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Mi, 27 Okt 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Vulkanaktivität

Beaker

Islands größter Vulkan erlebte stärkste Erschütterung seit 1977

Nach dem verheerenden Erdbeben in Italien zitterte die Erde am Montag ein weiteres Mal in einer besonders sensiblen Region: Islands größter Vulkan Katla erlebte die stärkste Erschütterung seit 1977. Ein Ausbruch wäre nicht nur für den internationalen Flugverkehr fatal.
katla vulkan

Symbolbild
Reykjavík - Sofort kommen Erinnerungen an den Ausbruch des Gletschervulkans Eyjafjallajökull im April 2010 hoch. Damals legte die Eruption den Flugverkehr in Nordeuropa für mehrere Tage lahm. Ähnliches könnte bald wieder passieren.

Islands größter Vulkan Katla hat am Montag deutliche Aktivität gezeigt, nachdem mehrere Beben der Stärke vier den Krater erschütterten. Das berichtet „Bloomberg“ unter Berufung auf örtliche Wissenschaftler. Insgesamt sollen es rund 14 Beben gewesen sein am 1.450 Meter hohen Vulkan, der sich an der Südküste der Insel befindet.

Zunächst gab es keine Berichte von Verletzten oder Schäden. Die Vulkaninsel ist nur dünn besiedelt und die Isländer sind für solche Fälle gut gerüstet und sie gewöhnt. Noch liegt die dicke Eisschicht ruhig auf Katlas zehn Kilometer großem Krater.

Kommentar:




Better Earth

Bardabung Vulkan auf Island von einem Schwarmbeben erschüttert

Bardabunga Volkano
Gestern wurde der isländische Gletschervulkan Bardarbung von einem Schwarmbeben erschüttert. Das stärkste Einzelbeben hatte eine Magnitude von 4. Zwei weitere Beben brachten es auf M 3,2. das Hypozentrum lag im Nordnordosten der Caldera in 5,4 km Tiefe. IMO sieht keine sonstigen Anzeichen für eine bevorstehende Eruption.

2 andere Vulkane auf Island bereiten den Vulkanologen mehr Sorgen: Hekla und Katla. Letzterer Vulkan zeigte in der vergangenen Woche erhöhte Seismik. Von der Hekla erwartet man schon seit 2 Jahren eine Eruption, die aber einfach nicht kommen will!

Kommentar:




Smiley

Mutter Natur bei guter Laune - Kilauea-Krater mit Smiley, weil die Lava bis zum Meer kam

Manchmal gibt es in der Natur die verrücktesten Zufälle: So scheint es beim Anblick dieses Vulkans, als würde die Lava im Krater ein freundliches Gesicht machen.
Kilauea volcano in Hawaii
Gute Miene zum bösen Spiel - diesen Eindruck erweckt zumindest das Foto der Facebook-Userin Jeannie Curtis. Aus der Luft ist der Krater des Kīlauea - Vulkans auf Hawaii zu sehen. Es sieht so aus, als hätte diese Lava richtig gute Laune.

Seither erfreut der Vulkan-Smiley das Internet. Der Screenshot stammt aus einem Video der Produktionsfirma "Tropical Visions Video", die die Ausbrüche des Kīlauea dokumentiert.

Kommentar:
  • Zum erstem Mal seit 2014: Lavastrom vom Kilauea Vulkan erreicht Pazifik



Cloud Grey

1816 - das Jahr ohne Sommer und die Folgen

Nach einem Jahr ohne Sommer herrschte in den Jahren 1816 und 1817 Hunger und Armut in der Region. Die Menschen aßen Hunde, Katzen und Sägemehl-Brote. Schuld an dem Elend war ein Vulkan im fernen Indonesien.

Nahrungsmittelpreise auf den bayerischen Marktplätzen nach dem Regensommer 1816
© Stadtmuseum Neuburg a.d.Donau
„Die theure Zeit vom Jahr 1816 auf 1817“: Die Lithografie des Münchner Künstlers Carl Hohfelder illustriert die steigenden Nahrungsmittelpreise auf den bayerischen Marktplätzen nach dem Regensommer 1816.
Am Abend des 25. Mai fegt ein Gewittersturm über Heilbronn, es folgt ein dreitägiger Dauerregen und am 28. Mai tritt der Neckar über die Ufer und zwar so schnell, „dass gegen 4 Uhr fast die Hälfte unserer Stadt schon unter Wasser stand.“ Das Vieh muss, schon bis zum Hals im Wasser stehend, in höchster Not aus den Ställen gerettet werden. Dieser Mai 1817 macht alles noch schlimmer, noch teurer und die Armen noch hungriger. Es ist der Höhepunkt der Katastrophe, die bereits 1816 begonnen hatte.

Das Elend hatte unbemerkt bereits 1815 seinen Lauf genommen, als im April auf der fernen Insel Sumbawa (heute Indonesien) der Vulkan Tambora mit einer solchen Gewalt ausbricht, dass nicht nur Tausende Menschen unmittelbar ums Leben kommen.

Die durch den Vulkan in die Atmosphäre geschleuderten Staub- und Ascheteilchen kühlen das Weltklima über Jahre hinweg ab. So sehr, dass es 15 Monate später, am 2. und 30. Juli 1816, in der Schweiz bis in tiefe Niederungen schneit, in Nordamerika herrscht Anfang Juli und Ende August Nachtfrost und in Quebec fallen im Hochsommer 30 Zentimeter Schnee. Besonders dramatisch ist die Lage an der Alpennordseite, in der Schweiz, Baden und Württemberg.

Kommentar:
cloudy sun
© www.tarol.com
Die Zeit zwischen 1810 und 1820 war das weltweit kälteste Jahrzehnt der letzten 500 Jahre - ein vulkanischer Winter. Dabei kühlte sich die untere Erdatmosphäre nach den Vulkanausbrüchen ab.

Asche und Schwefeldioxid (SO2), aus denen sich Aerosole aus Schwefelsäure bilden, werden bei einer größeren Eruption bis in die Stratosphäre geschleudert und verteilen sich dort wie ein Schleier über die gesamte Erde. Die Sonnenstrahlen werden dadurch teilweise absorbiert oder zurückgestreut. In der Stratosphäre verursacht dies eine Erwärmung. Am Boden kommt es im Mittel zu einer Abkühlung des Weltklimas, regional und abhängig von der Jahreszeit kommt es gleichzeitig aber auch zu Erwärmungen.

Artikel über Vulkanausbrüche denen extremes Wetter und Hungersnöten folgten:
Cold winter 1816
© scied.ucar.edu
Anomalie der Sommertemperaturen 1816
Sehr wahrscheinlich ist ebenso die Verbindung zur Aktivität von Himmelskörper...:

Meteore, Asteroide und Kometen: Schäden, Unglücke, Verletzungen, Tod und Nahbegegnungen

...Die wir momentan wieder erleben:


Was bedeutet das für unsere Zeit?

Um zu verstehen was hier geschieht, lesen Sie unser kürzlich veröffentlichtes Buch Earth Changes and the Human-Cosmic Connection ("Erdveränderungen und die menschlich-kosmische Verbindung"). Eine deutsche Übersetzung des Buches finden Sie hier.


Bizarro Earth

Zum erstem Mal seit 2014: Lavastrom vom Kilauea Vulkan erreicht Pazifik

Zum ersten Mal seit 2014 erreichte gestern wieder ein Lavastrom den Pazifik und kreiert einen „ocean entry“. Nachdem Lavastrom 61g am Vortag die provisorische Küstenstraße überquerte, war es abzusehen, dass der Lavastrom die restlichen 130 m bis zum Meer schaffen wird. In unserer FB Gruppe „volcanoes and volcanism“ gibt es sehr schöne Fotos von dem Naturspektakel.
lavaeintritt 61g kilauea
© Facebook/David Ford
Das HVO weißt ausdrücklich auf die Gefahren hin, sich dem „ocean entry“ zu nähern. Die Lavaklippen sind instabil und können kollabieren. Es entstehen zudem schädlich Dämpfe und es besteht die Gefahr von sekundären Explosionen beim Kontakt der Lava mit dem Wasser.

lavastrom 61g kilauea

Brick Wall

Lavastrom von Hawais Kilauea Vulkan nur noch 130m von Küste entfernt - Und der Ätna brodelt auch

Am Kilauea auf Hawaii wird es langsam spannend: Lavastrom 61g hat wieder an fahrt aufgenommen und überquerte gestern die Notfall-Küstenstraße. Diese befindet sich nur 130 m von der Küste entfernt. Möglicher Weise fließt die Lava nun bereits ins Meer, oder steht unmittelbar davor!
kilauea lavastrom
Es ereigneten sich auch weitere interessante Vulkanausbrüche, die zumindest eine kurze Meldung wert sind:

Am Sakurajima in Japan kam es zu einem Schloträumer. Nach mehreren Wochen der Ruhe sprengte sich der Krater frei. Vulkanasche stieg bis in 5 km Höhe. Es folgten weiter Eruptionen.

Der Turrialba in Costa Rica eruptierte 4 Aschewolken die bis zu 3000 m über Kraterhöhe aufstiegen.

Kommentar:




Fire

Suwanose-jima Vulkan in Japan ist wieder aktiv

Suwanose-jima, Suwanosejima
© Wikipedia
In Japan ist der Suwanose-jima wieder aktiv. In den letzten 24 Stunden eruptierte der entlegene Vulkan 10 Aschewolken die vom VAAC registriert wurden. Die Vulkanasche stieg bis in eine Höhe von gut 2 km auf. Letzte Woche ereignete sich bei den Ryukyu Inseln ein mittelschweres Erdbeben. Mir ist schon öfters aufgefallen, dass neue Eruptionsphasen des Vulkans mit diesen Beben assoziiert zu sein scheinen.


Darüber hinaus sind auch noch ein paar andere Vulkane aktiv: der Bromo speit weiterhin kleinere Aschewolken in die Luft und der Sinabung produziert glühende Schuttlawinen, kleinere pyroklastische Ströme und explosive Eruptionen.

Am Kilauea ist der Lavastrom 61 g auf der Küstenebene aktiv. Er ist noch 820 m vom Ozean entfernt und bewegte sich in der letzten Tagen kaum vorwärts.

Kommentar:




Phoenix

Weltweite Vulkanaktivitäten der letzten Tage

Der Piton de la Fournaise zeigt seit 3 Tagen wieder Zeichen des Erwachens: es werden VT-Beben und Inflation registriert, was auf aufsteigendes Magma hindeutet.
Lavastrom 61g am Kilauea
© Unbekannt
Lavastrom 61g am Kilauea
Am ähnlichen Vulkan Kilauea auf Hawaii stagniert der Lavastrom 61g knapp 900 m vor der Küste. Er ist noch aktiv, bewegt sich an seiner Front aber nur noch extrem langsam vorwärts.

Auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka sorgte in den letzten Tagen der Shiveluch für Wirbel. Vom Domvulkan gehen immer wieder Aschewolken aus, die mit pyroklastischen Strömen assoziiert sind.

Ähnlich verhält es sich am Sinabung auf Sumatra. Auch hier kommt es zu Abbrüchen am Lavadom und es entstehen glühende Schuttlawinen und kleine pyroklastische Ströme.

Ein anderer Domvulkan steht weiterhin in den Schlagzeilen: Santiaguito in Guatemala eruptierte gestern abermals eine Aschewolke.

Fire

Vulkan auf Kamtschatka seit mehreren Wochen aktiv - Größere Eruptionen jederzeit möglich

Klyuchevskoy volcano
Bromo: der Vulkan in Indonesien sorgte gestern für Einschränkungen im Flugverkehr. Anhaltende Ascheeruptionen verteilten so viel Asche über die Gegend, dass ein Regionalflughafen im Malang-District gesperrt werden musste.

Klyuchevskoy: auf Kamtschatka geht es seit Wochen heiß her und in den letzten Tagen dominierte der Klyuchevskoy die Meldungen des VAAC Tokyo. Größere Eruptionen die den Flugverkehr gefährden sind jederzeit möglich.

Santiaguito: der Domvulkan in Guatemala eruptierte am Sonntag einer Aschewolke, die eine Höhe von 5,5 km erreichte. Die Explosivität des Vulkans hat in den letzten Wochen deutlich zugenommen.

Kommentar:




Fire

Überblick über aktive Vulkane weltweit: Kilauea-Lavastrom fließt weiter Richtung Küste

Kilauea Hawaï, éruption
© USGS/HVO
Kilauea: der Lavastrom 61g hat die PulamaPali hinter sich gelassen und fließt langsam weiter in Richtung Küste. Der Lavastrom geht von der Basis des Puʻu ʻŌʻō-Kraters aus und müsste nun fast 8 km lang sein. Damit hat er 2/3 des Weges bis zur Küste geschafft.

Santiaguito: in Guatemala gab es wieder 2 größere Explosionen die vom Domvulkan Santiaguito ausgingen. Vulkanasche stieg dabei bis zu 5 km hoch auf. Lavabomben mit einem Meter Durchmesser flogen bis zu 1 km weit. Pyroklastische Ströme flossen durch die Täler.

Sinabung: der Vulkan auf Sumatra ist weiterhin munter und erzeugt Asche-Eruptionen und kleiner pyroklastische Ströme, sowie Schuttlawinen.

In unserer Facebookgruppe „volcanoes and volcanism“ sind einige Videos und Fotos zu den Nachrichten verlinkt.