Die Wissenschaft des Geistes
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Ein Psychopath liebt sein Kind nicht mehr als sein Auto

psychopath
© dpa/reuters
Marc Dutroux (l.) und der "Maskenmann" sind verurteilte Straftäter mit psychopathischen Persönlichkeitszügen
Was ist ein Psychopath? Warum begehen manche von ihnen grausame Verbrechen? Warum ermorden sie Kinder, vergewaltigen Frauen, prügeln Zufallsopfer zu Tode? Werden Sie böse und gewissenlos geboren oder entscheiden Sie sich, böse zu sein? t-online.de hat mit der Kriminalpsychologin und Beststeller-Autorin Lydia Benecke über Psychopathen und ihre Persönlichkeitsmerkmale gesprochen. Wir alle, sagt sie, bewegen uns "auf dünnem Eis".

Frage: Mirkos Mörder Olaf H., der „Maskenmann“, Marc Dutroux oder Josef Fritzl - sie alle sind Psychopathen, verurteilt für Mord und Vergewaltigung. Wie können solche Menschen jahrelang unbemerkt in unserer Gesellschaft leben?

Lydia Benecke: Psychopathen haben ein stark vermindertes Gefühlsleben, dennoch können sie häufig ein nach Außen völlig normales Leben führen. Sie sind nicht nur Monster. Es ist gruselig, aber Psychopathen haben völlig normale und nette Persönlichkeitsanteile, die neben den bösen stehen.

Kommentar:

Politische Ponerologie
© Sott.net
Politische Ponerologie
Um zu erfahren, welche makrosozialen Phänomene die Psychopathie in der Politik hervorruft, empfehlen wir unseren Lesen die Studie des Buches Politische Ponerologie des Psychologen Dr. Andrzej Lobazewski. Ein Thema, das uns alle auf Innigste betrifft.

Linksammlung zum Thema:

Der Psychopath - Teil 1: Die Maske der Vernunft
Der Psychopath - Teil 2: Psychopathen in der New Age Bewegung
Der Psychopath - Teil 3: Was ist ein Psychopath?
Der Psychopath - Teil 4: Wie Psychopathen die Welt sehen
Der Psychopath - Teil 5: Psychopathen und Beziehungen
Der Psychopath - Teil 6: Wie man mit Psychopathen umgeht
Der Psychopath - Teil 7: Symptome/Checklisten für Psychopathie
Der Trick Des Psychopathen: Uns glauben machen, dass Böses von anderswo kommt

Info

Wiederholung neuronaler Muster fördert Festigung von Erinnerungen

Phänomen erstmals für den Menschen belegt

Befindet sich das menschliche Gehirn im Ruhezustand, können neuronale Erregungsmuster, die mit bestimmten Gedächtnisinhalten in Zusammenhang stehen, spontan wiederkehren. Diese Wiederholungen tragen dazu bei, dass sich Erinnerungen verfestigen und dauerhaft abgespeichert werden, wie nun Wissenschafter des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Universität Bonn berichten.
Synapsen, Gehirn, Nervenzellen
© NIMS
Die gängige Theorie der Gedächtnisbildung geht davon aus, dass Erinnerungen schrittweise abgespeichert werden: Zunächst legt das Gehirn neue Informationen nur vorübergehend an. Damit diese langfristig erhalten bleiben, ist ein weiterer Prozess erforderlich. "Wir sprechen von Konsolidierung", erläutert Nikolai Axmacher von der Universität Bonn. "Wir wissen nicht genau, wie dieser Vorgang abläuft. Untersuchungen legen jedoch nahe, dass dafür eine sogenannte Reaktivierung von Bedeutung ist. Dabei wiederholen sich im Gehirn Aktivitätsmuster, die mit einer bestimmten Erinnerung zusammenhängen. Das ist im Grundsatz ein vertrautes Konzept. Es ist eine Tatsache, dass Dinge, die aktiv eingeübt werden, sich besser einprägen und länger im Gedächtnis bleiben. Wir gehen allerdings davon aus, dass eine Reaktivierung von Gedächtnisinhalten auch spontan geschehen kann. Also ohne, dass es einen äußeren Anlass dafür gibt."
Sherlock

Psychologen der Universität Bonn suchen Probanden für Studie zu übersinnlichen Erfahrungen

