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Mo, 10 Dez 2018
Die Welt für Menschen, die denken

Das Kind der Gesellschaft
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Black Cat 2

Proteste in Frankreich gehen weiter: Sehenswürdigkeiten werden geschlossen und Fußballspiele finden nicht statt

Schülerproteste, enttäuschte Bauern und wütende "Gelbwesten" - Frankreich bereitet sich auf ein turbulentes Wochenende vor. Die Regierung hat 90.000 Polizisten mobilisiert, Sehenswürdigkeiten wie der Louvre schließen.
proteste frankreich
Vor neuen Protesten der "Gelbwesten" wächst in Frankreich die Sorge. Die Mitte-Regierung befürchtet am Wochenende eine neue Eskalation der Gewalt und will deshalb massiv Sicherheitskräfte aufbieten.

Zehntausende Polizisten im Einsatz

89.000 Polizisten und andere Ordnungskräfte seien für diesen Samstag mobilisiert worden, davon 8000 in der Hauptstadt, sagte Premierminister Édouard Philippe. Dort sollen auch etwa ein Dutzend gepanzerter Fahrzeuge der Gendarmerie eingesetzt werden.

Präsident Emmanuel Macron will sich Anfang kommender Woche an die Öffentlichkeit wenden, um angesichts der Ausschreitungen gegen seine Wirtschaftspolitik die Wogen zu glätten. Der Präsident wolle zeigen, dass er sich der Wut der Bevölkerung annehme und dass Lösungen gefunden werden müssten, erklärte der Elysée-Palast. Die Regierung war zuletzt bereits auf die Demonstranten zugegangen und hatte umstrittene Steuererhöhung gekippt.

Kommentar: Die wichtige Frage ist, wie wird sich morgen die Polizei verhalten und auf welcher Seite wird sie stehen?


Take 2

Erwischt: NGO bringt Flüchtlingen bei, Asylbehörden in der EU zu betrügen - Förderung einer Strategie der Spannung in Europa

Am Montag vergangene Woche veröffentlichte die kanadische YouTuberin und Dokumentarfilmerin Lauren Southern eine Video-Aufzeichnung, die darstellt, wie eine in Griechenland wirkende NGO, Advocates Abroad, Migranten beigebracht haben soll, wie sie durch glaubhafte Irreführung von Behörden Asylstatus in der EU erhalten können.

Ariel Ricker NGO Flüchtlinge Betrug
Kurz zur Info, diese NGO wurde Sputnik zufolge 2016 gegründet und soll inzwischen über 17.000 Migranten und Flüchtlingen rechtliche Hilfe und Beratung v.a. für Asylverfahren in Griechenland und anderswo gewährt haben. Ihre Freiwilligen kommen u.a. aus der Studentenschaft von Eliteuniversitäten, darunter Cambridge, die auch eine studentische Förderinitiative (SolidariTee) für Advocates Abroad und weitere NGOs betreiben.

Die besagte Aufzeichnung entstand im Rahmen von Southerns Recherchen für ihre kommende Dokumentation "Borderless", die sich der Flüchtlingskrise in Europa widmen soll. Darin führte ihr Ko-Produzent George Llewelyn-John offenbar mit versteckter Kamera ein Interview mit der Leiterin der NGO, Ariel Ricker.

Ricker gibt darin zu, Asylbewerber dazu angehalten zu haben, Trauma und Verfolgung vorzutäuschen bzw. "wie in einem Theater" zu "schauspielern" und sich auch als verfolgte Christen auszugeben, um dadurch ihre Wahrscheinlichkeit auf Asyl zu erhöhen. Denn damit könnten sie die "Dummheit" europäischer Asylbehörden zu ihrem Vorteil ausnutzen.

Laut nachfolgend gezeigtem Tweet von Southern sollen sogar die Vereinten Nationen inzwischen auf das Video reagiert und es als "alarmierend" bezeichnet haben.

In den Tweet eingebettet ist auch schon eine Kurzfassung der Aufzeichnung, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Die ausführlichere Version kann mitsamt Transkript in deutscher Übersetzung dann weiter unten angeschaut werden.

Gift 3

Weihnachtsgrüße an unsere Leser! - Erhalten Sie Ihren SOTT-Kalender für 2019 hier!

weihnachtsgrüße sott, weihnachten
© Sott.net
Liebe Leser,

wir möchten Ihnen allen eine frohe Weihnachtszeit und Feiertage wünschen und das Allerbeste für das Jahr 2019.

Warten Sie... sagten wir Feiertage?!

Ja, wir wissen, dass Weltereignisse - ebenso wie SOTT-Redakteure - keine 'Feiertage' haben. So wie die 'Bösen einfach keine Ruhe geben', können sich auch jene, die einer zunehmend verrückten Welt Aufmerksamkeit zollen, sich nicht viel von einer 'Pause' gönnen. Der globale Niedergang ins Chaos, in Spaltung und Polarisierung verlangt uns allen Gefühle von (drohendem) Verhängnis ab sowie die Empfindung, dass es nichts gibt, wofür man dankbar sein könnte.

Doch wenn wir ehrlich reflektieren und unsere Prioritäten für einen Moment refokussieren, erkennen wir, dass es immer etwas gibt, wofür man dankbar sein kann. Seien es der enge Familienkreis und Freunde, mit denen gemeinsam wir uns einer Ruhepause von den Lügen und Verwerflichkeiten erfreuen können - oder einfach das Wissen, dass die zerstörerischen Kräfte, ganz gleich wie arg sie es versuchen, niemals Wahrheit und Liebe aus dieser Welt auslöschen können, so lange wir sie in unseren eigenen Herzen lebendig erhalten.

Wir auf SOTT sind stolz auf das, was wir in diesem Jahr erreichen konnten - nicht nur auf der englischsprachigen Webseite Sott.net, sondern auf unserer gesamten vielsprachigen Medienplattform und wir sind uns stets dessen bewusst, dass das nicht möglich sein würde ohne die Beiträge, Rückmeldungen und Unterstützungsbotschaften von unseren Lesern und Unterstützern. Ohne diese würden wir uns, offen gesagt, ebenfalls hoffnungslos fühlen.

Während wir vom Jahr 2018 Abschied nehmen, kommt hier unsere jährliche Auflistung von dem, was auf den SOTT-Medien an Aktivitäten gelaufen ist, gefolgt von Informationen, wie Sie Ihr Exemplar des SOTT-Kalernders für 2019 sowie weitere SOTT-Artikel erhalten können.

Hardhat

Der Darwinpreis geht an John Allen Chaz - Ignoranz tötete ihn mit Pfeilen von Ureinwohnern

  • Im Fall des im Indischen Ozean getöteten US-Amerikaners hat die Mutter des Toten seine letzten Tagebucheinträge veröffentlicht.
  • Sie bestätigen, dass der junge Mann auf der Insel war, um die dort lebenden Sentinelesen zum Christentum zu bekehren.
  • Die Sentinelesen gelten als eines der letzten "unkontaktierten Völker" der Welt und müssen von der Außenwelt abgeschnitten bleiben, um ihr Überleben zu sichern.
john allen chau
© Reuters
Schon im indischen Polizeibericht zum Todesfall des US-Amerikaners John Allen Chau ist notiert, er sei "zu missionarischen Zwecken" nach North Sentinel Island aufgebrochen, jener Insel im Indischen Ozean, auf der das abgeschottete Volk der Sentinelesen lebt. Inzwischen hat die Familie seine letzten Aufzeichnungen der Washington Post überlassen, 13 handgeschriebene Seiten, die der junge Mann offenbar bei Fischern ließ, bevor er in seinem Kajak auf den Strand zusteuerte. Die Zeilen bestätigen sein Motiv.

Der junge Amerikaner war besessen von der Idee, den Menschen auf der Insel die Bibel zu bringen. "Herr, ist diese Insel die letzte Hochburg des Satans, wo niemand Deinen Namen gehört hat oder wenigstens die Chance hatte, ihn zu hören?" So zitiert das Blatt aus Chaus letzten Aufzeichnungen, die teils auch in indischen Zeitungen erschienen.

Kommentar: Man könnte fast behaupten, er hätte diesen Tod verdient.


Hammer

Jetzt auch in Deutschland: Massenschlägerei bei TK Maxx am "Schwarzen Freitag"

Eigentlich kennt man solche Nachrichten nur aus den USA, dass es am sogenannten "Schwarzen Freitag" zu Massenschlägereien kommt. Doch seit diesem Jahr gibt es eine Veränderung, denn der "Schwarze Freitag" ist verstärkt in Deutschland vermarktet worden und somit kam es auch zu einer Massenschlägerei bei TK Maxx in Osnabrück.

osnabrück
© Nonstop-News
egen einer Massenschlägerei bei TK Maxx war die Osnabrücker Polizei Freitagnachmittag in der Kamp-Promenade mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Rund 40 Personen haben sich Freitagnachmittag bei TK Maxx in der Osnabrücker Kamp-Promenade eine Schlägerei geliefert. Zwei Kontrahenten wurden verletzt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Mitglieder von zwei rivalisierenden Gruppen oder Großfamilien waren in der Filiale der Niedrig-Preis-Kette aneinander geraten. Augenzeugen berichten, es sei ein handfester Streit um die besten Black-Friday-Schnäppchen entbrannt.

- Osnabrücker Zeitung
Die Polizei war nach Informationen der Osnabrücker Zeitung mit 15 Streifenwagen vor Ort und das Einkaufszentrum wurde für 30 Minuten gesperrt.

Insgesamt ein schwarzer Freitag für die deutsche Gesellschaft.

Candle

Russischer Geheimdienstgeneral mit 62 Jahren gestorben

Der Chef des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Korobow, ist am Mittwoch im Alter von 62 Jahren gestorben. Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte, erlag Korobow einer schweren und langen Krankheit.
igor korobow
© CC BY 4.0 / Russlands Verteidigungsministerium / Igor Valentinovich Korobov (cropped image)
General Korobow erhielt mehrere Staatsauszeichnungen, darunter die höchste Auszeichnung "Held der Russischen Föderation". Er arbeitete für GRU seit 1980. Zum Chef dieser Organisation wurde er im Januar 2016 ernannt. Korobow leitete auch die Einsätze russischer Aufklärer im Zuge der Militäroperation in Syrien.

Korobow hinterließ eine Frau und zwei Töchter.

Ambulance

Kälteschutz für Obdachlose: Zwei Bahnhöfe werden in Berlin geöffnet

Menschen, die auf der Straße leben, sollen nachts künftig Notquartiere in den U-Bahnstationen am Moritzplatz und im Bahnhof Lichtenberg finden
obdachloser
© imago/Jürgen Ritter
Die Entscheidung der BVG kam am Dienstagnachmittag überraschend. Sie ist nun doch bereit - und zwar schon ab dem heutigen Mittwoch - zwei U-Bahnhöfe als Notquartier für Obdachlose zu öffnen. Der U-Bahnhof Moritzplatz in Kreuzberg und der Bahnhof Lichtenberg sollen es werden - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sich der Senat um alles kümmert. Er soll Sozialarbeiter und Reinigungskräfte stellen sowie Dixi-Klos besorgen. Der U-Bahnhof Moritzplatz eignet sich, weil er zentral gelegen ist und ein Zwischengeschoss hat, von dem mehrere Ausgänge abgehen. Der Bahnhof Lichtenberg war im vergangenen Winter bereits für Obdachlose geöffnet worden.

Das Problem führte zu Zoff im Senat

Vorausgegangen war eine tagelange Debatte, die schließlich zu Missstimmungen zwischen Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) und der BVG - und dem Vernehmen nach auch zu Zoff im Senat - geführt hatte. Wie berichtet hatte die BVG einen ehemaligen Fußgängertunnel am Alexanderplatz als Notquartier vorgeschlagen. Dies hatte jedoch Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) abgelehnt.

Kommentar: Eine bessere Lösung wäre es, wenn leerstehende Flüchtlingsunterkünfte dafür genutzt werden könnten, oder einfache Containerbauten. Doch solche Unterkünfte müssen auch von Institutionen finanziell getragen werden, zudem viele Obdachlose auch solche Einrichtungen meiden. Doch wenn ihnen geholfen werden soll, sind solche Container eigentlich die bessere Lösung.


Camera

Dutzende Tote bei Anschlag in Kabul, Afghanistan

Erneut hat ein Selbstmordattentäter in Afghanistan einen verheerenden Anschlag ausgeübt. Viele Menschen wurden getötet. Ziel war der Ulema-Rat, das höchste Gremium der afghanischen Geistlichkeit.
afghanistan
© Reuters
Bei einem Anschlag auf eine Versammlung religiöser Führer sind in Kabul mindestens 43 Menschen getötet worden. Weitere 83 Menschen seien bei der Explosion verletzt worden, teilte ein Sprecher des afghanischen Gesundheitsministeriums mit. 24 der Verwundeten würden in Lebensgefahr schweben.

Der Anschlag galt offenbar dem Ulema-Rat, dem höchsten Gremium der afghanischen Geistlichkeit, der sich in einem Hochzeitssaal versammelt hatte. Dort hatte gerade eine religiöse Zeremonie im Zuge des Feiertags des Geburtstags des Propheten Mohammed stattgefunden, sagte der Ministeriumssprecher Wahidullah Madschroh. Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

Kommentar: Und viele dieser Angriffe wurden durch westliche Organisationen finanziert und unterstützt - und alles im Namen der "Demokratie":


Che Guevara

Massenproteste in Frankreich wegen Erhöhung von Spritpreisen

In Frankreich sind laut Behörden 283.000 Menschen gegen die hohen Spritpreise auf die Straßen gegangen. Sie blockierten Straßen und stoppten Autos. Für eine Frau endete der Protest tödlich.
protest frankreich
"Macron démission" ("Macron tritt zurück") rufen die wütenden Demonstranten. In ihren gelben Warnwesten, den Gilets Jaunes, laufen sie mitten auf der Fahrbahn die Champs Elysées herunter. Nachdem viele von ihnen am Vormittag die Pariser Ringautobahn Periphérique blockiert hatten, sind sie jetzt auf dem Weg zum Amtssitz des Präsidenten, zum Elysée-Palast.

"Wir sind hier, weil die Steuern steigen, vor allem die auf Benzin und Diesel", sagt Stéphanie. "Und irgendwann ist das Maß dann voll. Wir haben die Schnauze voll von den Steuererhöhungen. Wir zahlen nur noch Steuern, Steuern, Steuern." Der Demonstrant Albert sagt: "Was wir uns von der Demo vor dem Elysée erhoffen? Nichts." Er wisse genau, dass es wenig bringt. "Aber vielleicht verstehen die da oben wenigstens, dass das Volk wütend ist und dass sie das die Macht kosten kann."

MIB

Abgekartetes Spiel und Betrug: Die Spendenaktion des Obdachlosen Bobbit war von Anfang an durchgeplant

Vor einem Jahr ging der Fall durch die sozialen Medien, als das Paar Kate McClure und Mark D'Amico für den Obdachlosen Johnny Bobbitt mit einer Spendenaktion über 400.000 Dollar sammelte. Der Grund: Der Obdachlose Bobbit gab seine letzten 20 Dollar für einen Tank Benzin an Kate McClure, als sie ohne Benzin mitten in der Nacht auf der Straße liegen geblieben ist. Sie alle wurden gelobt und gepriesen und 14.000 Spender gaben ihr Geld für den Helden Bobbit. Doch nun stellt sich endgültig heraus, dass die ganze Geschichte ein große Lüge ist.

Kate McClure
© Kate McClure / gofundme.com
Johnny (r.) rettete Kate, als ihr das Benzin ausging – jetzt sammelt sie für ihn Spenden
Vor einem Jahr klang es nach der Geschichte eines barmherzigen Samariters, nun beschäftigt der Fall die Justiz: Ein junges Paar hatte in den USA im November 2017 im Internet eine Spendenkampagne für einen Obdachlosen ins Leben gerufen, der ihnen mit seinen letzten 20 Dollar ausgeholfen haben soll. [...] Bei der Spendenkampagne kamen mehr als 400.000 Dollar (353.000 Euro) zusammen. Allerdings war die ganze Geschichte eine Lüge: Die Staatsanwaltschaft beschuldigte die drei am Donnerstag des "Diebstahls durch Irreführung" und der Verschwörung.

- Welt
Bereits vor zwei Monaten gab es Zank zwischen den drei Beteiligten und Bobbit schaltete einen Anwalt ein, der den Fall dann ins Rollen brachte. Denn Bobbit sagte aus, dass er nie die Gesamtsumme von den 400.000 Dollar erhalten habe. Hingegen machte sich das Paar ein schönes Leben, u. a. mit Casinobesuchen und einem neuen BMW - sozusagen eine schöne neue Welt.