Willkommen bei SOTT.net
Mo, 27 Feb 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung


Nebula

Das Elektrische Universum - Teil 1: Das Mainstream Universum vs. das Elektrische Universum

© Sott.net
Buch - „Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung. Die geheime Geschichte dieser Welt Bd. 3“

Earth Changes And The Human-Cosmic Connection

Teil 1:
Elektrizität und Plasma


© Unbekannt
Abbildung 1: Die Himmelsbewegungen nach Newton. Eine mechanische Weltanschauung, in der das Leben ein lineares System ist und alle Ereignisse durch die Bewegung von Materie reproduzierbar und erklärbar sind.
Kapitel 1: Das Mainstream Universum vs. das Elektrische Universum

Gemäß der konventionellen astronomischen Wissenschaft wird die Bewegung der Körper im Sonnensystem einzig durch die Gesetzte der Gravitation bestimmt. Anfang des 17. Jahrhunderts, zu einer Zeit, in der Elektrizität noch vollkommen unbekannt war, begründete der deutsche Astronom Johannes Kepler seine drei nach ihm benannten "Keplerschen Gesetze" der Planetenbewegung5. Erst 150 Jahre später sollte Benjamin Franklin6 sein berühmtes Flugdrachen-Experiment durchführen.

Demnach soll also unser Sonnensystem, zumindest nach der gängigen Lehrmeinung, durch Gravitation beherrscht sein. Darüber hinaus strahlt nach der Lehrmeinung die Sonne hauptsächlich nur Lichtteilchen ab; der Weltraum ist ein perfektes Vakuum; Erdbeben entstehen nur durch die Plattentektonik; Wetterereignisse entstehen durch Lufttemperatur oder Druckunterschiede (oder beides); und menschliche Aktivitäten und kosmische Ereignisse haben nichts miteinander zu tun.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:




Nebula

Das Elektrische Universum - Teil 2: Elektromagnetismus im Vergleich zur Gravitation

Teil 1: Elektrizität und Plasma

© Sott.net
Buch - „Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung. Die geheime Geschichte dieser Welt Bd. 3“

Earth Changes And The Human-Cosmic Connection

Kapitel 2: Elektromagnetismus im Vergleich zur Gravitation


Wie wir zuvor erläutert haben, ist die Gravitation laut der Mainstream Wissenschaft die dominierende Kraft, die das Verhalten der Himmelskörper steuert. Für die Wissenschaftler, die dieser gängigen Lehrmeinung folgen, sind elektromagnetische Kräfte für gewöhnlich nicht existent oder bestenfalls vernachlässigbar. Allerdings sind elektromagnetische Kräfte 1039 mal stärker als Gravitationskräfte (das bedeutet, dass Elektromagnetismus eine Sextilliarde Mal stärker ist; das ist die Ziffer 1 gefolgt von 39 Nullen), deshalb macht diese Tatsache den Elektromagnetismus faktisch zur ‘treibenden Kraft’ in unserem Universum.

Die komparative Stärke zwischen Gravitation und Elektrizität wurde im Öltröpfchen-Experiment von Robert Millikan11 illustriert, der 1923 dafür den Nobelpreisträger für Chemie erhielt (siehe Abbildung 3). Millikan demonstrierte wie ein Öltröpfchen, das nur mit einem Elektron geladen wird (mit Hilfe der Röntgen-Ionisierung), durch die elektromagnetische Kraft angehoben werden kann, wenn das Tröpfchen einem starken elektrischen Feld ausgesetzt ist.12 Deshalb kann die elektromagnetische Kraft, die auf ein einziges Elektron ausgeübt wird, die Gravitationskraft der gesamten Erde, die auf das Tröpfchen wirkt, überwinden.

