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Do, 21 Sep 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Hiliter

Bewältigung von Sorgen, Ängsten, Gefühlen: Wie das Aufschreiben helfen kann

© stillkost – fotolia
Das Niederschreiben von Sorgen und Schwierigkeiten zu bevorstehenden Aufgaben hilft bei der Lösung von anspruchsvollen Aufgaben.
Menschen sollten häufiger ihre Ängste, Probleme und Sorgen niederschreiben

Wenn Sie häufig unter Stress, Ängsten und Sorgen leiden, sollten Sie Ihre Probleme und Gefühle einfach mal aufschreiben. Forscher fanden jetzt heraus, dass sogenanntes ausdrucksvolles Schreiben bei der Bewältigung von Ängsten und Sorgen helfen kann und auch die Lösung von bevorstehenden stressigen Aufgaben erleichtert.

Die Wissenschaftler der Michigan State University stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass das Niederschreiben von Gedanken, Gefühlen und Ängsten dabei hilft, diese zu bekämpfen und zusätzlich das Lösen von zukünftig kommenden Aufgaben erleichtert. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift Psychophysiology.

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Emotionale Gesichtsausdrücke beeinflussen die Geruchswahrnehmung

Emotionale Gesichtsausdrücke beeinflussen die Geruchswahrnehmung
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Der Gesichtsausdruck der Mitmenschen beeinflusst die Wahrnehmung von Gerüchen.
Dass Gerüche einen maßgeblichen Einfluss auf zwischenmenschliche Emotionen haben, ist seit langem bekannt. Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben nun herausgefunden, dass andersherum der emotionale Gesichtsausdruck anderer Menschen auch die Geruchswahrnehmung beeinflusst. Grundlage für diesen Effekt scheine "die Aktivität eines Hirnbereiches zu sein, der für das Riechen zuständig ist und schon vor der Wahrnehmung eines Geruches aktiv wird", berichten die Forscher.

Wie positiv oder negativ wir einen Duft empfinden, wird laut Aussage der Wissenschaftler maßgeblich von dem Gesichtsausdruck der Menschen um uns herum beeinflusst. "Wenn wir jemanden sehen, der ein angewidertes Gesicht macht, weil er einen schlechten Geruch in der Nase hat, kommt einem selbst der Geruch auch gleich unangenehmer vor", veranschaulicht Dr. Patrick Schulze von der RUB den Effekt. Die Ergebnisse der Forscher wurden in dem Fachmagazin Scientific Reports veröffentlicht.

Bomb

Experiment gibt Einblick in neuro-psychologische Hintergründe von Halluzinationen

Als Halluzination gelten Sinneswahrnehmungen (vornehmlich akustischer oder visueller Natur), die ohne einen Stimulus bzw. Reiz entstehen. Um herauszufinden, warum, Halluzinationen dennoch auftreten, haben Psychologen Probanden einem Experiment unterzogen, um die neuro-psychologischen Hintergründe für Halluzinationen und mögliche Zusammenhänge mit Psychosen zu erforschen.
© sciencemag.org
Infografik zum Experiment
New Haven (USA) - "Zunächst einmal müssen wir uns verdeutlichen, was unsere Wahrnehmung überhaupt ist", erläutern die Autoren der aktuell im Fachjournal "Science" (DOI: 10.1126/science.aan3458) veröffentlichten Studie um Albert Powers von der Yale University. "Für gewöhnlich stellen wir uns Wahrnehmung (von Tönen oder Bildern) als einen passiven Prozess vor: Ein Reiz trifft auf unsere Sinnesorgane (Auge, Ohr usw.) und wird hier empfangen. Tatsächlich ist unsere Wahrnehmung sehr viel eher mit unserer Mutmaßung davon zu vergleichen, was uns umgibt und was wir zu erwarten haben. Dadurch ist unsere Wahrnehmung natürlich auch das Ergebnis der eingegebenen Reize, aber eben auch dessen, was wir vorab glauben und erwarten."

Unter vielen Wissenschaftlern ist die Vorstellung verbreitet, dass Halluzinationen insbesondere dann auftreten, wenn starke Vor-stellungen ein Ungleichgewicht gegenüber den tatsächlichen sensorischen Reizen erzeugen.

Hearts

Bindungshormon Oxytocin wirkt Fremdenfeindlichkeit entgegen

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Rassismus besteht, wenn Menschen aufgrund von Hautfarbe, Herkunft etc. diskriminiert und belästigt werden.
Oxytocin und Normen schwächen Fremdenfeindlichkeit

Vor allem während der Flüchtlingskrise wurde deutlich, dass viele Menschen große Ängste gegenüber dem "Fremden" und "Unbekannten" haben. Viele sagten, sie fürchten sich vor "Überfremdung", dem Überfluten der eigenen sozialen Lebensbereiche.

Xenophobie, bzw. Fremdenangst kann schnell in Fremdenhass umschlagen, die sich dann verbal aber auch in physischen Angriffen äußert. Ein Team um Prof. Rene Hurlemann von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn machte nunmehr eine erstaunliche Entdeckung. Mit dem Glückshormon Oxytocin konnten Studienteilnehmer dazu gebracht werden, die fremdenfeindlichen Haltung zu revidieren und mehr Altruismus zu entwickeln.

Kommentar:


Gold Seal

Psychopathen sind eine Gefahr für Unternehmen und Politik

Ob Insiderhandel oder Bilanzbetrug: Vor allem Menschen mit psychopathischen Zügen treiben wirtschaftskriminelle Handlungen in Konzernen voran, zeigt eine Studie. Wie Unternehmen dem vorbeugen können.
Düsseldorf - Zur Jahrtausendwende war Enron eines der größten Unternehmen in den USA. In Veröffentlichungen bezeichnete sich der Energiekonzern gerne selbst als "die großartigste Firma der Welt". Nur ein Jahr später folgte überraschend die Pleite: Aktionäre, Banken und Pensionsfonds verloren 60 Milliarden Dollar, mehr als 20.000 Mitarbeiter ihre Jobs.

Hinter dem Debakel steht ein Bilanzbetrug, der wohl einer der größten der US-Geschichte ist: Um die Aktien nach oben zu treiben, hatte der Vorstand über Jahre die Bilanz des Konzerns künstlich aufgepumpt - mit Hilfe von mehr als 2.000 Partnerunternehmen, über die Enron quasi mit sich selbst Geschäfte machte. Sogar als alle Fakten gegen sie sprachen, bestritten die dafür verantwortlichen Manager in den Medien, von der Manipulation gewusst zu haben.

Kommentar: Lesen Sie auch die folgenden Artikel zum Thema Psychopathie:


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Gesundheit und Wohlbefinden: "Positive Desintegration": Psychische Erkrankungen sind ein Entwicklungspotential

In dieser Show diskutieren wir das Buch Positive Desintegration von Kazimiers Dabrowski.
Kazimiers Dabrowski, ein polnischer Psychologe, Psychiater und Arzt, ist einer der wenigen Vertreter, der der Ansicht ist, dass persönliche Krisen und Traumata ein positives Entwicklungspotential auf die Persönlichkeit von einem Menschen haben kann. Und Krisen sind nach seiner Ansicht für eine positive Entwicklung notwendig.

Laufzeit: 01:28:57

Download: OGG, MP3


Hört live rein, chattet mit und ruft uns in zukünftigen Shows im SOTT Radio Network an!

Hearts

Größte gesundheitliche Gefahr für den Menschen: Isolation und Einsamkeit

© Sputnik/ Konstantin Tschabalow
Soziale Isolation und Einsamkeit stellen eine größere Bedrohung für den Menschen dar als Übergewicht, berichten amerikanische Psychologen aus der Brigham Young Universität in einer Pressemitteilung auf dem Portal "EurekAlert!".

Die Auswirkung dieser Faktoren auf die Gesellschaft nehme im Laufe der Zeit nur zu und kann ein ernstes Problem werden, so die Wissenschaftler.

Beziehungen zu anderen Menschen, sagen Experten, sei ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, das für das psychische Wohlbefinden und Überleben wichtig sei.

Kommentar:


Roses

Wie entstehen enge Freundschaften und was erhält sie aufrecht?

© KDickinson / Getty Images / iStock (Ausschnitt)
Ein stabiles Netz aus Verbündeten bereichert den Alltag und kann sogar das Leben verlängern. Doch was sind die Bausteine langjähriger Freundschaften?

Gute Freunde helfen uns durch Krisen, machen glücklich und halten gesund: Menschen, die bereichernde Beziehungen führen, leiden seltener an Depressionen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und fühlen sich generell weniger gestresst. Damit sich Freundschaften entwickeln können, braucht es allerdings mehr als nur ähnliche Interessen. Folgende Faktoren müssen zusammenkommen.

1. Räumliche Nähe

Wir glauben gerne, dass wir mit unserem besten Freund den einen Seelenverwandten gefunden haben. Doch Studien kommen zu dem ernüchternden Ergebnis, dass es nicht zuletzt vom Zufall abhängt, an wessen Schulter wir uns eines Tages anlehnen. Oft kann man aus ganz profanen Umständen vorhersagen, ob sich zwei Menschen anfreunden. So loste ein Team um den Psychologen Mitja Back von der Universität Münster Studenten bei einer Einführungsveranstaltung Sitzplätze zu. Ein Jahr später befragten die Forscher die Probanden, wie sehr sie ihre Kommilitonen mochten. Das Ergebnis: Wer beim ersten Kennenlernen nebeneinander oder auch nur in einer Reihe gesessen hatte, war jetzt eher miteinander befreundet. Offenbar entscheiden wir nicht allein anhand bewusster Kriterien, wen wir in unseren Freundeskreis aufnehmen.


Kommentar:


Brain

Gewalteinflüsse schädigen das Denken massiv und langfristig

© fpic/fotolia.com
Gewalterfahrungen können über Jahrzehnte die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen.
Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit leiden nach Gewalteindrücken

Zwar leben wir in einer relativ sicheren Gesellschaft, doch auch hierzulande werden jährlich etliche Menschen Opfer von Gewalt. Noch weit häufiger erfahren Menschen in den Krisenländern dieser Welt schwerste Formen der Gewalt. Die erlebten traumatischen Gewalteindrücke haben dabei eine weitreichende Wirkung auf die Betroffenen, was sich auch in einer Beeinträchtigung ihrer kognitive Fähigkeiten widerspiegelt.

"Menschen, die Gewalt ausgesetzt waren, können auch Jahrzehnte später noch ein verschlechtertes Kurzzeitgedächtnis und eine verschlechterte Konzentrationsfähigkeit aufweisen, wenn sie sich diese Erfahrungen ins Gedächtnis rufen", berichtet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) unter Berufung auf eine aktuelle empirische Studie, an er Forscher des IfW beteiligt waren. Veröffentlicht wurden die Studienergebnisse in dem Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).

Bullseye

Warum Selbstmitleid gefährlich, ungesund und destruktiv ist

Mitarbeiter der Universität Kopenhagen (Dänemark) sind zu der Schlussfolgerung gekommen, dass Selbstmitleid die Immunität schwächt, negativ die Hormonproduktion und den Stoffwechsel beeinflusst sowie zu klinischer Depression führt.

"Vom Standpunkt der Psychologie aus mildert das Selbstmitleid die Stressschärfe, kämpft aber nicht dagegen, sondern verbannt den Stress tief ins Innere. Anspannung häuft sich an, darauf folgt bereits ein tiefer und langanhaltender Stress, der einfach zu klinischer Depression führen kann", zitiert das Nachrichtenportal "kp.ru" die Worte von Psychiatrie-Professors Michail Winogradow.