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So, 14 Feb 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Neue Studie: Bestimmte religiöse Erziehung reduziert die Bereitschaft zum Teilen und zur Kooperation

Eine aktuelle internationale Studie zur Bereitschaft von Kindern untereinander zu teilen, kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis: Eine religiöse Erziehung führt bei den Kindern zu einer geringeren Bereitschaft zu teilen und erhöht die Akzeptanz strengerer Strafen für anti-soziales Verhalten. Damit stellt das Ergebnis die weitverbreitete Vorstellung der positiven Rolle von Religion für die moralische Entwicklung in Frage.

Symbolbild: Teilen
Chicago (USA) - Wie die Forscher um den Psychologen Professor Jean Decety von der University of Chicago aktuell im Fachjournal Current Biology (DOI: 10.1016/j.cub.2015.09.056) berichten, untersuchten sie in ihrer Studie die Rolle der Religion für die moralische Entwicklung von 1.170 Kindern im Alter zwischen 5 und 12 in sechs Ländern (Kanada, China, Jordanien, Südafrika, Türkei und USA) und bewertete dabei, wie stark bei den Kindern die Tendenz zum Teilen (Altruismus), die Neigung zur Bewertung anderer und in wie weit auch die Neigung andere für schlechtes Verhalten zu bestrafen, ausgeprägt ist.

Wie sich zeigte, teilen religiös erzogene Kinder deutlich seltner mit anderen als Kinder aus nicht-religiöse geprägten Elternhäusern. Zudem zeigt die Untersuchung, dass eine religiöse Erziehung mit einer erhöhten Tendenz der Kinder zu strafenden Reaktionen angesichts anti-sozialen Verhaltens einhergeht.

Kommentar: Wir stimmen dem Kommentar von Grenzwissenschaft.de zu. Die Tendenzen, die bei den Studienteilnehmern zutage traten, weisen zudem große Ähnlichkeiten zu dem Profil auf, welches Bob Altemeyer als "autoritäre Gefolgsleute" bezeichnet. Sein Buch ist hier frei verfügbar.


Bulb

Video: Die Wahrheit über Sucht - Alles, was wir zu wissen glaubten, ist falsch!

© makromarko
Was ist die Ursache für Suchtverhalten? Jeder wird automatisch sagen: "Na, die Droge selbst verursacht die Sucht!" Doch in Wahrheit ist es nicht so einfach. Es steckt etwas ganz Anderes und Unerwartetes dahinter und es ist die erste Erklärung, welche wirklich Sinn macht und aufzeigt, dass der Umgang mit Sucht und Süchtigen in unserer Gesellschaft vollkommen verquer ist.

Im folgenden Video erfahren Sie warum:

Music

Wiegenlieder sind effektiver als Zureden: Säuglinge lernen durch Vorsingen und Musik

Wiegenlieder helfen Säuglingen, ihre Emotionen besser zu kontrollieren
© wavebreakmedia/ thinkstock
Singen beruhigt den Säugling mehr als bloßes Zureden
Singen hilft: Wenn das Baby Bauchweh hat oder nicht einschlafen kann, dann hilft leises Vorsingen besser als beruhigendes Zureden, wie ein Experiment belegt. Säuglinge blieben beim Hören eines Kinderlieds doppelt so lange ruhig wie bei leisem Reden der Mutter - und das sogar dann, wenn das Lied in einer völlig fremden Sprache erklang. Offenbar hilft die Musik den Babys dabei, ihre Gefühle besser zu kontrollieren, schlussfolgern die Forscher im Fachmagazin Infancy.

Es ist kein Zufall, dass Musik in nahezu allen menschlichen Kulturen eine wichtige Rolle spielt. Denn das Hören von Musik beeinflusst nicht nur unsere Stimmung, es wirkt sich auch positiv auf unsere Gesundheit aus und verändert sogar die Genexpression. und Kinder reagieren sogar schon im Mutterleib auf Flötenklänge, wie sich kürzlich zeigte.

