Die Deutsche Post hat zugegeben, dass sie in den USA in "seltenen Fällen" mit den Sicherheitsbehörden kooperiert. Auch in Deutschland werde jede Adresse abfotografiert - für den korrekten Versand.
DHL, Post
© Getty ImagesDHL-Zentrum: In den USA arbeitet das Unternehmen "in Einzelfällen" mit den Behörden zusammen...
Auch die Deutsche Post arbeitet mit amerikanischen Behörden zusammen. Einerseits finde derzeit "eine Übermittlung von Daten im Zusammenhang mit Sendungen in die USA" im Rahmen längerfristig angelegter Pilotprojekte statt, teilte das Unternehmen auf Anfrage der Welt am Sonntag mit.

Dabei gehe es um eine Übermittlung zu Testzwecken mit dem Ziel einer Vereinfachung der Zollabfertigung. Das gelte aber nur für Unternehmenskunden. Briefe und Postkarten seien nicht betroffen.

"Darüber hinaus stellen wir den amerikanischen Sicherheitsbehörden in seltenen Fällen und nur nach expliziter Aufforderung weitere Informationen über die Sendungen zur Verfügung."

Fotografieren für den Briefversand

In Deutschland dagegen werde zwar jede Adresse abfotografiert, aber nur für interne Zwecke wie den korrekten Briefversand, teilte der Konzern weiter mit.

In dieser Woche war publik geworden, dass die Sicherheitsbehörden in den USA nicht nur Internet und Telefon weltweit im großen Stil überwachen.

Auch die Adressdaten von Absendern und Empfängern von sämtlichen Postsendungen werden angeblich abfotografiert, gespeichert und den Sicherheitsbehörden zugänglich gemacht. Ziel ist dabei vor allem die Terrorismusbekämpfung.