstaat Victoria befragten Ende vergangenen Jahres 536 Raucher in dem Bundesstaat, wo während einer Übergangszeit sowohl herkömmliche als auch die neuen, einheitlichen Zigarettenschachteln verkauft wurden. Von den Rauchern, die neue Zigarettenpackungen kauften, gaben rund 31 Prozent an, ihre Marke würde schlechter schmecken als ein Jahr zuvor. Bei den Käufern herkömmlicher Schachteln lag der Anteil bei nur 18 Prozent.

26 Prozent der Käufer der neuen Päckchen gaben an, das Rauchen bereite ihnen weniger Genuss als noch vor einem Jahr - bei den Käufern der bisherigen Schachteln lag der Anteil bei lediglich 15 Prozent. Auch der Anteil derjenigen, die jeden Tag daran dachten, mit dem Rauchen aufzuhören, lag bei den Käufern der neuen Packungen mit 37 Prozent deutlich über dem Anteil bei Käufern alter Schachteln (22 Prozent).
Yoda

Erwachen aus der "Matrix" - Erkenne dich selbst!

Erkenne dich selbst!
~ Sokrates

Dieses bahnbrechende Video untersucht die wesentlichen Bestandteile der Selbsterkenntnis als grundlegendes Mittel wahre und anhaltende Veränderungen in der Welt und in sich selbst zu erreichen und welchen Fallen wir dabei unterliegen können.


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Man wird nicht erleuchtet in dem man sich Figuren aus Licht vorstellt, sondern indem man sich der Dunkelheit bewusst wird.
~ Carl Gustav Jung
Ein Mensch muss zuallerst gewisse Dinge verstehen. Er hat Tausende falsche Ideen und falsche Konzepte, in erster Linie über sich selbst, und er muss diese loswerden bevor er anfängt, sich neue Dinge anzueignen. Ansonsten wird das Neue auf einer falschen Grundlage aufgebaut und das Resultat wird schlechter als zuvor sein. Die Wahrheit zu sagen ist das Schwierigste auf der Welt; man muss sehr viel und sehr lange beobachten um in der Lage zu sein die Wahrheit zu sagen. Der Wunsch allein genügt nicht. Um die Wahrheit zu sagen muss man wissen, was die Wahrheit ist und was eine Lüge ist, und zwar zuerst in sich selbst. Und dies will niemand wissen.
~ G.I. Gurdjieff
Die Hälfte des Schadens, der in dieser Welt verursacht wird, geschieht durch Leute, die sich wichtig fühlen wollen. Sie beabsichtigen es nicht Schaden zuzufügen. Aber der Schaden interessiert sie nicht. Oder sie sehen ihn nicht, oder sie rechtfertigen ihn. Weil sie in dem endlosen Kampf absorbiert sind, gut über sich selbst zu denken.
~ T. S. Eliot
Dollars

Reiche sind unmoralischer - Studie tritt Beweise an

© unknown
Reiche sind eher dazu bereit, moralische und andere Regeln zu brechen. Das ist laut einer Studie kein Vorurteil, sondern entspricht der Wahrheit. Angehörige der Oberschicht finden weniger als Arme etwas dabei, sich zu nehmen, was sie wollen.

Eine Studie hat Vorurteile gegen Fahrer von Porsche, BMW oder Mercedes bestätigt: Im Straßenverkehr gelten sie als rücksichtslos und dreist. Und tatsächlich verletzen reiche Menschen in Luxuskarossen die Verkehrsregeln eher als Fahrer von Mittelklassewagen. Und noch mehr: Angehörige der Oberschicht lügen und mogeln der Untersuchung zufolge auch eher als Mitglieder unterer sozialer Schichten. Das berichten Forscher im Wissenschaftsmagazin „PNAS“. Ihre Begründung: Reiche Leute haben eine positivere Einstellung zur Gier. Sie finden nichts dabei, sich zu nehmen, was sie haben wollen, und verletzen dabei eher gängige Regeln und Moralvorstellungen.

Ausgangspunkt für die siebenteilige Analyse der Forscher um Paul Piff von der University of California (Berkeley/US-Staat Kalifornien) war eine die einfache Frage: Welche soziale Klasse verhält sich eher unmoralisch - die Oberschicht oder die Unterschicht? Sie testeten das zunächst im Straßenverkehr. An einer vielbefahrenen Kreuzung, an der die Vorfahrt mit Stopp-Schildern geregelt ist, beobachteten sie, ob und welche Autos anderen die Vorfahrt nahmen. Die Wissenschaftler notierten Marke und Zustand des Wagens und beurteilten Geschlecht und ungefähres Alter des Fahrers. Es zeigte sich, dass die Fahrer von Oberklassewagen häufiger die Verkehrsregeln missachteten und andere schnitten. Sie ignorierten auch Fußgänger an einem Zebrastreifen deutlich häufiger als dem Anschein des Wagens nach weniger reiche Leute, zeigte ein weiterer Versuch.

Kommentar: Hier kann die Originalstudie nachgelesen werden: Higher social class predicts increased unethical behavior

Book 2

Subjektivität durch mentale Filter: Wie unsere Vorstellungskraft die Wahrnehmung der Realität beeinflussen und verändern kann

In einer aktuellen Untersuchung kommen schwedische Wissenschaftler zu dem Schluss, dass unsere Vorstellungskraft die Art und Weise, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen, stärker beeinflussen kann als bislang gedacht. "Das, was wir in unserem Kopf hören und sehen", so die Forscher, " kann unsere tatsächliche Wahrnehmung verändern."
© Karolinska Institutet
Testperson beim Betrachten der Illusion zweier kollidierender Objekte.
Stockholm (Schweden) - Wie die Forscher um Henrik Ehrsson und Christopher Berger vom Karolinska Institutet aktuell im Fachjournal Current Biology (DOI: 10.1016/j.cub.2013.06.012) berichten, werfe das Ergebnis ihrer Studie ein neues Licht auf die klassische Frage der Psychologie und der Neurowissenschaften darüber, wie unser Gehirn die Informationen der unterschiedlichen Sinne kombiniert.

"Oft stellen wir uns Dinge, die wir uns vorstellen und Dinge, die wir wahrnehmen, als zwei deutlich voneinander getrennte Einheiten vor", so Berger. "Dennoch, das zeigt unsere Studie, verändert unsere Vorstellung etwa von einem Ton oder von einer Form die Art und Weise, wie wir die Umwelt um uns herum wahrnehmen, auf ähnliche Weise, wie wenn wir einen Ton direkt hören oder eine Form sehen. Im Speziellen haben wir herausgefunden, dass das, was wir uns vorstellen zu hören, die Art und Weise verändern kann, wie wir tatsächlich sehen. Umgekehrt verändert das, was wir uns vorstellen zu sehen das, was wir tatsächlich hören."
Die

Ein roter Teller - Er kann beim Abnehmen helfen

Forscher untersuchen Einfluss von Geschirrfarbe auf Essverhalten

Rote Teller sind als Hilfsmittel zum Abnehmen geeignet, sollten aber auf keinen Fall Patienten mit Unterernährung vorgesetzt werden. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität Oxford in einer am Mittwoch in der Fachzeitschrift Flavour veröffentlichten Studie. Die Forscher gehen darin der Frage nach, welchen Einfluss Material, Größe und Farbe von Geschirr und Besteck auf das Essverhalten haben können und führten dazu Experimente mit dutzenden Teilnehmern durch.
Robot

Menschen haben auch Mitleid mit Robotern

Beobachtung von Roboter oder Mensch aktiviert gleiche Hirnareale

Roboter sind auch nur Menschen - jedenfalls wenn es darum geht, mit ihnen mitzufühlen. Sehen wir einen Roboter, der gut oder schlecht behandelt wird, löst dies bei uns ähnliche Gefühle aus, als wenn wir einen Menchen in dieser Lage sehen. Wir neigen dazu, die Maschine zu vermenschlichen. Und auch im Gehirn werden dabei die gleichen Areale aktiv, wie ein Experiment Duisburger Forscher jetzt zeigt. Das liefere wertvolle Hinweise auch darauf, wie Haushalts- oder Pflegeroboter beschaffen sein müssen, damit sie von ihren Nutzern dauerhaft akzeptiert werden, so die Forscher auf der Jahrestagung der International Communication Association in London.

