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Do, 29 Sep 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Butterfly

"Liebeshormon" Oxytocin soll bei Männern stärkeres Bewusstsein für Spiritualität bewirken

Durham (USA) - Das auch als „Liebeshormon“ bezeichnete Hormon Oxytocin ist bekannt für seine wichtige Rolle für soziale Verbindungen und Altruismus. US-Forscher konnten nun zeigen, dass Oxytocin aber auch die Spiritualität von Männern steigert. Eine derartige Wirkung auf Frauen gelte es noch genauer zu untersuchen.
© Duke University
Symbolbild: Oxytocin fördert offenbar unsere Wahrnehmung von Spiritualität.
Wie Patty Van Capellen von der Duke University und Kollegen aktuell im Fachjournal Social Cognitive and Affective Neuroscience (DOI: 10.1093/scan/nsw078) berichten, zeigten ihre Untersuchungen, dass Männer bis zu einer Woche nach der Einnahme von Oxytocin von einem stärkeren Bewusstsein für Spiritualität berichtet hatten. Auch berichteten jene Versuchspersonen, die - im Gegensatz zur Kontrollgruppe - Oxytocin eingenommen hatten, von stärkeren positiven Emotionen während der in der Folge durchgeführten Meditationen. Die Teilnehmer der Oxytocingruppe berichteten unter anderem von stärkeren Gefühlen, mit anderen Menschen und Lebewesen im Allgemeinen verbunden zu sein und von der Vorstellung eines „höheren Plans oder Bewusstseins, dass alle Menschen verbinde“.

Kommentar:


Cut

Melancholische Musik lässt empathische Zuhörer aufleuchten

Einige Menschen erleben ein Hochgefühl, wenn sie sich Liedern voller Seelenschmerz hingeben. Forscher unterzogen sie einem psychologischen Charaktertest - und fanden vor allem eine Auffälligkeit.
© pa/Bildagentur-online
Während manche Menschen sich in ihrer Freizeit lieber mit den Wildecker Herzbuben oder Helene Fischer beschallen lassen, bevorzugen andere eher Beethovens „Mondscheinsonate“ oder Balladen von Nick Cave. Ein finnischer Musikwissenschaftler wollte die Ursachen für derart verschiedene Vorlieben ergründen und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis: Unser Geschmack hängt stark vom Empathievermögen ab.

Lieder, die von Trauer und Verlust geprägt sind, scheinen ein paradoxes Phänomen hervorzurufen: Im Alltag versuchen wir, negativen Einflüssen und Empfindungen aus dem Weg zu gehen. Doch daheim vor der Stereoanlage genießen oder zelebrieren einige Menschen gar düstere und bedrückende Stimmungen.

Lange haben Forscher untersucht, welche Charaktereigenschaften zu welchen Vorlieben für unterschiedliche Musikstile führen würden. Gezeigt wurde, dass weltoffene Menschen musikalische Raffiniertheit mögen, während Regeln und feste Muster bevorzugende Menschen lieber Punk und Rock hören. Beim Thema traurige Musik zeichnen sich allerdings andere Zuordnungen ab.

Video

Gemeinsames Filme schauen soll zusammenschweißen und Schmerz dämpfen

© kzenon/iStock
Emotional aufwühlende Filme stärken das Wir-Gefühl und dämpfen unser Schmerzempfinden
Wenn wir uns gemeinsam mit anderen einen aufwühlenden Spielfilm im Fernsehen oder im Kino anschauen, ist dies mehr als nur ein Zeitvertreib. Das gemeinsame Durchleben mitreißender Emotionen bewirkt auch erstaunliche psychologische und körperliche Effekte, wie ein Experiment belegt. So schweißt das gemeinsame Gucken einer Tragödie eine Gruppe enger zusammen. Gleichzeitig bewirkt eine Ausschüttung von körpereigenen Endorphinen, dass sogar unsere Schmerzschwelle nach einer solchen Erfahrung messbar sinkt.

Ob der blutrünstige Krimi, das große Drama oder die bewegende Liebesgeschichte: Wir Menschen opfern einen oft erstaunlich großen Teil unserer Zeit und unseres Geldes dafür, uns durch ausgedachte Geschichten unterhalten zu lassen. Ob die überlieferten Sagen am Lagerfeuer unserer Vorfahren, die Romane der Belletristik oder der Hollywood-Spielfilm:
"Fiktion sowohl in Form des Geschichtenerzählens als auch im Drama, ist ein wichtiger Teil der menschlichen Gesellschaft",
erklären Robin Dunbar von der University of Oxford und seine Kollegen. Aber warum eigentlich?