Wer hat Erfahrungen mit Geistern gemacht? Wer glaubt an Gedankenübertragung? Haben Sie Kontakt zum Jenseits? Wissenschaftler des Instituts für Psychologie der Universität Bonn führen eine Studie durch, die die Denkprozesse von Menschen mit übersinnlichen Erfahrungen untersucht. Hierfür suchen die Wissenschaftler Probanden mit außersinnlichen Wahrnehmungen. Für die Kontrollgruppe sind Personen gefragt, die solche Erfahrungen nicht gemacht haben.
optische Täuschung, Doppelbild
© grewi.de
Bonn (Deutschland) - Telepathie, Hellsehen und das Voraussehen von zukünftigen Ereignissen zählen zu sogenannten außersinnlichen Wahrnehmungen. Unter diesem Sammelbegriff werden Erfahrungen zusammengefasst, die wissenschaftlich nur schwer erklärbar sind. "Wir möchten untersuchen, wie sich die logischen Denkprozesse von Menschen mit außersinnlichen Wahrnehmungen von einer Kontrollgruppe unterscheiden, die diese Erfahrungen nicht gemacht hat", erläutert Prof. Dr. Ulrich Ettinger von der Abteilung Allgemeine Psychologie I des Instituts für Psychologie der Universität Bonn.
Apple Red

"Psychopathen-Experte" Kevin Dutton - Selber Psychopath oder nützlicher Idiot?

kevin dutton
Kevin Dutton ist ein Mainstream-"Psychopathen-Experte" und forscht an der Universität Oxford. Und was das Thema Psychopathie in Deutschland betrifft, ist er ein sehr gut gelesener "Rockstar", bis hin zu vorderen Plätzen bei einer Bestsellerliste und die Buchrezensionen sind überwältigend. Doch was denkt dieser "Experte" über Psychopathen? Das soll in diesem Artikel beantwortet werden.

Bestseller, Professor und super Rezensionen. Das sind doch die besten Voraussetzungen, dass man Kevin Dutton glauben kann, richtig? Eher das Gegenteil trifft zu, denn der Autor verursacht mit seinen Werken mehr Schadenskontrolle über die wahre Natur der Psychopathie.

Vor zwei Jahren veröffentlichte er sein erstes Buch Gehirnflüsterer, ein Jahr später Psychopathen - was man von Heiligen, Anwälten und Serienmördern lernen kann und beide Werke stellen Psychopathen in ein positives Licht - und verharmlosen somit das Thema.

Ein Spiegel-Interview dient als Vorlage, um ein paar Gedanken des Autors aufzugreifen.
KarriereSPIEGEL: Was zeichnet Psychopathen aus?

Dutton:
Sie sind selbstsicher, schieben nichts auf, fokussieren sich aufs Positive, nehmen Dinge nicht persönlich und machen sich keine Vorwürfe, wenn etwas nicht geklappt hat. Sie bleiben cool, wenn sie unter Druck stehen. Sie sind furchtlos, charmant und gewissenlos. Es gibt Situationen im Leben, wo das eine oder andere Merkmal durchaus nützlich sein kann.
Diese Beschreibung von psychopathischen Merkmalen ist sehr selektiv und lässt den Kontext und die Auswirkung psychopathischen Verhaltens völlig unerwähnt, und ist zudem Teil der Maskerade von psychopathischem Verhalten. Unsicherheiten, negative Emotionen, Dinge persönlich zu nehmen, Selbstvorwürfe, Stressreaktionen, Furcht, etc., sind normale menschliche Erfahrungen, die dazu genutzt werden können, innerlich zu wachsen und sich weiter zu entwickeln. Das offensichtliche Fehlen dieser menschlichen "Schwächen" ist ein Teil der Ursache und Wirkung, die psychopathisches Verhalten auf uns haben. Wer wünscht sich nicht des Öfteren unbeeinflusst zu sein von Unsicherheiten, Selbstzweifeln und diversen neurotischen Reaktionen, bei denen wir uns oft selbst im Weg stehen? So können bei fehlendem Wissen über Psychopathie Merkmale wie die oben beschriebenen leicht dazu führen - oder von Autoren durch Artikel wie diese dazu genutzt werden -, einzelne psychopathische Verhaltensweisen als positiv anzusehen und dabei zu vergessen wie gefährlich und destruktiv Psychopathie sich auf unser individuelles sowie auch kollektives Leben auswirkt.
Family

Vererbte Emotionen? Nachkommen zeigen die Ängste ihrer Väter - ohne diese jemals gesehen zu haben

Eine aktuelle, bislang jedoch noch nicht veröffentlichte Studie belegt, dass Eltern auch die Emotionen aus traumatischen Erlebnissen an ihre Nachkommen vererben können. Die Entdeckung scheint zunächst der traditionellen Vererbungslehre zu widersprechen, nach der eigentlich nur physische Merkmale durch biologische Vererbung von einer Generation an die nächste weitergegeben werden dürften.
Fear
© Monty Pelerin's World
San Diego (USA) - Wie Virginia Hughes in der "Phenomena"-Kolumne auf "nationalgeographic.com" berichtet, wurden die ersten Ergebnisse der Untersuchungen an Mäusen durch Brian Dias vom Ressler Lab auf dem Jahrestreffen der Society for Neuroscience in San Diego vorgestellt.

Während bislang bereits bekannt war, dass Mütter traumatische und posttraumatische Syndrome auf biochemischem Wege, etwa über Stresshormone an Ungeborene und Säuglinge weitergeben können, zeigen Dias' Untersuchungen, dass es alleine die biochemische Verbindung zwischen Mutter und Kind nicht sein kann, durch die Emotionen an die Nachkommen weitergegeben werden.
Attention

John F. Kennedy und die Verzerrung der Politischen Ponerologie

Der heutige 22. November 2013 markiert den 50. Jahrestag von John F. Kennedys Ermordung. Es war ein tragisches Ereignis für die meisten Amerikaner und für alle Menschen der Welt, die sich Frieden statt Krieg wünschen, Gleichheit statt Unrecht und Wohlstand anstatt Gier.

Heute, ein halbes Jahrhundert später, ist dank ausgezeichneter Nachforschungen klar, dass JFKs Mord von einer psychopathischen Kabale gewissenlos kalkuliert und durchgeführt wurde.

Kennedy Psychopath
© kevindutton.co.uk
Kevin Dutton stellt John F. Kennedy auf seiner Webseite als einen Psychopathen hin, lässt George W. Bush relativ unbeachtet
Umso erschreckender war es für die Redaktion von Sott.net als sie entdeckte, dass ein gewisser Psychologe und Bestsellerautor namens Kevin Dutton argumentiert, dass JFK ein Psychopath war. Bei näherer Inspektion des Materials haben sich jedoch einige Probleme gezeigt.

Viele unserer Leser wissen, dass einer der Schwerpunkte von Sott.net die Verbreitung von Informationen über Psychopathologie ist, die laut Psychologe Andrzej Łobaczewski unter den Machthabern und Entscheidungsträgern unserer Gesellschaft vermehrt anzutreffen ist. Andrzej Łobaczewskis Buch Politische Ponerologie, das das Sott.net Team im Jahr 2006 entdeckte, war der Schlüssel zu dem Verständnis dieses zentralen Problems unserer Zivilisation und dessen verheerende Auswirkungen, die heute so klar zu beobachten sind.

Die Neuauflages dieses Buches in der englischen Fassung im Jahr 2007 hat einen großen Einschlag im Internet verursacht (siehe Diagramm) und Medien-Agenturen begannen, das vormalige relativ unbekannte Tabu-Thema Psychopathie in Schrift und Film zu behandeln. Selbst im deutschsprachigen Internet kommt immer mehr Interesse auf. Viele Blogs und Nachrichten-Seiten verbreiteten weiterhin die Konzepte.

Political ponerology google trends
© Google Trends
Google-Suchbegriff "Political Ponerology" seit 2005
Passport

"Verschwörung ist die einzige Realität" - Studien belegen, dass Gegner irrationaler denken und Dinge nicht hinterfragen können und möchten

zensur

Ich höre, sehe und sage nichts. Die erfolgreiche Verwendung von Verschwörung, so damit niemand mehr Sachen hinterfragt...
Wie aus gleich vier, teilweise erst kürzlich erschienen psychologischen und sozialwissenschaftlichen Studien hervorgeht, verhalten sich Menschen, die alternative Erklärungsansätze befürworten entgegen dem Stereotyp des durchgeknallten ‘Verschwörungstheoretikers‘, häufig vernünftiger als jene, die den offiziellen Versionen von umstrittenen Ereignissen glauben schenken.

In ihrer Studie ’What about Building 7? A social psychological study of online discussions of 9/11 conspiracy theories’ (Eine sozial-psychologische Studie zu Onlinediskussionen von 9/11-Verschwörungstheorien) stellen die Autoren Michael J. Wood und Karen M. Douglas nicht ohne erstaunen fest, dass von 2174 dokumentierten und ausgewerteten Kommentaren unter Nachrichtenartikeln, sich weit mehr der Kommentare Verschwörungstheorien zuordnen lassen als konventionellen Erklärungsmodellen. Das Verhältnis von Pro-Verschwörungstheorien zu herkömmlichen Theorien betrug dabei gar 2:1.

