"Bosch gibt Deutschland strukturell auf", titelte am Donnerstag das Nachrichtenmagazin "Focus". Der Autor und Podcaster macht sich viele Gedanken über die Bredouille, in der die deutsche Automobilindustrie steckt. Was ihr den Todesstoß gab, hat er leider übersehen.

25.09.2025, Gerlingen: Stefan Grosch (r.), Mitglied der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH, verlässt nach einer Pressekonferenz zum Stellenabbau den Konferenzraum. Links neben ihm Thomas Pauer, Vorsitzender des Geschäftsbereichs Power Solutions
Am Donnerstag veröffentlichte der
Focus einen langen
Artikel von Philipp Raasch, seiner Selbstbeschreibung nach "Autopreneur" und Experte für die deutsche Automobilindustrie ("10 Jahre Mercedes, heute Analyst und Gründer"). In
Podcasts erklärt er regelmäßig die verzweifelte Lage der einst namhaften Autobauer und wie sie in das Schlamassel gerieten. Den
Focus-Artikel gibt es auch als Podcast.
Dieses Mal ging es um Bosch, den weltweit größten Autozulieferer aus Gerlingen bei Stuttgart. Erstmals seit 2009 hat dieser im Geschäftsjahr 2025 einen operativen Verlust, 400 Millionen Euro, und den Wegfall von 22.000 Stellen in der Mobility-Branche in Deutschland angekündigt. Nicht der erste Autozulieferer, der Stellen abbaut: Laut Raasch sind in Deutschland seit 2019
73.000 Stellen in der Branche weggefallen. Das Traditionsunternehmen Mahle hat 2025 sechs Werke geschlossen, vier weitere stehen vor dem Ende.
Kommentar: Das kann sich wirklich niemand ausdenken.