Fire

Intuition des Machogang bestätigt: Gangart verrät wie aggressiv wir Menschen sein können

Starke Rotation von Becken und Schulter kennzeichnet aggressivere Persönlichkeiten
© ra2studio/Shutterstock.com
Verräterischer Gang: Die Art, wie Menschen gehen, gibt Hinweise darauf, wie aggressiv sie sind. Das fanden Forscher jetzt in einer neuen Studie heraus, in der sie die Gangart unterschiedlicher Charaktere analysierten. Menschen die ihren Körper übermäßig stark beim Gehen bewegen, neigen demnach eher zu aggressivem Verhalten als andere.

Im Café sitzend beobachten wir sie gerne: Wildfremde Menschen, die durch die Fußgängerzone schlendern. Alleine anhand der Art und Weise, wie Menschen sich bewegen, leiten wir gerne mal ab, ob wir einen typischen Macho vor uns haben oder doch eher die schüchterne Büroangestellte. Psychologen der University of Portsmouth haben nun in einer Studie untersucht, ob wir unserer Intuition vertrauen können und tatsächlich ein Zusammenhang zwischen Gehverhalten und Persönlichkeit besteht.

Motion-Capture zeichnet Bewegung auf

Für ihre Studie analysierten die Forscher zunächst die Neigung zur Aggression und den Persönlichkeitstyp von 29 Teilnehmern. Dazu füllten die Probanden Fragebögen aus und unterzogen sich einem einen gängigen Persönlichkeitstest. Dieser gibt Auskunft darüber, wo die Teilnehmer in den fünf Hauptmerkmalen der Persönlichkeit liegen: der Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und dem Neurotizismus.

Kommentar: Psychopathen sind ebenso in der Lage ihre Opfer anhand des Ganges zu identifizieren. Jedoch handelt es sich bei den Opfern meist um Empathen, d.h. Menschen, die sehr viel Mitgefühl empfinden können. Bei der Studie wäre es interessant auch genau das Gegenteil - emotionale Menschen - anhand der Gangart zu beweisen und ob dies möglich ist.


Network

Gibt es die universelle Ur-Sprache? 6.000 Sprachen nutzen ähnliche Laute für ähnliche Worte

Jena (Deutschland) - Erstmals können Wissenschaftler zeigen, dass mehr als 6.000 Sprachen ähnliche Laute zur Beschreibung wichtiger Objekte oder Ideen verwenden. Das Ergebnis legt nahe, dass wir Menschen zwar eine Art „universeller Sprache“ sprechen, diese möglicherweise allerdings biologisch beeinflusst ist und weniger linguistischen Prinzipien der lange gesuchte Ursprache entspricht. Zugleich widerspricht das Ergebnis auch dem gängigen Prinzip der modernen Sprachwissenschaft, laut dem es keine Verbindung zwischen den Lauten und der Bedeutung von Wörtern gibt.
© Steve Evans (via WikimediaCommons), CC BY-SA 2.0
Symbolbild: Zwei äthiopische Frauen im Gespräch
Bislang gingen Linguisten davon aus, dass Laute in Wörtern größtenteils zufällig mit Bedeutungen verknüpft wurden: „Fälle wie etwa das M, das in vielen Sprachen im Wort für Mutter vorkommt, sind die seltene Ausnahme“, erläutert das internationale Forscherteam u.a. um Damián E. Blasi von den Max-Planck-Instituten für Mathematik in den Naturwissenschaften und für Menschheitsgeschichte in ihrer aktuell im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS; DOI:1.0073/pnas.0709640104) veröffentlichten Studie.

Kommentar:


Snakes in Suits

Jeder fünfte Top-Manager ist ein Psychopath - Australische Studie

© Unbekannt
Psychopathen haben kein Problem, ihre 'Maske' zu wechseln
Laut einer australischen Studie ist jeder fünfte Top-Manager ein Psychopath, wie der Sender „ABC“ berichtet. Demnach sitzen in den Vorstandsetagen internationaler Konzerne ebenso viele Geisteskranke wie in den Gefängnissen.

Die australischen Forscher haben laut dem Nachrichtenportal die Profile von 261 Konzernchefs untersucht und dabei herausgefunden, dass 21 Prozent der Manager Indizien für außerordentlich stark ausgeprägte Züge von Psychopathie aufweisen. Solche Merkmale sind unter anderem Unfähigkeit zur Empathie, Oberflächlichkeit und Unehrlichkeit. Ähnliche Ergebnisse habe es auch bei einer Untersuchung von Strafgefangenen gegeben, sagen die Autoren der Studie.

Kommentar:


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Gesundheit und Wohlbefinden: Die Mitgefühls-Falle: Beziehungen mit Soziopathen und antisozialen Persönlichkeiten


Soziopathie: Emotionales Chaos in Beziehungen ist die Norm
Falls Sie in einer Beziehung sind, wo Sie nie Recht haben und emotionales Chaos die Norm ist, dann kann es sein, dass Sie mit einem Soziopathen Umgang haben. Das ist jemand, der kein Gewissen hat, und dessen Persönlichkeit extreme antisoziale Tendenzen aufweist.

Soziopathen nutzen jene, die viel Empathie bzw. Mitgefühl haben, für ihre eigenen Zwecke aus, aber nehmen dabei keine Rücksicht auf die Gefühle von anderen. Sie haben keine Reue für ihre Handlungen und es ist ihnen egal, falls sie andere verletzen oder mobben. Ihre Opfer werden ängstlich, traumatisiert und beginnen, sich selbst zu bezweifeln.
Menschen, die ins Visier eines Soziopathen gerieten, reagieren oftmals mit selbstkritischen Aussagen wie etwa „Wie dumm ich doch war“, „Was habe ich mir nur dabei gedacht?“ oder „Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen“. Aber sich mit einem Soziopathen einzulassen ist wie eine Gehirnwäsche.

Der oberflächliche Charme des Soziopathen wird üblicherweise dazu benutzt, um Menschen zu konditionieren. Beim ersten Kontakt testet der Soziopath oftmals die Empathie anderer Menschen, also sollten Sie Fragen misstrauisch machen, die darauf abzielen herauszufinden, ob Sie über viel Mitgefühl verfügen.

In unserer Show diskutieren wir das Buch The Empathy Trap ("Die Mitgefühls-Falle") von Dr. Jane und Tim McGregor. Wir geben einen Einblick in das Thema der Soziopathie, wie wir uns vor Soziopathen in Beziehungen, in der Schule oder am Arbeitsplatz schützen können, und wie wir schädliche Beziehungen leichter erkennen können. Bestandteil unserer Diskussion sind auch wertvolle Bewältigungsstrategien, die wir anwenden können, wenn wir uns in einer schädlichen Beziehung mit einem Soziopathen befinden oder befunden haben.

Running Time: 01:59:21

Download: OGG, MP3


Hört live rein, chattet mit und ruft uns in zukünftigen Shows im SOTT Radio Network an!


Beer

Immer mehr Jugendliche von Handy- und Onlinesucht betroffen

Handy statt Tabak: Suchtgefahr durch Internetnutzung
© Le Grand Bazar
In Deutschland sind immer mehr Menschen von Online-Sucht betroffen. Vor allem Kinder und Jugendliche sind gefährdet. Bei einem Kongress in Berlin beschäftigen sich Hunderte Experten mit Suchttherapie, -prävention und -forschung.

Und immer lockt das Smartphone

Mit Freunden chatten, im Internet surfen, spielen, shoppen oder gar den Partner fürs Leben suchen: Für viele Menschen ist das Smartphone aus dem Alltag längst nicht mehr wegzudenken. Die Geräte erleichtern uns zwar in vielen Bereichen das Leben, doch sie bergen auch gesundheitliche Risiken. So nimmt etwa Kurzsichtigkeit durch ständige Smartphone-Nutzung zu. Und sie können regelrecht abhängig machen: Vor allem unter Jugendlichen ist das Risiko für eine Handysucht groß.