Des Weiteren stellte die Studie fest, dass “Personen, die herkömmlichen Erklärungstheorien anhängen im allgemeinen feindseliger reagierten, wenn es darum ging ihre Rivalen von der eigenen Meinung zu überzeugen.“

Kommentar: Richard Dolan befasste sich mit Verschwörungen in seinem Buch: UFOs and the National Security State (leider nur in Englisch) und dazu ein Auszug:
Einige werden das hier als eine der vielen Verschwörungstheorien abstempeln, die die Landschaft Amerikas prägen. Schon die bloße Erwähnung [dieses Wortes] reicht für eine automatische Verwerfung aus, als ob niemand je im Geheimen etwas tut. Bringen wir ein bisschen Licht und Vernunft in diese Angelegenheit.

Die Vereinigten Staaten bestehen aus großen Organisationen - Aktiengesellschaften, Beamtenapparate, ‘Interessensgemeinschaften’, und desgleichen - welche von Natur aus verschwörerisch sind. Das bedeutet, sie sind hierarchisch, ihre wichtigen Entscheidungen werden im Geheimen von wenigen Hauptentscheidungsträgern getroffen, und sie sind sich der Lüge über ihre wahren Aktivitäten nicht zu gut. Von solcher Art ist die Natur organisatorischen Verhaltens. Verschwörung, in dieser Hauptbedeutung, ist eine Lebensweise, die rund um den Globus anzutreffen ist.

Diese Tendenz ist innerhalb der militärischen und geheimdienstlichen Einrichtungen der Welt in größtem Ausmaß gesteigert.

Jeder, der in einer unterdrückten Gesellschaft gelebt hat, weiß, dass die offizielle Manipulation der Wahrheit täglich passiert. Aber Gesellschaften haben ihre Mehrheiten und Minderheiten. Zu jeder Zeit und an jedem Ort sind es die Minderheiten, die herrschen, und es sind die Minderheiten, welche dominanten Einfluss auf das ausüben, was wir als offizielle Kultur bezeichnen. Um bestehende Machtstrukturen zu erhalten, kümmern sich alle Eliten um die Manipulation der öffentlichen Information. Es ist ein altes Spiel.
Dazu können Sie mehr in einem Kapitel aus Laura Knight Jadczyk Buch - Höchste Fremdartigkeit - lesen.

Info

Neustrukturierung von Hirnnetzwerken: Wie sich Schlafentzug bei Depression auf das Gehirn auswirkt

Schlaf
© apa/helmut fohringer
Kontrollierter Schlafentzug bei Depression bewirkt einen Ausschluss von Gehirnarealen, die vor allem für emotionale Prozesse zuständig sind, bei gleichzeitiger Rekrutierung von Arealen, die kognitive Kontrollvorgänge vermitteln.
Schlafentzug wird als Antidepressivum eingesetzt - Forschende der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich zeigen nun, dass sich dabei depressionsrelevante Hirnnetzwerke neu strukturieren

Kontrollierter Schlafentzug wird seit Jahrzehnten zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Etwa 40 bis 60 Prozent der Patienten erfahren dadurch eine bedeutsame Symptomverbesserung, die allerdings nicht mehr als zwei Tage anhält.

Die Erforschung der neurobiologischen Mechanismen von Schlafentzug ist deshalb so interessant, weil damit schnell wirkende Therapien erforscht werden können. Mit einer neuen Bildgebungsstudie weisen jetzt Forschende der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich bei gesunden Probandinnen nach, dass sich ihre depressionsrelevanten Hirnnetzwerke nach dem Schlafentzug neu strukturiert haben.
Bell

Limbische Kriegsführung und Martha Stouts "Paranoia-Schalter"

911terror
© AP/Reuters
Die Ereignisse vom 11. September traumatisierte die amerikanische Öffentlichkeit. Die Bush-Regierung beutete diese Furcht aus - und die Obama-Regierung fährt damit fort.
Martha Stouts neuestes Buch The Paranoia Switch (Der Paranoia Schalter, AdÜ) ist ein willkommener Zusatz zu der neuen und wachsenden Wissenschaft über Ponerologie: die Studie über die Hauptursachen und die Entstehung des Bösen auf sowohl sozialen wie auch interpersonalen Ebenen. Stouts jahrelange Tätigkeit als Traumatherapeutin ermöglichte ihr die Krankheit unserer 'Terrorkultur' und diejenigen, die dieses Trauma für ihre eigenen Zwecke manipulieren, klinisch zu diagnostizieren.

Der Paranoia-Schalter

Traumatische Ereignisse überlasten unser limbisches System. Die gesteigerte Reaktion unserer Amygdala, die die emotionale Wichtigkeit eines Ereignisses registriert, führt zu einer verminderten Antwort im Hippocampus, der im Normalfall die Information priorisiert und es somit den höheren Gehirnzentren ermöglicht zusammenhängende Errinerungen je nach ihrer emotionellen Wichtigkeit zu erschaffen. Traumatische Ereignisse werden also nicht durch höhere Gehirnzentren als echte Errinerungen integriert. Stattdessen hinterlassen sie uns nicht integrierte Errinerungsfragmente: isolierte Bilder und Empfindungen. Diese Erinnerungen können dann durch ähnliche Bilder getriggert werden. Auf diese Weise kann der knallende Auspuff eines Autos beim Kriegsveteranen einen Zustand der Paranoia auslösen. Sein 'Paranoia-Schalter' wurde umgelegt.
Am überwältigendsten von allen traumatischen Erfahrungen sind nicht die, die durch einen Unfall (unbeabsichtigte Explosionen oder Autounfälle) oder durch 'Gotteshandlungen' (Erdbeben, Vulkane usw.) verursacht wurden, sondern eher die, die durch absichtliche Handlungen anderer Menschen herbeigeführt wurden - Taten wie tätliche Übergriffe, gewälttätige Entführung, Vergewaltigung - oder Terrorismus. Es hat den Anschein, dass wir, aus welchem Grund auch immer, dazu veranlagt sind am meisten den Schaden zu fürchten, der uns durch böswillige Taten unserer Mitmenschen zufügt wird. Und diese spezielle Art der Furcht ist die ansteckendste von allen." (S. 62)
Wie Stout weiter in ihrem Buch erklärt, erhalten Angstmacher ihre Macht durch Ausnutzung von menschlichen Schwächen aufrecht. Ironischer Weise sind es oft genau die Menschen, vor denen wir uns genetisch "programmiert" sind zu fürchten (d.h. psychopathische Individuen), die diese Angst durch ihre Fokussierung auf eine beliebige und zweckdienliche Gruppe ausnutzen. Hitler benutzte dafür Anarchisten, Kommunisten und Juden. Unsere Anführer nutzen "Terroristen", Muslime, und die Kritiker ihrer politischen Linie.
Bell

Das letzte Bisschen und der letzte Kubikzentimeter des Glücks

Dies ist keine Abhandlung über verschiedene Maßeinheiten. Es tut mir leid, Sie diesbezüglich enttäuschen zu müssen. Die beiden Phrasen im Titel sind eigentlich aus Literatur und Film geborgt. Das "letzte Bisschen" stammt aus dem Kinofilm des Jahres 2005 V wie Vendetta, während der "Kubikzentimeter des Glücks" aus einer Buchserie von Carlos Castaneda stammt, in der er über seine Erfahrungen als Lehrling eines mexikanischen Mannes des Wissens, Don Juan Matus, berichtet. Was können diese beiden Bezeichnungen nur gemeinsam haben?
© V wie Vendetta
Lassen Sie mich vorneweg den betreffenden Ausschnitt aus dem Film V wie Vendetta zitieren. Die Bezeichnung "das letzte Bisschen" stammt (lediglich meiner Meinung nach) aus einer der wichtigsten Szenen im Film, in der dem Publikum ein Rückblick auf vergangene Ereignisse in Form einer Autobiographie gewährt wird. Der Autor der Autobiographie, Valerie, schreibt folgendes:
Unsere Integrität hat so einen geringen Preis; aber eigentlich sie ist alles, was wir wirklich haben. Sie ist das allerletzte Bisschen von uns; aber innerhalb dieses Bisschens sind wir frei. [...] Ich werde hier sterben. Jedes Bisschen von mir wird zugrunde gehen. Jedes Bisschen. Bis auf eins. Ein Bisschen. Es ist klein und zerbrechlich und das einzige in der Welt, das das Leben lebenswert macht. Wir dürfen es niemals verlieren oder verschenken. Wir dürfen niemals dulden, dass sie es uns wegnehmen.
Was ist Integrität und warum ist sie so wichtig?
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