Die Wissenschaft des Geistes
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Vernetzung des Gehirns und wie "Spitze Gehirnwellen" dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen

gewitter, gehirn
© chrisharvey/fotolia.com
Sharp wave/ripples, die bisher mit Lernen im Schlaf in Verbindung gebracht wurden, könnten auch im Wachzustand wichtig sein


Klosterneuburg - Im Schlaf treten schnelle Schwingungsmuster - so genannt Sharp wave/ripples (SWR) - im Lernzentrum des Gehirns (Hippocampus) auf. Lange wurde angenommen, dass diese "spitzen Gehirnwellen" an der Festigung von Erinnerung beteiligt sind. In aktuellen Forschungsprojekten wurde die Rolle der SWRs im Wachzustand untersucht. Die Befunde legen nahe, dass die Schwingungsmuster auch bei der Stärkung der Zellanordnung und der Formung des räumlichen Arbeitsgedächtnisses eine Rolle spielen.
TV

Paare gucken Streitverhalten aus TV-Serien ab

© pa
Fiktive Beziehungsstreitereien in TV-Serien sind negative Vorbilder, an denen sich die Fernsehzuschauer unbewusst orientieren
Um Spannung zu erzeugen, setzen TV-Serien auf heftige Beziehungs-Dramen. Das Problem: Fernsehserien beeinflussen das Streitverhalten von Paaren auf der Couch im Wohnzimmer - und zwar nachweisbar.
Book

Warum Introvertierte die besseren Chefs sind

Extrovertierte Menschen punkten im Berufsleben leichter: Ihnen liegt die Selbstdarstellung im Blut. Doch in sich gekehrte Persönlichkeiten haben viel Potenzial - auch für Führungsaufgaben.
Family

Studie belegt: Wachkomapatienten erkennen Freunde und Angehörige

Patient
© NHS.uk
Wachkomapatienten sind wach, atmen selbstständig, schlafen ein und wachen auf - aber sie reagieren offenbar in keinster Weise auf ihr Umfeld und zeigen keine Anzeichen für ein waches Bewusstsein. Ohne die Möglichkeit der Kommunikation stellt sich besonders für Freunde und Angehörige immer wieder die Frage, ob die Patienten überhaupt ihre Anwesenheit wahrnehmen. Mit Hilfe funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) sind israelische Wissenschaftler dieser Frage nun auf den Grund gegangen und können zeigen, dass die Patienten angesichts von Fotos ihrer Lieben tatsächlich emotionale Hirnaktivität aufweisen, die jener gesunder Personen gleicht.

Tel Aviv (Israel) - Wie die Forscher um Dr. Haggai Sharon und Dr. Yotam Pasternak von der Tel Aviv University und vom Tel Aviv Sourasky Medical Center aktuell im Fachjournal PLoS One (DOI: 10.1371/journal.pone.0074711) berichten, zeigen die fMRT-Scans von Wachkomapatienten im Angesicht von Fotos ihrer Freunde und Angehörigen, emotionale Reaktionen ganz so, als würden sie diese erkennen.

"Wir können zeigen, dass Wachkomapatienten auf unterschiedliche Art und Weise auf unterschiedliche Stimuli in ihrer Umgebung und abhängig von deren emotionalem Wert reagieren", so Sharon.
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Schnellerer Wissenserwerb: Lern-Geschwindigkeit lässt sich trainieren

Mäuse-Studien am IMP in Wien liefern Erklärung für unterschiedlich schnelles Lernen von Individuen

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© Nicolle Rager Fuller, National Science Foundation
Wien - Manche Individuen lernen schneller, andere langsamer. Aktuelle Untersuchungen lieferten Hinweise, woran das liegen könnte: Wissenschafter rund um Simon Rumpel am Wiener Institut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien stellten bei Mäusen fest, dass Lernprozesse mit den Verbindungsstellen im Gehirn in Zusammenhang stehen. Die gute Nachricht: Langsamlerner können ihre Fähigkeiten durch Training steigern.

Zusammen mit Post-Doc Brice Bathellier wurde bei der Studie das Lernverhalten von Mäusen untersucht und theoretische Modelle entwickelt, um die Unterschiede im Lernen zwischen individuellen Mäusen besser zu verstehen. Die beiden Wissenschafter wollten einen Konnex zwischen den im Verhalten der Mäuse nachweisbaren Lernprozessen und strukturellen Änderungen im Gehirn untersuchen. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie sind jetzt in PNAS erschienen.
Syringe

Fernsehschauer auf Entzug reagieren ähnlich wie Heroinsüchtige

Macht der Konsum von TV-Serien süchtig? Psychologen wollen im Auftrag des US-Senders Fox herausgefunden haben, dass Fernsehzuschauer auf Entzug ähnlich reagieren wie Heroinsüchtige. Andere Forscher halten den Vergleich für weit überzogen.

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© FOX/ Sebastian Berger
Sebastian Berger
Book 2

Studie: Erinnerungsfotos können das Vergessen befördern

Wer fotografiert schaut oft weniger genau hin.

Erinnerungsfotos können laut einer Studie das Vergessen befördern. Wer etwa im Museum Objekte fotografiert, um sich besser zu erinnern, erreiche oft genau das Gegenteil, hieß es in einer Studie, die am Dienstag in der Zeitschrift Pyschological Science veröffentlicht wurde. "Die Leute zücken so schnell ihren Fotoapparat, fast ohne daran zu denken", erklärte die Autorin Linda Henkel von der Fairfield University. Dabei entgehe ihnen, was gerade vor ihnen geschieht".
Blackbox

Wahrsager liegen auch 2013 daneben

pendel tarot
© picture alliance / dpa
Pendel und Tarotkarten gehören für viele Auguren zur Grundausstattung - oft würde jedoch auch eine Münze reichen
Oft angekündigt, nie passiert: Ereignisse wie der Weltuntergang werden jedes Jahr aufs Neue von einer Schar von Wahrsagern prognostiziert. Eine Gruppe von Wissenschaftlern will dem Treiben nicht tatenlos zusehen und entlarvt die Ankündigungen als Schwindel - zumindest meistens.
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Ein Psychopath liebt sein Kind nicht mehr als sein Auto

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© dpa/reuters
Marc Dutroux (l.) und der "Maskenmann" sind verurteilte Straftäter mit psychopathischen Persönlichkeitszügen
Was ist ein Psychopath? Warum begehen manche von ihnen grausame Verbrechen? Warum ermorden sie Kinder, vergewaltigen Frauen, prügeln Zufallsopfer zu Tode? Werden Sie böse und gewissenlos geboren oder entscheiden Sie sich, böse zu sein? t-online.de hat mit der Kriminalpsychologin und Beststeller-Autorin Lydia Benecke über Psychopathen und ihre Persönlichkeitsmerkmale gesprochen. Wir alle, sagt sie, bewegen uns "auf dünnem Eis".

Frage: Mirkos Mörder Olaf H., der „Maskenmann“, Marc Dutroux oder Josef Fritzl - sie alle sind Psychopathen, verurteilt für Mord und Vergewaltigung. Wie können solche Menschen jahrelang unbemerkt in unserer Gesellschaft leben?

Lydia Benecke: Psychopathen haben ein stark vermindertes Gefühlsleben, dennoch können sie häufig ein nach Außen völlig normales Leben führen. Sie sind nicht nur Monster. Es ist gruselig, aber Psychopathen haben völlig normale und nette Persönlichkeitsanteile, die neben den bösen stehen.

Kommentar:

Politische Ponerologie
© Sott.net
Politische Ponerologie
Um zu erfahren, welche makrosozialen Phänomene die Psychopathie in der Politik hervorruft, empfehlen wir unseren Lesen die Studie des Buches Politische Ponerologie des Psychologen Dr. Andrzej Lobazewski. Ein Thema, das uns alle auf Innigste betrifft.

Linksammlung zum Thema:

Der Psychopath - Teil 1: Die Maske der Vernunft
Der Psychopath - Teil 2: Psychopathen in der New Age Bewegung
Der Psychopath - Teil 3: Was ist ein Psychopath?
Der Psychopath - Teil 4: Wie Psychopathen die Welt sehen
Der Psychopath - Teil 5: Psychopathen und Beziehungen
Der Psychopath - Teil 6: Wie man mit Psychopathen umgeht
Der Psychopath - Teil 7: Symptome/Checklisten für Psychopathie
Der Trick Des Psychopathen: Uns glauben machen, dass Böses von anderswo kommt

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Wiederholung neuronaler Muster fördert Festigung von Erinnerungen

Phänomen erstmals für den Menschen belegt

Befindet sich das menschliche Gehirn im Ruhezustand, können neuronale Erregungsmuster, die mit bestimmten Gedächtnisinhalten in Zusammenhang stehen, spontan wiederkehren. Diese Wiederholungen tragen dazu bei, dass sich Erinnerungen verfestigen und dauerhaft abgespeichert werden, wie nun Wissenschafter des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Universität Bonn berichten.
Synapsen, Gehirn, Nervenzellen
© NIMS
Die gängige Theorie der Gedächtnisbildung geht davon aus, dass Erinnerungen schrittweise abgespeichert werden: Zunächst legt das Gehirn neue Informationen nur vorübergehend an. Damit diese langfristig erhalten bleiben, ist ein weiterer Prozess erforderlich. "Wir sprechen von Konsolidierung", erläutert Nikolai Axmacher von der Universität Bonn. "Wir wissen nicht genau, wie dieser Vorgang abläuft. Untersuchungen legen jedoch nahe, dass dafür eine sogenannte Reaktivierung von Bedeutung ist. Dabei wiederholen sich im Gehirn Aktivitätsmuster, die mit einer bestimmten Erinnerung zusammenhängen. Das ist im Grundsatz ein vertrautes Konzept. Es ist eine Tatsache, dass Dinge, die aktiv eingeübt werden, sich besser einprägen und länger im Gedächtnis bleiben. Wir gehen allerdings davon aus, dass eine Reaktivierung von Gedächtnisinhalten auch spontan geschehen kann. Also ohne, dass es einen äußeren Anlass dafür gibt."
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