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Sa, 13 Feb 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Snakes in Suits

Ihr Kind ein Psychopath? - Studie erkennt auffällige Verhaltensweisen

Kinder können gemein sein, das ist bekannt. Australische Forscher haben kindliches Verhalten unter die Lupe genommen und herausgefunden, dass schon Dreijährige eine Tendenz zu psychopathischem Verhalten zeigen.

Kinder ziehen andere an den Haaren, sie kratzen und beißen - und das alles nur zum Spaß. Sie quälen auch Tiere, zerteilen beispielsweise einen Regenwurm, um zu sehen, ob danach zwei davonkriechen. Reue empfinden Kleinkinder noch nicht.

Australische Forscher fanden heraus, dass sich psychopathische Züge bereits im Alter von drei Jahren erkennen lassen. Neben fehlender Reue gehören Gefühlskälte und die Unfähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen zu den charakterlichen Grundzügen von Psychopathen. In einer Untersuchung von 200 Drei- bis Sechsjährigen zeigten zehn Prozent ein auffälliges Verhalten.

Kommentar: Dass diese Untersuchungen fortgeführt werden, ist sehr wichtig. Doch viele Forschungen - und besonders bei Kindern - wurden unterdrückt, da Psychopathen das Talent haben, in die höchsten Positionen zu kommen (z.B. Politik) und natürlich nicht wollen, dass sie entdeckt werden. Es wird schon seit langer Zeit davon ausgegangen, dass Psychopathie genetisch weitergegeben wird, und das gefühllose Verhalten wird dann selbstverständlich schon bei Kindern sichtbar sein. Natürlich muss man vorsichtig bei solchen Beurteilungen sein und sie sollten nur von Experten ermittelt werden. Lesen Sie dazu das folgende Buch, das die besten Erklärungsmöglichkeiten zum Thema Psychopathie gibt:

© SOTT
Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke



Family

Wie eingebaute Sinnestäuschungen soziale Beziehungen fördern

Täuschung unserer Empfindungen lässt die Haut Fremder weicher erscheinen

Zur Zärtlichkeit verführt: Erst eine Illusion unserer Wahrnehmung macht das gegenseitige Streicheln so befriedigend. Denn unser Tastsinn lässt uns die Haut des anderen bei sanften Berührungen immer weicher erscheinen als unsere eigene, wie ein Experiment zeigt. Und das weiche, glatte Gefühl löst wiederum eine positive Reaktion in unserem Belohnungszentrum aus., wie die Forscher im Fachmagazin Current Biology berichten.
© Hemera / thinkstock
Beim sanften Streicheln überlistet uns eine Illusion unserer Wahrnehmung. Sie lässt uns fremde Haut weicher erscheinen.
Ob für das Neugeborene oder den Erwachsenen: Wir Menschen brauchen für unsere seelisches Wohlergehen die Berührung. Der sanfte Kontakt fördert die soziale Bindung und bewirkt tiefgreifende neurophysiologische und sogar epigenetische Veränderungen. 2002 entdeckten Forscher, dass es für das sanfte Streicheln sogar ganz eigene Leitungen gibt: Das sogenannte CT-Netz reagiert speziell auf diese Berührungen und schickt die Signale direkt ans Gefühlszentrum des Gehirns.

Cell Phone

Die "Rosarote Brille" gibt es: Emotionen lassen uns anders Farben wahrnehmen

Ein lustiges Filmchen - und die Welt ist bunt. Dass das nicht von ungefähr kommt, hat ein US-Forscher jetzt belegt: Er spielte Freiwilligen Videos vor und ließ sie hinterher Farben bestimmen.
© picture alliance
Jeder kennt die Sprüche von der rosaroten Brille, der blauen Stimmung oder der grellbunten Freude. Unsere Gefühle werden häufig mit Farben in Verbindung gebracht. Das hat den Wissenschaftler Christopher Thorstenson von der University of Rochester hellhörig werden lassen. Er wollte wissen, ob sie ein Körnchen Wahrheit beinhalten. Denn schließlich könnte es ja sein, dass unsere Stimmung tatsächlich unsere Wahrnehmung beeinflusst. Thorstenson hat über dieses Thema seine Doktorarbeit geschrieben, die nun veröffentlicht worden ist.

Zum Test hat Thorstenson mit seinem Team Freiwillige zum Farbentest eingeladen. 260 Studenten nahmen an der Studie teil. Sie sollten sich zunächst einen Videoclip ansehen, der Traurigkeit auslöste. Dann einen, der gute Stimmung verbreitete - und einen, der emotional neutral war.

Nach jedem Video sollten die Studenten sich 48 Farbtafeln ansehen und sie den Grundfarben zuordnen. Die kleine Gemeinheit bei diesem Test: Die Farben hatten nur eine sehr geringe Farbsättigung, sodass die richtige Zuordnung nur bei einer präzisen Farbwahrnehmung möglich war.

Kommentar: Es wäre interessant herauszufinden, ob diese Ergebnisse auch in anderen Kulturkreisen übereinstimmen.


Vinyl

Musik ist ein sozialer Klebstoff

Tokio - Was macht Musik aus, über alle Kulturen und Erdteile hinweg? Musik habe Eigenschaften, die weltweit und in allen Genres auftreten, berichtet eine Forschergruppe im Fachjournal Proceedings der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS).
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© Wikipedia/D. Sharon Pruitt
Dazu gehörten Tonhöhen und Rhythmen, aber auch soziale Aspekte. Auf der ganzen Welt diene Musik dem Gruppenzusammenhalt und der Abstimmung innerhalb einer Gruppe.

"Unsere Ergebnisse helfen zu verstehen, warum Menschen Musik machen. Wir zeigen, dass die weltweit häufigsten Merkmale von Musik damit zu tun haben, dass Menschen ihre Handlungen aufeinander abstimmen können", erklärt Mitautor Thomas Currie von der Universität Exeter in Großbritannien. "Das lässt vermuten, dass Musik hauptsächlich dazu da ist, die Menschen zusammenzubringen und Gesellschaftsgruppen zu einen - wie ein sozialer Klebstoff."

Die Forscher um Patrick Savage von der Universität der Künste in Tokio hatten 304 Musikaufnahmen aus aller Welt nach allgemeingültigen Merkmalen durchsucht. Sie fanden keine Eigenschaften, die in allen Aufnahmen auftraten. Allerdings entdeckten sie zahlreiche statistische Universalien - also solche, die auf allen Erdteilen sehr häufig zu hören sind. Dazu zählen zum Beispiel die Bildung von Takten mit zumeist zwei oder drei Schlägen, das Singen mit Bruststimme, fünfstufige Tonleitern und einheitliche Tonlängen.

Kommentar:


Family

Wenn Werte nicht bewusst reflektiert werden: Großzügigkeit hängt von der emotionalen Nähe zu einer Person ab

Forscher entschlüsseln Hirnregionen, die uns gegenüber Vertrauten freigiebiger machen. Universität Bonn beteiligt
Wenn man einen Menschen schätzt, zeigt man sich ihm meist großzügiger und ist eher bereit zu teilen, als gegenüber Unbekannten. Ein Wissenschaftlerteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat unter Beteiligung der Bonner Universität und Züricher Forschern nun die Hirnregionen identifiziert, die zu dieser Variabilität in großzügigem Verhalten führen. Die Ergebnisse können sich sowohl auf ökonomische Theorien als auch auf das Verständnis von sozialen Verhalten auswirken. Die Studie wird nun in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) vorgestellt.

Die Fähigkeit zu teilen ist eine wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft. So kommt es zum Beispiel auch in der Ökonomie darauf an, die Interessen der anderen Marktteilnehmer bei Entscheidungen mit einzubeziehen. Wir verhalten uns aber nicht allen Menschen gegenüber gleichermaßen großzügig. Einer nahestehenden Person gegenüber sind wir meist freigiebiger als einem Unbekannten. Dieses Phänomen bezeichnet man auch als „soziale Distanz“.

Kommentar: Gerade in unseren Zeiten, wo psychopathische Machthaber die Welt immer mehr ins Chaos und Leid stürzen, ist es wichtig, dass sich unsere sozialen Werte über unsere privaten Kreise hinausbewegen. Hilfsbereitschaft, Wohlwollen, Großzügigkeit, etc., sind im Grunde universelle menschliche Werte, die wir jedem (außer Psychopathen) gegenüber bringen sollten - nicht nur unserer Familie und unseren Freunden. Denn nur dieser Zusammenschluß bildet die Grundlage dafür, den Aufhetzungen und Trennungs-Strategien von Psychopathen in Machtpositionen etwas Starkes entgegenzusetzen.


Dollar Gold

Gierige Menschen lernen schlechter aus ihren Fehlern - Interessante Verbindungen zu psychopathischem Verhalten

Wissenschaftler der Universität Würzburg konnten einen Zusammenhang zwischen Gier als Persönlichkeitsmerkmal und riskantem Verhalten herstellen. Über die Ergebnisse ihrer Studie berichtet das Fachmagazin Social Neuroscience in seiner aktuellen Ausgabe.
Hochriskante Spekulationen von Mitarbeitern der Finanzdienstleistungsbranche trugen zu einem Teil zum Auftreten der Finanzkrise bei. Im Sommer 2007 weitet sich die US-amerikanische Immobilienkrise zu einer weltweiten Finanzkrise aus, deren Folgen bis heute die Märkte belasten.

Vor diesem Hintergrund haben die Neuro-Wissenschaftler unter Leitung von Johannes Hewig 2010 mit den Arbeiten an einer nun veröffentlichten Studie begonnen. “Aus Sicht der Psychologie ist es natürlich ungemein spannend, sich der Frage zu stellen, inwieweit Gier als Persönlichkeitsmerkmal riskantes Verhalten vorhersagen kann, und wie sich solche Zusammenhänge erklären lassen”, sagt Professor Hewig von der Universität Würzburg.

Kommentar: Vielleicht würde es mehr Sinn machen, sich von Einzelsymptomen aufs Gesamtbild zu konzentrieren: das der Psychopathie. Psychopathen finden sich besonders häufig in hohen Positionen; z.B. Manager und Banker, desweiteren besonders auch in der Politik...
Gier, risikofreudiges Verhalten auf Kosten anderer, nicht aus Fehlern lernen können, und vor allem das vollständige Fehlen eines Gewissens sind typische Symptome bei Psychopathen.


Family

Persönlichkeit eines Menschen ändert sich im hohen Alter viel stärker als bisher angenommen

© unbekannt
Im hohen Alter verändert sich nach den Erkenntnissen einer deutsch-amerikanischen Untersuchung die Persönlichkeit der Menschen noch einmal ähnlich stark wie im jungen Erwachsenenalter. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Studie auf Basis der Langzeitstudien „Sozio-oekonomisches Panel“ (SOEP) und „Household Income and Labour Dynamics in Australia“ Survey (HILDA Survey). „Unsere Studie widerlegt die unter Psychologen vorherrschende Ansicht, dass sich die Persönlichkeit im Laufe des Lebens immer stärker stabilisiert“, sagt die Psychologin Jule Specht von der Freien Universität Berlin, eine der Autorinnen und Autoren.

Die Untersuchung wurde kürzlich im renommierten Journal of Personality and Social Psychology und als SOEPpaper 687 veröffentlicht.

Für ihre Untersuchung hatten Jule Specht von der Freien Universität Berlin und Maike Luhmann von der Universität zu Köln sowie Christian Geiser von der US-amerikanischen Utah State University die Angaben von insgesamt mehr als 23.000 Menschen analysiert, die von 2005 bis 2009 befragt worden waren. Die bevölkerungsrepräsentativen Daten zeigen den Wissenschaftlern zufolge, dass sich im jungen Erwachsenenalter bis zum Alter von 30 Jahren ebenso wie im Alter ab etwa 70 Jahren die Persönlichkeit der Menschen so stark ändert wie in keiner anderen Lebensphase.

Toys

Humor soll beim Heilen helfen - Eine Studie möchte den Beweis antreten

Klinikclowns heitern Kinder auf, aber können sie die kleinen Patienten dadurch gesund machen? Eine Studie will dies herausfinden.
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© Jens Büttner / dpa
Greifswald. Klinikclowns bringen Kinder zum Lachen, doch machen sie diese damit auch gesund? Wissenschaftler der Universitätsmedizin Greifswald und der Humboldt-Universität Berlin starten am Donnerstag eine gemeinsame Studie, in der die Effekte der Klinikclowns auf Wohlbefinden und Heilungserfolg bei Kindern untersucht werden sollen. Dazu wurden spezielle Fragebögen für die kleinen Patienten, Pfleger, Ärzte und Eltern entwickelt, sagte der Direktor der Greifswalder Kinderchirurgie, Winfried Barthlen. Zudem erfassen die Forscher auch das "Glückshormon" Oxytocin im Speichel der Kinder - vor und nach der Clowntherapie.

