Das Kind der GesellschaftS


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Umfrage: 86 % der Deutschen möchten eine Veränderung des Pensionssystems für Beamte und Politiker

Geht es nach 86 Prozent der Deutschen, dann müssten Beamte, Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. Nur zehn Prozent sehen es nicht so.
polizei, polizisten, kölner dom
© Oliver Berg/dpa
Im Rahmen der ARD-Aktion "Deine Meinung zählt!" hatte der Sender WDR eine repräsentative Umfrage beim Institut Infratest dimap in Auftrag gegeben. Bundesweit wurden 2.084 Menschen aus der deutschsprachigen Bevölkerung ab 16 Jahren befragt.

Beamte in der gesetzlichen Rente "ein Verlustgeschäft"

Gerade die Diskussion um Beamte in der gesetzlichen Rente ist nicht neu. Erst Anfang dieses Jahres hatte sich Ökonom und Rentenexperte Axel Börsch-Supan dazu geäußert. Für ihn ist klar: Die Pensionen müssen weg.

Im Austausch mit der Süddeutschen Zeitung (SZ) erklärt er dazu: "Ich halte das für sehr sinnvoll, und zwar aus dem einfachen Grund, dass Beamte verstehen sollen, wie die gesetzliche Rente funktioniert." In seinen Augen tun sie das "nämlich nicht, weil sie ein ganz anderes System haben, aber sie sind ja immerhin für unseren Staat zuständig."

Kommentar: Es gibt bereits mehrere Städte und Kreise in Deutschland, die Einstellungsstopps verhängen und keine weitere Verbeamtung mehr durchführen. Weil es auch hohe Kosten für Städte und Kreise sind.

Zumal es ein sehr emotionales Thema ist und nicht auf einmal umgestellt werden kann. Und es darf nicht vergessen werden, dass Beamte eine 41-Stunden-Woche haben und auch viele Zulagen wegfallen. Plus Arztrechnungen, die zuerst privat gezahlt und dann eventuell von der privaten Krankenversicherung und Beihilfe zurückerstattet werden. Aber das ist nicht garantiert, dass man alle Kosten erstattet bekommt.


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Hormus-Blockade: Langsame Auswirkungen auf Autohersteller und Zulieferer

Die Blockade der Straße von Hormus trifft nun auch den Automobilmarkt. Automobilkonzerne weltweit weisen auf die damit verbundenen Probleme hin. In den USA, Deutschland und Japan hoffen die Unternehmen auf ein baldiges Ende dieses Konflikts. Welche Automobilkonzerne sind am stärksten betroffen, und wer wird letztendlich dafür aufkommen?
Automobilindustrie
Die weltweite Automobilindustrie beschwert sich über den Nahostkonflikt, der zu Engpässen bei Komponenten führt und die Produktionskosten in die Höhe treibt. So berichten die "Big Three" der US-Autoindustrie von steigenden Rohstoffkosten infolge der Destabilisierung der Lieferketten - von Aluminium über Kunststoffe bis hin zu Lacken. Die daraus resultierenden finanziellen Verluste beziffern sie für dieses Jahr auf 5 Milliarden US-Dollar. Die Unternehmen General Motors (GM) und Ford und Stellantis (Inhaber der Marke Jeep) verwiesen in ihren Gewinnberichten für das erste Quartal auf die Rohstoffinflation, die sie angesichts der geringen Margen voraussichtlich auf die Kunden abwälzen werden.

Die deutsche Automobilindustrie beschwert sich ihrerseits über einen Mangel an Helium. Dieses Gas wird zur Herstellung von Halbleitern, Akkus, Chips, Airbags sowie in der Metallverarbeitung und zur Dichtheitsprüfung von Batterien verwendet. Rund 40 Prozent ihres Bedarfs deckte die EU durch Importe aus Katar; diese Lieferungen sind jedoch infolge der Blockade der Straße von Hormus gestört.

Die japanischen Automobilkonzerne Toyota und Mazda beklagen Engpässe bei Aluminium und Automobilkomponenten. Inoffiziellen Berichten zufolge sollen sie sich sogar hilfesuchend an das russische Unternehmen "Rusal" gewandt haben.

Kommentar: Angesichts der bereits sehr angespannten Lage in Deutschland von Automobilherstellern und Zulieferern könnte ein Versorgungsengpass zu einem noch größeren Chaos führen.


Cut

Nach Zwangsimpfungsboom wird Biontech circa 1900 Stellen streichen

Biontech schließt mehrere Produktionsstandorte in Deutschland und Singapur. Bis zu 1.860 Stellen sind betroffen. Grund sind Überkapazitäten nach dem Impfstoffboom und Kostendruck. Der Konzern will bis 2027 restrukturieren und 500 Mio. Euro sparen, um in die Krebsforschung zu investieren.
biontech
© Getty Images
Der Impfstoffhersteller Biontech baut sein Produktionsnetzwerk deutlich um und schließt mehrere Standorte. Nach Angaben des Unternehmens könnten davon bis zu 1.860 Arbeitsplätze betroffen sein.

Es geht um die Standorte Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen sowie eine Produktionsstätte in Singapur. Auch Teile der Infrastruktur des übernommenen Konkurrenten CureVac stehen auf dem Prüfstand.

Die Maßnahmen sollen schrittweise bis Ende 2027 umgesetzt werden, am Standort in Singapur bereits im ersten Quartal 2027. In einzelnen Fällen werden Verkäufe geprüft, um vollständige Schließungen zu vermeiden.

Als Grund nennt Biontech strukturelle Überkapazitäten, eine rückläufige Auslastung der Produktionsanlagen sowie steigenden Kostendruck. Nach dem Ende des pandemiebedingten Impfstoffbooms sei die Kapazität deutlich zu groß geworden. Die Nachfrage nach dem COVID-19-Impfstoff Comirnaty habe sich stark reduziert.

Kommentar:


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Amokfahrer in Leipzig: Täter gilt als "im Zustand der zumindest erheblich verminderten Schuldfähigkeit"

Der mutmaßliche Amokfahrer, der am Montag durch eine Fußgängerzone in Leipzig fuhr und dabei zwei Menschen tötete und weitere verletzte, kommt vorerst nicht in Untersuchungshaft. Der zuständige Ermittlungsrichter hat am Dienstagabend entschieden, ihn vorläufig in ein psychiatrisches Krankenhaus einzuweisen.

trauerplakat leipzig
Trauerplakat in der Grimmaischen Straße in Leipzig am Abend des 5. Mai 2026, einen Tag nach der Amokfahrt.
Der mutmaßliche Amokfahrer von Leipzig kommt vorläufig nicht ins Gefängnis. Wie die Staatsanwaltschaft in Leipzig am Abend mitteilte, ordnete ein Ermittlungsrichter die einstweilige Unterbringung des 33-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Er sah "dringende Gründe", dass der Beschuldigte "im Zustand der zumindest erheblich verminderten Schuldfähigkeit" gehandelt habe.


Kommentar: Danach wird immer vorgegangen, ob jemand geistig/psychisch zurechnungsfähig ist. Und daran wird ebenso die Schuldfähigkeit bemessen. Für die Angehörigen stoßen diese Vorgänge berechtigt auf Unverständnis.


Unterdessen wurden im Laufe des Tages weitere Informationen über den mutmaßlichen Amokfahrer sowie über Opfer seiner Tat öffentlich. Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft bekannt gaben, wurden bei der Amokfahrt neben den zwei Toten sechs Menschen im Alter von 21 bis 87 Jahren körperlich verletzt. Eine 84-Jährige und ein 75 Jahre alter Mann seien schwer verletzt worden. Mehr als 80 Menschen seien von Einsatzkräften betreut worden.

Chess

Erste Airline wegen Kerosinpreisen insolvent: Spirit

Nach dem Aus der Billigfluglinie Spirit Airlines helfen US-Konkurrenten Tausenden gestrandeten Passagieren. Ein staatliches Rettungspaket lehnt Verkehrsminister Sean Duffy vorerst ab.
Spirit Airline
© GIORGIO VIERA/AFPFlugzeuge der insolventen US-Airline Spirit Airlines stehen nach dem Betriebsstopp auf dem Flughafen Fort Lauderdale in Florida.
Die großen US-Fluggesellschaften United Airlines, Delta Air Lines, JetBlue und Southwest haben angekündigt, Ticketpreise für ehemalige Spirit-Kunden zu deckeln, die nach der Einstellung des Flugbetriebs am Samstag umbuchen müssen. Voraussetzung für den vergünstigten Tarif ist die Vorlage einer Buchungsnummer einer gestrichenen Spirit-Verbindung. Zusätzlich bieten die Konkurrenten kostenlose Plätze an, damit Beschäftigte der insolventen Airline nach Hause gelangen.

"Das ist die Luftfahrtbranche, die einspringt", sagte US-Verkehrsminister Sean Duffy auf einer Pressekonferenz. Er bestätigte, dass Gläubiger einen von der Trump-Regierung vermittelten Rettungsplan über 500 Millionen US-Dollar abgelehnt hätten, mit dem Spirit durch das Insolvenzverfahren hätte geführt werden sollen. Zu den Gegnern des Pakets zählte laut Reuters Ken Griffins Hedgefonds Citadel, einer der größten Anleihegläubiger der Airline. Die Begründung: Eine staatliche Finanzierung mit Vorrang vor bestehenden Forderungen hätte deren Ansprüche entwertet.

Kommentar: Das wird erst der Anfang sein. Lufthansa hat bereits angekündigt, tausende Flüge zu streichen:
Der Lufthansa-Konzern reduziert sein Angebot im Kurzstreckenverkehr deutlich. Bis Oktober sollen rund 20.000 Flüge gestrichen werden.



Beaker

Gegen Extremismus und mit Steuergeldern finanziert: Berliner Café schließt Weiße aus

Ein "intersectionaler safer space" in Berlin erhält Hunderttausende Euro öffentlicher Mittel. Der Zutritt ist jedoch nur bestimmten Hautfarben und Identitäten vorbehalten. Wie passt das zur Idee einer offenen Demokratie?

biwoc
In Berlin-Kreuzberg betreibt der Verein BIWOC* Rising einen Coworking-Space mit integriertem Café, das sich als "intentionaler und intersectionaler safer space" versteht. Der Zutritt ist laut Selbstdarstellung auf der Webseite ausschließlich "BIWoC and TINBIPoC"-Personen vorbehalten. BIWoC steht für Black, Indigenous and Women of Color, TINBIPoC für trans*, inter* und nicht-binäre People of Color. Weiße Personen sind explizit ausgeschlossen.

Der Verein hat zwischen 2021 und Ende 2024 insgesamt rund 662.450 Euro aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Familienministeriums erhalten. Das Programm fördert Projekte gegen Extremismus, für Demokratiebildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. BIWOC* Rising wird dort als gemeinnützige Unternehmergesellschaft (gUG) gelistet und nutzt die Mittel unter anderem für Workshops, Community-Events und den Betrieb des Raums in der Dresdener Straße.


Kommentar: Das Projekt ist mehr als ironisch. Sie sind gegen Extremismus und schaffen Extremismus.


Dollar Gold

Armes Kiew: Bentley Kiew auf Platz drei im Händler-Ranking

In Kiew hat ein Luxushändler im März 2026 internationale Aufmerksamkeit ausgelöst, weil Bentley Kiew bei den European Scorecard Awards 2025 den dritten Platz erreichte. Die Auszeichnung betrifft ein internes Händler-Ranking des Herstellers. Bewertet wurden mehrere Leistungskennzahlen, darunter Verkauf, Profitabilität, Servicebindung und Kundenerlebnis. Der Kontext bleibt jedoch außergewöhnlich. Die Ukraine führt weiter Krieg und hängt zugleich stark von westlicher Finanzhilfe ab. Deshalb sorgt das Ergebnis für Debatten über Wohlstand, Kontrolle und Vertrauen (thefocalpoints: 23.04.26).

bentley
Bentley Kiew erreicht Platz drei im Händler-Ranking. Der Fall zeigt Luxusnachfrage im Krieg und neue Kontrollfragen
Händler-Ranking basiert nicht nur auf Verkaufszahlen

Der dritte Platz bedeutet jedoch kein reines Absatzranking nach Stückzahlen. Die Bewertung folgt einer internen Leistungslogik. Dabei zählen mehrere wirtschaftliche und operative Faktoren. Genau deshalb braucht die Meldung eine präzise Einordnung.

Bentley Padova erreichte Platz eins. Rotterdam folgte auf Rang zwei. Kiew kam auf Platz drei. Zugleich zeigt diese Reihenfolge, dass der ukrainische Standort trotz Krieg im europäischen Händlernetz auffällig stark abschneidet.

Luxusnachfrage trifft auf westliche Milliardenhilfen

Der Standort profitierte offenbar von zahlungskräftigen Kunden. Dennoch belegt das Ranking allein keine illegale Finanzierung. Es zeigt aber eine sichtbare Diskrepanz. Während viele Ukrainer unter Krieg, Inflation und Zerstörung leiden, bleibt der Markt für Luxusfahrzeuge in Teilen aktiv.

Kommentar: Es beweist auch, dass der Krieg vorrangig an der Front im Osten gekämpft wird. Trotzdem leiden viele Menschen im ganzen Land unter Stromausfällen. Zudem häufen sich die Meldungen in den vergangenen Jahren über die Korruption im Land:


Attention

Zwei Autozulieferer an einem Tag insolvent: Bohai und Schlote

Bittere Nachrichten aus Harzgerode und Wernigerode: Hauptauftraggeber ziehen sich zurück, Rettungsversuche scheitern - jetzt droht bei Bohai und der Schlote-Gruppe das endgültige Aus.
bohai trimet konzern
© Jens WolfEin Gießer arbeitet mit dem Rohling eines Motorblocks (Symbolbild): Der Bohai Trimet Konzern mit Sitz in Harzgerode (Sachsen-Anhalt) musste im Sommer Insolvenz anmelden.
Die Automobilzulieferindustrie im Harz erlebt an einem einzigen Tag einen doppelten Schlag: Sowohl beim insolventen Gießereispezialisten Bohai als auch bei der ebenfalls insolventen Schlote-Gruppe zeichnet sich nach Angaben der Insolvenzverwalter das Ende des laufenden Betriebs ab. Insgesamt seien damit über 1.000 direkte Arbeitsplätze unter anderem an den Standorten in Harzgerode und Wernigerode gefährdet. Hinzu könnten weitere mehrere Hundert Stellen kommen, die indirekt mit den Unternehmen verbunden sind.

Zwar sei mit drei potenziellen Interessenten über eine Übernahme von Bohai verhandelt worden, sagte Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann. Allerdings gebe es bis zum heutigen Tag keine Einigung. Und das, obwohl das Land Sachsen-Anhalt, die Stadt Harzgerode und weitere Institutionen verbindliche Unterstützung für die Zukunft erklärt hätten. Ende vergangener Woche habe dann der Hauptauftraggeber mitgeteilt, dass wesentliche, bislang in Harzgerode und dem thüringischen Sömmerda gefertigte Teile ab Herbst abgezogen würden.

Ohne diese Arbeit seien beide Standorte nicht überlebensfähig, sagte Spiekermann. Eine endgültige Entscheidung müssten die vier Gläubigerausschüsse vermutlich Ende der kommenden Woche treffen. Bei Bohai arbeiten knapp 700 Beschäftigte. Von dem Aus des Unternehmens seien aber auch weitere 650 Arbeitsplätze bei Unternehmen in der Region betroffen, die wirtschaftlich mit Bohai verbunden seien.

Blue Pill

Nicht überraschend: 12-Uhr-Regel ist gescheitert

Nach einer längeren Talfahrt zogen die Spritpreise in Deutschland übers Wochenende wieder massiv an. Die 12-Uhr-Regel bringt laut einer Studie vor allem den Konzernen zusätzliche Gewinne - die Verbraucher schauen in die Röhre.
kühe, rinder, tankstelle
© Polizei
Die Spritpreise in Deutschland ziehen wieder kräftig an. Über das Wochenende hat sich die Trendwende nach einer längeren Talfahrt verfestigt, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Demnach kostete ein Liter Super E10 am Sonntag im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,099 Euro. Das war gleichbedeutend mit dem fünften Tagesanstieg in Folge. Noch letzte Woche kostete ein Liter 4 Cent weniger, wie die Welt berichtet.

Diesel verteuerte sich wie bereits in den letzten Wochen noch etwas stärker. Der Literpreis kletterte binnen vier Tagen um 6,8 Cent und lag im bundesweiten Tagesschnitt des Sonntags bei 2,195 Euro.

E10 ist damit 32 Cent teurer als vor Kriegsbeginn, Diesel um 45 Cent. Beide Preise sind aber ein gutes Stück niedriger als auf den Höhepunkten rund um Ostern. Eine Rolle beim derzeitigen Anstieg dürfte der Ölpreis spielen, der angesichts der Schiffsblockade an der Straße von Hormus zuletzt wieder angezogen hat - und dies vermutlich auch in den nächsten Tagen weiter tun wird.


Kommentar: Und bei einem nächsten Angriff der Epstein-Koalition werden die Preise noch weiter steigen.


Kommentar: Die ganze Aktion der Bundesregierung war eine Farce.


Che Guevara

IG-Metall-Chefin: "Wenn die Regierung die gesetzliche Rente kürzt, dann brennt die Hütte"

Rente als "Basisabsicherung" - mit dieser Äußerung sorgt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beim Koalitionspartner SPD, aber auch in den eigenen Reihen für Unverständnis. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) kündigte am Donnerstag im TV-Sender Welt Widerstand gegen eine solche Basisrente an. Die Gewerkschaft IG Metall drohte für den Fall von Rentenkürzungen mit Protesten.

ig-metall-chefin, christiane benner
© Martin Meissner/AP POOL/dpa/dpa-bilderG-Metall-Chefin Christiane Benner kritsiert die Rentenvorhaben der Union. (Archivbild)
Die Bundesregierung müsse verstehen, "dass in Ostdeutschland die Menschen in allererster Linie auf das staatliche Rentensystem angewiesen sind", mahnte Schulze. "Hier hatten die Menschen nicht die Möglichkeit, noch privat vorzusorgen. Hier gibt es auch keine betriebliche Altersvorsorge", sagte er weiter. Darauf gelte es bei einer Rentenreform Rücksicht zu nehmen. Andernfalls werde er sich den Reformplänen widersetzen. Außerdem könne er vor der Landtagswahl im September keinen Streit im Bund gebrauchen.

Ähnlich hatten zuvor auch Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) und die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), argumentiert. In Ostdeutschland seien viele Menschen "auf die gesetzliche Rente existenziell angewiesen", hatte Voigt am Mittwoch dem "stern" gesagt. Diese sei dort "die Hauptversicherung", betonte auch Kaiser.

Kommentar: Mut und Tatendrang könnten auch bei den (Bundes)Beamten und deren Diäten angesetzt werden. Zusätzlich in der Flüchtlingspolitik, bei den Sanktionen, bei der Diplomatie, bei der CO₂-Steuer, bei der Energiepolitik...

Merz: "Rente wird nicht mehr ausreichen, den Lebensstandard zu sichern"