Bild
© Melvin Henkel
Abbildung 3: Schematisches Diagramm von Millikan's Experiment. Die elektrische Anziehung von einem einzigen Elektron gleicht die phänomenal schwache (relativ gesprochen) Gravitationskraft der gesamten Erde auf das Öltröpfchen aus.
Um genau zu sein, sind Milikans zerstäubte Öltröpfchen viel kleiner als Öltropfen. Normalerweise hat ein Tröpfchen einen Radius von 0.1 Mikrometer13, während ein Tropfen etwa 1000 Mikrometer (also 1 Millimeter) groß ist. Da es etwa 1021 Atome in einem Tropfen Wasser gibt14, hat ein Tröpfchen Wasser ungefähr 1017 Atome. Millikan hat uns dadurch gezeigt, dass die elektromagnetische Kraft, die durch ein einziges Elektron ausgeübt wird, dem Gewicht (das heißt der Gravitation) von 1017 Atomen entgegenwirken kann. Die Übermacht von elektromagnetischen Magnetkräften im Vergleich zur Gravitation ist sogar noch beeindruckender wenn sich die Distanz erhöht:
Die Stärke eines elektrisch erzeugten Magnetfeldes (zum Beispiel in kosmischen Birkeland-Strömen), schwächt sich umgekehrt proportional zur ersten Potenz der Distanz vom Strom ab. Sowohl elektrostatische als auch Gravitationskräfte zwischen Sternen schwächen sich umgekehrt proportional mit dem Quadrat der Entfernung ab.15
Konkret heißt das: Elektromagnetische Kräfte werden bei einer Distanz zwischen zwei Körpern durch 100 (102) geteilt, Gravitationskräfte hingegen werden bei der selben Distanz durch 10.000 (104) geteilt. Während also die Schwerkraft eine signifikante Rolle zusammen mit elektromagnetischen Kräften innerhalb von Himmelskörpern spielen könnte, ist die Gravitation bei entfernten Interaktionen zwischen Körpern (Stern-Stern, Sonne-Planet, Sonne-Komet, etc.) weitgehend vernachlässigbar und elektromagnetischen Kräfte übernehmen, mit Abstand, die Oberhand.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Nebula

Das Elektrische Universum - Teil 3: Was ist Plasma?


Buch - „Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung. Die geheime Geschichte dieser Welt Bd. 3“

Earth Changes And The Human-Cosmic Connection
Teil 1: Elektrizität und Plasma

Kapitel 3: Was ist Plasma?

Bevor wir fortfahren, sollten wir einen der Hauptakteure dieses Buches näher kennen lernen: Nämlich ‘Plasma’ bzw. ionisiertes Gas. Um die elektrische Natur des Universums verstehen zu können, müssen wir zunächst die Eigenschaften dieser Hauptkomponente unseres Kosmos nachvollziehen können. Irving Langmuir prägte den Begriff ‘Plasma’ wegen der Ähnlichkeit zu lebenden Blutzellen. Tatsächlich sind die lebensähnlichen Eigenschaften16 des Plasmas sehr ungewöhnlich im Vergleich zu anderen Aggregatzuständen der Materie.
Im Berkeley Radiation Laboratory begann [David] Bohm seine bahnbrechende Arbeit an Plasmen. Ein Plasma ist ein Gas, das eine hohe Dichte an Elektronen und positiven Ionen aufweißt, [also] Atome die eine positive Ladung haben. Zu seinem Erstaunen entdeckte Bohm, dass Elektronen sich nicht mehr länger wie Individuen verhielten sobald sie in den Plasma Zustand übergingen, sondern [vielmehr] als würden sie ein Teil eines größeren und zusammenhängenden Ganzen sein. Obwohl die individuellen Bewegungen zufällig erschienen, waren eine große Anzahl an Elektronen dazu in der Lage, Effekte zu erzeugen, die erstaunlich gut organisiert waren. Wie eine amöbenartige Kreatur, regenerierte sich das Plasma ständig selbst und umhüllte alle Verunreinigungen mit einer [Schutz]Mauer, auf die gleiche Art wie biologische Organismen Fremdobjekte in Zysten einschließen. Bohm war so erstaunt über diese organischen Qualitäten [des Plasmas], dass er später anmerkte, er hätte häufig den Eindruck gehabt, dass das Elektronen-Meer "lebendig" sei.17
Mal abgesehen davon, ob das Plasma nun lebendig ist oder nicht, ist es der häufigste Aggregatzustand der Materie im Universum, sowohl in Bezug auf die Masse, als auch auf das Volumen. Mehr als 99% des sichtbaren Universums besteht aus Plasma18 und somit ist Plasma weitaus häufiger als die anderen drei Aggregatzustände der Materie: fest, flüssig, gasförmig. Alle Sterne bestehen aus Plasma und sogar der interstellare Raum ist von Plasma durchdrungen. Die nachfolgende Grafik zeigt, dass Plasmen in den verschiedensten Umgebungen, Temperaturen und Materiezuständen auftreten. Selbst Metalle werden den Plasmen zugeordnet, da sie (feste) Materie mit freien dissoziierten Elektronen19 sind (siehe oben links in Abbildung 4).

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Nebula

Das Elektrische Universum - Teil 4: Die elektrischen Eigenschaften von Plasma

Teil 1: Elektrizität und Plasma


Kapitel 4: Die elektrischen Eigenschaften von Plasma


Plasmen weisen ganz bestimmte elektrische Eigenschaften auf. Sie sind keine Isolatoren (die einen sehr hohen Widerstand haben), wie zum Beispiel nicht ionisierte Gase und auch keine Supraleiter (die praktisch keinen Widerstand besitzen) aber sie sind sehr gute Leiter, sogar besser als Kupfer oder Gold. Die typische elektrische Impedanz des Plasmas beträgt in etwa 30 Ohm.20 Im Vergleich dazu beträgt die typische elektrische Impedanz21 von Kupfer zwischen 300 und 600 Ohm.22

Abbildung 6: Die elektrischen Entladungen in einer Plasmalampe bzw. einem Plasmaglobus, der mit gasförmigem Plasma gefüllt ist. Die Füllung dieser Art Lampen besteht für gewöhnlich aus Neon.
Elektrischer Strom, genauso wie Plasmastrom, entsteht zwischen zwei Körpern, die jeweils eine andere elektrische Ladung aufweisen. Wenn das der Fall ist, nennt man den Körper der positiv geladen ist, ‘Anode’ (das heißt, dieser Körper zieht wahrscheinlich Elektronen an, um seine Ladung auszugleichen) und den Körper, der negativ geladen ist, nennt man ‘Kathode’ (das heißt, dieser Körper stößt wahrscheinlich Elektronen ab).

Wenn der Ladungsunterschied zwischen den Körpern groß genug ist und die Distanz zwischen den beiden Elektroden (Anode und Kathode) klein genug und das Gas zwischen ihnen dicht genug ist, dann wird das Gas ionisiert (das heißt die Ladungstrennung setzt Elektronen frei). Daraufhin beginnen sich die Ladungen zwischen den beiden Körpern auszubalancieren, indem Elektronen von der Kathode zur Anode oder positive Ionen von der Anode zur Kathode geleitet werden. Beides kann auch gleichzeitig geschehen. Dieses Phänomen ist sehr häufig. Beispielsweise kann man das Phänomen in Leuchtstoffröhren und Plasmalampen bewundern.

In einer Plasmalampe erstrecken sich Plasmafilamente (das heißt, Ströme von Elektronen und positive Ionen) von der im Zentrum angebrachten Elektrode (Kugel) bis hin zur der äußeren Elektrode (die Glaskugel), da die Ladungen sich versuchen auszugleichen. Merken Sie sich dieses Beispiel der Plasmalampe, denn es ist eine sehr gute Analogie dafür was im stellaren und sogar galaktischen Maßstab geschieht.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Cloud Lightning

Das Elektrische Universum - Teil 5: Entladungsarten

Teil 1: Elektrizität und Plasma
Kapitel 5: Entladungsarten

© Sott.net
Abbildung 7: Von oben nach unten: Dunkle Form der Entladung (interstellarer Raum), glühende Form der Entladung (Neonlicht), Lichtbogen-Form der Entladung (Lichtbogenschweißen)
Abhängig von der Stromdichte (Amper pro Kubikmeter), die durch das Plasma fließt, weist es verschiedene Entladungsarten auf. Wenn die Stromstärke schwach ist, geschieht die Entladung in einer ‘dunklen Form’, das heißt, es werden keine sichtbaren Strahlen bzw. Lichtstrahlen ausgestrahlt. Dieses Phänomen können wir bei dunklen Asteroiden, dunklen Sternen oder zum Beispiel im interstellaren Raum beobachten (was wir im nächsten Kapitel genauer behandeln werden, wenn wir uns mit der Skalierbarkeit des Phänomens beschäftigen). Durch das Plasma fließt eine Stromstärke, die einfach zu schwach ist um das Plasma glühen zu lassen. Wenn sich die Stromstärke erhöht, beginnt das Plasma zu glühen. Das können wir beim Neonlicht, einem Kometen (das heißt, bei einem glühenden Asteroiden) oder in der Korona der Sonne beobachten (die helle ‘Atmosphäre’ der Sonne). Das ist die ‘glühende Form’ der Entladung. Wenn die Stromstärke sich noch mehr erhöht, beginnt sich das Plasma in ‘Lichtbogen-Form’ zu entladen, was zu einer plötzlichen und heftigen elektrischen Entladung führt. Das geschieht bei einem Blitz oder während des Lichtbogenschweißens. Es ist auch das Phänomen, welches man in der Plasmalampe (siehe Kapitel 4) beobachten kann. Auch auf Kometen kann dieses Phänomen beobachtet werden, was zu einem explosiven Aufhellen und/oder Zerbrechen des Kometen führen kann. Das geschah zum Beispiel mit dem berühmten Komet Shoemaker-Levy23 und anderen Kometen, vor und nach ihm. Abbildung 7 veranschaulicht diese drei Formen der Plasmaentladung. Abschließend bleibt festzuhalten, dass Plasma, je nachdem wie groß die Stromdichte ist, die durch das Plasma fließt, drei Formen der Entladung aufweist.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Solar Flares

Das Elektrische Universum - Teil 6: Die Skalierbarkeit von Plasma

Teil 1: Elektrizität und Plasma

Kapitel 6: Die Skalierbarkeit von Plasma


Abbildung 8: Künstlerische Darstellung der Sonnensystem-Atom Analogie
Die Skalierbarkeit ist eine sehr interessante Eigenschaft von Plasma. Das bedeutet, dass Plasma, egal wie groß oder klein das Phänomen auftritt, sich ähnlich verhält: Es verhält sich im kleinen Laborexperiment also genauso (bzw. sehr ähnlich) wie im großen Maßstab im Kosmos.Tatsächlich tritt Plasma in einem sehr breiten Größenspektrum jenseits des atomaren Maßstabs auf (das heißt, ein Elektron, das von seinem Kern getrennt ist). Diese Spannweite reicht von 10-10 Metern im Durchmesser bis zum galaktischen Maßstab, was im Fall unserer Milchstraße etwa 1020 Meter im Durchmesser ist.

Also überspannt Plasma in Bezug auf den Maßstab das Ausmaß von 30 Größenordnungen (1030, oder die Ziffer 10 gefolgt von 30 Nullen). Plasma weist auf dieser gesamten Bandbreite ähnliche Eigenschaften auf. Die Abbildung oben illustriert die Analogie zwischen mikroskopischem Plasma (atomarer Maßstab) und makroskopischem Plasma (Maßstab des Sonnensystems). Wegen dieses breiten Spektrums der Skalierbarkeit von Plasma sind Plasma-Kosmologen in der Lage, auf der Basis von reproduzierbaren/testbaren Experimenten im Labor (das heißt im kleinen Maßstab), fundierte Beobachtungen und Hypothesen aufzustellen und durch ‘Ähnlichkeitstransformationen’ diese Ergebnisse auf Plasmen im größeren Maßstab anzuwenden (zum Beispiel kosmische Phänomene). Aus dieser Perspektive sind Plasma Experimente im Labor, die auf kosmologische Ereignisse hochgerechnet werden können, ähnlich wie das anfängliche Testen von kleineren Flugzeugmodellen im Windtunnel, durch das Studium von natürlich verwirbelnden Strömungen der Luft, bevor die Resultate auf das echte (große) Flugzeug hochgerechnet und übertragen werden. Diese Testbarkeit von Plasma erlaubt es den Wissenschaftlern, fundierte Theorien und Vorhersagen anhand verschiedener konkreter Experimente aufzustellen, was eigentlich ein essentieller Aspekt der wissenschaftliche Methode sein sollte, wie es der Wissenschaftstheoretiker Karl Popper ausdrückte:
Das Kriterium um feststellen zu können, ob eine Theorie wissenschaftlich ist, ist es herauszufinden, ob die Theorie falsifizierbar, widerlegbar oder testbar ist.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Galaxy

Das Elektrische Universum - Teil 7: Die isolierende Blase

Teil 1: Elektrizität und Plasma
Kapitel 7: Die ‘isolierende Blase’

Neben dem sehr geringen elektrischen Widerstand von Plasma, weist es noch eine andere Eigenschaft auf: Die Fähigkeit, um andere Körper eine Art von ‘insolierender Blase’ zu erzeugen:
Irving Langmuir entdeckte eine der wichtigsten Eigenschaften von Plasma, nämlich seine Fähigkeit, einen Teil von sich selbst elektrisch von einem anderen zu isolieren. Die isolierende Wand besteht aus zwei dicht aneinanderliegenden Schichten. Die eine Schicht besteht aus positiven Ladungen und die andere aus negativen Ladungen. Langmuir nannte diese Entdeckung Doppelmantel [double sheath]. Heute nennt man es Doppelschicht (DS) [double Layer (DL)]. Da Plasmen hervorragende Leiter sind, gibt es in ihnen, während sie Strom führen,keinen signifikanten Spannungseinbruch. Wenn es eine signifikante Spannungsdifferenz zwischen zwei Stellen innerhalb des Plasmas gibt, formt sich eine DS zwischen ihnen; und der größte Teil der Spannungsdifferenz wird darin eingeschlossen. Oder anders ausgedrückt: Das stärkste elektrische Feld in jedem Plasma befindet sich immer in der DS. Plasmen haben eine fast schon magische Fähigkeit, sich selbst vor fremden Eindringlingen zu isolieren.24
Man beachte: Wenn das elektrische Potential eines Himmelskörpers sich dem Potential des umgebenden Plasmas angleicht und am Ende dem selben Potential entspricht, dann verschwindet die isolierende Blase. Bei unserem Mond ist dies der Fall: Er besitzt keine isolierende Blase.25 Abbildung 9 zeigt den Querschnitt eines geladenen Körpers (links) und seiner umgebenden DS (rechts). Die DS weist drei spezifische Bereiche auf. Der mittlere Bereich enthält den größten Bereich der DS (in Bezug auf das Volumen). Das elektrische Potential dieser breiten Region ist relativ gleichmäßig, was dazu führt, dass dort ein sehr schwaches elektrisches Feld vorherrscht. Das Resultat ist ein relativ limitierter elektrischer Strom. Daraus folgen die isolierenden Eigenschaften der DS. Der Großteil der elektrischen Potentialdifferenz tritt an den Extremitäten auf; an den Bereichen, in der die DS dem geladenen Körper näher kommt (links) und dem umgebenden Raum / Plasma (rechts).

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Nebula

Das Elektrische Universum - Teil 8: Die elektrische Ladung der Sonne, der Erde und ihrer Doppelschichten

Teil 1: Elektrizität und Plasma

© Sott.net
Kapitel 8: Die elektrische Ladung der Sonne, der Erde und ihrer Doppelschichten

Wie wir zuvor festgestellt haben, besteht fast alles im Universum aus Plasma. Das gilt auch für unser Sonnensystem. Demnach findet man in diesen ionisierten Bereichen fast überall auch elektrische Ladungen. In diesem Kapitel werden wir versuchen, die unterschiedlichen elektrischen Ladungen der verschiedenen Himmelskörper (Kometen, Monde, Planeten, Sterne, Galaxien) in ihren Kernen, auf ihren Oberflächen, sowie in ihren DS (Doppelschichten), näher zu betrachten. Beachten Sie jedoch, dass ‘relative Ladung’ nicht ‘absolute Ladung’ bedeutet. Oder anders ausgedrückt:: Wenn A positiver geladen ist als B, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass die Gesamtladung von A im absoluten Sinne, (also in einem Universum-weiten Sinn), positiv ist. Es bedeutet also nur, dass A positiver als B, oder, dass A weniger negativ als B ist, mit dem es in Bezug bzw. in Relation steht.

Im Grunde sind diese relativen Ladungen jedoch die ausschlaggebenden Werte, die wirklich zählen - ungeachtet dessen, was die absoluten Ladungen (positiv oder negativ) auch sein mögen - da die Unterschiede in den relativen Ladungen der Grund dafür sind, warum elektrischer Strom überhaupt fließen kann. Da wir hier versuchen, die Unterschiede zwischen Oberflächenladung, DS-Ladung, Kern-Ladung, etc., besser zu verstehen, werden wir uns auf die relative Ladung konzentrieren.

Als Faustregel kann man sagen, dass die meisten Himmelskörper eine Ladung besitzen, die insgesamt negativ ist34. Desweiteren sind diese negativen Körper üblicherweise von einer noch negativeren DS umgeben, die wiederum von einem noch negativer geladenen galaktischen oder interstellaren Plasma umgeben sind. Auf unsere Sonne angewendet, ergibt die Faustregel folgendes: Die Sonne ist in unserem Sonnensystem der am positivsten geladene Körper - relativ gesehen - obwohl ihre absolute Ladung eigentlich negativ ist. Doch ist sie weniger negativ als die Planeten, Kometen, die Heliosphäre und der galaktische Raum, der sie umgibt. Daher kann man Planeten und Kometen als negativ geladene Objekte, relativ zur Sonne, beschreiben.

Abbildung 14 entspricht der Abbildung 11, mit dem Unterschied, dass wir die relativen Ladungen der Erde, Sonne und ihrer DS eingezeichnet haben.

Von der Ebene der Sonne aus betrachtet, gliedern sich die relativen elektrischen Ladungen folgendermaßen auf: Der Kern der Sonne ist positiver als die Oberfläche der Sonne. Die Sonne (Oberfläche und Kern) ist positiver als ihre ‘Blase’ (Heliosphäre), die die Erde und alle Planeten des Sonnensystems umgibt. Die Sonne und ihre Heliosphäre sind positiver als das galaktische Plasma, welches sie umgibt.

In Bezug auf die Erde bleibt festzustellen, dass der Kern, genauso wie bei der Sonne, positiver ist als ihre Oberfläche. Die Erde (Oberfläche und Kern) ist negativer als ihre ‘Blase’ (Ionosphäre). Die Erde und ihre Ionosphäre sind zusammen negativer geladen als das umgebende Plasma (das Plasma der Heliosphäre). In beiden Fällen folgen die elektrischen Ladungen einem Gradienten.

Bild

Abbildung 14: Die relativen elektrischen Ladungen innerhalb und zwischen der Sonne und der Erde (beachten Sie: Einem Körper kann man eine relative positive Ladung zuschreiben während seine absolute Ladung negativ ist)
In Bezug auf die Sonne bedeutet das zum Beispiel: Während man sich vom Kern der Sonne weg bewegt (vom Kern der Sonne zur Oberfläche, Heliosphäre, Heliopause und schließlich zum galaktischen Raum), wird die elektrische Ladung zunehmend negativ:

Elektrisches Potential der Sonne > elektrisches Potential der Heliosphäre > elektrisches Potential des galaktischen Raumes.

In Bezug auf die Erde verläuft es umgekehrt: Die Ladung wird positiver wenn man sich vom Kern entfernt:

Elektrisches Potential der Erde > elektrisches Potential der Ionosphäre > elektrisches Potential des umgebenden Raumes.

Beachten Sie jedoch eine scheinbare Unregelmäßigkeit: Die Sonne zeichnet sich auf der Oberfläche durch eine (relativ) negative Ladung aus, während ihre (relative) Gesamtladung positiv ist. Die Sonne agiert wie ein Generator. Auf der Oberfläche der Sonne werden positiv geladene Protonen durch die ‘Sonnenwinde’35 in Richtung der äußeren Schicht der Heliosphäre davongetragen, während Elektronen zurück zur Oberfläche der Sonne strömen und sich dort ansammeln. Diese zwei Faktoren erklären die negative Ladung der Sonnenoberfläche relativ zu ihrem Kern. Im Gegensatz dazu agiert die Erde nicht als Generator. Die Erde wird von der Sonne angetrieben, welche dafür sorgt, dass die positiv geladene Ionosphäre unserer Erde aufrecht erhalten wird. Da Ladungen von entgegengesetzter Polarität sich anziehen, zieht die positiv geladene Ionosphäre Elektronen, die sich auf der Erdoberfläche befinden, an. Deshalb hat die Erdoberfläche, relativ zum Kern, ein negatives elektrisches Potential.

Die lokalen elektrischen Ladungen, die ich oben beschrieben habe (Oberflächen- und Kernladungen), sind Durchschnittswerte (der Oberflächenladung und Kernladung). Allerdings weisen die Kerne und Oberflächen von Himmelskörpern nicht immer die selbe Ladung an jeder Stelle auf. In Bezug auf die Erde bedeutet das: Obwohl die Oberfläche der Erde im Durchschnitt negativer ist als die Atmosphäre, kann sie lokal in bestimmten Regionen positiver sein. Dieser Umstand kann zu diversen elektrischen Arten der Entladung führen.

