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Mi, 26 Apr 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
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Snowflake

Faszinierender Frostschutz: Bauern bewahren durch Eis-Technik Obst-Blüten vor dem Erfrieren

© Matthias Kehrein
Eismantel gegen Erfrieren.
In den 90-er Jahren hatte Obstbauer Peter-Werner Decker bei seinen Äpfeln gleich in zwei Jahren hintereinander einen kompletten Ernteausfall zu verzeichnen. Nachtfrost hatte nahezu alle Blüten erfrieren lassen und für einen immensen finanziellen Schaden gesorgt. Mit der Berieselung der Blüten wurde eine effektive Schutzmaßnahme gefunden.

Mitternacht. Obstbauer Peter-Werner Decker und seine Frau Ilona schwingen sich auf ihrem Hof in Bornheim-Uedorf auf den großen Schlepper, und ab geht es zu ihren 10 Hektar Ackerland, bebaut mit rund 25.000 Apfelbäumen, die gerade in der Blüte stehen.

1990 und 1991 hatten die Deckers bei ihren Äpfeln gleich in zwei Jahren hintereinander einen kompletten Ernteausfall zu verzeichnen. Nachtfrost hatte nahezu alle Blüten erfrieren lassen und für einen immensen finanziellen Schaden gesorgt. Eine effektive Schutzmaßnahme wurde gesucht und gefunden: Die Berieselung der Blüten.

© Matthias Kehrein
Mit Frostberegnung die Apfelblüten schützen.

Kommentar: Das ist eine effektive Art, um (zumindest zum Teil) mit den um sich greifenden Erdveränderungen umzugehen.


Magnify

Bisherige Vorstellungen völlig auf den Kopf gestellt: Älteste Fossilien mehrzelligen Lebens entdeckt

© Stefan Bengtson, Swedish Museum of Natural History
Röntgenaufnahme der 2,4 Milliarden Jahre alten und 0,8 Millimeter durchmessenden versteinerten Gasblase mit darin eingeschlossenen Organismen.
Stockholm (Schweden) - Durch Zufall in Südafrika entdeckt, beinhalten versteinerte Gasblasen möglicherweise die bislang ältesten bekannten Fossilien mehrzelligen Lebens. Mit einem Alter von 2,4 Milliarden Jahren wären die Fossilien 1,2 Milliarden Jahre älter als die bisherigen Rekordhalter. Auch ihr einstiger Lebensraum widerspricht den bisherigen Vorstellungen von der Evolution des mehrzelligen Lebens auf der Erde.

Wie Forscher um Stefan Bengtson vom Naturhistoriska Riksmuseet in Schweden und Birger Rasmussen von der australischen Curtin University aktuell im Fachjournal Nature Ecology & Evolution (DOI: 10.1038/s41559-017-0141) berichten, wurden die versteinerten Gasblasen in 800 Metern Tiefe in der Ongeluk-Formation südafrikanischen Cape Province entdeckt.

Mit einem Alter von 2,4 Milliarden Jahren handelt es sich also nicht nur um die bislang ältesten Fossilien mehrzelligen Lebens - auch ihr einstiger Lebensraum unterscheidet sich deutlich von den bisherigen Vorstellungen über die Entstehung und Evolution der darin vorgefundenen Pilze und mit ihnen letztendlich auch allen mehrzelligen Lebens, den sogenannten Eukaryoten, zu denen auch wir Menschen zählen.

Magic Wand

Plötzlich weg - Gletscher ließ kanadischen Fluss binnen vier Tagen verschwinden

Das Schmelzwasser des Kaskawulsh-Gletschers hat sich einen neuen Weg gebahnt - schuld daran dürfte der Klimawandel sein

© jim best/university of illinois
Nahaufnahme der Schmelzwasserumleitung.
Urban - Der Kaskawulsh-Gletscher im kanadischen Kluane-Nationalpark zählt zu den größten Gletschern des Landes. Sein Schmelzwasser strömt seit Jahrhunderten vor allem über den Slims River nach Norden und mündet schließlich in der arktischen Beringsee. Bis jetzt, denn im Frühjahr 2016 kam es zu einem dramatischen Routenwechsel: Die Wassermassen bahnten sich in kürzester Zeit einen anderen Weg und fließen seither über den Alsek River Tausende Kilometer weiter südlich in den Pazifik.

