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Fr, 29 Jul 2016
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Wissenschaft und Technologie
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Fireball 4

Asteroid 2016 NX22 kommt der Erde nicht gefährlich nah

Himmelsobjekt wird uns am 2. August doch recht deutlich verfehlen.
© NASA
Weltuntergangs-Hysteriker schlugen - einmal mehr - wegen eines Asteroiden Alarm. Der 87 Meter große Asteroid "2016 NX22" war diesmal das Objekt ihrer Wahl. Das Himmelsobjekt könnte am 2. August die Erde treffen und für dramatische Klima-Änderungen sorgen. Durch einen Einschlag würden Staub und Gase in hohe Schichten der Atmosphäre geschleudert, wodurch die Sonneneinstrahlung zurückgeht und sich die Erde abkühlt. Das würde Temperaturen wie in der letzten Eiszeit bedeuten.

NASA gibt Entwarnung

Das wird freilich nicht passieren. Denn: Den aktuellsten Berechnungen des Jet Propulsion Laboratory der US-Raumfahrtbehörde NASA in Pasadena/Kalifornien zufolge wird "2016 NX22" die Erde um 12,9 Lunardistanzen (1 Lunardistanz entspricht dem Abstand Erde-Mond, ca. 400.000 Kilometer) verfehlen.

Hiliter

Wissenschaftler erzeugen aus Urin Dünger und können anschließend sogar ein Bier brauen

Igitt: Bier aus Urin? Im belgischen Gent sind sie da dran. Ein Professor lässt Festivalbesucher im Namen der Wissenschaft pinkeln. Der Mann hat Erfahrung mit ungewöhnlichem Bier.
Belgische Forscher wollen aus Urin Bier brauen lassen. Sie baten Besucher eines Festivals, in ein spezielles Pissoir zu pinkeln, wie Wasserexperte Arne Verliefde von der Universität Gent am Mittwoch der dpa erklärte. Die Wissenschaftler testeten dabei ein Verfahren, um Düngerstoffe und Trinkwasser aus Urin zu filtern. Hauptziel des Projektes ist es, billigen Dünger für Entwicklungsländer herzustellen.

Unter dem Motto „Pinkeln für die Wissenschaft“ hatten die Wissenschaftler rund 1000 Liter Urin gesammelt. Daraus waren mit einer speziellen Anlage Stickstoff, Kalium und Phosphor gefiltert und rund 950 Liter Trinkwasser gewonnen worden. Nach der Prüfung durch staatliche Labore soll das Wasser zum Brauen eines Spezialbieres genutzt werden.

Bug

Entdeckung von Milcheiweiß bei Kakerlakenart, das dreimal so nahrhaft wie Büffelmilch ist

© Flickr / Mike Keeling
Indische Wissenschaftler haben bei einer Kakerlakenart ein Milcheiweiß entdeckt, das dreimal so nahrhaft wie Büffelmilch ist.

Derzeit wird ein Lebensmittelzusatz auf der Basis dieses Stoffes entwickelt, schreibt die Zeitschrift „International Union of Crystallography“. Auf Gizmag.com ist eine kurze Zusammenfassung dieses Artikels zu finden.

Unter den vielen Kakerlakenarten soll es eine - Diplopterapunctata - geben, die keine Eier legt, sondern lebenden Nachwuchs zur Welt bringt. Diese Art gibt es im Fernen Osten und in Ozeanien. Diese Kakerlaken ernähren ihren Nachwuchs mit einer Art Milch. Die indischen Forscher haben diese mit Röntgenstrahlen untersucht und festgestellt, dass sie ein vollwertiges Nahrungsmittel ist, weil sie Eiweiß samt Aminosäuren, Fetten und Zucker enthält. Derzeit versuchen die Wissenschaftler, einen künstlichen analogen Stoff zu kreieren.

2015 hatten Studenten aus den USA und Kanada Mehlkäfermaden für die Entwicklung von neuen Nahrungsprodukten genutzt. Die Experten boten eine Technologie zur Herstellung des Kunstfleisches „C-fu“ aus Mehlkäfermaden an. Das daraus gewonnene Eiweiß wird speziell bearbeitet, und daraus entsteht eine Art Tofu. Dieses Produkt ist reich an Omega-3- und Omega-6-Säuren, die für die Haut, die Haare und das Herzkreislaufsystem nützlich sind.

Smiley

Sonne zeigt ihr verärgertes Gesicht den Erdenbürgern

Nasa-Wissenschaftler haben ein beeindruckendes Video veröffentlicht, auf dem die Sonne ein „verärgertes Gesicht“ hat. Für die Astronomen allerdings ist das nichts weiter als eine Illusion.
© NASA/SDO/AIA
The sun seems to be making a nervous face in this image, which was captured on July 14, 2016 by NASA's Solar Dynamics Observatory spacecraft.
Was der Betrachter geneigt ist, als Augen zu interpretieren, seien demnach eigentlich zwei aktive Bereiche des koronalen Masseauswurfs, so die Wissenschaftler. Die Illusion des Mundes verursache ein dunkler und kälterer Teil des Sternes, der Magnetstrahlungen ins All sende.

Better Earth

EPIC-Kamera zeigt ein Jahr der Erde aus 1,6 Millionen Kilometer Entfernung

Washington (USA) - In einer Entfernung von rund 1,6 Millionen Kilometern zwischen Erde und Sonne platziert, beobachtet die EPIC-Kamera an Bord des DSCOVR-Satelliten der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) die Erde. Jetzt haben Astronomen von NOAA und NASA ein aus rund 3.000 Einzelbildern bestehendes Zeitraffer-Video veröffentlicht, dass die jeweils von der Sonne beleuchtete Tagesseite unseres Planeten über den Zeitraum eines Jahres zeigt.
© NASA/NOAA
Die Erde aus 1,6 Millionen Kilometern Entfernung betrachtet.
Regelrecht geparkt wurde der Erdbeobachtungssatellit auf dem sogenannten Lagrangepunkt 1 und damit an einem jener Punkte, an denen sich die Schwerkraft der Erde und die der Sonne jeweils ausgleichen. Von hier aus machte die EPIC-Kamera alle zwei Stunden eine Aufnahme der irdischen Tagesseite.

Bulb

Gewusst? Der höchste Punkt der Erde ist nicht am Mount Everest


Chimborazo
Der höchste Berg der Erde ist zweifelsfrei der Mount Everest im Himalaya, doch den höchsten Punkt auf unserer Erde bildet er nicht. Der befindet sich nämlich auf dem Gipfel des inaktiven Vulkans Chimborazo in Ecuador.

Mit einer Höhe von 8.848 Metern gilt der Mount Everest im Himalaya zwar ganz klar als der höchste Berg der Erde, doch dies eigentlich auch nur, wenn man die sichtbare Bergmasse zählt. Ansonsten müsste der Mount Everest seinen Titel an den Mauna Kea auf Hawaii abtreten. Der weist zwar nur eine sichtbare Höhe von 4.205 Metern auf, ist aber von seinem eigentlichen Fuß unter dem Meeresgrund bis zum Gipfel eigentlich stolze 17.000 Meter hoch.

Ornaments

Erstmals X-förmige Galaxie in Aufnahme nachgewiesen

Gigantische X-förmige Struktur gibt Hinweise auf galaktische Geschichte

Ein X im Milchstraßen-Zentrum: Erstmals ist es Astronomen gelungen, die rätselhafte X-Struktur im Herzen der Milchstraße direkt abzubilden. Dass es eine solche X-förmige Zone erhöhter Sternendichte gibt, ließ sich bisher nur indirekt schließen. Doch jetzt hat ein aus Daten des Infrarot-Teleskops WISE erstelltes Bild sie sichtbar gemacht - und damit jeden Zweifel über ihre Existenz ausgeräumt. Gleichzeitig hilft dies auch zu klären, wie der zentrale Bulge unserer Galaxie einst entstand.

© Dustin Lang/ Dunlap Institute
In dieser aus WISE-Daten zusammengestellten Aufnahme des Milchstraßenzentrums ist die X-förmige Verteilung von Sternen bereits zu erahnen.
Unsere Milchstraße ist eine typische Balkenspirale - eine Spiralgalaxie, deren zentraler Teil zu einem geraden Balken ausgezogen ist. Aber das ist noch nicht alles: Schon vor einigen Jahren fanden Astronomen Hinweise darauf, dass die Sterne im Zentrum der Galaxie eine seltsam x-förmige Struktur bilden. Ein direktes Bild dieser Struktur fehlte jedoch bis jetzt.

Blick hinter die Staubwolken

Das hat sich nun geändert, dank der aufwändigen Arbeit des Astronomen Dustin Lang von der University of Toronto. Dieser hatte im Mai 2015 aus frei zugänglichen Daten des WISE-Satelliten der NASA ein Bild der Milchstraße und ihres Zentrums zusammengestellt und veröffentlicht. "Ich will gar nicht zugeben, wie lang es gedauert hat, 150 Gigapixel zu diesem WISE-Bild aufzusummieren", schrieb er damals.

Bulb

Neueste russische Erfindung: Der Gyrocopter - Leichtester Helicopter der Welt

Russische Entwickler haben im Luftzentrum „Woskresenks“ bei Moskau ihre neueste Erfindung vorgestellt - den Gyrocopter „Mikron“. Das Video zeigt Tests eines der leichtesten Tragschrauber der Welt.
© Screenshot
Mit dem Gewicht von 115 Kilogramm braucht der Tragschrauber laut der Agentur Ruptly keine Registrierung und auch keinen Pilotenschein.

„Dank der geringen Größe kann der Gyrocopter in einem Kofferraum eines großen Autos oder in einem Pkw-Anhänger transportiert werden. Der Helicopter kann innerhalb von wenigen Minuten zusammen- und dann wieder aufgeklappt werden“, so der Testpilot Dmitri Rakitski.

Jupiter

Aktivste Polarlichter auf Jupiter aufgenommen - Größer als unsere Erde

Polarlichter sind ein faszinierendes Himmelsspektakel. Die bunten, geisterhaften Leuchterscheinungen in Rot, Grün, Gelb und Blau lassen sich allerdings nur in den Polarregionen beobachten. Das Phänomen der Polarlichter gibt es nicht nur auf unserem Planeten. Auch an den Polen des Riesenplaneten Jupiter gibt es dieses Leuchten.
© Nasa
Das Weltraumteleskop Hubble hat jetzt wunderbare Fotos und Videos von den sehr quirligen Polarlichtern des Jupiters geliefert. Das gemeinsam von der Nasa und der Esa betriebene Teleskop hat die Aufnahmen im Bereich des ultravioletten Lichts angefertigt, in dem die Polarlichter des Jupiters besonders gut zu sehen sind.

Die Polarlichter des Jupiters entstehen grundsätzlich nach dem gleichen Prinzip wie auf der Erde. Der aus geladenen Teilchen bestehende Sonnenwind wird vom Magnetfeld des Planeten in die Polarregionen geleitet, wo die Magnetfeldlinien in die Atmosphäre eintauchen.

Dort stoßen dann die negativ geladenen Elektronen und die positiv geladenen Protonen aus dem Sonnenwind auf die Atome und Moleküle der Atmosphäre. Diese werden durch die von der Sonne kommende Partikelstrahlung ionisiert und senden anschließend Licht mit einer bestimmten Wellenlänge aus. Die Farbe des Lichts hängt dabei von den in der Atmosphäre vorhandenen Molekülen (im Fall der Erde vorwiegend Stickstoff und Sauerstoff) sowie der Energie der Teilchen im Sonnenwind ab.

Bulb

Wissenschaftler entdecken Photonen-Tunnel im Gehirn: Elektrische Leiter zwischen den Neuronen

Wissenschaftler an den Universitäten Calgary und Alberta in Kanada haben eine Verbindungsart zwischen Neuronen ermittelt, die für die moderne Wissenschaft prinzipiell neu ist, berichtet die Webseite BioRxiv unter Berufung auf die Forscher.
© Fotolia/ Andrea Danti

Es handle sich dabei um Photonentunnel im Menschenhirn. Wie die Biologen bereits früher herausgefunden hatten, können die Nervenzellen Photonen ausstrahlen, welche Verbindungen zwischen Neuronen sichern können.