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Sa, 23 Jul 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Uni Frankfurt untersucht Gewalt- und Friedenspotenzial von Islam, Christentum und Judentum

© Berthold Werner / gemeinfrei
In Jerusalem begegnen sich nicht nur die drei großen monotheistischen Religionen, sondern auch Vergangenheit und Moderne.
Im Rahmen des neuen Studienschwerpunkts „Religiöse Positionierung: Modalitäten und Konstellationen in jüdischen, christlichen und islamischen Kontexten“ wird an der Goethe-Universität in Frankfurt das Verhältnis von Judentum, Christentum und Islam zu religiöser Vielfalt und Differenz in historischer und empirischer Perspektive untersucht.

Zum Hintergrund erläutert die Pressemitteilung der Universität: „Gegenwärtig wird angesichts einer Vielzahl gewaltförmiger Konflikte, in denen Religion zum Tragen kommt, über die ebenso sinnstiftende wie auch zerstörerische Rolle von Religion und Religionen kontrovers debattiert.

Besonders monotheistischen Religionen wird dabei unterstellt, sie ständen aufgrund ihrer zum Teil exklusiven Geltungsansprüche dem Pluralismus feindlich gegenüber und hätten eine Tendenz zu fundamentalistischen Positionen oder zur Gewalt. Andere Interpretationen hingegen sehen in ihnen ein Potenzial, Konflikten, Kriegen und Terror entgegenzuwirken.“

Kommentar: Wenn man die Konfliktpotenziale von Religionen betrachtet und das mit dem Wissen über (politische) Psychopathie in Einklang bringt, kommt man zu der unweigerlichen Schlussfolgerung, dass Religionen in Geschichte und Gegenwart von einflussreichen Psychopathen zu ihren Zwecken gestaltet und missbraucht worden sind bzw. werden.

Radikalisierung ist eine Seite dieses Prozesses, einschließlich des Hetzens verschiedener religiöser Gruppen aufeinander. Die Ausnutzung der Angst vor dem Fremden - z.B. vor muslimischen Flüchtlingen - ist eine weitere Facette: eine Kultur wird gegen die andere gestellt.

Es sind auch Psychopathen in Machtpositionen, die die radikalen Potenziale von Religionen (z.B. dem Islam - aber nicht nur!) gezielt gestalten und ausnutzen, um Terrorismus zu erzeugen. Das wiederung verstärkt die Angst vor dem Fremden (z.B. vor Flüchtlingen) und propagiert die Projektion von Nachteilen einer Religion (ob echt oder durch Meinungsmache induziert) auf ganze Bevölkerungsgruppen.

All das geschieht ganz nach dem Prinzip des "Teile und Herrsche": In diesem Klima von Konflikterzeugung, Verunsicherung und Angst können die zunehmende Überwachung, Militarisierung und Totalisierung, die wir in der sog. westlichen politischen Sphäre beobachten können, besonders gut gedeihen.


Bulb

Immunsystem beeinflusst unser Sozialverhalten: Enge Verbindung zwischen Gehirn und Immunsystem

Unser Immunsystem beeinflusst das Sozialverhalten und neurologische Erkrankungen
© Tatiana Shepeleva/fotolia.com
Beeinflusst unser Immunsystem bestimmte Vorgänge in unserem Gehirn? Forscher stellten fest, dass unser Immunsystem unser soziales Verhalten beeinflussen kann und sogar Auswirkungen auf soziale Defizite bei neurologischen Erkrankungen hat.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen unserem Immunsystem und sozialen Defiziten? Forscher fanden jetzt heraus, dass ein schlecht funktionierendes Immunsystem für soziale Defizite bei neurologischen Erkrankungen wie Autismus-Spektrum-Störungen und Schizophrenie verantwortlich sein kann.

Wissenschaftler von der University of Massachusetts Medical School und der University of Virginia stellten bei ihrer neuen Untersuchung fest, dass unser Immunsystem unser Sozialverhalten beeinflussen kann. Die Ergebnisse könnten zu einem tieferen Verständnis von sozialen Dysfunktionen bei Autismus und Schizophrenie beitragen. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer neuen Studie in der Fachzeitschrift Nature.

