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Di, 29 Sep 2020
Die Welt für Menschen, die denken

Tiere


Flashlight

Alligator greift Kajakfahrer in den USA an

alligator north carolina
© Screenshot / Youtube
Mitte Juli griff ein Alligator einen Kajakfahrer auf dem oberen Waccamaw-Fluß in North Carolina an. Der Mann kam mit einem Schrecken davon und blieb unverletzt, er ist jedoch kurzzeitig gekentert.


Horse

Zürich: Tierpflegerin von Tiger getötet

  • Tiger tötet Tierpflegerin in Züricher Zoo
  • Debatte um die Haltung von Großtieren
  • Tierschützer contra Zoobetreiber
Another Siberian tiger,
Tragischer Vorfall im Züricher Zoo: Eine Sibirische Tigerin greift eine Tierpflegerin an und tötet sie. Was "Irina" so irritiert hat, dass sie einen eigentlich vertrauten Menschen attackiert, ob Sicherheitsvorkehrungen nicht beachtet wurden - das wird noch untersucht. Fest steht: Solche Angriffe gibt es immer wieder - 2012 in Köln zum Beispiel, 2013 in Münster. Da drängen sich fast automatisch zwei Fragen auf: Woran liegt das? Und gehören solche Tiere überhaupt in den Zoo?

Sind die Gehege zu klein?

Für Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, ist die Antwort auf die erste Frage ganz klar: "Irina" hat nur ihr Revier verteidigt. Ein ganz natürliches Verhalten also.

Auch Frage Nummer zwei ist für ihn einfach zu beantworten: "Tiger ziehen in Freiheit 20, 30, 40 Kilometer am Tag ihre Kreise. Das ist in einem so engen Gehege nicht abbildbar." Seine Schlussfolgerung: Großkatzen gehören nicht in einen Zoo - genausowenig wie Elefanten, Eisbären oder Seelöwen. Denn dort könnten sie nicht artgerecht gehalten werden.

Bizarro Earth

Mysteriös: Mindestens 350 tote Elefanten in Botswana

Einige torkelten im Kreis, ehe sie verendeten: In Botswana sind überraschend Hunderte Elefanten gestorben. Wurden die Tiere vergiftet oder grassiert eine bisher unbekannte Krankheit?
Elefantensterben
© Reuters
Elefant in Botswana: Umweltschützer fürchten, dass das Massensterben anhält
Innerhalb weniger Wochen sind in Botswana Hunderte Elefanten verendet. Behörden prüfen nun, ob die Tiere vergiftet wurden oder eine bisher unbekannte Seuche unter Elefanten grassiert.

Das Massensterben begann laut Guardian Anfang Mai im Okavango-Delta im Norden des Landes, mittlerweile sind mehr als 350 Elefanten tot. Etwa zwei Drittel der Kadaver liegen in unmittelbarer Nähe von Wasserlöchern. Ob die Tiere sich beim Trinken vergiftet haben, ist jedoch unklar. Sowohl junge als auch ältere Tiere sind gestorben.

Im Okavango-Delta leben 15.000 Elefanten, etwa ein Zehntel der gesamten Population in Botswana. Sollte sich das Massensterben fortsetzen, wäre das eine Katastrophe für den Artenschutz, mahnen Umweltorganisationen.

Flashlight

Unbekannte Vogelkrankheit: Tote Blaumeisen in einigen Regionen Deutschlands

Naturschützer registrieren zurzeit ungewöhnlich viele tote Blaumeisen. Um herauszufinden, ob sich eine neue Vogelkrankheit in Deutschland ausbreitet, bittet der Naturschutzbund Deutschland (Nabu), tote und krank wirkende Vögel zu melden. Vereinzelt erkrankten auch Kohlmeisen oder andere kleine Singvögel, hieß es.
blaumeise
© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Symbolbild
"Erste Fälle wurden uns bereits Mitte März aus Rheinhessen in Rheinland-Pfalz gemeldet", sagte Nabu-Vogelschutzexperte Marius Adrion. Inzwischen sei die Zahl auf über 150 gestiegen. "Betroffen ist bisher vor allem der Streifen vom Westerwald in Rheinland-Pfalz über Mittelhessen bis ins westliche Thüringen."

Erkennen könne man die kranken Tiere unter anderem daran, dass sie "apathisch und aufgeplustert auf dem Boden sitzen und nicht vor Menschen fliehen". Häufig seien Augen, Schnabel und Teile des Federkleids verklebt. Dieses Bild passe zu keiner bekannten Vogelkrankheit. Da die meisten der Tiere in der Nähe von Vogelfütterungen gefunden worden seien, rät der Nabu dazu, kein Futter und Wasser mehr anzubieten, wenn mehr als ein kranker Vogel an einer solchen Stelle beobachtet werde.

Piggy Bank

Todesursache unbekannt: Schweine fraßen eigenen Bauern

Auf einem Bauernhof in Polen macht ein Nachbar einen grausigen Fund: Der seit Silvester verschwundene Hof-Besitzer ist tot. Von seiner Leiche sind nur noch Reste vorhanden, fast sein ganzer Körper wurde von seinen eigenen Schweinen gefressen.
schweine polen
© imago/Rainer Weisflog
Ob die Schweine den Mann getötet oder nur gefressen haben, ist unklar. (Symbolbild)
Ein 72-jähriger polnischer Landwirt ist von seinen eigenen Schweinen gefressen worden. Die Todesursache des Bauern aus einem Dorf bei Lubin in Niederschlesien sei unbekannt, berichteten lokalen Medien. Die Reste des Landwirts waren demnach vor einigen Tagen von einem Nachbarn entdeckt worden, der auf dem Betrieb nachsah, weil der Bauer seit Silvester nicht mehr aufgetaucht war.

Die Untersuchungen ergaben, dass der Bauer von seinen Schweinen gefressen worden war. Die Todesursache ließ sich jedoch nicht mehr feststellen, da die Schweine fast alle Weichteile gefressen hatten. So ist auch unbekannt, ob der Mann bereits tot war, als die Schweine ihn fraßen. Nach einer Hypothese könnte er einen Herzinfarkt erlitten haben oder ohnmächtig geworden sein.

Snow Globe

Eisbären-Invasion: Dutzende Polarbären belagern russisches Dorf

Eine ganze Horde von Eisbären ist in ein Dorf im hohen Norden Russlands eingedrungen, um nach Nahrung zu suchen. Die Bären belagern die Siedlung und haben das öffentliche Leben dort quasi zum Stillstand gebracht. Behörden und Freiwillige setzen nun alles daran, Vorfälle zwischen Mensch und Bär zu verhindern.
eisbären russland
© Maksim Dyominov / WWF Russia
Die ungewöhnlich große Eisbärenpräsenz plagt das Dorf Ryrkaipij, das an den schneebedeckten Ufern des Chukchi-Meeres in der nördlichen Region Tschukotka liegt. In den letzten Jahren war es in Ryrkaipij, wo rund 600 Menschen leben, eher ruhig. Im vergangenen Jahr wurden "nur" 28 Eisbären registriert. In diesem Jahr ist die fleischfressende Horde jedoch riesig.

Und die Zahl der Bären wächst. Bislang wurden am Kap Kozhevnikov mindestens 64 einzelne Eisbären gesichtet. Um die Raubtiere aus dem Dorf zu locken, wird mit einer Fütterungsstelle versucht, die Bären vom Dorf fernzuhalten, schilderte der stellvertretende Direktor der Landestierschutzbehörde Egor Vereschagin.

HAL9000

Wegen Bienenschwarm: Flugzeug in Indien kann stundenlang nicht starten

Bienenschwarm
© Getty Images
Bienen (Symbolfoto)
Ein A319 konnte nicht abheben, weil Bienen die Sicht des Piloten einschränkten. Die Insekten trotzten eingeschalteten Scheibenwischern und wehrten sich mit Stichen gegen das Bodenpersonal. Erst eine rabiate Methode half.

Wenn sich ein Flug um Stunden verschiebt, dann ist das für die Passagiere nervig. Doch als die Reisenden des Flugs AI743 am Sonntag erfuhren, warum sich ihr Start in der ostindischen Metropole Kalkutta verzögerte, werden einige vielleicht geschmunzelt haben: Ein Bienenschwarm war kurz vor dem geplanten Start auf der Scheibe des Cockpits gelandet, wie die Behörden mitteilten.

Das Bodenpersonal versuchte daraufhin, die Bienen zu verscheuchen, um den Piloten klare Sicht zu verschaffen. Doch die Insekten griffen an und stachen das Bodenpersonal. Auch der Versuch, den Schwarm mit den Scheibenwischern zu entfernen, schlug fehl.

Schließlich kam es zum Einsatz von Wasser, mehrere Löschfahrzeuge rückten an und beseitigten die Bienen mit einem Strahl. Nach dem knapp einstündigen Einsatz war die Cockpitscheibe des Airbus A319 endlich wieder frei, wie Flughafendirektor Kaushik Bhattcharya sagte.

Evil Rays

Stier tötet zwei Menschen in Bayern - Bereits der vierte Vorfall innerhalb weniger Wochen

In Gleißenberg in Bayern kam es zu zwei tödlichen Unfällen, dort hat ein Stier zwei Menschen getötet.

weide bayern
© Alexander Auer
Ein Stier hat am Samstag auf dieser Weide in Gleißenberg zwei Menschen getötet.
Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilt, hat ein Stier in Gleißenberg gegen 11 Uhr zwei Menschen getötet. Laut der Passauer Neuen Presse wurde ein 60 Jahre alter Bauer auf der Weide von dem Stier attackiert. Als der Mann nach einiger Zeit nicht nach Hause zurückkehrte, sah sein Vater nach dem Rechten. Auch er wurde auf der Weide von dem Stier angegriffen und tödlich verletzt.

- Merkur.de
Der Merkur berichtet weiter, dass die eintreffenden Rettungskräfte ebenso angegriffen wurden. Aus Sicherheitsgründen hat ein Polizist das Tier letztendlich erlegt. Warum es zu dem aggressiven Verhalten kam, ist bis jetzt noch nicht bekannt.

Gear

Hundehalter wurde komplett mit Kleidung von eigenen Hunden verspeist - Ursache ist nicht bekannt

Seit Monaten wurde ein Mann aus Texas vermisst - ein Hundeliebhaber mit 18 Tieren. Gerichtsmediziner haben jetzt eine Erklärung gefunden. Zuvor hatte die Polizei einen schwierigen Einsatz mit den aggressiven Tieren.

autos
© AP
Auf diesem Grundstück in Venus, im US-Bundesstaat Texas, hielt Freddie Mack seine bis zu 18 Hunde. Jetzt haben ihn die Tiere offenbar gefressen.
Ein seit Monaten vermisster Mann in Venus, Texas, ist nach Angaben der Polizei von seinen eigenen Hunden aufgefressen worden. Laut Gerichtsmedizinern ergaben DNA-Tests von Knochenresten im Kot der Tiere, dass die Knochen von dem 57 Jahre alten Mann mit Namen Freddie Mack stammten, dem Halter der Tiere, wie das Sheriffbüro von Johnson County mitteilte.

Die 18 Mischlingshunde hätten anscheinend den gesamten Körper des Mannes, seine Kleidung sowie sein Haar verschlungen und nur fünf bis zwölf Zentimeter lange Knochenstücke hinterlassen, erklärte der stellvertretende Sheriff Aaron Pitts. "Wir oder andere, mit denen wir gesprochen haben, haben nie, niemals, davon gehört, dass ein gesamter Mensch verspeist wurde", sagte Pitts. "Die Knochen waren komplett aufgebrochen und gefressen."

Colosseum

Sardinien: Heuschrecken befallen 2000 Hektar

Die Italienische Urlaubsinsel Sardinien erlebt eine Heuschrecken-Invasion. Die Landwirtschaft ist besonders betroffen, weil die Tiere die Felder zerstören. Könnte es auch in Deutschland eine Heuschreckenplage geben?
heurschrecke symbolbild
© Robin Loznak/dpa/Zuma Press
Symbolbild
Millionen Heuschrecken haben die italienische Urlaubsinsel Sardinien heimgesucht. Bis zu 2000 Hektar (20 Quadratkilometer) seien in der Region Nuoro im Landesinneren befallen, teilte der Bauernverband Coldiretti mit.

Es handle sich um einen "echten Notfall". "Es gibt Zonen, in denen man auf einem Teppich aus Heuschrecken geht." Der Schaden gehe in die Millionenhöhe.

Die Heuschrecken dringen demnach in Bauernhäuser ein und zerstören Weideland. Die Insekten ernähren sich hauptsächlich von Gräsern. Ein großer Schwarm schafft es innerhalb von Minuten ein komplettes Getreidefeld aufzufressen. Rund 20 Agrarbetriebe seien betroffen, Touristen dagegen nicht, sagte ein Sprecher des Verbandes auf Sardinien der Deutschen Presse-Agentur.