Nach Angaben der Stiftung "Humor hilft heilen" des Mediziners und Kabarettisten Eckart von Hirschhausen ist die Wirkung des Lachens auf kranke Menschen noch viel zu wenig erforscht und wird zudem auch unterbewertet. Die Stiftung selbst untersucht zusammen mit einer Brandenburger und einer Stuttgarter Klinik, wie Clowns die Gesundwerdung von älteren Schlaganfallpatienten sowie Herzpatienten befördern.

Pi

Sind Bakterien Schuld an Schizophrenie zu erkranken?

Ob man schizophren ist, kann man auch an den Mikroben-Arten im Mund erkennen. Laut US-Forschern siedeln hier bei Schizophrenie-Patienten gänzlich andere Bakterien als bei gesunden Menschen.
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© Tyron Molteni via Fotolia
Immer mehr Studien zeigen, welchen gewaltigen Einfluss das menschliche Mikrobiom auf die Gesundheit jedes Einzelnen hat. Viele Krankheiten hängen von den winzigen Untermietern ab - auch psychische. Eine neue Studie hat nun einen Zusammenhang zwischen unserer Rachenflora und Schizophrenie gefunden. “Deutliche Unterschiede” gäbe es zwischen den Bakterien im Hals von Schizophreniepatienten und denen der gesunden Kontrollgruppe, so berichten die Wissenschaftler der George Washington University im Fachjournal PeerJ Computer Science.

Die Forscher um Keith Crandall, Leiter des Instituts für Computerbiologie der Universität, untersuchten die Bakterienbesiedlung im Mund- und Rachenraum von 16 Patienten mit Schizophrenie und 16 Kontrollprobanden ohne die psychische Erkrankung. Im Detail fanden sie heraus, dass die Hälse der Erkrankten größere Mengen an Milchsäurebakterien enthielten - die unter anderem für die Regelung von Entzündungsprozessen zuständig sind. Das Mikrobiom der Schizophrenen enthielt zudem nur wenige unterschiedliche Arten, von denen aber keine Art dominierte. Dagegen enthielt das Mikrobiom der gesunden Kontrollgruppe viele unterschiedliche Arten, wurde jedoch von wenigen Arten dominiert. Auch die mikrobiellen Stoffwechselpfade unterschieden sich.

Kommentar: Es wird schon seit längerer Zeit vermutet, dass Infektionen (Bakterien und Viren) Schizophrenie und sogar chronische Krankheiten verursachen können. Eventuell könnten weitere Forschungen auf die Ursachenentstehung kommen und Menschen wirklich helfen, anstatt nur Symptome zu behandeln.


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Ist Esslust auch ein Suchtverhalten? Neuronale Veränderungen des Gehirns bei Übergewichtigen ähneln einer Drogensucht

Gehirn Übergewichtiger reagiert auf Essensreize ähnlich wie das von Süchtigen
© Jose Assenco / freeimages
Esslust als Sucht?
Warum fällt es vielen Übergewichtigen so schwer, weniger zu essen? Eine mögliche Antwort liefert nun ein Blick ins Gehirn. Denn bei Übergewichtigen reagiert das Belohnungszentrum stärker auf Essensreize als bei Normalgewichtigen, wie Forscher herausfanden. Ihrer Meinung nach spricht dies dafür, dass das Essen bei Menschen mit Übergewicht durchaus suchthafte Züge aufweist. Gleichzeitig aber könnte die typische Hirnsignatur genutzt werden, um den Betroffenen gezieltere Hilfe anzubieten, so die Wissenschaftler im Fachmagazin Scientific Reports.

Ob Schokolade, Chips oder Junkfood: Vielen Menschen fällt es schwer, auf solche kalorienreiche und nicht gerade gesunde Leckereien zu verzichten. Gerade Menschen mit zu viel Pfunden auf den Rippen quälen sich oft mit Diäten, nur um hinterher wieder zuzunehmen. Erst vor kurzem ergab eine Studie, dass nur ein Bruchteil der Übergewichtigen es schafft, langfristig abzunehmen. Aber warum?