Blitze sind lokale Phänomene, die die elektrischen Ladungen in der Region, in der sie sich entladen, ausbalancieren. Diese lokalen Ungleichgewichte der Ladungen sind der Grund dafür, warum wir Wolke-Erde-Blitze (die häufigste Blitzart, in der der Boden positiver ist als die Wolke) beobachten können, aber auch Boden-Wolke-Blitze (wenn der Boden negativer als die Wolke ist) und Wolke-Wolke-Blitze (wenn zwei Wolken sehr unterschiedliche elektrische Potentiale aufweisen). Diese plötzlichen und massiven elektrischen Entladungen ermöglichen das Ausgleichen von Ladungen zwischen zwei Orten, in denen starke lokale positive oder negative Ladungen vorzufinden sind. Wir werden dieses Thema später noch genauer behandeln.36

Bild
© Wikipedia
Abbildung 15: Wolke-Wolke-Blitze balancieren die elektrischen Potentiale zwischen zwei atmosphärischen Regionen aus.
Kehren wir jetzt aber zur Plasmalampen-Analogie (siehe Kapitel 4) zurück. Wenn Sie die Oberfläche dieses Globus berühren, bildet sich ein dichtes Plasma-Filament zwischen der zentralen Elektrode und der Stelle des Globus, den Sie berühren. Auf ähnliche Weise verhält es sich, wenn eine Fliege zwischen die zwei Drähte einer Elektro-Insektenfalle fliegt: Eine elektrische Entladung wird ausgelöst. In beiden Beispielen erhöht der Fremdkörper (Finger, Fliege) die lokale Konduktivität, verursacht den Weg des geringsten (elektrischen) Widerstandes und ermöglicht es somit, dass eine Entladung durch diese leitfähigere Verbindung stattfinden kann. Während die DS sich zwar wie ein elektrischer Isolator verhält, indem sie die Entladung zwischen dem Körper und dem umgebenden Plasma dämpft, ist sie jedoch kein perfekter Isolator. Wie bei jeder Art von Kondensator fließt elektrischer Strom immer noch durch den Isolator, entweder in Form von Leckstrom oder intensiveren Entladungen, also in Form der drei Entladungsarten die wir zuvor beschrieben haben (dunkel, glühend und Lichtbogen Form). Die Anwesenheit von geladenen Körpern (z.B. Kometen, Planeten, etc.) in der DS eines Himmelskörpers, ist der Hauptauslöser von massiven Entladungen. Wir werden auf diesen Punkt später näher eingehen.

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Nebula

Das Elektrische Universum - Teil 9: Himmelskörper und ihre externen Energiequellen

Teil 1: Elektrizität und Plasma

© Sott.net
Kapitel 9: Die externen Energiequellen von Himmelskörpern

Der Grund, warum Kondensatoren sich immer wieder entladen können und zugleich die elektrische Potentialdifferenz zwischen ihren Anoden und Kathoden beibehalten, liegt an der Tatsache, dass sie an eine externe Stromquelle angeschlossen sind. Von wo kommt also die Elektrizität in unserem Sonnensystem? Der Astrophysiker Michael J. Longo, von der Universität Michigan, hat mehr als 40 000 Galaxien gründlich untersucht.37 Nach zahlreichen Schritten, in denen er die Daten aufbereitet und analysiert hat - ich erspare Ihnen die Details seiner Berechnungen, die Sie in seiner Arbeit nachlesen und prüfen können - kam er zu folgendem Schluss:
Die beunruhigende Ausrichtung der Tagundnachtgleichen und der Ekliptik mit der AE [Achse der Ekliptik] wird jetzt wegen der ekliptischen Definition entlang der RA [Rektaszensionen] = 180° und 0° in der Nähe der galaktischen Pole als ein Zufall betrachtet. Es ist kein Zeichen für einen gravierenden Vordergrund Bias in den WMAP Daten zu erkennen. Alle diese Ausrichtungen können durch ein kosmisches Magnetfeld erklärt werden, der die Zyklotronen Umlaufbahn-Achsen der Elektronen ausrichtet und seine Multipole auf dem CMB einprägt.38
Einfacher ausgedrückt, bedeutet das Folgendes: Longo ist zu dem Schluss gekommen, dass die Rotationsachsen von Galaxien sich auf der selben Kurve ausrichten und dass diese Ausrichtung kein Zufalls-Resultat sein kann. Neben Longo haben auch Alfven39, Campanelli40 und Schwarz41 nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die Ausrichtung der galaktischen Rotationsachsen wahrscheinlich aufgrund eines gigantischen Rings aus elektrischem Strom entsteht. Obwohl die ultimative Quelle dieses gigantischen elektrischen Rings, der das kosmische ‘Nichts’ umkreist, immer noch nicht bekannt ist, ist die Ausrichtung der galaktischen Rotationsachsen ein indirekter Beweis für seine Existenz. Abbildung 16 zeigt diese Ausrichtung der galaktischen Rotationsachsen an einem ringförmigen galaktischen Strom (rosa Farbe).