Forscher der University of Washington Tacoma legen nun im Fachblatt "Nature Geoscience" eine Rekonstruktion des Ereignisses vor, das sie als ersten dokumentierten Fall aktiver "Flusspiraterie" bezeichnen - weil ein Fluss dem anderen sozusagen das Wasser abgräbt. Auf Deutsch spricht man von Flussanzapfung. "Man kennt geologische Spuren solcher Ereignisse, aber unseres Wissens nach hat niemand einen solchen Prozess zu Lebzeiten dokumentieren können - und jetzt passiert es vor unserer Nase", sagte Daniel Shugar, Erstautor der Studie.

Kommentar: Eine Periode ungewöhnlich warmes Wetter ist noch kein Klimawandel. Geologische Veränderungen wie das oben Geschilderte kamen und kommen immer wieder vor. Derzeit ist es sehr populär von dem Klimawandel als einem einzigartigem nur unsere Zeit betreffendem, menschenverursachten Ereignis zu sprechen. Warmzeiten und darauffolgende Kälteperioden gab es jedoch immer wieder in der Geschichte der Menschheit.


Family

Nach einer Plastikfressenden Mikrobe gibt es jetzt eine Motten-Larve, die Plastik frisst

Ist das die Lösung für das globale Müllproblem? Eine Forscherin in Spanien hat eine Raupenart entdeckt, die Plastik frisst.
© César Hernández/ CSIC
Die Entdeckung machten Forscher um Federica Bertocchin aus Spanien. Die Biologin ist Hobby-Bienenzüchterin. Bei der Säuberung eines Bienenstocks habe sie zu Hause im nordspanischen Santander, wo sie an der Universidad de Cantabria arbeitet, plötzlich "diese Würmchen" entdeckt.
Keine Frage, in der Welt der Wissenschaft gibt es etliche kluge Köpfe. Doch manchmal ist ausgerechnet der Zufall der beste Forscher. Zumindest gibt es dafür einige Beispiele: Die Entdeckung der bakterientötenden Wirkung des Penicillium-Schimmelpilzes 1928 durch Alexander Fleming gehört sicher zu den bekanntesten. Zwar war das Penicillin schon vorher beschrieben worden, doch erst eine zufällige Beobachtung von Fleming, die er in einer seiner Staphylokokken-Kulturen machte, brachte die Entwicklung von Antibiotika in Gang.

Genau so ein Zufall ist es, der nun Federica Bertocchini zu einer interessanten Entdeckung verholfen hat. "Ich beschäftige mich beruflich mit Hühnerembryos, bin aber Hobby-Bienenzüchterin", sagte die Biologin.

Bei der Säuberung eines Bienenstocks habe sie zu Hause im nordspanischen Santander, wo sie an der Universidad de Cantabria arbeitet, plötzlich "dieses Würmchen" entdeckt. "Es ernährt sich von Pollenresten und ist für uns Imker wie die Pest." Die Italienerin warf die Larven genervt in eine Plastiktüte. Und siehe da: "Nach einer Weile war der Beutel voller Löcher und die Larven waren draußen."

Telescope

Forscher bilden erstmals Brücke aus Dunkler Materie zwischen zwei Galaxien ab

© S. Epps & M. Hudson / University of Waterloo
Falschfarbenabbildung zweier, durch eine Brücke aus Dunkler Materie (rot) verbundener Galaxien (weiß).
Waterloo (Kanada) - Kanadische Astronomen ist erstmals die Abbildung einer Struktur gelungen, die sie für eine Verbindungsbrücke aus Dunkler Materie halten, die zwei Galaxien miteinander verbindet.

Wie das Team um den Astronomieprofessor Mike Hudson und Seth Epps von der University of Waterloo aktuell im Fachjournal Monthly Notices of the Royal Astronomical Society (DOI: 10.1093/mnras/stx517) berichtet, handelt es sich bei der darin veröffentlichte Aufnahme um ein Komposit verschiedener Aufnahmen, das erstmals die Verbindung von Galaxien durch ein „kosmisches Netzwerk aus Dunkler Materie“ zeigt, wie es bislang „unbeobachtbar“ war.

Dunkle Materie selbst ist eine immer noch ebenso rätselhafte wie umstrittene Substanz, die rund 25 Prozent unseres Universums ausmachen soll, jedoch mit gewöhnlicher Materie lediglich durch ihre Schwerkraft interagiert und selbst Licht weder abgibt, absorbiert oder reflektiert.

Better Earth

Erster mongolischer Satellit erreicht die Erdumlaufbahn

Die Mongolei hat an diesem Mittwoch ihren ersten Satelliten ins All geschickt. Der künstliche Erdtrabant heißt Mongol Sat-1. Mit dessen Hilfe will der Staat seine Möglichkeiten im Fernseh- und Telekommunikationsbereich erweitern, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

© Sputnik
Erster mongolischer Satellit erreicht Erdumlaufbahn (Symbolbild)
„Das Projekt, dessen Grundstein vor über zehn Jahren gelegt worden war, konnte nun endlich vollbracht werden. Das ist ein historischer Schritt vorwärts. Wir sind stolz darauf, dass die Mongolei ihren ersten Sputnik ins All geschickt hat“, erklärte Mijeegombyn Enchbold, Vorsitzender des Großen Staats-Chural (des heimischen Parlaments). Der Satellit war mit Unterstützung des Betreiberunternehmens Asia Broadcast Satellite (ABS) in den Orbit gebracht worden. Weitere Angaben zu Preis und Eigenschaften des Apparats wurden nicht bekanntgegeben.

Fireball

650 Meter großer Asteroid flog heute in geringem Abstand an der Erde vorbei

650-Meter-Brocken fliegt so nah vorbei wie seit 2004 kein anderer dieser Größe
© NASA
Der Asteroid 2014 JO25 kreuzt heute knapp hinter der ERde die Erdbahn - für einen so großen Brocken kommt er uns dabei relativ nahe.
Naher Vorbeiflug: Heute Mittag passiert ein 650 Meter großer Asteroid die Erde in relativ geringem Abstand. Der Brocken fliegt zwar in 4,6-facher Mondentfernung an unserem Planeten vorbei, dennoch ist dies die engste Passage eines so großen Asteroiden seit 13 Jahren. Weltweit werden Astronomen die Chance nutzen, den Asteroiden mit Teleskopen zu beobachten - denn über seine genaue Größe und Beschaffenheit ist bisher kaum etwas bekannt.

Rund 15.000 erdnahe Asteroiden sind bisher bekannt und werden überwacht. Unter diesen sind vor allem größere Brocken von mehreren hundert bis zu rund einem Kilometer Durchmesser. Würden sie die Erde treffen, könnten die Folgen ähnlich verheerend sein wie nach dem Einschlag des "Dinokillers" vor rund 65 Millionen Jahren.

Nächste Annäherung heute Mittag

Einer dieser eher größeren Asteroiden passiert heute Mittag unsere Erde - glücklicherweise in sicherer Entfernung. Der 650 Meter große Asteroid 2014 JO25 wurde erst vor rund drei Jahren von den Astronomen des NEOWISE-Programms der NASA entdeckt. Bisher ist daher nicht viel mehr über ihn bekannt als seine ungefähre Größe und die Tatsache, dass er eine eher helle Oberfläche besitzt.

Kommentar:


Bulb

"Kein anderes Tier wie dieses": Erstmals lebender Riesen-Schiffsbohrwurm entdeckt: "Schwefel-Magen"

US-Forscher haben auf den Philippinen zum ersten Mal einen riesigen Schiffsbohrwurm lebend zu Gesicht bekommen.
© Marvin Altamia/YouTube
Riesen-Schiffsbohrwurm
Dass es diese großen, seltsam aussehenden Kreaturen gibt, wissen unsere Wissenschaftler bereits seit dem 18. Jahrhundert, doch ein lebendiges Exemplar bekamen sie nie zu sehen. Bisher zeugten nur einige wenige leere Gehäuse oder angespülte Kadaver der Tiere von ihrer Existenz. Erst im Jahr 2010 wurde eine gezielte Suche nach dem Schiffsbohrwurm (Kuphus polythalamia) gestartet, nachdem in einem lokalen TV-Nachrichtenbericht auf den Philippinen die Geschichte eines Mannes bekannt wurde, der einen solchen Wurm zu medizinischen Zwecken gegessen hatte. Dieser Bericht brachte Daniel Distel vom Ocean Genome Legacy Center an der Northeastern University in Boston auf die Spur dieses Meeresbewohners, das er bereits seit 20 Jahren suchte. Nach zwei Expeditionen in der Region konnten sie im schlammigen Boden einer philippinischen Lagune eine Kolonie dieser Kreaturen aufspüren und ein ein Meter großes Exemplar fangen.