© Gnsin / CC-by-sa 3.0
Roboter - wir leiden mit, wenn er misshandelt wird
Ob R2D2 und C3PO im "Krieg der Sterne" oder der Android Data in Star Trek - zumindest im Film zeigen Roboter längst menschenähnliche Züge. Und auch ihre menschlichen Partner kommunizieren mit ihnen wie mit einem Mitmenschen und bilden enge Beziehungen zu ihnen aus und trauern um sie, wenn sie verloren gehen oder zerstört werden. Aber wie sieht es damit in Realität aus? Sehen auch wir in Robotern trotz ihrer Maschinennatur unwillkürlich ein lebendes Wesen und schreiben wir ihnen Gefühle ähnlich den unsrigen zu? Genau diese Frage haben Astrid Rosenthal-von der Pütten von der Universität Duisburg-Essen und ihre Kollegen nun in zwei Experimenten genauer untersucht.
People

Neurochirurg schildert seine Nahtoderfahrungen: Vom Skeptiker zum eigenen Nahtod-Erlebnis

Ein den Schilderungen von Nahtoderfahrungen (NTEs) gegenüber ablehnend eingestellter Mediziner fällt in ein sieben Tages währendes Koma. Er macht dabei selbst eine der erstaunlichsten Erfahrungen am Rande zum Jenseits. Seitdem ist er davon überzeugt, dass NTEs höchst real sind und Einblicke in völlig fremde Dimensionen geben. Das Buch des Neurochirurgen Dr. Eben Alexander sorgt für weltweites Aufsehen und ist ein spannender Bestseller.
© Viktor Gladkov / Shutterstock
Als Gehirnchirurg mit langjähriger Berufserfahrung hatte Dr. Eben Alexander bereits viel Ungewöhnliches erlebt. Er war immer wieder auch mit Berichten seiner Patienten konfrontiert worden, Schilderungen, die als typische Nahtoderfahrungen aufgefasst werden können. Da befinden sich Menschen an der Schwelle zum Tod. Ihr Gehirn ringt darum, das Bewusstsein aufrecht zu erhalten. Schließlich entgleitet die Situation. Die Ärzte scheinen den Betroffenen nicht mehr retten zu können. Die Gehirnfunktionen kommen zum Erliegen. Alles hängt nur noch am berühmten seidenen Faden. Doch der Patient kehrt wieder ins Leben zurück und erzählt von erstaunlichen Sinneseindrücken, die er eigentlich gar nicht mehr gehabt haben dürfte.
Post-It Note

Emotionale Ansteckung: Präfrontaler Cortex ist der Lautstärkeregler für emotionale Signale

lachen
© ap photo/rodrigo abd
In Gesellschaft lacht sich's am besten - auch wenn manche sich partout nicht anstecken lassen wollen.
Grazer Forscherin analysiert entscheidenden Einfluss des präfrontalen Cortex

Graz - Was läuft im menschlichen Gehirn beim "Mitweinen" bei einem Liebesfilm oder dann, wenn uns das Lachen eines anderen ansteckt, ab? Und warum neigen manche Menschen eher zu solchen unwillkürlichen Übernahmen eines emotionalen Zustands als andere? Dieser Frage geht die Forschergruppe der Grazer Neuropsychologin Ilona Papousek nach. Das Prinzip dahinter beruht im Wesentlichen auf der unbewussten Wahrnehmung von Bewegungen, Mimik und Körperhaltungen unserer Mitmenschen.
Music

Zweisprachige wechseln zwischen verschiedenen parallel existierenden Lautsystemen

Mit zwei Sprachen Aufgewachsene hören Laute je nach Sprache unterschiedlich
Zweisprachigkeit, Zweisprachige
© SXC
Zweisprachigkeit
Kinder, die zweisprachig aufwachsen, entwickeln offenbar zwei komplett getrennte Wahrnehmungssysteme für Laute. Sie nehmen dadurch Klänge und Silben jeweils leicht unterschiedlich wahr - je nachdem, welche Sprache sie gerade erwarten zu hören. Das zeigt ein Experiment US-amerikanischer Forscher. Die Existenz zweier verschiedener Lautsysteme bei Zweisprachigen erkläre, warum diese akzentfrei sprechen und flexibel zwischen beiden Sprachen umschalten können, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Psychological Science.
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