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Mi, 17 Jan 2018
Die Welt für Menschen, die denken

Erdfälle


Bad Guys

Verbindung? Großer Felssturz in Österreich, Erdfall in Thüringen und imperiale Gewalt

"Es hat sich wie ein Erdbeben angehört", als in Vals, Österreich zum Heiligabend tausende Tonnen von Geröll und Schutt ins Tal abbrachen. Die Talbewohner wurden von der Außenwelt von einer teilweise 50 Meter hohen Geröllmauer abgeschnitten und die einzige Zufahrtsstraße wurde blockiert.
felssturz österreich
© ap
Nach weiteren Informationen der Zeitung Merkur, war die Stimmung gelassen, da viele Bewohner auf Grund der Feiertage gut mit Nahrungsmitteln eindeckt waren.
Die Stimmung unter den Eingeschlossenen war aber gelassen, wie Vals' Bürgermeister Klaus Ungerank im Fernsehen sagte. Wegen Weihnachten hätten sich die Menschen vorher mit Nahrungsmitteln eingedeckt, Versorgungsengpässe gebe es nicht: "Das ist aktuell noch nicht unbedingt das große Problem." Bei Bedarf war eine Versorgung oder Rettung per Hubschrauber möglich. Am Mittwoch sollte eine Notstraße auf der anderen Talseite fertiggestellt sein. Bagger waren an den Feiertagen im Großeinsatz, um einen Feldweg dafür herzurichten.
Bei dem Ereignis kann auch von Glück gesprochen werden, da sich wenige Minuten zuvor viele Menschen - darunter auch Kinder - auf der Straße befanden, um zur Christmette zu gelangen.
felssturz österreich
© Land Tirol/Liebl
Im Altenburger Land in Thüringen kam es wenige Tage zuvor am 26.12.2017 zu einem Erdfall auf einem Grundstück eines ehemaligen Wohnhauses. Dort entstand ein Krater mit einem Durchmesser von rund drei Metern und einer Tiefe von ungefähr sieben Metern. Nach neuen Informationen soll es sich um einen Tagbruch handeln.

Bizarro Earth

Erdfall in Hannover: DHL Auto bleibt stecken

Ein DHL-Bote ist am Montagnachmittag in Linden stecken geblieben, als er mit seinem Fahrzeug auf dem Radweg hielt, um Pakete auszuliefern. Unter den Pflastersteine bildete sich plötzlich ein Krater, in den das vordere linke Rad des Transporters absackte.
dhl auto
© Elsner
Hannover - Seine Pakete werden sicherlich nicht mehr pünktlich ausgeliefert: Ein DHL-Bote ist am Montagnachmittag mit seinem Fahrzeug in Linden stecken geblieben. Auf der Straße Bauweg hatte der Paketzusteller mit seinem Transporter auf einem Radweg gehalten, um ein Paket auszuliefern. Daraufhin bildete sich plötzlich ein Krater auf dem Radweg, in dem das vordere linke Rad des DHL-Fahrzeuges stecken blieb. Der Fahrer konnte den Transporter nicht mehr befreien. Ein Kran musste das Fahrzeug später bergen.

Vermutlich war eine defekte Wasserleitung Auslöser für den kuriosen Unfall. Der Radweg war unterspült, das DHL-Fahrzeug dafür zu schwer. Das Loch selbst war zu allen Seiten etwa einen halben Meter groß. Unter den Pflastersteinen hatte sich hingegen bereits ein etwa zehn Quadratmeter großer Krater gebildet.

sp

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Bell

Die Erde bricht auf: Riesiger Krater auf einem Sojafeld in Brasilien entstanden

Einem Bericht von GeologyIn zufolge, ist ein riesiger Krater in Alto Paranaíba, Brasilien auf einem Sojafeld entstanden. Die Größe des Kraters beträgt 20 m im Durchmesser, die Tiefe konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden.

erdfall brasilien
Den Besitzern des Feldes zufolge, sind noch nie Erdfälle in dieser Gegend aufgetreten.

Bizarro Earth

Paraguay: Erdfall auf Fernstraße

Caaguazú: Ein riesiger Krater bildete sich auf der Fernstraße VII im Asphalt. Die Stelle liegt bei einer Brücke, die über den Fluss Guyraûngua führt. Es kam zu einer Vollsperrung der Fernstraße.
erfall paraguay
Gestern, gegen 18:30 Uhr, passierte das Absinken der Asphaltschicht. Es entstand dadurch ein riesiger Krater in der Teerdecke. Für fast zwei Stunden war die Route VII komplett gesperrt. Es kam zu erheblichen Behinderungen bei allen Verkehrsteilnehmern. Die Firma Tape Porã, zuständig für den Streckenabschnitt als Konzessionär, nahm die Reparatur vor.

Nationalpolizei und Caminera sicherten die Unglücksstelle ab, richteten Umleitungen ein und regelten den Verkehrsfluss. Zum Glück kam es durch das Absenken der Asphaltschicht zu keinen Zwischenfällen. In der Nacht hatte sich der Verkehrsfluss auf der Route VII wieder normalisiert.

Wochenblatt / ABC Color

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Bizarro Earth

Kleiner Erdfall in Kürten entstanden

Kürten - Die bergischen Bergbau-Experten sind sich sehr sicher, dass die jüngsten Absenkungen und Setzungen auf einer Wiese nahe Dürscheid mit historischen Stollen "nicht das Geringste" zu tun haben. Fachmann Herbert Stahl aus Bergisch Gladbach verweist auf die Koordinaten der Stollen, die sich nicht mit den Absenkungen deckten; auf den Karten, die ihm vorlägen, sei die Lage der Gruben sehr deutlich eingezeichnet. Sie sei auf keinen mit den Absenkungen in Verbindung zu bringen.
krater kürten
So habe er es auch den Mitarbeitern des Bergamts bei der Bezirksregierung Arnsberg auf Nachfrage mitgeteilt. Stahl gilt als Spezialist für die Geschichte der Grube Katharinaglück, deren Geschichte er im Buch Das Erbe des Erzes Band 3 nachzeichnet. "Es gibt keinen Zusammenhang zur Grube", stellt er fest. Vielmehr hingen die Krater auf der Wiese zusammen mit der Geologie der Paffrather Kalkmulde.

Die Lage der Senken zwischen Dürscheid und der Streusiedlung an der Wipperfürther Straße spreche auch für ihn gegen alte Stollen, bestätigt der Kürtener Heimatforscher Kunibert Förster die Aussage Stahls. Der Verlauf der unterirdischen Gänge sei bislang in diesem Abschnitt nicht nachgewiesen worden.

Dass hingegen ein Bachlauf im Untergrund verschwinde, sei in den Randgebieten der Paffrather Kalkmulde, zu der Dürscheid gehöre, nichts Ungewöhnliches. Förster berichtet von einem Bach nahe des Nachbarorts Miebach, der ebenfalls am Hang "verschwinde". Eine Bachschwinde komme im Bergischen "immer mal wieder" vor.

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Bizarro Earth

Mehrere Krater: Teile der Elbuferpromenade in Hamburg abgesackt

Mit fragenden Blicken stehen Passanten vor den Absperrungen - und die Behörden vor einem Rätsel. Aus bislang ungeklärter Ursache sind Teile der Elbuferpromenade abgesackt, mehrere Krater entstanden. Zwischen Fischmarkt und Neumühlen wurde aus Sicherheitsgründen ein 700 Meter langer Bereich gesperrt.
krater elbufer
© dpa
Altona-Altstadt - Bereits am Donnerstag stolperten erste Passanten über die tiefen Dellen in der Ufer-Promenade. An mehreren Stellen hatten sich großflächige, teils einen Meter tiefe Unebenheiten im Kopfsteinpflaster gebildet. "Der Hintergrund wird sich nicht so schnell klären lassen", sagt ein Bezirksamtssprecher und kündigte mehrtägige Untersuchungen an - denn bislang gibt es nur Vermutungen, warum die Promenade abgesackt ist. Ein möglicher Grund: Die Kaimauer könnte unterspült sein. Und die liegt im Zuständigkeitsbereich der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA).


Auf Nachfrage erklärte ein Sprecher, man habe wasserseitig Vorkehrungen getroffen. Dazu gehören unter anderem Schilder zum Abstandhalten - außerdem müssen Boote und Schiffe in der Nähe des Kais langsamer fahren. Schlepper dürfen sich diesem Bereich vorerst nicht mehr nähern.

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Fahrbahn der A20 bei Tribsees weggebrochen - Autobahn gesperrt

Was aussieht wie die Folgen eines Erdbebens, ist ein noch nicht mal 15 Jahre alter Abschnitt der A20. Autos fahren dort so schnell keine mehr.

Die A20 nahe der Trebeltalbrücke bei Tribsees. Die Autobahn ist für den Verkehr in Fahrtrichtung Rostock voll gesperrt. Erdfall Oktober 2017
© Polizei Stralsund
Die A20 nahe der Trebeltalbrücke bei Tribsees. Die Autobahn ist für den Verkehr in Fahrtrichtung Rostock voll gesperrt.
Der Standstreifen und die rechte Spur sind schon komplett weg, die linke Fahrbahn steht nur noch zur Hälfte. Die Leitplanken sind in den Straßengraben geplumpst, Erdreich, Sand und Asphaltbrocken sind eine Etage tiefer gerutscht. Ein rund 30 Meter lange Abschnitt der Ostsee-Autobahn 20 bei Tribsees an der Trebeltalbrücke bietet zurzeit ein äußerst jämmerliches Bild.

Der Zustand der Bundesautobahn ist mittlerweile derart schlimm, dass die Polizei selbst die Umleitung des Verkehrs in Richtung Rostock auf der Gegenfahrbahn nicht mehr zulassen kann. Nur der Gegenverkehr in Fahrtrichtung Stettin darf auf einer Spur noch rollen. Autofahrer in Richtung Rostock müssen stattdessen die Umleitung über die Abfahrt 21 Tribsees und die L19 nutzen, meldete die Polizei Stralsund bei Twitter. Der betroffene Teilabschnitt der A20 war im November 2003 fertiggestellt worden.

Bizarro Earth

Hunderte Erdfälle an Israels Totem Meer

Ein Gedi - Man möchte nicht in ein solches Loch stürzen. Diese Abgründe sind wahre Fallen, ausgestattet mit glitschigem Schlammbett. Dazu hängen die karstigen Außenränder meist über, so dass ein weiterer Abbruch droht. Ein Blick hinein genügt, um trotz flirrender Hitze zu schaudern. Nicht umsonst warnen entlang der Straße, die in (noch) sicherer Distanz am Toten Meer vorbeiläuft, Schilder: "Vorsicht, Senklöcher-Gebiet". Damit rechnen zu müssen, der Boden könnte jederzeit unter den Füßen wegsacken, verschafft mulmige Gefühle.
erdfall israel
© AFP/MENAHEM KAHANA
Ein gesperrtes Touristengebiet nahe dem Toten Meer – Straße, Bäume und Gebäude stürzten in eines der gefährlichen Senklöcher.
Existenzgrundlagen verschwinden im Erdboden

Die Bemerkung der 54-jährigen Ökologin Gundi Shahal, dass keine israelische Versicherung mehr für Senklöcher-Unfälle aufkomme, klingt beunruhigend. Noch mehr ihre Geschichten, was schon alles passiert ist, seitdem in den 90er Jahren eine Frau in ein Loch fiel und der Campingplatz eines Kibbuz schließen musste. Shahal kennt sich in der Gefahrenzone aus. Als junge Frau kam sie zur Dattelernte nach Israel.

Seit 1988 lebt sie dauerhaft im Kibbuz Ein Gedi, einer traumhaften Oase nahe dem Toten Meer, deren Existenzgrundlage buchstäblich wegbricht. Mit ihr als Führerin plus Wasserflasche (ein Muss) und Handy (für alle Fälle) im Rucksack geht es auf frühmorgendliche Expedition in die schlamm- und salzverkrustete Kraterlandschaft. Kaum darin eingetaucht, kommt man sich vor wie auf dem Mond.

Kommentar: Lesen Sie dazu auch den folgenden Artikel, da Erdfälle ein weltweites Phänomen darstellen:


Book 2

Kleiner Erdfall auf einem Sportplatz in Thüringen entstanden

VfL Ellrich sperrt den Trainingsplatz, nachdem ein junger Fußballer plötzlich eingesackt war. Ursache des Lochs unklar.
erdfall lüneburg
© Hansestadt Lüneburg
Symbolbild
Ellrich - Die Warnung ist unmissverständlich: "Nicht betreten! Lebensgefahr! Erdfall!" steht auf einem Zettel am rot-weißen Absperrband. Mit dem sind auf dem Trainingsplatz des Ellricher VfL zwei etwa zehn Quadratmeter große Felder markiert.

Das eine ist wegen einer Senke abgesperrt, die noch zu Monatsbeginn kein Grund zu größerer Sorge war. Seit Montag voriger Woche aber ist das anders: Denn im zweiten Feld klafft seitdem ein etwa 30 Zentimeter breites Loch. Wie tief es ist, ist nicht zu erahnen.

An besagtem Montag tat es sich plötzlich auf, als die C-Jugend trainierte. "Ein Junge sackte bis zu den Knien ab. Gott sei Dank ist ihm nichts passiert", sagt VfL-Vorstand Uwe Schabacker. Nicht nur ihn treibt die Frage um, ob es zu weiteren Löchern auf dem Platz kommen könnte. Senken immerhin gibt es auf diesem einige. Vorerst ist der Platz jedenfalls für den Trainingsbetrieb gesperrt. "Wir wollen, dass nichts Schlimmes geschieht", so Schabacker.

Am Dienstagnachmittag ist ein Experte der Gesellschaft für Ingenieur-, Hydro- und Umweltgeologie IHU aus Leimbach vor Ort. Schnell kann er einen Erdfall ausschließen. Denn der Platz liege außerhalb des Karstgebiets mit seinem löslichen Gipsgestein, vielmehr in der Zone des Rotliegenden. Allerdings gab es anstelle des Platzes einst die Mönchsteiche. Alten Ellrichern zufolge wurden die vor Jahrzehnten verfüllt. Möglicherweise sei diese Auffüllung durch Grundwasser aufgeweicht worden, sagt IHU-Prokurist Konrad Rose. Dass dadurch entstehende Hohlräume dazu führen, dass die Erdoberfläche durchbricht, sei "relativ selten".


Am Dienstag ermittelte er die Tiefe des schräg nach unten führenden Lochs, beziffert sie mit etwa 1,50 Meter. Noch diese Woche soll das umliegende Gelände mittels Bagger geöffnet werden, um zwei Fragen zu klären: Womit wurde der frühere Teich hier aufgefüllt? Und in welcher Tiefe steht das Grundwasser an?

Camera

Winziger Erdfall bei Hagenburg entstanden

Es ist kreisrund und etwas mehr als einen halben Meter tief: Ein Erdloch auf der Trasse der früheren Steinhuder-Meer-Bahn, einem beliebten Rad- und Wanderweg, hat Ulrich Reumke, Leiter des Bauhofes der Samtgemeinde Sachsenhagen, beschäftigt. Einfach nur zuschütten? Von wegen.
erdfall
© JPW
Hagenburg/Wiedenbrügge - Der Bauhofleiter ließ die Stelle absperren und wusste nach einigen Telefonaten, dass sich in Verlängerung des Weges in Richtung der Landesstraße 453 von der Bundesstraße 441 in Richtung Bergkirchen ein alter Kohlenstollen befindet, dessen Holzstützen längst marode geworden sind. Würde es, so waren Reumkes Bedenken, bei dem Loch bleiben und die Erde nicht weiter nachgeben? Und wie ist es um die Stabilität des beliebten Wander- und Fahrradweges bestellt?

Zwischen 1900 und 1920 ist unter der Regie des Oberbergamtes Obernkirchen im Gebiet am Atjeberg Kohle abgebaut worden. Die Preussag AG legte den Schacht kurz nach der Übernahme still, eröffnete für drei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg den Schacht erneut, um in Notzeiten die letzten Vorkommen auszubeuten. Das Kohleflöz liegt nur wenige Meter tief, es "streicht" zur Erdoberfläche hin "aus", wie es in der Bergmannssprache heißt.

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