Doch eigentlich ist Kuphus polythalamia gar kein Wurm, sondern eine Muschel, die eine röhrenartige Schale besitzt, völlig schwarz ist und bis zu zwei Meter groß werden kann. Im Gegensatz zu den typischen Bohrwürmen hat diese Art keine holzverdauenden sondern schwefelverdauende Bakterien im Magen, das macht ihn unter den Weichtieren einzigartig. „Es gibt kein anderes Tier wie dieses", sagte Distel dem New Scientist.

Cowboy Hat

Argentinien: 70 Mio Jahre alte Dinosaurier-Eier mit Embryos gefunden

© Künsterische Darstellung

In der südargentinischen Provinz Neuquén sind Dinosaurier-Eier mit Überresten von Embryos gefunden worden. Sie sind 70 Millionen Jahre alt, wie die argentinische Nachrichtenagentur Telam berichtet.


Dieser Fund sei von einer immensen Bedeutung für die Wissenschaftler, sagte die Chefin des Departements für den Schutz des Kulturerbes, Claudia Della Negra.

„Sie (die Wissenschaftler - Anm. d. Red.) erforschen die Embryos völlig und haben schon eine Analyse der embryonalen Haut und der Zähne gemacht“, so Della Negra.

Ihr zufolge sind die Eier bis zu unserer Zeit in einem guten Zustand erhalten geblieben, weil auf dem Territorium, auf dem sie gefunden wurden, früher ein Sumpf war, der dann unter vulkanischen Ablagerungen begraben wurde.

Kommentar:
  • Es galt als unmöglich - und doch: Erstmalige Entdeckung von Dinosaurier-Blutgefäßen



Blue Planet

Das Elektrische Universum - Teil 30: Geographische Neigung und die magnetische Umkehrung

Teil 3: Irdische Auswirkungen der Annäherung von Nemesis und seinem begleitenden Kometenschwarm

Kapitel 30: Geographische Neigung und die magnetische Umkehrung

© electricYouniversE.com
Abbildung 167: Die magnetischen und geographischen Pole im Verhältnis zur Ekliptik.
Die Erde hat zwei verschiedene Polarten: Die geographischen Pole und die magnetischen Pole. Die geographischen Pole definieren die Achse um die sich die Erde dreht. Die magnetischen Pole sind die Punkte, an denen die Linien des Erdmagnetfeldes vertikal sind. Wie Sie in Abbildung 167 sehen können, befinden sich die geographischen und magnetischen Pole auf zwei unterschiedlichen Achsen. Keine von diesen beiden Achsen ist senkrecht zur Ebene der Ekliptik - die Ebene des Sonnensystems (lila). Anstatt senkrecht zu sein (schwarze gestrichelte Linie), weist die geographische Achse (grüne Linie) der Erde eine 23.5° Neigung in Bezug auf die Ekliptik des Sonnensystems auf und die magnetische Achse (schwarze Linie) hat eine 11° Neigung in Bezug auf die geographische Achse der Erde. Hätte unser Planet eine uniformitarische und ereignislose Entwicklungsgeschichte erlebt, sollten der geographische und magnetische Pol absolut senkrecht stehen (Abbildung 168).

Die Neigung der geographischen Pole

Zuerst werden wir uns auf den geographischen Pol und seine 23° Neigung fokussieren. Wie oben bereits erwähnt wurde, wenn unser Planet für Milliarden von Jahren beständig selbst Materie angezogen und gleichzeitig ruhig innerhalb der Wiege des Sonnensystems rotieren würde, zusammen mit seinen Freunden im ruhigen Kindergarten des Sonnensystems - was tatsächlich die offizielle Theorie ist - dann sollte die Rotationsachse vertikal sein. Selbst die klassische Mechanik - die die elektrische Natur des Universums nicht berücksichtigt - zeigt, dass ein externer Faktor notwendig ist, damit die Rotationsachse der Erde sich derart von der Vertikalen unterscheidet. Schon im Jahr 1878 wurde folgendes Gesetz ausgedrückt:
Wenn eine Masse um eine Achse rotiert, kann sie nicht um eine andere Achse rotieren, außer durch externe Kräfte.623
© Sott.net
Abbildung 168: Ausgerichtete magnetische und geographische Pole
Später entdeckten Wissenschaftler die Existenz eines elektrischen Feldes, in dem unser Planet eingeschlossen ist, was wiederum zu einer besseren Erklärung für die Neigung der geographischen Achse führte:
...das Erdfeld ist in gewisser Weise mit der Rotation des Planeten verbunden. Und dies führt zu einer erstaunlichen Entdeckung über die Erdrotation selbst... Die Rotationsachse der Erde hat sich auch verändert. Mit anderen Worten, die Erde hat sich gedreht und die Lage ihrer geographischen Pole verändert...624
Der Zoologe François de Sarre bestätigt, dass die Rotationsachse der Erde vertikal sein sollte und erklärt, wie die elektrische Kraft, die durch einen stark geladenen Kometen ausgelöst wird, der nahe an der Erde vorbei fliegt, mit Leichtigkeit mit der Erde interagieren könnte, und ihre Rotationsachse verändern kann:
Armin Naudiet stellte fest625, dass die Anziehung, die die Sonne auf den Gyroskop der Erde ausübt, langfristig zu einer Begradigung führt [also einer Rotationsachse vertikal zum Sonnensystem], da unser Planet keine perfekte Kugel ist. Geometrisch gesehen ist die Erde ein Ellipsoid. Durch die Eigenrotation und der Existenz einer höheren Zentrifugalkraft am Äquator, deformiert sich die Erde: Sie ist nicht kugelförmig sondern an den Polen leicht abgeflacht. Mit anderen Worten, wenn unser Planet für Milliarden von Jahren ‘ruhig’ rotiert hat (das heißt, ohne jemals "durchgeschüttelt" worden zu sein), so wie es Astronomen anerkennen, dann sollte es keine Achsenneigung geben... und keine Jahreszeiten, da sie aus der Neigung der Erdachse (23° 26) in Bezug auf die Ebene des Sonnensystems resultieren.

In jedem Fall unterstützt die jüngste Entdeckung einer fossilen Fauna (Dinosaurier!) nahe der Pole, die Hitze gewohnt waren, eher die These einer Erde ohne Jahreszeiten während der zweiten Ära.626 Es war auf der ganzen Erde heiß!...

Wie kann man also erklären, dass es jetzt Jahreszeiten gibt (in unseren Breiten) und dass die Erde ihren Kopf neigt und pendelnd um ihre geneigte Achse rotiert? Vermutlich erhielt sie einen ‘großen Shock’. Der Asteroid, der die Saga der Dinosaurier beendet hat, ist jetzt allgemein in der Wissenschaft akzeptiert - bezüglich des Einschlages und seiner unmittelbaren Auswirkungen. Aber kein Wort über die Störung, die daraus auf die Erdrotation ausgeübt worden sein könnte.

In seinem Buch627 geht der deutsche Ingenieurs Hans-Joachim Zillmer davon aus, dass die jetzige Neigung der Erde auf einen Himmelskörper zurückzuführen ist, der ein starkes elektrisches Potential mit sich führte (ein Komet?) und dessen nahe Begegnung mit der Erde, [sie] geneigt hat [...]

Angenommen, der nahe Vorbeiflug eines Kometen hat hier wiederkehrend einige tausend Jahre lang stattgefunden. Die Neigung der Erdachse relativ zur Ekliptik könnte stark erhöht worden sein, bis zu 30 oder 35 Grad, als sie plötzlich elektrokenetischen Kräften ausgesetzt wurde.... Und nein, es würde keine Gefahr bestehen, dass die Erde umkippt: erinnern wir uns an das Bild des Spielzeugkreisels!

Dann begann sich die Erde wieder langsam zu erholen. Das würde das Phänomen der Präzession der Tagundnachtgleichen erklären. Im Gegensatz dazu was Astronomen üblicherweise annehmen, wäre dieses Phänomen also nicht konstant, sondern stetig am Abnehmen, da die Erde zu ihrer Ursprungsposition, senkrecht zur Ebene der Ekliptik der Sonne, zurückkehrt (trotz der Trägheit des Systems).628
Wie oben erwähnt, muss ein externen Akteur mit einkalkuliert werden, um die heutige Neigung der Erdrotationsachse erklären zu können. Ein stark geladener Komet, der nahe an der Erde vorbei geflogen ist, könnte durchaus dieser verantwortliche Akteur gewesen sein, in dem er massive Elektro-Gravitationskräfte auf den Planeten ausgeübt hat und dadurch die geographische Achse von ihrer vertikalen Standardposition ‘weg gezogen’ hat. Wenn dieses Scenario der Wahrheit entspricht, dann hat die Achse der Erde sich seit diesem Zeitpunkt wieder langsam zurück zu ihrer vertikalen Standardposition bewegt (wegen der Trägheit dieses Gyroskops, welches unser Planet Erde ist).

Für die Mainstream-Wissenschaft jedoch hat die Schiefe des Erde (das heißt die axiale Neigung) schon immer bestanden und pendelt sanft im Durchschnitt alle 40,000 Jahre zwischen 22°1 and 24°2.629 Es gibt sogar vorgefertigte Formeln wie die Newcomb Formel630 , in der die Neigung der Erde eine Million Jahre in der Zukunft oder in der Vergangenheit berechnet wird. Alle diese Formeln über die Neigung in der Vergangenheit oder der Zukunft basieren jedoch auf theoretischen Modellen, die nicht einmal mit Beobachtungen aus der Vergangenheit übereinstimmen.

George Dodwell631 hat eine umfangreiche Studie über die in der Antike beobachtete Neigung der Erde durchgeführt. Er hat 120 Messungen gesammelt632, die die letzten viertausend Jahre umfassen: Von 1100 vor Christus bis zum 20. Jahrhundert.633

Die Grafik in Abbildung 169 umfasst die Zeitperiode zwischen 2450 vor Christus und 1960 nach Christus. Abgebildet ist die Entwicklung der Erdneigung (in Grad) anhand des theoretischen Newcomb-Modells (rote Linie) und die Beobachtungen, die durch Dodwell gesammelt wurden (blaue Kurve).

Die Beobachtungen von Dodwell weichen nicht nur vom theoretischen Modell der Mainstream-Wissenschaft ab, sondern offenbaren auch eine nahezu perfekte logarithmische Kurve. Diese logarithmische Kurve zeigt eine plötzliche und ausgeprägte Veränderung der Neigung (mindestens mehrere Grad) ungefähr 2345 Jahre vor Christus, was stark auf das Auftreten eines großen kosmischen Ereignisses zu dieser Zeit hindeutet, das die Erde überrollt hat.
© Dodwell
Abbildung 169: Die Obliquität der Ekliptik im Zeitraum von 2345 v. Chr. - 2000 n. Chr. Die theoretische Newcomb Formel (rot) im Vergleich zu Dodwells zusammengestellten Beobachtungen (blau).
Zu dieser Zeit gab es heftige klimatische, geologische und archäologische Veränderungen, in denen die großen Zivilisationen der Bronzezeit ausgelöscht wurden; die Ägypter, Mesopotamier und Griechen. Zum Beispiel wurden von den 350 Stätten der frühen Bronzezeit im antiken Griechenland mehr als 300 zerstört und viele andere verlassen.634

Die Wissenschaftsgemeinde stimmt im Allgemeinen zu, dass eine große Katastrophe zu dieser Zeit stattgefunden hat.635 Die Entdeckung von einem halben Dutzend Kratern636, die während der Zeit um 2350 vor Christus entstanden sind, inklusive eines massiven Kraters (3.4 km im Durchmesser), der im Irak entdeckt wurde637 , bestätigte die Asteorid-Hypothese, die seit Jahren von mehreren Wissenschaftlern vorgeschlagen wurde.638

© NASA
Abbildung 170: Der Umm al-Binni See im Amara Sumpfgebiet im Irak
Dodwell ging davon aus, dass ein sehr starker Kometeneinschlag nötig gewesen sein müsste um die Erde aus ihrer senkrechten Position in ihre heutige geneigte Ausrichtung zu drängen. Allerdings könnte nur ein sehr großer Körper einen substantielle Veränderung der Achse hervorrufen.636 Aber wie FrançoisDe Sarre herausgefunden hat, müssen Kometen nicht unbedingt auf die Erdoberfläche einschlagen um eine Veränderung der Rotation auszulösen. Ein stark geladener Komet, der nah genug an unserem Planet vorbei fliegt, könnte sogar stärkere Elektro-Gravitationskräfte ausüben - ausreichend um die Erdachse zu kippen - als die mechanischen Konsequenzen, die aus einem direkten Einschlag resultieren.

Mehrere Forscher640 haben nachgewiesen, dass Meteore die Erde nicht direkt treffen müssen um zerstörerische Auswirkungen auszulösen, einschließlich der Entstehung von Kratern.641 642 1908 explodierte 3 Meilen über Tunguska in Sibirien ein Objekt mit der Kraft von tausenden Hiroshima Bomben und verwüstete über 3200 Quadratkilometer auf der Erde darunter643. Die Überkopf-Explosion in Tunguska hat vielleicht sogar einen Krater verursacht. 2007 untersuchte der italienische Geologe Gasperini den Tscheko-See:
"Wir berichten über die Resultate unserer Untersuchung des Tscheko-Sees, der sich 8 km vom mutmaßlichen Epizentrum der Explosion befindet. Seine trichterförmige Morphologie am Boden und die Struktur seiner sedimentären Ablagerungen, die durch akustische Bildgebungsverfahren und direkte Entnahmen von Proben am Boden festgestellt wurden, sprechen dafür, dass der See einen Einschlagskrater füllt."644

"Es gibt Vermutungen von Wissenschaftlern, dass dieser See ein Einschlagkrater ist, der beim Tunguska-Ereignis entstand."644/1
© University of Bologna
Abbildung 171: Der Tscheko-See in der sibirischen Tunguska
Die Hypothese der durch einen Asteroiden ausgelösten Neigung der geographischen Achse wird auch durch die unzähligen Erdbeben stark untermauert, die unseren Planeten zu dieser Zeit heimgesucht haben. Nur ein beträchtlicher globaler Schlupf der Erdkruste kann die Störungen, die der gesamte Planet damals erlebte, erklären:
[...] der signifikanteste Aspekt der geologischen Beweise sind die Krustenbewegungen645, die ungefähr zur gleichen Zeit um 2300 vor Christus in vielen Regionen der Erde begannen.646
Dodwell's Forschungen zeigen wie die Erdneigung sich seit dem Jahr 2345 v.C. verringert hat, anfangs schnell (da die Erde zu Beginn weiter weg war von ihrer normalen Rotationsachse) und dann immer langsamer; deshalb kann man in den Daten eine logarithmische Kurve feststellen. Schlussendlich könnte die Rotationsachse der Erde wieder zu ihrer ursprünglichen vertikalen Ausrichtung zurückkehren - angenommen, dass in der Zwischenzeit nichts geschieht was in diesen Prozess eingreift. Die Erde verhält sich wie ein Kreisel, der sich um seine eigene Achse dreht und dann aus dieser Standardachse gerüttelt wird. Die Rotationsachse dieses Kreisels ist geneigt und eiert wegen dieser externen Störung. Wegen der gyroskopischen Eigenschaften dieses Kreisels, die diesen Kreisel dazu drängt, seine Achse immer in die selbe Richtung auszurichten, muss der Kreisel dann schließlich wieder zu seiner Ursprungsposition zurückkehren.
© Sott.net
Abbildung 172: Die geographische und magnetische Achse vor und nach der Störung durch einen Kometen
Dieses Eiern der Erde nennt man auch ‘Chandler-Wobbel’ oder ‘Nutation’. So eine Instabilität ist symptomatisch für ein Ungleichgewicht: Die Erdrotationsachse stimmt nicht mit dem Zentrum der Trägheit überein.647 Wenn der aktuelle Zustand der Erde ausschließlich das Resultat einer ereignislosen linearen Evolution wäre, dann würde die Achse vertikal sein und kein Eiern existieren. Eine der wenigen möglichen Erklärungen für so eine große Zerrüttung ist die Veränderung der Orientierung der Erdrotationsachse, induziert von elektromagnetischen Kräften von einem nahen Kometen. In solch einem Scenario:
1. Die Veränderung der Rotationsachse würde die Äquatorwulst von der vorherigen Äquatorregion zu einer neuen Region bewegen. Das würde auf eine massive Kompression der ehemaligen Äquatorregion hinauslaufen (verringerte Zentrifugalkräfte) und massive Ausweitungskräfte an der neuen Äquatorregion (verstärkte Zentrifugalkräfte).

2. Eine plötzliche Veränderung der Roationsachse kann einen ‘Krusten-Schlupf’ induzieren. Wegen der viskosen Eigenschaften des Mantels und des Kerns unseres Planeten, kann nur ein Teil des Drehmoments, der von einem vorbei fliegenden Kometen ausgeübt wird, in die innere Region der Erde weitergegeben werden. Die solide Kruste rotiert stärker als der eher flüssige Mantel. Der Unterschied in der Rotation zwischen dem Kern und der Kruste entspricht dem Krusten-Schlupf.
Auf der linken Seite in Abbildung 172 ist die Erde mit ihren zwei vertikal ausgerichteten Achsen abgebildet (magnetische Achse und Rotationsachse). Auf der rechten Seite ist der Effekt eines nahen Kometen auf die Erde abgebildet, der die geographische Achse 23.5° relativ zur ursprünglich vertikalen Achse und den Kern um 12° neigt, daher ensteht ein Krusten-Schlupf von 11.5°.

© COAS/NASA
Abbildung 173: Auf der linken Seite: Veränderungen der Lage des Magnetpols (200 v. Chr. - heute). Auf der rechten Seite: Intensität-Variation des Magnetfeldes über die letzten 800.000 Jahre
Beachten Sie, dass die Auswirkungen eines solch plötzlichen Schlupfs viel dramatischer wäre als die Auswirkungen des begrenzten Schlupfs der ein-minütigen Verlangsamung der Erde, die zuvor im Buch beschrieben wurde.648

Magnetische Pole

Lassen Sie uns jetzt das Erdmagnetfeld, auch bekannt als geomantisches Feld, näher betrachten. Wenn wir an Seeleute denken, die ihren Kompass benutzen um den Weg auf hoher See zu finden, könnten wir zum Schluss kommen, dass dieses Feld unveränderlich ist. In Wirklichkeit jedoch verändert sich Intensität und Ausrichtung des geomagnetischen Feldes ständig (Abbildung 173).

Die Veränderung der Lage der magnetischen Pole ist der Grund dafür, warum Segel-Karten mit einem Druckdatum und einer Deklination versehen sind (Winkel zwischen dem geographischen Pol und dem magnetischen Pol). Je nachdem, an welchem Datum der Matrose seine Route berechnet, wird er die Deklination wegen der sich ständig verändernden Lage des magnetischen Pols anpassen.

Messungen der Intensität des gesamten Erdmagnetfeldes begannen im Jahr 1840 in den Gauss Observatorien.649 Seitdem hat sich das Feld kontinuierlich mit einer Rate von 6.3% pro Jahrzehnt abgeschwächt. Bei diesem Tempo wird die Intensität des Feldes in 1600 Jahren den Wert 0 erreichen.650 Dieser Trend wurde durch Untersuchungen der Magnetisierung in alten Tongefäßen bestätigt und zeigte, dass das Erdmagnetfeld in römischen Zeiten ungefähr doppelt so stark war.651

© Courtillot & Le Mouel
Abbildung 174: Die geomagnetische Aktivität der Erde (gestrichelte schwarze Kurve) im Vergleich zur Sonnenaktivität (blaue Kurve) im Zeitraum von 1873 - 1981.
© Sott.net
Abbildung 175: Magnetfelder (B) induziert durch die Jetstreams.
Das Erdmagnetfeld kommt aus verschiedenen Quellen. Eine dieser Quellen scheint mit der Sonnenaktivität verknüpft zu sein. Wie in Abbildung 174 dargestellt, haben mehrere Wissenschaftler652 eine positive Korrelation zwischen der Sonnenaktivität und der Intensität des Erdmagnetfelds demonstriert.

Dieses variable Magnetfeld könnte zumindest teilweise durch den Jetstream induziert sein (siehe Abbildung 175). Tatsächlich generiert eine positive Ladung, die in einem Kreis nach Osten fließt (grüne Pfeile), ein Magnetfeld, das die selbe Polarität aufweist wie das geomagnetische Feld (gelbe Pfeile).

Das ist bei dem polaren Jetstream und dem Jetstream in den mittleren Breiten der Fall. Das induzierte Magnetfeld hat dieselbe Richtung, wenn sich eine negative Ladung in Richtung Westen bewegt, was bei dem Äquator-Jetstream der Fall ist (roter Pfeil). Das könnte erklären, warum das Erdmagnetfeld in der Intensität abnimmt wenn die Sonnenaktivität niedrig ist. Beachten Sie jedoch, dass diese Variationen extrem klein sind und weniger als 0,01%653 der geomagnetischen Feldstärke betragen. Eine weitere sich nicht gegenseitig ausschließende Möglichkeit ist, dass die Sonnenaktivität und das geomagnetische Feld von der selben Ursache angetrieben werden.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch: