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Do, 19 Mai 2022
Die Welt für Menschen, die denken

Vulkanaktivität


Better Earth

Tonga: Vermutlich größter Vulkanausbruch des Satellitenzeitalters mit Tsunami - Knall Tausende von Kilometern zu hören

Wie eine Mondlandschaft

Nach dem Ausbruch eines Unterwasservulkans in der Nähe des Inselstaates Tonga haben Neuseeland und Australien Hilfs- und Aufklärungsflüge geschickt. Jetzt wird das Ausmaß der Katastrophe langsam sichtbar.
Tonga Vulkan
Von Lena Bodewein, ARD-Studio Singapur

Totaler Schock und Panik bei den Menschen, die zufällig den Moment filmten, als der unterseeische Vulkan am Wochenende ausbrach. Von Booten und Inseln, die in sicherer Entfernung liegen, konnten andere Beobachter aufnehmen, wie eine riesige Aschewolke in den Himmel stieg, grau getürmt, gewaltig, furchterregend.

Der Ausbruch des Hunga Tonga Hunga Ha'apai war selbst aus dem Weltall per Satellit zu erkennen, der Knall Tausende von Kilometern weit zu hören, und die Erschütterungen konnten auf der anderen Seite des Erdballs gemessen werden.


Kommentar: Die Netzfrauen berichten:
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Außergewöhnliche Satellitenbilder, die den Moment eingefangen haben, als ein Unterwasservulkan ausbrach. Selbst in einer aktiven Vulkanregion schätzen Wissenschaftler, dass dieser Ausbruch nur einer in einem 1000-jährigen Ereignis war - mit einer geschätzten Kraft, die größer ist als mehrere Atombomben.

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Himawari 8 zeigt die Schockwellen
  • Tsunamiwellen wurden nicht nur in Tonga, sondern auch in Neuseeland, Japan und Fidschi registriert. Auch Überschwemmungen in Santa Cruz im US-Staat Kalifornien wurden auf den Ausbruch zurückgeführt.
  • Wie japanische Medien am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) berichteten, wurden an der Küste der nordöstlichen Präfektur Iwate sowie im südwestlichen Amami Flutwellen von rund einem Meter Höhe registriert.
Himawari 8 ein Wettersatellit der japanischen Meteorologiebehörde JM vom 15 Januar 2022 zeigt die Schockwellen von 16:10 bis 20:50.


Der Vulkanausbruch in Tonga hat unfassbare Ausmaße erreicht

Chile – Dichato y Coquimbo Tsunami

Chile – Dichato y Coquimbo Tsunami- wie sich das Meer zurückzog.
Nach Ausbruch des Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai wurde ein Tsunami-Warnung in 13 Regionen Chiles ausgerufen. Bis auf zwei südliche Regionen musste die 4.000 Kilometer lange chilenische Küste evakuiert werden. Etwa 500 Kilometer südlich von Santiago konnte beobachtet werden, wie sich das Meer zurückzog und mehrere Meter Sand freilegte, die normalerweise unter Meerwasser bleiben.
Während Ecuador und Chile Tsunami-Warnungen auslösten, wurde in Peru keine solche Maßnahme ergriffen, was zu zusätzlichen Schäden führte.
Mehr als zwei Meter hohe Wellen überschwemmten den Strand von Nyalamp in der Nähe der nordwestlichen Stadt Lambayeque rissen ein Fahrzeug ins Meer, in dem zwei Frauen in Küstennähe unterwegs waren. Beide Frauen starben laut lokalen Medien.


Überschwemmungen in Santa Cruz, Kalifornien infolge eines Tsunamis, der durch den Ausbruch des Tonga-Vulkans verursacht wurde.


Vulkanausbruch könnte der größte sein, der je aus dem Weltraum gesehen wurde


Das Ausmass der Schäden in dem Südseearchipel ist weiter unklar
Zwei Tage nach dem gewaltigen Ausbruch eines unterseeischen Vulkans in der Nähe des Inselreichs Tonga im Pazifik haben Militärflugzeuge aus Neuseeland und Australien die Lage aus der Luft erkundet.
Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern sagte, es seien erhebliche Schäden entstanden, das volle Ausmaß sei jedoch unklar.
Unklar sei, ob der jüngste Ausbruch den Höhepunkt der Aktivität darstelle. Es könne auch sein, dass der Vulkan noch mehrere Wochen oder sogar Jahre unruhig bleiben, so Experten.

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Better Earth

Indonesischer Vulkan Sinabung wieder ausgebrochen - Aschesäule von 4,5 km Höhe

Der Vulkan Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra ist ausgebrochen und hat eine 4,5 Kilometer hohe Aschesäule in die Luft gespuckt. Tote oder Verletzte gab es bei der Eruption am Mittwochmittag (Ortszeit) nicht. Anwohner wurden aber aufgefordert, sich der Gefahrenzone des Feuerbergs nicht zu nähern.

Mount Sinabung is one of more than 120 active volcanoes in Indonesia.
© AP
Eine gewaltige Aschesäule steigt über dem Vulkan Sinabung in die Höhe.
Der etwa 2460 Meter hohe Sinabung hatte zuletzt im März und im Mai kräftig rumort. Der Vulkan liegt rund 50 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Medan. Nachdem er jahrhundertelang ruhig geblieben war, ist er seit dem Jahr 2010 immer wieder ausgebrochen. Bei schweren Eruptionen im Jahr 2014 und 2016 kamen mehr als 20 Menschen ums Leben.

Fire

Island: Vulkan nahe Reykjavík nach 6.000 Jahren erstmalig wieder ausgebrochen

In der Nacht zum Samstag ist in der Nähe der isländischen Hauptstadt Reykjavík ein Vulkan erwacht. Nach ungefähr 6.000 Jahren Schlaf spuckt der Fagradalsfjall nun Lava aus. Bislang hat der Ausbruch jedoch keine negativen Auswirkungen auf den Flugverkehr in der Region.

Vulkanausbruch Island
© AFP HALLDOR KOLBEINS
Lavaströme des Vulkans Fagradalsfjall erhellen am 19. März 2021 den Nachthimmel über der isländischen Ortschaft Grindavík.
Unweit der isländischen Hauptstadt Reykjavík haben rot glühende Lavaströme den Nachthimmel erhellt: Auf der seismisch gefährdeten Insel brach in der Nacht zum Sonntag der Vulkan Fagradalsfjall aus. Dem Meteorologischen Dienst zufolge riss die Oberfläche des "Schöntalberges", wie sich der Name des Vulkans wohl in Deutsche übersetzen ließe, auf einer Länge von 500 Metern auf und kleine Lavafontänen spritzten in die Höhe. Ein Hubschrauber der Küstenwache wurde losgeschickt, um Ausmaß und Folgen des Vulkanausbruchs aus der Luft besser einschätzen zu können.


Kommentar: Sind die Vorgänge in Island nur Einzelfälle, oder fallen sie in einen Kontext größerer Veränderungen, die in diesen Zeiten auf unserem Planeten und im Kosmos vor sich gehen? Folgende Links verweisen eher auf Letzteres:


Phoenix

Vulkanausbruch bei Neuseeland: Mindestens fünf Tote vermutet - Frühe Warnungen wurden scheinbar missachtet

white island
Auf der White Island, Neuseeland, ist es heute zu einem plötzlichen Vulkanausbruch gekommen. Zurzeit wurden fünf Todesopfer und mehrere Verletzte gemeldet, es wird aber befürchtet, dass es noch viel mehr Opfer geben kann.
Der Vulkan auf der neuseeländischen Insel White Island brach gegen 14.11 Ortszeit (2.11 Uhr MEZ) aus. Möglicherweise zwei Dutzend Menschen kamen nach Angaben der Polizei bei der Eruption ums Leben. Bis zum Abend wurden fünf Tote geborgen. Auch 18 Verletzte haben man bergen können, hieß es.