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Galaxy

Das Elektrische Universum - Teil 10: Interstellares Plasma

Teil 1: Elektrizität und Plasma

© Sott.net
Kapitel 10: Interstellares Plasma

Noch bis vor Kurzem dachte man, dass der Weltraum ein perfektes Vakuum und völlig leer sei. Diese Meinung ist noch immer weit verbreitet, obwohl sie nicht ganz richtig ist, wie ich es in den vorherigen Kapiteln erläutert habe. Der Weltraum ist nicht leer. Er ist gefüllt mit Plasma. Dieses Raum-Plasma besteht hauptsächlich aus sehr leichten Molekülen: Wasserstoff- und Helium-Ionen sowie Elektronen und die Konzentration im Weltraum beträgt ungefähr ein (ionisiertes) Teilchen pro Kubikzentimeter.46 Zum Vergleich beträgt die Dichte unserer Atmosphäre etwa 1013 Teilchen pro Kubikzentimeter.

© ESA/Herschel/SPIRE/PACS/D. Arzoumanian (CEA Saclay)
Abbildung 19: Ein Birkeland-Strom durchzieht den ‘leeren’ interstellaren Raum
Die sehr geringe Konzentration von Raum-Plasma verhindert nicht, wie in Abbildung 19 zu sehen ist, dass auch dort elektrische Phänomene enstehen: In diesem Fall überspannt der Birkeland-Strom Lichtjahre aus ‘leerem’ Raum. Erinnern Sie sich noch an das Millikan Experiment und wie die elektromagnetische Kraft, die von einem einzigen Elektron ausgeübt wird, einen großen Teil des Raumes beeinflusst, den das Elektron umgibt? Im kosmischen Maßstab erlauben die elektrischen Eigenschaften von Raum-Plasma es, dass elektrische Ströme zwischen Himmelskörpern fließen können, weil solch ein Plasma höchst leitfähig ist. Diese Tatsache ermöglicht es, dass der elektrische Austausch zwischen der Oberfläche und der äußeren Schicht der DS eines Himmelskörpers stattfinden kann. Genauso wie es auch den elektrischen Austausch innerhalb der DS ermöglicht. Nach Hannes Alfven und James McCanney ist Plasma im Weltraum quasi-neutral oder leicht positiv. Allerdings herrscht bei der elektrischen Ladung des Sonnenwindes Uneinigkeit. Während die offizielle Position darin besteht, dass der Sonnenwind elektrisch neutral ist, hat der britische Mathematiker und Geophysiker Sydney Chapman schon im Jahr 1930 darauf hingewiesen, dass der Sonnenwind aus positiv geladenem Plasma besteht. In jüngerer Zeit kam Luis Alvarez47 zu dem Schluss, dass der Sonnenwind eine insgesamt positive Ladung aufweisen müsste.48 Jean Martin Meunier49 stellt auch fest, dass der Sonnenwind nicht elektrisch neutral ist und er erklärt es wie folgt:
Der Sonnenwind ist im Ganzen betrachtet elektropositiv; er enthält viel mehr H+ Protonen, als Elektronen. Warum? Weil Elektronen im galaktischen Raum mit einer Geschwindigkeit von 10.000 bis 300.000 km/s durch die solaren UV-, X- und Gammastrahlen evakuiert werden (Compton Effekt). Folge: Der solare Wind (mit einer Geschwindigkeit von 300 bis 900 km/s), ist ein Strom von Protonen, der versucht die verlorenen Elektronen wieder auszugleichen.50

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch: