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Mi, 22 Feb 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Bulb

Sensation: Ungewöhnliche Ur-Mikroben werden wieder zum Leben erweckt

Nach der Entdeckung prähistorischer Mikroben, die seit Jahrtausenden in Gipskristallen eingeschlossen lagen, ist es den Forschern gelungen, sie sogar wieder zum Leben zu erwecken.

© Mike Spilde
Das NASA Astrobiology Institute (NAI) hat ihre sensationelle Entdeckung gerade auf der vom 16. - 21. Februar stattfindenden Jahresversammlung der American Association for the Advancement of Science (AAAS) bekannt gegeben. Die außergewöhnlichen Organismen wurden in Gipskristallen gefunden, die sich in der mexikanischen Mine von Naica befinden - einem Ort, der zum Synonym für das Studieren des Lebens in extremer Umgebung geworden ist.


Blue Planet

Forscher fordern Anerkennung eines achten Kontinents: Zealandia

© fotolia/ harvepino
Es misst rund fünf Millionen Quadratkilometer und ist zu 94 Prozent im Wasser versunken: Neuseeländische Wissenschaftler setzen sich dafür ein, "Zealandia" endlich zum Kontinent zu erklären.

Im südwestlichen Pazifik liegt eine riesige Landmasse, die fast vollständig von Wasser bedeckt ist. Die einzigen Bereiche, die heute noch aus dem Meer herausragen, sind Neuseeland und Neukaledonien. In einer aktuellen Veröffentlichung fordert ein Team um Nick Mortimer vom neuseeländischen Forschungsinstitut GNS Science nun, die Masse mit dem Namen "Zealandia" endlich als eigenen Kontinent anzuerkennen.

Magnify

Forscher entdecken riesige Anomalie unter den USA

© Infografik Die Welt/ZGB Grafik
Forscher haben ein gigantisches Reservoir an Kohlenstoff so groß wie Mexiko unterhalb der USA entdeckt. Möglicherweise könnte das Gas wie bei Vulkanen an die Erdoberfläche gelangen.

Es tut sich was im Erdinnern, 350 Kilometer tief, unterhalb der westlichen USA. Forscher haben ein gigantisches Reservoir aus Kohlenstoff, der in teils flüssigem Gestein gelöst ist, entdeckt. Flächenmäßig soll er einmal die Größe von Mexiko oder fünfmal die Größe von Deutschland umfassen. Diese Erkenntnis veröffentlichten Saswata Hier-Majumder vom College Royal Holloway an der University of London und Benoit Tauzin von der Université de Lyon im Journal Earth and Planetary Science Letters.

Die Wissenschaftler analysierten seismische Daten. Dabei entdeckten sie eine Anomalie auf 1,8 Millionen Quadratkilometern und zwischen 25 und 70 Kilometer Dicke. Den Berechnungen der Forscher zufolge enthält die Zone etwa 0,2 bis 0,5 Prozent geschmolzenes Material.

Satellite

NASA-Sonde zeigt: Zwergplanet Ceres weist elementare Bausteine des Lebens auf

© Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Falschfarbendarstellung der Ceres-Oberfläche
Die NASA-Sonde „Dawn“ hat auf dem Zwergplaneten Ceres Regionen ausgemacht, die reich an organischen Stoffen sind. Die Forscher schließen, dass diese Stoffe aus dem Planeteninnern stammen und nicht von außen zugeführt wurden - das wiederum könnte Ceres zu einem weitren hoffnungsvollen Kandidaten für außerirdisches Leben im Sonnensystem machen.

Wie das Team um Dr. Simone Marchi vom Southwest Research Institute (SRI) aktuell im Fachjournal „Science“ (DOI: 10.1126/science.aaj2305) berichtet, handele es sich um lokale hohe Konzentrationen der organischen Stoffe in der Umgebung des 50 Kilometer durchmessenden Ernutet -Kraters auf der Nordhalbkugel des Zwergplaneten.

