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So, 23 Apr 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Das Kind der Gesellschaft
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Pistol

Nicht nur Bundeshauptstadt: Berlin gilt jetzt als gefährlichste Stadt Deutschlands

© AFP 2017/John Macdougall

Berlin ist die Nummer Eins der gefährlichsten Städte bundesweit geworden, berichtet die „Welt“ unter Berufung auf die kürzlich veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2016.


Demnach seien in der deutschen Hauptstadt 16.161 erfasste Straftaten pro 100.000 Einwohner gezählt worden, was mehr ist als in Leipzig und Hannover, die diesmal mit weniger als 16.000 Taten den zweiten und dritten Platz belegen. Diese Zahlen sollen am Montag von Innenminister Thomas de Maizière und dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Markus Ulbig, offiziell vorgestellt werden.

Frankfurt am Main, das lange Zeit als unsicherste Stadt galt, rutsche diesmal mit 15.671 Taten auf den vierten Platz.

Kommentar: Die Sott-Kategorie "Das Kind der Gesellschaft" spiegelt die Zunahme von Gewalt insgesamt ebenfalls deutlich wider.


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Japan: Hiroji Yamashiro, der neue Held der Protestbewegung gegen die US-Besatzer

Ohne Kontakt zur Außenwelt und Anklage wurde ein krebskranker Mann fünf Monate lang festgehalten. Er rief in Tokio zum Kampf mit friedlichen Mitteln gegen US-Militär auf Okinawa auf. Nach seiner Freilassung ist er zur offiziellen Figur für den Frieden geworden. Premierminister Abe jedoch will die Aufrüstung.
© Reuters Yuriko Nakao
Demonstranten kreierten mit Kerzen einen Schriftzug aus Protest eines geplanten US-Stützpunkts in Japan, Tokio, Japan, 15. April 2010.
Jede Geschichte braucht seinen Helden.


Auch die Protestbewegung der Einwohner auf Okinawa, die seit Jahrzehnten gegen die US-Besatzung und die Verlegung einer Marinebasis in ein Naturreservat protestieren. Nun hat die Bewegung ihren Helden gefunden. Er heißt Hiroji Yamashiro ist 63 Jahre alt und saß fünf Monate ein, weil er sich gegen die US-Besatzung Okinawas eingesetzt hatte. Er ist Vorsitzender der gewaltlosen Friedensbewegung "Okinawa Peace Action Center“ und Mitglied des "All Okinawa Councils", die gegen den Bau des Militärstützpunkts Henoko im Naturreservat ist. Yamashiro spricht vielen seiner Mitbürger aus dem Herzen, die sich in ihrem Alltag durch die Präsenz des Militärs gestört fühlen, um ihre Sicherheit fürchten und die Natur ihres Inselparadieses schützen wollen.

Handcuffs

Französisches Konsulat in New York nach Bombenalarm geräumt

New York. Ein Bombenalarm hat am Samstag zur vorübergehenden Räumung des französischen Konsulats in New York geführt, wo hunderte im Ausland lebende Franzosen ihr Stimme bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl abgeben sollten.

Symbolbild
Wie Konsulin Anne-Claire Legendre sagte, ließ die Polizei das Gebäude an der Fifth Avenue gegen 17.00 Uhr Ortszeit (23.00 Uhr MESZ) evakuieren.

Grund war ein verdächtiges Fahrzeug. Nach etwa 50 Minuten wurde der Alarm wieder aufgehoben. Das Wahllokal sollte regulär um 19.00 Uhr schließen.

Rund 28.500 Wähler in den US-Staaten New York, New Jersey und Connecticut sind auf den Wahllisten des Konsulats verzeichnet. Sie konnten aber auch in 15 weiteren Wahllokalen ihre Stimme abgeben.

Megaphone

Pünktlich vor der Wahl in Frankreich: Panik, weil Mann mit Messer Pariser Bahnhof betrat

Einen Tag vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich hat ein mit einem Messer bewaffneter Mann Panik am Pariser Bahnhof Gare du Nord ausgelöst.
© afp
Paris. Die Polizei nahm den jungen Mann fest, der keine Gegenwehr leistete, wie am Samstag aus Polizeiquellen verlautete. Demnach betrat der 20-Jährige mit einem Messer den Bahnhof, ohne jemanden zu bedrohen.

Reisende hätten den jungen Mann bemerkt und einer Polizeipatrouille gemeldet, hieß es weiter. Dessen sofortige Festnahme löste eine Panik im Bereich der Fernzüge aus - einige Zugreisende ließen ihr Gepäck mitten im Bahnhof stehen und rannten weg. Es habe keine Gewalttätigkeiten und keine Verletzten gegeben, der Bahnhof sei weiter geöffnet, sagte ein Sprecher der staatlichen Bahngesellschaft SNCF der Deutschen Presse-Agentur am Samstag in Paris. Es gebe demnach auch keine Hinweise auf eine terroristisch motivierte Tat.

Der Vorplatz der Gare du Nord wurde vorübergehend abgeriegelt, um Gepäckstücke zu untersuchen, und gegen 16.00 Uhr wieder freigegeben. Der Einstieg in die Eurostar-Züge nach Großbritannien wurde zwischenzeitlich gestoppt. Am Nachmittag war die Lage dann wieder ruhig.

Die

10.000 Menschen demonstrieren gegen AfD in Köln

Die große Blockade blieb aus, der große Krawall aber auch. Zwar wurden zwei Polizisten verletzt und ein Auto in Brand gesteckt, doch verliefen die Demonstrationen am Samstag gegen den AfD-Parteitag in Köln überwiegend friedlich. Impressionen eines langen Tages.
Der Pfarrer ist der erste, der seine Unzufriedenheit zum Ausdruck bringt. Lothar König, Geistlicher mit Karl-Marx-Bart aus Jena, sitzt am frühen Samstagmorgen in seinem Wagen auf dem Heumarkt und ruft in sein Mikrofon: "Das ist ja langweilig, es sind ja gar keine Nazis da." Mit Nazis meint er die Delegierten des AfD-Parteitags in Köln, die zwar da sind, nur eben nicht am Heumarkt, sondern mehr als hundert Meter entfernt im gegenüberliegenden Maritim-Hotel. Dazwischen: Absperrungen und die Polizei. Kein Durchkommen.

Zum Feindkontakt kommt es nur, als einzelne Delegierte durch die Absperrungen müssen, vorbei an den Demonstrierenden. Bestimmt eine Stunde lang läuft am späteren Samstagvormittag in der Nähe des Maritim-Hotels immer dasselbe Spiel: Männer in Mänteln und mit Aktentaschen hetzen in Richtung Hotel, linke Demonstranten pfeifen sie aus und brüllen ihnen "Nazis raus!" nach. Polizisten schirmen die AfD-Delegierten ab und drängen die wütenden Protestler zurück. Dann kehrt wieder Ruhe ein - bis der nächste Herr mit Aktentasche daherkommt. Dass der Parteitag der AfD trotzdem mit einiger Verspätung beginnt, ist nicht den Blockaden zuzuschreiben. Die Delegierten brauchen einfach sehr lange, um sich auf die Tagesordnung zu einigen.

Bulb

Russische Hacker? Mehrere Stromausfälle in US-Metropolen: San Francisco, Los Angeles und New York

Ausgefallene Ampeln, U-Bahn-Stationen im Dunkeln, stillstehende Cable-Car-Bahnen: Ein Stromausfall sorgt im Zentrum von San Francisco für Einschränkungen. Auch zwei weitere US-Metropolen sind betroffen.
Ein Stromausfall in San Francisco hat am Freitagvormittag (Ortszeit) stellenweise den Verkehr in der amerikanischen Westküstenmetropole lahmgelegt. Ampeln fielen aus, U-Bahn-Stationen lagen im Dunkeln, die berühmten Cable-Car-Bahnen standen still.

Nach Angaben der kalifornischen Elektrizitätsgesellschaft PG&E waren mehr als 90.000 Kunden, darunter Geschäfte in der Innenstadt, von dem Stromausfall betroffen.

Kommentar: Mal abwarten, ob in nächster Zeit russische Hacker dafür wieder verantwortlich gemacht werden.


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Assad beschließt: Russischunterricht an allen Schulen - Auch Assads Kinder lernen russisch

Syrien hat nach Angaben seines Botschafters in Russland, Riad Haddad, an allen Universitäten des Landes Lehrstühle für die russische Sprache eröffnet. Auch die Kinder von Präsident Baschar al-Assad lernen Russisch, teilte der Diplomat mit.
© Sputnik/ Dmitri Winogradow
Auf Beschluss des Präsidenten beginne der Russischunterricht an den Schulen ab der siebten Klasse. Nach Angaben des Botschafters sind die Syrer Russland für seine Unterstützung sehr dankbar. „Es ist kein Geheimnis, dass auch die Kinder des Präsidenten jetzt Russisch lernen.“

Kommentar: Das syrische Volk kann zurecht Putin und Co. außerordentlich dankbar sein. Der Rest der zivilisierten Welt sollte auch dankbar sein:


Pistol

Neonazi überfällt Büro des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB in Chabarowsk: 3 Tote, 1 Verletzter

In Chabarowsk im russischen Fernen Osten hat ein Mann das regionale Büro des Inlandsgeheimdienstes überfallen. Er wurde als A.W. Konew identifiziert, im Jahr 1999 geboren und Einwohner von Chabarowsk. Konew sei wegen Verbindungen zu Neonazis polizeibekannt, teilte die Behörde mit. Er schoss auf Besucher mit einem Maschinengewehr vom Typ AK-47. Ein Beamter und ein Besucher, Bürger eines GUS-Landes, sowie der Angreifer selbst sind umgekommen. Ein weiterer Besucher wurde verletzt.
© Sputnik/ Vitaly Belousov
Die Gegend um das Büro ist abgesperrt. Vor Ort sind Polizisten mit Maschinengewehren sowie Krankenwagen zu sehen. Das lokale Medienportal dvhab.ru berichtet, dass die Routen des öffentlichen Verkehrs provisorisch geändert sind, damit die Bürger nicht in den betroffenen Bezirk gelangen. Die Sicherheitsdienste bedienen offenbar einen Störsender, sodass es vor Ort kaum Mobilfunkverbindungen gibt.

MIB

Vermutlich Familiendrama: Zwei Kinderleichen in Wohnung in Unterensingen gefunden

Zwei Kinderleichen werden in einer Wohnung gefunden. Zu den Eltern machen die Ermittler zunächst keine Angaben. Was ist passiert?
© dpa
Die Polizei sichert den Tatort in Unterensingen (Kreis Esslingen), wo Ermittler die Leichen von zwei Kindern gefunden haben
In einer Wohnung in Unterensingen (Kreis Esslingen) haben Ermittler am Freitag zwei tote Kinder gefunden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln in dem Fall, wie ein Polizeisprecher in Reutlingen der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Bei den getöteten Kindern handelt es sich um einen Jungen und ein Mädchen im Alter von vier und acht Jahren, hieß es. Ihre Leichen wurden am frühen Morgen gefunden. Zu den Eltern machten die Ermittler zunächst keine Angaben.

Die Staatsanwaltschaft in Stuttgart kündigte eine Pressemitteilung an, die sich zunächst jedoch verzögerte. Auf Fotos von dem in einem Wohnviertel gelegenen Tatort waren mehrere Rettungsfahrzeuge und Ermittler sowie ein Leichenwagen zu sehen.

Bulb

BVB-Bus: Polizei fasst Tatverdächtigen - Anschlag wegen "Wetten am Aktienmarkt"

Die Polizei hat am Freitagmorgen einen Verdächtigen gefasst, der hinter dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund stecken könnte.

© REUTERS/ Kai Pfaffenbach Livepic
Dabei handelt es sich nach Angaben der Ermittler um den 28 Jahre alten Sergej W. aus Baden-Württemberg, berichtete zunächst die Bild. Er besitzt die russische und deutsche Staatsbürgerschaft.

Der Mann sei in Baden-Württemberg im Raum Tübingen durch Beamte der Spezialeinheit GSG 9 festgenommen worden, teilte später der Generalbundesanwalt mit.