Kommentar: Da unser Immunsystem vor allem direkt durch die Nahrung, die wir zu uns nehmen beeinflusst wird, ist es besonders wichtig auf eine gesunde Ernährung zu achten. Man darf sinnieren, wieviel von unseren Verhaltensweisen, "Macken" und anderen Eigenheiten in unserem Sozialverhalten lediglich Auswirkungen einer Entzündungsreaktion des Immunsystems sind, die durch eine Korrektur des Lebensstils verschwinden würden. Ein faszinierendes Forschungsgebiet!


Question

Mann mit winzigem Gehirn schockiert Ärzte: Normales Leben mit nur 10 Prozent Gehirnzellen

© Philipp Nagels für Business Insider
Links: Das Hirn des erkrankten Mannes. Rechts: Ein gesundes Gehirn.
Es ist eine der größten Fragen der Menschheitsgeschichte: Warum haben wir ein Bewusstsein? Und wie funktioniert das? Ein spektakulärer medizinischer Fall aus Frankreich wirft ein besonderes Licht auf diese Gretchenfrage. 2007 berichteten Dr. Lionel Feuillet und seine Kollegen im Fachmagazin The Lancet von einem damals 44-jährigen Franzosen, der ein normales, bewusstes Leben führte, obwohl ihm bis zu 90 Prozent seines Gehirns fehlten.

Der Fall stellt viele Theorien auf den Kopf

Das ist nicht nur für Laien schwer vorstellbar, auch wissenschaftliche Theorien über das Bewusstsein kommen da an ihre Grenzen. Viele gehen etwa davon aus, dass spezifische Gehirnregionen (etwa das Claustrum, der Pecuneus und frontopolare Areale) eine besonders wichtige Rolle bei der „Erzeugung“ von Bewusstsein spielen.

Wenn dem so wäre, müsste eine Beschädigung oder gar der Wegfall dieser Regionen mit erheblichen kognitiven Beeinträchtigungen — etwa Störungen des Bewusstseins — einhergehen. Warum war das bei dem Franzosen nicht der Fall? Axel Cleeremans, Professor an der Université Libre de Bruxelles, formuliert es gegenüber Quartz so: „Jede Theorie des Bewusstseins muss in der Lage sein zu erklären, warum eine Person, der 90 Prozent ihrer Gehirnzellen fehlen, immer noch normales Verhalten zeigt.“ Cleeremans ist Kognitionspsychologe und hat kürzlich beim jährlichen Treffen der Association for the Scientific Study of Consciousness eine Theorie vorgestellt, die den unglaublichen Fall des Franzosen erklären können soll. Seine »Radical Plasticity Thesis« hat er 2011 erstmals veröffentlicht.

Kommentar:


Hearts

Mitgefühl und Achtsamkeit: Neue Wege zu alten Tugenden, Überwindung von Depression und Öffnung des Herzens

Ruhig ein- und ausatmen, seinen Körper und seine Emotionen spüren, bewusst wahrnehmen, aber nicht bewerten - was ursprünglich als Entspannungs- und Meditationstechnik begann, hat inzwischen auch Einzug in die Behandlung zahlreicher Erkrankungen erhalten.

So vermag Achtsamkeitstraining etwa Angstzustände und Depressionen zu lindern, ebenso wie chronische Schmerzen. Das Fokussiertsein auf den Augenblick vertreibt den Stress und kann uns - wie Forscher jüngst entdeckten - sogar dabei helfen, mehr Mitgefühl für sich und andere zu entwickeln.

Still sitzen, sich auf seinen Atem konzentrieren, die eigenen Emotionen und den eigenen Körper bewusst wahrnehmen: Achtsamkeit klingt nach einem vergleichsweise simplen Rezept. Und doch legen Studien der letzten Jahre nahe, dass sie als gezielt eingesetzte Methode ein durchaus probates Mittel im Kampf gegen Depression ist.

In den späten 1970er Jahren entwickelte der mittlerweile emeritierte Mediziner Jon Kabat-Zinn am University of Massachusetts Medical Center die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion. Kabat-Zinn ging es mit seinem Ansatz nicht um die Behandlung von psychischen Störungen. Vielmehr sollte die Methode ganz allgemein helfen, den Stresspegel zu senken und das seelische Wohlbefinden zu verbessern.

Die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion besteht aus einem achtwöchigen Workshop mit mehrstündigen Gruppensitzungen. Ausgebildete Trainer vermitteln Meditation, Techniken, sich seines Körpers bewusst zu werden, und Yogaübungen.

People

Forschung zur Vertrauensbildung: Freundschaften schließt man, indem man das Gleiche isst

US-Forscher führten eine Reihe von Experimenten zur Vertrauensbildung durch
Chicago - Sollte es tatsächlich so einfach gehen? Psychologen der Universität Chicago glauben nach einer Reihe von Experimenten eine ebenso simple wie erfolgreiche Strategie gefunden zu haben, um beispielsweise bei einem neuen Arbeitsgeber oder auf einem ersten Date Vertrauen und Verbindlichkeit herzustellen: einfach das Gleiche essen wie das Gegenüber. Die Ergebnisse sollen im Jänner 2017 im Journal of Consumer Psychology erscheinen.

Health

Epigenetische Vererbung von Trauma: Schaden kann repariert werden

Unter starkem Stress leidet noch die nächste Generation - dank epigenetischer Trauma-Vererbung. Doch der angerichtete Schaden kann auch wieder repariert werden.
© fotolia/altanaka
Schwere Traumata schlagen sich dauerhaft in Körper und Verhalten nieder und werden sogar an den Nachwuchs vererbt. Das ist aber wohl kein unausweichliches Schicksal, wie nun ein Schweizer Wissenschaftlerteam um Isabelle Mansuy feststellte. Die Forscherin zeigte anhand von Mäuseversuchen, dass die epigenetische Vererbung unter Umständen rückgängig gemacht werden kann. Dabei setzte sie neugeborene Mäusemännchen durch zeitweilige Trennung von den Müttern traumatischem Stress aus und verursachte dadurch eine dauerhafte Verhaltensänderung. Unter normalen Umständen zeigen sie und noch ihre Nachkommen deutlich verändertes Verhalten. Durch eine besonders angepasste stressarme Umgebung gelang es Mansuy jedoch, das Verhalten im Erwachsenenalter wieder zu korrigieren - und auch die Nachkommen zeigten dann keine Spur des Traumas mehr.

Kommentar:


People

Limbisches System führt zur Ansteckung mit Stress: Je gestresster die Lehrer, desto gestresster die Schüler

Stresshormon-Messungen an Grundschulen zeigen: Je ausgebrannter die Lehrkraft, desto gestresster die Schüler - oder ist es umgekehrt?
© iStockphoto.com
Bei einer Untersuchung an 17 Grundschul- und Unterstufenklassen in Kanada haben Forscher einen eindeutigen Zusammenhang zwischen einem erhöhten Stresslevel der Schüler und Burnout-Erscheinungen ihrer Klassenlehrerinnen und -lehrer gefunden. Die Forscher um Eva Oberle von der University of British Columbia in Vancouver sehen hier ein fatales Wechselspiel am Werk: Vermutlich verstärken sich der Stress der Kinder und der der Lehrkräfte gegenseitig.

Kommentar:


Butterfly

Dramatherapie: Schlüssel zu heilsamen Veränderungen


Drama-Therapie kann Menschen aller Altersgruppen dabei helfen sich auszudrücken.
Was wäre, wenn ein einzelner Schlüssel bei einem autistischen Kind Äußerungen auslösen könnte, eine junge Frau vom Drogenmissbrauch abbringen, oder einen abgehärteten Kriminellen davon abhalten könnte, rückfällig zu werden? Vielleicht gibt es nicht bloß einen Schlüssel, sondern einen Schlüsselbund: Die Dramatherapie.

In den 1920ern stellte der rumänische Psychologe Jakob Moreno fest, wie das Rollenspiel und experimentelle Theater die Menschen dazu freimachten, ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken. Er begann, das Drama in die Psychotherapie zu integrieren.

Psychodrama wird weiterhin als Methode praktiziert, um Menschen zu helfen, Lösungen zu bestimmten Problemen zu finden, indem erspürt wird, wie die Vergangenheit auf die Gegenwart einwirkt.

In den 1960ern arbeitete der radikale brasilianische Theaterdirektor Augusto Boal an dem Konzept des Gemeinschaftstheaters, aus dem "das Theater der Unterdrückten" erwachsen würde.

Boal malte sich ein Theater aus, in dem das Publikum sich selbst zum Ausdruck bringen könnte, wobei sie zu Schauspielern würden, welche die Probleme ihres eigenen Lebens präsentierten und lösten. Seine Arbeit gab eine neue Richtung für die Dramatherapie vor.

Heutzutage hilft Dramatherapie Menschen einer breiten Palette an Kontexten Veränderung zu erreichen; sei es durch das Ablegen alter Gewohnheiten, das Erlernen neuer Fähigkeiten oder das Akzeptieren einer schwierigen Vergangenheit.

Kommentar: Kreative Therapie-Elemente haben sich schon in verschiedenen therapeutischen Ansätzen als hilfreich bei der Bearbeitung von emotionalen, mentalen und sozialen Problemen erwiesen:


Apple Red

Studie: Psychopathen können täuschend hilfsbereit and angenehm auftreten

Der Begriff des „Psychopathen” ist oft negativ behaftet und wird mit Gefühlskälte und Unehrlichkeit assoziiert. Anhand zwei unterschiedlicher Psychopathie-Typen konnte jedoch gezeigt werden, dass Betroffene als durchaus hilfsbereit und angenehm empfunden werden können.


Kommentar: Diese "Hilfsbereitschaft" hat nur einen Zweck: Die Opfer zu täuschen. Harvey Cleckley beschrieb deshalb Psychopathie als die Maske der Normalität.


Eine Studie der Universität Bonn zeigt, dass manche Menschen mit psychopathischen Zügen bei ihren Kollegen durchaus als hilfsbereit und kooperativ gelten. Voraussetzung dafür sind jedoch unter anderem ausgeprägte soziale Fertigkeiten.

Personen mit ausgeprägter Psychopathie gelten als abgebrüht, gefühlskalt, reuelos, unehrlich und impulsiv. Im Arbeitsleben können sie daher den Erfolg ihres gesamten Teams gefährden, so lautet zumindest eine gängige Einschätzung.

Zwei unabhängigen Persönlichkeitsdimensionen

Manche Menschen mit psychopathischen Zügen können aber auch anders, zeigt eine Analyse von Wissenschaftlern der Universität Bonn - denn „Psychopath“ ist nicht immer gleich „Psychopath“. Stattdessen spielen bei einer Psychopathie mindestens zwei unterschiedliche Persönlichkeitsfacetten zusammen. Diese können gemeinsam auftreten, müssen es aber nicht. „

Kommentar: Mehr Informationen über das Phänomen der Psychopathie im Buch Politische Ponerologie:

© de.pilulerouge.com
Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke
Die Studie erinnert auch an die Ergebnisse von Kevin Dutton: Und hören Sie sich auch unsere folgende Radio-Show an:
  • Hinter den Schlagzeilen: Psychopathie für Dummies - Hollywood-Film oder Thema, das uns alle angeht?



People 2

Vortrag: "Der Meisterschlüssel für Beziehungen" - Was man nirgends lernt, aber trotzdem wissen sollte

Sie sind erfolgreich! Sie haben hart gearbeitet, um mehr als durchschnittlich zu sein. Sie wissen, wie sie es anstellen müssen. Sie gehören zu denen, die nicht verstehen, wieso sie so etwas Banales wie eine Beziehung trotz aller Bemühungen nicht dauerhaft auf die Reihe kriegen. Die Faszination der ersten Zeit einer Beziehung täuscht.
Trotzdem glaubt jeder, es liegt am Partner, wenn es nicht funktioniert. Dieser Irrtum ist fundamental und zieht alle weiteren Fehler nach sich. Dazu kommt noch, dass fast alle in der nächsten Beziehung wieder unbewusst den gleichen Fehler wiederholen.

Alles in eigener Erfahrung durchlitten, durchlebt hat Trainer Yod Udo Kolitscher

In seinen lebendigen Vorträgen kann man herzhaft lachend oder verstohlen schmunzelnd sich selbst erkennen und für die Zukunft lernen.

Ein kleiner Auszug aus einem Vortrag:

Kommentar: Beziehungsprobleme lösen: Die Stärken der Beziehung suchen und Bereitschaft für Veränderungen