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Do, 19 Jan 2017
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Das Kind der Gesellschaft
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Handcuffs

Ungarische Reporterin, die nach Flüchtlingen trat, wird zu 3 Jahren Haft auf Bewährung verurteilt

Die ungarische Journalistin, die im Herbst 2015 an der Grenze zu Serbien einen syrischen Flüchtling mit Kind auf dem Arm attackierte, ist zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden, wie die Agentur AP meldet.


Die Videoaufnahme, auf der zu sehen ist, wie die ungarische Kamerafrau Petra László, einem Flüchtling auf der Flucht vor der Polizei ein Bein stellte und zwei Kinder mit Fußtritten traktierte, verbreitete sich in Windeseile im Internet und erregte eine internationale Welle des Zorns.

Ihr TV-Sender entließ die Frau sofort. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen die Journalistin. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft schlug László den jungen Mann aufs Kinn, und das kleine Mädchen, das er auf den Händen trug, aufs Knie.

Kommentar:
  • Unfassbar gefühllos: Reporterin tritt mehrfach nach Flüchtlingen



Che Guevara

Hunderte Frauen protestieren in Indien wegen Dutzenden sexuellen Übergriffen an Silvester

© RT
In der indischen Metropole Bangladore soll es in der Neujahrsnacht wie in Köln 2015/2016 zu dutzendfachen sexuellen Übergriffen und Raubversuchen durch Männergruppen auf Frauen gekommen sein. Zahlreiche Medien berichteten darüber, dass der Innenminister von Karnataka, Parameshwara, die Vorfälle verharmlost habe und gesagt haben soll, dass „solche Dinge eben passieren“ und viele indische Frauen einen zu „westlichen Lebensstil“ hätten. Dies löste in Folge eine heftige Debatte aus.

Später ruderte Parameshwara zurück und behauptete, dass er falsch zitiert wurde. Währenddessen tauchten mehrere Videoaufnahmen von solchen Übergriffen auf und heizten die Diskussionen in den sozialen Medien massiv an. Bislang wurden sechs Verdächtige festgenommen. Bengalurus Polizeikommissariat ließ am Donnerstag erklären, dass sie keine Beweise gefunden oder irgendwelche formellen Beschwerden wegen sexueller Übergriffe erhalten hätten, aber sechs separate Fälle aufgrund der Medienberichterstattung registriert haben.

Kommentar:


Airplane Paper

Mecklenburg-Vorpommern: Zug wegen Schneemann zur Notbremsung gezwungen

© Flickr / Allie_Caulfield
Ein Schneemann auf einem Bahngleis im deutschen Mecklenburg-Vorpommern hat zur Vollbremsung eines Zuges geführt, wie dpa meldet.

Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend bei Wesenberg. Laut der Polizei stellten drei Unbekannte den etwa 1,50 Meter hohen Schneemann auf der Strecke zwischen Wesenberg und Mirow auf.

Der Zugführer habe eine Gefahrenbremsung eingeleitet, weil er nicht habe unterscheiden können, ob ein Mensch oder ein Schneemann auf den Bahngleisen gestanden habe. Dadurch entstand Polizeiangaben zufolge ein Schaden in Höhe von rund 5000 Euro an der Bremsanlage des Triebwagens.

Derzeit fahndet die Polizei nach den drei unbekannten Tatverdächtigen.

People

Ukraine erlebt Massenexodus: Seit Umsturz wandern pro Jahr 1 Mio. Menschen aus

© Sputnik/Stringer
Eine Million Menschen verlassen nach Angaben des Ukrainischen Instituts für Analyse und Management (UIAMP) jährlich die Ukraine. Die meisten wandern nach Ungarn und Polen ab. Die Ukraine verliere damit jede Stunde etwa 80 Menschen, sagte UIAMP-Direktor Ruslan Bortnik am Montag in Kiew.

Die Ukraine erlebe eine „Depopulation“, so der Forscher auf einer Pressekonferenz. Der schwelende Donbass-Konflikt sei nicht mehr die Hauptursache. Denn es reisten junge Menschen und mittelständische Unternehmer aus: „Diese produktive Klasse schafft in Ungarn, Polen und anderen Staaten den wirtschaftlichen Mehrwert.“

In der Ukraine hat es vor drei Jahren einen Umsturz gegeben. Seitdem balanciert die Ex-Sowjetrepublik am Rande des Staatsbankrotts - trotz des Schuldenschnitts und massiver Finanzspritzen des IWF und der EU.

Kommentar:


Clipboard

Marokkanische Regierung: Verbot gegen Herstellung und Verkauf von Burkas, um Terrorismus zu bekämpfen - Doch ist das die richtige Lösung?

© Reuters
Symbolbild - Burkaträgerin am Strand von Tel Aviv, Juli 2016
In Marokko hat die Regierung Schneider und Verkäufer von Textilien angewiesen, ab sofort die Herstellung von Burkas und deren Verkauf zu unterlassen. Die Maßnahme soll einer Radikalisierung der Bevölkerung vorbeugen.

Innerhalb von 48 Stunden sollen Schneider und Verkäufer keine Burkas mehr herstellen oder verkaufen. Alte Bestände müssen vernichtet werden. Dies ist keine Nachricht aus einem europäischen Land, die sich in lange Debatten um Für und Wider von Burka-Verboten einreiht, sondern eine Nachricht aus Marokko. Repräsentanten des Innenministeriums im Maghreb-Land haben nun diese Anweisung an die Händler und Hersteller überreicht.

Der Islam spielt eine wichtige Rolle in Marokko, gesellschaftlich wie auch privat. Der Monarch des Landes, der sich als höchster Geistlicher versteht, hat sogar die gesamte Bevölkerung seines Landes zu Sunniten erklärt. Die Ursprünge der Burka aber liegen in Afghanistan und Pakistan. Die Burka verdeckt den gesamten Körper einer Frau und ihr Gesicht.

Kommentar: Es ist fraglich, inwiefern eine Burka 1:1 an möglicher Radikalisierung festgemacht werden kann. (Potentielle) Terroristen mögen die Burka für ihre Zwecke missbrauchen, während sie für andere Muslime eine äußere Repräsentation ihres individuell gelebten islamischen Glaubens ist. Und Letztere müssen nicht zwangsläufig radikal und gewaltbereit eingestellt sein. Terroristen wiederum sind zur Durchführung ihrer Vorhaben und der damit verbundenen symbolischen Botschaft nicht unbedingt auf die Burka angewiesen. Daher ist es ratsamer, den Terrorismus anders anzugehen: Für Marokko ist dies beispielsweise die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit mit dem Aufbau von Perspektiven, die das Angebot radikaler Gruppierungen uninteressant machen. Außerdem könnte Marokko auch enger mit Russland zusammenarbeiten, das sich in Worten und Taten gegen den Terrorismus in der Welt stark macht und zur internationalen Zusammenarbeit auf diesem Gebiet aufruft.


Post-It Note

Norovirus in USA: Nach Kalifornien und New Mexiko jetzt Schließung einer Schule in Illinois wegen 800 Erkrankten

© Flickr/ Quinn Dombrowski
Im US-Bundesstaat Illinois ist eine ganze Schule im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Norovirus für zwei Tage geschlossen worden. Von insgesamt 2.500 Schülern sind rund 800 infiziert, berichtet CNN unter Berufung auf den Schulleiter.

Bereits Ende Dezember hatten Medien über einen Ausbruch des Norovirus in Illinois berichtet. Damals hieß es, 60 Menschen hätten sich bei Feiern beim Essen angesteckt.

Am 20. Dezember waren 70 Teilnehmer eines Festessens im Bundesstaat New Mexico erkrankt. Bei den Symptomen habe es sich um Erbrechen und Durchfall gehandelt.

Megaphone

Mexiko-Stadt: Heftige Proteste in der Bevölkerung wegen erhöhter Benzinpreise

© Reuters/ Carlos Jasso
Die Demonstrationen in Mexiko-Stadt gegen die Benzinpreiserhöhungen gehen unvermindert weiter. Mexiko-Stadt, Mexiko, 9. Januar, 2017.
Nachdem Präsident Enrique Pena Nietos die Benzinsubventionen drastisch gekürzt hatte, kam es landesweit zu Protesten und Streiks. Teilweise kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen. Donald Trumps Twitter-Nachrichten zur mexikanischen Exportindustrie feuern die Proteste mit an.

Am Montag gingen erneut tausende Menschen in Mexiko-Stadt auf die Straßen, um gegen die erhöhten Benzinpreise zu demonstrieren. Die Demonstranten fordern seit Tagen den Rücktritt von Präsident Enrique Peña Nieto und verbrennen sowohl Bilder von ihm sowie vom designierten US-Präsidenten Donald Trump.

Während der andauernden Proteste kam es vielfach zu Gewalt und Plünderungen. Demonstranten blockierten einen Grenzübergang zu den USA. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Die Proteste werden von Streiks begleitet. Nachdem Transportarbeiter in der pazifischen Küstenstadt Guadalajara die Arbeit niedergelegt hatten, schlossen sich nun auch Arbeiter in Velacruz an der Atlantikküste den Streiks an.

Kommentar: Überteuertes Benzin ist nur einer von vielen Symptomen der allgemeinen sozialen Ungerechtigkeit in Mexiko.


Bomb

Denkmal für polnische Nazi-Opfer in der Ukraine gesprengt - Rechter Sektor steht im Verdacht


Während polnische und ukrainische Nationalisten durch Denkmal- und Fahnenschändungen die wechselseitigen Ressentiments hochkochen lassen, sprechen ukrainische Stellen von "russischen Provokationen". So geschehen jüngst nach der Schändung eines antifaschistischen Denkmals in der Ukraine.
Ein weiterer Fall der Denkmalschändung sorgt für Empörung. Polnische und ukrainische Medien berichten über die Sprengung eines polnischen Denkmals für die Opfer des Massakers der Grenadier-Division der SS "Galitschina" in der West-Ukraine. Ukrainische Quellen sprechen von einer "False Flag"-Aktion "prorussischer" Kräfte.

Die Nachricht von der Denkmalschändung verbreitete sich schnell über die sozialen Medien. Am 9. Januar stellte ein neuer Youtube-Kanal, der von sich selbst den Eindruck erweckt, ukrainische nationalistische Symbolik zu pflegen, ein kurzes Video ins Netz. Auf den Resten des Denkmals sind Fahnen der Ukraine und des Rechten Sektors sowie Nazi-Symbole wie SS-Runen gesprüht.

Heart - Black

Keine Veränderung für Pflegekräfte: Sie werden so sehr gebraucht, werden aber unterbezahlt und überlastet

© Gerda Mahmens / pixelio.de
Pflegepersonal in der Ausbildung.
Das Pflegepersonal ist in Deutschland mittlerweile aus dem Alltag vieler Familien nicht mehr wegzudenken, schreibt Volker Hahn bei watergate.tv. Demnach sind sie nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in der häuslichen Krankenpflege sind die fleißigen Angestellten zu finden. Pflegeberufe sind Berufe, bei denen es nicht zuletzt um das zwischenmenschliche Miteinander, das pflegen und das helfen geht. Und genau für diese zwischenmenschliche Interaktion bleibt häufig keine Zeit im übervollen Alltag des deutschen Pflegepersonals.

Journalist Hahn weiter: "Schlechte Bezahlung, etwa 2.200,- Euro im Monat oder sogar weniger, ständiger Stress aufgrund eines immer zu vollen Terminkalenders aufgrund von Personalmangel und die Arbeit in einem strengen und häufig wechselnden Schichtdienst, der den Körper der Pflegekräfte zusätzlich beanspruchen.

Ganz zu schweigen davon, dass es Schichten von bis zu 12 Stunden am Stück geben kann. Wer sich nach einer langen Ausbildung in einem derart fordernden Beruf wiederfindet in dem es derzeit keine Möglichkeit gibt an dem stressigen Alltag etwas zu ändern, der gibt häufig nach nicht mal zehn Jahren im Beruf auf und sucht sich eine andere Beschäftigung. Es ist oft einfach zu viel!

Kommentar:


Airplane

Ermittlungen zum Absturz der Germanwings-Maschine eingestellt - Anwalt vermutet zu Recht politische Motive

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Flugroute von Germanwings Flug 9525 (IATA-Code 4U9525, ICAO-Code GWI18G)
Hinter der Einstellung der Ermittlungen in Deutschland zum Absturz der Germanwings-Maschine vermutet der Rechtsanwalt der Opfer-Angehörigen politische Motive. "Ich halte es nicht für völlig absurd, in Erwägung zu ziehen, dass das Verfahren aus politischen Gründen eingestellt wurde. Zumindest muss die Entscheidung nach oben abgesichert sein", sagte Rechtsanwalt Elmar Giemulla dem "Kölner Stadt-Anzeiger".


Giemulla vertritt die Angehörigen von 42 Absturzopfern. Eine solche Entscheidung "trifft kein einzelner Staatsanwalt". Die Angehörigen erwarteten Klarheit. Wenn ein psychisch kranker Pilot in einem Cockpit sitze "muss etwas falsch gelaufen sein, und das muss aufgeklärt werden".

Kommentar: Tatsächlich deuten viele Anzeichen darauf hin, dass der Absturz der Germanwings-Maschine sehr deutliche politische Motive hatte. Lesen Sie hier: