Das Kind der Gesellschaft
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Extinguisher

Giftgas-Unfall in Hessen

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© dpa
Ein Bus der Feuerwehr wird für Evakuierungsmaßnahmen bereitgehalten
Die Einwohner der hessischen Stadt Oestrich-Winkel kamen noch einmal mit dem Schrecken davon: Ein beschädigter Tank mit giftigem Gas drohte zu platzen. Mehr als 500 Katastrophenschützer, Feuerwehrleute, Polizisten und Sanitäter waren im Einsatz. Es gab mehrere Verletzte.

Großeinsatz nach einem Giftgas-Unfall in einer Fabrik im Rheingau. Die Feuerwehr postiert Wasserwerfer, Evakuierungen werden vorbereitet. Über Stunden droht ein Chemiekalientank zu platzen.

People

Studenten schummeln und plagiieren

Spicken, plagiieren, fälschen: Eine Studie erhebt erstmals Daten zum Schummeln im Studium. Danach täuschen vier von fünf Studenten. Fast nie fliegt der Schwindel auf.

Schummeln gehört an der Uni zum Alltag. Der Spickzettel unter der Sitzbank, die Hausarbeit aus dem Internet oder der Laborbericht, in dem die Messergebnisse ein klein wenig aussagekräftiger gemacht wurden, als es das Experiment hergibt - sie alle sind keine Einzelfälle an deutschen Universitäten. Das zeigt eine neue Studie, die erstmals empirische Daten zum Schummeln unter mehreren Tausend Studenten und Dozenten erhoben hat und vorab exklusiv ZEIT CAMPUS vorliegt.

Das Ergebnis: 79 Prozent aller Studenten haben innerhalb eines Semesters mindestens einmal geschummelt, knapp jeder fünfte hat mindestens ein Plagiat abgegeben. Erwischt wird kaum jemand: 94 Prozent der Plagiatoren bleiben unentdeckt, trotz der Aufregung über die Doktorarbeiten des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg oder der Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin.

Kommentar: Es sollte auch gefragt werden, warum dies geschieht. Gestresst wodurch? Eventuell geht die Studie darauf genauer ein. Fragen die gestellt werden können: wie sind die Studienbedinungen und Prüfungsanforderungen etc.? Nicht zu vergessen, dass durch die Bachelor-Umstellung innerhalb Deutschlands mehr Lehrstoff auf kürzerem Zeitraum gelehrt und gelernt werden muss.


Footprints

Erneute schwere Jugendkrawalle in Frankreich

Etwa 100 Jugendliche haben sich im nordfranzösischen Amiens eine Straßenschlacht mit der Polizei geliefert. Die Randalierer brannten Autos nieder und schossen mehrfach auf Polizisten. Die Beamten erwiderten den Angriff mit Tränengas und Gummigeschossen.

Bei den Krawallen in der Nacht zum Dienstag wurden 16 Beamte verletzt, einer von ihnen schwer. Der Bürgermeister bezifferte den Sachschaden auf mindestens eine Million Euro. Nach Angaben der Behörden hatten die Randalierer zunächst Autos und Mülltonnen angezündet. Auch eine Schule sowie ein Freizeitzentrum und eine Turnhalle wurden durch Flammen schwer beschädigt.

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Smoking

Aus Protest gegen Rauch-Verbot: Grünen-Politiker erhalten Kneipen-Hausverbot

Einigen Unmut haben sich die Abgeordneten von Bündnis 90 / Die Grünen mit der geplanten Verschärfung des Rauchverbots in Bremen eingehandelt. Der "Weser-Kurier" berichtet von ersten Wirten, die den Politikern Hausverbot erteilt haben.
© Thinkstock by Getty Images
Ende des Jahres läuft das Bremer Nichtraucherschutzgesetz aus, daher besteht Handlungsbedarf. Geht es nach den Grünen, sollen künftig keine neuen Raucherkneipen zugelassen und bestehende Ausnahmeregelungen gekippt werden. Gastwirte zeigen sich alarmiert, sie befürchten deutliche Umsatzeinbußen.

"Ladenverbot für Fraktionsmitglieder von Bündnis 90/Die Grünen", heißt es laut Weser-Kurier vor der kleinen Kneipe "Mausefalle" im Steintor. Die Begründung liefert Kneipier Jörn Benter den Abgeordneten gleich mit: "Die von Euch beabsichtigte Bevormundung mündiger Kneipengänger". Unerwünscht ist die Grünen-Fraktion außerdem im "Haifischfischbecken", ebenfalls im Steintor.

Light Sabers

Schwimmtrainer missbrauchte Schutzbefohlene

© dapd
Über mehrere Jahre soll ein Trainer eine seiner Schwimmerinnen sexuell missbraucht haben. Seit Dienstagmorgen verhandelt das Kieler Amtsgericht über die Vorwürfe seiner ehemaligen Schutzbefohlenen. Das Urteil in dem Missbrauchsprozess wird noch am Dienstag erwartet.

Der Anklageschrift zufolge soll sich der heute 40 Jahre alte Mann zwischen August 2004 und März 2006 in 18 Fällen an einer damals 16 Jahre alten Schwimmerin vergangen haben. Erstmals soll er die Minderjährige während eines gemeinsamen Kreta-Urlaubs im August 2004 sexuell missbraucht haben. Seine damalige Lebensgefährtin war ebenfalls mit im Urlaub.

Family

Demonstration für Gleichheit der Geschlechter in Tunesien

In der neuen Verfassung Tunesiens soll stehen, dass sich Frauen und Männer ergänzen. Dies bringt viele auf. Die Formulierung untergrabe die Gleichheit der Geschlechter.
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© Fethi Belaid/AFP/GettyImages
Tunesische Frauen demonstrieren für ihre Rechte in Tunis.
Tausende Menschen haben in der tunesischen Hauptstadt Tunis für die Rechte der Frauen demonstriert. Sie warfen der regierenden Ennahda-Partei vor, die Rechte der Frauen zu missachten. Etwa 6.000 Menschen, überwiegend Frauen, schlossen sich dem Protestmarsch an.

Die Demonstranten lehnten eine Formulierung im Verfassungsentwurf ab, in der es heißt, Frauen und Männer ergänzten einander. Stattdessen müsse das Gesetz von 1956 in Kraft bleiben, nach dem Frauen und Männer vollständig gleichberechtigt sind. Die neue Verfassung des Landes sollte ursprünglich im Oktober dieses Jahres verabschiedet werden. Als "realistisches Datum" wurde nun aber Ende April 2013 genannt.

Ambulance

Unverantwortlich? 26 Pfandfinder mussten gerettet werden

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© HGSS Gospic/dpa
Ein kroatisches Rettungsteam schaut den Einsatzort im Velebit-Gebirge auf einer Landkarte an.
Zagreb/Belgrad - Eine Pfadfindergruppe aus Bayern ist am Samstagmorgen in Kroatien aus höchster Bergnot gerettet worden.

Die 26 Kinder im Alter zwischen 12 und 16 Jahren und 2 Betreuer hätten sich im Velebit-Gebirge im Hinterland der Adria zwischen den Städten Zadar und Rijeka verlaufen, berichtete der Leiter der Bergrettung, Alen Zoric. Die Pfadfinder wurden unverletzt in Sicherheit gebracht.

Heart - Black

Pädophiler wird rückfällig und vergewaltigt mehrere Mädchen auf Zeltplatz in Frankreich

Ein 32-jähriger Franzose hat auf Campingplätzen in der Gegend um Avignon mehrere Mädchen in ihren Zelten missbraucht. Unter den Opfern ist eine Deutsche. Der Mann wurde verhaftet - wie schon einmal vor zwölf Jahren.
© AFP
Der Pädophile, der mehrere sexuelle Übergriffe auf junge Mädchen auf südfranzösischen Campingplötzen zugegeben hat, wird von Polizisten ins Gerichtsgebäude in avignon geführt.
Im Süden Frankreichs, in der Gegend um Avignon, belästigte der Franzose seit Ende Juni mehrere Mädchen unter 15 Jahren sexuell, berichtet die französische Zeitung Le Parisien. Der Angeklagte hat die fünf von der Staatsanwaltschaft Avignon vorgebrachten sexuellen Übergriffe bereits zugegeben.

Zuletzt vergewaltigte er eine Elfjährige in der Nacht vom 7. August in ihrem Zelt auf dem Campingplatz in St.-Didier-sous-Abenas, hieß es. Alle betroffenen Mädchen waren im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren. Unter den Kindern sind ein deutsches, ein niederländisches und drei französische Mädchen.

Cow Skull

Wird eine Lebensmittel-Krise unkontrollierbare Migrationswellen auslösen?

Der ungebremste Anstieg der Lebensmittelpreise treibt viele Entwicklungsländer in die Katastrophe. Jeremy Grantham sieht die Ursache in der Ignoranz der westlichen Welt.

Der Gründer der Asset-Management-Firma CMO, Jeremy Grantham, hält die Nahrungsmittelkrise für die zentrale Bedrohung der Weltwirtschaft. In einem Interview mit der Schweizer Zeitung Der Sonntag sagte Grantham, die Nahrungsmittelkrise könne zu einer “kompletten Destabilisierung führen, die unkontrollierbare Migrationswellen mit dramatischen Konsequenzen nach sich ziehen”.

Nuke

Mutierte Schmetterlinge durch Fukushima

© Stock Images / Kheng Guan Toh
Laut einer Studie hat die Atomkatastrophe von Fukushima mutierte Schmetterlinge in der japanischen Region hervorgebracht. “Eigentlich sollen Insekten gegen radioaktive Strahlung sehr resistent sein”, sagte ein Forscher an einer Universität in Okinawa der BBC, “aber in diesem Fall waren unsere Ergebnisse vollkommen unerwartet.” Die Wissenschaftler sollen bei den gesammelten Schmetterlingen zusätzliche Beine, Fühler und eine Mutation in der Flügelform entdeckt haben.