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Fr, 12 Feb 2016
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Vader

Rechts-Staat? Nazigegner wird verurteilt und die Frage nach Gerechtigkeit in Sachsens Gerichten

Zwei Gerichtsverfahren fanden am gestrigen Mittwoch in Dresden statt. Eines am Amtsgericht, ein weiteres am Landgericht. Während am Amtsgericht Dresden ein 36-jähriger Antifaschist aufgrund der Proteste gegen einen der größten Neonazi-Aufmärsche im Jahr 2011 in Dresden zu einem Jahr und zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt wurde, bestätigte das Landgericht Dresden eine Verurteilung von fünf Rädelsführern der verbotenen Neonazi-Gruppierung Sturm 34 wegen schwerer Körperverletzung, Sachbeschädigung und Bildung einer kriminellen Vereinigung zu Bewährungs- und Geldstrafen.

Der 36-jährige Berliner soll am 19. Februar 2011 per Megafon das Durchfließen einer Polizeikette koordiniert beziehungsweise dazu aufgefordert haben, was schließlich zu Verletzungen bei Polizeibeamten geführt habe. Richter Hans Hlavka verurteilte, obwohl weder Zeugen noch ein Polizeivideo den Angeklagten zweifelsfrei und eindeutig identifizieren konnten. Das Urteil wegen Körperverletzung, Beleidigung und besonders schwerem Landfriedensbruch zu einer Haftstrafe von 1 Jahr und 10 Monaten - ohne Bewährung - stellt einen neuen Höhepunkt sächsischen Justizverständnisses dar.

Crusader

Glaube an Auferstehung: Sohn klaut Leiche seines Vaters und betet

Ein 48-Jähriger hat in Detroit die Leiche seines Vaters aus der Leichenhalle eines Friedhofs gestohlen. Er wollte mit Gebeten den Verstorbenen auferstehen lassen.
© AP
Vincent Bright
Der Geist ist gläubig, aber das Fleisch ist schwach. So könnte das Fazit eines kuriosen Falls in den USA lauten: Vincent Bright wurde verhaftet, nachdem die Polizei von Detroit die Leiche seines Vaters in der Kühltruhe des 48-Jährigen gefunden hatte. Die Überreste des mit 93 Jahren verstorbenen Clarence Bright waren am Montag plötzlich aus der Leichenhalle des Gethsemane Friedhofs verschwunden. Ein Tipp aus dem Verwandtenkreis führte die Ermittler rasch zu Sohn Vincent.

Wie sich herausstellte, war die Mutter des Mannes auch vor Kurzem verstorben. Den Tod des Vaters konnte Vincent Bright offenbar nicht mehr verkraften. Er holte mit einem Komplizen seinen toten Vater zu sich, in der Hoffnung, er könne ihn mit Gebeten auferstehen lassen. «Er wollte nicht von seinem Vater getrennt werden», erklärte Polizeisprecher Harold Rochon.

Ambulance

Technischer Fehler: Zwei Wiener S-Bahnen kollidieren

Auf einem Gleis unterwegs: Mitten im Berufsverkehr sind in Wien zwei S-Bahn-Züge kollidiert. Mehrere Menschen verletzten sich bei dem Unglück schwer.


Das Video im Wortlaut:
Es geschah am Montag im Berufsverkehr: Zwei Züge der Wiener S-Bahn stießen frontal zusammen.

Blackbox

Mittlere Bombe in Athener Kaufhaus explodiert

Zwei Menschen sind bei einer Explosion im Kaufhaus im nördlichen Athen verletzt worden, berichtete die Polizei. Ein Gerät von mittlerer Sprengkraft wurde im zweiten Stockwerk des Kaufhauses The Mall Athens betätigt, als die Geschäfte geschlossen waren.

Unbekannte riefen die Redaktion einer Zeitung von Athen sowie die der Nachrichtenseite an und teilten die Information über die Bombe etwa eine Stunde vor der Explosion mit. Zwei Mitarbeiter der Wachfirma, die das Gebäude evakuierten, wurden verletzt.

Yoda

Lupe Fiasco zensiert wegen Obama Kritik - Konzertabbruch in Washington

© AFP
Der Rapper Lupe Fiasco muss bei einem Konzert vor Obamas Amtseinführung die Bühne räumen, als er einen Protestsong spielt. Aus Sicht der Veranstalter war das Lied einfach zu repetitiv.

Die Sicherheitsleute geleiten den Mann sehr freundlich von der Bühne, und auch er verhält sich friedlich, verbeugt sich ein letztes Mal vor seinem Publikum. Noch kurz zuvor hatte Lupe Fiasco die Zeilen „Limbaugh is a racist, Glenn Beck is a racist / Gaza strip was getting bombed, Obama didn’t say shit“ ins Mikrofon gerapt, wie auf einem im Internet verbreiteten Video zu sehen ist.

Nach Ansicht eines Zuschauers musste der Künstler deswegen sein Konzert abbrechen. „Lupe Fiasco wurde gerade von der Bühne geschmissen, nachdem er dreißig Minuten lang einen Antikriegs- und Anti-Obama-Song gespielt und gesagt hatte, dass er Obama nicht gewählt hat“, twitterte ein Reporter des Foreign Policy Magazine, der bei dem Auftritt in einem Washingtoner Club am Vorabend von Präsident Obamas zweiter Amtseinführungszeremonie anwesend war.

Nuke

Normalität in Fukushima gibt es nicht - Unzählige Gefahren immer noch vorhanden

Knapp zwei Jahre nach der dreifachen Kernschmelze im AKW Fukushima ist die Katastrophe aus den Schlagzeilen verschwunden. Wohl auch deshalb, weil die Betreiberfirma Tepco stets den Eindruck vermittelt, sie habe die Lage im Griff. Dabei ist der Ausnahmezustand zur Normalität geworden.
Bild
© Jürgen Döschner
Mit dem Bus geht es vom J-Village 20 Kilometer durch die Sperrzone - vorbei an verlassenen Häusern, Schulen, Kindergärten.
Straßensperren, Flugverbot, stillgelegte Bahnstrecken, Arbeiter in Schutzanzügen und Atemmasken, verlassene Häuser, Schulen, Einkaufszentren - Fukushima, das Atomkraftwerk Daiichi und die Zone 20 Kilometer darum herum: eine Region im dauerhaften Ausnahmezustand, hermetisch abgeriegelt von der Öffentlichkeit. Was hier geschieht, wer hier hin darf, was er zu sehen, zu hören bekommt, das alles bestimmt allein die Firma Tepco. Ob Journalisten, Politiker oder hochrangige Vertreter der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEA): Ohne das O.K. von Tepco kommt niemand auch nur in Sichtweite der Reaktorruinen. Schon das allein zeigt: Fukushima ist weit entfernt von jeder Normalität.

Das sogenannte J-Village, rund 20 Kilometer vom AKW Fukushima entfernt. Erste Station für jeden, der das Kraftwerksgelände betreten will, ist das "J-Village". Rund 20 Kilometer vom AKW entfernt liegt das einstige Trainingslager der japanischen Fußball-Nationalmannschaft, ideal für seine neue Funktion als Brückenkopf der Operation "Fukushima". Hier ist das Basislager für die rund 20.000 Arbeiter, Ingenieure und Konstrukteure, die Tag für Tag in dem AKW Schutt wegräumen, alte Gebäude abreißen, neue Gebäude bauen, Leitungen legen, Pumpen installieren, Wasser sammeln und dekontaminieren, Tanks und Drainagen bauen und vieles mehr.

Pistol

Teenager tötete fünf Menschen in New Mexiko - Täter festgenommen

Wieder eine tödliche Schießerei in den USA: Ein 15 Jahre alter Junge soll im US-Bundesstaat New Mexiko drei Kinder und zwei Erwachsene erschossen haben.

Washington - Die Polizei werfe dem Teenager vor, am Wochenende in einem Wohnhaus zwei Mädchen, einen Jungen, einen Mann und eine Frau mit einem halbautomatischem Gewehr des Typs AR-15 getötet zu haben, berichtete der Lokalsender KOB 4 am Sonntag.

In dem Haus seien weitere Waffen sichergestellt worden. Der mutmaßliche Täter sei in Haft. Nähere Details wurden nicht bekannt.

dpa/pst

Ambulance

Zugunglück in Schweden: Putzfrau unschuldig, es war ein technischer Fehler

Es klang wie eine Räuberpistole: In Schweden soll eine Putzfrau einen Zug entführt und in eine Häuserwand gefahren haben. Nun stellt sich heraus: Die Geschichte stimmt tatsächlich nicht. Die schwerverletzte Frau ist unschuldig - es war ein Technikfehler.


Wohl nach dem Motto „Haltet den Dieb“ haben schwedische Bahnbetreiber fälschlicherweise eine Putzfrau für die Irrfahrt einer Vorortbahn frontal in ein Wohnhaus verantwortlich gemacht. Drei Tage nach dem spektakulären Unglück im Stockholmer Vorort Saltsjöbaden stellte die Staatsanwaltschaft am Freitag alle Ermittlungen gegen die 22-Jährige ein. Sie war bei dem Unglück schwer verletzt worden. Die Bewohner des Hauses kamen mit dem Schrecken davon.

Ankläger Pär Andersson attestierte stattdessen dem Bahnbetreiber Arriva und der Bahnaufsicht SL „mehrere ernste Sicherheitsmängel am Zug und auf der Bahnanlage“. Sie könnten die Ursache dafür sein, dass sich der Zug irrtümlich in Gang setzte und die katastrophalen Folgen auslöste. Bei dem im Depot des Stockholmer Vororts Saltsjöbaden abgestellten Zug waren demzufolge weder die Bremsen angezogen noch die Weichen nach draußen korrekt gestellt, wie SL-Sprecherin Suss Forsman Tullberg in Stockholmer Medien bestätigte. Auch sei der Verkehrsleitstand für die Vorortbahn nicht mehr besetzt gewesen.

Hearts

Heftiger Schneefall verursachte Orientierungslosigkeit bei Schulklasse - Bergwacht rettete sie

Eine Schülergruppe aus Hof hat sich am Donnerstag (17.01.13) beim Langlaufen im Bayerischen Wald in einem Schneesturm verirrt. Die 20 Kinder eines Hofer Gymnasiums mussten von der Bergwacht gerettet werden.

Hof/Bayerischer Wald - Die 20 Schüler des Johann-Christian-Reinhart-Gymnasiums waren vom Brennes am Arber aus in die Bayerwald-Loipe eingestiegen. Nach Informationen der Bergwacht wollten sie nach Bayerisch Eisenstein. Die Lehrerinnen kannten die Strecke offenbar aus dem Vorjahr. Doch sie verloren wegen des starken Schneefalls die Orientierung. Die Gruppe landete auf einer Forststraße in Richtung der tschechischen Grenze.

Hourglass

Waffenlobby kritisiert "drakonisches Waffengesetz" für New York

Die US-Waffenlobby hat die Verschärfung der Waffengesetze im Bundesstaat New York beklagt. Die National Rifle Association und ihre New Yorker Mitglieder seien «empört über das drakonische Waffengesetz, das jetzt durchgepeitscht wurde».

New York - «Diese Waffenkontrollgesetze haben in der Vergangenheit versagt und sie werden auch weiter keinen Einfluss auf Sicherheit und Kriminalität haben», hiess es in einem Communiqué der NRA. Senat und Repräsentantenhaus des Bundesstaates hatten innerhalb von 24 Stunden das schärfste Waffengesetz der USA verabschiedet.

Sturmgewehre sind praktisch verboten, Magazine dürfen maximal sieben Schuss enthalten und es gibt verschärfte Kontrollen von Waffenkäufern. Die NRA warf Gouverneur Andrew Cuomo und den Abgeordneten vor, das Gesetz in Hinterzimmern ausgehandelt und dann «klammheimlich durch die Parlamentskammern gepeitscht» zu haben.