Clipboard

Entscheidungen aus dem Kopf oder Bauch heraus? Erfahrung spielt die wichtigste Rolle

Frauen entscheiden aus dem Bauch heraus, Männer mit dem Kopf. Das behauptet das Klischee. Forscher gehen dem auf den Grund und stellen fest: Erfahrung spielt bei Entscheidungen die wichtigste Rolle.
Hemd oder T-Shirt? Schulmedizin oder Homöopathie? Wie Menschen über solche Fragen entscheiden, fanden Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts (MPI) für Bildungsforschung in Berlin und der Universität Basel jetzt heraus. Das Ergebnis: Ob wir im Alltag eher intuitiv oder wissensbasiert vorgehen, hängt nicht so sehr davon ab, welcher Entscheidungstyp wir sind. Viel wichtiger ist, worum es bei der Entscheidung geht und ob wir uns in diesem Bereich auskennen. Je mehr Erfahrung wir haben, umso eher vertrauen wir dem Bauch.

Kommentar: Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie ihr eigenes Denken und ihre Entscheidungsfindungen überhaupt funktionieren, geschweige denn, wie schnell sie welchen kognitiven Verzerrungen (Denkfehlern) unterliegen. Zu empfehlen ist hier vor allem Daniel Kahnemanns Buch Schnelles Denken, langsames Denken.


Butterfly

Die Merkmale von emotional intelligenten Menschen und welche Dinge sie nicht tun

© Thinkstock
Emotionale Intelligenz ist das wahrscheinlich beeindruckenste, jedoch gleichzeitig am meisten unterschätzte Merkmal in unserer Gesellschaft.

Wir glauben daran, dass unsere alltäglichen Funktionen auf Logik und Vernunft begründet sind, und doch kommen wir nach langen Phasen des Nachdenkens zu denselben Schlußfolgerungen, zu denen wir auch innerhalb nur eines Augenblickes kommen. Unsere Führungspersonen übersehen auf extreme Weise das menschliche Element unserer sozio-politischen Probleme und ich muss Ihnen keine Statistiken über die Scheidungsraten zitieren, damit Sie glauben, dass wir nicht die richtigen Partner für uns wählen (noch haben wir die Kapazität, intime Beziehungen für lange Zeit aufrecht zu erhalten).

Es scheint ganz so, als würden die Menschen glauben, dass es am intelligentesten wäre, überhaupt keine Emotionen zu haben. Effektiv zu sein bedeutet eine Maschine zu sein, ein Produkt dieses Zeitalters. Ein gut geölter, dem Konsum dienender, digital eingestellter, höchst unbewusster, jedoch überaus betriebsfähiger Roboter. Und auf diese Weise leiden wir dann.

Hier folgen nun die Gewohnheiten jener Menschen, die die Kapazität dazu haben, sich darüber bewusst zu sein, was sie fühlen; die wissen, wie sie ihre Erfahrungen ausdrücken, verarbeiten, auflösen und anpassen können, weil sie selbst der Ort ihrer Kontrolle sind. Sie sind die wahren "Führer", sie leben das vollständigste und authentischste Leben, und an ihnen sollten wir uns ein Beispiel nehmen. Dies sind die Dinge, die emotional intelligente Menschen nicht tun:

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"Kitzel-Studie" bei Neugeborenen weist auf noch nicht entwickeltes räumliches Körpergefühl hin

Hinweis von Sott.net: Dieser Artikel wurde wegen eines erpresserischen Drohbriefes entfernt, den Sott.net von einem Vertreter von neopresse.com erhalten hat. Obwohl wir bei Sott.net uns wegen unseres Leitbildes völlig sicher sind, dass wir alle Inhalte innerhalb der "Fair Use" Klauseln der Copyright- und Urheberrechtsgesetze veröffentlichen, und das in der Vergangenheit auch schon durchgesetzt haben, so haben wir uns in diesem speziellen Fall dennoch dafür entschieden, diesen Artikel zu entfernen. Sott.net hatte gehofft, dass es im Internet mehr alternative Nachrichtenagenturen gibt, die die offene und weite Verbreitung von wichtigen Informationen an die Öffentlichkeit willkommen heißen. Wie wir jedoch laufend herausfinden müssen gibt es auch jene, die ihre eigenen engen Interessen vor das öffentliche Wohl stellen.

Info

Die Rolle von Entzündungen bei psychischen Krankheiten: Schizophrenie durch überaktives Immunsystem

Schizophrenie verhindern durch Beruhigung des Immunsystems
© psdesign1/fotolia.com
Entzündungen im Gehirn möglicher Auslöser für Schizophrenie und Psychosen.
Die Aktivität von Immunzellen ist den Ergebnissen einer aktuellen Studie zufolge ein starker Indikator dafür, ob in einer Person ein erhöhtes Risiko zur Entwicklung von Schizophrenie lauert. Außerdem wurde klar, dass Entzündungen zu Schizophrenie und anderen Störungen führen können. Die Studie führten Forschern des „Medical Research Council’s Clinical Sciences Centre“ in Zusammenarbeit mit Kollegen am „King ’s College London“ durch.

Die Probanden wurden auf ihre Mikroglia-Aktivität und deren Auswirkung auf das Gehirn untersucht. Mikroglia-Zellen reagieren auf Schäden und Infektionen im Gehirn. Die Zellen sind auch verantwortlich dafür, dass zwischen den Gehirnzellen die Verbindungen neu angeordnet werden. Diese sollen dadurch so gut wie möglich funktionieren. Peter Bloomfield, Hauptautor der Studie am „MRC Clinical Sciences Centre“, sagte: „Unsere Ergebnisse sind besonders spannend, weil es bisher nicht bekannt war, ob diese Zellen vor oder nach Ausbruch der Krankheit aktiv werden. Zum ersten Mal haben wir den Beweis, dass die Überaktivität der Zellen noch vor dem vollständigen Ausbruch der Krankheit beginnt.“

Kommentar: Etwas, was noch nicht weitläufig bekannt ist, ist, dass Schizophrenie noch durch ganz andere Faktoren begünstigt werden könnte, darunter vor allem eine Infektion mit bestimmten Bakterienarten. Leider wird dieser Aspekt in der Schizophrenie-Behandlung der Schulmedizin vernachlässigt.

Dass Entzündungsprozesse im Körper Schizophrenie auslösen können, lässt natürlich stark vermuten, dass auch die Ernährungsweise eine große Rolle spielt.


Red Flag

Einfachheit der Wissenschaft: Psychopathen trinken bevorzugt schwarzen Kaffee

Normalerweise achtet man beim Kennenlernen von neuen Leute auf vieles, aber nicht auf deren Vorlieben beim Essen. Dabei sollte man das: Wenn man einer wissenschaftlichen Studie glauben darf, offenbart sich bei den bevorzugten Geschmacksrichtungen, wie sadistisch oder narzisstisch Menschen veranlagt sind.
Psychologen der Innsbrucker Universität unterzogen 500 Menschen verschiedene Tests. Es sei das erste Mal, dass man eine Verbindung zwischen "bösartigen Charaktereigenschaften" und einer Vorliebe für bittere Nahrungsmittel ziehen konnte. "Die Ergebnisse zeigen, je mehr die Menschen bittere Lebensmittel bevorzugen, desto dunkler ist ihre Persönlichkeit", heißt es im Ergebnis der Studie veranschaulichend.


Kommentar: Wie wurde ermittelt, dass diese Personen tatsächlich bösartig sind?


Unter bittere Kost fallen zum Beispiel ungezuckerter Kakao, schwarzer Kaffee oder Tonic. Den Probanden wurde eine Liste mit Nahrungsmitteln vorgesetzt, die süß, salzig, sauer und bitter waren. Sie wurden dann gebeten, in einer Skala bis 6 zu bewerten, wie sehr sie die vorgestellten Produkte lieben oder überhaupt nicht mögen. Danach folgten vier Befragungen. Die erste konzentrierte sich auf Aggressionen, dann ging es um Charakterzüge wie Narzissmus und Psychopathie. Danach widmete man sich den großen fünf Eigenschaften wie Extraversion, Liebenswürdigkeit, Pflichtbewusstsein, emotionale Stabilität und zum Schluss den sadistischen Tendenzen. Eine zweite ähnliche Untersuchung, die mit 450 Menschen gemacht wurde, scheint das Ergebnis der ursprünglichen Studie zu bestätigen. "Generell ist die Vorliebe für bittere Nahrung ein Anzeichen von Psychopathie, Narzissmus und alltäglichem Sadismus", berichtete das Journal Appetite.


Kommentar: Die Studie ist scheinbar sehr einfach gestrickt, wenn sie sofort Psychopathie und Narzissmus anhand eines Fragebogens erkennt.


Kommentar: Wie im oberen Kommentar bereits genannt ist diese Studie zu einfach aufgebaut. Denn wenn jemand schwarzen Kaffee mag, oder gar dunkle Schokolade bevorzugt, bedeutet das noch lange nicht, dass die Person bösartig ist. Hätte die Studie erkannt, dass die Auswirkung von Psychopathen und Narzissten auf andere Menschen einen bitteren Geschmack hinterlässt, wäre sie in die richtige Richtung gegangen.


Music

Das Lernen beginnt tatsächlich bereits im Mutterleib: Ab der 16. Woche reagieren Ungeborene mit typischer Mimik auf Musik

Ab der 16. Woche zeigt der Fötus klare Reaktionen auf eine Beschallung
© Marquès Institut
Typische Mimik des Ungeborenen beim Musikhören: Mund auf und Zunge raus
Mund auf bei Musik: Kinder im Mutterleib können schon ab der 16. Woche Musik wahrnehmen - und sie reagieren sogar darauf, wie nun Ultraschall-Aufnahmen belegen. Ertönte eine Flötensonate, rissen die Ungeborenen den Mund auf und viele streckten die Zunge heraus. Forscher vermuten, dass dies mit der Stimulation von Sprachschaltkreisen im Gehirn zusammenhängt.

Ob die Stimme der Mutter oder laute Musik: Schon im Mutterleib hört das ungeborene Kind die Geräusche seiner Umgebung. Denn nach heutiger Erkenntnis ist das Gehör eines Kindes etwa ab der 16. Schwangerschaftswoche funktionsfähig. Unter anderem deshalb spielen viele Eltern ihrem ungeborenem Nachwuchs bereits Musik vor. Sie versprechen sich davon eine Förderung der Hirnentwicklung ihres Kindes.

Family

Unterschiede in der Reizverarbeitung: Frauen reagieren laut Studie stärker auf negative Gefühle

Schwächere Verknüpfung zweier Hirnareale dämpft rationale Verarbeitung

Die Verknüpfung ist schuld: Frauen reagieren stärker auf negative Gefühle als Männer - sowohl im subjektiven Empfinden als auch neuronal. Denn ihre "Angstzentrale" im Gehirn ist schwächer mit dem rationalen, präfrontalen Cortex verknüpft als bei Männern, wie Forscher herausgefunden haben. Je niedriger der Testosteronspiegel, desto schwächer ist demnach diese Verbindung. Das könnte auch erklären, warum Frauen anfälliger für Depressionen und Angststörungen sind.
© monkeybusiness/ thinkstock
Eine Verknüpfung im Gehirn beeinflusst, wie unmittelbar ein Mensch auf negative Gefühle reagiert.
Frauen gelten oft als das emotionalere Geschlecht. So erinnern sie sich besser an gefühlsintensive Eindrücke erinnern und lassen sich durch schlechte Nachrichten stärker stressen als Männer. Zudem leiden Frauen häufiger unter Depressionen Aber woran liegt das? Und lässt sich die unterschiedliche Reaktion der Geschlechter auf Emotionales auch am Gehirn festmachen?

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