„Diese Entdeckung hat aus astrobiologischer Sicht weite Konsequenzen“, so Marchi und führt weiter aus: „Gemeinsam mit dem bereits zuvor entdeckten Wassereis, ammoniakhaltigen wässrigen Mineralien, Kohlenstoff und Salzen bilden diese Stoffe die Schlüsselzutaten des Lebens.“

Kommentar:


Mars

Herrschte einst Leben auf dem Mars? - Satellitenbilder offenbaren jüngere Wasserspuren

© Copyright/Quelle: Dr. Mary Bourke (Trinity College Dublin), NASA
Zwischen aktiven Mars-Dünen im Lucaya-Krater (hier eine Falschfarbendarstellung der Bilddaten der HiRISE-Kamera an Bord der NASA-Sonde „Mars Reconnaissance Orbiter“, MRO) haben Geologen Bodenmuster entdeckt (s. Pfeile), die charakteristisch für einstiges Wasser sind.
Auf Satellitenaufnahmen des Mars haben Wissenschaftler Spuren entdeckt, die jenen entsprechen, wie sie auf der Erde durch Fluten in sandigen Dünenfeldern hinterlassen werden. Die Geologen schlussfolgern nun, dass die besagte Marsregion noch vor geologisch „jüngerer“ Zeit auf ähnliche Weise überflutet wurde. Der Ort könnte damit ein interessantes Ziel für die Suche nach Leben auf dem Mars sein.

Wie das Team um Dr. Mary Bourke vom Trinity College und Professor Heather Viles von der University of Oxford aktuell im Fachjournal „Geophysical Research Letters“ (DOI: 10.1002/2016GL071467) berichtet, handelt es sich um streifenartige Strukturen in einer Dünenlandschaft im Lucaya-Krater.

„Auf der Erde werden Dünenfelder in Gebieten mit schwankendem Grundwasserspiegel immer wieder von Wasser überflutet - meist dort, wo Seen, Flüsse und Küsten in der Nähe sind“, erläutert die Geologin und führt weiter aus: „Diese periodischen Fluten hinterlassen ein sehr aussagekräftiges Muster im Boden.“

Kommentar:


Clipboard

Genetisch umprogrammierte Leberzellen könnten Diabetes heilen - Versuch bei Mäusen bisher erfolgreich

Leberzellen lassen sich durch die Aktivierung eines einzigen Gens zu Vorläuferzellen des Pankreas umprogrammieren. Eine Zelltherapie für Diabetiker rückt damit näher.
© Heinz-Peter Bader / Reuters
Berlin - Was bei Mäusen bereits funktioniert hat, könnte eine Zelltherapie künftig auch für Diabetes-Patienten ermöglichen: Ein Forscherteam vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz Gemeinschaft (MDC) konnte im Tiermodell Leberzellen durch die Aktivierung eines einzigen Gens zu Vorläuferzellen des Pankreas umprogrammieren (Nat Comm 2017; 8: 14127). Damit könnte in Zukunft eine Zelltherapie für Diabetes-Patienten möglich sein, heißt es in einer Mitteilung des MDC.

Bei Menschen, die unter Diabetes Typ I leiden, gehen die Inselzellen des Pankreas bekanntermaßen aufgrund einer unheilbaren Autoimmunreaktion zugrunde. Ohne diese Inselzellen produziert der Körper der Patienten das Hormon Insulin nicht mehr, der Blutzuckerspiegel steigt und es kommt zum Diabetes. Die Erkrankten müssen sich lebenslang Insulin spritzen.

Kommentar:

  • Weiterer Erfolg: Forschern gelingt es, dass Mäuse für kurze Zeit kein Insulin benötigen



Nebula

Einstein widerlegt: Quantenphysiker konnten „“spukhafte Fernwirkung““ vollständig nachweisen

Albert Einstein konnte sich mit den Phänomenen der Quantenphysik nicht so recht anfreunden. Das Phänomen der Verschränkung etwa bezeichnete er abwertend als „spukhafte Fernwirkung“, was zum bis heute viel benutzten geflügelten Wort geworden ist.
Über 100.000 Menschen haben sich nun im Rahmen des „Big Bell Test“ zusammengetan, um der Ansicht des Genies entgegenzutreten - und konnten tatsächlich zeigen, dass sich Einstein irrte, wie die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) berichtet.

„Sie werden doch nicht behaupten wollen, dass der Mond nicht da oben ist, wenn niemand hinsieht?“ ... „Können Sie mir das Gegenteil beweisen?“ Albert Einstein und Niels Bohr wechselten diese Worte, so notierte es Werner Heisenberg, während einer legendären Debatte in den 1920er Jahren.

Bohr, einer der Architekten der damals noch jungen Quantentheorie, behauptete, dass es im Reich der Quanten nachgerade verrückt zugehe, ganz anders jedenfalls als in unserer Alltagswelt.

Chalkboard

Physikalisch unmöglich geglaubtes Phänomen: Licht-an-Licht-Streuung erstmals nachgewiesen


Diphotonen-Ereignis im ATLAS-Detektor bei der Kollision zweier Bleikerne – bei diesem Ereignis wird Licht an Licht gestreut
Nach 80 Jahren endlich nachgewiesen: Physiker haben erstmals die Streuung von Licht an Licht nachgewiesen - ein Phänomen, dass in der klassischen Physik als unmöglich gilt. In der Quantenphysik jedoch wurde eine solche Photonen-Wechselwirkung schon 1935 vorhergesagt. Der erste experimentelle Nachweis gelang nun bei Kollisionen von Bleikernen im Teilchenbeschleuniger LHC.

Im Gegensatz zu Materieteilchen galt für Lichtteilchen in der klassischen Physik bisher: Photonen sind füreinander unsichtbar, sie spüren sich nicht. Wenn Lichtstrahlen sich kreuzen, dürften sie sich daher nicht beeinflussen.

Nach den von James Clerk Maxwell aufgestellten Gleichungen zur elektromagnetischen Strahlung darf es auch eine Streuung von Licht an Licht nicht geben.

Bulb

Fliegendes Motorrad: Russische Tüftler zeigen Testflüge vom neuen "Hoverbike"

Eine Gruppe russischer Erfinder hat gestern Aufnahmen des ersten Testflugs ihres Quad-Copters veröffentlicht. Das „Luft-Bike“ der neuesten Generation mit dem Namen „Scorpion 3“ ermöglicht es einer Person mit bis zu 120 Kilogramm über die vier Propeller durch die Luft zu fliegen. Es erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 50 Kilometern die Stunde, kann zehn Meter hoch fliegen und rund 27 Minuten in der Luft verbleiben.

Kosten soll das Luft-Motorrad etwa 140.000 Euro. Das erste Hoverbike-Modell der russischen Tüftler wurde letzten Sommer beim „Startup Village“ in Russland präsentiert. Dort sprach RT Deutsch-Reporter Anas Ouchen mit dem Erfinder über seine Idee.

Videorechte: Hoversurf Inc.

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Starke Wahrnehmungsstörung durch Insektizide bei nützlichen Wespen und anderen Insekten

Schon geringste Dosen von Neonicotinoiden stören Paarung und Eiablage
© Joachim Ruther
Die Wespe Nasonia vitripennis parasitiert Fliegenpuppen - und ist daher sehr nützlich.
Sensible Nützlinge: Insektizide schaden nicht nur Bienen und anderen Bestäuberinsekten, auch wertvolle Helfer im Pflanzenschutz leiden. Ein Experiment belegt, dass schon kleinste Mengen eines Neonicotinoids die Wahrnehmung von parasitischer Wespen stört. Als Folge finden sie weder ihre Paarungspartner noch die Fliegen, in die sie ihre Eier ablegen, wie die Forscher im Fachmagazin Scientific Reports" berichten.

Neonicotinoide sind schon seit längerem in der Diskussion, drei dieser Insektizide dürfen seit 2013 in der EU nur noch eingeschränkt verwendet werden. Denn es mehren sich die Hinweise darauf, dass diese Substanzen trotz gegenteiliger Beteuerungen der Hersteller Bienen und anderen wichtigen Bestäuberinsekten schaden. So beeinträchtigen sie die Orientierung der Tiere, wirken auf Hummeln wie eine Droge und könnten sogar Mitschuld am Schwund der Singvögel sein.

Kommentar: