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Mo, 24 Apr 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Die Wissenschaft des Geistes
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Family

Warum uns die Erinnerungen aus der Säuglingszeit fehlen

© MasterFinally/Wikipedia
Das episodische Gedächtnis beginnt erst, wenn ein Kind vier oder fünf Jahre alt ist. Das hat verschiedene Gründe.

Der erste Grund ist: Man muss erst lernen, was die konstanten Merkmale in der Welt sind, wie Bezugspersonen, Tagesroutinen, Regeln und konzeptuelles Wissen. Erst mit dem Hintergrund dieser schematischen und abstrakten Wissensstrukturen kann man sich auch einzelne Erlebnisse, also Episoden, merken. Diese Struktur muss das Gehirn erst einmal aufbauen.

Der zweite Grund ist: Das episodische Gedächtnis hat mit Sprache und Kommunikationsfähigkeiten zu tun. In den ersten Lebensjahren wird alles visuell oder taktil kodiert. Wenn ein Kind, zwei, drei, vier Jahre alt ist, wird das zu Speichernde zunehmend sprachlich kodiert. Es gibt ein sehr bezeichnendes Experiment:

People

Studie zeigt: Schmerzen können ansteckend sein

© Rasbak (vai WikimediaCommons), CC BY-SA 3.0
Symbolbild: Waldmaus
Portland (USA) - In Experimenten an Mäusen haben US-Wissenschaftler erstmals Belege dafür gefunden, dass auch Schmerzempfinden von einem Individuum auf ein anderes ohne direkten Kontakt übertragen werden kann. Sollten sich die Beobachtungen auch auf den Menschen übertragen lassen, so wäre dies möglicherweise eine Erklärung für eine Vielzahl von Phänomenen, wenn Menschen etwa plötzlich an einem bestimmten Ort und ohne bestimmten Grund Unbehagen verspüren oder sogar Schmerzen empfinden, ohne dass dafür eine medizinische Ursache gefunden werden kann.

„Zum ersten Mal können wir zeigen, dass man nicht verletzt sein oder an einer Entzündung leiden muss, um Schmerzzustände zu entwickeln“, zitiert der New Scientist den Studienleiter Andrey Ryabinin von der Oregon Health and Science University in Portland, Oregon. „Schmerzen können einfach auch nur soziale Ursachen haben.“

Document

Forschung: Wer viel Schund liest, schreibt auch Schund

Einblick. Wer viel Reddit liest, macht eher Fehler. Übermäßiger Internetkonsum soll laut einer Untersuchung Rechtschreibschwächen verursachen.


"Du kannst sagen was du willst, weil ihnen gefällt was du sagst. Du bemerkst die Ketten um deinen Hals nicht solange du dich nicht bewegst. Du wirst die Einschränkungen erst dann bemerken, wenn du versuchst, dich über sie hinaus zu bewegen."
Printmedien stehen kurz vor ihrem Aussterben, eine Bildergalerie ersetzt ganze Texte und für das Buch interessiert sich sowieso keiner mehr: Kritiker des Internets sind sich sicher, dass das Netz den Niedergang unserer Lese- und Schreibkultur zu verantworten hat. Forscher der Universität von Florida haben nachgeforscht und das Ergebnis ihrer Untersuchung im International Journal of Business Administration veröffentlicht. Ihr Fazit: Wer zu viel im Internet liest, macht massig Rechtschreibfehler.

Dabei ist allerdings entscheidend, welche Seite ihr ansurft: „Wenn ihr eure ganze Zeit damit verbringt, Reddit zu lesen, geht eure Ausdrucksweise ganz schnell den Bach runter“, erklärte die Forscherin Jane Yellowlees Douglas dem Boston Globe: „Man sollte also sehr wählerisch bei seinem Lesestoff sein und sich bewusst machen, welche Auswirkungen er hat.“

Im Rahmen der Studie befragten die Wissenschaftler 45 Studenten der Uni Florida welche Seiten sie besonders häufig aufrufen und wieviel Zeit sie dort verbringen. Zeitgleich sollten die Probanden einen Text einreichen, für den sie sich besonders viel Mühe gaben. Anschließend bewerteten die Forscher die eingereichten Schriftproben und glichen sie mit den Lesegewohnheiten der Studienteilnehmer ab.

Brick Wall

Einer von fünf CEOs ist ein Psychopath

Die Film- und Serienwelt bietet Psychopathen eine große Bühne. Tatsächlich gibt es mehr von ihnen, als die meisten glauben. Die gute Nachricht: nicht alle gehen über Leichen.
© Inconnu
„Einer von fünf CEOs ist ein Psychopath“, titelte der Telegraph kürzlich und berief sich auf eine Studie des Australiers Nathan Brooks. In der Gesamtbevölkerung sieht es anders aus: hier gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Zahl bei etwa einem Prozent liegt.


Kommentar: Lobaczewski geht insgesamt von 6% aus, Martha Stout, dass eine Person von 30 ein Psychopath ist.

© Sott.net
Politische Ponerologie

Wesentlich höher dürfte aber die Anzahl der so genannten „subklinischen Psychopathen“ sein. Gemeint sind Menschen mit sehr eingeschränktem Einfühlungsvermögen und Gewissen, die besonders egoistisch vorgehen, wenn es um das Erreichen ihrer Ziele geht. (Der Psychiater Ronald Schouten spricht in seinem Buch Almost a Psychopath von fünf bis fünfzehn Prozent.)

Es ist also sehr wahrscheinlich, dass wir im Laufe unseres Lebens auf Menschen treffen, die psychopathische Merkmale aufweisen. Meist bleiben diese Begegnungen flüchtig. Unangenehm wird es, wenn wir solchen Menschen nicht ausweichen können. Das gilt besonders am Arbeitsplatz. Experten raten im Umgang mit verhaltensauffälligen Personen Folgendes:

Kommentar: Lesen Sie dazu die folgende Artikel-Sammlung von Sott.net. Besonders wichtig ist es Wissen über Psychopathie anzusammeln. Falls Sie lieber zu diesem Thema etwas hören möchten:


Beaker

Forschern gelingt Messung von Emotionen im Atem

Wissenschaftler haben mit Hilfe von Peter Jackson bewiesen: Anhand der Atemluft im Kinosaal ist die Stimmung der Zuschauer messbar.
© poba / iStock.com
Der Atem stockt... Beim Ausatmen verrät er aber, wie Menschen eine Kinoszene empfinden.
MAINZ. Dass sich die Spannung im Kinosaal nicht nur an der Mimik der Zuschauer, sondern auch in der Atemluft messen lässt, haben nun Forscher bewiesen.

Dem Duftmuster bei Filmen kamen die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie und der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz mit Hilfe von Massenspektrometern auf die Spur.

Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Scientific Reports.

Brain

Unser Gehirn arbeitet anders: Multitasking macht Menschen krank und verschlechtert die Arbeitsqualität

Multitasking, also mehrere Aufgaben zugleich zu erledigen, kennzeichnet den heutigen Arbeitsalltag. Studien zeigen indessen, dass darunter nicht nur die Qualität der Arbeit leidet, sondern auch die Gesundheit.
© alphaspirit/ fotolia.com
Multitasking? Unser Gehirn arbeitet anders, um effektiv sein zu können
Der Bericht „Multitasking und Auswirkungen auf die Fehlerverarbeitung - Psychophysiologische Untersuchung zur Analyse von Informationsverarbeitungsprozessen“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) kam zu dem Ergebnis, dass Multitasking dem Arbeitsprozess ebenso schadet wie der Gesundheit der Arbeiter.

Menschen, die mehrere Aufgaben zugleich bearbeiten sollen, machen mehr Fehler, und diese Fehler zeigen sich umso gravierender, je komplexer die jeweiligen Aufgaben sind.

Bulb

Studien beweisen: Placebos wirken sogar ohne Täuschung

© Sott.net
Überraschend wirksam: Placebos wirken selbst dann, wenn wir diese Scheinmedikamente wissentlich bekommen. Ihre schmerzlindernde Wirkung scheint demnach nicht von falschen Erwartungen und der Täuschung der Patienten abzuhängen, wie ein Experiment belegt. In diesem linderten Placebo-Pillen Rückenschmerzen der Teilnehmer um 30 Prozent - obwohl diese wussten, dass sie wirkungslose Zuckerpillen bekamen.

Der Placebo-Effekt sorgt dafür, dass selbst Scheinmedikamente eine mess- und spürbare körperliche Wirkung entfalten. Gängiger Lehrmeinung nach spielt für diese Wirkung vor allem die Erwartung des Patienten eine Rolle: Glaubt er, ein wirksames Mittel zu erhalten, dann scheint dies die Selbstheilungskräfte des Körpers zu mobilisieren. Weitere Einflussfaktoren sind die Art der Präsentation und die genetische Veranlagung.

Kommentar:


Eye 2

Umlenken der öffentlichen Meinung durch professionelle Manipulationen


Kommentar: Dieser Text beantwortet auf einleuchtende Art die Frage, aus welchen Gründen so erbittert versucht wird, jeden Widerspruch gegen die "offizielle Propaganda" zu unterbinden.


Mit freundlicher Erlaubnis zitiere ich einen Freund:
Mal ganz allgemein: Wenn alle anderen sagen “Es ist so” und man alleine der festen Überzeugung ist “Ist nicht so” dann sollte man als erstes mal seinen eigenen Standpunkt hinterfragen und Fakten checken bevor man vehement versucht alle anderen zu überzeugen.
Das ist eine sehr schöne Aussage. Daran lässt sich anknüpfen.

Anfang der 50er Jahre wurden in den USA sozialpsychologische Experimente durchgeführt (Video), bei denen sich herausgestellt hat, dass Menschen offensichtlich falsche Tatsachen behaupten, wenn sie in einer Gruppe sind und die Gruppe geschlossen die falsche Meinung vertritt.

Schauen Sie auf dieses Bild:
© Fred the Oyster
Welche der drei Linien rechts ist genauso lang wie die Linie auf der linken Seite? Das Bild ist absichtlich so konstruiert, dass man fast unmöglich einen Fehler machen kann. Unter normalen Bedingungen machen die Menschen auch keinen Fehler bei dieser Frage. Antwort C ist richtig. Wenn jedoch drei Personen nacheinander die gleiche falsche Antwort geben, dann neigt die vierte Person mit überraschend hoher Wahrscheinlichkeit von über 30% auch dazu, die falsche Antwort anzugeben.

Kommentar:


Info

Starker Cannabis-Konsum verdünnt die Knochen

© Agafapaperiapunta/ thinkstock
Starke Kiffer haben ein höheres Risiko später an Osteoporose zu erkranken.
Bedenkliche Droge: Haschisch schadet offenbar nicht nur dem Gehirn, sondern auch den Knochen. Denn wer regelmäßig Dope raucht, hat meist dünnere Knochen und bricht sich diese auch häufiger. Außerdem wiegen starke Kiffer weniger und haben einen niedrigeren Body-Mass-Index, wie eine Studie zeigt. Das erhöht ihr Osteoporose-Risiko zusätzlich.

Cannabis gilt als eine der beliebtesten illegalen Drogen - und wird zunehmend auch als legales Heilmittel eingesetzt. Doch der regelmäßige Konsum von Haschisch birgt auch Risiken. So kann Cannabis den Ausbruch von Psychosen fördern, die Gehirnwellen durcheinanderbringen und die Fitness der Spermien verringern. Ob Kiffen dagegen dumm macht, ist bis heute umstritten.

Kommentar:


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Blickpunkt Wahrheit: Ein Blick in unser Unbewusstes: Wissen wir, wer wir sind, oder sind wir uns selbst fremd?


Modell eines Menschen: Kutsche, Pferd, Kutscher, Meister
Sigmund Freud dürfte jedem ein Begriff sein. Doch ist alles Unbewusste wirklich nur verdrängt? Ist Selbsterkenntnis nur ein Taschenspielertrick? Oder können wir wie Archäologen unser Unbewusstes ausgraben und offenlegen? Timothy D. Wilson ist einer der weltweit führenden Sozialpsychologen, der sich in vielen Untersuchungen und Experimenten dieser Frage gewidmet hat - was denn wirklich unser Unbewusstes ist - und dabei viele neue und wichtige Erkenntnisse entdeckt hat.

Der Mensch besitzt ein leistungsfähiges, komplexes und adaptives Unbewusstes, das entscheidende Bedeutung für sein Überleben in der Welt hat. Da jedoch dieses so wirksam operierende Unbewusste unseren Blicken entzogen und weitgehend unzugänglich ist, beeinträchtigt es unsere Selbsterkenntnis. Blindheit für den eigenen Charakter kann Menschen veranlassen, nachteilige Entscheidungen zu treffen. Wir müssen die Ursachen unserer Reaktionen verstehen, um unerwünschte Einflüsse auf unsere Gefühle und unser Verhalten zu vermeiden.