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Di, 24 Jan 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
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Question

Ungelöstes medizinisches Rätsel der "Gift-Frau": Fall wird neu aufgerollt

Der Fall ist eines der großen Mysterien der Medizingeschichte. Jetzt wird er neu aufgerollt: Am 19. Februar 1994 kommt Gloria Ramirez in die Notaufnahme des Riverside General Hospital im Süden Kaliforniens. Die 31jährige leidet an Gebärmutterkrebs im fortgeschrittenen Stadium. In die Klinik muss sie jedoch wegen akutem Herzrasen und Atemnot.

Gloria Ramirez und die Mitarbeiter der Klinik litten an Atemnot. Vergifteten sie sich mit Gas?
Zu jung für Herzrasen?

Ungewöhnlich sind nicht die Symptome, sondern das Alter. Maureen Welch, die im Krankenhaus arbeitete, sagte, gewöhnlich seien Patienten mit Kurzatmigkeit und beschleunigtem Herzschlag alt.

Gloria ist zwar bei Bewusstsein, aber sie kann Fragen nur mit kurz ausgestoßenen Sätzen beantworten.

Krankenschwestern fallen in Ohnmacht

Viel ungewöhnlicher ist aber, was in ihrem Umfeld geschieht: Mehrere Mitarbeiter der Klinik, die in ihrer Nähe sind, fallen in Ohnmacht. Einige leiden jetzt selbst unter Atemnot und Schwindel; sechs werden unmittelbar im Krankenhaus behandelt.

Blue Planet

Drohende Eiszeit? Forscher warnen vor Zusammenbruch des Golfstroms

Die Klimasekte schlägt in Spiegel online wieder mal Alarm: CO2 killt den Golfstrom. Es wird also nicht wärmer sondern bitterkalt.
Noch vor kurzem meldete die Pressestelle der Weltklimasekte - Spiegel online - "Nie wieder Schnee".

Wer sich schon auf wärmeres Klima gefreut hat, der wird heute vom SPIEGEL bitter enttäuscht. Es wird nämlich nicht wärmer sondern bitterkalt. Zumindest in unseren Breitengraden.

Kommentar: Lesen Sie dazu die folgenden Artikel:


Bulb

Forscher überrascht: Viren kommunizieren miteinander

Viren von Bakterien unterhalten sich darüber, ob sie ihren Wirtszellen schnell den Garaus machen sollen oder nicht. Diese Art der Kommunikation war bisher noch nie belauscht worden.


Symbolbild
Bakterien befallende Viren können einander mitteilen, auf welchem Weg sich je nach Umweltbedingungen die Übernahme einer Wirtszelle am ehesten lohnt. Diese Art der Kommunikation hatten Wissenschaftler den Zellparasiten bisher nicht zugetraut, weshalb sie wohl bis dato auch völlig übersehen wurde. Nun soll untersucht werden, ob nicht nur Bakteriophagen, sondern auch andere Viren - etwa solche des Menschen - ähnliche Signale austauschen. Träfe dies zu, so könnte man den Erregern vielleicht in Zukunft auf bisher unbeschrittenen Wegen entgegentreten.

Zuerst abgefangen hat die bisher unbekannte Kommunikation von Bakteriophagen ein Team von Mikrobiologen um Rotem Sorek vom Weizmann Institute of Science im israelischen Rehovot. Dabei hatte das Team zunächst eigentlich nur auf Signale von Bacillus-subtilis-Bakterien gelauscht, die im Labor von Bakteriophagen attackiert wurden. Soreks Team hatte vermutet, dass die Bakterien auf die Virenattacke reagieren, indem sie sich gegenseitig durch so genanntes Quorum sensing warnen, einen schon länger bekannten Kommunikationsweg von Keimen. Bakterienkolonien geben so etwa die Marschrichtung aus, sich in Biofilmen zu schützen oder sich verstärkt zu teilen. Zu ihrer Überraschung stellten die Forscher aber fest, dass auch die Phagen vom Typ phi3T Signalstoffe abgaben - und diese Signale anschließend das Verhalten anderer Phagen verändern konnten.

Bulb

Amazonas: Raupe mit "Schneckenhaus" entdeckt

Wissenschaftler, die den Dschungel von Peru erforschten, waren verblüfft, als sie eine ungewöhnliche Raupe entdeckten, die sich ein eigenes »Schneckenhaus« aus einem Blatt gebastelt hatte.
Der Insektenkundler Aaron Pomerantz war mit dem Führer Pedro Lima und einem Team des YouTube-Kanals »PBS Digital Studios« im Nationalpark Tambopata National Reserve des peruanischen Amazonasgebiet, unterwegs, als sie das seltsame Tier entdeckten, dass sie spontan auf den Namen »Einsiedler-krebs-Raupe« tauften. Wie im »Live Science« geschildert, geht der Forscher davon aus, dass es sich um eine völlig neue, unbekannte Spezies handelt, da eine Raupe mit derartigen Eigenschaften noch nirgends dokumentiert wurde.


Post-It Note

Rätsel um Entstehung mysteriöser Feenringe gelöst

© Jen Guyton
Mysteriöse Feenringe: Im trockenen Grasland Namibias prägen auffallend regelmäßige Kreismuster das Landschaftsbild.
Versöhnlicher Kompromiss: Das Rätsel um die Entstehung auffallend regelmäßiger Kreismuster in der Landschaft Namibias könnte endlich gelöst sein. Denn eine Simulation von Forschern zeigt: Beide bisher postulierten Theorien haben Recht. Nicht entweder Termiten oder Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Wasser und Boden sind die Verursacher dieser Feenringe - sondern beides zusammen. Demnach kann erst die Kombination beider Mechanismen die seltsamen Muster erklären.

Die Feenringe im trockenen Grasland Namibias sind selbst für Biologen ein Rätsel. Denn wie diese seltsamen, kreisrunden Stellen in der Landschaft entstanden sind, ist unbekannt. Während das Innere der zwei bis 35 Meter breiten Kreise völlig kahl ist, haben sie meistens einen Rand aus dichterem, kräftigem Gras. Wissenschaftler spekulieren seit Jahren über eine mögliche Erklärung für diese Muster - dabei ist eine kontroverse Debatte entbrannt.

Während einige Experten Termiten für die Urheber der Feenringe halten, sind andere von dieser Theorie wenig überzeugt. Sie glauben stattdessen: Nicht die Einwirkung von Tieren erzeugt die Kreise, sondern die Wechselwirkung von Pflanzen, Wasser und Boden. Die Feenringe wären demnach die Folge einer Selbstorganisation, die schon der Mathematiker Alan Turing in seiner Theorie der Musterbildung postulierte.

Kommentar:


Question

Katastrophe von Tunguska: Sedimentdatierung soll Einschlagstheorie widersprechen

Am 30. Juni 1908 verwüstete eine gewaltige Explosion ein entlegenes Waldgebiet von mehr als 2000 Quadratkilometern Fläche in der sibirischen Tunguska-Region. Bis heute rätseln Wissenschaftler und Forscher über die Ursache jener Explosion, die rund 80 Millionen Bäume umknickte und teilweise verbrannte. Neben exotischen Theorien etwa über den Einsatz einer frühen Kernwaffe, ein abgestürztes UFOs oder gar ein kleines Schwarzes Loch wurden von Wissenschaftlern von je her natürliche Katastrophen bevorzugt diskutiert. Im Vordergrund hierbei steht die Theorie, dass ein Asteroid über Tunguska niederging und bei Einschlag neben der gewaltigen Explosion und Druckwelle auch einen großen Krater geschlagen hat - den heutigen Tscheko-See. Eine neue Altersdatierung des Tscheko scheint diese Theorie nun zu widerlegen.
Krasnojarsk (Russland) - Hauptvertreter der Theorie, die im Tscheko-See den Einschlagskrater des „Tunguska-Objekts“ sind italienischer Geophysiker um Professor Giuseppe Longo der Universität von Bologna, die 2007 anhand von 3D-Rekonstruktionen der kegelförmig zulaufenden und schachtartigen Form des See als charakteristisch für einen Einschlagskrater beschrieben (...GreWi berichtete) und am Grund des Sees ein ungewöhnlich geformtes Gebilde geortet hatten (...GreWi berichtete), dass die Wissenschaftler entweder für extrem verdichtete Sedimentschichten oder aber ein Reststück des vermeintlichen Impaktors, also eines Asteroiden oder Kometenrests hielten.

Folgt man der Argumentation der Italiener, so wäre also der Tscheko-See erst mit dem Einschlag 1908 entstanden. Tatsächlich findet sich der See auf militärischen Landkarten von 1883 noch nicht. (Anm. GreWi: Dies könnte aber auch durch die Abgelegenheit der Region erklärt werden können...?) Eine Datierung des Alters des Sees, wie sie anhand der Ablagerungen am Grund des Sees eigentlich relativ einfach wäre, wurde von den italienischen Wissenschaftlern allerdings bislang zumindest nicht veröffentlicht.

Sun

Geophysiker warnen: Sonnensturm könnte USA täglich 40 Mrd. Dollar kosten

© NASA
Künstlerische Darstellung eines gen Erde gerichteten Sonnensturms (Illu.).
Washington (USA) - Sollte ein schwerer Sonnensturm zu größeren Stromausfällen führen, ein Szenario das alles andere als unwahrscheinlich ist, könnte das alleine die USA derzeit mehrere dutzend Milliarden von Dollar kosten - täglich! Davor warnen Geophysiker eindringlich in einer aktuellen Studie. Die Hälfte dieser Verluste wären zudem indirekte Kosten, die außerhalb der direkt betroffenen Gebiete entstehen würden.

Während bisherige Untersuchungen sich hauptsächlich auf die direkten Schäden und damit verbundenen Kosten eines solchen Ereignisses konzentriert hatten, bezieht die aktuell im Fachjournal der American Geophysical Union (AGU) Space Weather (DOI: 10.1002/2016SW001491) veröffentlichte Studie erstmals auch jene Kosten mit ein, die außerhalb der direkt betroffenen Zonen indirekt entstünden, wenn die potentiellen massiven Stromausfälle landesweite und auch internationale Lieferwege und Netzwerke unterbrechen würden.

Magnet

Wenn Licht "gehört" werden kann: Britische Forschungen weisen Gabe der Synästhesie für jeden Fünften nach

© grewi.de
Symbolbild Synästhesie
Lange Zeit galt Synästhesie, also die Kopplung zweier oder mehrerer eigentlich physisch getrennter Bereiche der Sinneswahrnehmung - etwa die Zuordnung von Farben mit Zahlen oder Höreindrücke bei starken Lichtreizen, als vergleichsweise seltener neurologischer Zustand. Eine neue Studie britischer Mediziner zeigt nun, dass Synästhesie tatsächlich weiter verbreitet sein könnte als bislang gedacht und sogar jeder Fünfte diese Fähigkeit besitzt.

Wie das Team um den Kognitiv-Neurologen Elliot Freeman von der Londoner City University aktuell im Fachjournal „Consciousness and Cognition“ (DOI: 10.1016/j.concog.2016.12.009) berichtet, haben sie 40 freiwilligen Testpersonen Morsekode-ähnliche Muster entweder als visuelle oder akustische Beispiele vorgespielt. Danach wurden diese Testpersonen gebeten zu bestimmen, ob die beiden Musterpaare aus der gleichen Sequenz aus Punkten und Strichen bestanden, oder eben nicht. Hinzu wurden die Personen befragt, ob sie - einhergehend mit den Lichtimpulsen - auch schwache Töne gehört hatten.

„Wie sich zeigte, behaupteten 22 Prozent der Teilnehmer, dass sie schwache Töne einhergehend mit den Lichtblitzen wahrgenommen hatten“, berichten die Forscher. Genau diese Gruppe war es zudem auch, die die beiden Musterpaare am besten aufeinander abstimmen konnten. Letztere Beobachtung führte die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass Synästhesie tatsächlich auch Vorteile mit sich bringen könnte. „Diese inneren Töne scheinen deutlich genug zu sein, um mit der Wahrnehmung äußerlich generierter Reize zu interagieren“, stellt Freeman fest. Die Forscher vermuten der Grund dafür, dass diese Form der Synästhesie offenbar deutlich verbreiteter ist als andere Formen (die beispielsweise Gerüche, Geschmäcker oder den Tastsinn betreffen), liege wohl in der Stärke der natürlichen Verbindung zwischen der Wahrnehmung von akustischen und visuellen Eindrücken.

Kommentar:


Cloud Precipitation

Starke Regenfälle in Australien erwecken Urzeitkrebse zum Leben

© Northern Territory Parks and Wildlife
Der Urzeitkrebs Triops australiensis
Eine prähistorische Krebs-Art wurde durch starke Regenfälle in Australien nach langjähriger Wartezeit endlich zum Leben erweckt.

Der Rückenschaler Triops australiensis ist ein lebendiges Fossil, das seit Millionen von Jahren fast unverändert geblieben ist. Er zählt zudem zu den zähesten Tieren unseres Planeten und lebt die meiste Zeit unter dem heißen Wüstensand. Seine im Boden vergrabenen Eier sind so hart, dass sie in der Lage sind, Extremtemperaturen und Dürreperioden bis zu zehn Jahre ohne Wasser überleben zu können.

Telescope

Große Anzahl der entdeckten Exoplaneten sind eigentlich "unmöglich"

© NASA Ames/JPL-Caltech
Mini-Neptune in unterschiedlichen möglichen Größen
Graz (Österreich) - Eine große Anzahl der bislang entdeckten Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sollte es in ihrer bislang angenommenen Form eigentlich gar nicht geben. Zu diesem Schluss kommen österreichische Astronomen und -physiker und sprechen von einem „Exoplanetenparadoxon“.

Wie das Team um Patricio Cubillos und Luca Fossati vom Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) aktuell im Fachjournal Monthly Notices of the Royal Astronomical Society (MNRAS; DOI:10.193/mnras/stw3103) berichtet, haben sie herausgefunden, „dass 15 - 20 Prozent der bekannten Neptun-ähnlichen Exoplaneten mit geringen Dichten gar nicht existieren dürften. Offensichtlich wurden bei ihrer Beobachtung Masse, Temperatur und/oder Radius fehlinterpretiert.“

Kommentar: Paradigmenwechsel: Astronomen finden für unmöglich gehaltene Doppelsternsysteme