Die Welle 3
Die Wissenschaft des Geistes
London/Glasgow - Babys entwickeln ihren Sinn für Humor nach dem Vorbild der Eltern. Mit sechs Monaten können sie noch nicht allein entscheiden, ob sie etwas lustig finden oder nicht. Babys lernen das anhand der Reaktion ihrer Eltern, zeigen Studienergebnisse eines amerikanisches Forscherteams.
Mit ihrer Studie wollten Gina Mireault (Johnson State College) und John Sparrow (Universität von New Hampshire) herausfinden, ob sich schon Säuglinge im Alter von sechs Monaten Emotionen von ihren Müttern und Vätern abschauen. Dass acht Monate alte Babys das so machen, war bereits bekannt.
Eine Frau steht vor einem Schaufenster und starrt auf eine Halskette. Im nächsten Moment sieht man die Kette am Hals der Frau, die das Objekt der Begierde mit ihrer Gedankenkraft "angezogen" hat. Das Gesetz der Anziehung besagt, dass der Geist die gewünschte Materie magnetisch ansaugen kann, wenn er stark genug ist. Oder wahlweise: dass Ähnliches mit Ähnlichem korrespondiert, ein Klassiker des magischen Denkens.
Das Ketten-Szenario stammt von der millionenfach verkauften DVD The Secret der Denk-dich-reich-Autorin Rhonda Byrne, die predigt, dass uns alle Dinge zufliegen, die wir hartnäckig genug haben wollen. Manchmal macht sie klar, dass das Ganze auch umgekehrt funktioniert: Wer Krebs oder eine Kündigung bekommt, hat sich das Unglück durch negatives Denken selbst an den Hals gewünscht.
Vor einigen Monaten erschien im Fachmagazin Trends in Cognitive Sciences ein kritischer Beitrag zum Thema Nahtod-Erfahrungen (NDEs). Die Schlussfolgerung: Es gibt nichts Paranormales an diesem Phänomen. Die Autoren dürfen als Experten gelten - Dean Mobbs wirkt als Neurologe an der University of Cambridge, Caroline Watt ist Harvard-Psychologin und forscht an der Koestler Parapsychology Unit (KPU). Beide stellen einhellig fest, dass die Resultate der NDE-Forschung vorwiegend auf anekdotischen Schilderungen beruhen. Es existieren demnach keinerlei Beweise dafür, dass sich während solcher Situationen Vorgänge abspielen, die im Widerspruch zu Erkenntnissen der Hirnforschung stehen. Auch müsse man nicht das Paranormale bemühen, so folgern Mobbs und Watt. Gestaltet sich die Sachlage wirklich so einfach und klar? Das wäre schön - und trifft sogar zu, wenn man Wesentliches außen vor lässt. Auf eine selektive Weise kann mit dem heutigen Stand der Wissenschaft alles wirklich gut erklärt werden.
In Ihrem Brief schreiben Professor Dr. Bruce Greyson von der University of Virginia, Dr. Janice Miner Holden vom College of Education an der University of North Texas und Dr. Pim van Lommel vom Hospital Rijnstate in Arnhem: "In einem kürzlich in diesem Journal erschienenen Artikel mit dem Titel "Es gibt nichts Paranormales an Nahtoderfahrugen" schlussfolgern die Autoren Dr. Dean Mobbs (Neurologe an der University of Cambridge) und Dr. Caroline Watt (von der Koestler Parapsychology Unit KPU), dass 'sämtliche Aspekte von Nahtoderfahrungen auf rein neurologischer oder psychologischer Grundlage erklärt werden können'. Wir unterstellen, dass Mobbs und Watt 'sämtliche Aspekte von Nahtoderfahrungen' nur durch das ignorieren jener Aspekte erklären können, die sie selbst nicht erklären können und in dem sie einen grundlegenden Anteil empirischer Forschung zu Nahtoderfahrungen übersehen."
Anat Arzi vom Department für Neurobiologie am Weizmann Institute of Science und sein Team untersuchten in der Studie 69 Probanden mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren. Diese wussten nur, dass sie nachts Töne hören oder etwas riechen würden - für den Fall, dass sie aufwachten. Das genaue Ziel der Studie hat man ihnen aber nicht mitgeteilt, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. An jeden der Töne war ein Duft gekoppelt: Die „guten“ Gerüche stammten von Deodorants oder Shampoo - die „schlechten“ von vergammeltem Fisch und Aas. Je nachdem, was die Nase der Probanden erreichte, sogen sie den Duft tief ein oder schnüffelten nur kurz.
Kommentar: Das hört sich nach Konditionierung an. Ob auch komplexere Vorgänge, wie Informationen aus Fernsehen und Radio während des Schlafes lernbar sind?
Wie die Forscher um Prof. Dr. Helmut Prior vom Institut für Psychologie der Goethe-Universität, Dr. Marco Walg vom LVR-Klinikum der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Dr. Johannes Oepen vom Viktoriastift in Bad Kreuznach aktuell in der Fachzeitschrift Journal of Attention Disorders berichten, erlebten die betroffenen Kinder die Dauer von Zeitspannen als wesentlich länger als andere Kinder.
Aufgrund der beteiligten Hirnstrukturen hatten Forscher schon zuvor vermutet, dass die Verarbeitung von Zeit bei ADHS verändert ist. Die neue Studie mit dem Titel "Adjustment of Time Perception in the Range of Seconds and Milliseconds: The Nature of Time-Processing Alterations in Children With ADHD (ADHS)" liefert nun den ersten klaren Beleg in Verhaltenstests.

Psychopathen regieren unsere Welt. Sechs Prozent der Weltbevölkerung sind genetisch geborene Psychopathen. Wissen sie, was das für den Rest von uns bedeutet?
Psychopathen sind gewissenlos, manipulieren und mobben ihr Umfeld und haben eine zerstörerische Wirkung. Aber Sam Vaknin, eine charmante, witzige, aber brutal offene und gewissenlose Intelligenzbestie ohne Mitgefühl, ist schwer zu fassen. Verbal misshandelt er auch den Filmemacher. Aber er gibt Ian Walker selten Gelegenheit, auf Film festzuhalten, wenn er seine Maske fallen lässt.
Mit einem Psychopathen zu drehen sei wie eine Schlange mit einem Stock zu reizen, sagt Walker. Der fühlt sich bei fortschreitenden Dreharbeiten psychisch immer schlechter und macht das auch zum Thema seiner Dokumentation, die klar macht, dass auch der stille Psychopath eine Bedrohung ist.
Dokumentation lief auf ARTE
Washington - Forscher haben ein bislang unbekanntes Entwässerungssystem im Gehirn entdeckt. Dieses verzweigte Leitungsnetz aus speziellen Zellen pumpt Hirnwasser und Abfallstoffe unter Druck aus dem Denkorgan. Es übt damit eine ähnliche Funktion aus wie die Lymphbahnen im Körper. Ausfindig gemacht haben die Wissenschaftler das Pumpsystem mit Hilfe einer speziellen Mikroskopie-Methode im Gehirn von lebenden Mäusen.
Bisher habe man angenommen, dass Abfallstoffe nur langsam und passiv aus dem Gewebe in die Blutgefäße des Gehirns diffundieren. Jetzt zeige sich, dass das Gehirn zusätzlich ein deutlich schnelleres Entsorgungssystem besitze, berichtet das internationale Forscherteam im Fachmagazin Science Translational Medicine.
Nachdem schon alleine Millionen von US-Amerikanern von eigenen Nahtoderfahrungen oder außerkörperlichen Erfahrungen berichtet haben und die meisten der Weltreligionen den Glauben an ein Leben nach dem Tode, Reinkarnation, Wiederauferstehung und/oder die Unsterblichkeit der Seele als Grundelemente verinnerlichen, soll sich die Studie erstmals umfassend und streng wissenschaftlich diesen Erfahrungen und Glaubensvorstellungen nähern.
"Schon immer haben sich die Menschen mit der Frage nach der Unsterblichkeit beschäftigt", kommentiert Fischer die bevorstehende Arbeit im Rahmen des sogenannten "Immortality Projects". "Wir Menschen haben ein tiefes Bedürfnis danach, zu erfahren, was nach dem Tode passiert. Die meiste Rezeption dieser Frage findet sich entweder in der Fantasy- und Science-Fiction-Literatur oder im Kontext der Frage nach einem Leben nach dem Tod, Himmel, Hölle, dem Fegefeuer oder Karma in der Theologie. Bislang hat sich aber noch niemand dem Thema auf eine Art und Weise genähert, wie sie Wissenschaft mit Theologie und Philosophie zusammenbringt."
Wie Prof. Dr. Stefan Schmidt von der Sektion Komplementärmedizinische Evaluationsforschung der Abteilung Psychosomatischen Medizin des Universitätsklinikums Freiburg aktuell im Journal of Alternative and Complementary Medicine berichtet, dienten ihm 11 zwischen 1997 und 2008 durchgeführte Studien mit den darin beinhalteten insgesamt 576 Einzelsitzungen als Grundlage für seine Meta-Analyse, also der Zusammenfassung von Primär-Untersuchungen.


















Kommentar: New Age COINTELPRO und die Optimismus-Gestapo