Das Kind der GesellschaftS


Dreamsicle

De Masi zum Boom der Superreichen in Deutschland: „Obszöne Entwicklung erinnert an Kaiserzeit“

Eine neue Studie zeigt, wie stark Deutschlands Reichtum an der Spitze konzentriert ist. Das BSW hat eine klare Antwort darauf.

fabio de masi
© Daniel LöbBSW-Chef Fabio De Masi: „Für eine gerechte Aufstiegsgesellschaft statt einer Geld-Aristokratie!“
In Deutschland wächst die Zahl der Superreichen rasant. Laut dem aktuellen "Global Wealth Report" der Boston Consulting Group (BCG) besitzen rund 5000 Menschen mit einem Finanzvermögen von jeweils mehr als 100 Millionen Dollar inzwischen 27,3 Prozent des gesamten deutschen Finanzvermögens - Tendenz steigend.

Der BSW-Bundesvorsitzende Fabio De Masi findet dafür klare Worte. Gegenüber unserer Redaktion bezeichnet er die Entwicklung als "obszön" und zieht einen historischen Vergleich: Die Lage erinnere an die Kaiserzeit und habe "mit Leistungsgerechtigkeit nichts zu tun".

Zwei Prozent Steuer bei über 100 Millionen Euro Vermögen

"Es ist höchste Zeit für eine angemessene Besteuerung extremer Vermögen in Deutschland!", sagt De Masi. "Die arbeitende Bevölkerung verzweifelt an hohen Preisen und die Infrastruktur verlottert, während selbst in einer stagnierenden Wirtschaft die Dividenden fließen."

Attention

Verrückt: Schwangerschaftsschutz für Transfrauen oder Diskriminierung

Am Dienstag, dem 26. Mai 2026, wurde die australische Beauftragte für sexuelle Diskriminierung von einer Senatorin zum Schwangerschaftsschutz von Transfrauen (biologischen Männern) befragt.

transfrauen schwangerschaftsschutz
© Screenshot RT
Die Beauftragte Dr. Anna Cody erklärte, wenn sich eine Transfrau auf eine Stelle bewerbe und man diesen biologischen Mann fragen würde, ob er plane, Kinder zu bekommen, und dieser es bejahe und die Stelle nicht bekomme, weil der Arbeitgeber keine Frauen im gebärfähigen Alter einstelle, dann könnte er einer unrechtmäßigen Diskriminierung aufgrund einer potenziell möglichen Schwangerschaft ausgesetzt worden sein.


Kommentar: Das kann sich wirklich niemand ausdenken.


Bullseye

"Bosch gibt Deutschland strukturell auf" - Auf nach China

"Bosch gibt Deutschland strukturell auf", titelte am Donnerstag das Nachrichtenmagazin "Focus". Der Autor und Podcaster macht sich viele Gedanken über die Bredouille, in der die deutsche Automobilindustrie steckt. Was ihr den Todesstoß gab, hat er leider übersehen.
stefan grosch
25.09.2025, Gerlingen: Stefan Grosch (r.), Mitglied der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH, verlässt nach einer Pressekonferenz zum Stellenabbau den Konferenzraum. Links neben ihm Thomas Pauer, Vorsitzender des Geschäftsbereichs Power Solutions
Am Donnerstag veröffentlichte der Focus einen langen Artikel von Philipp Raasch, seiner Selbstbeschreibung nach "Autopreneur" und Experte für die deutsche Automobilindustrie ("10 Jahre Mercedes, heute Analyst und Gründer"). In Podcasts erklärt er regelmäßig die verzweifelte Lage der einst namhaften Autobauer und wie sie in das Schlamassel gerieten. Den Focus-Artikel gibt es auch als Podcast.

Dieses Mal ging es um Bosch, den weltweit größten Autozulieferer aus Gerlingen bei Stuttgart. Erstmals seit 2009 hat dieser im Geschäftsjahr 2025 einen operativen Verlust, 400 Millionen Euro, und den Wegfall von 22.000 Stellen in der Mobility-Branche in Deutschland angekündigt. Nicht der erste Autozulieferer, der Stellen abbaut: Laut Raasch sind in Deutschland seit 2019 73.000 Stellen in der Branche weggefallen. Das Traditionsunternehmen Mahle hat 2025 sechs Werke geschlossen, vier weitere stehen vor dem Ende.


Kommentar: Und das betrifft "nur" die Automobilindustrie. Der ehemalige Motor von Deutschland.


Attention

Grüne Ideologie und Bürokratiemonster: Deutschland immer unattraktiver für ausländische Investoren

Die direkten Investitionen aus dem Ausland in Deutschland befinden sich seit einigen Jahren in einem stetigen Abwärtstrend. Letzte Woche zeigte ein Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY auch 2025 einen nochmaligen Rückgang um zehn Prozent gegenüber dem Jahr 2024.
ernest & young stuttgart
Sitz der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Stuttgart (Aufnahme von 2017)
Die ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland sind 2025 das achte Jahr in Folge gesunken und erreichten ein 17-Jahres-Tief, wie eine am Donnerstag der Vorwoche veröffentlichte Umfrage des global agierenden Wirtschaftsprüfungsunternehmens EY ergab. Gegenüber 2024 gingen sie um nochmals zehn Prozent zurück und betrafen nur noch 548 Projekte. Sie fielen damit auf ein Niveau, auf dem sie sich zuletzt im Jahr 2009, während der Weltfinanzkrise, befanden.


Kommentar: Weder die eigene Industrie kann und möchte noch in Deutschland investieren, und ausländische Investoren werden aufgrund der Energiepreise (grüne Ideologie) und des Bürokratiewahns ferngehalten.


Unter dem Kürzel EY firmiert seit einigen Jahren Ernst & Young, eine der vier weltweit größten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften.

Als Gründe für den Rückgang nennt die Pressemitteilung von EY "ein schwächeres Wirtschaftswachstum (in Europa - Anm. d. Red.), eine größere Anfälligkeit gegenüber Schwankungen der Energiepreise, Handelsspannungen mit den USA sowie die anhaltenden Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und des Konflikts im Nahen Osten". Angesichts dieser Herausforderungen werten die Verfasser den "moderaten Rückgang" gar als "Zeichen der Robustheit der europäischen Wirtschaft". In der Umfrage selbst werden außerdem hohe Steuern, Arbeits- und Energiekosten sowie "fehlende Reformen zur Vereinfachung starrer bürokratischer Verfahren" als Ursachen für zurückgehende Investitionen genannt.

Cross

Porsche verordnet Schließtage und unterbricht die Produktion

Der Sportwagenbauer Porsche wird ab Freitag vor Pfingsten eine Woche lang Teile der Produktion in Stuttgart-Zuffenhausen schließen. Grund sind die rückläufigen Absatzahlen.

porsche Gewinneinbruch
© KI generiertGewinn bricht um 98 % gegenüber dem Vorjahr ein.
Porsche schließt wegen des Rückgangs der Verkaufszahlen ab Freitag Teile der Produktion am Standort Zuffenhausen. Vor allem der dort gebaute Elektro-Sportwagen Taycan findet weniger Käufer als geplant. Eine Sprecherin des Porsche-Betriebsrats sagte dem SWR, dass die Schließtage in der aktuellen Situation eine notwendige Maßnahme seien.

Schwankende Auftragslage bei Porsche

Von Unternehmensseite hieß es, man unterliege bei der Auftragslage naturgemäß Schwankungen. Außerdem könne man durch Teilschließungen erforderliche Umbau- und Instandhaltungsarbeiten durchführen. Bereits am 8. Mai gab es in Zuffenhausen einen Schließtag.

Seit dem Rekordjahr 2023 sinken bei Porsche die Absatzzahlen. Die Geschäfte in China stocken. Im ersten Quartal dieses Jahres war der Gewinn um fast ein Viertel eingebrochen. Die Neu-Ausrichtung auf profitable Verbrenner- und Hybridmodelle soll den Abwärtstrend stoppen. Die Investitionen dafür belasten das Unternehmen aber stark.

Kommentar: Porsche und andere deutsche Hersteller haben das Rennen verloren und auf das falsche Pferd gesetzt. Anstatt als große Lobby zu widersprechen, sind sie blind einer grünen Ideologie gefolgt, und hunderttausende Arbeitnehmer müssen nun dafür bitter bezahlen. Die fetten Jahre sind leider schon lange vorbei.


Cut

Auftragsmangel bei Selbstständigen breitet sich aus

In Deutschland geraten im April 2026 viele Selbstständige in eine kritische Lage. 20,6 Prozent fürchten akut um ihre wirtschaftliche Geschäftslage. Auslöser sind fehlende Aufträge, schwache Nachfrage und wachsende Unsicherheit. Betroffen sind vor allem Solobetriebe und Kleinstunternehmen mit weniger als neun Beschäftigten. Der Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex fällt auf einen neuen Tiefstand. Dadurch bedrohen Einkommensverluste, Geschäftsaufgaben und weniger Dienstleistungen vor Ort die Existenz vieler Betriebe (ifo: 19.05.26).

kleinunternehmer, depression
Selbstständige melden dramatischen Auftragsmangel

Fast jeder zweite befragte Betrieb verzeichnete im April zu wenige Aufträge. Der Anteil lag bei 48,4 Prozent. Im Januar waren es noch 46,6 Prozent. Damit verschärft sich die Geschäftslage der betroffenen Betrieb weiter. Der Vergleich mit der Gesamtwirtschaft zeigt die besondere Schwäche dieser Gruppe.

Dort lag der saisonbereinigte Anteil mit Auftragsmangel bei 39,0 Prozent. Solobetriebe und Kleinstunternehmen trifft der Rückgang jedoch schneller. Sie haben oft geringe Rücklagen. Außerdem können sie laufende Kosten selten auf mehrere Geschäftsbereiche verteilen. Deshalb wird aus schwacher Nachfrage rasch ein Existenzrisiko.

Kommentar: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Sicherheit wieder steigt, wird angesichts des anhaltenden Konfliktes im Mittleren Osten, leider nicht besser werden. Die Wahrscheinlichkeit ist eher größer, dass, wenngleich die Straße von Hormus zeitnah wieder öffnen sollte, immer noch ein Versorgungsengpass auf Europa zurollt.


Bell

Mercedes-Benz stößt weitere Autohäuser und Niederlassungen in Deutschland ab

Mercedes-Benz stößt weiter seine Autohäuser und Niederlassungen ab. Derzeit sind Berlin und Brandenburg an der Reihe - inklusive des großen Vorzeigebaus am Salzufer.
mercedes-Benz symbol
© Ralph Orlowski / Reuters
Mercedes trennt sich von seinen konzerneigenen Autohäusern in Berlin und Brandenburg. Allein in Berlin sind fünf Standorte betroffen, dazu kommen zwei weitere Niederlassungen in Brandenburg. Eine im Vereinigten Königreich ansässige Global Auto Holdings (GAHL) übernimmt die Geschäfte.

Mehr als 1.000 Mitarbeiter

Insgesamt arbeiten nach Unternehmensangaben mehr als 1.100 Beschäftigte an den betroffenen Standorten. Dazu zählt auch der bekannte Flagship-Store am Berliner Salzufer nahe dem Tiergarten. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung und soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Angaben zum Kaufpreis machten die Unternehmen nicht.

Mercedes-Vertriebsvorstand Mathias Geisen erklärte, man wolle die Qualität in Vertrieb und Service weiter stärken, die Standorte konsequent weiterentwickeln und den Beschäftigten gute Zukunftsperspektiven bieten. Mit GAHL habe Mercedes dafür "den perfekten Partner" gefunden. Auch GAHL-Eigentümer Kuldeep Billan kündigte Investitionen in den Berliner Mercedes-Standort und die Belegschaft an. Die in Kanada gegründete Handelsgruppe betreibt bereits seit mehreren Jahren Mercedes-Benz-Betriebe in Großbritannien und den USA und erzielt nach eigenen Angaben einen weltweiten Jahresumsatz von rund acht Milliarden US-Dollar.

Kommentar: Ein wichtiges Kerngeschäft ist der Verkauf der produzierten Autos.


Ambulance

Zigarette verweigert: Syrer sticht Mann in den Nacken

In Berlin-Neukölln ist ein 33-Jähriger am Donnerstag an einer Bushaltestelle bei einem Messerangriff lebensgefährlich verletzt worden. Der Täter soll den Mann zuvor nach einer Zigarette gefragt und ihm anschließend beim Einsteigen in den Bus von hinten in den Nacken gestochen haben. Das Opfer musste notoperiert werden.

rt deutsch
© Screenshot RT Deutsch
Wenige Stunden später soll derselbe 36-jährige Verdächtige eine Frau mit einem Messer bedroht und ausgeraubt haben. Die Polizei nahm den Mann kurz darauf fest und leitete Ermittlungen gegen ihn ein. Nach eigenen Angaben stammt der Verdächtige aus Syrien und wurde in Damaskus geboren.

Cut

Krise im Mittleren Osten: Exporteinbruch um bis zu 67 Prozent

Der Iran-Krieg trifft Deutschlands Außenhandel hart. Exporte in acht Länder der Region brachen im März um über 750 Millionen Euro ein - eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht.
Container
© Legion-Media
Der Iran-Krieg hinterlässt deutliche Spuren in der deutschen Exportstatistik. Seit dem Beginn der US-amerikanischen und israelischen Militäroperationen gegen Iran am 28. Februar sind die deutschen Ausfuhren in die gesamte Region drastisch zurückgegangen - und das in einem Ausmaß, das Wirtschaftsverbände alarmiert.

Einbruch auf breiter Front

Wie die Nachrichtenagentur Reuters auf Basis erster Daten des Statistischen Bundesamtes ausgewertet hat, sanken die deutschen Lieferungen nach Iran im März um 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf knapp 25 Millionen Euro. Doch nicht nur das direkte Kriegsland ist betroffen: Die Exporte nach Katar gaben um fast 60 Prozent auf rund 54 Millionen Euro nach, die in den Irak sanken um 55 Prozent auf 58 Millionen Euro. Auch die Exporte nach Bahrain und Kuwait brachen in ähnlicher Größenordnung ein. Selbst stabilere Märkte wie Saudi-Arabien (-13 Prozent) und die Vereinigten Arabischen Emirate (-38 Prozent) blieben nicht verschont.

Insgesamt summierten sich die deutschen Ausfuhren in die acht genannten Länder im März auf knapp 1,5 Milliarden Euro - das waren rund 757 Millionen Euro weniger als im Vorjahresmonat, wie aus der Reuters-Auswertung hervorgeht.

Black Magic

Hamburg: 17-jähriger Syrer wegen Terrorverdachts verhaftet

Er wolle "Ungläubige" töten, soll er im Internet erklärt haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg meldete jetzt die Festnahme eines Jugendlichen, der sich wohl auf den IS bezieht. Wie ernst das war, wird sich herausstellen.
Polizei
© Alexander Koerner / Gettyimages.ruSymbolbild
Die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg teilte erst jetzt mit, dass schon am Donnerstag ein 17-jähriger Syrer festgenommen wurde. Die Festnahme erfolgte unter Beteiligung eines schwer bewaffneten Sondereinsatzkommandos und des Landeskriminalamts.

Vorgeworfen wird dem jungen Mann, einen Anschlag mit Sprengstoff, Molotowcocktails oder einem Messer geplant zu haben. Er habe, so die Generalstaatsanwaltschaft, "Ungläubige" töten wollen ‒ in einem Einkaufszentrum, einer Bar oder einer Polizeiwache. Er soll sich zuvor auf Telegram entsprechend geäußert haben.

Bei der Durchsuchung wurden Universaldünger, flüssiger Grillanzünder, eine Sturmhaube und ein Messer gefunden. Trotz seiner Jugend war der Festgenommene für die Polizei kein Unbekannter: Es gab gegen ihn bereits Ermittlungen, weil er Symbole des IS verwendet haben soll. Wegen anderer Delikte wurde auch schon eine psychiatrische Begutachtung in Auftrag gegeben.