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Mi, 28 Okt 2020
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Corona und Grundgesetz: Wir müssen wieder lernen, unsere Werte zu verteidigen

Morality, good and evil, devil and angel
In der Diskussion um die Corona-Maßnahmen geht es meist - und durchaus zu Recht - um die Verhältnismäßigkeit. Ist die Gefahr durch das Virus wirklich so groß, dass sie die beispiellosen Grundrechtsbeschränkungen rechtfertigt?

Hier sehe ich ein großes Problem: Die Diskussion um die Maßnahmen zeigt, dass wir überhaupt nicht mehr zu verstehen scheinen, warum es unsere Grundrechte überhaupt gibt, allen voran die Menschenwürde und die Freiheitsrechte. Das hat zur Folge, dass viele Menschen - und darunter wahrscheinlich leider auch viele Juristen - Verweise auf das Grundgesetz als bloße juristische Spitzfindigkeiten abtun. Nach dem Motto: Hier geht es doch um Menschenleben, was wollen Sie eigentlich? Warum kommen Sie mir mit subtilen juristischen oder rechtsphilosophischen Argumenten? Dass Sie sich in Ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen, ist ja wohl egal, wenn dadurch Leben gerettet werden?

Solche Argumente lassen uns oft sprachlos zurück. Aber wir können nicht wirklich den Finger auf das legen, was uns daran stört. Meist bleibt als einzige Verteidigung, darauf zu verweisen, dass das Virus doch recht harmlos sei. Damit implizieren wir aber auch, dass wir die Maßnahmen akzeptieren würden, wäre die Gefahr tatsächlich so groß wie behauptet. Aber ist das so? Nehmen wir einmal an, es wäre zweifellos klar, dass Covid-19 etwa 10% der Bevölkerung dahinraffen wird. Würden Sie dann akzeptieren, dass Sie Ihre Großeltern oder Enkel nicht mehr in den Arm nehmen dürfen? Dass Sie nicht selbst eine Abwägung treffen dürfen zwischen dem Risiko einer Erkrankung und dem Wunsch, Ihre Eltern oder Enkel zu sehen? Vielleicht, weil Sie oder Ihre Angehörigen keinerlei Symptome haben und Sie nicht aus Angst vor dem Tod das aufgeben möchten, was das Leben überhaupt erst lebenswert macht? Oder würden Sie es sich verbieten lassen, einen Freund zu besuchen, dem es schlecht geht und der Sie dringend braucht? Oder Ihre Eltern auf dem Sterbebett zu begleiten? Würden Sie akzeptieren, dass man Sie, obwohl Sie kerngesund sind, gegen Ihren Willen und ohne Einzelfallabwägung in Quarantäne steckt? Oder dass man Ihnen verbietet, in die Kirche zu gehen, um zu beten - vielleicht ja auch für die Genesung eines Angehörigen?

Wenn Sie auf eine dieser Fragen mit "nein" antworten, haben Sie ein Problem: Wie rechtfertigen Sie diese Einstellung gegenüber dem Totschlag-Argument, es gehe doch um Leben und Tod? In der heutigen Welt scheint uns das Wissen zu fehlen, um unser Bauchgefühl zu begründen, dass manche Dinge einfach niemals verboten, manche Freiheiten niemals beschnitten und manche Dinge niemals vom Staat diktiert werden sollten.

Gehen wir also einen Schritt zurück und klären wir ein paar Dinge über den philosophischen Hintergrund unserer westlichen Verfassungen und was das mit den Corona-Maßnamen zu tun hat.

Shamrock

Sieben wichtige Lektionen, die Menschen oft zu spät im Leben lernen

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© Frau Natur ReisenMaria Savenko/Shutterstock
Aus vielen Lektionen im Leben gehen wir gestärkt und weise hervor, denn sie müssen oft auf die harte Tour gelernt werden.

Das härteste daran ist jedoch, dass manchmal nicht jede Gelegenheit ewig währt. Das begreift man aber erst, wenn es zu spät ist.

Falls möglich, solltet ihr diese Dinge lieber früher als später lernen.

1. Wenn ihr tun wollt, was ihr liebt, müsst ihr dreimal so hart arbeiten wie jeder andere.

Die meisten Menschen dürfen nicht ihr Leben damit verbringen, das zu tun, was sie lieben. Stattdessen tun sie das, was ihnen gesagt wurde oder was ihre Eltern, Heimatstadt, Freunde oder Gleichaltrigen vorgeschlagen haben.

Oder sie verfolgen einfach keine Ziele, die ihnen wirklich nah am Herzen liegen. Aber falls ihr "das tun möchtet, was ihr liebt", müsst ihr es wie ein Privileg sehen und nicht als Erwartung. Diese Menschen sind nicht die Mehrheit. Also falls es das ist, was ihr wirklich wollt, müsst ihr jetzt anfangen, dafür zu arbeiten.

Kommentar:


Eye 2

Narzissten sind nicht zu echter Liebe fähig

Narzisstische Menschen sind nur an sich selbst interessiert. Genau deswegen ist eine Beziehung mit ihnen oftmals ein aussichtsloser Kampf um Liebe und Geborgenheit. Gibt es einen Weg, wie eine Partnerschaft dennoch gelingen kann?
narzissten
© imago images / Panthermedia
Partner von Narzissten fühlen sich häufig vernachlässigt.
Ein bisschen Egoismus schadet nicht und ist auch hilfreich, um die eigenen Bedürfnisse und Wünsche erfüllt zu bekommen. Wenn er allerdings überhand nimmt, kann es sich um eine narzisstische Persönlichkeitsstörung handeln. Das ist vor allem ein männliches Problem, denn etwa 75 Prozent der Betroffenen sind Männer und 25 Prozent Frauen.

Doch wann ist jemand wirklich ein Narzisst? Dazu müssen nach dem diagnostischen und statistischen Leitfaden psychischer Störungen (DSM) fünf von neun Kriterien erfüllt sein. Charakteristisch für Narzissten ist, dass sie von ihrer eigenen Wichtigkeit, Brillanz und ihren Leistungen enorm überzeugt sind. Sie glauben, besonders einzigartig und wertvoll zu sein, und möchten wenn möglich auch nur mit anderen "besonderen" Menschen Kontakt haben.

Personen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung verhalten sich häufig manipulativ, empathielos und ausbeuterisch ihren Mitmenschen gegenüber. Andere Menschen dienen oft nur dazu, die eigenen Ziele zu erreichen. Mit Kritik können Narzissten nicht gut umgehen. Häufig verhalten sie sich dann besonders arrogant oder es kommt zu regelrechten Wutausbrüchen. Deswegen haben sie fast immer Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich.

Kommentar:




Family

Hirnforscher entwickelt Formel für Zufriedenheit im Leben - Dafür muss sich jeder zwei Fragen stellen

Glück, zufriedenheit, Netzwerken, Zusammenarbeit
© Getty Images/iStockphoto/AleksandarGeorgiev
Gerald Hüther ist Biologe, Hirnforscher und zugegebenermaßen ein groß(artig)er Idealist. Sein Lebenswerk hat er dem menschlichen Hirn gewidmet. Eines der wichtigsten Ergebnisse seiner Forschung: Nur, wer Herr über sich selbst wird, gibt auch seinem Gehirn die Chance, all seine Möglichkeiten zu entfalten. Und so klappt es.

Termindruck, Überstunden, emotionaler Stress, schlechter Schlaf und einfach keine Zeit mehr für die Dinge, die man eigentlich tun möchte. Kommt Ihnen das bekannt vor? Da sind Sie nicht allein. Einer Umfrage aus dem Jahr 2018 zufolge geht es neun von zehn Arbeitnehmern in Deutschland ganz genauso. Wenn Sie sich bei diesen Zeilen ertappt fühlen, ist spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen, sich zwei elementare Fragen zu stellen - und anhand ihrer Antworten eine tiefgreifende Entscheidung zu fällen. Sie klingen zunächst einfach, gehen aber durchaus ins Eingemachte:
  • Was will ich für ein Mensch sein?
  • Wozu will ich dieses Leben nutzen?

Kommentar:


Bell

Der Darwinismus ist tot, was nun? Auf dem Weg zu einer rationalen Spiritualität

darwin jesus
Derzeit wird intensiv über den Darwinismus debattiert, insbesondere seit Yale-Professor David Gelernter einen Artikel veröffentlicht hat, in dem er der vernichtenden Kritik an der Theorie, welche von Gelehrten des Discovery Institute geäußert wird, grundsätzlich zustimmt. Es ist wahr: Das Glaubensbekenntnis des Darwinismus steht unter Beschuss, das Fundament des materialistischen Atheismus bebt, das Weltverständnis, welches die meisten Menschen - darunter viele religiöse Menschen - heutzutage vertreten, bröckelt. Es ist ein schöner Anblick für diejenigen unter uns, die wissen, dass der Darwinismus falsch liegt, so grundfalsch, dass er falscher nicht sein könnte.

Gleichzeitig herrscht große Verwirrung unter den Menschen. Es ist kein Geheimnis, dass viele Kritiker des Darwinismus - so brillant sie auch in ihrer wissenschaftlichen Ernsthaftigkeit sein mögen - gleichzeitig religiös sind, zumeist Christen. Einige versuchen sogar, Jesus in ihre ansonsten makellosen Bücher hineinzuschmuggeln. Wenn der Darwinismus falsch liegt, was zweifellos der Fall ist, sollten wir dann alle zur Bibel zurückkehren? Sollten wir "den Herrn Jesus anerkennen"?

Nun, wir sollten nicht so voreilig sein. Bei allen alten und neuen Fehlern der Atheisten ist ihre Religionskritik zu gewichtig, als dass ein rationaler Geist sie ignorieren könnte. Und bei allem, was das Christentum für sich in Anspruch nimmt, wird es bekanntermaßen von der blinden Akzeptanz einer lächerlichen Doktrin geplagt, die von unzähligen Schriftgelehrten im Laufe von Jahrhunderten zusammengeschustert worden ist.

Ein prominentes Beispiel: Welcher vernünftig denkende Mensch würde auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, dass die physische Wiederauferstehung Jesu möglich sei? Etwas Derartiges wurde noch nie von irgendwem beobachtet; es steht im Widerspruch zu dem, was wir über einen Organismus wissen, aus dem die ihn zusammenhaltende Lebenskraft entweicht; es kommt einem ganz klar wie ein Märchen vor, das nur ein Kind wörtlich nehmen könnte. Und doch ist dies eine der unumstößlichsten Lehren der verschiedenen christlichen Konfessionen. Sagen Sie einem gläubigen Christen, dass dies blanker Unsinn ist und schau, wie er reagiert.

Galaxy

Wie oben, so auch unten?

comet mcnaught
© Stéphane Guisard
Komet McNaught über Chile, Januar 2007
Hier kommt eine alte Idee: Unsere Welt ist Teil eines lebendigen Universums, das einen eigenen Verstand hat; ein Ort, der nicht nur eine Spielwiese der Leidenschaften ist, sondern auch eine Schule, in welcher man durch das aus existentiellem Streben erwachsende Leiden etwas lernen kann. Diese Idee war Mittelpunkt der alten Philosophie des Stoizismus, die Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr. in Athen begründet wurde. In Comets And The Horns Of Moses fasst Laura Knight-Jadczyk die grundlegende Philosophie der Stoiker folgendermaßen zusammen:
"Die Welt ist rational organisiert, und somit erklärbar und verständlich. Das Muster ist durchweg vollständig. Innerhalb des Organisierten sind verschiedene Elemente und Teile dynamisch und vorherrschend, während andere in ihrer Funktion passiv sind. Die Welt ist darauf ausgerichtet, erschlossen zu werden; es gibt also sowohl ein Design als auch ein Muster dafür, mithilfe dessen diese Erschließung durch rationales Verständnis letztendlich möglich ist. Das göttliche Element ist vollständig und ausschließlich immanent. Da das System ein organisches Ganzes ist, trägt das Verständnis eines Teils zum Verständnis des Ganzen bei. Das gilt umgekehrt ebenso. Auch das Funktionieren eines einzelnen Teiles ist für das Funktionieren des Ganzen relevant. Das Funktionsgesetz von Ursache und Wirkung durchdringt und prägt das Verhalten sämtlicher Phänomene und Lebewesen. Das Verständnis und die Erlärung seiner Funktionsweise ergibt sich allein aus sich selbst heraus."
Als ich das gelesen habe, musste ich an fraktale Muster denken - eine sehr verbreitete mathematische Struktur. Hier sehen wir eine Auswahl dieser Muster, wie sie in der Natur vorkommen:

Fractals

"Fraktale" in der Natur
Auf der Suche nach intelligentem Leben

Die moderne Wissenschaft kann mit ihrer nüchternen Sicht auf das Universum die Vorstellung von einem "göttlichen Element" nur belächeln. Es ist lediglich ein Studienobjekt - wenn auch riesig und geheimnisvoll, aber letztendlich genau wie jedes andere Objekt. Wenn Sie in "wissenschaftlichen Kreisen" ernst genommen werden wollen, müssen Sie jedes Mal Ihre Begeisterung im Zaum halten, wann immer Sie feststellen, wie brillant die universelle Maschinerie konstruiert ist. Man hat uns weisgemacht, dass die höchsten Formen der Ordnung - von denen unsere Zivilisation mit all ihren technologischen Errungenschaften nur ein kleiner Teil ist - einfach aus dem Nichts heraus entstehen würden: Sie behaupten, es gäbe weder einen Plan, noch einen Zweck, noch sei irgend eine Intelligenz daran beteiligt. Es hätte einfach ... BUMM gemacht!

Wie kann das sein?

Binoculars

Psychische Erkrankungen verkürzen erheblich die Lebenserwartung

Forschende fanden jetzt heraus, dass psychische Erkrankungen zu einer drastisch reduzierten Lebenserwartung beitragen. Betroffene können durch ihre Krankheit bis zu zwanzig Jahre früher versterben.
stress
© Francesco Sambati Getty Images
Bei der aktuellen Untersuchung der Western Sydney University wurde festgestellt, dass psychische Erkrankungen bei Betroffenen die Lebenserwartung um bis zu zwanzig Jahre reduzieren können. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem englischsprachigen Fachblatt The Lancet Psychiatry publiziert.

Für die Untersuchung wurden fast einhundert Studien und Metaanalysen zur Prävalenz von körperlichen Komorbiditäten bei Menschen mit psychischen Erkrankungen ausgewertet. Es wurde dabei zwar festgestellt, dass Selbstmord einen erheblichen Anteil der vorzeitigen Todesfälle bei Menschen mit psychischen Erkrankungen ausmacht, doch der Großteil der reduzierten Jahre der Lebenserwartung war auf eine schlechte körperliche Gesundheit und die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten zurückzuführen.


Kommentar: Viele Psychopharmaka führen zu einer Gewichtszunahme. Auch kann die langfristige Einnahme von Medikamenten negative Effekte nach sich ziehen.


Kommentar: Ein sehr wichtiger Faktor ist dabei auch unsere Ernährung und auch die Möglichkeit von effektiven Methoden, den Stress zu mindern. Lesen sie dazu die folgenden Artikel:


Brain

9 stoische Prinzipien, die dir in Zeiten des Chaos helfen, Ruhe zu bewahren

Marcus Aurelius
Wenn wir Individuen beobachten, die ein kreatives Leben führen, können wir Elemente von Kompetenz, Charakterstärke, Einsicht und Leidenschaft identifizieren. Was leicht zu übersehen ist, ist das innere System eines Individuums - die Reihe an Prinzipien, die ihr Denken und Verhalten leiten. Wenn sich ein Misserfolg einstellt oder die Notwendigkeit der Anpassung aufkommt, wie geht man damit um? Was sagen sie zu sich selbst? Anders formuliert: worin besteht ihre Philosophie?

Philosophie lehrt uns nicht nur, wie wir gut leben und bessere Menschen werden, sie kann uns auch dabei helfen, die Irrungen und Wirrungen des Lebens zu überwinden. Einige Denkströmungen gehen mehr ins abstrakte Denken und Debattieren, während andere Werkzeuge darstellen, die für unsere gegenwärtigen Unternehmungen auf unmittelbare Weise praktisch anwendbar sind.

Die Prinzipien im Stoizismus sind vielleicht die relevantesten und praktischsten Regeln für Entrepreneure, Schriftsteller und Künstler jeglicher Art. Die Stoiker fokussieren sich auf zwei Dinge:
  1. Wie können wir ein erfüllendes, zufriedenes Leben führen?
  2. Wie können wir bessere Menschen werden?
Das Ziel des Stoizismus besteht darin, inneren Frieden zu erlangen, indem man Widrigkeiten überwindet, Selbstkontrolle praktiziert, sich der eigenen Impulse gewahr wird sowie das Erkennen unserer vergänglichen Natur und der kurzen, uns zugedachten Zeit - all das waren meditative Praktiken, die den Stoikern halfen, mit ihrer Natur zu leben und nicht gegen sie. Es ist wichtig, die Hindernisse, denen wir begegnen, zu verstehen und nicht vor ihnen wegzulaufen; es ist entscheidend, dass wir lernen, diese Hindernisse in Brennstoff umzuwandeln, um unser Feuer zu schüren.
Es ist wichtig, die Hindernisse, denen wir begegnen, zu verstehen und nicht vor ihnen wegzulaufen.

Kommentar: Siehe auch folgende Artikel auf Englisch:


Sun

Warum Stress eines der besten Anzeichen von hoher Zufriedenheit im Leben ist

stress sunset freedom
© Pixabay
Mein Leben ist verkorkst, warum kann ich es nicht in den Griff kriegen?

Die meisten von uns kennen eine Variation dieser Aussage von uns selbst oder von anderen. Wir denken: Wenn ich nur dieses Problem nicht hätte, dann wäre alles in Ordnung.

Wir fühlen uns belastet durch das, was wir als unsere einzigartigen, schwierigen Probleme empfinden. Indem wir in dieser Haltung versinken, kann es sein, dass unsere Handlungen nicht unsere höchsten Werte und Absichten demonstrieren. Ryan Holiday fragt: Was wenn die widrigen Umstände, denen wir gegenüber stehen, eine "Formel" für uns anbieten, "zu gedeihen; nicht nur obwohl uns geschieht was immer uns auch geschieht, sondern weil es uns geschieht?"

In seinem Buch Das Hindernis ist der Weg schöpft er aus der Weisheit von Marcus Aurelius und anderen stoischen Philosophen. Er betont, dass Aurelius jedes Hindernis, jegliche widrige Umstände "als eine Gelegenheit" sah, "Tugenden zu üben: Geduld, Mut, Demut, Einfallsreichtum, Vernunft, Gerechtigkeit und Kreativität". Je mehr Tugenden wir praktizieren, desto mehr Sinn stiften wir in unserem Leben. Sich gegen unsere Probleme zu wehren bedeutet, dass wir auf die Gelegenheiten verzichten, zur besten Version unserer selbst zu werden.

Die Schönheit in unserem Leben koexistiert oftmals zusammen mit den Lasten, die wir tragen. Die Schönheit bleibt noch lange nachdem das Problem gelöst wurde bestehen.

"Hindernisse", so Holiday, "sollen nicht nur erwartet, sondern bereitwillig aufgegriffen werden. Bereitwillig aufgreifen? Ja, denn diese Hindernisse sind tatsächlich Gelegenheiten, um uns selbst zu testen, neue Dinge auszuprobieren und letztendlich daran zu wachsen."

Kommentar: Mit so vielen zirkulierenden Informationen über die schädlichen Auswirkungen von Stress ist es gut, einer realistischeren und ausgeglicheneren Perspektive zu begegnen. Jede Herausforderung ist grundsätzlich stressig; ohne Stress gäbe es also kein Wachstum, kein Lernen, keine Erweiterung von Wissen. Zu lernen, wie man mit Stress auf förderliche Weise umgeht, indem wir unsere innere Haltung verändern, ihn als eine Gelegenheit zum Lernen und zu Wachsen ansehen, ist einer der Schlüssel, den schädlichen Auswirkungen von Stress nicht zu unterliegen. Wünscht euch nicht ein leichtes Leben, sondern wünscht euch die Kraft, um die Hindernisse auf eurem Weg zu überwinden und von ihnen zu lernen.

Siehe auch:


Info

Wie Sie Ihren inneren Kritiker verstummen lassen und negative Selbstgespräche stoppen

selbstkritik
© Kristina Flour
Haben Sie schon mal eine innere Stimme gehört, die Ihnen entmachtende Dinge sagt, wie "Ich glaube, das schaffe ich nicht", "Was, wenn ich versage?", "Ich bin nicht so klug", "Das werde ich nie erreichen", "Das ist zu schwierig", "Das ist eine Nummer zu groß für mich", "Das ist unmöglich", oder "Es ist zu gut, um wahr zu sein"?

Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, dann wissen Sie jetzt, dass es sich um die Stimme Ihres inneren Kritikers handelt.

Was ist Ihr innerer Kritiker?


Es handelt sich um diese Stimme in Ihren Gedanken, die oft zu Ihnen spricht, wenn Sie ein Risiko wagen und aus Ihrer Komfortzone hinausgehen wollen. Es ist eine Stimme der Angst.

Sein Zweck besteht darin, Sie in der sicheren Zone zu halten und Sie vor allen möglichen emotionalen Verletzungen, wie Verurteilung, Abweisung, Schuldzuweisung oder Scham, zu schützen. Es ist ein innerer Widerstand gegenüber Veränderung und dem Unbekannten sowie der Hauptgrund dafür, dass Sie sich selbst klein halten und sich nicht trauen, Ihren Träumen zu folgen.

Ihr innerer Kritiker erledigt seinen Job auf exzellente Weise, um Sie zu schützen; allerdings könnte er eine ungünstige Auswirkung auf Ihr Leben haben, indem er dafür sorgt, dass Sie:
  • sich selbst und Ihre Fähigkeiten anzweifeln, obwohl Sie wissen, dass Sie in der Lage dazu sind, große Dinge in Ihrem Leben zu erreichen.
  • andere für ihre Leistungen bewundern, ohne Ihre eigenen Leistungen anzuerkennen. Sie könnten Ihre eigenen Leistungen als selbstverständlich ansehen und denken, "Das hätte jeder geschafft", oder sie Glück oder anderen Leuten zuschreiben, die Ihnen überhaupt erst die Chance ermöglicht haben, es zu schaffen.
  • Dinge aufschieben. Sie könnten wichtige Dinge hinauszögern, anstatt sie einfach zu erledigen.
  • sich gestresst und ängstlich fühlen, wenn Sie versuchen etwas zu erreichen, das Ihnen wichtig ist.
  • sich übertrieben Sorgen darüber machen, was andere Leute über Sie denken. Sie könnten Angst haben, dass diese schlechter über Sie denken, wenn Sie versagen.
  • Dinge persönlich nehmen oder sich von anderen runtermachen lassen.
  • mit jemandem in einer ungesunden Beziehung bleiben, oder sich selbst davon abhalten, eine neue Beziehung zu beginnen, wegen des Risikos, verletzt zu werden.
  • in einem Job bleiben, den Sie nicht mögen oder sogar hassen, in der Angst, dass ein Wechsel nicht genug Geld oder Erfolg einbringen wird.
Wie hört sich Ihr innerer Kritiker an?

Hier ist ein Beispiel:

Eine Freundin von mir wollte mal ihren Job kündigen und ihr berufliches Leben ganz von vorne beginnen. Ihr Plan bestand darin, einige Monate nicht zu arbeiten und stattdessen zu studieren.

In dem Moment als ich sie fragte, wie sich diese Idee für sie anfühlt, konnte sie nicht aufhören zu reden. "Das wäre großartig, aber, weißt du, was ist, wenn ich dann ganz ohne Geld da stehe? Was, wenn mein Mann dem nicht zustimmt? Was würden die Leute sagen, wenn ich aufhören würde zu arbeiten? Was, wenn ich nicht genug Zeit für meine Kinder habe?" - Ein endloses Geschnatter von Sorgen, Bedenken, Annahmen und "was wenn's", die noch nicht einmal geschehen sind.

Was können Sie tun?

Diese Stimme zu hören bedeutet nicht, dass etwas mit Ihnen nicht stimmt und Sie behandelt werden müssen. Wir alle haben sie in unseren Köpfen; sie ist Teil unseres Schattens und macht uns als Menschen aus.

Das Ziel besteht nicht darin, sie auszumerzen (da sie Ihre Sicherheitsüberprüfung ist), sondern zu lernen, wie Sie realistische Sorgen des inneren Kritikers von falscher Panik unterscheiden.

Es folgen sechs praktische Dinge, die Ihnen helfen können, diese negative Stimme aus Ihrem Denken zum Schweigen zu bringen:

Erkennen Sie Ihr selbstsabotierendes Verhalten

Wir können nur jene Dinge verändern, deren wir uns bewusst sind. Achten Sie auf Ihre Gedanken. Beobachten Sie Ihr negatives Denken. Jedes Mal, wenn Sie diese sabotierenden Stimmen in Ihren Gedanken hören, halten Sie einen Moment inne und stellen Sie sich folgende Frage: Was denke ich gerade? Inwiefern ist dieser Gedanke förderlich für mich?

Verwechseln Sie ihn nicht mit einer realistischen Einschätzung

Es gibt Situationen im Leben, in denen wir nicht das mitbringen, was wir brauchen, um das zu bekommen, was wir wollen. Ich wäre so gerne eine Balletttänzerin geworden, doch mein Körper erlaubte es mir nicht. Manchmal sieht die Realität so aus, dass wir uns neue Fertigkeiten und Erfahrungen aneignen müssen.

Wenn Sie einen Handlungsplan entwickeln, indem Sie neue Ziele festlegen und an Ihrer Entwicklung arbeiten, zeigt Ihnen das, dass Sie realistisch sind. Doch wenn Sie damit anfangen sich selbst zu erzählen, dass es schwer oder sogar unmöglich werden wird, bevor Sie es überhaupt versucht haben, wissen Sie bitte, dass dies nicht die Stimme von Ihrem wahren Selbst ist. Es ist Ihr innerer Kritiker.

Schließen Sie Frieden mit Ihrem inneren Kritiker

Nehmen Sie ihn mit Mitgefühl an. Manchmal verhält er sich schlecht, erzählt Ihnen grobe oder gemeine Dinge über das Leben oder über Sie selbst, aber erinnern Sie sich, er hat eine gute Intention: Sie vor Schmerz zu bewahren.

Versuchen Sie diese amüsante, einfache Übung: Stellen Sie sich Ihren inneren Kritiker als eine Person vor und geben Sie ihm sogar einen Namen. Sagen Sie so etwas wie: "Ich schätze es, dass du in meine Gedanken gekommen bist, um mich zu beschützen. Aber ich werde es trotzdem versuchen und werde sehen, was passiert." So etwas wie: "Danke, aber nein, danke."

Bauen Sie Selbstvertrauen auf

Fordern Sie Ihr negatives Denken heraus. Relativieren Sie es. Wenn Sie auf Ihre vergangenen Erfolge zurückblicken, was davon wissen Sie, ist wirklich wahr über Sie selbst? Worauf sind Sie am meisten stolz?

Kommentar: Lesen Sie für eine detailliertere Perspektive hierzu auch folgende Artikel: Oder hören Sie unsere Radio Show: Blickpunkt Wahrheit: Jordan Petersons: "12 Regeln für das Leben - Ein Gegenmittel für Chaos"