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Bei dem Vulkanausbruch am Montag in Neuseeland sind vermutlich deutsche Touristen verletzt worden. "Wir müssen davon ausgehen, dass Deutsche unter den Verletzten sind", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin am Nachmittag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit habe man keine Erkenntnisse, dass sich Deutsche auch unter den Toten befänden.

- Berliner Zeitung
Die Insel White Island befindet sich im Nordosten von Neuseelands Nordinsel und ist etwa 50 Kilometer von der Küste entfernt gelegen. Die Insel ist ein beliebtes Ausflugsziel, wo jährlich ca. 10.000 Touristen hinfahren und an Tagestouren zum Vulkan teilnehmen. Leider wurden keine frühen Warnungen und Signale eines Ausbruchs beachtet und die Insel durfte weiter bereist werden:
Bei Neuseelands Ureinwohnern, den Maori, heißt der Vulkan Te Puia O Whakaari. Das bedeutet: "Der dramatische Vulkan". Die Insel ragt etwa 320 Meter in die Höhe. Der weitaus größte Teil des Vulkans ist unter Wasser. Der letzte größere Ausbruch war 2016. Damals wurde niemand verletzt. In den vergangenen Wochen wurde bemerkt, dass der Vulkan wieder aktiver wurde. Dies führte aber nicht zu, dass die Touren verboten wurden. Das Betreten ist grundsätzlich nur im Beisein von Führern erlaubt.

- Berliner Zeitung

Fire

Vulkan im Südwesten Japans stößt Aschewolke aus - Erster Ausbruch seit 2013

Am Samstag ist auf der Insel Satsumaio im Südwesten Japans ein Vulkan ausgebrochen.
vulkanausbruch
© JMA
Auf der Insel Satsumaio brach ein Vulkan aus, Meldungen über Verletzte oder Schäden gibt es allerdings nicht.
Eine Aschewolke, die aus dem Krater gestoßen wurde, ragte über 1.000 Meter in den Himmel. Es war nach Angaben der japanischen Wetteragentur der erste Ausbruch auf der Insel seit Juni 2013.

Warnstufe auf 2 erhöht

Da das Gebiet sehr dünn besiedelt ist, gibt es keine Meldungen über Verletzte oder Schäden.

Die japanische Wetterbehörde erhöhte die Warnstufe für die Region von 1 auf 2, um vor der pyroklastische Strömung im Umkreis von 1 km um den Krater zu warnen.

Die Agentur gab im März 2018 den Alarm-Level 2 für den Vulkan aus, senkte ihn jedoch im folgenden Monat auf 1.

Kommentar: Bewegte Woche: Erdbeben suchten Südafrika und die Philippinen heim plus kosmische Nahbegegnung an Halloween


Fire

Kurilen-Vulkan Raikoke sorgt mit gewaltigem Ausbruch für Auslöschung des gesamten Lebens auf einer der Inseln

Ausbruch Vulkan Kurilen
Auf den Kurilen ist es zu einem gewaltigen Ausbruch des Vulkans Raikoke gekommen, der zugleich die gesamte Pflanzen- und Tierwelt auf der gleichnamigen Insel vernichtet hat.

Der Vulkan ist am vergangenen Samstag, den 22. Juni, nach fast 100-jährigem "Dornröschen"-Schlaf wieder zum Leben erwacht und meldete sich gleich mit neun Explosionen, die allesamt den über 12-stündigen Ausbruch ausmachten. Die Asche wurde dabei bis auf 13 Kilometer in den Himmel hinauf geschleudert.

Marina Tschibissowa, leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin des Labors für Vulkanologie am russischen Institut für Maritime Geologie und Geophysik, teilte mit, dass der Vulkan mittlerweile nur noch schwache Emissionen aus Dampf und Gas mit wenig Asche abgebe.

Gear

Indonesien: Vulkan Sinabung stößt Asche aus

Auf der indonesischen Insel Sumatra eruptierte der Sinabung erneut eine Aschewolke. Das VAAC Darwin registrierte Vulkanasche in einer Höhe von 6.400 m über dem Meeresspiegel. Der Alarmstatus für den Flugverkehr steht auf "orange". Das VSI gibt die Höhe der Aschewolke mit 2500 m über dem Gipfel an. Der Ausbruch manifestierte sich um 6.29 Uhr (WIB) und erzeugte ein seismisches Signal mit einer Amplitude von 41 mm. Die Eruption dauerte 6 Minuten und 24 Sekunden. Ob ein pyroklastischer Strom generiert wurde ist nicht bekannt.
Vulkan Sinabung
© PVMBG preko AP-a
Symbolbild
Schaut man sich die Seismik der vergangenen Tage an, erkennt man einen leichten Anstieg vulkanisch bedingter Erdbeben. Es sieht so aus, als würden wieder geringe Mengen Magma aufsteigen. Der Dom könnte wieder wachsen. Aktuelle Daten zum Volumen des Lavadoms werden nicht kommuniziert. Die Sperrzone beträgt zwischen 3-5 km um den Gipfel des Sinabungs. Hier findet ihr die Livedaten des Vulkans einschließlich Webcam und Histogramm.

Kommentar:




Blue Planet

Weiteres Beben an einem Vulkan: Bardarbunga, Island

Die letzten Wochen scheinen ausgesprochen aktiv, wenn es um die weltweite Vulkanaktivität geht. Denn vermutlich durch einen Erdrutsch am Vulkan Anak Krakatau entstand ein Tsunami, der über 430 Tote in Indonesien forderte, dann meldete sich der Vulkan Ätna in den Weihnachtsfeiertagen zurück und nun gibt es neue Beben am Bardarbunga auf Island. Und Italien plant den Notstand wegen des Ätna-Ausbruchs auszurufen.

Bardabunga
© Google Maps
Am Vulkan Bardarbunga im Süden von Island sind in der Nacht zu Freitag erneut mehrere teils kräftige Erdbeben aufgetreten. Wie die Isländische Meteorologiebehörde registrierte, ereigneten sich zwischen 2 und 3 Uhr MEZ insgesamt vier Beben am Vulkan, wovon das stärkste Magnitude 4.8 erreichte. Das Epizentrum des Bebens und der drei Nachbeben lag innerhalb der Caldera, die sich unterhalb des Vatnajökull-Gletschers befindet.

- Erdbebennews
Erdbebennews entwarnt jedoch, dass das kein vollkommen neues Beben des Bardarbunga ist oder auf einen neuen Ausbruch des Vulkans hindeutet, sondern eine Nachwirkung von der Eruption aus dem Jahr 2014 ist.

Control Panel

Vulkanausbruch und mehrere leichte Beben beim Vulkan Ätna auf Sizilien

Gestern pünktlich zu Weihnachten, am 25.12, ist der Ätna auf Sizilien ausgebrochen. Der Vulkanausbruch führte zu Ascheregen und einem Flugverbot des nahegelegenen Flughafens von Catania.

ätna ausbruch
© Instagram / claudio_catalano

Fire

Update: Ein Tsunami ohne vorheriges Erdbeben trifft Indonesien: Mindestens 429 Tote

Carita beach in South Sumatra, Indonesia
© SEMI/AFP/Getty Images
Über die Inseln Sumatra und Java, Indonesien, brach mitten in der Urlaubssaison ein Tsunami herein - ohne große Vorankündigung und Warnung. Bei diesem Tsunami kamen 223 Menschen ums Leben und 843 wurden verletzt, zudem sind schwere Schäden entstanden. Die Opferzahl wird aufgrund der Urlaubssaison noch weiter steigen und 30 Menschen wurden als vermisst gemeldet. Für die Ursache soll der Vulkan Anak Krakatau verantwortlich sein, der wahrscheinlich einen Erdrutsch verursachte.