Hunderte Experten beim Deutschen Suchtkongress

Experten zufolge nehmen Eltern eine ausufernde Internetnutzung von Jugendlichen noch zu selten als Problem wahr. Professor Falk Kiefer von der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie meinte in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa: „Man muss das Bewusstsein stärken, dass Online-Spiele und soziale Netzwerke eine hohe Bindungskraft haben können. Jugendliche kommen immer früher in Kontakt mit einem potenziell abhängig machenden Verhalten.“

Kiefer leitet den Deutschen Suchtkongress in Berlin, bei dem 600 Suchtexperten zusammenkommen. Internetsucht ist in diesem Jahr einer der Schwerpunkte. Auch bei illegalen Drogen würden negative Trend beobachtet. Rauchen hingegen sei heute bei Jugendlichen weniger ein Problem. In Deutschland sind rund 20 Millionen Menschen süchtig - nach Alkohol, Tabak, Glücksspiel, Drogen oder eben dem Internet.

Kommentar:


Hiliter

Studie: Homophobe Männer sind häufiger selbst homosexuell - Oder autoritäre Gefolgsleute

Homophobe Männer haben ein Geheimnis. Ein Geheimnis, so düster und schambeladen, dass sie es bisher gehütet haben wie einen verschollenen Schatz. Doch die Wissenschaft ist schließlich doch dahinter gekommen: Männer, die Schwule hassen, fühlen sich in Wahrheit von ihnen angezogen.
© Ronen Zvulun / Reuters
Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift Journal of Sexual Medicine veröffentlicht wurde, legt nahe, dass homophobe Männer sich durchaus für die Darstellung von gleichgeschlechtlicher Liebe interessieren.

Forscher der University of Geneva untersuchten eine Gruppe Männern, die sich in vorherigen Tests als homophob erwiesen hatten sowie Männer, die keine negative Einstellung gegenüber Homosexuellen hatten. Sie wollten herausfinden, ob es tatsächlich stimmt, dass Männer, die sich selbst als homophob bezeichnen, ablehnend auf homosexuelle Stimuli reagieren.

Wissenschaftler messen Augenbewegungen

Bei ihrem Experiment zeigten die Wissenschaftler den Testpersonen Bilder homosexueller sowie heterosexueller Natur. Zu sehen war jeweils ein heterosexuelles und ein homosexuelles Paar in der Mitte des Bildes. Dann bewegte sich eine menschliche Figur aus dem Bild heraus.

Während die Teilnehmer die Bilder ansahen, wurden die Bewegungen ihrer Augen gemessen. Die Wissenschaftler wollten herausfinden, wie lange die Testpersonen das Paar in der Bildmitte betrachteten.

Kommentar: Bei vielen Homophoben Menschen kann es sich auch um autoritäre Mitläufer haben eine psychologische Charakteristik, die als rechtsgerichteter Autoritarismus ("right-wing authoritarianism") bekannt ist. Dieses Persönlichkeitsmerkmal besteht aus der autoritären Unterwerfung, einem hohen Maß der Unterwerfung gegenüber den etablierten Autoritäten in der Gesellschaft; autoritärer Aggression, Aggression, die gegen viele verschiedene Personen im Namen dieser Autoritäten gerichtet wird; und Konventionalismus, einer starken Anhänglichkeit gegenüber den gesellschaftlichen Konventionen, die durch diese Autoritäten unterstützt werden.

Rechtsgerichteter Autoritarismus ("rechts" kommt von "rechtmäßig") wird mit Hilfe der sogenannten RWA-Skala gemessen.


Camera

Forschung arbeitet an Antikörpern gegen Alzheimer - Erste Erfolge gemessen

Forscher haben eine neue Methode zur Bekämpfung von Alzheimer entwickelt. Mithilfe von Antikörpern wollen sie Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten reduzieren. Mit ersten Erfolgen ...
Alzheimer ist eine Erkrankung, die bisher nicht aufzuhalten war. Seit langem forschen Wissenschaftler an wirksamen Medikamenten, die den Verlust des Gedächtnisses bei Betroffenen stoppen können. Eine Studie von Forschern aus den USA und der Schweiz, die am Donnerstag (01.09.2016) im Fachmagazin Nature veröffentlicht wurde, macht nun Hoffnung. Dabei wurde eine Methode getestet, bei der Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten bekämpft wurden. Wir haben mit Neurowissenschaftler Roger Nitsch, der die Studie mit Forscherkollegen durchgeführt hat, über die Ergebnisse gesprochen.

WDR: Sie haben eine Methode gefunden, um Alzheimer möglicherweise zu lindern. Wie funktioniert sie?

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